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Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille Gegenstand der Erfindung ist ein Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille, in deren Seitenbügeln ein Hörhilfesystem untergebracht ist, das aus einem Mikrophon, einer elektrischen Stromquelle, einem Verstärker und einem Empfänger besteht.
Das Hörhilfegerät gemäss der vorliegenden Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon in dem rückwärtigen Ende des einen Brillenbügels angeordnet ist, so dass es sich bei aufgesetzter Brille in unmittelbarer Nähe des einen Ohres des Benützers befindet.
Auf diese Weise wird erreicht, dass sich das Mikrophon in Nachahmung der von der Natur gewählten Stelle an einem Teil des Kopfes befindet, an welchem es von den Mund- und Nasenöffnungen des Benutzers verhältnismässig weit entfernt ist, so dass durch diese Anordnung ein gutes Hören und Verstehen möglich wird. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu erblicken, dass nunmehr ein verbesserter Empfang der Schallwellen möglich wird, während die Erfindung weiterhin die Benutzung eines Telephons durch den Träger des Gerätes in einer Weise erlaubt, wie dies auch bei normalhörenden Menschen der Fall ist. Es fällt somit auch beim Telephonieren nicht auf, dass der das Hörhilfegerät tragende Benutzer schwerhörig ist.
Dieses Moment ist von erheblicher psychologischer Bedeutung. Durch die Erfindung wird ferner erreicht, dass die Gewichtsverteilung in der Brille gleichmässiger ist, da die Anordnung des Mikrophons in dem rückwärtigen Bügelteil ein besseres Sitzen der Brille mit sich bringt, während sich der durch das Mikrophon beschwerte hintere Bügelteil auf dem Ohr abstützen kann.
Anhand von Zeichnungen werden im folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläutert. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Ausführungsform von dem Typ, bei dem die übertragung durch das Knochensystem erfolgt. Die Darstellung gibt die Ansicht des Gerätes beim Tragen wieder.
Fig.2 ist eine ähnliche Darstellung und zeigt eine Ausführungsform, bei der die Übertragung durch Luft erfolgt.
Fig. 3 ist die Innenansicht eines Teils eines der Seitenbügel einer Brille, in welchem bestimmte Teile eines Hörgerätes montiert sind.
Fig.4 ist die Innenansicht des entsprechenden Teils des andern Brillenbügels, in welchem bestimmte andere Teile des Hörgerätes montiert sind.
Fig. 5 ist die Ansicht einer Deckplatte für einen der Seitenbügel, der Hörgerätteile trägt.
Fig. 6 ist eine Schnittansicht eines der Bügel nach Fig.4, wobei die Deckplatte aufgesetzt ist. Der Schnitt ist durch die Linie 6-6 der Fig. 4 geführt.
Fig. 7 ist eine Vorderansicht einer Brille und zeigt in gestrichelten Linien die Hörgerätleiter, die sich über das Vorderstück des Brillengestelles ziehen.
Fig. 8 zeigt denselben Teil im Schnitt durch die Linie 8-8 der Fig. 7.
Fig.9 ist ein Beispiel für ein Leitungsschema eines Hörgerätes.
Fig. 10 ist die Innenansicht eines rückwärtigen Teils eines Brillenbügels und zeigt darin montierte bestimmte Teile eines Hörgerätes vom Luftübertra- gungstyp.
Fig. 11 ist ein Querschnitt davon, jedoch mit aufgebrachter Deckplatte, und zwar durch die Linie 11-11 der Fig. 10.
Fig. 12 zeigt die gleiche Ansicht wie Fig. 4, wobei aber die Hörgerätteile aus den Vertiefungen entfernt sind, in welchen sie gehalten werden.
Fig. 13 ist ein Querschnitt davon, und zwar durch die Linie 13-13 der Fig. 12.
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Fig. 14 zeigt die gleiche Ansicht wie Fig. 3, doch sind die Hörgerätteile entfernt, und es sind Vertiefungen gezeigt, in welchen diese Teile aufgenommen werden, sowie bestimmte elektrische Verbindungen.
Fig.15 ist ein Querschnitt davon, und zwar durch die Linie 15-15 der Fig. 14.
. Gleiche Ziffern beziehen sich auf gleiche Teile bei sämtlichen Ansichten der Zeichnung.
Bei den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind übliche Elemente eines Hörgerätes, wie sie heute auf dem Markt sind, in einem Brillengestell verborgen, wobei einige der Hörgerätelemente in einem der Bügel B des Brillengestelles und andere Teile des Hörgerätes in dem andern. Bügel des Brillengestelles untergebracht sind und elektrische Leiter W in oder an dem Vorderstück F des Brillengestelles verborgen die Hörgerätelemente in den beiden Bügeln des Brillengestelles miteinander verbinden.
Um die Hörgerätelemente unterzubringen, soll jeder der seitlichen Bügel des Brillengestelles lange Glieder 20, 21 aus Material von geringem Gewicht aufweisen, z. B. aus Kunststoff oder Metall, die als Schläfenteile oder Brillenbügel ausgebildet sind. Neuerdings stellt man in der Praxis sog. Griffbügel her, etwa 10 mm breit an ihrem vordern oder Scharnierende und 25 mm breit oder breiter an ihrem rückwärtigen Ende. Die rückwärtigen Enden berühren den Schädel am Mastoid-Schläfenbein hinter und in einem gewissen Abstand vom obern Teil der Ohren. Solche Bügel haben nun gerade die richtigen Dimensionen, um darin die Teile eines wirksamen Hörgerätes unterzubringen.
Jeder Bügel 20 und 21 kann mit Vertiefungen versehen sein, um die einzelnen Hörgerätelemente aufzunehmen, und jeder Bügel ist z. B. mit einer Deckplatte versehen, die auf dem Block des Bügels befestigt werden kann, um die Hörgerätelemente in dem Block zu bedecken.
Ein Bügel 20 des Brillengestelles hat eine Vertiefung, um einen Empfänger 22 aufzunehmen, einen Transformer 23 und Batterien 24 und 25 eines Hörgerätes. Der Bügel 20 ist nahe seinem rückwärtigen Ende mit einer kreisförmigen Öffnung oder Bohrung 26 versehen, in welche der Empfänger 22 bequem passt, wobei die Membran des Empfängers ein wenig von der Seite des Bügels 20 herausragt und gegen das Mastoid-Schläfenbein der Person drückt, welche das Hörgerät in der Weise trägt, wie man eine Brille trägt. In manchen Fällen ist es nicht notwendig, dass die Membran des Empfängers aus dem Bügel 20 herausragt.
Statt dessen kann der Empfänger von dem Material des Bügels umschlossen sein, wobei die Schwingungen der Membran zunächst auf das Material des Bügels und sodann auf das Schläfenbein des Trägers der Vorrichtung übertragen werden.
Vor der Vertiefung 26 befindet sich eine 1'ängliche Vertiefung 27, deren hinteres Ende 27' so ausgestaltet ist, dass der Transformator 23 bequem hineinpasst, und deren vorderer Teil so gestaltet, ist, dass die Batterien 24 und 25 des Hörgerätes gut hineinpassen. Zwei Paar geeigneter Federfingerkontakte 28 und 29 werden im Bügel 20 angebracht, z. B. durch Eingiessen, Einschrauben oder Einnieten. Die Kontakte reichen in die Vertiefung 7, und das Paar 28 drückt elastisch gegen die Klemmen an den ihm gegenüberliegenden Enden der Batterie 24, die zwischen ihm angebracht ist, während das Paar 29 elastisch gegen die Kontakte der Batterie drückt, die zwischen ihm angebracht ist.
Der Bügel 21 ist nahe seinem rückwärtigen Ende mit einer Vertiefung 37 versehen, welche das Mikrophon 30 aufnimmt und auch vorderhalb der Vertiefung 37 mit drei Vertiefungen 38, 39 und 40 versehen, von denen jede bequem eine der drei Röhren 31, 32 und 33 aufnimmt, ferner mit zwei Vertiefungen 41 und 42, die bequem zwei Widerstandsund Kondensatoreinheiten 34 und 35 aufnehmen und einer Vertiefung 43 zur Aufnahme eines kombinierten Lautstärkeregel- und Ein- und Ausschalters 36.
Diese Vertiefung 43 hat eine Öffnung 43' oben auf dem Bügel 21, durch welche der Drehknopf des Lautstärkeregel- und Ein- und Ausschalters 36 ein wenig herausragt, so dass er durch den Finger des Benutzers des Hörgerätes betätigt werden kann.
Die verschiedenen Teile des Hörgerätes sind in üblicher Weise elektrisch verbunden. Die Drähte und Leiter sind in den Fig. 3, 4, 7, 10 und 14 mit W bezeichnet und erstrecken sich von den Hörgerätteilen in dem einen Bügel des Brillengestelles zu den Teilen in dem andern Bügel durch das oder entlang dem Vorderteil F des Brillengestelles, wie in Fig. 7 und 8 gezeigt ist. Die Verbindungen können aus aufgedruckten Leitschienen oder aus Drähten oder aus beiden bestehen, und die Verbindungen können in das Material des Bügels geformt oder eingeschnitten oder anderweitig angebracht sein.
Im wesentlichen flache Deckplatten, wie z.13. Bezugsziffer 45 in Fig. 5 und 6, sind vorgesehen für die Bügel 20 und 21. Sie sind festgeschraubt, um die Hörgerätelemente zu bedecken und zu verbergen. Die Deckplatten 45 sind mit einer Anzahl von öff- nungen 46 an ihren Rändern versehen, und die Bügel 20 und 21 weisen entsprechende Gewindelöcher 47 auf, die mit den Öffnungen 46 der Deckplatten übereinstimmen, um die Befestigungsschrauben 46a der Deckplatten aufzunehmen.
Zum besseren Empfang ist die Deckplatte 45 für den Bügel 21, welcher das Mikrophon 30 des Hörgerätes trägt, mit Schlitzen 48 versehen, die dem Mikrophon gegenüberliegen, so dass durch sie der Schall freien Zugang zum Mikrophon hat. Die Schlitze 48 selbst fallen in der Deckplatte sehr wenig auf, und ausserdem sind das Mikrophon und diese Schlitze so im Bügel angebracht, dass sie vom obern Teil des Ohrs des Trägers verdeckt sind, während gleichzeitig das Ohr des Trägers weit genug von den Schlitzen nach aussen gedrückt wird, um dem Schall freien Zugang zum Mikrophon durch die Schlitze in dem Brillengestell zu gewährleisten.
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Das bisher beschriebene Hörgerät, welches einen Empfänger aufweist, der akustische Schwingungen direkt dem Mastoid-Schläfenbein des Trägers (durch die bedeckende Haut natürlich) übermittelt, folgt der wohlbekannten Knochenübertragungsmethode, die darin besteht, dass der Schall durch die Schädelknochen auf die Gehörnerven übertragen wird.
Wie vorher erwähnt, ist die vorliegende Erfindung auch anwendbar bei Hörgeräten, welche in übereinstimmung mit der Luftübertragungsmethode arbeiten, bei welcher, anstatt akustische Schwingungen auf die Schädelknochen zu übertragen, eine schwingende Luftsäule im Ohrkanal des Hörgerätbenutzers erzeugt oder dorthin geführt wird. Ein solcher Luftüber- tragungstyp eines verborgenen Hörgerätes erfordert gewisse strukturelle Veränderungen gegenüber der vorher beschriebenen Art von Hörgeräten vom Knochenübertragungstyp. Fig. 2, 10 und 11 zeigen gewisse Strukturänderungen, welche für diesen Zweck bei dem bereits beschriebenen Knochenüber- tragungstyp vorgenommen werden können.
Zum Beispiel hat bei einer Ausführungsform eines Hörgerätes des Luftübertragungstyps, wie es in Fig. 10 und 11 gezeigt ist, der Bügel 20', der den Empfänger trägt, keine Öffnung, die den Empfänger auslegt, so dass er den Kopf des Trägers des Hörgerätes berühren könnte. Der Empfänger ist so im Bügel des Brillengestelles untergebracht, dass er an oder nahe dem Vorderteil des Ohrs des Gerätträgers ist. Zu diesem Zweck ist die hinterste Vertiefung 26' in dem Bügel 20' so ausgestaltet, dass sie den Hör- P U rättransformator aufnehmen kann, und eine Vertiefung 50 ist vorderhalb der Vertiefung 26' vorgesehen, die den Empfänger 22' und ein Fitting oder Block 51 aufnehmen kann.
Das Fitting 51 umfasst das eine offene Ende eines Hohlrohres 52 dergestalt, dass es gegenüberliegend der Membran des Empfängers 22' ausgesetzt ist, so dass Schwingungen des Oszillier- diaphragmas des Empfängers 22' entsprechende Schwingungen der Luft (Schallwellen) in der Höhlung des Rohres 52 erzeugen.
Dieses Rohr 52 geht von dem Fitting 51 durch einen Schlitz 52a am Boden des Bügels 20' und ist von solcher Länge und Gestalt, dass sein unteres offenes Ende bequem ins Ohr passt, und es öffnet sich in den Ohrkanal des Trägers des Hörgerätes, wenn das Gerät selbst getragen wird, das heisst so wie eine Brille. Da sowohl der Empfänger 22' als auch das Luftrohr-Fitting 51 in der Vertiefung 50 angeordnet sind und da das Luftrohr 52 durch eine Öffnung oder einen Schlitz 52a geführt wird, bedeckt die Deckplatte 45' des Bügels 20' das Fitting so, dass von dem Hörgerät nur das kurze und enge Rohr sichtbar ist, das sich von der Unterkante des Bügels zur Öffnung des Ohrkanals des Trägers der Hörhilfe erstreckt.
Anderseits kann die Deckplatte 45' mit einer Öffnung 53 und einem Schlitz 54 versehen sein, der das Fitting 51 und das Rohr 52 aufnimmt, so dass Fitting und Rohr an den Empfänger gebracht oder von ihm weggenommen werden können, ohne dass man die Deckplatte 45' entfernt. Das Fitting schnappt auf den Empfänger ein, wie bei den gegenwärtigen Hörgeräten üblich. Das Rohr 52 wird vorzugsweise aus einem Material, wie Metall oder geeignetem Kunststoff, hergestellt, welches im wesentlichen gegen Formänderungen widerstandsfähig ist, das heisst welches sich nicht leicht verbiegt, aber sich nichtsdestoweniger bis zu einem beträchtlichen Grad biegt, ehe es bricht oder nicht mehr in seine ursprüngliche Gestalt zurückkehrt. Geeignete synthetische Stoffe mit diesen Eigenschaften sind wohlbekannt.
Das Rohrende oder die Spitze 52' des Rohres 52 hat vorzugsweise die Gestalt eines kleinen Kolbens, ähnlich in seiner Gestalt den Ohrenden oder den Spitzen der Hörrohre an Stethoskopen.
Der Innendurchmesser des Rohres 52 braucht nur etwa 2 mm zu betragen, er kann auch noch kleiner sein. Man hat gefunden, dass die' Luftschwingung durch die eingeschlossene Luftsäule klar und ohne wesentliche Dämpfung übertragen wird, wenn der Innendurchmesser des Rohres 52 nicht grösser ist als etwa 2 oder 3 mm. Vorzugsweise überschreitet die zu überbrückende Entfernung nicht 5 cm. Es sollte keine scharfe Krümmung bestehen, und der Durchmesser des Rohres sollte immer gleich sein. Er soll nicht verringert werden durch Zusammendrücken und auch keiner plötzlichen Biegung ausgesetzt sein.
Die Hörrohre bei den gegenwärtig auf dem Markt befindlichen Hörgeräten haben mindestens den doppelten Innendurchmesser des Rohres 52. Das Kunststoffrohr, das gegenwärtig allgemein in Gebrauch ist, ist wenigstens 25 cm und manchmal gar 30 cm lang. Diese lange Luftsäule verursacht eine Reduktion der Lautstärke im Vergleich zu einem kurzen Rohr. Dann besteht noch der ernstliche Nachteil, dass das Kunststoffrohr scharfen Krümmungen ausgesetzt ist, wobei die Wände gegeneinander deformiert werden. Manchmal sind die Wände so stark verformt, dass sie das Rohr verschliessen, und so entstehen darin häufig Knicke und scharfe Biegungen.
Im Hinblick auf das Vorstehende soll das Rohr 52 aus Metall oder einem andern Material das vom Empfänger zum Ohr führt, keinen wesentlich grö- sseren Aussendurchmesser als 2 mm haben. Natürlich kann der Durchmesser des Rohres beträchtlich variieren, aber die geringe Länge und der sehr geringe Durchmesser des Rohres tragen zum Verbergen bei, das so ausserordentlich wichtig ist.
Neben der Unterbringung von Hörgerät-Leitungs- zubehörteilen in Vertiefungen und dem anschliessenden Verbergen derselben mit Hilfe von Deckplatten gibt es noch andere Möglichkeiten zum Verbergen der Teile in den Bügeln eines Brillengestelles. Zum Beispiel können sie in den Bügeln 20 und 21 eingegossen werden. In diesem Fall kann auch das Röhr 52 am Bügel 20 angegossen werden, wobei ein Ende seines Luftdurchganges sich in die Vertiefung 50 erstreckt und dem Oszillierdiaphragma des Empfängers 22' gegenüberliegt und so die Luftsäule im Rohr zum Schwingen bringt, so dass die Schallwellen auf den
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Ohrkanal des Trägers des Hörgerätes übertragen werden können.
Es ist selbstverständlich gleichgültig, ob das Mikrophon, der Empfänger und andere übertragungsteile in Vertiefungen untergebracht werden, die vorher in den Bügeln vorgesehen waren, oder ob sie in die Bügel eingebettet werden, während dies geformt werden. Sie sind in jedem Falle so anzusehen, dass sie in Vertiefungen untergebracht sind, die in den Bügeln gebildet wurden.
Wenn jemand aus irgendeinem Grunde den Empfänger des Hörgerätes lieber direkt im Ohr trägt, wie es heute bei Hörgeräten üblich ist, dann können anstelle des Rohres 52 zwei kurze Leitdrähte von den Bügeln des Brillengestelles zum Empfänger herablaufend angebracht werden. Jedoch ist in einem solchen Fall das grosse geformte Ohrstück, das heute in Gebrauch ist, erforderlich, um dieses und der daran getragene Empfänger sind nicht zu verbergen, aber es gibt wenigstens keine langen und auffallenden Drähte, die von einem an den Kleidern getragenen Hörgerät zu dem Empfänger reichen, und die vorliegende Erfindung ermöglicht wenigstens in dieser Hinsicht ein Verbergen.
Sie schliesst auch die durch die Kleidung entstehenden Störgeräusche aus und sieht ferner ein verstecktes, nicht versperrtes Mikrophon vor, auch wenn der Empfänger im Ohr des Trägers angebracht ist.
Es kann irgendein Verstärker, wie sie heutzutage für Hörgeräte üblich sind, in die Hörbrille eingebaut werden. Ein solcher Verstärker wird als Beispiel in Fig.9 gezeigt. In Fig.9 sind ein Mikrophon 30, ein Empfänger 22, Batterien 24 und 25, ein Transformer 23, Elektronenröhren 31, 32 und 33, Widerstands- und Kondensatoreinheiten 34 und 35 und ein kombinierter Lautstärkeregel- und Ein- und Ausschalter 36 mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, wie sie für diese Teile in der Beschreibung der andern Figuren gegeben sind. Die elektrischen Verbindungen im Verstärker können wie üblich aus aufgesetzten Leitschienen, Leitungsdrähten oder aus beiden bestehen.
Wenn ein Brillengestell mit Scharnieren verwendet wird, kann die elektrische Verbindung zwischen den aufgesetzten Leitungsschienen oder den Leitungsdrähten in den Bügeln und im Vorderteil des Brillengestelles durch Drähte erfolgen, welche die Scharniere überbrücken oder durch sie hindurchgeführt werden. Anderseits kann sie auch ausgeführt werden durch Aufbringen eines Satzes Metallkontakte nahe dem vordern Ende eines jeden Bügels mit zwei entsprechenden Kontaktsätzen, von denen ein jeder nahe einem Ende des Vorderteils angebracht ist.
Wenn die Bügel des Gestelles in ihrer offenen Stellung sind, in welcher das Gestell von dem Benutzer getragen wird, wirkt jeder Kontakt jedes der am Vorderteil montierten Sätze mit einem korrespondierenden Kontakt auf einem der Bügel zusammen, um einen guten elektrischen Kontakt zu erzeugen.
Es ist zu erwähnen, dass bei Hörgeräten des hier beschriebenen Typs der Gebrauch von Transistoren, insbesondere Flächentransistoren, viele Vorteile gewährt gegenüber dem Gebrauch von gewöhnlichen Elektronenröhren. Unter diesen Vorteilen seien erwähnt: geringeres Gewicht und Grösse, Robustheit, längere Lebensdauer und geringerer Energieverbrauch. Darüberhinaus kann, da Transistoren keinen Heizstrom benötigen, eine der beiden Batterien 24 und 25 fortfallen. Solche Transistorkreise können entweder vom widerstandsgekoppelten oder trans- formatorgekoppelten Typ sein.
Es ist offenkundig, dass das Anbringen- abnehmbarer Deckplatten für die Bügel des Brillengestelles einen leichten Zugang zu allen in den Bügeln enthaltenen Verstärkerbestandteilen gewährt. Trotzdem kann, da es besonders wichtig ist, dass die Batterie oder die Batterien leicht auswechselbar sind, eine besondere Anordnung für diesen Zweck vorgesehen werden.
Dementsprechend wird in einer abgeänderten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der rückwärtige Endteil eines der Bügel gesondert von dem übrigen Teil des Bügels angefertigt, und zwar in Form einer von der Seite gesehen halbkreisförmigen Kappe. Die Kappe ist mit dem Hauptteil des Bügels durch Scharniere verbunden, so dass sie geöffnet werden kann, um Zugang zu einer Vertiefung zu Gewähren, in welcher eine Batterie oder Batterien untergebracht werden können. Die Kappe wird dann geschlossen und in ihrer geschlossenen Stellung mittels eines Schnappers gehalten. Die Batterie oder die Batterien können ganz in der in dem hintern Ende des Hauptteils des Bügels enthalten sein, oder sie können auch zum Teil in eine damit in Zusammenhang stehende Vertiefung in der Kappe hineinragen.
Das Hörgerät kann mit verschiedenen Mustern von Brillengestellen und in verschiedenartiger Anordnung der Hörgerätelemente ausgeführt werden.