CH335533A - Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille - Google Patents

Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille

Info

Publication number
CH335533A
CH335533A CH335533DA CH335533A CH 335533 A CH335533 A CH 335533A CH 335533D A CH335533D A CH 335533DA CH 335533 A CH335533 A CH 335533A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hearing aid
bracket
glasses
receiver
microphone
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Hollingsworth Maurice
Original Assignee
Harold Hollingsworth Maurice
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Harold Hollingsworth Maurice filed Critical Harold Hollingsworth Maurice
Publication of CH335533A publication Critical patent/CH335533A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C11/00Non-optical adjuncts; Attachment thereof
    • G02C11/06Hearing aids

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Hörhilfegerät   in Gestalt einer Brille Gegenstand der Erfindung ist ein    Hörhilfegerät   in Gestalt einer Brille, in deren    Seitenbügeln   ein Hörhilfesystem untergebracht ist, das aus einem Mikrophon, einer elektrischen Stromquelle, einem Verstärker und einem Empfänger besteht. 



  Das    Hörhilfegerät   gemäss der vorliegenden Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon in dem rückwärtigen Ende des einen Brillenbügels angeordnet ist, so dass es sich bei aufgesetzter Brille in unmittelbarer Nähe des einen Ohres des Benützers befindet. 



  Auf diese Weise wird erreicht, dass sich das Mikrophon in Nachahmung der von der Natur gewählten Stelle an einem Teil des Kopfes befindet, an welchem es von den Mund- und Nasenöffnungen des Benutzers verhältnismässig weit entfernt ist, so dass durch diese Anordnung ein gutes Hören und Verstehen möglich wird. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin    zu      erblicken,   dass    nunmehr   ein verbesserter Empfang der Schallwellen    möglich   wird, während die Erfindung weiterhin die Benutzung eines Telephons durch den Träger des Gerätes in einer Weise erlaubt, wie dies auch bei normalhörenden Menschen der Fall ist. Es fällt somit auch beim    Telephonieren   nicht auf, dass der das    Hörhilfegerät   tragende Benutzer schwerhörig ist.

   Dieses Moment ist von erheblicher psychologischer Bedeutung. Durch die Erfindung wird ferner erreicht, dass die Gewichtsverteilung in der Brille gleichmässiger ist, da die Anordnung des Mikrophons in dem rückwärtigen Bügelteil ein besseres Sitzen der Brille mit sich bringt, während sich der durch das Mikrophon beschwerte hintere Bügelteil auf dem Ohr abstützen kann. 



  Anhand von Zeichnungen werden im folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläutert.    Fig.   1 zeigt in Seitenansicht eine    Ausführungsform   von dem Typ, bei dem die    übertragung   durch das    Knochensystem   erfolgt. Die Darstellung gibt die Ansicht des Gerätes beim Tragen wieder. 



     Fig.2   ist eine ähnliche Darstellung und zeigt eine Ausführungsform, bei der die    Übertragung   durch Luft erfolgt. 



     Fig.   3 ist die Innenansicht eines Teils eines der Seitenbügel einer Brille, in welchem bestimmte Teile eines Hörgerätes montiert sind. 



     Fig.4   ist die Innenansicht des entsprechenden Teils des andern Brillenbügels,    in   welchem bestimmte andere Teile des Hörgerätes montiert sind. 



     Fig.   5 ist die Ansicht    einer   Deckplatte für einen der Seitenbügel, der    Hörgerätteile   trägt. 



     Fig.   6 ist eine Schnittansicht eines der Bügel nach    Fig.4,   wobei die Deckplatte aufgesetzt ist. Der Schnitt ist durch die Linie 6-6 der    Fig.   4 geführt. 



     Fig.   7 ist eine Vorderansicht einer Brille und zeigt in gestrichelten Linien die    Hörgerätleiter,   die sich über das Vorderstück des Brillengestelles    ziehen.   



     Fig.   8 zeigt denselben Teil im Schnitt durch die Linie 8-8 der    Fig.   7. 



     Fig.9   ist ein Beispiel für ein Leitungsschema eines Hörgerätes. 



     Fig.   10 ist die    Innenansicht   eines rückwärtigen Teils eines Brillenbügels und zeigt darin montierte bestimmte Teile eines Hörgerätes vom    Luftübertra-      gungstyp.   



     Fig.   11 ist ein Querschnitt davon, jedoch mit aufgebrachter Deckplatte, und zwar durch die Linie 11-11 der    Fig.   10. 



     Fig.   12 zeigt die gleiche Ansicht wie    Fig.   4, wobei aber die    Hörgerätteile   aus den Vertiefungen entfernt sind, in welchen sie gehalten werden. 



     Fig.   13 ist    ein   Querschnitt davon, und zwar durch die    Linie   13-13 der    Fig.   12. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    Fig.   14 zeigt die gleiche Ansicht wie    Fig.   3, doch sind die    Hörgerätteile   entfernt, und es sind Vertiefungen gezeigt, in welchen diese Teile aufgenommen werden, sowie bestimmte elektrische Verbindungen. 



     Fig.15   ist ein Querschnitt davon, und zwar durch die Linie 15-15 der    Fig.   14. 



  . Gleiche Ziffern beziehen sich auf gleiche Teile bei    sämtlichen   Ansichten der Zeichnung. 



  Bei den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind    übliche   Elemente eines Hörgerätes, wie sie heute auf dem Markt sind, in einem Brillengestell verborgen, wobei einige der    Hörgerätelemente   in einem der Bügel B des    Brillengestelles   und andere Teile des Hörgerätes in dem    andern.   Bügel des Brillengestelles untergebracht sind und    elektrische   Leiter W in oder an dem Vorderstück F des Brillengestelles verborgen die    Hörgerätelemente   in den beiden    Bügeln   des Brillengestelles miteinander verbinden. 



  Um die    Hörgerätelemente   unterzubringen, soll jeder der seitlichen Bügel des Brillengestelles lange    Glieder   20, 21 aus Material von geringem Gewicht aufweisen, z. B. aus Kunststoff oder Metall, die als    Schläfenteile   oder Brillenbügel ausgebildet sind. Neuerdings stellt man    in   der Praxis sog. Griffbügel her, etwa 10 mm breit an ihrem vordern oder Scharnierende und 25 mm breit oder breiter an ihrem    rückwärtigen   Ende. Die rückwärtigen Enden berühren den Schädel am    Mastoid-Schläfenbein   hinter und in einem gewissen Abstand vom obern Teil der Ohren. Solche Bügel haben nun gerade die richtigen Dimensionen, um darin die Teile eines wirksamen Hörgerätes unterzubringen.

   Jeder Bügel 20 und 21 kann mit Vertiefungen versehen sein, um die einzelnen    Hörgerätelemente   aufzunehmen, und jeder Bügel ist z. B. mit einer Deckplatte versehen, die auf dem Block des Bügels befestigt werden kann, um die    Hörgerätelemente   in dem Block zu bedecken. 



  Ein Bügel 20 des    Brillengestelles   hat eine Vertiefung, um einen Empfänger 22 aufzunehmen, einen    Transformer   23 und Batterien 24 und 25 eines Hörgerätes. Der Bügel 20 ist nahe seinem rückwärtigen Ende mit einer kreisförmigen Öffnung oder Bohrung 26 versehen, in welche der Empfänger 22 bequem passt, wobei die Membran des Empfängers ein wenig von der Seite des Bügels 20 herausragt und gegen das    Mastoid-Schläfenbein   der Person drückt, welche das Hörgerät in der Weise trägt, wie man eine Brille trägt. In manchen Fällen ist es nicht notwendig, dass die Membran des Empfängers aus dem Bügel 20 herausragt.

   Statt dessen kann der Empfänger von dem Material des Bügels umschlossen sein, wobei die Schwingungen der Membran zunächst auf das    Material   des Bügels und sodann auf das Schläfenbein des Trägers der    Vorrichtung   übertragen werden. 



  Vor der Vertiefung 26    befindet   sich eine    1'ängliche      Vertiefung   27, deren hinteres Ende 27' so ausgestaltet ist, dass der    Transformator   23 bequem hineinpasst, und deren vorderer Teil so gestaltet,    ist,      dass   die Batterien 24 und 25 des Hörgerätes gut hineinpassen. Zwei Paar geeigneter    Federfingerkontakte   28 und 29 werden im Bügel 20 angebracht, z. B. durch Eingiessen, Einschrauben oder Einnieten. Die Kontakte reichen in die Vertiefung 7, und das Paar 28 drückt elastisch gegen die    Klemmen   an den ihm gegenüberliegenden Enden der Batterie 24, die zwischen ihm angebracht ist, während das Paar 29 elastisch gegen die Kontakte der Batterie drückt, die zwischen ihm angebracht ist. 



  Der Bügel 21 ist nahe seinem rückwärtigen Ende    mit   einer    Vertiefung   37 versehen, welche das Mikrophon 30    aufnimmt   und auch vorderhalb der Vertiefung 37 mit drei    Vertiefungen   38, 39 und 40 versehen, von denen jede bequem eine der drei Röhren 31, 32 und 33 aufnimmt,    ferner   mit zwei Vertiefungen 41 und 42, die bequem zwei Widerstandsund    Kondensatoreinheiten   34 und 35 aufnehmen und einer    Vertiefung   43 zur Aufnahme eines kombinierten    Lautstärkeregel-   und Ein- und Ausschalters 36.

   Diese Vertiefung 43 hat eine Öffnung 43' oben auf dem Bügel 21, durch welche der Drehknopf des    Lautstärkeregel-   und Ein- und Ausschalters 36 ein wenig    herausragt,   so dass er durch den Finger des Benutzers des Hörgerätes betätigt werden kann. 



  Die verschiedenen Teile des Hörgerätes sind in üblicher Weise elektrisch verbunden. Die Drähte und Leiter sind in den    Fig.   3, 4, 7, 10 und 14 mit W bezeichnet und erstrecken sich von den Hörgerätteilen in dem einen Bügel des Brillengestelles zu den Teilen in dem andern Bügel durch das oder entlang dem Vorderteil F des Brillengestelles, wie in    Fig.   7 und 8 gezeigt ist. Die Verbindungen können aus aufgedruckten Leitschienen oder aus Drähten oder aus beiden bestehen, und die Verbindungen können in das Material des Bügels geformt oder eingeschnitten oder anderweitig angebracht sein. 



  Im wesentlichen flache Deckplatten, wie    z.13.   Bezugsziffer 45 in    Fig.   5 und 6, sind vorgesehen für die Bügel 20 und 21. Sie sind festgeschraubt, um die    Hörgerätelemente   zu bedecken und zu verbergen. Die Deckplatten 45 sind mit einer Anzahl von    öff-      nungen   46 an    ihren   Rändern versehen, und die Bügel 20 und 21 weisen entsprechende Gewindelöcher 47 auf, die mit den Öffnungen 46 der Deckplatten übereinstimmen, um die Befestigungsschrauben 46a der Deckplatten aufzunehmen. 



  Zum besseren Empfang ist die Deckplatte 45 für den Bügel 21, welcher das Mikrophon 30 des Hörgerätes trägt, mit Schlitzen 48 versehen, die dem Mikrophon gegenüberliegen, so dass durch sie der Schall freien Zugang zum Mikrophon hat. Die    Schlitze   48 selbst fallen in der Deckplatte sehr wenig auf, und ausserdem sind das Mikrophon und diese Schlitze so im Bügel angebracht, dass sie vom    obern   Teil des Ohrs des Trägers verdeckt sind, während gleichzeitig das Ohr des Trägers weit genug von den Schlitzen nach aussen gedrückt wird, um dem Schall freien Zugang zum Mikrophon durch die    Schlitze      in   dem Brillengestell zu gewährleisten.

   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Das bisher beschriebene Hörgerät, welches einen Empfänger aufweist, der akustische Schwingungen direkt dem    Mastoid-Schläfenbein   des Trägers (durch die bedeckende Haut natürlich) übermittelt, folgt der    wohlbekannten      Knochenübertragungsmethode,   die darin besteht, dass der Schall durch die Schädelknochen auf die    Gehörnerven   übertragen wird. 



  Wie vorher erwähnt, ist die vorliegende Erfindung auch anwendbar bei Hörgeräten, welche in übereinstimmung mit der    Luftübertragungsmethode   arbeiten, bei welcher, anstatt akustische Schwingungen auf die Schädelknochen zu übertragen, eine schwingende Luftsäule im Ohrkanal des    Hörgerätbenutzers   erzeugt oder dorthin geführt wird. Ein solcher    Luftüber-      tragungstyp   eines verborgenen Hörgerätes erfordert gewisse strukturelle Veränderungen gegenüber der vorher beschriebenen Art von Hörgeräten vom    Knochenübertragungstyp.      Fig.   2, 10 und 11 zeigen gewisse Strukturänderungen, welche für diesen Zweck bei dem bereits beschriebenen    Knochenüber-      tragungstyp   vorgenommen werden können. 



  Zum Beispiel hat bei einer Ausführungsform eines Hörgerätes des    Luftübertragungstyps,   wie es in    Fig.   10 und 11 gezeigt ist, der Bügel 20', der den Empfänger trägt, keine Öffnung, die den Empfänger auslegt, so dass er den Kopf des Trägers des Hörgerätes berühren könnte. Der Empfänger ist so im Bügel des Brillengestelles untergebracht, dass er an oder nahe dem Vorderteil des Ohrs des    Gerätträgers   ist. Zu diesem Zweck ist die hinterste Vertiefung 26' in dem Bügel 20' so ausgestaltet, dass sie den    Hör-      P   U    rättransformator   aufnehmen kann, und eine Vertiefung 50 ist vorderhalb der Vertiefung 26' vorgesehen, die den Empfänger 22' und ein Fitting oder Block 51 aufnehmen kann.

   Das Fitting 51 umfasst das eine offene Ende eines Hohlrohres 52 dergestalt, dass es gegenüberliegend der Membran des Empfängers 22' ausgesetzt ist, so dass Schwingungen des    Oszillier-      diaphragmas   des Empfängers 22' entsprechende Schwingungen der Luft (Schallwellen) in der Höhlung des Rohres 52 erzeugen.

   Dieses Rohr 52 geht von dem Fitting 51 durch einen Schlitz 52a am Boden des Bügels 20' und ist von solcher Länge und Gestalt, dass sein unteres offenes Ende bequem ins Ohr passt, und es öffnet sich in den Ohrkanal des Trägers des Hörgerätes, wenn das Gerät selbst getragen wird, das heisst so wie eine    Brille.   Da sowohl der Empfänger 22' als auch das    Luftrohr-Fitting   51 in der    Vertiefung   50 angeordnet sind und da das Luftrohr 52 durch eine Öffnung oder einen Schlitz 52a geführt wird, bedeckt die Deckplatte 45' des Bügels 20' das Fitting so, dass von dem Hörgerät nur das kurze und enge Rohr sichtbar ist, das sich von der Unterkante des Bügels zur Öffnung des Ohrkanals des Trägers der Hörhilfe erstreckt.

   Anderseits kann die Deckplatte 45' mit einer Öffnung 53 und einem Schlitz 54 versehen sein, der das Fitting 51 und das Rohr 52 aufnimmt, so dass Fitting und Rohr an den Empfänger gebracht oder von ihm weggenommen werden können, ohne dass man die Deckplatte 45' entfernt. Das Fitting schnappt auf den Empfänger ein, wie bei den gegenwärtigen Hörgeräten üblich. Das Rohr 52 wird vorzugsweise aus einem Material, wie Metall oder geeignetem Kunststoff, hergestellt, welches im wesentlichen gegen    Formänderungen   widerstandsfähig ist, das heisst welches sich nicht leicht verbiegt, aber sich nichtsdestoweniger bis zu einem beträchtlichen Grad biegt, ehe es bricht oder nicht mehr in seine ursprüngliche Gestalt zurückkehrt. Geeignete synthetische Stoffe mit diesen Eigenschaften sind wohlbekannt.

   Das Rohrende oder die Spitze 52' des Rohres 52 hat vorzugsweise die Gestalt eines kleinen Kolbens, ähnlich in seiner Gestalt den    Ohrenden   oder den Spitzen der Hörrohre an Stethoskopen. 



  Der Innendurchmesser des Rohres 52 braucht nur etwa 2 mm zu betragen, er kann auch noch kleiner sein. Man hat gefunden, dass die' Luftschwingung durch die eingeschlossene Luftsäule klar und ohne wesentliche Dämpfung übertragen wird, wenn der Innendurchmesser des Rohres 52 nicht grösser ist als etwa 2 oder 3 mm. Vorzugsweise überschreitet die zu überbrückende Entfernung nicht 5 cm. Es sollte keine scharfe Krümmung bestehen, und der Durchmesser des Rohres sollte immer gleich sein. Er soll nicht verringert werden durch Zusammendrücken und auch keiner    plötzlichen   Biegung ausgesetzt sein. 



  Die Hörrohre bei den gegenwärtig auf dem Markt befindlichen Hörgeräten haben mindestens den doppelten Innendurchmesser des Rohres 52. Das Kunststoffrohr, das gegenwärtig allgemein in Gebrauch ist, ist wenigstens 25 cm und manchmal gar 30 cm lang. Diese lange Luftsäule verursacht eine Reduktion der Lautstärke im Vergleich zu einem kurzen Rohr. Dann besteht noch der ernstliche Nachteil, dass das Kunststoffrohr scharfen Krümmungen ausgesetzt ist, wobei die Wände gegeneinander deformiert werden. Manchmal sind die Wände so stark verformt, dass sie das Rohr verschliessen, und so entstehen darin häufig Knicke und scharfe Biegungen. 



  Im Hinblick auf das Vorstehende soll das Rohr 52 aus Metall oder einem andern Material das vom Empfänger zum Ohr führt, keinen    wesentlich   grö- sseren Aussendurchmesser als 2 mm haben. Natürlich kann der Durchmesser des Rohres beträchtlich variieren, aber die geringe Länge und der sehr geringe Durchmesser des Rohres tragen zum Verbergen bei, das so ausserordentlich wichtig ist. 



  Neben der Unterbringung von    Hörgerät-Leitungs-      zubehörteilen   in Vertiefungen und dem anschliessenden Verbergen derselben mit    Hilfe   von Deckplatten gibt es noch andere Möglichkeiten zum Verbergen der Teile in den Bügeln eines Brillengestelles. Zum Beispiel können sie in den Bügeln 20 und 21 eingegossen werden. In diesem Fall kann auch das Röhr 52 am Bügel 20 angegossen werden, wobei ein Ende seines Luftdurchganges sich in die Vertiefung 50 erstreckt und dem    Oszillierdiaphragma   des Empfängers 22' gegenüberliegt und so die Luftsäule im Rohr zum Schwingen bringt, so dass die Schallwellen auf den 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Ohrkanal des Trägers des Hörgerätes übertragen werden können.

   Es ist selbstverständlich gleichgültig, ob das Mikrophon, der Empfänger und andere übertragungsteile in Vertiefungen untergebracht werden, die vorher in den Bügeln vorgesehen waren, oder ob sie in die Bügel eingebettet werden, während dies geformt werden. Sie sind in jedem Falle so anzusehen, dass sie in Vertiefungen untergebracht sind, die in den Bügeln gebildet wurden. 



  Wenn jemand aus irgendeinem Grunde den Empfänger des Hörgerätes lieber direkt im Ohr trägt, wie es heute bei Hörgeräten üblich ist, dann können anstelle des Rohres 52 zwei kurze Leitdrähte von den Bügeln des Brillengestelles zum Empfänger herablaufend angebracht werden. Jedoch ist in einem solchen Fall das grosse geformte    Ohrstück,   das heute in Gebrauch ist, erforderlich, um dieses und der daran getragene Empfänger sind nicht zu verbergen, aber es gibt wenigstens keine langen und auffallenden Drähte, die von einem an den Kleidern getragenen Hörgerät zu dem Empfänger reichen, und die vorliegende Erfindung ermöglicht wenigstens in dieser Hinsicht ein Verbergen.

   Sie schliesst auch die durch die Kleidung entstehenden Störgeräusche aus und sieht ferner ein verstecktes, nicht    versperrtes   Mikrophon vor, auch wenn der Empfänger im Ohr des Trägers angebracht ist. 



  Es kann irgendein Verstärker, wie sie heutzutage für Hörgeräte üblich sind, in die Hörbrille eingebaut werden. Ein solcher Verstärker wird als Beispiel in    Fig.9   gezeigt. In    Fig.9   sind ein Mikrophon 30, ein Empfänger 22, Batterien 24 und 25, ein Transformer 23, Elektronenröhren 31, 32 und 33, Widerstands- und    Kondensatoreinheiten   34 und 35 und ein kombinierter    Lautstärkeregel-   und Ein- und Ausschalter 36 mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, wie sie für diese Teile in der Beschreibung der andern Figuren gegeben sind. Die elektrischen Verbindungen im Verstärker können wie üblich aus aufgesetzten Leitschienen, Leitungsdrähten oder aus beiden bestehen. 



  Wenn ein Brillengestell mit Scharnieren verwendet wird, kann die elektrische Verbindung    zwischen   den aufgesetzten Leitungsschienen oder den Leitungsdrähten in den Bügeln und im Vorderteil des Brillengestelles durch Drähte erfolgen, welche die Scharniere überbrücken oder durch sie hindurchgeführt werden. Anderseits kann sie auch ausgeführt werden durch Aufbringen eines Satzes Metallkontakte nahe dem vordern Ende    eines   jeden Bügels mit zwei entsprechenden Kontaktsätzen, von denen ein jeder nahe einem Ende des    Vorderteils   angebracht ist.

   Wenn die Bügel des Gestelles in    ihrer   offenen Stellung sind, in welcher das Gestell von dem Benutzer getragen wird, wirkt jeder Kontakt jedes der am Vorderteil montierten Sätze mit einem korrespondierenden Kontakt auf einem der Bügel zusammen, um einen guten elektrischen Kontakt zu erzeugen. 



  Es ist zu erwähnen, dass bei Hörgeräten des hier beschriebenen Typs der Gebrauch von Transistoren, insbesondere Flächentransistoren, viele Vorteile gewährt gegenüber dem Gebrauch von gewöhnlichen Elektronenröhren. Unter diesen Vorteilen seien erwähnt: geringeres Gewicht und Grösse, Robustheit, längere Lebensdauer und geringerer Energieverbrauch.    Darüberhinaus   kann, da Transistoren keinen Heizstrom benötigen, eine der beiden Batterien 24 und 25 fortfallen. Solche Transistorkreise können entweder vom widerstandsgekoppelten oder    trans-      formatorgekoppelten   Typ sein. 



  Es ist offenkundig, dass das Anbringen- abnehmbarer Deckplatten für die Bügel des Brillengestelles einen leichten Zugang zu allen in den Bügeln enthaltenen    Verstärkerbestandteilen   gewährt. Trotzdem kann, da es besonders wichtig ist, dass die Batterie oder die Batterien leicht auswechselbar sind, eine besondere Anordnung für diesen Zweck vorgesehen werden. 



  Dementsprechend wird in einer abgeänderten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der rückwärtige Endteil eines der Bügel gesondert von dem übrigen Teil des Bügels angefertigt, und    zwar   in Form einer von der Seite gesehen halbkreisförmigen Kappe. Die Kappe ist mit dem Hauptteil des Bügels durch Scharniere verbunden, so dass sie geöffnet werden kann, um Zugang zu einer Vertiefung zu Gewähren, in welcher eine Batterie oder Batterien untergebracht werden können. Die Kappe wird dann geschlossen und in ihrer geschlossenen Stellung mittels eines    Schnappers   gehalten. Die Batterie oder die Batterien können ganz in der in dem hintern Ende des Hauptteils des Bügels enthalten sein, oder sie können auch zum Teil in eine damit in Zusammenhang stehende Vertiefung in der Kappe hineinragen. 



  Das Hörgerät kann mit verschiedenen    Mustern   von Brillengestellen und in verschiedenartiger Anordnung der    Hörgerätelemente   ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille, in deren Seitenbügeln ein Hörhilfesystem untergebracht ist, das aus einem Mikrophon, einer elektrischen Stromquelle, einem Verstärker und einem Empfänger besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon (30) in dem rückwärtigen Ende des einen Bügels (21) angeordnet ist, so dass es sich bei aufgesetzter Brille in unmittelbarer Nähe des einen Ohres des Benützers befindet. UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Mikrophon (30) in einer Vertiefung (37) befindet, die in dem rückwärtigen Teil des Bügels (21) vorgesehen ist. 2.
    Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der elektrischen Verbindungsleitungen (Tl sich innerhalb der Bügel (20, 21) befindet. <Desc/Clms Page number 5> 3. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (22) in dem rückwärtigen Teil des andern Bügels (20) vorgesehen ist. 4. Gerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Empfänger (22) in einer Vertiefung (26) befindet, die in dem rückwärtigen Teil des andern Bügels (20) vorgesehen ist. 5. Gerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Leitungen (W), die Stromquelle (24, 25) und der Verstärker (31, 32, 33) innerhalb der Bügel (20, 21) angeordnet und elektrisch miteinander durch Mittel verbunden sind, die sich durch das Vorderteil (F) der Brille erstrecken. 6.
    Gerät nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Deckplatten (45), die auf den Bügeln (20, 21; lösbar aufgebracht sind. 7. Gerät nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Verbindungen zwischen den in den Bügeln (20, 21) untergebrachten Teilen in den Bügeln und in dem Brillenvorderteil (F) eingebettet sind. B. Gerät nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Verbindungen mindestens teilweise durch aufgesetzte Leitschienen gebildet sind.
CH335533D 1955-02-12 1955-02-12 Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille CH335533A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH335533T 1955-02-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH335533A true CH335533A (de) 1959-01-15

Family

ID=4503591

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH335533D CH335533A (de) 1955-02-12 1955-02-12 Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH335533A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD265326A5 (de) Vorrichtung zur beeinflussung eines menschlichen koerpers durch schall
DE29918139U1 (de) Otoplastik für Hinter-dem-Ohr (HdO)-Hörgeräte
DE3706481A1 (de) Ohrhoerer
DE1134713B (de) Elektronischer Hoerapparat
DE1240130B (de) Ohrstueck fuer im Ohr zu tragendes, elektrisches Schwerhoerigengeraet
DE2223102A1 (de) Kopfhoerergarnitur
DE10048337C1 (de) Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät
EP1224839A1 (de) Otoplastik für hinter-dem-ohr (hdo)-hörgeräte
DE4116533C1 (en) Hearing aid with exchangeable decorative covering - has two=part housing linked by retention plates which can grip ear lobe
DE3638747C1 (en) Hearing aid
DE8328154U1 (de) Im-ohr-hoergeraet
DE2643465A1 (de) Drahtlose hoerhilfe
CH335533A (de) Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille
DE4230308C1 (en) Hearing aid carried behind ear - has stirrup formed on housing frame carrying electrical and electromechanical components
DE3102722A1 (de) &#34;tragelement zum halten eines elektroakustischen wandlers am ohr&#34;
CH681671A5 (de)
AT325693B (de) Kopfhörer
DE60005173T2 (de) Justierbare halterung wie beispielsweise eine ohr-halterung
DE9314343U1 (de) Hörgerät
DE1109737B (de) Hoergeraet
DE2545993A1 (de) Einrichtung zur stereophonischen aufnahme von schallereignissen
DE202011052495U1 (de) Ein an einem Brillengestell tragbares Mikrofon
DE6801371U (de) Brillenhalterung fuer elektroakustische kleinwandler
DE1172316B (de) Schwerhoerigengeraet
CH341866A (de) Hörgerät für Schwerhörige in Gestalt einer Brille