CH335551A - Optisch aufhellend wirkendes Produkt, Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben zur Behandlung von Wäsche- und Bekleidungsstücken - Google Patents

Optisch aufhellend wirkendes Produkt, Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben zur Behandlung von Wäsche- und Bekleidungsstücken

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CH335551A
CH335551A CH335551DA CH335551A CH 335551 A CH335551 A CH 335551A CH 335551D A CH335551D A CH 335551DA CH 335551 A CH335551 A CH 335551A
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CH
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dimethyl
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coumarin
methylamino
clothing
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Beilby Appleton Henry
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Holliday Co Ltd L B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/40Dyes ; Pigments
    • C11D3/42Brightening agents ; Blueing agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/06Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 2
    • C07D311/08Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 2 not hydrogenated in the hetero ring
    • C07D311/16Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 2 not hydrogenated in the hetero ring substituted in position 7

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Description


  Optisch aufhellend wirkendes Produkt, Verfahren zu dessen Herstellung  und Verwendung desselben zur Behandlung von Wäsche- und Bekleidungsstücken    Die     sogenannten    optischen     Aufhellungsmittel     werden seit geraumer Zeit auf breiter Basis in der  Textil- und andern Industrien zur Erzielung von ver  schiedenen Weiss-, Bleich- und Glanzeffekten ge  braucht. Sofern es sich um die Behandlung von     Cel-          lulosematerialien    und -fasern handelt, existieren be  reits viele brauchbare Verbindungen.  



  Im Auffinden von Verbindungen, die sich haupt  sächlich bei tierischen Fasern, wie z. B. Wolle und  Seide, wie auch synthetischen Fasern, wie Nylon und       Celluloseacetat,    verwenden lassen, treten aber bereits  grössere Schwierigkeiten auf. Die Anforderungen an  geeignete Verbindungen sind komplizierter. Dieser  halb wurden bereits verschiedene Verbindungen für  den einen oder andern speziellen Verwendungszweck  vorgeschlagen. Solche Verbindungen entsprechen  nicht allen Bedürfnissen, die bei der Behandlung  von Textilien oder bei Waschprozessen von Natur  seide, Nylon und     Celluloseacetat,    verbunden mit ein  facher Handhabung und relativ ökonomischer Her  stellung der     Aufhellungsmittel,    vorkommen, obschon  sie z. B. für Wolle sehr gut verwendet werden kön  nen.  



  Ein optisches     Aufhellungsmittel,    das den angege  benen Anforderungen genügt, muss mehr oder     weni-          #(Yer    die folgenden Eigenschaften aufweisen:  Es darf keine Eigenfarbe besitzen, die eine Affi  nität zu den Fasern aufweist, so dass dieselben ge  färbt würden.  



  Die Affinität aus einem sauren, neutralen oder  alkalischen Bad muss immer dieselbe sein. Die     Ultra-          violettstrahlen    müssen bei Tageslicht absorbiert wer  den und das absorbierte Licht muss im blauvioletten  oder violetten Endbereich des Spektrums emittiert  werden, wobei die Emissionsintensität so gross sein       muss,        dass        bei        Konzentrationen        von        0,01        %        ein       Weissen des Materials eintritt.

   Des ferneren muss ein  solches     Aufhellungsmittel    leicht zu verwenden sein  und aus leicht zugänglichen Ausgangsstoffen herge  stellt werden können.  



  Auch nach der besten     Bleichung    zeigt Wolle  immer eine leichte cremefarbene Tönung. Aus  diesem Grunde ist es wichtig, dass die optischen Auf  heller, insbesondere für Wolle, eine violette Fluores  zenz aufweisen, die jene gelbliche Tönung neutrali  sieren und einen intensiven blauweissen Effekt bewir  ken. Falls die emittierte Fluoreszenz im blauen oder  blaugrünen Bereich des Spektrums liegt, so wird im  Tageslicht der Weisseffekt reduziert, selbst wenn die  im     Fluoreszenzmeter    gemessene Intensität gleich  oder sogar grösser ist.

   Die Fluoreszenz von einigen  optischen     Aufhellungsmitteln    ist derart     grün,    dass sie  tatsächlich das Gelb der Wolle verstärken,     insbeson-          dere        wenn        sie        in        grösseren        Mengen        als        0,1        %        ver-          wendet    werden.

      Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein  optisch aufhellend     wirkendes    Produkt, das dadurch  gekennzeichnet ist, dass es ein Waschmittel und     4,6-          Dimethyl-7-methylamino-cumarin    enthält.  



  Das     4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin    der  Formel  
EMI0001.0042     
    fluoresziert in alkoholischer Lösung und auf dem  Fasermaterial intensiv. Es emittiert Strahlen im      violetten Endbereich des Spektrums von hoher In  tensität und ermöglicht ein Weissen der Wolle in       Konzentrationen        von        weniger        als        0,01        %,        bezogen     auf das behandelte Material.

   Es ist sowohl in saurem  als auch im neutralen oder alkalischen Bade nahezu  gleich wirksam, wodurch es zusammen mit einem  Waschmittel zur Wäsche von tierischen Fasern,  Nylon und     Celluloseacetatseide    verwendet werden  kann. Die Verbindung ist sowohl bei den zu verwen  denden Konzentrationen als auch bei den anzuwen  denden Bedingungen, bei denen ein wirksamer Effekt  erzielt wird, genügend löslich. Dies ist überraschend  und steht im Gegensatz zur bekannten     Monoäthyl-          verbindung,    dem     4,6-Dimethyl-7-äthylamino-cumarin,     dessen Löslichkeit so gering ist, dass seine Wirksam  keit bei Behandlung von tierischen Fasern aus einem       wässrigen    Bad stark herabgesetzt wird.

   Dies ist in  sofern beachtenswert, als die normalen Methoden  der Erhöhung der Löslichkeit - wie z. B.     Sulfonie-          rung    oder Einverleibung eines     Sulfurylrestes    die  neutrale und alkalische Affinität beeinträchtigt und  die Verbindung in einen typisch sauren Farbstoff  verwandelt. Anderseits bewirkt eine an der     7-Amino-          gruppe    angehängte     Polyätherkette,    z.

   B. bei Ver  wendung von     Äthylenoxyd,    ein Anwachsen der  Wellenlänge des übermittelten     Fluoreszenzlichtes     gegen den grünen Teil des Spektrums, während     elek-          trophile    Gruppen - wie z. B.     Karboxylgruppen    im       Benzolring    - die Fluoreszenz beträchtlich vermin  dern.  



  Beim Vergleich mit bekannten     Cumarinderivaten     muss es überraschen, dass sich ein     Cumarin    in ausge  zeichneter Ausbeute herstellen lässt, bei dem in     6-          Stellung    eine     Methylgruppe    an die in     7-Stellung    vor  handene     Methylaminogruppe    angrenzt, während die       3-Stellung        substitutionslos    ist. Die Wellenlänge des  von dieser Verbindung emittierten Lichtes wird im  Vergleich zu bekannten     Cumarinderivaten    nach dem  violetten Ende des Spektrums verschoben und der  Schmelzpunkt um nahezu 75 C gehoben.

   Diese Er  gebnisse sind jedoch nur möglich, wenn die     3-Stel-          lung    von einem     Alkyl    oder einer andern elektronen  spendenden Gruppe, die eine gegenteilige Wirkung  ausüben würde, frei ist.  



  Das erfindungsgemässe, optisch aufhellend wir  kende Produkt kann als Waschmittel z. B. folgende  Stoffe enthalten: Seife, Salze von     Alkylarylsulfon-          säuren,    Salze von     sulfurierten        aliphatischen    Alkoho  len, die 12-18     Kohlenstoffatome    im Molekül ent  halten, sowie     Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensa-          tionsprodukte.    Das Produkt kann auch Streckmittel  wie z. B.     Natriumpolyphosphate,    Silikate,     Borate     und Natriumsulfat enthalten.  



  Gegenstand des Patentes ist ferner ein Verfah  ren zur Herstellung des vorgenannten Produktes, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass eine alkoholische  Lösung von     N-Monomethyl-m-amino-p-kresol    und       Acetessigsäureäthylester    unter     Rückfluss    in Anwesen  heit von Zinkchlorid erhitzt wird, wonach die ent-         standene    Additionsverbindung zwischen Zinkchlorid  und     4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin        hydroly-          siert    und dem     Hydrolyseprodukt    ein Waschmittel zu  gegeben wird.  



  Die     Zinkchloridadditionsverbindung    besitzt einen  Schmelzpunkt von 295  C; das     4,6-Dimethyl-7-me-          thylamino-cumarin    einen solchen von 196  C.  



  Gegenstand des Patentes ist weiterhin die Ver  wendung des genannten Produktes zum Behandeln  von Wäsche- und Bekleidungsstücken, die insbeson  dere aus Wolle, Naturseide und synthetischen Faser  materialien, wie z. B. Nylon und     Celluloseacetat,     bestehen können.  



  <I>Beispiel 1</I>  250g     N-Monomethyl-m-amino-p-kresol    wurden  in 500 g Äthylalkohol gelöst und hierzu 190 g ge  schmolzenes Zinkchlorid und 250 g     Acetessigsäure-          äthylester    zugegeben. Die ganze Mischung wurde  hierauf unter Rühren während 16 Stunden unter       Rückfluss    gehalten, worauf man die Masse auf Zim  mertemperatur abkühlen liess, wobei die Zinkchlorid  additionsverbindung des 4,6 -     Dimethyl    - 7 -     methyl-          amino-cumarins    auskristallisierte. Dieselbe wurde ab  filtriert, gewaschen und getrocknet, worauf sie einen  Schmelzpunkt von 295  C aufwies.

   Sie wurde in  500 ml Wasser suspendiert und auf 70  C unter  Rühren während 30 Minuten erhitzt, hierauf filtriert,  mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das     4,6-Di-          methyl-7-methylamino-cumarin    wurde auf diese  Art als gelbliches Pulver, welches einen Schmelz  punkt von 196  C aufwies, erhalten.  



  Aus der     Kondensationsmutterlauge    wurde durch  Verdünnung mit Wasser eine weitere Menge der       Zinkchloridadditionsverbindung    erhalten.  



  <B>0,01</B> Gewichtsprozent des so hergestellten     4,6-          Dimethyl-7-methylamino-cumarins    wurden mit einem  pulverförmigen Seifenpräparat gemischt, welches aus  den     Natriumsalzen    einer Mischung höherer Fettsäu  ren zusammen mit     Trinatriumphosphat,    Natriumsul  fat,     Natriumsilikat    und     Natriumborat    als Streckmittel  bestand. Das Seifenpräparat war durch Versprühen  und Trocknen der Mischung, die in Form eines       wässrigen    Schlammes vorlag, als homogenes mecha  nisches Gemenge hergestellt worden.

   Die Menge an       4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin    kann bis 0,1     a/o     erhöht werden.  



  0,01-0,1     0/a        4,6-Dimethyl-7-methylamino-cuma-          rin    können statt zum Seifenpulver einem trockenen  Reinigungsmittel beigemischt werden, welches aus  dem     Natriumsalz    einer     Alkyl-aryl-sulfonsäure    oder  dem     Natriumsalz    eines     sulfurierten    Fettalkohols oder  aus einem     Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensations-          produkt    oder einer Mischung derselben besteht.  



  Derartige     Seifen    oder Reinigungsmittel verleihen  beim Waschen von Textilien, welche aus tierischen  oder     Polyamidfasern    bestehen, denselben einen be  deutend stärkeren Weiss- und Glanzeffekt, als dies  bei Verwendung von Waschmitteln ohne Gehalt an       4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin    der Fall wäre.      <I>Beispiel 2</I>  Es wurden 0,001-0,1 % von     4,6-Dimethyl-7-          methylamino-cumarin    einer Seifenaufschlämmung zu  gegeben. Diese     wässrige    Mischung kann aus Seife  zusammen mit den notwendigen Streckmitteln, wie  z. B.     Trinatriumphosphat,        Natriumsilikat,    Natrium  borat und Natriumsulfat bestehen.

   Des ferneren kann  eine Mischung verwendet werden, die ein Reini  gungsmittel enthält, das aus einem     Alkyl-aryl-          natriumsulfonat,    einem     sulfurierten    Fettalkohol oder  einem     Äthylenoxyd-Fettalkohol-Kondensationspro=          dukt    oder irgendeiner Mischung derselben zusammen  mit     Trinatriumphosphat,    Natriumsulfat oder andern  Streckmitteln, in Form einer     wässrigen    Suspension  besteht.  



  Das     4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin    kann  hierbei als Pulver zugegeben werden oder zuerst in  einer kleinen Menge Lösungsmittel, wie z. B.     Methyl-          oder    Äthylalkohol, aufgelöst werden.  



  Der so erhaltene Seifenschlamm oder die     wäss-          rige    Suspension wurde hierauf unter Sprühtrocknung  in Pulverform gebracht. Eine derartige Seife oder    Reinigungsmittel ergibt beim Waschen von     Textilien,     bestehend aus tierischen oder     Polyamidfasern,        einen     bedeutend stärkeren Weiss- und Glanzeffekt, als dies  bei Verwendung von Waschmitteln ohne Gehalt an       4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin    der Fall wäre.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Optisch aufhellend wirkendes Produkt, da durch gekennzeichnet, dass es ein Waschmittel und 4,6-Dimethyl-7-methylamino-cumarin enthält. 1I. Verfahren zur Herstellung eines Produktes gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine alkoholische Lösung von N-Monomethyl-m- amino-p-kresol und Acetessigsäureäthylester unter Rückfluss in Gegenwart von Zinkchlorid erhitzt wird, wonach die entstandene Additionsverbindung zwi schen Zinkchlorid und 4,
    6-Dimethyl-7-methylamino- cumarin hydrolysiert und dem Hydrolyseprodukt ein Waschmittel zugegeben wird. III. Verwendung des Produktes gemäss Patentan spruch 1 zur Behandlung von Wäsche- und Beklei dungsstücken.
CH335551D 1954-02-12 1955-02-09 Optisch aufhellend wirkendes Produkt, Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung desselben zur Behandlung von Wäsche- und Bekleidungsstücken CH335551A (de)

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