CH335614A - Verfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Zuckerrübenschnitzeln - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Zuckerrübenschnitzeln

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CH335614A
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    • C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00—Production of sugar juices
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  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description


  Verfahren zum     kontinuierlichen    Auslaugen von Zuckerrübenschnitzeln    Ein nach dem Gegenstromprinzip arbeitendes  kontinuierliches     Auslaugeverfahren    weist     zahlreiche          Vorteile    gegenüber dem diskontinuierlichen Batterie  verfahren auf, weshalb man auch in der Zucker  industrie bestrebt war, solche Verfahren einzu  führen. Es sind Verfahren bekannt, bei welchen  die Zuckerschnitzel durch Schnecken     gefördert    wer  den. Die Schnitzel sind bei einem solchen Verfahren  hohen mechanischen     Beanspruchungen    ausgesetzt,  sie werden stark beschädigt, was die     Auslaugung     nachteilig beeinflusst.

   So bildet sich ziemlich viel  Mus, die     Flüssigkeit    dringt nur schwer durch das  Gut und die Qualität des Saftes wird schlechter.  Um dies zu vermeiden, arbeitet man mit     möglichst     dicken     Schnitzeln.    Diese Arbeitsweise ist aber nach       teilig,    weil dadurch die     Auslaugebedingungen     schlechter werden und entweder der Saftabzug oder  die     Auslaugedauer    oder aber der Zuckerverlust er  höht wird.  



  Bei den mit Förderschnecken arbeitenden Ver  fahren wird die     Auslaugung    auch dadurch ver  schlechtert, dass in dem Gut eine     Rückmischung     auftritt, das heisst die Schnitzel bewegen sich nicht  parallel zu den Gefässwänden, sondern quer und  sogar entgegengesetzt zu der Förderrichtung. Diese  Nachteile werden teilweise durch die     Auslaugevor-          richtung    nach Oller behoben.

   Diese Vorrichtung be  steht aus mehreren lotrechten Rohren, die durch  gekrümmte Verbindungsstücke verbunden sind und  in welchen eine endlose mechanische Transportvor  richtung die Schnitzel mit gleichmässiger Geschwin  digkeit befördert im Kontakt mit einer in entgegen  gesetzter Richtung fliessenden     Auslaugeflüssigkeit.     Die endlose     mechanische    Transportvorrichtung be  steht aus einer Reihe von     transversalen,    durchloch  ten Platten, die durch endlose Zugketten getragen  werden.

   In dieser Vorrichtung arbeitet man auch    mit dicken Schnitzeln, damit diese die lange Rohr  leitung und insbesondere die Rohrkrümmer ohne  besondere     Desintegrierung    durchlaufen können und  weiter, dass der Saft die     Schnitzelsäule    mit entspre  chender Geschwindigkeit     durchfliessen        kann.    Bei den  dicken Schnitzeln sind aber die     Auslaugebedingun-          gen    schlechter, wodurch die Dauer der Extraktion  erhöht wird. Bei einer solchen Vorrichtung beträgt  die     Diffusionszeit    mindestens 60 Minuten. Die  scharfen Rohrkrümmer verursachen eine erhebliche  Rückmischung sowohl in dem Saft als auch in den  Schnitzeln.

   Eine Rückmischung wird auch durch  jede     Änderung    der Bewegungsrichtung verursacht,  da die     Schnitzel    abwechselnd auf einander gegen  überliegende Flächen zweier benachbarter Platten  der Fördervorrichtung zu liegen kommen.

   Falls die  Diffusionsflüssigkeit in der Rohrleitung von unten  nach oben     fliesst,    ist die     Konzentration    und auch die  Dichte im     obern    Teil höher, so dass schon dadurch  eine Rückmischung zustande     kommt.    Die scharfen  Rohrkrümmer sind auch deshalb nachteilig, weil die  Schnitzel an der     innern    Seite der     Krümmer    stark       zusammengepresst    werden und diesen Zustand dann  in gewissem Grad auch in dem geraden Teil des  Rohres beibehalten.

   Dadurch bilden sich     in    der       Schnitzelsäule    Kanäle, über welche die     Diffusions-          flüssigkeit        wegrinnen        kann,    welcher Umstand die       Diffusion    weiter verschlechtert. Dies würde beson  ders bei dünneren     Schnitzeln    auftreten.  



  Die E_     rfindung    bezieht sich auf ein Verfahren  und auf eine Vorrichtung zum Auslaugen von       Zuckerrübenschnitzeln,    welche die obengenannten  Nachteile beseitigen.  



  Es wurde gefunden, dass man bei dem konti  nuierlichen Verfahren dünnere Schnitzel verwenden       kann,    wenn man die Schnitzel schonend befördert  und eine Rückmischung möglichst ausschliesst.      Die dünnen Schnitzel sind deshalb     vorteilhaft,     weil die     Auslaugebedingungen    günstiger sind. Bei  Anwendung von dünnen     Schnitzeln    ist es möglich,  den Zuckerverlust oder den Saftabzug oder die  Diffusionszeit oder mehrere dieser Faktoren gleich  zeitig zu vermindern. Es ist vorteilhaft, wenn man  die Diffusionszeit herabsetzt, weil dadurch die un  bekannten Verluste vermindert werden und auch die  Qualität des Saftes erhöht wird.

   Die Vorrichtung  kann man kleiner bemessen, bzw. es kann die Lei  stungsfähigkeit einer gegebenen Vorrichtung ge  steigert werden.  



  Als     Messwert    der     Schnitzeldicke    kann man die  spezifische     Schnitzellänge    angeben,     worunter        die    Ge  samtlänge der     einzelnen    Schnitzel in Metern von  100 g Schnitzel verstanden wird. Die angeführten  spezifischen     Schnitzellängen    beziehen sich auf solche  Schnitzel, die mit Messern mit     6-mm-Teilung    her  gestellt worden sind.  



  Im Sinne der     Erfindung    werden zum     Diffusions-          verfahren    solche Schnitzel verwendet, deren spezi  fische     Schnitzellänge    mehr als 15 m/100 g beträgt,  wobei die     Schnitzel    auf einer solchen Bahn befördert  werden, dass im     plasmolysierten    Teil der Schnitzel  füllung keine Rückmischung     stattfindet.     



  Dabei ist es von Vorteil, wenn man solche dünne       Schnitzel    verwendet, deren spezifische     Schnitzellänge     höher ist als 20 m/100 g, vorzugsweise zwischen 25  und 30 m/100 g     liegt.     



  Unter     Plasmolyse    wird das Abtöten der Schnitzel  zellen verstanden, wodurch die Schnitzel in einen  zur Diffusion geeigneten Zustand gebracht werden.  In der Praxis wird dies durch Erwärmen über 70      C'.     erreicht.  



  Die     Auslaugung    wird erfindungsgemäss in einem       U-förmigen    Gefäss mit ungleicher Schenkellänge  durchgeführt. Die Beschickung der Schnitzel     erfolgt     zweckmässig in dem kürzeren Schenkel. Sie werden  dabei entgegen der Strömung der in den längeren  Schenkel     eingeführten    Flüssigkeit geschleppt, wobei  man das die     Plasmolyse    herbeiführende Erwärmen  vorteilhaft im kürzeren Schenkel des U-förmigen  Gefässes vornimmt. Dieses Erwärmen kann man  durch Einführen von Dampf erreichen, man arbeitet  aber auch zweckmässig so, dass man einen Teil des  ausfliessenden Rohsaftes erwärmt und in den  kürzeren Schenkel des     Auslaugegefässes    zurückführt.  



  Die     Plasmolyse    kann auch in dem längeren  Schenkel des U-förmigen Gefässes durchgeführt wer  den. In diesem Fall leitet man dort zweckmässig  Dampf zu.  



  Zum Auslaugen der Rübenschnitzel wird erfin  dungsgemäss ein U-förmiges Gefäss mit ungleicher  Schenkellänge verwendet, wobei der Bogen des  Rohrkrümmers zwischen den beiden Schenkeln  derart bemessen wird, dass das Verhältnis des der  vom     Mittelpunkt    des Bogens     entfernter    liegenden  Wand zugeordneten Radius zu dem der dem Mit  telpunkt näher liegenden Wand zugeordneten Radius  geringer als 3, vorzugsweise geringer als 2, ist.

      Falls die     Plasmolyse    erst in dem längeren  Schenkel des U-förmigen Gefässes durchgeführt  wird, ist die Krümmung des bogenförmigen Teils  nicht so kritisch, als wenn die Schnitzel im     plasmo-          lysierten    Zustand durch diesen Teil gefördert wer  den, da die noch rohen Schnitzel ohne nachteilige  Folgen höhere mechanische Beanspruchungen er  tragen.  



  Die Schnitzel werden zweckmässig dem kürzeren  Schenkel des Gefässes zugeführt und entgegen der  Strömungsrichtung der in den längeren Schenkel ein  geführten     Auslaugeflüssigkeit    befördert. Der Unter  schied im Flüssigkeitsniveau in den beiden Schen  keln wird dabei derart gewählt, dass der dem Ni  veauunterschied entsprechende     Flüssigkeitsdruck     gleich dem hydrodynamischen Widerstand der geför  derten     Schnitzelfüllung    ist, so dass der     Diffusions-          rohsaft    aus dem kürzeren Schenkel frei herausfliesst.  Zur Regelung der Strömungsgeschwindigkeit bzw.

    zwecks Erhöhung des hydrodynamischen Wider  standes kann man einen Teil des herausfliessenden  Rohsaftes in den kürzeren Schenkel des Auslauge  gefässes zurückführen. Der zurückgeführte Saft kann  zugleich auch zur Erwärmung der Schnitzel verwen  det werden.  



  Ein Ausführungsbeispiel der     Auslaugevorrich-          tung    nach der Erfindung ist in der Zeichnung  schematisch dargestellt.  



       Fig.    1 stellt die Vorrichtung im Längsschnitt  bzw. in Ansicht dar. Die     Fig.    2 stellt einen Schnitt  nach der Linie     II-II    der     Fig.    1 dar.     Fig.    3-5 zei  gen eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung.  



  In der Achse des U-förmigen     Auslaugegefässes    1       verschiedenlanger    Schenkel ist die Förderkette 2 an  geordnet, auf welcher Förderstangen 3 angeordnet  sind. Die Förderkette 2 wird durch das Kettenrad  4 durch die Spannvorrichtung 5 in Richtung des       Pfeils    6 bewegt. Im Rohrkrümmer liegt die     Förder-          kette    auf der Leitbahn 7 auf. Diese Leitbahn er  streckt sich auch auf den kürzeren Schenkel des       Auslaugegefässes    und läuft in den schrägen Teil 7'  aus.

   Die frischen Rübenschnitzel werden durch das  Förderband 8 zugeführt, fallen teilweise auch durch  die Räume zwischen den Förderstangen, so dass das       Auslaugegefäss    gleichmässig mit Schnitzel gefüllt  wird. Das Frischwasser fliesst aus dem Behälter 9  durch das Regelventil 10 und durch die Verteiler  vorrichtung 11 in das     Auslaugegefäss.    Diese Vertei  lervorrichtung ist ringförmig ausgebildet und ist mit  dem innern Teil des     Auslaugegefässes    durch zahl  reiche Verbindungsröhrchen verbunden. Im Behälter  9 ist der Flüssigkeitsregler 12 vorgesehen. 13, 13',  13" sind Glasrohre zum Anzeigen des Flüssigkeits  niveaus. Der Schlund 14 ist oberhalb der Schnitzel  presse 15 angeordnet.

   Das     Presswasser    der Schnitzel  presse 15 wird durch die Leitung 16, die Aufwärme  vorrichtung 17 und den Verteilerring 18 in das Aus  laugegefäss 1 zurückgeführt. In der Leitung 16 ist  vorteilhaft die Pumpe 19 angeordnet. Der Rohsaft  fliesst durch die Ringkammer 20 in den Behälter 21      ab. Die innere Wand der Ringkammer 20 ist perfo  riert. Einen Teil des Rohsaftes kann man durch die  Leitung 22, die Pumpe 23, die Aufwärmevorrich  tung 24 und die Ringleitung 25 in das Auslauge  gefäss zurückführen. Der Zweig 26' der Dampflei  tung 26 ist mit der dampfverteilenden Ringleitung  27 verbunden, wobei der Zweig 26" entlang der  Leitbahn 7' und 7     geführt    ist und die Mündung 27'  desselben sich in der Höhe der Ringleitung 27 be  findet.  



  Der Rohrkrümmer zwischen den zwei lotrechten  Schenkeln des     Auslaugegefässes    besitzt einen so  grossen     Krümmungsradius,    dass die Schnitzel über  mässigen mechanischen Beanspruchungen nicht aus  gesetzt sind, während sie diesen bogenförmigen Teil  passieren, und eine Rückmischung findet nicht statt,  das heisst die Schnitzel verändern ihre gegenseitige  Lage praktisch nicht. Diese Bedingungen können in  der Praxis verwirklicht werden, wenn das Verhältnis  des der äussern Wand zugeordneten Radius r2 und  des der innern Wand zugeordneten Radius     r1    ge  ringer ist als 3.  



  Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie  folgt:  Die Rübenschnitzel gelangen vom Förderband  8 in das     Auslaugegefäss    1 und werden durch die  Förderstangen 3 durch das     Auslaugegefäss    hindurch  entgegen der Strömungsrichtung des durch den Ver  teilerring     1l    zugeführten Frischwassers geschleppt.  Die frischen Rübenschnitzel werden durch den über  die Leitungen 27 und 27' zugeführten Dampf auf  eine Temperatur von     75-80     erwärmt, wodurch die  Zellen abgetötet,     plasmolysiert    und auf diese Weise  zur Diffusion geeignet gemacht werden.

   Das Erwär  men kann nicht nur mittels Dampf vorgenommen  werden, sondern man kann auch einen Teil des  Rohsaftes durch die Leitung 22 abzweigen, im Er  wärmer 24 erwärmen und durch die Ringleitung 25  in das     Auslaugegefäss    zurückführen. Man kann auch  die beiden Massnahmen kombiniert anwenden. Die  Schnitzel werden durch die     Kettenfördervorrichtung     über das     Auslaugegefäss    dem Schlund 14 zugeführt,  aus welchem die ausgelaugten Schnitzel in die  Schneckenpresse 15 gelangen. In dieser Presse wer  den die Schnitzel nur bis etwa     11-12114    Trocken  substanzgehalt ausgepresst.

   Bei diesem milden Pres  sen wird nur     70-801/o    desjenigen     Presswassers    er  halten, welches bei den gewöhnlichen Pressen bis  17-l 8      hr        Trockensubstanzgehalt    erhältlich ist.  Dieses milde Pressen ist deshalb vorteilhaft, weil  dabei geringere Mengen von     Schnitzelfasern    in das       Presswasser    gelangen, so dass dieses ohne ander  weitige Massnahme für die Rücknahme unmittelbar  geeignet ist. Das ganze     Presswasser    wird dann über  die Leitung 16, den     Erwärmer    17 und den Vertei  ler 18 in die     Auslaugesäule    zurückgeführt.

   Auf diese  Weise kann man die Zuckerverluste und den Frisch  wasserbedarf der     Auslaugevorrichtung    vermindern,  wobei kein Abwasser entfällt.    Die Strömung der     Auslaugeflüssigkeit    wird durch  den hydrostatischen Druck gesichert, der durch die  Flüssigkeitssäule zwischen dem     Ausflussniveau    hl  des Rohsaftes und dem Niveau     h2    der Frischwasser  zuführung erzeugt wird. Dieser     hydrostatische    Druck  ist gleich dem hydrodynamischen Widerstand der  Flüssigkeit, der beim Durchströmen der Schnitzel  säule entsteht.

   Das     Auslaugegefäss    wird so bemessen  und der Betrieb so geregelt, dass bei einer vorbe  stimmten Leistung die     Auslaugung    bis zu einem  durch wirtschaftliche Erwägungen bestimmten Grade  erfolgt. Zu diesem Zwecke muss man bei gegebener       Schnitzelqualität    die     Auslaugedauer    und den Saft  abzug entsprechend einstellen. Diese     können    durch  die Geschwindigkeit der Förderkette, durch die Ein  stellung des Wasserniveaus im längeren Auslauge  schenkel und weiter durch die Menge des zurück  geführten Rohsaftes bei der     Ausflussstelle    geregelt  werden.

   Der zurückgeführte Rohsaft erhöht nämlich  den Strömungswiderstand, dessen Höhe durch die  Menge des zurückgeführten Rohsaftes geregelt wer  den kann.  



  Zum Beispiel werde eine Vorrichtung mit einem       Auslaugerohrdurchmesser    von 1,5<B>in</B> verwendet, in  deren bogenförmigem Teil die Radien     r..,   <I>= 4 m</I>  bzw.     r1    = 2,5 m sind, so dass das Verhältnis der  selben 1,6 beträgt. Wenn die Länge des Rohres, in  welchem eine     Auslaugung    erfolgt, 16 m beträgt und  die spezifische     Schnitzellänge    der verwendeten Rü  benschnitzel 30 m/100 g, die Fördergeschwindigkeit  der Kette 0,006 m/sec. und des Saftabzuges 1,2 ist,  dann ergibt sich eine     Auslaugezeit    von 44 Minuten.

    Beim oben     geschilderten    Betriebsgang ist der  Zuckerverlust 0,015 m/100 g = 1,5      !o-,    berechnet  auf den Zuckergehalt der Rübe. In der beschrie  benen Vorrichtung sind die einzelnen Förderstangen  3 in einem Abstand von 50 cm voneinander ange  ordnet. Der hydrostatische Druck der Auslauge  flüssigkeit, das heisst der Höhenunterschied zwi  schen den Niveaus     h2    und hl beträgt etwa 6 m.  



  Man kann auch so arbeiten, dass man das zur       Plasmolyse    nötige Erwärmen der Schnitzel nicht  durch die Dampfzuführungen 27 und 27' bzw. durch  das Erwärmen des bei 25 zurückgeführten Roh  saftes, sondern durch den über die Ringleitung 28  zugeführten Dampf vornimmt. In diesem Falle findet  die     Auslaugung    nur im längeren lotrechten Schenkel  des U-förmigen     Auslaugegefässes    statt, wo die  Schnitzel auf einer geraden Bahn befördert werden  und in dem     plasmolysierten    Zustand nicht so hohen  mechanischen Beanspruchungen     ausgesetzt    sind wie  in dem bogenförmigen Teil. Bei einer solchen Be  triebsführung ist die Wahl von grossen Radien für  den bogenförmigen Teil nicht so -kritisch.  



  Die in den     Fig.    3-5 veranschaulichte Vorrich  tung unterscheidet sich von der in     Fig.    1 und 2 dar  gestellten hauptsächlich dadurch, dass der Quer  schnitt des     Auslaugegefässes    nicht kreisförmig, son  dern rechteckig ist. Die Fördermittel bestehen aus  gelochten Rahmen 30, auf welchen die Querketten      31 angebracht sind. Diese Rahmen besitzen Vor  sprünge 32, die mit den Förderketten 33 verbun  den     sind,    welche beide     in    den Führungsnuten 34 ge  führt werden. Diese Führungsnuten sind an der  Wand des     Auslaugegefässes    ausgebildet. Die in der  Ausführungsform nach     Fig.    1 und 2 angewandte  Leitbahn 7 erübrigt sich hier.  



  Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass  bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    3-5 anstatt  der Spannvorrichtung 5 ein ortsfestes Förderrad 5'  angeordnet ist und die Führungsketten durch das in  vertikaler Richtung verstellbare Führungsrad 4' ge  spannt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPROCHE 1. Verfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Rübenschnitzeln, bei welchem die Schnitzel durch Schleppmittel über einen Auslaugeraum ent gegen der Strömungsrichtung der Auslaugeflüssigkeit kontinuierlich gefördert werden, dadurch gekenn zeichnet, dass man zur Auslaugung so dünne Schnitzel verwendet, dass deren spezifische Schnitzel länge grösser als 15 m/100 g ist, wobei die Schnitzel in einer solchen Bahn befördert werden, dass im plasmolysierten Teil der Schnitzelfühung während der Auslaugung keine Rückmischung auftritt. 11.
    Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein U-förmiges Gefäss ungleicher Schenkellänge, welches zwischen den beiden Schenkeln einen bogenförmigen Teil besitzt, bei welchem das Verhältnis des der vom Mittelpunkt des Bogens entfernter liegenden Wand zugeordneten Radius zu dem der dem Mittel punkt näher liegenden Wand zugeordneten Radius geringer als 3 ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man so dünne Schnitzel ver wendet, dass deren spezifische Schnitzellänge grösser als 20 m/100 g ist. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die spezifische Schnitzellänge zwischen 25 und 30 m/100 g liegt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schnitzel durch eine Bahn führt, die nur einen einzigen bogenförmigen Teil besitzt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Auslaugung in einem einzigen Gefäss ungleicher Schenkellänge vornimmt, die Schnitzel den kürzeren Schenkeln des U-förmigen Auslaugegefässes zuführt und entgegen der Strö mungsrichtung der dem längeren Schenkel zugeführ ten Auslaugeflüssigkeit schleppt, wobei man die Plasmolyse herbeizuführende Erwärmung im kürze ren Schenkel des U-förmigen Auslaugegefässes vor nimmt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Auslaugung in einem U-förmigen Gefäss ungleicher Schenkellänge vor nimmt, die Schnitzel dem kürzeren Schenkel des U-förmigen Auslaugegefässes zuführt und entgegen der Strömungsrichtung des dem längeren Schenkel zugeführten Wassers schleppt, wobei die die Plas- molyse herbeiführende Erwärmung im längeren Schenkel des U-förmigen Auslaugegefässes vorge nommen wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aaslaugung in einem U-förmigen Gefäss ungleicher Schenkellänge vor nimmt, die Schnitzel dem kürzeren Schenkel des U-förmigen Auslaugegefässes zuführt und entgegen der Strömungsrichtung der in den längeren Schenkel eingeführten Auslaugeflüssigkeit schleppt, wobei der Flüssigkeitsniveauunterschied in den beiden Schen keln derart geregelt wird, dass der Druck der dem Niveauunterschied entsprechenden Flüssigkeitssäule gleich dem hydrodynamischen Widerstand der be wegten Schnitzelfüllung ist. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Regelung des hy drodynamischen Widerstandes und zwecks Erwär mung der Schnitzel einen Teil des aus dem kürzeren Schenkel des Auslaugegefässes herausfliessenden Rohsaftes in den Auslaugeraum zurückführt. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die ausgelaugten Schnitzel auspresst und das Presswasser unterhalb der Ein führungsstelle des Wassers in das Auslaugegefäss zurückführt. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Auspressen der Schnitzel bis unterhalb eines Trockensubstanz gehaltes von<B>150/G</B> vornimmt. 10.
    Vorrichtung zur Auslaugung von Rüben schnitzeln nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch ein U-förmiges Auslaugegefäss mit ungleicher Schenkellänge, bei welchem die Zuführmittel der Schnitzel am Ende des kürzeren Schenkels, die die Plasmolyse herbeiführenden Wärmemittel (28) am längeren Schenkel des Auslaugegefässes angeordnet sind. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die die Plasmolyse hervorrufenden Wärmemittel beim kürzeren Schen kel des U-förmigen Auslaugegefässes angeordnet sind. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die die Plasmolyse her beiführenden Mittel eine Rückleitung (22, 23, 25) und eine Aufwärmevorrichtung (24) für den heraus fliessenden Rohsaft besitzen. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, ge kennzeichnet durch eine endlose Förderkette, die in der Achse des Gefässes angeordnet und mit Mit nehmermitteln versehen ist. 14.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 13, ge kennzeichnet durch eine Bahn (7) zur Führung der Förderkette im gebogenen Teil des Auslaugegefässes. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Fördermittel aus Rahmen (30) mit Querketten (31) bestehen, welche durch zwei Förderketten (33) in Nuten (34) des Auslaugegefässes geführt werden. 16. Vorrichtung nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass das Auslaugegefäss einen länglichen rechteckigen Querschnitt besitzt, wobei die längeren Seiten desselben quer zu den Krüm- mungsradien liegen.
CH335614D 1954-09-06 1955-08-29 Verfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Zuckerrübenschnitzeln CH335614A (de)

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