CH335754A - Anordnung zur Verhütung von Entladungen längs der Hochspannungswicklung eines Hochspannungstransformators - Google Patents
Anordnung zur Verhütung von Entladungen längs der Hochspannungswicklung eines HochspannungstransformatorsInfo
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Description
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Anordnung zur Verhütung von Entladungen längs der Hochspannungswicklung eines Hochspannungstransformators Es ist bekannt, dass bei Hochspannungstransformatoren Teilentladungen an den Hochspannungswicklungen entstehen können, die eine Folge der überbeanspruchung des Öls beim Auftreffen stossartiger Spannungen auf die Wicklungen sind. Dies kommt besonders bei der Beanspruchung von aus Scheibenspulen bestehenden Hochspannungswicklungen mit Stossspannung, z. B. bei Stossprüfungen, vor. In diesem Falle liegt an den Kanten der innersten und äussersten Windungen der einzelnen Scheibenspulen nicht nur das durch den geerdeten Kessel des Transformators oder andere Wicklungen verursachte Feld, sondern auch jenes, das von den verschiedenen Potentialen der einzelnen Spulen herrührt.
Ferner ist bekannt, dass sich die Vorentladungen längs der Trennfläche zwischen dem Öl und der festen Isolation (Papier, Pressspan usw.) als Gleit- entladungen sehr leicht fortpflanzen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei genügender Intensität und Länge der Vorentladungen, wobei Wicklungsteile mit wesentlich verschiedenem Potential praktisch kurzgeschlossen werden, ein überschlag über mehrere Spulen eintreten kann. Eine Verstärkung der Windungsisolation ist keine tragbare Lösung zur Erhöhung der Einsatzspannung der Vorentla- dungen.
Bei Transformatoren, deren Hauptisolation aus einem System von festen Isolierkappen und -zylin- dern besteht und deren Hochspannungswicklung in zwei axial übereinandergelegene Parallelzweige aufgeteilt ist, wobei der Eingang der Hochspannungswicklung in die Mitte der Wicklung zu liegen kommt, ist bereits vorgeschlagen worden, die Kappen so anzuordnen, dass der vollständige Spannungszusammenbruch über die Wicklung verhindert wird. Mit einer solchen Anordnung werden aber Teilüberschläge nicht verhindert.
Gegenstand der Erfindung ist nunmehr eine Anordnung zur Verhütung von Entladungen, insbesondere bei Stossspannungen längs der aus Scheibenspulen aufgebauten Hochspannungswicklung eines Transformators mit konzentrischen Wicklungen. Gemäss der Erfindung werden die erwähnten Entladungen dadurch vermieden, dass mindestens ein Teil der Hochspannungswicklung mit Winkelringen aus Isoliermaterial versehen wird, die so angeordnet sind, dass sie eine Unterbrechung der Gleitwege entlang der Wicklung nach mindestens jeder zweiten Doppelscheibenspule der Hochspannungswicklung in unmittelbarer Nähe des möglichen Entstehungsortes der Vorentladung bewirken.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch im Schnitt durch einen Teil der Wicklungen eines Hochspannungstransformators gezeigt. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung an einem Transformator mit einfachkonzentrischer und Fig. 2 eine solche an einem Transformator mit doppeltkonzentrischer Wicklungsanordnung.
In den Figuren ist mit 1 die der Kernsäule 2 des Eisengestelles zunächst angeordnete zylindrische Un- terspannungswicklung bezeichnet. Die Oberspannungswicklung 3, die konzentrisch zur Unterspannungswicklung liegt, ist aus Doppelscheibenspulen aufgebaut, wobei je zwei benachbarte Scheibenspulen durch eine elektrische Verbindung 4 zu einer Dop- pelscheibenspule zusammengefasst werden. Zwischen der Ober- und der Unterspannungswicklung liegt die aus Lagenpapier gewickelte feste Isolation 5.
Ferner sind zwischen den Doppelscheibenspulen der Hochspannungswicklung 3 und der Isolation 5 eine Anzahl
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Winkelringe 6 aus festem Isoliermaterial so angeordnet, dass sie entlang der Wicklung in unmittelbarer Nähe der möglichen Entstehungsorte einer Vorent- ladung eine Unterbrechung des Gleitweges bewirken.
Bei der einfachkonzentrischen Wicklungsanordnung gemäss Fig. 1 ist auf der innern Seitenfläche der Hochspannungswicklung 3 jede Doppelscheibenspule mit einem Winkelring 6 versehen, dessen radialer Flanschteil 6a die für die Unterbrechung des Gleit- weges entlang der Wicklung erforderliche Abschirmung bewirkt. Die Winkelringe erstrecken sich hier in axialer Richtung jeweils nur über eine Doppelscheibenspule.
Fig.2 zeigt einen doppeltkonzentrischen Transformator mit einer innern Unterspannungswicklung 1 und einer äussern, konzentrisch angeordneten Unterspannungswicklung 10: Die aus Doppelscheibenspulen aufgebaute Hochspannungswicklung ist wieder mit 3 bezeichnet. Zwischen der äussern Unterspannungswick- lung 10 und der Hochspannungswicklung 3 liegt die feste Isolation 50. Ferner sind auf beiden Seitenflächen der Hochspannungswicklung 3 die Winkelringe 6 vorgesehen, die sich in axialer Richtung über je zwei Doppelscheibenspulen erstrecken und sich teilweise überlappen.
Durch diese Abschirmung der Kanten der innersten und äussersten Windungen der einzelnen Spulenscheiben wird ein optimale Wirkung bezüglich der Unterbrechung des Gleitweges für die Vorentladungen erreicht.
Die Unterbrechung des Gleitweges braucht nicht unbedingt nach jeder Doppelscheibenspule zu erfolgen. Es genügt unter Umständen, wenn nur nach jeder zweiten Doppelscheibenspule ein Winkelring vorgesehen wird. Im allgemeinen genügt es, wenn nur ein Teil der Hochspannungswicklung mit Winkelringen ausgerüstet wird. Die Winkelringe selbst werden aus irgendeinem bekannten festen Isolierstoff hergestellt, und zwar vorzugsweise als Segmente, die leicht zu Winkelringen zusammengebaut werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Verhütung von Entladungen, insbesondere bei Stossspannungen, längs der aus Scheibenspulen aufgebauten Hochspannungswicklung eines Transformators mit konzentrischen Wicklungen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Hochspannungswicklung mit Winkelringen aus Isoliermaterial versehen ist, die so angeordnet sind, dass sie eine Unterbrechung der Gleitwege entlang der Wicklung nach mindestens jeder zweiten Doppelscheibenspule der Hochspannungswicklung in unmittelbarer Nähe des möglichen Entstehungsortes der Vorentladung bewirken. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelringe nur auf einer Seitenfläche der Hochspannungswicklung angeordnet sind. 2.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelringe auf beiden Seitenflächen der Hochspannungswicklung angeordnet sind. 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelringe sich in axialer Richtung teilweise überlappen. 4. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Winkelring sich in axialer Richtung über zwei Doppelscheibenspulen der Hochspannungswicklung erstreckt. 5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelringe sich jeweils über eine Doppelscheibenspule erstrecken. 6. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelringe aus Segmenten zusammengebaut sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH335754D CH335754A (de) | 1955-11-22 | 1955-11-22 | Anordnung zur Verhütung von Entladungen längs der Hochspannungswicklung eines Hochspannungstransformators |
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| CH (1) | CH335754A (de) |
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1955
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