CH335949A - Feuerlöschanlage an einem Tank für brennbare Flüssigkeiten und Gase - Google Patents
Feuerlöschanlage an einem Tank für brennbare Flüssigkeiten und GaseInfo
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Description
Feuerlöschanlage an einem Tank für brennbare Flüssigkeiten und Gase Es ist eine Feuerlöschanlage an einem Lager tank für brennbare Flüssigkeiten bekannt, bei der an dem Tank eine Leitung zur Zuführung des Löschmittels unter Druck angeordnet ist, die ander seits mit der Atmosphäre kommuniziert.
Hierbei kann die Löschmittelzufuhrleitung zwischen der Kommunizierstelle mit der Atmosphäre und der Einmündungsstelle in den Tank eine Erweiterung aufweisen und ist durch eine Reissmembran oder eine Berstscheibe oder dergleichen abgeschlossen, wodurch eine Verbindung des Tankinnern mit der Aussenatmosphäre bei normalem Tankbetrieb ver hindert ist. Soll bei Feuerausbruch im Tank die Löschanlage in Betrieb gesetzt werden, was gegebe nenfalls auch automatisch erfolgt, dann wird das Löschmittel unter genügendem Druck durch die Zu fuhrleitung hindurchbefördert, um das Reissen der Membran und dadurch die Freigabe des Weges in den Tank hinein zu ermöglichen.
Diese Bauart weist jedoch den Nachteil auf, dass bei einem Tank die Membran gegebenenfalls bereits durch einen ent sprechend bemessenen überdruck im Tank oder durch andere Einflüsse ungewollt zerstört werden kann und ausserdem nach erfolgter Zerstörung, sei es nun auf letzterem Wege oder aber auf norma lem Wege durch Zuführung des Löschmittels im Brandfall das Tankinnere über die Löschmittel- zufuhrleitung mit der Atmosphäre in Verbindung steht. Es kann daher z.
B. nach Löschen eines Brandes eines Tankes von einem weiteren in der näheren Umgebung befindlichen Brandherd der betreffende Tank aufs neue auf dem Wege durch die leere Löschmittelzufuhrleitung erneut in Brand ge raten. Ausserdem kann bei Drucktanks der Druck im Tankinnern nicht mehr aufrechterhalten werden. Es kann u. U. ein Teil des Tankinhaltes durch die Löschmittelzufuhrleitung nach aussen strömen, insbe- sondere da bei völlig gefülltem Drucktank in der Regel das Niveau der Flüssigkeit im Tank höher liegen kann als die Mündungsstelle der Löschmittel- zufuhrleitung.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Un zulänglichkeiten der bekannten Anlagen dadurch, dass die Löschmittelzufuhrleitung zwischen der Ein mündungsstelle in den Tank und der genannten Kommunizierstelle durch ein Rückschlagventil gas- und flüssigkeitsdicht geschlossen ist.
Hierdurch ist gewährleistet, dass eine Freigabe des Weges durch die Löschmittelzufuhrleitung in den Tank hinein nur durch die Zufuhr des Löschmittels unter vor bestimmtem Druck erfolgen kann, wogegen jeder vom überdruck im Tankinnern herrührende Gegen druck das Rückschlagventil grundsätzlich nicht öff nen kann, sondern im Sinne einer Verstärkung der Verschlusskraft wirkt. Ausserdem ist die Gewähr vor handen, dass das Ventil selbsttätig sofort nach Ge brauch wieder geschlossen wird und daher der Tank einwandfrei gegenüber der Aussenatmosphäre ab geschlossen ist.
Es bedarf also hierzu keiner Auf sicht und keines besonderen Arbeitsaufwandes, um den vorschriftsmässigen Verschluss der Löschmittel zufuhrleitung nach jedem Gebrauch wieder herzu stellen, wie dies bei den vorerwähnten bekannten Anlagen der Fall ist, bei denen nach jedem Ge brauch z. B. eine neue Membran eingesetzt werden muss.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im vertikalen Mittellängs schnitt.
In der dargestellten Anlage ist ein Drucktank lediglich durch den obern Mantelteil 1 und den Deckelansatz 2 veranschaulicht. Der Mantelteil 1 weist eine durch einen Flanschring 3 eingefasste Durchbrechung auf, durch welche ein Rohrstück 4 ins Tankinnere hineingeführt ist, welches mittels eines Flansches 5 unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes 6 mit dem Flanschring 3 in üblicher Weise durch nicht dargestellte Schrauben verbunden ist. Auf der Aussenseite weist das Rohrstück 4 einen Endflansch 7 auf, der unter Zwischenschalten eines Dichtungsringes 6 mit einem Flansch 8 eines Rohr stutzens 9 verbunden ist.
Dieser mündet seitlich in einen Hohlzylinder 10, mit dessen Mantel er ver schweisst ist. Der Hohlzylinder 10 steht aufrecht und ist am obern Ende durch eine Scheibe 11 hermetisch abgeschlossen, die unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes 6 mittels Befestigungsschrauben 12 gegen einen Flansch 13 gepresst ist, der sich am obern Ende des Hohlzylindermantels befindet und mit diesem verschweisst ist. Der Hohlzylinder 10 weist einen mit dem Mantel hermetisch schliessend verschweissten Boden 14 auf, durch den ein zen trales Rohr 15 dichtschliessend hindurchgeführt ist. Zweckmässig ist das Rohr 15 mit dem Boden 14 ver schweisst.
Das Rohr 15 ist in nicht dargestellter Weise zu einem üblichen Löschmittelbehälter und/oder -entwickler geführt, an welchen auch wei tere Tanks in gleicher Weise angeschlossen sein können, wie der dargestellte Tank.
Das Rohrstück 15 ist bis in den obern Endteil des Hohlzylinders 10 geführt und am obern Ende mit einem Flansch 16 versehen, auf welchem der Kranz 17 eines speichenradförmigen Aufsatzes 18 aufgesetzt und mittels Schrauben 19, zweckmässig unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Dich tung, befestigt ist. Der Aufsatz 18 bildet den Sitz für einen Ventilteller 20 und ist mit einer koni schen Sitzfläche 21 versehen. Der Ventilteller be steht aus zwei übereinandersitzenden Scheiben 22, 23. Die letztere ist mit Durchbrechungen 24 ver sehen.
Die obere Scheibe 22 ist mit einer Nabe 25 versehen, die auf dem obern Endteil 26 des Ventil schaftes 27 starr befestigt ist. Der Schaft 27 ist durch die Nase 28 des Aufsatzes 17 hindurchgeführt und wird durch diese axial geführt.
Die Tellernabe 25 ist am untern Teil mit einem Aussengewinde versehen, auf welches die mit einer entsprechenden Gewindebohrung versehene untere Scheibe 23 aufgeschraubt ist. Die einander zugekehr ten Ränder der Scheiben 22, 23 sind zur klemm schlüssigen Aufnahme eines Dichtungsringes 29 aus gekerbt.
Der Ventilteller 20 steht unter dem Einfluss einer Schliessfeder 30, die als Schraubendruckfeder ausgebildet ist. Sie ist einerseits am untern Ende der Nabe 28 und anderseits an einem Federteller 31 abgestützt, welcher am untern Endteil des Schaftes 27 angeordnet ist und durch einen mittels eines Stiftes 32 auf dem Schaft 27 befestigten Ring 33 gehalten ist. Die Feder 30 hat eine vorbestimmte Vorspannung, so dass der Ventilteller 20 mit einem vorbestimmten Druck auf seinen Sitz gepresst wird.
Dieser Druck wird noch verstärkt durch den über druck, welcher im Innern des Tankes herrscht, zu- sätzlich einer etwaigen über dem Einmündungs- niveau des Rohrstückes 4 liegenden Flüssigkeits säule. Dieser Druck herrscht daher auch in der Kammer 34, welche zwischen dem Rohr 15 samt dem Ventil und dem Mantel des Hohlzylinders 10 gebildet ist.
Die gesamte Löschmittelzufuhrleitung setzt sich daher zusammen aus dem Rohr 15, der unmittelbar an dieses anschliessenden Kammer 34, dem Rohr stutzen 9 und dem Rohrstück 4.
Bei Feuerausbruch im Tank wird das Löschmit- tel in das Rohr 15 unter vorbestimmtem Druck eingelassen. Durch den Druck des Löschmittels auf den Ventilteller 20 wird die Schliesskraft der Feder 30 und der Gegendruck in der Kammer 34 über wunden, so dass der Ventilteller entsprechend an gehoben und das Löschmittel in die Kammer 34 aus strömen kann. Es gelangt dann durch den Stutzen 9 und das Rohrstück 4 in das Tankinnere. Nach Löschen des Brandes wird das Rohr 15 wieder vom Löschmittelbehälter abgeschlossen. Der Druck im Rohr 15 sinkt daher wegen der Kommunikations stelle mit der Atmosphäre auf Atmosphärendruck.
Infolgedessen bewirkt die Schliessfeder 30 das selbsttätige Wiederschliessen des Rückschlagventils. Die Anlage ist dann wieder gebrauchsbereit und neuerdings gegen Abströmen von Gasen, Dämpfen oder Flüssigkeit aus dem Tankinnern gesichert.
Entgegen der Darstellung in der Zeichnung kann das Rückschlagventil statt im obern Teil der Kam mer 34 auch in deren unterem Teil angeordnet sein. In diesem Falle empfiehlt es sich, das Rohr stück 4 unter Wegfall des Stutzens 9 und der Flansche 7, 8 dichtschliessend unmittelbar in den Hohlkörper 10 hineinragend anzuordnen, wobei sein im Hohlkörper 10 befindliches Ende durch das Rückschlagventil geschlossen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Feuerlöschanlage an einem Tank für brennbare Flüssigkeiten und Gase, wobei an dem Tank eine Leitung zur Zuführung des Löschmittels unter Druck angeordnet ist, die anderseits mit der Atmo sphäre kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass' die Lösehmittelzufuhrleitung zwischen der Ein mündungsstelle in den Tank und der genannten Kommunizierstelle durch ein Rückschlagventü gas- und flüssigkeitsdicht geschlossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Löschmittelzufuhrleitung zwischen der Einmündungsstelle in den Tank und dem Rückschlagventil eine unmittelbar an letzteres anschliessende Kammer (34) zur Expansion eines schaumbildenden Löschmittels aufweist. 2.Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kammer (34) durch einen Hohlkörper (10) gebildet ist, der am einen Ende ge schlossen ist und am andern Ende mit einem seit- lieh in den Tank mündenden Anschlussstutzen (9) versehen ist und einen Boden (14) aufweist, durch den ein das Löschmittel zuführendes Rohr (15) hin durchgeführt ist, welches bis in den Hohlkörper (10) geführt ist und an der Mündungsstelle durch das Rückschlagventil geschlossen ist. 3.Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rohr (15) mit einem Auf satz (18) versehen ist, der einen Sitz für den Teller (20) des als Tellerventil ausgebildeten Rückschlag ventils aufweist und mit einem zentralen Fübrungs- stück (28) für den Ventilschaft (27) versehen ist. 4. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ventilteller (20) unter dem Einfluss einer Schliessfeder (30) steht, die als einer seits am untern Ende des Führungsstückes (28) und anderseits an einem, am untern Ende des Ventil schaftes (27) sitzenden Federteller (31) abgestützte Feder ausgebildet ist. 5.Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Rohraufsatz (18) speichen- radförmig gestaltet ist, wobei der Radkranz (17) auf einem am obern Ende des zentralen Rohres (15) sitzenden Flansch (16) befestigt ist und den Ventil sitz bildet, wogegen die Nabe (28) als Führungs stück für den Ventilschaft (27) ausgebildet ist. 6. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ventilteller (20) aus zwei übereinandersitzenden, lösbar miteinander verbun denen Scheiben (22, 23) besteht, deren einander zu gekehrte Ränder zur klemmschlüssigen Aufnahme eines Dichtungsringes (29) ausgekerbt sind. 7.Anlage nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die obere Scheibe (22) eine am obern Endteil (25) des Ventilschaftes (27) sitzende Nabe (25) aufweist, die mit Aussengewinde ver sehen ist, auf welches die mit einer entsprechenden Gewindebohrung versehene untere Scheibe (23) auf geschraubt ist. B. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine durch einen Hohlkörper ge bildete Kammer aufweist, durch deren Boden ein das Löschmittel zuführendes Rohr hindurchgeführt ist, welches bis in den Hohlkörper geführt ist, in welchen ein anderseits in den Tank mündendes Ab führrohr hineinragt, dessen im Hohlkörper befind liches Ende gegen den Hohlkörper durch das Rück schlagventil geschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH335949T | 1958-02-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH335949A true CH335949A (de) | 1959-01-31 |
Family
ID=4503735
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH335949D CH335949A (de) | 1958-02-12 | 1958-02-12 | Feuerlöschanlage an einem Tank für brennbare Flüssigkeiten und Gase |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH335949A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4838356A (en) * | 1986-04-17 | 1989-06-13 | Tokyo Bosai Setsubi Company, Limited | Fire extinguisher foam chamber with remote maintenance and testing for oil tanks |
-
1958
- 1958-02-12 CH CH335949D patent/CH335949A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4838356A (en) * | 1986-04-17 | 1989-06-13 | Tokyo Bosai Setsubi Company, Limited | Fire extinguisher foam chamber with remote maintenance and testing for oil tanks |
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