Uhr an Kraftfahrzeug Die Erfindung bezieht sich auf eine Uhr, welche in der Mitte eines mit einem Hupenkontakt versehe- nen Lenkrades eines Kraftfahrzeuges angebracht ist. Bei Lenkrädern ist der Hupenkontakt im allgemeinen an eine über die Wicklung des Signalhornes führende Stromleitung angeschlossen, die durch die hohle Lenkradwelle hindurchgeführt ist. Bei Lenkrädern mit Hupenring ist das Ende des Drahtes mit einer gegenüber den Metallteilen isolierten Hülse verbun den.
Diese trägt eine Scheibe oder dergleichen, die mittels des Hupenringes bei der Signalgabe herab gedrückt wird und die stromführende Hülse mit der Lenkradwelle als Masse den Kontakt schliesst, so dass der Stromkreislauf geschlossen wird und das Signalhorn ertönt. Statt das Kabel durch das Innere der Lenkradwelle hindurchzuführen, ist es auch be kannt, das Kabel ausserhalb der Welle innerhalb der verkleideten Steuersäule heraufzuführen, wobei das Kabelende ebenso in einer Kontakthülse endet, die an einer koaxial zur Lenkradwelle angeordneten isoliert gelagerten Scheibe befestigt ist.
Es ist nun erwünscht, dass auch nachts die von der Uhr angezeigte Zeit abgelesen werden kann, ohne hierzu die Innenbeleuchtung des Fahrzeuges einschal ten zu müssen. Es ist vorgeschlagen worden, eine Beleuchtung der Uhr durch Belegen der Ziffern und Zeiger mit radioaktiver Leuchtmasse zu erreichen. Diese Art der Beleuchtung ist jedoch vollkommen zwecklos, da Leuchtzahlen nur nach einer entspre chenden Adaptation der Augen abgelesen werden können. Diese erfordert aber Zeit, die im allgemeinen fehlt, wenn der Fahrer durch die Scheinwerfer der entgegenkommenden Fahrzeuge geblendet wird bzw. wenn er während der Fahrt die beleuchtete Fahrbahn beachtet.
Es besteht daher das dringende Bedürfnis, eine in einem Steuerrad angeordnete Uhr ständig beleuchtet zu halten, so dass eine Adaptation der Augen nicht erforderlich ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Uhr zu schaffen, die in besonders einfacher Weise eine Innenbeleuchtung erhält, ohne dass des halb der Aufbau der üblichen Handlenkräder und die Anordnung des stromführenden Kabels verändert werden muss. In vorteilhafter Weise ist auf die An ordnung zusätzlicher Kabel verzichtet worden, wie sie beispielsweise bei Lenkrädern zur Anwendung gekommen sind, bei denen mit Hilfe des Signal ringes verschiedenartige Signale gegeben werden kön nen, je nachdem, welche Hälfte des Signalringes herabgedrückt wird.
Das Einziehen mehrerer Kabel in die Lenkradwelle muss erfahrungsgemäss deshalb abgelehnt werden, weil eine Vielzahl von Einzel drähten eine entsprechend grosse Zahl von Störungs quellen mit sich bringt, so dass gegebenenfalls weder mit einer einwandfreien Uhrbeleuchtung noch mit einer einwandfreien Signalgabe gerechnet werden kann. Abgesehen von der Beleuchtung der Uhr kön nen auch an dieser Stelle andere Stromverbraucher zweckmässig sein, beispielsweise fordert eine mit einem elektrischen Aufzug versehene Uhr ebenso wie eine Beleuchtungslampe einen Einbau in den Stromkreis der Signalanlage.
Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegen den Aufgabe sieht diese vor, dass im Uhrgehäuse vorhandene Stromverbraucher parallel zum Hupen kontakt geschaltet sind. Diese Schaltung ergibt, dass die Stromverbraucher den Stromkreis geschlossen halten, so dass sie ständig unter Strom stehen und die gewünschte Wirkung auslösen, wenn ein im Stromkreis liegender Schalter geschlossen ist.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung für die Verwendung bei Lenkrädern mit Hupenring dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch die Radnabe eines Lenkrades mit Signalring und Uhr nach der Erfin dung, Fig. 2 die in die Uhr nach Fig. 1 eingebaute Lampe mit Schalter in der Draufsicht auf den Boden des Uhrgehäuses, Fig. 3 die Lenkradnabe mit Signalring nach Ab nahme der Uhr,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Signalring eines Lenkrades mit einer nach der Erfindung, mit einer Lampe und einer elektromagnetischen Aufzugsvor richtung versehenen Uhr und Fig. 5 ein Schaltschema zur Uhr nach der Er findung.
In den Fig. 1 bis 3 ist mit 1 die Nabe des Lenk rades bezeichnet. Dieses sitzt auf der Buchse 2 der nicht dargestellten Lenkradwelle. In die Lenkradnabe ist der isolierte Draht 3 hineingeführt, der über ein Signalhorn an den Plus-Pol der Batterie des Fahr zeuges angeschlossen ist. Das von der Isolierung be freite Ende 4 des Drahtes 3 ist in der Buchse 5 mittels der Schraube 6 befestigt. Die Buchse 5 trägt auf dem Absatz 5' die metallene Ringscheibe 7. Unter dieser ist der Gummiring 8 befestigt, der in den Napf 9 hineinragt und sich formschlüssig an die Innenfläche des Napfrandes anschmiegt.
Der Napf 9 ist in dem Napf 10 befestigt, der seinerseits in die Ausnehmung 11 der Lenkradnabe 1 einge- passt ist. Die Teile 9 und 10 sind beide aus Blech und sind daher als Stromleiter geeignet. Unmittelbar auf der Metallscheibe 7 befindet sich die Isolier- scheibe 12. Dadurch ist erreicht, dass die Scheibe 7 zwischen zwei Isolierteilen isoliert liegt, nämlich zwi schen dem Gummiring 8 und der Isolierplatte 12. Auf die Isolierplatte 12 ist der Signalring 13 auf gesetzt.
In der konzentrisch zur Mittelachse liegen den Aussparung 14 trägt er das Uhrgehäuse 15, das mit dem umlaufenden Rand 16' seines Bodens 16 in die Aussparung 14 lösbar eingepasst ist. Um alle vorgenannten Teile in axialer Richtung aufeinander festzuhalten, ist mittig die Deckscheibe 17 aufgesetzt, die mit angeformten Hohlzapfen 18 durch die Signal ringnabe, die Isolierplatte 12 und die Kontaktscheibe 7 hindurchgreift. In der Bohrung jedes Zapfens 18 liegt eine Schraube 19, durch deren Hineinschrauben der im untern Ende des Zapfens 18 geführte Schieber 20 auf dem Boden des Napfes 9 durch den Schlitz 9' nach aussen verschoben wird,
wodurch eine feste Ver bindung des Hohlzapfens 18 und damit auch der Deckscheibe 17 mit dem Napf 9, der in dem Napf 10 befestigt ist, erzielt wird.
In der Fig. 1 ist das im Uhrgehäuse 15 unter gebrachte Uhrwerk als Ganzes mit 21 bezeichnet. Nach oben hin ist das Uhrgehäuse 15 durch die durchsichtige Platte 22 verschlossen, durch welche in der Mitte die Zeigerverstellschraube 23 hindurch ragt. Unter der durchsichtigen Platte 22 liegt das Zifferblatt, welches durchscheinend ausgebildet ist, so dass eine von unten her wirkende Beleuchtungs- quelle das Zifferblatt aufleuchten lässt..Als Beleuch tungsquelle ist im Ausführungsbeispiel die Lampe 24 angeordnet. Diese ist zwischen den gegenüber der Gehäusemasse isolierten Sockeln 25 und 27 aus wechselbar eingesetzt.
Die Isolierung ist durch Iso- lierungsplatten erzielt, die mit 26 bezeichnet sind.
Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, führt von der Kontakthülse 5 die mit ihrem einen Ende auf dieser aufliegende Kontaktfeder 32 zum Sockel 25 der Lampe 24. Deren zweiter Sockel 27 weist eine weitere Kontaktfeder 28 auf, die mittels des Hand hebels 29 mit der Masse des Gehäuses 15 verbunden werden kann. Der Handhebel 29 ist bei 30 drehbar gelagert. Sein, einer Hebelarm ragt durch den Durch bruch 31 aus dem Gehäuse 15 bzw. dessen Boden 16 heraus und ist an dieser Stelle zugänglich. Bei einer Verschwenkung des Hebels 29 wird der Kon takt zwischen der Feder 28 und dem Hebel 29 bzw. der Masse des Uhrgehäuses hergestellt. Dadurch ist der Stromkreis der Lampe 24 geschlossen, und sie leuchtet auf.
Beim Hupen, das heisst beim Nieder drücken des Signalringes, kommt die Kontaktplatte 7 auf dem Rande des Napfes 9 zu liegen, so dass an dieser Stelle der Stromkreis der Hupe unmittelbar kurzgeschlossen wird, so dass diese ertönt.
In der Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel darge stellt, dessen Uhr eine elektromagnetische Aufzugs vorrichtung besitzt. Hierzu liegt auf der Kontakt hülse 5 ausser der Kontaktfeder 32 der Lampe 24 eine weitere Kontaktfeder 33 auf, die über die Anker wicklung des Magneten zur Gehäusemasse führt. Es kann sich dabei beispielsweise um eine Uhr handeln, bei der kurzfristig jeweils nach Entspannen der Feder der Kontakt geschlossen wird und bei der dann durch die Bewegung des Ankers ein neues Spannen der Aufzugsfeder erfolgt.
Der Anker ist in dem Aus führungsbeispiel mit 34 bezeichnet, während die jeweils für das Ansprechen des Ankers zusammen kommenden Kontakte, nämlich zum Schliessen des Stromkreises jeweils nach Verbrauch der durch Span nen der Feder erzielten Federkraft, mit 35 und 36 bezeichnet sind. Die übrigen Teile der in dem Aus führungsbeispiel nach der Fig. 4 dargestellten Uhr sind mit den gleichen Bezugsziffern versehen, wie die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte.
Zur weiteren Erläuterung der Schaltung ist in der Fig. 5 das Schaltbild dargestellt. Wie die Figur zeigt, ist der Minus-Pol der Batterie an Masse gelegt, während sich an den Plus-Pol die Leitung anschliesst, die über die Wicklung des Signalhornes über einen Hupenkontakt ebenfalls zur Masse führt. Parallel zum Hupenkontakt liegt der Stromverbrau cher, z. B. eine Lampe, der noch ein Schalter zuge ordnet ist.
Statt einen einzigen Stromverbraucher parallel zum Hupenkontakt zu legen, kann auch noch ein weiterer, beispielsweise der Magnet für den elektri schen Aufzug der Uhr gelegt sein, wie es aus der Fig. _ 4 und Fig. 5 ersichtlich ist. Die Erfindung kann selbstverständlich auch bei Lenkrädern Anordnung finden, bei denen ein Hupen knopf in der Mitte des Lenkrades angeordnet ist.
Damit nicht bei Verwendung der erfindungsge mässen Uhr gleichzeitig auch das Signalhorn an spricht, liegen die Widerstände der Stromverbraucher wesentlich über dem Widerstand der Hupenwicklung, wobei der letztere vorzugsweise nicht mehr als 1011/o des Widerstandes der Stromverbraucher beträgt. Da durch ist erreicht, dass der durchfliessende Strom nur eine geringe Stärke aufweist, die zum Ansprechen der Hupe nicht ausreicht, jedoch -die Stromverbrau cher ausreichend versorgt.
Ferner kann vorgesehen sein, dass der Strom verbraucher mittels einer Kontaktfeder auf der An schlussbuchse für das Hupenkabel aufliegt und weiter hin, dass der andere Pol des Stromverbrauchers an Masse liegt. Durch diesen Aufbau lässt sich der in der Uhr untergebrachte Stromverbraucher zusammen mit dieser aus dem Hupenring herausnehmen, ohne dass irgendwelche Schraubkontakte oder dergleichen gelöst werden müssen. Durch die Kontaktfeder wird selbsttätig im Augenblick des Einsetzens der Uhr in den Hupenring der Stromkreis geschlossen.