CH336788A - Verfahren zum Eindampfen alkoholhaltiger Lösungen und zur Gewinnung von Alkohol aus diesen Lösungen - Google Patents

Verfahren zum Eindampfen alkoholhaltiger Lösungen und zur Gewinnung von Alkohol aus diesen Lösungen

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CH336788A
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Gustav Jonsson Sven-Erik
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Jonsson Sven Erik Gustav
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zum Eindampfen     alkoholhaltiger    Lösungen und zur     Gewinnung    von     Alkohol     aus diesen Lösungen    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren  zum Eindampfen von und zur Alkoholgewinnung  aus alkoholhaltigen Lösungen, z. B. gegorener     Sulfit-          ablauge.     



  Es ist schon bekannt, z. B. gegorene Lauge mit  indirekt einwirkendem Dampf in mehreren Stufen  einzudampfen, so dass der Alkoholgehalt der Lauge  dabei in das Kondensat vom     Eindampfprozess    über  führt wird, worauf das derart gebildete alkohol  haltige Kondensat einem     Abtreibungsprozess        mit     Dampf unterworfen wird, der dann     dephlegmiert     wird. Das beim     Dephlegmieren    gebildete alkoholhal  tige Kondensat wird dann zu einem     Rektifikations-          prozess    geleitet. Dabei wird der gesamte Dampf  bedarf sowohl für das Eindampfen der Lauge wie  für das Abtreiben des Alkohols von aussen zuge  führt.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das gestattet,  durch     Thermokompression    die Eindampf-,     Abtreib-          und        Dephlegmierungsprozesse    in Kombination mit  einander mit möglichst geringem Zusatz von Dampf  von aussen durchzuführen. Das erfindungsgemässe  Verfahren ist durch eine Kombination mehrerer  Massnahmen gekennzeichnet, und zwar dadurch,  dass die     alkoholhaltige    Lösung, z.

   B. gegorene     Sulfit-          ablauge,    derart     teilweise    eingedampft wird, dass der  Alkohol aus der Lösung mindestens     zum    grössten Teil  in den     Lösungsmitteldampf    übergeht, bevor die Lö  sung nach der letzten Stufe überführt wird, dass der  beim Abtreiben aus dem dabei gebildeten alkohol  haltigen     Lösungsmittelkondensat    abgehende alkohol  haltige Dampf nach einer der Stufen geleitet wird,  in denen dieser Dampf, getrennt von dem dieser Stufe  zugeführten andern Heizdampf, als weiterer     Heiz-          dampf    zum Eindampfen der Lösung ausgenutzt und  dabei     dephlegmiert    wird,

   und dass der von der letzten    Stufe kommende     Lösungsmitteldampf    in einem       Thermokompressor        komprimiert    und dann     teils    als       Heizdampf    in der ersten Stufe und teils zum Abtrei  ben des Alkohols aus dem     alkoholhaltigen        Lösungs-          mittelkondensat    verwendet wird.  



  Die Erfindung soll im folgenden anhand der bei  liegenden Zeichnung näher     beschrieben    werden, die  ein Beispiel für die Verwertung der Erfindung schau  bildlich veranschaulicht.  



  Um die Zeichnung nicht durch für die Erklärung  der Erfindungsidee unwichtige Einzelheiten, wie  Regelventile,     Kondensatableiter,    Flüssigkeitsver  schlüsse, Pumpen usw., unübersichtlich zu machen,  die jeder Fachmann auf dem Gebiet des     Eindampfens     und der     Alkoholherstellung    bei Kenntnis der Erfin  dung in das System einführen kann, sind derartige       Einzelheiten    fortgelassen worden.  



  Gemäss der Zeichnung besteht das Eindampf  system aus einer ersten Stufe aus drei     Wärmekörpern,     <I>la,</I>     1b    und     1c,    von denen jeder mit einem     Dampf-          und        Flüssigkeitsabscheider    3a, 3b bzw. 3c versehen  ist, sowie aus einer     zweiten    Stufe aus zwei Wärme  körpern<I>2a</I> und<I>2b</I> mit einem gemeinsamen     Dampf-          und        Flüssigkeitsabscheider    4.

   Mit 5 ist ein     Abtreiber     und mit 6 ein Dampfkompressor bezeichnet, der von       einer    Kraftmaschine 7,     im    vorliegenden Fall einem  Elektromotor, angetrieben wird. 8 ist ein     Wärmeauf-          tauscher.     



  Das System arbeitet in folgender Weise: der Kom  pressor 6, der mit dem     Lösungsmitteldampf    der zwei  ten Stufe durch eine Leitung 9 gespeist     wird,    fördert  seinerseits diesen Dampf     komprimiert    auf einen ge  eigneten Druck und     eine    geeignete Temperatur teils  zum Dampfraum der drei Wärmekörper la,     1b    und       1c    der ersten Stufe über eine     Sammelleitung    10 und  Zweigleitungen 11<I>a,</I> 11<I>b</I> bzw. 11 c, teils zum Abtrei-           ber    5 über eine Leitung 12. Dem Wärmekörper la  der ersten Stufe des Systems wird z.

   B. gegorene  Lauge über     eine    Leitung 13 und den     Wärmeaus-          tauscher    8 zugeführt. Von dort strömt die Lauge  durch den     Abscheider    3a sowie eine Leitung 14a zum       Laugenraum    des Wärmekörpers     1b,    weiter durch den       Abscheider    3b und eine Leitung 14b zum Laugen  raum des Wärmekörpers     1c    und schliesslich durch  den     Abscheider    3c und eine Leitung 14c zum Laugen  raum der Wärmekörper<I>2a</I> und<I>2b</I> der zweiten Stufe,  die miteinander über eine Leitung 14 in Verbindung  stehen. Die Lauge wird dabei teilweise eingedampft.

    Während dieser     Eindampfung    geht zumindest an  nähernd der gesamte Alkoholgehalt der Lauge all  mählich von Wärmekörper zu Wärmekörper in die  gebildeten     Laugendämpfe    über, die von Abzweiglei  tungen 15a, 15b und     15e    über eine Sammelleitung  16 als Heizdampf zum Dampfraum des Wärmekör  pers 2a geleitet werden,     in    dem sie unter Wärmeaus  tausch mit der von der ersten Stufe     kommenden     Lauge kondensieren und ein alkoholhaltiges Konden  sat zurücklassen.

   Dieses Kondensat wird durch eine  Leitung 17 zum     Abtreiber    5 geleitet, in dem der  Alkoholgehalt des Kondensats von dem durch die Lei  tung 12 vom Kompressor 6 zugeführten Dampf auf  genommen wird, der stark     alkoholhaltig    vom Ab  treiber durch eine Leitung 18 zum Dampfraum des  Wärmekörpers 2b der zweiten Stufe geleitet wird,  wo der Dampf unter weiterem Eindampfen der die  sem Wärmekörper zugeführten Lauge     dephlegmiert     wird. Das vom     Dephlegmierungsprozess    stammende  alkoholhaltige Kondensat wird über eine Leitung 19  zur weiteren Behandlung in der Alkoholfabrik vom  System weggeleitet.

   Vom     Abscheider    4 der zweiten  Stufe wird die teilweise eingedampfte Lauge durch  eine Leitung 20 abgeführt und     Laugendampf,    wie  bereits erwähnt, zum Kompressor 6 durch eine Lei  tung 9 geleitet. Dieser     Laugendampf    ist alkoholfrei,  da die Lauge der zweiten Stufe     alkoholfrei    ist. Der  Kompressor liefert also alkoholfreien Dampf für so  wohl das Eindampfen wie das Abtreiben. Von der  ersten     Stufe    wird das demnach     alkoholfreie    Kondensat  des     Heizdampfes    durch Leitungen 21 a, 21 b bzw.

    21c und eine Sammelleitung 22 abgeleitet, um sich  in einer Leitung 23 mit dem im     Abtreiber    5 von  Alkohol befreiten Kondensat der zweiten Stufe zu  vereinigen und zusammen mit diesem Kondensat  unter     Vorwärmung    der in den     Wärmeaustauscher    8  eintretenden Lauge     in    abgekühltem Zustand aus dem  System abgeleitet zu werden.  



  Es ist offenbar, dass dieses System keine Dampf  zufuhr von aussen für andere Zwecke erfordert als  für den Ersatz unvermeidlicher Wärmeverluste in  Form von Strahlungsverlusten und Verlusten durch  den     Wärmeinhalt    der Abzugsflüssigkeit. Ersatzdampf  für diese Verluste kann durch eine Leitung 24     zuge-          führt    werden.

   Die erforderliche Menge Ersatzdampf  kann jedoch unter Ausnutzung von in der     Eindampf-          und        Destilliertechnik    bekannten     Mitteln    zur Herab  setzung     derartiger    Verluste im Verhältnis zu der durch    den Kompressor im Kreislauf strömenden Dampf  menge so gering sein, dass man von einem Betrieb  des Systems so gut wie ausschliesslich mittels     Thermo-          kompression    sprechen kann.  



  Eine durch die Erfindung erfüllte Hauptvoraus  setzung dafür, dass     Kompressorbetrieb    geeignet ist,  besteht darin, dass der Kompressor mit wenigstens  praktisch alkoholfreiem Dampf gespeist wird, da  Explosionsgefahr im Kompressor besteht, wenn der  Dampf einen höheren Alkoholgehalt besitzt und da  die dampfverbrauchenden Apparate möglichst alkohol  freien Dampf zugeführt erhalten sollen.

   In der ersten  Stufe würde Alkohol im Heizdampf vom Kompres  sor eine Verschlechterung der     Wärmeübergangszahl     auf der Dampfseite und somit eine Verschlechterung  der     Eindampfkapazität    mit sich führen und weiterhin  würde er zur Folge haben, dass das Kondensat dieser  Stufe Alkohol enthalten würde, wodurch ein bedeu  tender, weiter unten angegebener Vorteil verloren  gehen würde, der durch das System erzielt werden  kann. Dass die zweite Stufe in diesem Fall mit alko  holhaltigem Dampf erwärmt wird, ist unvermeidlich.

    Im Wärmekörper 2b ist der Alkoholgehalt sogar sehr  hoch, dies wird jedoch dadurch kompensiert, dass  der diesem Heizkörper zugeführte Dampf, der in den       Abtreiber    unter gleichem Druck und gleicher Tem  peratur wie der der ersten Stufe     zugeführte        Heiz-          dampf    eintritt, den     Abtreiber    mit einer Temperatur  verlässt, die immer noch so hoch ist, dass die Tem  peraturdifferenz im Wärmekörper 2b erheblich höher  wird als in irgendeinem der andern Wärmekörper des  Systems.  



  Durch Aufteilung der ersten Stufe in mehrere  Teilstufen, beim Ausführungsbeispiel in drei Ein  dampfstufen, kann man ein vollständiges Abtreiben  des Alkohols aus der Lauge in die     Laugendämpfe     bereits in dieser einzigen Stufe erreichen. Dies hat zur  Folge, dass man nur eine weitere Stufe benötigt, um       alkoholfreien        Laugendampf    für den Kompressor zu  erhalten, so dass der erforderliche Kompressionsgrad  der     geringstmögliche    wird, da der Kompressor Dampf  vom Abzugsdampfdruck der letzten Stufe auf den       Einlassdampfdruck    der ersten Stufe komprimieren  soll.

   Dies hat ausserdem zur Folge, dass der Alkohol  nur auf die     Hälfte    des beim Eindampfen gebildeten  Kondensats konzentriert werden kann, da das Kon  densat der ersten Stufe aus dem gemäss dem oben  gesagten alkoholfreien Heizdampf alkoholfrei anfällt,  was für die weitere Alkoholgewinnung sehr vorteil  haft ist.  



  Ausser der eben beschriebenen sind auch andere  Ausführungsarten des erfindungsgemässen Verfahrens  möglich. Würde man z. B. eine grössere Anzahl Stufen  einführen und derart verfahren, dass der in der Lauge  enthaltene Alkohol bereits in der ersten Stufe aus der  Lauge entfernt wird, so würde der Alkohol natürlich  auf einen noch geringeren Teil des Kondensats kon  zentriert werden können. Wenn man ausserdem der  art verfährt, dass das     Dephlegmieren    weiterhin in der  letzten Stufe erfolgt, so würde auch die Temperatur-           differenz    in dem als     Dephlegmator    arbeitenden Heiz  körper sich erhöhen, was vorteilhaft wäre. Dagegen  würde auch der erforderliche Kompressionsgrad grö  sser werden, was ein die gewonnenen Vorteile über  steigender Nachteil werden kann.

   Eine derartige Ab  änderung, die also nicht als die geeignetste im Rah  men der Erfindung erscheinen kann, kann jedoch  grosse Vorteile im Verhältnis zu den     vorbekannten     Systemen mit sich bringen. Das     Dephlegmieren    kann  unter Verzicht auf die Forderung nach grösstmöglicher  Temperaturdifferenz alternativ auch in irgendeiner       andern    Stufe als der letzten Stufe vorgenommen wer  den, wenn man einen besonderen     Wärmekörper    für  das     Dephlegmieren    in dieser andern Stufe vorsieht.

    Die gegorene Lauge braucht bei Anwendung von  mehr als zwei Eingangsstufen dem     Eindampfprozess     nicht unbedingt in der mit dem höchsten Druck arbei  tenden Stufe, sondern kann in jeder beliebigen andern  Stufe, ausgenommen derjenigen mit dem niedrigsten  Druck zugeführt und dann von Stufe zu Stufe in  beliebiger Reihenfolge geleitet werden, wenn man  nur derart verfährt, dass die Lauge dabei der letzten  Stufe in wenigstens annähernd alkoholfreiem Zustand  zugeführt wird.  



  Unter die im Rahmen der Erfindung möglichen  Abänderungen fallen auch im Beispiel nicht darge  stellte, beim     Eindampf-Alkoholgewinnungssystem     jedoch übliche Massnahmen, die Anlage unter grösst  möglicher     Dampfwirtschaftlichkeit,    z. B. durch  Wärmeaustausch und Ausnutzung von Wärme aus  durch die eintretende Expansion der verschiedenen  heissen Flüssigkeiten freigewordenen Dämpfen, arbei  ten zu lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Eindampfen alkoholhaltiger Lö sungen und zur Gewinnung von Alkohol, wobei eine alkoholhaltige Lösung mittels indirekt wirkenden Dampfes in mehreren Stufen teilweise eingedampft wird, so dass der Alkohol der Lösung dabei in das Lösungsmittelkondensat vom Eindampfprozess über geht, wonach dieses alkoholhaltige Kondensat zum Abtreiben des Alkohols mit Dampf behandelt wird, worauf der alkoholhaltige Dampf dephlegmiert wird und das beim Dephlegmieren gebildete alkoholhaltige Kondensat einem Rektifikationsprozess unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Alkohol aus der alkoholhaltigen Lösung beim teilweisen Eindamp fen mindestens zum grössten Teil in den Lösungs- mitteldampf übergeht, bevor die Lösung auf die letzte Stufe überführt wird, dass der beim Abtreiben aus dem dabei gebildeten alkoholhaltigen Lösungs- mittelkondensat abgehende alkoholhaltige Dampf zu einer der Stufen geleitet wird, in denen dieser Dampf, getrennt von dem dieser Stufe zugeführten andern Heizdampf,
    als weiterer Heizdampf zum Eindampfen der Lösung ausgenutzt und dabei dephlegmiert wird, und dass der von der letzten Stufe abgehende Lösungs- mitteldampf in einem Thermokompressor kompri miert und dann teils als Heizdampf in der ersten Stufe und teils zum Abtreiben des Alkohols aus dem alkoholhaltigen Lösungsmittelkondensat verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Eindampfen nur in zwei Stufen vorgenommen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Eindampfen in wenigstens der jenigen Stufe, in der die Lösung dem Eindampfprozess zugeführt wird, allmählich in einer Anzahl Wärme körpern vorgenommen wird, welche die Lösung der Reihe nach durchströmt.
CH336788D 1954-04-27 1955-03-22 Verfahren zum Eindampfen alkoholhaltiger Lösungen und zur Gewinnung von Alkohol aus diesen Lösungen CH336788A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0049584A1 (de) * 1980-10-04 1982-04-14 The Invergordon Distillers Limited Destillationsverfahren und Vorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0049584A1 (de) * 1980-10-04 1982-04-14 The Invergordon Distillers Limited Destillationsverfahren und Vorrichtung

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