CH336923A - Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterienresistenter Anstrichstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterienresistenter Anstrichstoffe

Info

Publication number
CH336923A
CH336923A CH336923DA CH336923A CH 336923 A CH336923 A CH 336923A CH 336923D A CH336923D A CH 336923DA CH 336923 A CH336923 A CH 336923A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
bacteria
paints
added
paint
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dr Muhr
Original Assignee
Alfred Dr Muhr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Dr Muhr filed Critical Alfred Dr Muhr
Publication of CH336923A publication Critical patent/CH336923A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/14Paints containing biocides, e.g. fungicides, insecticides or pesticides

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung     Pilz-        und    bakterienresistenter     Anstrichstoffe       Es ist bekannt, dass     Anstrichstoffe    der verschie  densten Art einen Nährboden für Pilze und Bakte  rien bilden können.     Anstrichstoffe,    die leicht zersetz  liehe Bestandteile wie Kasein,     Celluloseleime,    Kunst  stoff-Dispersionen usw., enthalten, können schon  während der Lagerung von Pilzen und Bakterien be  fallen werden.

   Pilze und Bakterien können aber auch  nach     erfolgter    Applikation eines     Anstrichstoffes    auf  dem     Anstrichfilm    sowie in diesem selbst gedeihen.  Schimmelbildung auf Anstrichen in feuchten Räum  lichkeiten ist häufig anzutreffen. Zur Vermeidung  dieser Erscheinungen werden den     Anstrichstoffen          fungicide    und     baktericide    Substanzen zugegeben. Als  derartige Zusätze sind empfohlen worden: Phenol  und     Phenol-Derivate,    organische Quecksilberverbin  dungen,     Salicylsäure-Derivate,        Kupfersalze,    wie z. B.

         Kupfer-8-Oxychinolat,    Zinkverbindungen u. a. Un  ter diesen     fungiciden    und     baktericiden    Substanzen  zeichnen sich die organischen Quecksilberverbindun  gen durch ihre hohe Wirkung bei niedrigen Konzen  trationen aus.

   Im Gegensatz zu     phenolischen    Verbin  dungen, die sich mit Eisenspuren verfärben können,       beeinflussen    die organischen     Hg-Verbindungen    den  Farbton eines     Anstrichstoffes    nicht.     Kupfer-8-Oxy-          chinolat    ist ebenfalls ein hervorragend geeignetes       Fungicid,    hat aber eine dunkle Färbung, so dass  damit versetzte Anstriche einen gelblichen bis bräun  lichen Stich erhalten.

   Es wurde nun gefunden, dass       pilz-    und bakterienresistente     Anstrichstoffe    herge  stellt werden können, wenn ihnen gewisse organische  Zinnverbindungen mit     fungiciden    und     baktericiden     Eigenschaften zugesetzt werden. Bezüglich Wirkung  übertreffen diese organischen Zinnverbindungen so  gar die organischen Quecksilberverbindungen. Sie  sind farblos, führen zu keinerlei Verfärbungen der       Anstrichstoffe    und lassen sich diesen leicht zu  mischen.    Als besonders wirksam haben sich folgende orga  nische Zinnverbindungen erwiesen:       Trialkyl-zinn-hydroxyd    und daraus abgeleitete  Ester.

   Infolge guter Löslichkeitseigenschaften und  relativ niedriger Gestehungskosten zeichnen sich dar  unter besonders aus:       Tri-n-butyl-zinn-hydroxyd    und daraus abgeleitete  Ester;       Tri-isopropyl-zinn-hydroxyd    und daraus abgelei  tete Ester.  



  Bei der Lagerung setzen sich die     Trialkyl-zinn-          hydroxyde    unter Wasserabspaltung in     Trialkyl-zinn-          oxyde    um.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine     Ölfarbe    aus Leinöl und Zinkweiss wird auf  die Weise pilzresistent gestaltet, als man dem Öl vor       der        Zugabe        des        Pigmentes        0,1%        Tri-n-butyl-zinn-          hydroxyd,    berechnet auf das Gesamtgewicht der  streichfertigen Farbe,     beimischt.    Anstriche mit dieser  Farbe erwiesen sich in der Feuchtigkeitskammer als  äusserst pilzresistent. Die gleiche Farbe ohne Zusatz  der organischen Zinnverbindung wird trotz des Ge  haltes an relativ pilzwidrigem Pigment nach kurzer  Zeit von Schimmelpilzen bewachsen.  



  <I>Beispiel 2</I>  Eine wässerige     Anstrichfarbe    auf Basis von     Poly-          vinyl-Acetat-Dispersion    als Bindemittel wird mit       0,05%        Tri-n-butyl-zinn-hydroxyd        versetzt.        Die        Bei-          mischung    des     Fungicids    erfolgt derart, dass die orga  nische Zinnverbindung im     Weichmacheranteil    der  Dispersion, bestehend aus einem Gemisch von     Di-          butylphthalat    und     Trikresylphosphat,

      gelöst und die  ser in die Dispersion anschliessend     einemulgiert    wird.  Dadurch wird eine höchst gleichmässige Verteilung  des     Fungicids    erreicht. Hierauf wird die Farbe durch  Zugabe der Pigmente und eventueller Zusatzstoffe      mit nicht     fungicidem    Charakter auf bekannte Weise       fertiggestellt.    Die dermassen hergestellte Farbe erweist  sich während der Lagerung im Kessel wie auch nach  erfolgtem Aufstrich als     pilz-    und bakterienresistent.

    <I>Beispiel 3</I>       Eine    zur Streichfertigkeit verdünnte     Emulsions-          farbe    auf Basis eines     lufttrocknenden        Alkydharzes          wild    dermassen     pilz-    und bakterienwidrig gestaltet,  dass man ihr unter sehr energischem Rühren eine       50        %        ige        Lösung        von        Tri-isopropyl-zinn-hydroxyd        in          Isopropylalkohol    beimischt.

   Der Zusatz beträgt 0,05  bis     0,211/0,    berechnet auf die reine organische     Zinn-          verbindung    und auf streichfertige Farbe. Die so her  gestellte Farbe ist während der Lagerung in den  üblichen Gebinden vor jeder Zersetzung durch Mi  kroorganismen geschützt, obwohl sie Kasein als  leicht     zersetzlichen    Bestandteil enthält. Der trockene       Abstrichfilm    wird auch in feuchten und warmen Räu  men nicht von Mikroorganismen befallen. Auf Holz  gestrichen verhindert die Farbe das Wachstum von       Bläuepilzen    auf der Holzoberfläche zwischen     Farb-          schicht    und     Holz.     



  <I>Beispiel 4</I>  Eine     streichfertige        Kunstharz-Streichemaille    auf  Basis von     lufttrocknenden        Alkydharzen    erhält     fungi-          cide    und     baktericide    Eigenschaften, wenn man ihr  eine Lösung von     Tri-n-zinn-Resinat,        -Laurat    oder         -Naphtenat,    gelöst in White Spirit, zumischt.

   Der  Zusatz an organischer Zinnverbindung, berechnet  auf streichfertige Farbe, beträgt     0,05-0,1511/o.    Der       Anstrichfilm    erweist sich in der Feuchtigkeitskammer  als beständig gegen das Wachstum von     Pilzen    und  Bakterien. Auf analoge Weise können Lösungsmittel  enthaltenden     Anstrichstoffen    anderer Art, z. B.       Chlorkautschuklacken,    Standölfarben,     Vinylharzfar-          ben    usw.,     fungicide    Zusätze auf Basis der Ester  organischer Zinnverbindungen mit     fungiciden    und       baktericiden    Eigenschaften beigegeben werden.

   Die  Zinnverbindungen werden in Lösungsmitteln     vorge-          löst,    welche mit dem betreffenden     Anstrichstoff    ver  träglich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterien resistenter Anstrichstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass organische Zinnverbindungen mit fungiciden und baktericiden Eigenschaften zugesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Trialkyl-zinn-hydroxyd oder dar aus abgeleitete Ester zugesetzt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Tri-n-butyl- zinn-hydroxyd und/oder davon abgeleitete Ester und,," oder Tri-isopropyl-zinn-hydroxyd und,'oder davon abgeleitete Ester zugesetzt werden.
CH336923D 1956-12-07 1956-12-07 Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterienresistenter Anstrichstoffe CH336923A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH336923T 1956-12-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH336923A true CH336923A (de) 1959-03-15

Family

ID=4504086

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH336923D CH336923A (de) 1956-12-07 1956-12-07 Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterienresistenter Anstrichstoffe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH336923A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69829951T2 (de) Verfahren zur verhinderung der entfärbung von pyrithion enthaltenden beschichtungszusammensetzungen
DE69008699T2 (de) Biozide Zusammensetzungen.
DE2952377A1 (de) Holzkonservierungsmittel
DE2615662C2 (de) Verfahren zum Schützen von Klebstoffen und Anstrichfarben gegen den Angriff durch Mikroorganismen
EP0072426B1 (de) Mit Wasser verdünnbares Mittel mit bakterizider und fungizider Wirkung
DE2700869A1 (de) 1,3-dithiolo(4,5-b)pyrazin-2- yliden-propandinitril-4-oxid und verfahren zu seiner herstellung
CH494533A (de) Verfahren zur Bekämpfung von Mikroorganismen, die nichttextile organische Materialien und Gebrauchsgegenstände schädigen und zerstören
CH336923A (de) Verfahren zur Herstellung pilz- und bakterienresistenter Anstrichstoffe
DE2231814A1 (de) Konservierungs- und schutzmittel
CH681439A5 (de)
EP0132651B1 (de) Verwendung cyclischer Phenolorganosilanester
EP0119419B1 (de) Triorganozinnacetylsalicylate und diese enthaltende biozide Mittel
EP0358072B1 (de) Bekämpfung von Algen oder Flechten
DE2845408B2 (de) N-(2-Methyl-l-naphthyl)-maleinimid, Verfahren zu dessen Herstellung und seine Verwendung
DE2607031C2 (de) Mikrobizides Mittel auf Benzimidazolylcarbamat-Basis
DE1669048A1 (de) Stabilisierte Polyvinylhalogenid-und Oberflaechenueberzugsmassen
DE1567191A1 (de) Verfahren zur Regelung des Wachstums von Pflanzen
DE2607033C3 (de) Mikrobizides Mittel
EP0120219A1 (de) Mittel mit bakterizider und fungizider Wirkung
DE2607032A1 (de) Mikrobizides mittel
AT127353B (de) Verfahren zur Verbesserung der Wetterbeständigkeit von Ölanstrichfarben.
CH681440A5 (de)
DE2040069A1 (de) Verwendung von 2-Benzimidazolylcarbaminsaeureestern als Anstrichfungizide
AT273481B (de) Verfahren zum Behandeln von Nadelholz
DD153888A1 (de) Biozid ausgeruestete waessrige dispersionsanstrichstoffe