CH337170A - Verfahren zum Fliesspressen von Formteilen oder Strängen und Fliesspresse zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Fliesspressen von Formteilen oder Strängen und Fliesspresse zur Durchführung des Verfahrens

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CH337170A
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pressure
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Sternberg Jaime De
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Sternberg Jaime De
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/007Hydrostatic extrusion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description


      Verfahren    zum Fliesspressen von Formteilen oder Strängen und Fliesspresse  zur     Durchführung    des Verfahrens    Die Herstellung z. B. kurzer     rohrförmiger    Teile  im     Fliesspressverfahren    aus kalten Ronden unter  hohem Druck ist bekannt. Hierzu muss die Ronde  zunächst für sich hergestellt und sodann für jeden       Fliesspressvorgang    getrennt .in die Matrize der Presse  eingelegt werden. Das Fliesspressen erfolgt mit     Hilfe     eines in die Matrize beweglichen Stempels entweder in  Richtung der Stempelbewegung oder entgegen der  Stempelbewegung.

   Der nach jeder     Rondenverpres-          sung    verbleibende     Pressrest    muss gesondert abge  schnitten bzw. entfernt werden. Das bekannte Fliess  pressen ist sehr zeitraubend und teuer. Die Erfin  dung hat sich zur Beseitigung dieses Mangels des  bekannten     Fliesspressverfahrens    die Aufgabe gestellt,  ein Verfahren zum Fliesspressen von     Fertigformteilen     sowie Profil- oder Rohrsträngen und eine Fliesspresse  zur Durchführung desselben zu schaffen, mit dem  z. B. für     Fertigformteile    das Fliesspressen von Stan  gen in schneller Reihenfolge in rationeller, wirtschaft  licher Weise erfolgen kann.

   Es soll dabei die Stange  nach jedem     Fliesspressvorgang    nur so weit vorge  schoben werden, wie     zur    Verformung gerade des  jeweiligen     Presslings    erforderlich ist, so dass Zwischen  bedienungen und Abfall entfallen.  



  In ähnlicher Weise soll die Erzeugung von Pro  fil- oder Rohrsträngen nach dem neuen     Fliesspressver-          fahren    ermöglicht werden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zeichnet  sich dadurch aus, dass auf einen in einen     Presszylin-          der    mit an dessen einem Ende angebrachten Durch  gangsteil mit engerem     Durchlassquerschnitt    und einem  am entgegengesetzten Ende eingefügten     Abschlussteil     eingebrachten, dem     Presszylinderdurchmesser    entspre  chend geformten Körper, der einem     Vorschubdruck     durch ein eine Gaserzeugung ausschliessendes fliess  fähiges     Druckmittel    in Richtung des Durchgangsteils    kontinuierlich     ausgesetzt    wird,

   nahe vor dem Durch  gangsteil     intermittierend    ein den     Vorschubdruck    über  steigender Druck mit einem ebensolchen Druckmittel  schlagartig in einer Ringzone ausgeübt wird.  



  Die Fliesspresse zur Durchführung des neuen Ver  fahrens ist dadurch     gekennzeichnet,    dass ein     beider-          ends    offener Aufnahme- und     Presszylinder    an einem  Ende ein mit einer zentralen     Durchlassöffnung    engeren  Querschnittes versehenes, eingesetztes Durchgangsteil  aufweist und am entgegengesetzten Ende durch einen       einfügbaren        Abschlussteil    in Form eines     Abschluss-          kolbens    abschliessbar ist,

   in den nahe dem     Abschluss-          kolben    eine     Druckmittel-Zufuhrleitung    für den Vor  schub des fliesszupressenden Körpers mündet und  vor dessen Durchgangsteil ein Ringkörper angeordnet  ist, der eine Ringnut     mit    einer     Zufuhrleitung    für das       Druckmittel    zur schlagartigen     überführung    des fliess  zupressenden Körpers in den     fliesspressfähigen    Zu  stand enthält.  



  Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbei  spiele einer Fliesspresse gemäss der Erfindung dar  gestellt. Es zeigen:       Fig.    1 eine Fliesspresse zur Erzeugung von Fertig  formteilen in Frontansicht,       Fig.2    einen Längsschnitt durch dieselbe nach  der Linie     11-II    der     Fig.    1, mit teilweiser Seiten  ansicht des     Pressenrahmens,    bei eingefahrenen     Press-          zylinder-Abschlusskolben    und Schiebekeil und bereits  teilweise     verpresstem    Stab im     Presszylinder    sowie ent  sprechender Stellung des fliegenden Kolbens im       Nachfüllzylinder,

            Fig.    3 eine der     Fig.    2 analoge Darstellung, jedoch  mit ausgefahrenem     Abschlusskolben    und Schiebekeil  sowie neu     eingesetztem    Stab und in Abwurfstellung  zurückbewegter Matrize,           Fig.    4 einen Querschnitt nach der Linie     IV-IV     der     Fig.3    zur Veranschaulichung des     Druckmittel-          verlaufes    für den     Stabvorschub    und die Nachfüllung  mit den Zylindern für die abwechselnd fördernden  Kolben und deren Umschaltmittel,

         Fig.    5 einen teilweisen Querschnitt nach der  Linie     V-V    der     Fig.    3 zur Veranschaulichung der  schlagartigen     Druckmittelzufuhr    zu der das     Stabende     umgebenden Ringnut von diametral gelegenen Stel  len aus,       Fig.    6 eine für die Erzeugung von Profil- oder  Rundsträngen sowie Rohrsträngen     geeignete    abgeän  derte Ausführung der     Fliesspresse,    mit     sternförmig    an  die Ringnut     angeschlossenen    Zylindern, in Frontan  sicht,

         Fig.    7 einen Längsschnitt nach der Linie     VII-VII     der     Fig.    6 durch eine Presse für Profil- und Rund  stränge mit zu einem Teil     verpresstem        stabförmigen          Materialkörper,    bei eingefahrenem     Abschlusskolben     und Schiebekeil, ähnlich     Fig.    2,       Fig.    8 einer der     Fig.7    analoge Darstellung mit  ausgefahrenem     Abschlusskolben    und Schiebekeil sowie  nach bereits     verpresstem    Material neu eingesetztem       stabförmigen    Materialkörper,

         Fig.    9 einen Schnitt, ähnlich     Fig.    4, nach der Linie       IX-IX    der     Fig.    8,       Fig.    10 einen Längsschnitt analog der Linie       VII-VII    der     Fig.6    durch eine Presse für Rohr  stränge mit durch eine Verschraubung gesichertem       Abschlusskolben    nebst Dorn und Ringnut am Dorn  umfang nahe dem freien Ende, auf das das zu     ver-          pressende    Rohrstück aufgeschoben wird.  



  Im     Pressenrahmen    1 ist der     Presszylinder    2 befestigt,  der an sich beliebig lang gewählt sein kann und von  aufgeschrumpften Ringteilen 3 nach Art von Ge  schützrohren zur Aufnahme der aufzuwendenden  hohen unterschiedlichen     Fliesspressdrücke    zweckmässig  umgeben ist. Vor dem offenen Einführende des       Presszylinders    2 für das fliesszupressende Material be  findet sich im Abstand eine Brücke 4 des     Pressenrah-          mens,    die eine mit der     Presszylinderbohrung    in Linie  liegende und im Durchmesser entsprechende Durch  lassbohrung 5 zum Einschieben des     fliesszupressenden     Stabes bzw.

   Stange 6 in den an sich     beiderends        offenen          Zylinder    2 aufweist. Die Brücke 4 trägt einen schrä  gen     Gegenlagersitz    7 für einen Schiebekeil 8, der  durch einen hydraulisch beweglichen Kolben 9 nebst  Verbindungsstange 10, dessen zugehöriger Zylinder  11 an einer Traverse 12 des Rahmens 1 sitzt, einfahr  bar ist     (Fig.    2), um die Betriebslage des     Presszylinder-          Abschlusskolbens    13 zu sichern. In     Fig.    3 sind der  Schiebekeil 8 und der     Abschlusskolben    13 in der aus  gefahrenen Lage dargestellt.

   Der     Abschlusskolben    13  wird durch einen grösseren Kolben 14 in einem Zy  linder 15 hydraulisch bewegt, dessen     Druckmittel-          zu-    und     -ableitung    mit 16 und 17 bezeichnet sind.

    Der Kolben 14 ist mit einer Kolbenstange 18 verbun  den, die bei in den     Presszylinder    2 eingefahrenem Kol  ben 13 am freien Ende bündig mit dem Zylinder  block 15 abschliesst, so dass sich in dieser in     Fig.    2    gezeigten Lage der Schiebekeil 8 mit seiner der schrä  gen Keilfläche gegenüberliegenden Seite plan gegen  das     Kolbenstangenende    18 legt, so dass bei etwaigem  Nachgeben des Druckmittels für den Kolben 14 die  ser nicht zurückweichen kann, wenn sich der in den       Presszylinder    2 zum Vorschub der Stange (Stab) 6  eingelassene Druck auswirkt.

   Der Zylinderblock 15  ist mit Hilfe einer Verbindungsstange 19 lotrecht  ein- und ausfahrbar, deren hydraulisch betätigter  Kolben 20 in einem ebenfalls von der Traverse 12  getragenen Zylinder 21 beweglich ist. 22 und 23  sind Führungen im Rahmen 1 für den Schiebekeil 8  und Zylinderblock 15.  



  Am andern Ende des     Presszylinders    2 ist im       Pressenrahmen    1 die Formmatrize 24 axial in Linie  mit der     Presszylinderachse    beweglich. 25 ist der  Auswerfer für das von der Stange 6     fliessgepresste          Fertigformteil    26, das mit     Press-    bzw.     Reibhaftsitz    von  der Matrize - vom     Matrizengegenstück    24 ab  hebend - mitgenommen wird, wenn sie vom Ende  des     Presszylinders    2 fortbewegt wird. Durch den  Haftsitz erfolgt ein Abreissen vom Verbindungs  material mit dem Stab 6.

   Gegen Ende der     Matrizen-          Rückbewegung        (Fig.3)    tritt der Auswerfer 25 in  Tätigkeit und stösst das     Fertigformteil    26 aus, so dass  es abfällt.  



  Der den fliesszupressenden Stab 6 aufnehmende       Presszylinder    2 hat der Formmatrize 24 zugekehrt ein  eingesetztes     Abschlussteil    27 mit einer sich nach  aussen düsenartig verjüngenden zentralen     Durchlass-          öffnung    für das     fliessgepresste        Stabmaterial.    Zwischen  Teil 27 und dem Ende der Zylinderbohrung des     Press-          zylinders    2 befindet sich ein ebenfalls eingesetzter  Ringkörper 28 mit einer innern, den Stab 6 in be  grenztem Bereich umschliessenden Ringnut 29.

   Nahe  dem vordern, freien Ende des in den     Presszylinder    2  eingefahrenen     Abschlusskolbens    13 mündet in den  Zylinder 2 die     Druckmittel-Zufuhrleitung    30 für den  Vorschub des im Zylinder 2 befindlichen, fliesszupres  senden Stabes 6.  



  Die     Zufuhrleitung    30 steht, wie     Fig.    4 erkennen  lässt, mit durch     Rückschlagventile    versehenen Lei  tungen 31, 32 in Verbindung, die in Zylinder 33, 34  münden, in denen abwechselnd Kolben 35, 36 arbei  ten. Die Kolben 35, 36 sind durch     Graphitdichtun-          gen    oder dergleichen 37, 38 an den offenen Enden der  Zylinder 33, 34 abgedichtet. Das Druckmittel wird  über mit     Rückschlagventile    39, 40 einer für beide  Zylinder 33, 34 gemeinsamen     Nachfülleitung    41 ent  nommen, welche an einen     Nachfüllzylinder    42 mit  fliegendem Kolben 43 angeschlossen ist.

   Der Nach  schub an Druckmittel ist notwendig, da dieses gleich  zeitig als Schmiermittel des     fliessgepressten    Stab  materials im Ringkörper 28 und der     Durchlassdüse    des       Abschlussteils    27 dient und mit diesem zum Teil  austritt. Der Kolben 43 bewegt sich mit dem durch  die Zuleitung 44 eintretenden Druckmittel bis in das  linke Ende des Zylinders 42     (Fig.    2) und treibt dabei  das vor dem Kolben     befindliche,    zuvor über die ent  gegengesetzte Zuleitung 45 mit     Rückschlagventil    46      eingedrückte     Druckmittel    vor sich her zur Leitung 41.

    Liegt der Kolben 43 am linken Zylinderende 42 in       Fig.    2 an, so ist die Leitung 41     drucklos,    wodurch  angezeigt wird, dass auch der Stab 6 zu Ende fliess  gepresst ist, das heisst, dass nun ein neuer Stab     in    den       Presszylinder    einzusetzen ist. Die Stellung des Kol  bens 43 im Zylinder 42 gibt somit ein Erkennungs  mass für den Vorschub des Stabes 6 im     Presszylinder     2, so dass auf diese Weise der     Stabvorschub    kontrol  lierbar ist, zumindest wenn die Leitungen des Druck  mittels mit Erreichen der linken Endstellung des Kol  bens im Zylinder drucklos werden und damit die  Formmatrize nicht mehr gefüllt wird.

   Die Kolben 35,  36 sind mit grösseren Kolben 47, 48 in Verbindung,  die in Zylindern 49, 50 mit je an eine nicht darge  stellte     Druckmittelquelle    angeschlossenen     Druckmit-          telleitungen    51 steuerbar sind. Die Kolben 47, 48  haben     anderends    je eine aus ihrem Zylinder heraus  ragende Schaltstange 52, 53, die auf an sich bekannte,  selbsttätige Umschaltmittel 54, 55 der Hydraulik  arbeiten. Auf diese Weise     fördern    die Kolben 35, 36  abwechselnd im gewünschten     Stab-Vorschubrhythmus,     wie das in     Fig.4    durch Pfeile im Zylinder 33 und  der Leitung 30 andeutungsweise veranschaulicht  ist.  



  Wie     Fig.    5 zeigt, zweigen von der Ringnut 29, die  das Material des     Stabendes    6 im Ringkörper 28 um  gibt, an zwei diametral gelegenen Stellen Druckmittel  kanäle 56, 57 ab, die in Zylinder 58, 59 übergehen.  Den Zylindern 58, 59 wird das Druckmittel aus einem  nicht dargestellten hydraulischen Akkumulator oder  dergleichen mit Steuerventil über Leitungen 60, 61  nebst Ringnuten 62, 63 an geeigneter Stelle     in    den  Zylindern 58, 59 schlagartigen     Druckausübung    auf  das     Stabmaterial    6 an der Ringnut 29 für die Er  wärmung und     Knetung    des fliesszupressenden Stab  materials zugeführt,

   und zwar entsprechend dem       Stab-Vorschubrhythmus    mit     Hilfe    der zwei in grösse  ren Zylindern 64, 65 unabhängig voneinander hydrau  lisch gegenläufigen, abwechselnd arbeitenden Kol  ben 66, die mit in den Zylindern 58, 59 beweglichen  Kolben 67, 68 verbunden sind. Die Anschlüsse der  Hydraulik für die Zylinder 64, 65 sind mit 69, 70  bezeichnet.  



  Wegen der aufzuwendenden ausserordentlich  hohen Drücke für das Fliesspressen sind die ver  schiedenen Kolben nebst Kolbenstangen usw. aus       Stellit    oder gesintertem Material herzustellen.  



  Die neue Fliesspresse arbeitet, kurz zusammen  gefasst, in folgender Weise:  Vor der Beschickung des     Presszylinders    2 mit der  fliesszupressenden Stange bzw. Stab 6 nehmen der  Zylinderblock 15 mit     Abschlusskolben    13 (14, 18)  sowie der Schiebekeil 8 und die Formmatrize 24 in  bezug auf den     Presszylinder    2 und der fliegende Kol  ben 43 im     Nachfüllzylinder    42 die in     Fig.    3 gezeigte  Stellung ein.  



  Es kann dann der Stab 6 durch die Bohrung 5 in  den Zylinder 2 bis zur Anlage an den Umfang der  düsenartigen Verjüngung im Teil 27 eingeschoben    werden. Hiernach wird der     Abschlusskolben    13 in  das Ende des     Presszylinders    2 eingefahren, wie das in       Fig.    2 dargestellt ist.

   Nach Einlassen des aus Graphit  oder dergleichen bestehenden     Stab-Vorschubdruck-          mittels    aus dem     Nachfüllzylinder    42 in den     Press-          zylinder    2, wobei der Stab 6 dichtend gegen den  Umfang der Verjüngung des Durchlasses im Teil 27  gepresst wird, wird zur Sicherung der     Abschlusslage     des Kolbens 13 im     Presszylinder    2 der Schiebekeil 8  eingefahren (Stellung     Fig.2).    Gleichzeitig hat auch  die Formmatrize 24 die in     Fig.    2 gezeigte Aufnahme  stellung vor dem zugehörigen, den Teil 27 sichernden       Gegenmatrizenteil    24' eingenommen.  



  Zum     Fliesspressen    bzw. kurzzeitigen Erweichen  und damit Vorschieben des Materials am     Stabende    6  wird ein höherer Druck als der     Stab-Vorschubdruck     durch     Öffnen    des Ventils des hydraulischen Akku  mulators eingelassen, wobei gleichzeitig einer der  Kolben 67, 68 zusätzlich auf das aus Graphit beste  hende     Druckmittel    ausgeübt wird, so dass dieses  schlagartig über die Ringnut 29 auf das     Stabende    6  zur Einwirkung gelangt und das Material des letz  teren in den plastischen Zustand geknetet wird. Dabei  wird der Stab unter dem     Vorschubdruck    vorgedruckt,  so dass die Formmatrize 24 gefüllt wird.

   Das     Über-          führen    des     Stabendes    in den fliessfähigen Zustand und  das absatzweise bzw.     intermittierende    Vorschieben  des Stabes 6 erfolgen in schneller Folge, bis der Kol  ben 43 seine     Endlage    links im Zylinder 42 einge  nommen hat.

   Im gleichen Rhythmus wird die Form  matrize 24 von der Stellung in     Fig.    2 in diejenige der       Fig.    3 bewegt, wobei jedesmal ein     Fertigformteil    26  von dem in der düsenartig verjüngten     Durchlasspartie     befindlichen     fliessgepressten    Stangenmaterial bei 27  abgebrochen und durch den Auswerfer 25 abgeworfen  wird.  



  Nach dem     Aufbrauch    eines Stabes 6 wird der  Schiebekeil 8 in die Stellung der     Fig.    3 ausgefahren  und hiernach ebenfalls der     Abschlusskolben    13 nebst  Zylinderblock 15, so dass der     Presszylinder    2 mit  einem neuen Stab 6 beschickt werden kann.  



  Bei der in     Fig.    6 bis 10 dargestellten, etwas abwei  chend     ausgeführten        Ausführungsbeispielen    einer Presse  für die Herstellung von Fertigprofil- oder Rohrsträn  gen arbeiten wegen der grösseren Durchmesser der       Presszylinder    und der fliesszupressenden     stabähnlichen          (Fig.    7 bis 9) bzw.     rohrförmigen        (Fig.    10) Material  körper 6 die Zylinder 64, 65 in einer Mehrzahl stern  förmig auf die Ringnut 29 im Ringkörper 28. Im  gezeichneten Beispiel sind vier Zylinder 64, 65, 64'  und 65' nebst Kolben 66' und Kolbenstangen 67', 68'  bzw.     Zylinder    58, 59 vorgesehen.

   Die     Formmatrizen-          Einrichtung    Entfällt naturgemäss bei diesen beiden       Strang-Pressenausführungen.    Statt des Teils 24' der       Fig.    1 bis 5 ist hier ein z. B. mittels Schrauben 71 am  Rahmen 1 lösbar befestigter Teil 72 vor dem An  schlussteil 27 angeordnet, durch dessen nach aussen  konisch erweiterten     Durchlass    73 der     fliessgepresste     Strang 26' bzw. 26" austritt.

   Für diejenigen Teile der       Fig.    6 bis 10, die     mit    den Teilen     Fig.    1 bis 5 über-      einstimmen, sind im übrigen entsprechende Bezugs  zahlen verwendet, so dass sich an dieser Stelle eine  Beschreibung im     einzelnen    erübrigt. Insoweit ist auch  die     Arbeits-    und Wirkungsweise die gleiche.  



  In der Ausführung nach     Fig.7    und 8 für das  Fliesspressen von Profil- und Rundsträngen aus einem       stabähnlichen    Block 6 ist nur eingangs erläuterten  Sicherung der Arbeitsweise bei nachgeschobenem  Block 6     (Fig.    8) im Abstand vor den Zylindern 64,  65, 64', 65' bzw. 58, 59 ein ebensolches Zylinder  system 74, 75 mit Kolben 76, 77, die in mit einer  zweiten Ringnut 78 im Ringkörper 28 in Verbindung  stehenden     Zylindern    79, 80 arbeiten, vorgesehen.  Die     Zylinder    79, 80 werden aus den     Druckmittel-          leitungen    60, 61 gespeist, die auch die Zylinder 58,  59 speisen.

   Ihre Kolben 81, 82 können gegenüber  den Kolben der Gruppe 67', 68' gegebenenfalls etwas  voreilen, wie     Fig.    8 erkennen lässt, um die recht  zeitige Dichtung bei nachgeschobenem Block 6 zu  erzielen. Soweit eine Dichtung nach entsprechend       erfolgtem    Vorschub des nach     Verpressung    eines     Blok-          kes    6 neu eingesetzten Blockes 6 nicht mehr in Be  tracht kommt     (Fig.    7), können die Kolbenstangen 81,  82 auch nacheilen, um den Block an dieser Stelle  schon zu kneten bzw. zu verdichten.  



  Die zum     Verpressen    von Rohrkörpern 6 zum  Rohrstrang 26' vorgesehene Presse der     Fig.    10 besitzt  einen in den Zylinder 2 eingeführten     Abschlusskolben     l3', dessen Lage durch einen     Schraubkörper    83 ge  sichert ist. Der Kolben 13' weist einen zentralen Dorn  84 auf, der sich bis an bzw. in den     Durchlass    des       Körpers    27 erstreckt. Das freie Dornende ist zweck  mässig im Aussendurchmesser etwas gegenüber dem  übrigen Dornteil vergrössert und am Aussenumfang  mit einer Ringnut 85 versehen, die mit einer Längs  bohrung 86 im Dorn 84, Kolben 13' und Schraub  körper 83 in Verbindung steht.

   Diese Bohrung 86 ist  an die     Druckmittelleitung    60     resp.    61 in nicht dar  gestellter Weise angeschlossen und steht unter der  Wirkuneines Kolbens 87, der im Rhythmus der       Kolben'-67',    68' arbeitet. Die Ringnut 85 liegt der  Ringnut 29 gegenüber. Die lösbaren Teile 27 und  72 werden zum Einsetzen eines Rohrstückes 6 in den       Presszylinder    2 bzw. Aufschieben des Rohrstückes 6  auf den Dorn 84 entfernt. Abweichend von der Dar  stellung in     Fig.    6 und 10 erfolgt die     Entfernung    und  Rückführung der Teile 27, 72 in Arbeitsstellung       zweckmässig    auf hydraulischem Wege.

   Wie     Fig.    10  zeigt, ist das freie Dornende in     Fliesspressrichtung     konisch verjüngt, jedoch weniger stark verjüngt als       die    Verjüngung im     Durchlass    des Teils 27.    In der beschriebenen Art und Weise ist erstmalig  ermöglicht,     Fertigformteile    in der Fliesspresse von der  Stange zu arbeiten bzw. Profil- oder Rohrstränge zu  erzeugen, wobei die technologischen Werte der so er  zeugten     Presslinge    weit über denjenigen liegen, die  z. B. durch Schmieden oder     Walzen    erzielbar sind.

    Gegenüber geschmiedeten oder gewalzten     Körpern,     von denen bei dem neuen Verfahren in kaltem Zu-    stand ausgegangen wird, liegt das spezifische Gewicht  des     fliessgepressten    Erzeugnisses ganz beträchtlich, das  heisst bis     zu        25%,    höher. Durch den so veränderten       Molekularzustand    ergeben sich     Zerreissfestigkeiten    bis       zu    40000     kg/cm=.    Die Stückgewichte der     Presslinge     sind bedingt durch die jeweilige Maschinengrösse.

   Die  Toleranzen der erzeugten Formteile lassen sich in  noch engeren Grenzen halten wie beim Wachsaus  schmelzverfahren oder beim     Pressgussverfahren.    Die  Formteile gelangen ohne jegliche Oxydierung aus der       Fliesspresse.     



  Die Fliesspresse besitzt eine hohe Lebensdauer, da  sie     nicht    durch die sonst so ermüdende thermische  Wechselbeanspruchung, wie etwa beim     Pressguss,    be  lastet wird. Die Anlagekosten sind beispielsweise im  Vergleich zu denjenigen einer     Stahlpressgussmaschine     ungleich niedriger, da Kosten für Schmelz- und       Warmhaltehochfrequenzöfen    entfallen. Für die Be  dienung der Fliesspresse ist nunmehr nur noch eine  Arbeitskraft erforderlich.  



  Die     fliesszupressenden    Körper können aus belie  big legiertem, z. B. durch Schmieden, Walzen oder  Giessen annähernd dem     Presszylinder    entsprechend       geformtem    Metall- oder Stahl- bzw. Rohr- oder Stab  material bestehen.  



  Als fliessfähiges Druck- und zugleich Schmier  mittel wird bevorzugt     Graphitpulver    oder     Molybden-          sulfid    verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Fliesspressen von Formteilen oder Strängen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen in einen Pressluftzylinder mit an dessen einem Ende angebrachten Durchgangsteil mit engerem Durch lassquerschnitt und einem am entgegengesetzten Ende eingefügten Abschlussteil eingebrachten, dem Press- zylinder-Durchmesser entsprechend geformten Kör per, der einem Vorschubdruck durch ein eine Gas erzeugung ausschliessendes fliessfähiges Druckmittel in Richtung des Durchgangsteils kontinuierlich aus gesetzt wird,
    nahe vor dem Durchgangsteil intermit- tierend ein den Vorschubdruck übersteigender Druck mit einem ebensolchen Druckmittel schlagartig in einer Ringzone ausgeübt wird. 1I. Fliesspresse zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein beiderends offener Aufnahme- und Presszylinder an einem Ende ein mit einer zentralen Durchlassöff- nung engeren Querschnittes versehenes,
    eingesetztes Durchgangsteil aufweist und am entgegengesetzten Ende durch einen einfügbaren Abschlussteil in Form eines Abschlusskolbens abschliessbar ist, in den nahe dem Abschlusskolben eine Druckmittel-Zufuhrleitung für den Vorschub des fliesszupressenden Körpers mün det und vor dessen Durchgangsteil ein Ringkörper angeordnet ist, der eine Ringnut mit einer Zufuhr leitung für das Druckmittel zur schlagartigen über führung des fliesszupressenden Körpers in den fliess- pressfähigen Zustand enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I zur Erzeu gung von Fertigformteilen, dadurch gekennzeichnet, dass der intermittierende Vorschub des fliesszupressen den Körpers jeweils entsprechend dem Verbrauch für jedes Formteil in eine an den Durchgangsteil ange schlossene Formmatrize erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Formmatrize befindliche, mit dem fliessgepressten Körper in dem Durchgangsteil verbundene Formteil von dem im Durchgangsteil bis zum folgenden Fliess- pressvorgang verbleibendem Körperstück durch Zu rückbewegung der Formmatrize infolge Mitnahme des Formteils durch Reibhaftsitz abgebrochen und so dann während der weiteren Bewegung der Form matrize in der gleichen Richtung mit Hilfe eines Aus werfers abgeworfen wird, wonach die Formmatrize wieder in ihre Aufnahmelage für ein neues Form teil an den Durchgangsteil geführt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I zur Erzeu gung von Profilsträngen, dadurch gekennzeichnet, dass im Rhythmus mit der Druckausübung in der genann ten Ringzone ein gleicher Druck auf den fliess zupressenden Körper in einer zweiten Ringzone im Abstand vor der Ringzone nahe dem Durchlass aus geübt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der fliesszupressende Körper in den Presszylinder von dem mit dem Abschlussteil zu versehenden Ende aus ein gebracht wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I zur Erzeu gung von Rohrsträngen, dadurch gekennzeichnet, dass der fliesszupressende Rohrkörper in den Presszylinder von dem mit dem Durchgangsteil mit engerem Durch lassquerschnitt versehenen Ende aus eingebracht und auf einen mit dem Abschlussteil des entgegengesetzten Zylinderendes verbundenen Dorn geschoben wird, durch den hindurch im Rhythmus mit der Druckaus übung in der genannten Ringzone ein gleicher Druck auf den fliesszupressenden Körper in einer zweiten, der genannten Ringzone gegenüberliegenden Ringzone vom Innern her ausgeübt wird. 6.
    Fliesspresse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmittel der Ringnut von mehreren, einander gegenüberliegenden Stellen aus zugeführt ist. 7. Fliesspresse nach Patentanspruch 11 und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Durch gangsteil eine im Pressenrahmen axial bewegliche Formmatrize zugeordnet ist.
    B. Fliesspresse nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringnut das aus einem hydraulischen Akku mulator durch öffnen eines Ventils entnommene Druckmittel für die schlagartige Druckerzeugung auf den fliesszupressenden Körper mit Hilfe von min- destens zwei unabhängig voneinander in getrennten Zylindern hydraulisch gegenläufigen Kolben zudrück- bar ist, die wechselweise arbeiten. 9.
    Fliesspresse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Vorschub des fliess zupressenden Körpers und zugleich der Schmierung dienende, durch die nahe dem Abschlusskolben in den Presszylinder mündende Druckmittel-Zufuhrleitung entsprechend dem Vorschub des fliesszupressenden Körpers und dem Schmiermittelverbrauch kontinuier lich nachgedrückte Druckmittel durch einen mit einer Druckmittelquelle beiderends über Regelorgane in Verbindung stehenden Nachfüllzylinder mit fliegen dem Kolben gesteuert wird,
    welch letzterer bei Er reichung seiner Nachschubendlage keinen Druck mehr ausübt, wenn das Druckende des fliesszupressenden Körpers im Presszylinder eine vorbestimmte Stelle er reicht hat, und das Zupressen des aus dem Nachfüll- zylinder entnommenen Druckmittels zur Presszylinder- Zufuhrleitung vermittels zweier, über Rückschlag ventile auf die gemeinsame Zufuhrleitung arbeitender Zylinder erfolgt, deren Kolben abwechselnd fördern. 10.
    Fliesspresse nach Patentanspruch II und Un teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulisch im Vorschubrhythmus des fliesszupressen den Körpers gesteuerten Kolben der beiden auf die Zufuhrleitung zum Presszylinder arbeitenden Zylin der mit selbsttätig wirkenden Umschaltmitteln aus gerüstet sind. 11.
    Fliesspresse nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der das Einbringen des fliess zupressenden Körpers in den Presszylinder ermögli chende, hydraulisch bewegbare Abschlusskolben des Presszylinders in einem im Pressenrahmen geführten und hydraulisch lotrecht zur Presszylinderachse ein fahrbaren Zylinder unter dem Druck eines hydrau lischen Pressmittels verschiebbar ist und in seiner in den Presszylinder eingeschobenen Verschlusslage durch einen zugleich mit seinem zugehörigen Zylinder im <RTI
    ID="0005.0055"> Pressenrahmen in einen Gegenlagersitz einfahr baren Schiebekeil gesichert ist. 12. Fliesspresse nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Ringnut nahe dem Durchgangsteil eine zweite Ringnut angeordnet ist und beiden Ringnuten das Druckmittel aus gemeinsamer Druckmittelquelle zufliesst und über Kolben in getrennten Zylindern zu- drückbar ist. 13.
    Fliesspresse nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Presszylinder-Abschlusskolben mit Hilfe einer Schraubsicherung in seiner Lage gehalten und mit einem den Zylinder zentral völlig durchsetzenden Dorn versehen ist, während der Durchgangsteil zum Ein setzen des fliesszupressenden Rohrkörpers vom Press- zylinderende kuppelbar ist, und der Dorn nebst Abschlusskolben eine zentrale,
    mit der Druckmittel zuführung zur Ringnut im Ringkörper in Verbindung stehende Druckmittel-Zuleitung aufweisen, die in eine der genannten Ringnut gegenüberliegende Ringnut mündet, die sich am Umfang des Dornes befindet. 14. Fliesspresse nach Patentanspruch 11 und Un teransprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, <B>5</B> dass auf die äussern Ringnuten jeweils eine Mehr- zahl sternförmig angeordneter Zylinder nebst Kol ben für die schlagartige Druckmittelzuführung arbeitet.
CH337170D 1954-11-16 1955-11-14 Verfahren zum Fliesspressen von Formteilen oder Strängen und Fliesspresse zur Durchführung des Verfahrens CH337170A (de)

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