CH337192A - Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure

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CH337192A
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acrylonitrile
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Hedinger Eugen
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Lonza Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/08Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from nitriles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure
Es ist bekannt, dass man Acrylsäure durch Verseifen von Acrylnitril herstellen kann. Den bekannten Verfahren haftet jedoch der grosse Nachteil an, dass die Acrylsäure nur sehr verlustreich aus dem Verseifungsgemisch aufgearbeitet werden kann, weil die Acrylsäure ausserordentlich leicht polymerisiert. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wurde vorgeschlagen, die wässrige Acrylsäure auszusalzen. Ein solches Verfahren ist aber nur wirtschaftlich durchführbar, wenn die Säurekonzentration mindestens   40 0/o    beträgt. Auch die vorgeschlagenen Extraktionsverfahren der Acrylsäure mit Lösungsmitteln haben unbefriedigende Resultate ergeben.



   Es wurde nun ein Verfahren gefunden,   gemäss    welchem man auf einfache Weise eine hochprozentige Acrylsäure herstellen kann.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure besteht darin, dass das Acrylnitril mit Wasser und Schwefelsäure unter Erhitzen verseift und das entstandene Reaktionsgemisch zwecks Abtrennung der Acrylsäure einer Destillation im Vakuum unterworfen wird.



   Das Acrylnitril wird vorzugsweise mit stöchiometrischen Mengen Wasser und Schwefelsäure vermischt und auf   1001400 C    erwärmt. Das bei der Verseifung entstehende Ammoniak wird durch die Schwefelsäure als Ammoniumbisulfat gebunden. Das Verseifungsgemisch wird nun vorzugsweise bei einem Druck von 10-30 mm Hg auf   145-200"    C erhitzt, die so entstehenden Dämpfe werden bei gleichem Druck auf   50-55"    C abgekühlt und die Acrylsäure wird durch fraktionierte Destillation abgeschieden und hierauf kondensiert.



   Die so gewonnene Acrylsäure weist einen Reinheitsgrad von mindestens 95    /o    auf und kann durch weitere Destillation praktisch rein dargestellt werden, ohne dass eine wesentliche Einbusse an Ausbeute in Kauf zu nehmen ist. Das Verfahren kann entweder chargenweise oder kontinuierlich ausgeführt werden.



   Beispiel
In einem mit Rührwerk, einem Einleitungsstutzen, einer Kolonne mit Dephlegmator, gefüllt mit Kupferspiralen, versehenen Kolben, wurden 1 Mol Schwefelsäure und 2 Mol Wasser vermischt. Als Stabilisator wurden 0,4 g Hydrochinon zugegeben und bei 110 bis   1200    1 Mol Acrylsäurenitril während 2 Stunden zugetropft. Alsdann wurde noch während 4 Stunden auf   140     erhitzt und anschliessend auf 20 mm Hg evakuiert. Bei einer Blasentemperatur von   145-200"    und einer Kolonnentemperatur von   50-55"    wurde die rohe, gasförmige Acrylsäure abdestilliert und die Bisulfatschmelze heiss abgelassen. Die rohe   968/obige    Acrylsäure wurde in derselben Apparatur bei einem Druck unter 20 mm Hg bei leichtem Rückfluss fraktioniert.

   Die Ausbeute an 99,2   Olcuiger    Acrylsäure betrug 58 g, entsprechend   800/o    der Theorie. Smp.   12,9,      d 20" 1,0507, n2DO 1,4198.     



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure durch Verseifung von Acrylnitril mit Wasser und Schwefelsäure unter Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Abtrennung der Acrylsäure das erhaltene Reaktionsgemisch einer Destillation im Vakuum unterwirft. UNTERANSPRUCH
Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktionsgemisch bei einem Druck von 10-30 mm Hg auf   145-200"C    erhitzt, das dabei entweichende Gasgemisch bei gleichem Druck auf   50-55"    C abkühlt und die Acrylsäure durch fraktionierte Destillation abscheidet und hierauf kondensiert. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure Es ist bekannt, dass man Acrylsäure durch Verseifen von Acrylnitril herstellen kann. Den bekannten Verfahren haftet jedoch der grosse Nachteil an, dass die Acrylsäure nur sehr verlustreich aus dem Verseifungsgemisch aufgearbeitet werden kann, weil die Acrylsäure ausserordentlich leicht polymerisiert. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wurde vorgeschlagen, die wässrige Acrylsäure auszusalzen. Ein solches Verfahren ist aber nur wirtschaftlich durchführbar, wenn die Säurekonzentration mindestens 40 0/o beträgt. Auch die vorgeschlagenen Extraktionsverfahren der Acrylsäure mit Lösungsmitteln haben unbefriedigende Resultate ergeben.
    Es wurde nun ein Verfahren gefunden, gemäss welchem man auf einfache Weise eine hochprozentige Acrylsäure herstellen kann.
    Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure besteht darin, dass das Acrylnitril mit Wasser und Schwefelsäure unter Erhitzen verseift und das entstandene Reaktionsgemisch zwecks Abtrennung der Acrylsäure einer Destillation im Vakuum unterworfen wird.
    Das Acrylnitril wird vorzugsweise mit stöchiometrischen Mengen Wasser und Schwefelsäure vermischt und auf 1001400 C erwärmt. Das bei der Verseifung entstehende Ammoniak wird durch die Schwefelsäure als Ammoniumbisulfat gebunden. Das Verseifungsgemisch wird nun vorzugsweise bei einem Druck von 10-30 mm Hg auf 145-200" C erhitzt, die so entstehenden Dämpfe werden bei gleichem Druck auf 50-55" C abgekühlt und die Acrylsäure wird durch fraktionierte Destillation abgeschieden und hierauf kondensiert.
    Die so gewonnene Acrylsäure weist einen Reinheitsgrad von mindestens 95 /o auf und kann durch weitere Destillation praktisch rein dargestellt werden, ohne dass eine wesentliche Einbusse an Ausbeute in Kauf zu nehmen ist. Das Verfahren kann entweder chargenweise oder kontinuierlich ausgeführt werden.
    Beispiel In einem mit Rührwerk, einem Einleitungsstutzen, einer Kolonne mit Dephlegmator, gefüllt mit Kupferspiralen, versehenen Kolben, wurden 1 Mol Schwefelsäure und 2 Mol Wasser vermischt. Als Stabilisator wurden 0,4 g Hydrochinon zugegeben und bei 110 bis 1200 1 Mol Acrylsäurenitril während 2 Stunden zugetropft. Alsdann wurde noch während 4 Stunden auf 140 erhitzt und anschliessend auf 20 mm Hg evakuiert. Bei einer Blasentemperatur von 145-200" und einer Kolonnentemperatur von 50-55" wurde die rohe, gasförmige Acrylsäure abdestilliert und die Bisulfatschmelze heiss abgelassen. Die rohe 968/obige Acrylsäure wurde in derselben Apparatur bei einem Druck unter 20 mm Hg bei leichtem Rückfluss fraktioniert.
    Die Ausbeute an 99,2 Olcuiger Acrylsäure betrug 58 g, entsprechend 800/o der Theorie. Smp. 12,9, d 20" 1,0507, n2DO 1,4198.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure durch Verseifung von Acrylnitril mit Wasser und Schwefelsäure unter Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Abtrennung der Acrylsäure das erhaltene Reaktionsgemisch einer Destillation im Vakuum unterwirft. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktionsgemisch bei einem Druck von 10-30 mm Hg auf 145-200"C erhitzt, das dabei entweichende Gasgemisch bei gleichem Druck auf 50-55" C abkühlt und die Acrylsäure durch fraktionierte Destillation abscheidet und hierauf kondensiert.
CH337192D 1955-10-06 1955-10-06 Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure CH337192A (de)

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