CH337562A - Verfahren zum Entgasen schmelzflüssiger Metalle - Google Patents
Verfahren zum Entgasen schmelzflüssiger MetalleInfo
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Description
Verfahren zum Entgasen schmelzflüssiger Metalle Es ist bekannt, Metalle, Legierungen und Stahl in Vakuumofen zu erschmelzen und dabei ein Er zeugnis mit niedrigem Gehalt an Gasen zu erhalten. Dies ist im wesentlichen eine Folge der Tatsache, dass mit Hilfe eines Vakuums von Anbeginn des Schmelzens verhindert wird, dass schädliche Gase vom Schmelzbad aufgenommen werden. Da dieser Ofen ganz unter Vakuum stehen muss, ist die An wendung von festen, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen für das Schmelzen ausgeschlossen; man ist vielmehr darauf angewiesen, elektrische Energie anzuwenden. Grosse elektrisch betriebene Stahl schmelzöfen von vielen Tonnen Fassungsvermögen als Vakuumofen zu bauen, ist zur Zeit noch nicht durchführbar.
Hierbei wären auch die hohen Ge stehungskosten eines derartig erschmolzenen Stahls wirtschaftlich schwer tragbar.
Mit Rücksicht auf diese Schwierigkeiten sind Verfahren entwickelt worden mit dem Ziel, in üblicher Weise, jedoch ohne Anwendung von Unter druck, insbesondere in Schmelzöfen grossen Fassungs vermögens, erschmolzene Stähle nachträglich zu ent gasen. Dabei ist auch vorgeschlagen worden, eine Entgasung im wesentlichen dadurch herbeizuführen, dass das Metall in einem oder mehreren Giessstrahlen einen Unterdruckraum durchläuft.
Es wurde nun gefunden, dass die Entgasung ins besondere von Stählen, die ohne Anwendung von Vakuum erschmolzen sind und sich in einem für das Vorgiessen fertigen Zustand befinden, ausser ordentlich gefördert wird, wenn man gemäss dem Verfahren nach der Erfindung dafür sorgt, dass der in einen Unterdruckraum einfliessende Giessstrahl durch das Vakuum, die Durchflussmenge und den ferrostatischen Druck der Flüssigkeitssäule oberhalb der Eingiessöffnung in einzelne Tröpfchen von der Grössenordnung von 10 bis 10-3 mm aufgelöst wird.
Die vorliegenden praktischen Ergebnisse deuten dar auf hin, dass bei Überschreitung der Tropfengrösse von etwa 10 mm die Diffusion der im Schmelzfluss befindlichen Gase noch stark behindert wird, wäh rend bei einer starken Unterschreitung der Tröpf- chengrösse von 10-3 mm die Oberflächenspannung so gross wird, dass eine praktisch wirkungsvolle Gas abgabe unmöglich gemacht ist.
Beim Einfliessenlassen in den Unterdruck ist es zweckmässig, die Einfliessöffnung (die Pfannendüse) mit einer Weite zu wählen, die zwischen etwa 25 und 70 mm Durchmesser liegt und den zugehörigen Un terdruck im Bereich von etwa 30 bis 0,1 Torr zu wählen. Bei Stahlsorten, die üblicherweise einen be sonders hohen Gasgehalt besitzen, wie unberuhigter oder schwach beruhigter Stahl, wird man die Torr- werte im obern Teil des angegebenen Bereiches wäh len, während bei beruhigten Stahlsorten mit kleinen Torrwerten gearbeitet werden soll.
Der gasreichere Stahl sollte aus weiteren Düsen, der gasarme Stahl jedoch aus engeren Düsen vergossen werden. Weiter hin wird zweckmässig die Stahlsäule über der Ein flussöffnung (der Pfannendüse) mindestens 300 mm hoch gewählt. Diese Faktoren ergeben bei richtiger Auswahl eine Aufteilung des in den Unterdruck ein fallenden Strahls in Tröpfchen von der Grössenord nung 10 bis 10-3 mm. Die richtig getroffene Aus wahl der Faktoren kann auf die Weise kontrolliert werden, dass der Einfliessvorgang mit hoher Bildfolge (z. B. 7000 Aufnahmen je Sekunde) photographiert wird, so dass auf den Filmbildern die absolute Tröpf- chengrösse ausgemessen werden kann.
Es ist so möglich, die Entgasung, insbesondere bei Stählen, in kurzer Zeit in bisher unerreichtem Umfange durchzuführen. Das Verfahren kann auf metallische Schmelzen aus Stahl oder Stahllegierungen, aber auch auf Kup ferschmelzen angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Entgasung schmelzflüssiger Me talle, die ohne Anwendung von Vakuum erschmol zen sind und sich in einem für das Vergiessen fertigen Zustand befinden, dadurch gekennzeichnet, dass der in einen Unterdruckraum in freien Fall einfliessende Giessstrahl durch das Vakuum, die Durchflussmenge und den ferrostatischen Druck der Flüssigkeitssäule des Schmelzbades oberhalb der Eingiessöffnung in einzelne Tröpfchen von der Grössenordnung 10 bis 10-33 mm aufgelöst wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Unterdrücke im Bereich von 30 bis 0,1 Torr angewendet werden. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Eingiessöffnung eine Weite von 25 bis 70 mm Durchmesser besitzt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, zur Ent gasung von Stahl, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlsäule über der Einfliessöffnung mindestens 300 mm beträgt.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE337562X | 1954-12-17 | ||
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|---|---|
| CH337562A true CH337562A (de) | 1959-04-15 |
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ID=25756535
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| CH337562D CH337562A (de) | 1954-12-17 | 1955-12-17 | Verfahren zum Entgasen schmelzflüssiger Metalle |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH337562A (de) |
-
1955
- 1955-12-17 CH CH337562D patent/CH337562A/de unknown
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