CH337586A - Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise in Abhängigkeit von einer Temperatur - Google Patents
Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise in Abhängigkeit von einer TemperaturInfo
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Description
Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreise in Abhängigkeit von einer Temperatur Es ist bekannt, die Verstärkereigenschaft der Transistoren für zahlreiche Zwecke der Steuer- und Regeltechnik anzuwenden. Wie beispielsweise bei den Flektronenröhren beruht diese Verstärkereigenschaft auf dem besonderen Verlauf der Kennlinien des Transistors, das heisst auf dem bei verschiedenen Steuerspannungen unterschiedlichen Verhältnis der gesteuerten Spannung zum gesteuerten Strom, bei spielsweise der Kollektorspannung zum Kollektor strom. Derartige bekannte Kennlinien für Flächen transistoren in emittergeerdeter Schaltung zeigt bei spielsweise Fig. 1.
Es ist die Abhängigkeit des Kollek- torstromes 1, von der Kollektorspannung U,, darge stellt. Bei verschiedenen Basisströmen als Parameter ergeben sich die in der Zeichnung dargestellten Kennlinien, und zwar die Kurve A für einen Basis strom von<I>50</I> ,uA, die Kurve<I>B</I> für 100 ,uA und die Kurve C für 150 ctA. Diese Kennlinien gelten, so lange der Stromverstärkungsfaktor y kleiner als 1 ist.
Dabei sei unter dem Stromverstärkungsfaktor das Verhältnis j\" , das heisst das Verhältnis des Kollek- IQ torstromes zum Emitterstrom verstanden. Eingehende Versuche haben gezeigt, dass bei Er wärmung des Transistors und Überschreiten einer bestimmten Grenztemperatur der Stromverstärkungs- faktor y auf Werte grösser als 1 ansteigt. Dadurch verändern sich die in Fig. 1 dargestellten Kennlinien in der Weise, dass für sämtliche Basisströme die in Fig. 2 dargestellte Kurve D gilt.
Die Erfindung ermöglicht die technische Auswer tung dieser obigen Erkenntnis und besteht in der Verwendung eines Transistors als temperaturabhän giges Schaltorgan. Dies kann dadurch erreicht wer den, dass bei dem Transistor Lastwiderstand, Kollek- torspannung und Steuerstrom derart bemessen wer- den, dass der Transistor in Abhängigkeit von der Temperatur zwei Arbeitspunkte aufweist.
Anhand der Fig. 3 sei die Wirkungsweise eines Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es ist wiederum die Abhängigkeit des Kollektor stromes 1, von der Kollektorspannung U, eines Transistors in emittergeerdeter Schaltung dargestellt. Dabei möge E die Arbeitsgerade des an den Tran sistor angeschlossenen Lastwiderstandes darstellen. Der Schnittpunkt F zwischen den Kennlinien E und A stellt dann den Arbeitspunkt dar. Bei Erwärmung des Transistors über die zulässige Grenztemperatur klappt die Kennlinie<I>A</I> in die Lage der Kennlinie<I>D</I> um.
Damit wandert der Arbeitspunkt längs der Wider standskennlinie E vom Punkt F zu dem Punkt G. Hiermit ist aber eine weitgehende Änderung der Transistorkennwerte verbunden, so dass es beispiels weise möglich ist, durch überwachung der Kollektor spannung oder des Kollektorstromes das überschrei ten einer vorbestimmten Temperatur anzuzeigen.
Weiterhin kann die Änderung der Kollektorspannung bzw. des Kollektorstromes dazu verwendet werden, bei einer gegebenen Temperatur einen Stromkreis zu schalten, beispielsweise den Heizstromkreis eines elektrischen Wärmegerätes, um die Temperatur dieses Wärmegerätes konstant zu halten. Dabei hat die Ver wendung eines Transistors als temperaturabhängiges Schaltorgan, beispielsweise anstelle der bisher ver wendeten Bimetallschalter, den erheblichen Vorteil, dass die Schaltung funkenfrei erfolgt, so dass z. B.
die lästigen Rundfunkstörungen beim Schalten selbst regelnder elektrischer Wärmegeräte fortfallen, die Verwendung in explosionsgefährdeten Räumen ohne besondere Kapselung möglich ist, keine Kontaktab nutzung erfolgt usw.
Im übrigen kann die Schaltung des Transistors so ausgebildet sein, dass die für den zweiten Arbeits- punkt erforderliche höhere Temperatur des Transistors durch den zu verstärkenden Strom hervorgerufen wird. Anhand der Fig. 4 sei dieser Vorgang näher erläutert. Es sind wiederum die Kennlinien<I>A, D</I> und E mit den Arbeitspunkten F und G dargestellt. Ausserdem ist eine Kurve H eingetragen, welche die Leistungshyperbel des Transistors sein möge und die Grenze derjenigen Leistung angibt, bis zu der der Transistor belastet werden kann, ohne dass eine un zulässig hohe Erwärmung eintritt.
Wird nun, wie in Fig. 4 dargestellt, die Schaltung so ausgebildet, dass der sich bei der niedrigeren Temperatur einstellende Arbeitspunkt F des Transistors oberhalb, der sich bei der höheren Temperatur einstellende Arbeitspunkt G dagegen unterhalb der Leistungshyperbel des Transistors befindet, so wird sich der Transistor beim Arbeiten an dem Punkt F unzulässig hoch erwärmen, das heisst, er wird die Grenztemperatur überschreiten, so dass mit dem Umklappen der Kennlinie A in den Verlauf der Kennlinie D der Arbeitspunkt sich von F nach G verlagert. An dieser Stelle ist jedoch die Grenzleistung nicht mehr überschritten, so dass sich der Transistor wieder abkühlt. Beim Unterschreiten der Grenztemperatur springt der Arbeitspunkt von G nach F zurück.
Hier erwärmt sich der Transistor wieder, so dass auf diese Weise ein ständiger Wechsel des Arbeitspunktes zwischen den Punkten F und G eintritt. Man erhält also ein elektrothermisches Kip pen des Transistors und damit des von diesem Tran sistor gesteuerten Stromkreises mit einer Frequenz, deren Höhe u. a. von der Lage der Punkte F und G abhängig ist, das heisst also, von der Arbeitsgerade des an den Transistor angeschlossenen Lastwider standes. Dabei ist selbstverständlich nicht nur der eigentliche Lastwiderstand als solcher zu berücksich tigen, sondern der gesamte, in dem Belastungsstrom kreis des Transistors liegende Ohmsche Widerstand.
Weiterhin ist aber auch die Kippfrequenz abhän gig von der Wärmekapazität des Transistors. Wird also anderseits die Heizzeit am Arbeitspunkt F sowie die Kipptemperatur des Transistors bestimmt, so lässt sich auf diese Weise ohne besondere Schwierigkeit die Wärmekapazität des Transistors mit verhältnis mässig grosser Genauigkeit bestimmen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben beschriebenen Anwendungsbeispiele. Sie ist überall da zu verwenden, wo beispielsweise in Abhängigkeit von einer Temperatur ein Schaltvorgang ausgelöst werden soll. Weiterhin lässt sie sich, wie bereits oben beschrieben, zur Erzeugung von Kippschwingungen verwenden, welche beispielsweise bei Warnanlagen, für Blinklichter und dergleichen, geeignet sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Schalten elektrischer Stromkreis in Abhängigkeit von einer Temperatur, dadurch ge kennzeichnet, dass als temperaturabhängiges Schalt organ in dem zu schaltenden Stromkreis ein Tran sistor angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung zum Schalten elektrischer Strom kreise nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass Lastwiderstand, Arbeits- und Steuerspan nung des Transistors derart bemessen sind, dass die Schaltung in Abhängigkeit von der Temperatur zwei Arbeitspunkte aufweist. 2.Einrichtung zum Schalten elektrischer Strom kreise nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Schaltelemente derart bemessen sind, dass die für den zweiten Arbeitspunkt erforderliche Temperatur des Transistors durch des sen eigene Erwärmung durch den Laststrom hervor gerufen wird. 3. Einrichtung zum Schalten elektrischer Strom kreise nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich bei der niedri geren Temperatur einstellende Arbeitspunkt des Transistors oberhalb und der sich bei der höheren Temperatur einstellende Arbeitspunkt unterhalb der Leistungshyperbel des Transistors liegt, so dass selbst tätige elektrothermische Kippschwingungen entstehen.
Applications Claiming Priority (2)
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Country Status (3)
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