CH337603A - Nadel zur Herstellung von Maschenware - Google Patents
Nadel zur Herstellung von MaschenwareInfo
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Description
Nadel zur Herstellung von Maschenware Die Erfindung bezieht sich auf Nadeln zur Her stellung von Maschenware mit mindestens zwei rela tiv zueinander beweglichen Teilen, so z. B. Zungen nadeln und Hakennadeln mit Schliessklappen (Klapp zungen bzw. federnden Haken), wie man sie üblicher weise an Strick- und Wirkmaschinen, Kuliermaschinen und zum Wiederaufnehmen von Maschen benützt.
Die Zungennadel wurde schon vor etwa 100 Jahren erfunden, aber sie weist bis heute noch den Nachteil auf, dass sie sich beim Arbeitsvorgang nicht immer sicher öffnet oder schliesst, da die Zunge einer ein fachen Zungennadel nicht ein zwangläufig gesteuer tes Schaltelement wie z. B. ein nockengesteuerter Schieber ist. Ferner bestehen die meist verwendeten Zungennadeln noch ganz aus gleichem Material, nämlich aus verhältnismässig leicht rostendem, magnetischem Stahl.
Bei Strickmaschinen müssen sich die Zungen nadeln äusserst exakt und mit hoher Geschwindigkeit und ausserdem noch mit kleinen Kräften öffnen oder schliessen lassen, da sonst Strickfehler, sogenannte Fall maschen, entstehen. Ausserdem soll die Stellung jeder Zunge auf den ersten Blick leicht erkennbar sein.
Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass sich eine Zungennadel während des Betriebes nicht mehr leicht öffnet oder schliesst. Neben Verschmutzung, Einklemmen von Wollfasern in die Zungenlager kann auch der remanente Magnetismus in einer Nadel bewirken, dass die für die Betätigung der Nadelzunge nötige Kraft sehr gross sein muss.
Gegen das Verschmutzen der Zungennadeln durch Wollfasern wurde schon vorgeschlagen, den Schlitz, in dem die Zunge der Zungennadel gelagert ist, zu verbreitern und auf der von der Arbeitsseite abgewendeten Seite zu erweitern, wie das in der deutschen Patentschrift Nr. 586678 beschrieben ist. Dies ermöglicht eine weitgehende Selbstreinigung der Zungenlager. Diese Massnahme verhindert natür lich nicht das durch remanenten Magnetismus ver ursachte Kleben der Nadelzungen in einer Endlage.
Die Gefahr, dass remanenter Magnetismus das einwandfreie (Offnen und Schliessen der Nadeln ver hindert; nimmt mit der zunehmenden Verwendung von magnetischen Haltevorrichtungen, Spannplatten, magnetischen Separatoren und Werkzeugen in der Fabrikationstechnik immer mehr zu. Weil sowohl im Textilbetrieb als auch in den Haushaltungen magnetische Fixiervorrichtungen und im Haushalt zudem magnetische Kinderspielzeuge immer grössere Verbreitung finden, nimmt auch am Gebrauchsort der Haushaltstrickapparate die Gefahr der unbeab sichtigten Magnetisierung von Zungennadeln zu.
Daher genügt es nicht mehr, die Zungennadeln vor dem Einbau zu entmagnetisieren, da sie später beim Gebrauch zufällig wieder magnetisiert werden können.
Um dies zu verhindern, könnte man die ganze Nadel aus nichtmagnetischem Stahl oder extrem magnetisch weichem Eisen anfertigen. Herstellungs art und Preis verhindern jedoch einerseits die Ver wendung von nichtrostendem Stahl. Anderseits hat magnetisch weiches Eisen ungünstige Festigkeits eigenschaften.
Ähnliche Folgen hat die Magnetisierbarkeit auch bei andern zur Herstellung von Maschenware dienen den Nadeln, z. B. Hakennadeln.
Bei der erfindungsgemässen Nadel soll das An- einanderkleben der beiden relativ zueinander beweg lichen Teile infolge magnetischer Einflüsse dadurch verhindert werden, dass diese beiden Teile minde stens teilweise aus verschiedenem Material bestehen, derart, dass mindestens einer dieser Teile mindestens dort, wo er im Verlauf des Maschenbildungsprozesses den andern Teil zeitweise berührt, aus nichtmagneti- sierbarem Material besteht. Man kann nun einen der beiden Teile ganz aus nicht magnetisierbarem Material herstellen, so z. B.
bei einer Zungennadel die Zunge aus Beryllium bronze oder den andern, das heisst grösseren Teil, also den Schaft, aus einem Kunststoff.
Die beiliegende Zeichnung zeigt den vordern Teil von zwei als Zungennadeln ausgebildeten Ausfüh rungsformen der Erfindung, in teilweise geschnittener Seitenansicht.
Die Fig. 1 zeigt eine Zungennadel, bei welcher die Zunge durch das Strickgut geöffnet und geschlos sen wird.
Die Fig. 2 zeigt eine Zungennadel, deren Zunge zwangläufig geöffnet und geschlossen wird.
An dem mit 1 bezeichneten Nadelschaft des ersten, in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbei spiels ist die Zunge 2 mittels einer Achse 3 drehbar befestigt.
Die Zunge 2 wird bei der Hin- und Herbewegung der Nadel durch das Strickgut geöffnet und geschlos sen, wie das bekannt ist. Der Schaft 1 kann nun bei spielsweise aus Stahl bestehen und die Zunge 2 aus Berylliumbronze. Man könnte auch den Schaft 1 oder mindestens sein vorderes Ende aus einem nicht- magnetisierbaren Material, z. B. Berylliumbronze, oder einem Kunststoff verfertigen und die Zunge 2 aus Stahl.
Auch mit einem Kunststoffüberzug der Schaftspitze oder einem überzug aus einem andern nichtmagnetisierbaren Material liesse sich der Zweck der Erfindung erreichen.
Die Fig. 2 zeigt eine Zungennadel, die einen Schaft 4, eine um eine Achse 5 drehbare Zunge 6 und eine Feder 7 aufweist. Die Zunge 6 weist eine Nase 8 und einen Nocken 9 auf, die die zwangläufige Einstellung der Zunge je nach der Stellung der Nadel relativ zum Nadelbett 10 bewirken. Auch hier muss mindestens der Schaft 4 oder die Zunge 6 ganz oder teilweise aus nichtmagnetisierbarem Material be stehen, und zwar derart, dass die Zunge 6 nicht durch die magnetische Remanenz am Schaft 4 kleben bleiben kann.
Bei den Ausführungsbeispielen werden die Nach teile des remanenten Magnetismus ausgeschaltet, ohne dass dadurch eine nennenswerte Erhöhung der Herstellungs- und Materialkosten eintritt. Die nicht magnetische Zunge 2, 6 erhöht nämlich die Her stellungskosten nicht, da der Rohstoffbedarf aus edlerem Material äusserst gering ist. Es lassen sich ohne weiteres Materialien finden, die sich sogar leichter als Stahl bearbeiten lassen, so z. B. die be reits genannte Berylliumbronze.
Weiterhin hat man den wesentlichen Vorteil, dass man durch Wahl eines geeigneten Materials oder einer entsprechenden Oberflächenbehandlung einen drastischen Farbunterschied zwischen Zunge 2, 6 und Schaft 1, 4 erhalten kann, damit man von Auge viel leichter feststellen kann, ob alle Nadeln geöffnet sind oder nicht. Ferner kann die Verwendung von nichtmagnetischem Material den Vorteil des teilwei sen Rostschutzes der Zungennadeln bringen, denn es gibt Materialien, z. B. die Berylliumbronze, die sowohl leichter zu bearbeiten als auch schwerer oxy- dierbar sind und dazu noch gute mechanische Eigen schaften besitzen. Zudem unterscheidet sich eine so verbesserte Nadel in der Arbeitsweise nicht von den üblichen Nadeln.
Sie weist die bisherigen Festigkeits eigenschaften auf und, was sehr wichtig ist, es kön nen zu ihrer Herstellung die bis jetzt gewonnenen Erfahrungen weiter verwendet werden.
Es ist natürlich klar, dass die Elimination der oft bedeutenden Kräfte, die durch remanenten Magnetis mus entstehen können, nicht nur bei Zungennadeln zweckmässig ist, sondern auch bei andern Nadeln mit mindestens zwei relativ zueinander beweglichen Teilen, so z. B. bei Röhrennadeln nach dem DRP. Nr.355757 oder Nr. 867575 oder bei Nadeln mit zwangläufig gesteuerten Zungen, weil dadurch die Lebensdauer der Einzelteile vergrössert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Nadel zur Herstellung von Maschenware, mit mindestens zwei relativ zueinander beweglichen Tei len, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung des Aneinanderklebens dieser Teile infolge magneti scher Einflüsse diese beiden Teile mindestens teil weise aus verschiedenem Material bestehen, derart, dass mindestens einer dieser Teile mindestens dort, wo er beim Maschenbildungsprozess den andern Teil zeitweise berührt, aus nichtmagnetisierbarem Mate rial besteht. UNTERANSPR'OCHE 1. Nadel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass einer der relativ zueinander beweg lichen Teile ganz aus nichtmagnetisierbarem Material besteht. 2.Nadel nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der oder die kleineren Teile aus nicht- rnagnetisierbarem Material bestehen. 3. Nadel nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der kleinere Teil eine andere Farbe aufweist als der grössere Teil. 4. Nadel nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der kleinere Teil aus schwer oxydier- barem Material besteht. 5. Nadel nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der kleinere Teil aus Berylliumbronze besteht. 6.Nadel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der grössere der beiden relativ zuein ander beweglichen Teile mindestens teilweise aus nichtmagnetisierbarem Material besteht. 7. Nadel nach Unteranspruch 6, mit mindestens einer Klappzunge, dadurch gekennzeichnet, dass die andern Teile dort, wo das freie Ende der Zunge an liegt, aus nichtmagnetisierbarem Material bestehen.
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