CH337788A - Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes

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CH337788A
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Reinhard Dr Straumann
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Reinhard Dr Straumann
Straumann Fritz
Krueger Gustav Dr
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    • G04B17/00Mechanisms for stabilising frequency
    • G04B17/20Compensation of mechanisms for stabilising frequency
    • G04B17/22Compensation of mechanisms for stabilising frequency for the effect of variations of temperature
    • G04B17/227Compensation of mechanisms for stabilising frequency for the effect of variations of temperature composition and manufacture of the material used

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes Ein federndes Schwingsystem weist mindesten ein Feder-Element auf. Dazu können weitere Federelemente sowie mitschwingende Massen kommen, die selbst keine Feder-Eigenschaften aufweisen. Ein    thermokompensiertes   Schwingsystem ist ein Schwingsystem, dessen    Frequenz   zumindest    in   einem begrenzten Temperaturbereich von Temperaturänderungen unabhängig ist.

   Diese Temperatur-Kompensation wurde zum Beispiel früher bei den aus einer Unruhe und einer Spiralfeder bestehenden Schwingsystemen für Uhren dadurch erreicht, dass man die Unruhe aus einem aufgeschnittenen    Bimetallring   herstellte, der so ausgebildet war, dass der Einfluss der durch Temperaturänderungen    bedingten   Änderung des Trägheitsmomentes den    Einfluss   der durch Temperatur- änderungen bedingten Änderungen des    Elastizitäts-      moduls   der Spiralfeder kompensierte.

   Später wurden selbstkompensierende    Schwingfedern   erfunden, das heisst Schwingfedern, deren Eigenfrequenz mindestens in einem beschränkten    Arbeitstemperaturbereich   von Temperaturänderungen mehr oder weniger unabhängig ist, was zur Folge hat, dass auf die komplizierte Ausgestaltung der Unruhe verzichtet werden konnte. Diese selbstkompensierenden    Schwingfedern   wurden ausnahmslos aus    Eisen-Nickel-Legierungen   hergestellt mit Nickelgehalten von 20-50     /o.   Sie haben alle den Nachteil, dass sie infolge ihrer komplexen Zusammensetzung sehr schwer reproduzierbar sind und in dieser Beziehung in ihrer Herstellung immer wieder Schwierigkeiten bereiten.

   Auch bestand je nach dem Eisengehalt immer wieder Neigung zum Rosten oder zu starker Magnetempfindlichkeit, was besonders bei Schwingfedern für Uhren unerwünscht ist. Es ist nun gelungen, eisenfreie    bzw.   eisenarme Legierungen herzustellen mit der Lage des    Curie-Punktes   zwischen 0 und    -f-   200  C. Unter einer eisenarmen Legierung wird in diesem Zusammenhang eine Legierung verstanden, bei welcher    die      Nicht-Eisen-Bestandteile      mindestens      75      %      aus-      machen.   Diese Legierungen haben den Vorteil, einfach in ihrer Zusammensetzung und leichter    repro-      duzierbar   zu sein.

   Bekannterweise müssen diese Legierungen leichten    Ferromagnetismus   aufweisen und der Relation genügen: 
 EMI1.27 
 
 EMI1.28 
 
<tb> wo <SEP> = <SEP> thermoelastischer <SEP> Koeffizient, <SEP> thermoelastischer <SEP> Koeffizient <SEP> bei <SEP> magnetischer <SEP> Sättigung,
<tb> c <SEP> = <SEP> Materialkonstante,
<tb> 6i <SEP> = <SEP> Summe <SEP> der <SEP> innern <SEP> Spannungen, 
 = Temperaturgradient der    Magnetostriktion   
 EMI1.30 
    2""   das heisst der relativen Verlängerung bei magnetischer Sättigung ist. 



  kann null sein oder gewollte kleine positive oder negative Werte haben.    E"   liegt zwischen 15 000 und 22 000    kg/mm2,   
 EMI1.34 
 zwischen 1 X 10-s und 40 X 10-8 Grad-',    ssi   kann zwischen 1 und 30    kg/mm2   liegen und    17"   von der Grössenordnung 4    -10-4   Grad-' sein. Bei richtiger Kombination dieser Werte wird der    Absolutwert   von    q   sehr klein, d. h. kleiner als bei Stahl (2. 10-4 Grad-') oder null, das Vorzeichen von    n   kann positiv oder negativ sein. 



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes für    thermokompensierte   Schwingsysteme, das dadurch gekennzeichnet ist, dass    man      eine      mindestens      75      %      Nichteisenbestandteile   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 enthaltende    ferromagnetische   Legierung, deren    thermoelastischer      Koeffizient   der vorgenannten Relation 
 EMI2.4 
 genügt, wobei E" zwischen 15 000    kg/mm2   und 22000    kg/mm2   und 
 EMI2.7 
 zwischen 1    #      10-a   Grad-' und 40 .

      10-a   Grad-' liegt, zum Federelement verarbeitet und    ai   so anpasst, dass der    Absolutwert   von    7l   sehr klein wird. 



  Eine Legierung, die diese Bedingungen erfüllt, enthält in der Regel ein    ferromagnetisches   Grundmetall, z. B. Nickel, mit Zusätzen von nichtmagnetischen Metallen, wie Chrom,    Molybdän,   Mangan, Silizium,    Vanadium,   Kupfer usw., die mit dem Grundmetall Mischkristalle bilden. Es wird zweckmässig ein aushärtendes Element oder auch mehrere    zulegiert,   wie Beryllium, Titan,    Niob   usw.

   Der Wert von    6i   kann durch folgende Mittel einzeln oder kombiniert (vorwiegend nach dem Glühen) so dosiert werden, dass    17   = 0 wird oder jeden gewünschten kleinen Wert annimmt: 1. durch Überlagerung einer äussern Zu- oder Druckspannung; 2. durch Überlagerung eines Magnetfeldes; 3. durch Kaltverformung; 4. durch Ausscheidungshärtung, das heisst eine Wärmebehandlung zur Ausscheidung einer    zule-      gierten,   aushärtenden Komponente aus übersättigten Mischkristallen; 5. durch Ordnungsvorgänge (Bildung einer Überstruktur als Folge einer Wärmebehandlung); 6. durch zweckmässige Abkühlungsgeschwindigkeit; 7. durch    Umklappvorgänge   im Gitter, z. B.    Martensitbildung.   



  Die Erfindung betrifft des weitern ein nach diesem Verfahren hergestelltes Federelement, bei welchem es sich um eine Spiralfeder, z. B. für eine Uhr, oder um einen Rund- oder Flach-Draht für ein Torsionspendel oder um ein Federelement irgendeiner Form (z. B. einer Stimmgabel) für ein Frequenznormal oder ein    Frequenzfilter   handeln kann. 



  Eine Legierung, die den vorgenannten Bedingungen entspricht, ist z. B. eine Legierung, die, wie bereits erwähnt, als Grundmetall Ni enthält, dem    dann      bis      zu   3    %      Be      und      bis      zu      12,1/o      Cr      zulegiert      sind,      also      z.      B.      eine      Legierung      mit      95      %      Nickel,      2,1      %      Be      und      2,

  9      0/0      Cr.      Wenn      die      Legierung      in   Drahtform vorliegt und der Draht bei einer Temperatur von etwa 1100  C homogenisiert und abgeschreckt ist, so können ausser c auch    27",   E" und 
 EMI2.59 
 in erster Näherung als Materialkonstanten betrachtet werden, während sich    ssi   durch die vorgenannten Mittel stark beeinflussen und so gestalten lässt, dass    #i   sehr klein, positiv oder negativ wird, je nach dem für das Federelement gewünschten Wert. So lässt sich z.

   B. durch eine Kaltverformung von über 90 0/0 und anschliessende Wärmebehandlung (Aushärtung) von 20 Minuten bei 500  C bei dieser eisenfreien Legierung der    thermoelastische   Koeffizient q im Tem-    peraturbereich   von 0 bis    -E-   40" C auf den kleinen Wert von 15 . 10-0 Grad-' bringen. 



  Aus Messungen ergeben sich für das beschriebene Beispiel folgende Werte: 
 EMI2.65 
 Die Anpassung von    6i   erfolgt hier also durch Kaltverformung, die innere Spannungen zur Folge hat, sowie durch Ausscheidungshärtung bei der nachträglichen Wärmebehandlung der    zulegierten   aushärtenden Komponente. Die Anpassung könnte aber auch durch Überlagerung äusserer Zug- oder Druckspannungen oder durch Ordnungsvorgänge (Überstrukturbildung) als Folge geeigneter Wärmebehandlung, oder durch Spannungsbildung infolge zweckmässiger Abkühlungsgeschwindigkeit, oder durch Spannungsbildung als Folge von    Umklappvorgängen   erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes für thermokompensierte Schwingsysteme, dadurch gekennzeichnet, dass man eine mindestens 75 0/0 Nichteisenbestandteile enthaltende ferromagnetische Legierung, deren thermo- elastischer Koeffizient der Relation EMI2.75 genügt, wobei E" zwischen 15 000 kg/mm2 und 22 000 kg/mm2 und EMI2.78 zwischen 1 - 10-a Grad-' und 40. 10-a Grad-' liegt, zum Federelement verarbeitet und 6i so anpasst, dass der Absolutwert von r, sehr klein wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von ssi durch Überlagerung einer äussern Druck- oder Zugspannung auf den gewünschten Wert eingestellt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von 6i durch Anlegen eines Magnetfeldes eingestellt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von ssi durch Kaltverformung angepasst wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von cii durch Ordnungsvorgänge angepasst wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von ss1 durch mittels Wärmebehandlung erzeugter Überstrukturbildung angepasst wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von ai durch mittels <Desc/Clms Page number 3> definierter Abkühlungsgeschwindigkeit bewirkter Spannungserzeugung angeglichen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von ssi durch eine mittels eines Abschreckverfahrens erzwungene Umwandlung angeglichen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse von 6i durch Ausscheidungshärtung als Folge der Zulegierung einer aushärtenden Komponente und Wärmebehandlung angepasst wird.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren nach Patentanspruch I hergestelltes Federelement, dadurch gekennzeichnet, dass der Absolutwert des thermoelastischen Koeffizienten n im Arbeitstemperaturbereich kleiner ist als 10-4 Grad-'. UNTERANSPRUCH 9. Federelement nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Legierung besteht, die als Grundmetall Ni enthält, dem bis 311/o Be und bis 12 % Cr zulegiert sind.
CH337788D 1954-02-26 1954-02-26 Verfahren zur Herstellung eines selbstkompensierenden Federelementes CH337788A (de)

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