CH337864A - Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl - Google Patents
Verfahren zur Wärmebehandlung von StahlInfo
- Publication number
- CH337864A CH337864A CH337864DA CH337864A CH 337864 A CH337864 A CH 337864A CH 337864D A CH337864D A CH 337864DA CH 337864 A CH337864 A CH 337864A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- steel
- rod
- dependent
- temperature
- heat treatment
- Prior art date
Links
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 title claims description 22
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title claims description 19
- 239000010959 steel Substances 0.000 title claims description 19
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 16
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 claims description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 4
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 8
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 2
- -1 800-1200 C Chemical class 0.000 description 1
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000997 High-speed steel Inorganic materials 0.000 description 1
- PWHULOQIROXLJO-UHFFFAOYSA-N Manganese Chemical compound [Mn] PWHULOQIROXLJO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000035508 accumulation Effects 0.000 description 1
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052804 chromium Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011651 chromium Substances 0.000 description 1
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000017525 heat dissipation Effects 0.000 description 1
- 230000007774 longterm Effects 0.000 description 1
- 229910052748 manganese Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011572 manganese Substances 0.000 description 1
- 150000001247 metal acetylides Chemical class 0.000 description 1
- 229910052710 silicon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010703 silicon Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D1/00—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
- C21D1/34—Methods of heating
- C21D1/40—Direct resistance heating
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/0004—Devices wherein the heating current flows through the material to be heated
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Description
Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Wärmebehandlung langgestreckter Stahlwerkstücke. Beispiele dafür sind Weichglühen, isotherme Umwandlungsglühungen, Diffusionsglühun- gen oder Pendelglühungen im Bereich der Umwand lungspunkte des Stahls.
Das Verfahren nach vorliegender Erfindung ge stattet es, die Erhitzung auf die Behandlungstem peratur oder eine den Behandlungstemperaturen be nachbarte Temperatur rasch vorzunehmen.
Das neue Verfahren besteht insgesamt darin, dass die Erhitzung der Stahlstücke mittels durch die Stab länge fliessenden elektrischen Stromes während min destens annähernd 20 bis 80 Sekunden erfolgt, z. B. auf Behandlungstemperaturen von 500 bis 1200 C, worauf die Stahlstücke in einen auf der Behandlungs temperatur befindlichen Ofen eingebracht und einer weiteren Behandlung unterzogen werden. Die Stähle können auch vor der Widerstandserhitzung gehärtet worden sein.
Auf diese Weise ist insbesondere die Anwendung des bisherigen unwirtschaftlichen Ver fahrens nicht mehr nötig, nämlich die Masse einer ganzen Ofenbeschickung von aussen her auf Wärm behandlungstemperaturen zu bringen und zum Bei spiel mehrere Stunden zu warten, bis auch die im Innern des auf dem Ofenherd liegenden Stabstahl- bundes befindlichen Stäbe über ihren ganzen Quer- @chnitt auf die gewünschte Wärmebehandlungstempera- tur gekommen sind, während bei den äussern Stäben bereits eine unzulässige Veränderung, z.
B. Kornver- gröberung, eingetreten sein kann. Auch spielt bei die sem neuen Verfahren die Einhaltung einer bestimm ten Wärmebehandlungstemperatur (der sog. Glüh- bzw. Haltetemperatur) und der Haltezeit keine so grosse Rolle mehr, weil diese Stäbe sehr schnell, näm lich in wenigen Sekunden, auf eine praktisch über den Querschnitt gleiche Temperatur gewünschter Höhe gebracht werden, von welcher aus anschlie ssend die eigentliche Wärmebehandlung erfolgt.
Hier bei wird, als Folge der raschen Erhitzung, ein be sonders feinkörniges Gefüge erhalten, und es tritt eine erhöhte Lösbarkeit sonst überhaupt nicht oder nur sehr schwer lösbarer Gefügebestandteile ein, auch wird durch das bei Beginn der Wärmebehandlung im Ofen bestehende feinkörnige Gefüge die Gefahr einer Überzeitung im Glühofen herabgesetzt.
Diese erhöhte Lösbarkeit sonst überhaupt nicht oder nur schwer lösbarer Gefügebestandteile macht dieses Verfahren auch besonders geeignet für die Anwendung eines Durchlaufofens, in dem die wei tere Wärmebehandlung (Weichglühen usw.) durch geführt wird.
Die Temperatur kann am Umfang des Stabes im für diese Lösungsvorgänge in Frage kommenden Temperaturbereich nicht mehr schneller ansteigen als weiter innen. Das Innere des Stabes kann beim Er wärmen infolge der Wärmeabfuhr vom Mantel des Stabes sogar in der Temperaturhöhe voreilen. Die da für anzuwendenden hohen Stromstärken können im Hinblick auf den jeweiligen Querschnitt im Einzel falle leicht ermittelt werden. Es ist zu empfehlen, den Strom insbesondere bei stärkeren Stahlstabquerschnitten über Kontakte zu zuführen, die sich an die Stirnseiten (Enden) der langgestreckten Stahlstücke anlegen bzw. andrücken.
Es ist jedoch auch möglich, insbesondere bei dün neren Stäben, gleichzeitig an den Enden angreifende Spannvorrichtungen (Klemmbacken) vorzusehen, mit denen gegebenenfalls auch der Strom zugeführt wer den kann. Dann werden die Stäbe unter Zug gerade gehalten oder geradegerichtet, während die Erwär mung vor sich geht. <I>Beispiel</I> Ein Stahl mit 1,08 "io Kohlenstoff, 1,59 "/a Chrom, <B>0,31</B> o/o Mangan und 0,360/a Silizium war ausgewalzt zu Stäben von 67 inm Durchmesser.
Die Stäbe wur den in eine elektrische Widerstandserhitzungsmaschine zwischen stirnseitige Kontakte gebracht und ein Strom von 45 000 Ampere und 25 Volt hindurch- geschickt. Die Erhitzung des kalten Stabes auf eine Temperatur von 1150 C dauerte 67 Sekunden.
Der erhitzte Stab wurde von dieser Temperatur unmittelbar in Wasser (bei einem zweiten Versuch mit Pressluft) auf eine Aussentemperatur von etwa 600 C abgeschreckt und dann sogleich in einem Ofen bei etwa 750 C vier Stunden lang gehalten und anschlie ssend langsam abgekühlt bis unter 600 C.
Das Gefüge des Stabes war dann ein feinkörnig koaguliertes Glühgefüge mit einer Festigkeit von 76 kg/mm=.
Das im Beispiel geschilderte Verfahren, welches, allgemeiner gesprochen, darin besteht, den Stab durch elektrische Widerstandserhitzung schnell auf für die Auflösung von zum Beispiel Karbiden besonders gün stige Temperaturen, wie 800-1200 C, erhitzt, dar auf beschleunigt auf 650 C oder darunter, z. B. 500 bis 640 C, abzukühlen, alsdann im Ofen eine lang zeitige Wärmebehandlung anzuschliessen, ist beson ders vorteilhaft anzuwenden auf Stähle, bei welchen man üblicherweise mit Karbidanhäufungen oder Karbidnetzwerk zu rechnen hat, z. B. Kugellager stähle, Feilenstähle oder Schnellstähle.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Wärmebehandlung langgestreck- ter Stahlwerkstücke, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung der Stahlstücke mittels durch die Stab länge fliessenden elektrischen Stromes während min destens annähernd 20 bis 80 Sekunden erfolgt, wor auf die Stahlstücke in einen auf der Behandlungs temperatur befindlichen Ofen eingebracht und einer weiteren Behandlung unterzogen werden. UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass hinsichtlich der Auflösung von Ge fügebestandteilen schwierige Stähle mit der elektri schen Widerstandserhitzung auf Temperaturen über 1000 C gebracht und anschliessend abgeschreckt und warm behandelt werden. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stromstärke im Verhältnis zum Stabquerschnitt so gewählt wird, dass die Tempera tur im Innern des Stabes gegenüber der Temperatur der Oberfläche voreilt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stahlstäbe, zwischen stirnseiti- gen Kontakten eingelegt, erhitzt werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stäbe an ihren Enden fest geklemmt und damit unter leichte Zugspannung ge setzt werden. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Strom dem Stab über die Klemmbacken zugeleitet wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE337864X | 1954-12-27 | ||
| DE200955X | 1955-09-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH337864A true CH337864A (de) | 1959-04-30 |
Family
ID=25758734
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH337864D CH337864A (de) | 1954-12-27 | 1955-12-27 | Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH337864A (de) |
-
1955
- 1955-12-27 CH CH337864D patent/CH337864A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2612736C2 (de) | Verfahren zur Bearbeitung von Maschinenteilen aus Stahl | |
| DE19513314C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines warmgefertigten langgestreckten Erzeugnisses, insbesondere Stab oder Rohr, aus übereutektoidem Stahl | |
| DE2461095C2 (de) | Verfahren zum Brechen einer Stahlstange in Stücke | |
| DE3919199A1 (de) | Verfahren zur herstellung von waelzlagerelementen | |
| CH637161A5 (de) | Verfahren zur erhoehung der mechanischen festigkeiten von stahl. | |
| DE2023064A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Teilen eines Lagers,insbesondere Kugellagers,vornehmlich des Innenringes desselben | |
| CH337864A (de) | Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl | |
| DE877179C (de) | Verfahren und Anordnung zur elektrischen Widerstandserhitzung von Stahlstaeben, verbunden mit deren Ausrichtung | |
| EP1812609B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur endmassnahen verformung von draht- und stabförmigem vormaterial | |
| AT203532B (de) | Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl | |
| EP0067374B1 (de) | Verfahren zur thermomechanischen Behandlung beim kontinuierlichen Warmwalzen von Walzstahl | |
| EP0413163B2 (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung von thermomechanisch behandeltem Walzgut aus Stahl | |
| AT396073B (de) | Verfahren zum warmwalzen und waermebehandeln von stabfoermigem material | |
| DE2225517B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines lagerelementes | |
| DE2746961A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur verguetung von warmgewalzten stahlstangen | |
| DE926913C (de) | Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege | |
| DE946629C (de) | Verfahren zum Vorwaermen von gewindezuwalzenden Werkstuecken aus Stahl und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens | |
| AT388938B (de) | Verfahren zur waermebehandlung eines stahlwerkstueckes | |
| DE1284978B (de) | Verfahren zum Vergueten von unlegierten und legierten Staehlen unmittelbar aus der Verformungswaerme | |
| DE2361330A1 (de) | Zylindrische waelzkoerper fuer waelzlagerungen | |
| DE309112C (de) | ||
| DE2530470A1 (de) | Verfahren zur herstellung von spannungsfreigegluehten vorverfestigten stahlprofilen | |
| DE874009C (de) | Verfahren zum Warmbehandeln von Werkstuecken aus Baustahl | |
| DE705933C (de) | Verfahren zum Autogenhaerten von Werkstuecken mit runden oder anders gekruemmten bzw. gestalteten Querschnitten | |
| DE26942C (de) | Verfahren zur Herstellung von Maschinenteilen mit harten Arbeitsflächen |