Schweisspistole für Schutzgasschweissung Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtbogen schweisspistole für das Lichtbogenschweissen mit sich in einer Schutzgasatmosphäre verbrauchender Elek trode.
Eine Schweisspistole der genannten Art ist in ihrer Form entsprechend einer normalen Pistole auf gebaut und umfasst einen Lauf und einen Griff (Schaft mit Laufmantel und Handgriff) bzw. ein Gehäuse. Der Lauft mündet in eine Düse und ist mit Kanälen für den Umlauf einer Kühlflüssigkeit vorzugsweise Wasser - versehen, die zu und von der Düse führen, und einem Kanal zur Zuleitung des Schutzgases zur Düse, wobei als Schutzgas ge wöhnlich ein inertes Gas verwendet wird, aber auch ebenso ein anderes geeignetes Gas, beispielsweise Kohlendioxyd, Verwendung finden kann. Der Lauf der Schweisspistole enthält ausserdem Führungsmit tel, gewöhnlich ein Führungsrohr, für die Zuführung der Schweisselektrode zu der Düse.
Der Schaft oder das Gehäuse der Schweisspistole stellt eine Umhül lung bzw. einen Mantel dar, der dazu dient, den Lauf aufzunehmen, und der die Mittel enthält, wel che dem Lauf die Kühlflüssigkeit zuführen und diese von ihm wegführen, und die ausserdem dem Lauf das Schutzgas zuleiten. Das Gehäuse dient weiterhin als Handgriff für den Schweisser und enthält einen Schaltmechanismus zum Ein- und Ausschalten des Schweissstromes, der in seiner Form ähnlich dem bei Pistolen üblichen Abzug ausgebildet ist.
Die bekannten Schweisspistolen haben einen rela tiv verwickelten Aufbau, und das Auseinanderneh men und Zusammensetzen einer solchen Pistole ist ein schwieriger und zeitraubender Vorgang.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass ein wesentlicher Mangel der bekannten Schweiss pistolen von ihrer Konstruktion und insbesondere von der Befestigung des Elektrodenführungsrohres herrühren. Dieses Führungsrohr ist aus Kupfer oder einem andern Material hoher Wärmeleitfähigkeit her gestellt und wird bisher gewöhnlich mit einem Ge winde in den Lauf eingeschraubt. Es hat sich her ausgestellt, dass bei Verwendung von Schweisspisto len der bekannten Art das Führungsrohr häufig Lichtbogenbrandschäden erhält und ersetzt werden muss. Ausserdem bewirkt die von dem Führungsrohr übertragene Lichtbogenwärme eine Überhitzung und Beschädigung der Befestigungsvorrichtung für das Führungsrohr.
Eine Erneuerung des an seiner Spitze verbrannten Führungsrohres ist zeitraubend, ver zögert somit den Schweissvorgang erheblich und macht dann, wenn die Befestigungsvorrichtung für das Führungsrohr beschädigt ist, ein Zerlegen und damit eine grössere Reparatur der Schweisspistole erforderlich.
Bei den bekannten Schweisspistolen sind die Lei tungen für die Kühlflüssigkeit und das Schutzgas wenigstens teilweise ausserhalb des Laufes und des Gehäuses oder des Schaftes der Pistole angebracht. Es hat sich herausgestellt, dass derartige Schweiss pistolen schwerfällig und dadurch schwierig zu hand haben sind, da die äussern Abmessungen der Zulei tungen ein Hindernis beim Umgang mit der Pistole darstellen. Es hat sich dabei weiter ergeben, dass die Gehäuse derartiger Schweisspistolen bereits nach ver hältnismässig kurzen Schweisszeiten so warm werden, dass es schwer fällt, sie weiter mit der Hand zu führen.
Beim Schweissen mit Schweisspistolen der allge mein bekannten Art, von denen hier gesprochen wird, ist es erforderlich, das Elektrodenabbrandver hältnis bzw. die Elektrodenvorschubgeschwindigkeit während des Schweissvorganges genau zu steuern. Das Elektrodenabbrandverhältnis bestimmt bekannt lich den Abstand zwischen Elektrode und Werk- stück - also die Lichtbogenlänge - und damit auch den Schweissstrom. Eine genaue Steuerung ist in den meisten Fällen wichtig, besonders aber dann von Bedeutung, wenn der Schweissstrom von einer Konstantspannungsquelle geliefert wird.
Bei den bekannten Schweisspistolen besteht eine Schwierigkeit in der Steuerung der Elektrodenvor- schubgeschwindigkeit. Diese Schwierigkeit beruht im wesentlichen auf der Tatsache, dass die Steuerein richtung für den Elektrodenvorschub auf einer Schalttafel angebracht ist, zu der sich der Schweisser erst herumdrehen muss, um die Einstellung zu ver ändern, wenn sich eine solche Änderung notwendig macht. Da es nicht möglich ist, zu schweissen und gleichzeitig den Elektrodenvorschub auf einer neben der Schweissstelle angeordneten Schalttafel einzustel len, muss die Einstellung notwendigerweise nur flüch tig und versuchsweise erfolgen und kann nicht mit der Genauigkeit ausgeführt werden, wie es in vielen Fällen erforderlich ist.
Die Schweisspistole gemäss der Erfindung zeich net sich dadurch aus, dass zur besseren Handhabung und besseren Kühlung Wege für den Kühlflüssig keitsumlauf und die Zuführung des Schutzgases durch Lauf und Handgriff geführt sowie vor dem Schweissen und während des Schweissens willkürlich einstellbare Schalt- und Steuermittel für den Schweiss strom und den Elektrodenvorschub angebracht sind.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierin bedeuten: Fig. 1 eine Aussenansicht einer Schweisspistole gemäss der Erfindung; Fig. 2 eine Seitenansicht, bei der eine Griffschale bzw. eine Hälfte des Schaftes oder des Gehäuses der Pistole abgenommen ist; Fig. 3 eine Einzeldarstellung, in der das Gehäuse, der Lauf und das Leitungssystem sowie andere Teile der Pistole gezeigt sind; Fig. 4 eine Einzeldarstellung, die verschiedene Teile des Laufes und des Leitungssystems einer Schweisspistole nach der Erfindung zeigt; Fig.5 einen Längsschnitt durch einen Teil des Laufes, wie es durch die Schnittlinie V-V in Fig. 7 angegeben ist; Fig. 6 einen Längsschnitt entlang der Schnittlinie VI-VI der Fig. 7; Fig. 7 einen Querschnitt gemäss der Schnittlinie VII-VII in Fig. 5;
Fig. 8 einen Querschnitt gemäss der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 5; Fig. 9 eine Aufrissdarstellung eines Teils der Füh- rungsrohrbefestigungsvorrichtung; Fig. 10 einen Schnitt durch den abzugartigen Drücker (Druckschalter) und seine Arretierungsvor- richtung und Fig. 11 eine Prinzipdarstellung einer Lichtbogen schweisseinrichtung mit einer Schweisspistole nach der Erfindung. Die in der Zeichnung dargestellte Schweisspistole umfasst als Hauptteild den Lauf<I>B,</I> ein Gehäuse<I>H</I> und ein Leitungssystem T.
Diese Hauptteile sind in einem festen einheitlichen Aufbau zu einem Gerät verbunden, das einer Pistole ähnlich ist.
Der Lauf B besteht im wesentlichen aus einem Düsensystem N, das eine sowohl innen als auch aussen sich verjüngende Spitze 11 hat, die fest mit dem Düsenkörper 13 verbunden ist. Die innere Schräge 34 der Spitze 11 erweitert sich nach aussen. Diese Erweiterung ist insofern von Bedeutung, als sie die Möglichkeit eines Kurzschlusses zwischen der Elektrode Z und ihrem Führungsrohr (Stromüber- tragungsrohr) GE und der Düse 11 herabsetzt. Die Erweiterung nach aussen bewirkt weiterhin, dass sich keine Turbulenz in dem durch die Düse fliessenden Gasstrom bilden kann. Der Düsenkörper 13 hat die Form eines Zylinders mit einer Wandung, die bei 15 im wesentlichen in der gesamten Längenausdehnung des Zylinders hohl ist und in dem die Innenfläche 16 sich nach aussen zu erweitert.
Der hohle Teil 15 läuft in eine ringförmige Öffnung 17 an einem Ende aus und auf der andern Seite in ein dickeres Ende 19. Das dickere Ende 19 weist Öffnungen 21 und 23 auf, die mit dem Hohlraum 15 in Verbindung stehen. Diese Öffnungen sind vorzugsweise um etwa 90 in bezug auf die Achse des Düsenkörpers 13 versetzt angeordnet. Der Düsenkörper erweitert sich nach aussen, wie oben bereits erwähnt ist. Die Spitze 11 besteht aus einem sich verjüngenden ringförmigen Teil 31, der sich an den nach aussen zu erweiternden Teil anschliesst. Dieser ringförmige Teil ist so bemes sen, dass er in der Öffnung 17 befestigt werden kann, in die der hohle Teil des Düsenkörpers 13 ausläuft, und zwar so, dass er zwischen die das offene Ende des Düsenkörpers bildenden Schultern 33 eingefügt wird.
Der sich trichterförmig nach aussen zu erweiternde Innenraum der Spitze 11 und des Düsenkörpers 13 hat bei 16 und 34 gleiche Ausdehnungskoeffizienten, so dass eine glatte Oberfläche für den Gasstrom ge währleistet ist.
Der Lauf enthält ausserdem ein Zwischenstück E, das die Form eines angeflanschten Zylinders besitzt, zwischen dessen äussern Wandungen mehrere hohle längliche Ausladungen in Röhrenform 35, 37, 39 und 41 ausgebildet sind. Aus Symmetriegründen kön nen vier von diesen Ausladungen um 90 in bezug auf die Achse des Zwischenstückes E versetzt an geordnet sein; es sind jedoch nur zwei dieser Aus ladungen, nämlich die mit 35 und 37 bezeichneten, notwendig. Diese Ausladungen 35 und 37 sind dabei so auf dem Kreisumfang angeordnet, dass sie mit dem Zwischenraum zwischen den Öffnungen 21 und 23 im Düsenkörper 13 übereinstimmen und mit den entsprechenden Durchbrüchen 43 und 45 in den Flanschen 47 und 49 in Verbindung stehen.
Die Flansche 47 und 49 sind ausserdem mit Durchbrü chen 51 versehen, die zwischen den zwei Durchbrü chen 43 und 45 liegen und durch die das Zwischen stück E als ein Teil des Laufes B mit Bolzen befestigt bzw. verschraubt ist. Das Zwischenstück E ist an dem Düsenkörper 13 so angebracht, dass die offenen röh renförmigen Ausladungen 35 und 37 mit den Öff nungen 21 und 23 im Düsenkörper in Verbindung stehen. Eine ringförmige Dichtung 53 aus einem Ma terial wie zum Beispiel Asbest ist zwischen dem Düsenkörper 13 und dem Zwischenstück E angeord net, um ein Auslaufen der Kühlflüssigkeit zu vermei den. Zur Erleichterung der Verbindung des Zwi schenstückes E mit dem Düsenkörper 13 erhält das Zwischenstück E einen kurzen Ansatz 55, der in den Düsenkörper 13 eingreift.
Der Lauf enthält weiterhin einen Abstandskörper SJ zur Isolierung, der vorzugsweise aus Nylon be steht. Dieser Abstandskörper hat ein Paar längliche Öffnungen 61 und 63, die auf dem Kreisumfang wie derum so angeordnet sind, dass sie mit den Öffnun gen 21 und 23 sowie 43 und 45 im Düsenkörper 13 bzw. im Zwischenstück E übereinstimmen. Er ent hält weiter mehrere Öffnungen 65 zur Befestigung, die mit Gewindeeinsätzen 67 versehen sind. Auf einer Seite hat der Abstandskörper SJ ausserdem eine Nut 71, deren Öffnung in ihrem Mittelpunkt mit dem Kanal 73 übereinstimmt. Der Abstandskörper SJ ist mit dem Zwischenstück E durch Bolzen bzw.
Schrau ben auf dessen einer Seite so verbunden, dass die länglichen Öffnungen 61 und 63 mit den entspre chenden Öffnungen 43 und 45 sowie 21 und 23 im Zwischenstück E und im Düsenkörper 13 überein stimmen, da die die Nut 71 aufweisende Seite des Abstandskörpers dem Zwischenstück E abgewendet ist. Der isolierende Abstandskörper SJ liegt auf einem Ansatz 77 des Zwischenstückes E auf und ist von ihm durch einen Dichtungsring 79 aus Asbest zur Vermeidung von Undichtheiten der Kühlflüssigkeit und des Schutzgases abgetrennt.
Der Lauf ist weiterhin mit einem Kopfstück DE versehen, das im wesentlichen von zylindrischer Form ist mit einem angeflanschten Ansatz 81, der zentral von einer seiner Basen 83 ausgeht. Die zylindrische Wandung hat an einer Seite eine Queröffnung oder Quernut 85, die sich am Kreisumfang etwa über einen Winkel von 1800 erstreckt. Diese Öffnung steht in Verbindung mit der Öffnung in dem Mittelkanal 87 des Zylinders, der den gleichen Ausdehnungskoeffi zienten hat wie die entsprechende Öffnung 89 in dem Ansatz 81. Der schulterförmige Ansatz 91, der der Basis 83 des Zylinders abgewendet ist, hat mehrere längliche Durchbrüche 93. Der Zylinder ist mit meh reren Bohrungen 95 für Befestigungsbolzen bzw.
-schrauben versehen und hat ausserdem drei Bohrun gen 97, 99 und 101, von denen zwei, nämlich 97 und 99, sich mit den Öffnungen 61 und 63 in dem isolierenden Abstandsstück SJ decken, und die dritte, 101, mit der Nut 71 im isolierenden Abstandsstück SJ in Deckung kommt. Die mit der Nut 71 im iso lierenden Abstandsstück SJ in Verbindung stehende Bohrung 101 ist somit um 900 in bezug auf die eine und um 1800 in bezug auf die andere Bohrung ver setzt. Das Kopfstück<I>DE</I> ist mit dem isolierenden Abstandsstück SJ durch Bolzen bzw. Schrauben ver bunden, die sich durch die Durchbrüche 95 erstrek- ken und in den Gewindeeinsätzen im Isolierabstands- stück SJ verschraubt sind.
Der Ansatz 81 am Kopf stück<I>DE</I> steht fest in Eingriff mit der Öffnung 75 des isolierenden Abstandskörpers SJ, und ein Dich tungsring<B>111</B> ist zwischen die Basis 83 des Kopf stückes DE und den isolierenden Abstandskörpers SJ gelegt. Wenn das Kopfstück<I>DE</I> mit dem Isolierkör- per SJ verbunden ist, decken sich zwei der Öffnungen 61 und 63 des Isolierkörpers, und die dritte deckt sich mit der Nut 71 im Isolierkörper.
Der Lauf umfasst ferner das Elektrodenführungs rohr (Stromübertragungsrohr) GE, das durch die mittleren Bohrungen 89 und 87 des Ansatzes 81 und den Zylinder des Kopfstückes hindurchgeführt wird. Dieses Führungsrohr GE wird im Kopfstück durch eine verstellbare Schraubklemme 113 befestigt, die sicher zwischen dem Führungsrohr GE und dem Ge häuse 115 für die Schraubklemme liegt. Das Gehäuse 115 der Schraubklemme ist mit dieser durch eine Befestigungsschraube 117 verbunden. Die Befesti gungsschraube 117 ist so zugänglich, dass der Schwei sser sie leicht lösen kann und das Elektrodenfüh rungsrohr GE leicht auswechseln kann, wenn dieses beschädigt worden ist.
Das Rohrleitungssystem umfasst mehrere Leitun gen, die Leitung WJ für den Kühlwasserzulauf, die Leitung WO für den Kühlwasserablauf und die Lei tung GJ für die Schutzgaszuführung. Die Leitungen sind vorzugsweise aus Kupfer hergestellt; sie enden in einem Block 121, der ebenfalls vorzugsweise aus Kupfer besteht. Die Leitungen WJ, WO, GJ können mit Silberlot in den Block 121 eingelötet sein. Die Enden der Leitungen WJ, WO und WG ragen ein Stück über den Block 121 hinaus und sind jeweils mit Verbindungszwischenstücken (Fittingen) 123, 125 und 127 versehen. Die eine der Leitungen, GJ, ist mit einem scharfen rechten Winkel gebogen, und die andern Leitungen, WJ und WO sind in einem stump fen Winkel gekrümmt. Auf diese Weise entsteht ein Zwischenraum 129 von wesentlichen Abmessungen zwischen der Leitung GJ und den andern Leitungen.
Die Verbindungszwischenstücke (Fittinge) 125 der Leitung<I>WO</I> sind grösser als die andern, und diese Leitung dient gleichzeitig zur Fortleitung des Schweiss stromes zur Schweisselektrode Z.
Die Leitungen WJ, <I>WO</I> und GJ werden jeweils im einzelnen durch die Durchbrüche 97, 99 und<B>101</B> in dem Kopfstück<I>DE</I> geführt und sind mit diesem durch Verlötung mit Silberlot verbunden (vgl. Fig. 2 bis 8). Die Schutzgasleitung<I>GJ</I> wird durch den Durchbruch 101 geführt, der mit der Nut 71 in dem isolierenden Abstandskörper SJ in Deckung ist.
Die Kühlwasserzuleitung WJ wird durch den Durchbruch 97 geführt, der mit der länglichen Öffnung 61 in dem Abstandsstück in Verbindung steht, und die Kühlwasserbildung <I>WO</I> kommt mit der andern läng lichen Öffnung 63 in dem Abstandsstück in Dek- kung. Die Leitungen WJ und<I>WO</I> stehen auf diese Weise mit dem Hohlraum 15 im Düsenkörper 13 in Verbindung und führen diesem Hohlraum die Kühl flüssigkeit - vorzugsweise Wasser - zu. Die Rich tung der Kühlwasserströmung ist durch stark aus gezogene Pfeile in den Fig. 5 und 6 angegeben.
Die Kühlwasserableitung WO führt, wie oben bereits an gedeutet, gleichzeitig den Schweissstrom durch das Kopfstück DE zu dem Elektrodenführungs- und Stromübertragungsrohr GE und durch dieses der Schweisselektrode Z zu. Die Schutzgaszuleitung GJ steht in Verbindung mit der Düsenöffnung und führt das Schutzgas züi dieser Öffnung. Der Schutzgasstrom ist in Fig.5 durch dünn gestrichelte Pfeile ange deutet.
Ein Übergangsstück FE der biegsamen Zufüh rungsleitung (s. Fig. 2) zur Zuführung der Schweiss elektrode Z wird im Mitteldurchbruch 87 des Kopf stückes DE befestigt. Das übergangsstück besteht aus einem Rohr 141 aus Kupfer oder einem andern geeigneten Material, das in einen Aufnahmeblock 143 ausläuft. Dieser Aufnahmeblock 143 ist etwa in abgestufter Form ausgebildet und hat einen Mittelteil 145, der mit einer Bohrung versehen ist, welche mit dem Rohr 141, mit dem Kopfstück<I>DE</I> und einem ausladenden Teil 147 in Verbindung steht, durch den eine Befestigungsschraube 149 zur Halterung des Rohres 141 durchgreift.
Im gebrauchsfähigen Zu stand der Schweisspistole ist der eigentliche biegsame Zuführungsschlauch 151 für die Elektrode Z, der nicht im einzelnen dargestellt ist, in den Aufnahme block 143 eingelegt und durch die Befestigungs schraube 149 gehalten. Die Schweisselektrode Z wird durch den biegsamen Zuführungsschlauch 151 in das Führungsrohr GE eingeführt und durch dieses an die Spitze der Düse<I>N</I> geleitet. Das Gehäuse<I>H</I> der Schweisspistole besteht aus einem Paar kongruenter Teile Hl und H2 (im folgenden gelegentlich auch als Griffschalen bezeichnet), die vorzugsweise aus einem Kunststoff, z. B. einem Phenol-Kondensations produkt wie Micarta, bestehen.
Jedes der Teilstücke ist mit Bahnen 161, 163, 165, 167 mit einer Ver tiefung 169 und mit einem kreisförmigen Hohlraum <B>171</B> versehen, so dass sie dann, wenn sie mit ihren kongruenten Innenseiten in Deckung gebracht wer den, das Gehäuse mit den Hohlräumen für die ver schiedenen Bauelemente der Schweisspistole bilden (vgl. Fig. 3). Zur Verschraubung der Gehäuseteile Hl und H2 miteinander werden in der Zeichnung nicht dargestellte Bohrungen in einem der Gehäuse teile, beispielsweise im Teil H2, vorgesehen -und an sich bekannte Gewindeeinsätze 181 in der andern Gehäusehälfte Hl angebracht.
Wenn die Gehäuse teile Hl und<I>H2 zu</I> dem Gehäuse<I>H</I> zusammen gefügt sind, stellt das Gehäuse einen den Lauf auf nehmenden Laufmantel BS dar, von dem ein Hand griff<I>HA</I> in einem schrägen Winkel zu der Achse des Laufes B verläuft (vgl. Fig. 2).
Der Laufmantel BS ist an einem Ende mit einer rohrartigen Öffnung versehen, die durch die Vertie fungen 169 gebildet ist, in die das isolierende Ab- standsstück SJ und das Kopfstück DE sowie deren zugehörige Teile eingefügt sind. Die Öffnung 169 steht im festen Eingriff mit dem Abstandskörper SJ durch einen geriffelten Ring 183, der so dimensio niert ist, dass er die Öffnungshälften 169 fest anein- anderpresst. Von dem Abstandskörper SJ führt eine tiefe Rinne über die Bahn 169 zu einer schlitzartigen Öffnung, die von der Bahn 165 gebildet wird. Der Handgriff HA und der Laufmantel BS bestehen aus einem Stück und haben Vertiefungen in Bahnen 161 und 163, die mit der Vertiefung im Laufmantel in Verbindung stehen.
Die Schweisspistole ist mit einer Anlaufschaltein richtung und einer Vorschubschalteinrichtung aus gerüstet. Die Anlaufschalteinrichtung besteht im we sentlichen aus einem Kleinschalter 201 und einer Blattfeder 203 zur Betätigung des Schalters. Der Kleinschalter 201 ist auf einem Buckel 205 der Griffschale H1 befestigt, der von den Bahnen<B>161</B> und 163 umgeben ist und durch Stifte 207 in seiner Lage genau bestimmt ist. Die Blattfeder 203 ist an einem Stift 209 befestigt, der auf einem andern Buckel 211 der Griffschale H1 angeordnet ist.
Die Blattfeder 203 kann durch einen Drücker (abzugarti gen Druckschalter) TR gespannt werden, der plat tenartig ausgebildet ist und auf einer Seite eine Aus- nehmung 213 hat, die für den Eingriff des Zeige fingers der Hand des Schweissers vorgesehen ist und ein Verlängerungsstück 215 besitzt. Diese Platte TR ist in einer Ausnehmung angeordnet von etwa halb kreisförmigem Umriss, welche zwischen Teilen 217 durch die unter schrägem Winkel zwischen dem Handgriff<I>HA</I> und dem Laufmantel BS verlaufenden Seitenteile gebildet ist, wobei das Verlängerungsstück 215 in einem Schlitz des Handgriffes <I>HA</I> gleitet.
Die Platte TR hat zwei Schaltstellungen und wird in jeder dieser Stellungen durch eine Arretierungskugel <B>219</B> gehalten, die in einer Bohrung an der Innenseite der Griffschale Hl eingesetzt ist und durch eine Feder 220 nach aussen unter Druck gehalten wird (vgl. Fig. 10). Die Platte TR wird in ihrer äussersten Stel lung durch die Reibungskraft gehalten, die durch die Kugel 219 übertragen wird, und in der andern, das heisst der innern Stellung wird die Platte ebenso durch die von der Kugel ausgeübte Reibungskraft gehalten.
Die als Drücker (abzugartiger Druckschal ter) verwendete Platte TR befindet sich normaler weise in der äussersten Stellung, in der die Blattfeder 203 mit dem Knopf 223 des Kleinschalters 201 nicht in Eingriff steht. Das Verlängerungsstück 215 der Platte TR hat an seiner Spitze eine schmale Einker bung, die mit einer kreisförmigen Öffnung 221 in Verbindung steht, worin das freie Ende der Blatt feder 203 gehalten ist. Der Drücker TR kann mit dem Zeigefinger von seiner äussern Stellung in die innere Stellung bewegt werden, wobei durch diese Bewegung die Blattfeder 203 den Knopf 223 des Kleinschalters 201 bewegt und damit diesen betätigt.
In der hintern Stellung wird der Abzug TR durch die Arretierungsvorrichtung 219 festgehalten. An den Kleinschalter 201 können in der Zeichnung nicht dargestellte geeignete Leiter angeschlossen sein, die durch die Kolbenplatte 225 des Handgriffes<I>HA</I> der Schweisspistole geführt werden. Die Verbindung mit dem zugehörigen Steuergerät ist in Fig. 11 schema tisch dargestellt.
Der Vorschubschalter enthält ebenfalls einen Kleinschalter 231, der durch Stifte 233 auf dem Buckel 211 befestigt ist, der an der Verbindungs stelle der Bahnen<B>161</B> und 163 gebildet ist. Dieser Kleinschalter 231 kann durch eine Blattfeder 235 betätigt werden, die mit einem Drücker 237 in Ver bindung steht. Der Drücker 237 wird mit dem Knopf 241 des Kleinschalters 231 durch die Blattfeder 235 ausser Eingriff gehalten, wobei die Feder an einem Stift 243 befestigt ist und durch einen andern Stift 245, über den sie gelegt ist, unter Spannung gehalten wird. Die Blattfeder 235 steht mit dem Drücker<B>237</B> durch eine schmale Einkerbung in Verbindung, die in eine kreisförmige Öffnung 247 ausläuft. Der Klein schalter<B>231</B> kann durch einen Druck mit dem klei nen Finger der den Handgriff<I>HA</I> umfassenden Hand auf den Drücker 237 betätigt werden.
Auf diese Weise wird die Kraft der Blattfeder 235 überwunden und der Schaltknopf 241 eingedrückt. An den Klein schalter 231 sind Leitungen angeschlossen, die zu sammen mit den Leitungen zum Kleinschalter 201 durch die Kolbenplatte 225 des Handgriffes zu dem Steuergerät geführt sind.
Die Rohrleitungen WJ, WO und GJ werden in Vertiefungen in den Griffschalen des Handgriffes<I>HA</I> eingelegt, welche aus den Bahnen 161 und 163 ge bildet sind, und sind weiter durch die Verbindungs stelle zwischen dem Handgriff<I>HA</I> und dem Lauf mantel BS in Ausnehmungen verlegt, die zwischen den Bahnen 167 und 169 zum Lauf B führen. Die Rohre WO und WJ sind zwischen der Griffschale Hl und dem Kleinschalter 231 und zwischen der Drük- kerplatte TR und der Griffschale Hl verlaufend dar gestellt. Das Rohr GJ liegt zwischen dem Kleinschal ter 201, dem hintern Ende der Drückerplatte TR und der Griffschale H2.
Da die Rohre in die Vertiefungen der Griffschalen des Handgriffes<I>HA</I> eingelegt sind, ist auch der Block 121, in dem die Rohre befestigt sind, in eine Vertiefung in der Kolbenplatte 225 des Handgriffes eingelassen. Die Fittinge 123, 125, 127 an den Rohren WJ, WO, GJ ragen etwas über die Kolbenplatte 225 hinaus.
Die Elektrodenvorschubgeschwindigkeit kann durch Verstellung eines einstellbaren Widerstandes VR, der in eine kreisförmige Ausnehmung 171 des Laufmantels eingelassen ist, verändert werden. Der Widerstand VR ist in einem Zwischenraum 129 zwi schen dem Rohr GJ und den Rohren WJ und WO angeordnet. Der einstellbare Widerstand VR ist durch Leitungen, die durch den Handgriff<I>HA</I> zum Steuer gerät der Schweisseinrichtung, insbesondere zum Mo torsteuerkreis des Elektrodenvorschubmotors führen, mit diesem verbunden, der die Vorschubgeschwindig keit steuert, mit der die Elektrode während eines Schweissvorganges durch die Schweisspistole der Schweissstelle zugeführt wird.
Eine Einstellscheibe 301 zur Einstellung des Wi derstandes VR ist an ihrem Umfang mit Riffelung versehen und mit dem Einstellstift 303 des Wider standes VR verbunden. Die Einstellscheibe 301 ragt einerseits über das Rohr<I>GJ</I> und anderseits über einen Teil des Verlängerungsstückes 215 des Drük- kers TR hinaus. Der biegsame Elektrodenzuführungs schlauch 151 wird zwischen der Scheibe 301 und dem einstellbaren Widerstand VR hindurchgeführt. Der Laufmantel BS ist mit einer Einbuchtung 305 versehen, in der die Einstellscheibe 301 zur Einstel lung des Widerstandes VR angeordnet ist.
Die Ein stellscheibe. 301 wird dabei durch einen Teil 307 des Laufmantels, der die Einbuchtung 305 aufweist, geschützt und kann noch leicht von der Hand des die Schweisspistole haltenden Schweissers eingestellt werden.
Die vorbeschriebene Schweisspistole wird vorzugs weise in Verbindung mit weiteren Bestandteilen eines Schweissgerätes verwendet, wie es schematisch in Fig. 11 dargestellt ist. In Fig. 11 ist die Schweiss pistole an eine Stromversorgungseinrichtung ange schlossen, die den Schweissstrom liefert. Die Schal ter 201 und 231 sind mit einem Anlaufkreis bzw. einem Vorschubkreis verbunden, durch deren Hilfe der Schweissvorgang eingeleitet und die Elektrode Z zugeführt werden kann. Der einstellbare Widerstand VR ist mit dem Motorsteuerkreis des Elektrodenvor schubmotors verbunden. Dieser Motorsteuerkreis enthält ein elektrisches Entladungsgefäss T, vorzugs weise ein Thyratron, und einen zugehörigen Gitter steuerkreis. Der Widerstand VR ist in diesen Steuer kreis eingeschaltet.
Bei der Verwendung der Schweisspistole wird das Elektrodenführungsrohr (Stromübertragungsrohr) GE in dem Kopfstück<I>DE</I> befestigt und der biegsame Elektrodenzuführungsschlauch 151 in dem Auf nahmeblock 143 angebracht. Die Elektrode Z wird dann durch den biegsamen Schlauch 151, durch das Kopfstück DE und durch das Elektrodenführungsrohr GE so weit vorgeschoben, bis sie aus der Mündung der Düse herausragt. Während eines Schweissvorgan ges wird Kühlflüssigkeit durch die Zuleitungs- und Ableitungsrohre WJ und WO geschickt und die stromführende Anschlussklemme der Stromversor gungseinrichtung mit dem Anschlussstück (Fitting) 125 des Abflussrohres <I>WO</I> verbunden.
Die Vorgänge werden im folgenden kurz geschildert: Die Schweiss elektrode Z wird durch Betätigung des Vorschub schalters 231 so weit vorgeschoben, dass sie mit dem Werkstück in Berührung gebracht werden kann. Durch Betätigung des Abzuges (Drücker TR) wird der Anlaufschalter 201 betätigt. Während des Schwei ssens kann die Elektrodenvorschubgeschwindigkeit durch eine genaue Einstellung des Widerstandes VR mittels der Einstellscheibe 301 eingestellt werden. Eine Veränderung der Lage der Elektrode Z in bezug auf das Werkstück ändert den Schweissstrom. Es er gibt also auch eine Vergrösserung des Abstandes der Elektrode vom Werkstück, wie sie durch Verlänge rung des Lichtbogens bei grösserer Vorschubgeschwin digkeit der Elektrode erforderlich ist, eine Änderung des Schweissstromes.
Wie aus der zeichnerischen Darstellung ersichtlich ist, hat die Schweisspistole einen einfachen und sta bilen Aufbau. Die Rohrleitungen WJ, WO und GJ für den Umlauf der Kühlflüssigkeit und die Zulei tung des Schutzgases sind völlig im Innern der Schweisspistole geführt. Das Elektrodenführungsrohr (Stromübertragungsrohr) GE ist leicht auswechsel bar. Da das Elektrodenführungsrohr in metallischem Kontakt und damit in Wärmeleitungskontakt mit dem Kopfstück<I>DE</I> steht, welches Kühlflüssigkeit führt, sind sowohl das Elektrodenführungsrohr, das Kopf stück und ihre Befestigungseinrichtungen während des Schweissens gekühlt. Da ausserdem die Kühl flüssigkeit durch den Hohlraum im Düsenkörper ge schickt wird, wird auch die Düse kühl gehalten.
Die Vorschubgeschwindigkeit, mit der die Elektrode durch die Düse dem Werkstück zugeführt wird und damit auch der Schweissstrom - werden durch den einstellbaren Widerstand VR gesteuert, und der Schweisser kann auf diese Weise die Vorschub geschwindigkeit auch während des Schweissvorganges einstellen. Die Schweisspistole kann zur Reinigung oder Reparatur leicht auseinandergenommen wer den. Dabei wird das Gehäuse durch das Lösen ver schiedener Schrauben geöffnet. Da die Federn 203 und 235 Blattfedern sind, werden diese und die in ihrer Umgebung befindlichen Teile nicht weggeschleu dert, wenn die Gehäuseteile Hl und H2 (Griffscha len) entfernt werden. Auch der Lauf B kann in vor teilhafter Weise durch das Lösen mehrerer Bolzen bzw. Schrauben zerlegt werden.
Die Schweisspistole hat sich in der Praxis als in hohem Masse vorteilhaft bewährt.
Während in der Zeichnung und der Beschreibung ein bestimmtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und erläutert ist, so sind hiervon verschie dene Abwandlungen möglich. Die Erfindung ist da her nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt.