Fahrzeugantrieb durch Drehkolbenmaschinen Für Fahrzeuge, deren getriebene Räder grosse Drehmomente entwickeln sollen, ist ein Antrieb die ser Räder durch eine Drehkolbenmaschine technisch vorteilhaft. Die Erzielung grosser Momentenkräfte mittels Drehkolbenmaschinen ist aber bei Fahrzeu gen dadurch erschwert, dass für die Unterbringung des Antriebes an den geeignetsten Stellen, insbeson dere innerhalb eines Rades, nur ein kleiner Raum zur Verfügung steht, so dass eine geringe räumliche Ausdehnung der Drehkolbenmaschinen erforderlich ist.
Eine weitere Erschwerung besteht darin, dass die Drehkolbenmaschine bei einer Anordnung innerhalb eines Rades ständig starken Erschütterungen ausge setzt ist, dass trotzdem aber eine zuverlässige Be triebssicherheit erzielt werden muss.
Zur Erzielung eines wesentlichen Fortschrittes in der Technik des Fahrzeugwesens genügen die allge meinen, durch einen hydraulischen Antrieb gebotenen Vorteile an sich noch nicht, wie es der bisherige Stand der Fahrzeugtechnik erweist. Es bedarf viel mehr einer besonders gearteten Ausführung des hy draulischen Antriebes, um diesen für die Bau- und Betriebsverhältnisse bei Fahrzeugen vorteilhaft ver wendbar zu machen. Diesem Zweck dient die Dreh kolbenmaschine nach der Erfindung.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeug antrieb durch Drehkolbenmaschinen, deren drehbarer Teil ein mit einem Fahrzeugrad verbundenes Glied darstellt und die je einen ringförmigen Arbeitsraum haben, in welchen Zu- und Ableitungen der Treib- flüssigkeit münden und der aus zwei Seitenwänden und aus zwei zueinander konzentrischen Begren zungswänden gebildet ist. Zwischen dem drehbaren und dem ruhenden Teil ist ein Dichtspalt angeordnet, und in den Arbeitsraum ragen mindestens zwei mit dem einen Teil fest verbundene, den Arbeitsraum symmetrisch und dichtend unterteilende Festkolben.
Mehrere mit dem andern Teil der Maschine in Ver bindung stehende Drehkolben werden durch Füh rungselemente abwechselnd in eine den Arbeitsraum. unterteilende und in eine die Festkolben überlau fende Stellung gebracht. Das Neue liegt nun darin, dass die Drehkolben in der den Arbeitsraum unter teilenden Stellung an den beiden Seitenwänden und an einer der konzentrischen Begrenzungswände ab gestützt sind.
In den Fig. 1 bis 8 sind rein beispielsweise zwei Ausführungsformen einer Drehkolbenmaschine des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Die Fig. 1 gibt einen Längsschnitt durch eine Maschine wieder und die Fig. 2 dazugehörende Querschnitte in zwei verschiedenen Ebenen.
In der Fig. 3 ist die Ansicht der Führungsele mente für die Drehkolben dargestellt, die sich aus der Fig. 1 bei Betrachtung des Deckels der Maschine ergibt, wenn dieser vom Innern der Maschine aus gesehen wird.
Die Fig. 4 veranschaulicht des näheren die An ordnung einer dichtenden Nadel und deren Kraft wirkung auf die Wand eines Drehkolbens, wenn die ser in eine den Hohlraum dichtend unterteilende Stellung gebracht ist.
Die Fig. 5 und 6 geben eine Ausführungsform wieder, welche eine selbsttätige Drosselung des Flüs sigkeitsstromes bewirkt in dem Fall, in welchem ein Rad des Fahrzeuges keinen genügenden Bodenwider stand findet und die Drehkolbenmaschine ohne Dros selung des Flüssigkeitsstromes unzulässig hohe Dreh zahlen erreichen würde.
In den Fig. 7 und 8 ist eine zweite Ausführungs form einer Drehkolbenmaschine dargestellt. Die Fig. 7 zeigt diese Maschine im Längsschnitt durch die Rad achse, und zwar im obern Teil den Schnitt A-M und im untern Teil den Schnitt B-M nach Fig. B. Fig. 8 veranschaulicht den Querschnitt in der Mitte der Maschine und den nach der Linie<B>C -M</B> in Fig. 7. Die Sichtrichtung der Schnitte in den Fig. 7 und 8 ist durch kurze Pfeile bei den Buchstaben A, B und C angegeben.
In Fig. 1 ist die Achse eines Fahrzeugrades, die zugleich die Achse der Drehkolbenmaschine bildet, mit 1 bezeichnet. An dem Flansch 2 der Achse 1 befinden sich Schraubenbolzen 3 zur Befestigung der Drehkolbenmaschine an dem Fahrzeug. Auf der Achse 1 der Maschine ist das Gehäuse 4 mittels der Kugellager 5 und 6 drehbar gelagert. An dem Ge häuse ist der Flansch 7 zur Befestigung einer Rad felge angeordnet.
Die Fig. 2 zeigt in ihrer obern Hälfte einen Ra dialschnitt der Fig. 1 nach der Linie A-M, in ihrer untern Hälfte einen Schnitt in der Quermittelebene des Arbeitsraumes der Maschine. Die untere Hälfte der Fig. 1 gibt einen Längsschnitt nach der Linie M-B in Fig. 2 wieder.
In den Fig. 1 und 2 sind zwei Festkolben 8 er kennbar, die mit der Achse 1 verbunden sind. Mit 9 sind sechs Drehkolben bezeichnet. Die Drehkolben bestehen aus einer Wand, welche parallel zur Maschi nenachse verläuft und vorübergehend zur Untertei lung des Arbeitsraumes dient und von Armen 10 mit den Zapfen 11 und 12 getragen wird, die in den axial einander gegenüberliegenden Wandungen 13 und 14 des ringförmigen Arbeitsraumes gelagert sind. Die Arme 10 jedes Drehkolbens - 9 liegen in seitlichen Vertiefungen der Wandungen 13 und 14 des Arbeitsraumes, der ausserdem noch durch zwei einander konzentrische Wandungen 1 und 4 be grenzt ist.
Die Wandstärke, welche die Arme im Bereich ihres radial äussersten Teils besitzen, füllt die Vertiefungen in den Wandungen in der Weise aus, dass beim Überlaufen über einen Festkolben eine Spaltdichtung zwischen letzterem und jenem Teil be steht. Die Arme 10 haben auf ihren kleineren Radien eine geringere Wandstärke, und in diesem Bereich werden die Arme durch einen Teil der Seitenwand, der mit 15 bezeichnet ist, gegen den Arbeitsraum hin abgedeckt.
Es ist vorteilhaft, die Drehkolbenachse, die durch die Zapfen 11 und 12 gebildet wird, parallel zur Maschinenachse anzuordnen.
. Die Arme, die an einem Drehkolben angreifen, werden zweckmässig in Vertiefungen der Wandungen des Arbeitsraumes untergebracht. Auch ist es zweck mässig, sie mit Durchbohrungen 16 zur Erzielung einer Entlastung von einseitigem Flüssigkeitsdruck zu versehen.
Die Fig. 1 zeigt, dass die Drehzapfen 11 in Boh rungen gelagert sind, die nur nach dem Arbeitsraum der Maschine hin offen sind. Dadurch wird ein Druckausgleich an den Drehzapfen 11 erzielt. Die Drehzapfen 12 sind durch die Wand 14 des Arbeits raumes hindurchgeführt bis in den Gehäuseraum der Maschine, und sie sind an ihrem Ende mit einer Kurbel 17 versehen. Die Drehzapfen 12 haben ausser- dem einen Ringteil grösseren Durchmessers, der in eine entsprechende Aussparung der Wand 14 ein greift. Die beiden Stirnflächen des Ringteils besitzen einen Ringquerschnitt, der ebenso gross ist wie der Querschnitt des Drehzapfens. Die Spalträume an den Stirnflächen des Ringteils sind durch Bohrungen 46 und 47 einerseits mit dem Arbeitsraum der Maschine und anderseits mit dem Gehäuseraum verbunden.
Diese Anordnung ergibt einen Ausgleich der Druck kräfte auf den Drehzapfen 12.
Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, dass die Mittel linie der Drehzapfen 11 und 12 innerhalb des Arbeits raumes der Maschine verläuft. Dies ist zur Erzielung eines geringen Bauraumes der Maschine besonders vorteilhaft. Ferner erweist es sich als vorteilhaft, dreimal so viel Drehkolben wie Festkolben anzuord nen, wie es die Fig. 1 und 2 zeigen, weil dabei auf kleinem Bauraum grosse Momentenkräfte und zu gleich günstige Verhältnisse für die Schwenkbewe gung der Drehkolben erzielt werden.
Die Schwenkbewegung der Kolben 9 um die Achse der Zapfen 11 und 12 wird mittels der Kur beln 17 bewirkt, welche den Kurbelzapfen 18 tragen. Der Kurbelzapfen 18 greift in eine Führungsbahn 19 ein, die in dem Führungsflansch 20 angeordnet ist. Dieser Führungsflansch 20 ist mit der Achse 1 der Maschine verbunden, wie es in der Fig. 1 durch eine gestrichelt gezeichnete Schraube angedeutet ist. Es ist vorteilhaft, entsprechend der in der Fig. 1 angege benen Konstruktion die Führungselemente für die Verstellung der Drehkolben ausserhalb des Arbeits raumes der Maschine anzuordnen.
In der Fig. 3 ist der Führungsflansch 20 näher dargestellt. Diese Figur ist eine Ansicht auf den Füh rungsflansch 20, gesehen vom Innern der Maschine aus. Der Gehäusedeckel 21, welcher den Führungs flansch 20 umgreift, ist strichpunktiert angedeutet. Er ist mit dem Gehäuse 4 durch Schrauben verbun den, wie es die Fig. 1 zeigt. Ferner zeigt die Fig. 3 die Lage der im Schnitt hervortretenden Zapfen 12 sowie die an die Zapfen 12 angreifenden Kurbeln 17. Es ist erkennbar, welche Stellung den Kurbeln 17 durch die Führungsbahn 19 und die Kurbelzapfen 18 gegeben wird. Die Anordnung von Führungselemen ten, die aus einer Kurbel mit Kurbelzapfen und einer Führungsbahn für diesen besteht, hat sich als vorteil haft gezeigt.
Aus der Fig. 2 geht hervor, dass jeder Drehkolben 9 beim Überlaufen eines Festkolbens 8 in eine Tasche des den Arbeitsraum umhüllenden Gehäuseteils ein geführt ist. An den Stellen des Überganges von der Gehäusewand zum Drehkolben ist der Taschenraum gegen den ringförmigen Arbeitsraum der Maschine gedichtet. Diese Dichtung ist von wesentlicher Be deutung. Die Dichtung ergibt sich einerseits durch eine Anlage der Kolbenwand an diejenige des Ge häuses bei der Stelle 22 und anderseits durch die Dichtrolle 23 an der andern Seite der Taschenöff nung. Der Raum einer Tasche des Gehäuses erfährt beim Einführen und beim Herausführen eines Dreh kolbens eine Änderung seines Flüssigkeitsinhaltes.
Um das Verdrängen und das Einströmen von Flüs sigkeit zu erleichtern, sind Ausgleichskanäle mit den Öffnungen 24 und 25 angeordnet, deren Durchfüh rung 26 durch die Wand 14 im obern Teil der Fig. 2 und im untern Teil der Fig. 1 gestrichelt gezeichnet erkennbar ist. Die aus der Wand 14 in den Arbeits raum der Maschine mündende Öffnung 25 wird beim Überlaufen eines Drehkolbens 9 über einen Festkol ben 8 durch die seitliche Begrenzung des Festkolbens dichtend verschlossen.
Während des Überlaufens eines Drehkolbens 9 über einen Festkolben 8 wird der Taschenraum in der umhüllenden Gehäusewand mit einem Raum innerhalb der Maschine in Verbindung gesetzt, der geringen Flüssigkeitsdruck hat. Um dies zu erzielen, ist in der Wand 14 der Kanal 25 bis zu der zylindri schen Bohrung der Wand 14 geführt. Die Mündung des Kanals 26 liegt somit, wie in Fig. 1 und 2 gestri chelt gezeichnet, in der Spaltdichtung zwischen der Wand 14 und der Maschinenachse 1. Die Mündung ist fast über den gesamten Umfang der Maschinen achse hin abgeschlossen. Nur über einen Teil der Umfangsstrecke hin, während welcher ein Drehkol ben 9 in seiner Gehäusetasche liegt, wird die Mün dung des Kanals 26 mit dem Gehäuseraum verbun den.
Zu diesem Zweck ist die Achse 1 an ihrem Ende und in Nähe der Festkolben 8 mit einer Nut 27 versehen, wovon eine in den Fig. 1 und 2 gestri chelt eingezeichnet ist. Es ist von bedeutendem Vor teil, eine Druckentlastung der Flüssigkeit in einer Kolbentasche des Gehäuses während derjenigen Kol benstellung vorzusehen, in welcher ein Drehkolben einen Festkolben dichtend überläuft. Diese Mass nahme bewirkt, dass der Drehkolben in jedem Falle durch Flüssigkeitsdruck innerhalb des Arbeitsraumes der Maschine in seiner Lage festgehalten wird, ohne dass eine Beanspruchung der Führungselemente für die Kolbendrehung auftritt.
Bei einer Lage der Drehkolben, wie sie die Kol ben in der Nähe der horizontalen Mittellinie in Fig. 2 einnehmen, ist es zweckmässig, auf die schmale Dichtfläche des Kolbens, welche auf der Maschinen achse 1 gleitet, eine geringe Kraft auszuüben.
In der Fig. 4 ist beispielsweise eine dementspre chende Anordnung dargestellt. Die Dichtrolle 23 übt bei Überdruck der Flüssigkeit an einer Seite des Kol bens 9 eine Kraft auf den Kolben aus, die in Rich tung des Pfeils 28 weist. Zu diesem Zweck ist die zylindrische Aussenfläche des Drehkolbens 9 an der Stelle, an welcher die Rolle 23 auf den Kolben drückt, derart abgeflacht, dass die Wand rechtwinklig zur Richtung des Pfeils 28 verläuft. Durch diese Kraftrichtung wird in jedem Falle, gleichgültig, ob der mit p und p. bezeichnete Flüssigkeitsdruck an der einen oder andern Kolbenseite grösser ist, ein Mo ment auf den Kolben ausgeübt, welches die er- wünschte Kraft auf die Spaltdichtung an der Maschi nenachse 1 ergibt.
Die Anordnung, welche durch die Fig. 1 und 2 dargestellt ist, enthält wesentliche Vorteile. Diese er geben sich in der Hauptsache daraus, dass der ring förmige Arbeitsraum der Drehkolbenmaschine durch eine äussere Zylinderwand und zwei radial verlau fende Seitenwände einerseits sowie durch eine innere Zylinderwand anderseits gebildet wird. Bei einer der artigen Anordnung ist ein besonders geringer Bau raum und ein grosses Drehmoment mit einfachen Mitteln zu erzielen, und die Ausdehnung der stets erforderlichen Spaltdichtungen erreicht zugleich ein günstiges Mass. Damit ergibt sich, dass die unvermeid lichen Verluste eingeschränkt werden und ein gün stiger Wirkungsgrad erreicht wird.
Die Zu- und Ableitung der Flüssigkeit wird zweck mässig in radialer Richtung und beiderseits von den Festkolben bewirkt. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine der artige Anordnung der Flüssigkeitsführung. Die Zu leitung der Flüssigkeit ist durch den Pfeil 29, die Ableitung durch den Pfeil 30 veranschaulicht. In der Fig. 2 liegt der Kanal zu Pfeil 29 im obern Teil der Maschinenachse und der Kanal zu Pfeil 30 rechts vom Mittelpunkt der Maschine.
Es ist vorteilhaft, in dem Gehäuseraum der Drehkolbenmaschine stets einen Druck aufrechtzuer halten, der in der Grösse des Atmosphärendruckes liegt. Die Maschinenachse kann dann als Achsstum mel ausgeführt werden, ohne dass durch Flüssigkeits druck axiale Kräfte auf das Gehäuse ausgeübt wer den. Um dies zu erreichen, ist bei der Drehkolben achse gemäss Fig. 1 ein Kanal 31 angeordnet, wel cher von dem Gehäuseraum durch den Flansch 2 und eine anschliessende Rohrleitung 32 zu einem Behälter führt, in welchem ungefähr Atmosphären druck besteht. Zweckmässig ist es, diesen Behälter druck um ein geringes Mass höher zu halten als den Atmosphärendruck, um den Eintritt von Luft in den Kreislauf der Flüssigkeit ohne weitere Mittel zu ver meiden.
In der Fig. 1 ist weiterhin ein Kanal 33 wie dergegeben. Dieser verbindet die linke und die rechte Seite des Gehäuseraumes, um zu erreichen, dass bei derseits des Gehäuseraumes stets gleicher Flüssigkeits druck besteht.
Beim Antrieb eines Fahrzeuges tritt gelegentlich ein Betriebszustand ein, bei welchem eines der an getriebenen Fahrzeugräder keinen genügenden Bo denwiderstand findet. Dies ergibt sich auch bei Be triebszuständen, in denen an sich ein hohes Dreh moment eines jeden Rades erforderlich ist, wobei demgemäss ein hoher Flüssigkeitsdruck besteht. So fern dann der Bodenwiderstand mehr oder weniger fortfällt, würde das vom Widerstand entlastete Fahr zeugrad unverzüglich eine hohe Drehzahl annehmen. Die Drehkolbenmaschine würde bei einer hohen Drehzahl eine unzulässig beschleunigte Verstellung der Drehkolben durchführen und dadurch gefährdet.
Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die Leitung des Flüssigkeitsstromes einer Drehkolbenmaschine mit einer drosselnden Einrichtung zu versehen, die den Flüssigkeitsstrom beim überschreiten eines Höchstwertes der Strommenge selbstättig drosselt.
In den Fig. 5 und E ist eine Einrichtung dieser Art beispielsweise dargestellt. Die Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt, die Fig. 6 eine Sicht auf die Einrich tung, gesehen auf die obere Seite von Fig. 5. Die Leitung 34 gibt einen Bestandteil der Leitung des Flüssigkeitsstromes für ein Fahrzeugrad wieder. In der Leitung 34 ist ein Stauteller 35 angeordnet, der durch einen Schaft 36 beiderseits gelagert ist. Diese Lagerung befindet sich in den Deckeln bzw. Stutzen der Zylinder 37, und gegenüber den Enden des Schaftes 36 sind Scheiben 38 angeordnet.
Diese Scheiben 38 werden von Schraubenfedern 39 unter einer derartigen Vorspannung gehalten, dass beim normalen Betrieb des Fahrzeuges keine Änderung der Lage des Stautellers 35 eintritt. Wird dagegen die zulässige Strömungsgeschwindigkeit überschritten, dann bewegt sich der Stauteller 35 in der Strömungs richtung der Flüssigkeit und führt infolge der dann eintretenden, aus der Fig. 5 erkennbaren Verengung des Strömungsquerschnittes eine Drosselung des Flüs sigkeitsstromes herbei.
Durch die Wahl einer ent sprechenden Grösse der Scheiben 38, derart, dass diese zusammen mit den Zylindern eine Dämpfein- richtung bilden, kann der Vorgang ohne weiteres mit einer erwünschten Dämpfung der Bewegungen be wirkt werden.
In den Fig. 5 und 6 ist ausserdem veranschau licht, in welcher Weise auch eine willkürliche Dros selung oder Absperrung des Flüssigkeitsstromes durchgeführt werden kann. Der Betrieb eines Fahr zeuges kann dies in einigen Fällen erwünscht erschei nen lassen. Die axial verschiebliche Hülse 40 ist in der Fig. 5 in einer Stellung gezeichnet, in welcher der Flüssigkeitsstrom einen unbehinderten Durch fluss hat. An der Hülse 40 ist ein Zapfen 41 ange bracht, an welchem ein Hebel 42 angreift. Dieser Hebel 42 ist in der Fig.6 gestrichelt angedeutet. Durch eine Welle 43 ist der Hebel 42 mit dem Hebel 44 verbunden.
Wenn der Hebel 44 in Richtung des Pfeils 45 in Fig.6 geführt wird, bewegt sich die Hülse 40 nach rechts und verengt den Flüssigkeits- durchlass innerhalb der Einrichtung, gegebenenfalls bis zur völligen Absperrung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vor liegenden Drehkolbenmaschine mit einem ringförmi gen Hohlraum, in den Zu- und Ableitungen der Treibflüssigkeit münden und der aus zwei Seiten wänden und zwei zueinander konzentrischen Wän den gebildet ist, wobei zwischen dem drehbaren und dem ruhenden Teil der Maschine ein Dichtspalt und ferner mindestens zwei mit dem einen Teil verbun dene, den Arbeitsraum symmetrisch und dichtend unterteilende Festkolben vorhanden sind; ist minde stens die doppelte Anzahl Drehkolben am andern Teil vorgesehen.
Die Drehkolben sind dabei je aus einem Kreisringsegment erzeugt, das mit einer Aus drehung für ein dichtendes Überlaufen der Festkol- ben versehen wird, und ragen in entsprechende Kreisringnuten sich gegenüberliegender Wandungen des Arbeitsraumes hinein.
Durch Führungselemente gesteuert, werden sie abwechselnd in eine den Ar beitsraum dichtend unterteilende Stellung gebracht, dabei vom Druck der Treibflüssigkeit belastet und gegenüber ihren Stützflächen in Ruhestellung gehal ten und sodann nach ihrer Entlastung durch einen andern Drehkolben in eine einen Festkolben dich tend überlaufende Ruhestellung durch Drehung in den Kreisringnuten gebracht. Nach dem überlaufen eines Festkolbens werden sie wieder in die Ausgangs stellung gedreht und sodann erneut belastet.
Infolge damit möglicher Übertragung grosser Kräfte innerhalb eines kleinen Bauraumes ohne glei tende Reibung der vom Druck der Treibflüssigkeit belasteten Bauteile ergeben sich technisch günstige Verhältnisse für den Einbau, den Gewichtsaufwand, den Wirkungsgrad und die Betriebsbedingungen bei Fahrzeugen.
Der ringförmige Arbeitsraum der Maschine wird in den Fig. 7 und 8 einerseits durch die Achse 48 und anderseits durch die axial einander gegenüber liegenden Wandungen 49 und 50 sowie den zu Achse 48 konzentrischen Gehäusering 51 gebildet. In den Arbeitsraum führen Leitungen 52, 53, 54 und 55, wovon jeweils zwei sich gegenüberliegende der Zu- bzw. Ableitung der Treibflüssigkeit dienen, wie es in den Figuren durch Pfeile angedeutet ist. Zwischen dem durch die Körper 49"50 50 und 51 gebildeten drehbaren Teil der Maschine und der Achse 48 be finden sich Dichtspalte.
In den Arbeitsraum der Maschine ragen die zwei Festkolben 56 und 57, die mit der Achse 48 verbun den sind, unter Bildung von Dichtspalten gegenüber dem rotierenden Teil hinein. Der Festkolben 57 ist in Fig. 8 gestrichelt angegeben. Die Festkolben 56 und 57 ergeben eine symmetrische Aufteilung des Arbeitsraumes. Ferner sind Drehkolben 58 bis 63 angeordnet, deren Ausgangsform im wesentlichen diejenige eines Kreisringsegmentes ist, welches mit einer Ausdrehung für ein dichtendes Überlaufen der Festkolben 56 und 57 versehen ist.
Die Form des Kreisringsegmentes tritt in dem Schnitt C-M der Fig. 8 hervor, dessen Lage in Fig. 7 bezeichnet ist. Der Schnitt C-M in Fig. 8 gibt einen Teil der Kol ben wieder, welcher in Kreisringnuten der Wandung 50 hineinragt. Um das überlaufen der Festkolben zu ermöglichen, sind die Kreisringsegmente an ihrer Innenseite nach den Linien 64 ausgedreht. Infolge der Ausdrehung nach Linie 64 sind die Drehkolben somit nicht exakt als Kreisringsegmente anzuspre chen, jedoch ist diese Form als Ausgangsform für sie wesentlich.
Wie aus den Fig. 7 und 8 hervorgeht, werden die Drehkolben 58 bis 63 durch Führungselemente ge steuert. Die Führungselemente, die durch die Rela tivbewegung des drehbaren gegen den festen Teil der Maschine bewegt werden, bestehen je aus einem Dreharm 65, der in eine kleine Aussparung eines Drehkolbens eingreift, einer Kurbelwelle 66, einer Kurbel 67 und einem Kurbelzapfen 68.
Dieser Kurbelzapfen 68 greift in eine Führungs nut 69 ein, welche sich in einer Führungsscheibe 70 b:-findet. Die Führungsscheibe 70 wird an ihrer Aussenkante bei 71 durch die Gehäusewand 50 kon zentrisch und gleitend gehalten und durch Halte bleche 72, die mit der Achse 48 verbunden sind, sowohl am Verdrehen wie auch an einer axialen Verschiebung gehindert.
Die Führungselemente bewirken, dass die Kolben einerseits in eine den Arbeitsraum dichtend unter teilende Stellung gebracht werden, wie es in Fig. 8 die vom Druck der Treibflüssigkeit belasteten Kol ben 59 und 62 zeigen. In dieser Stellung bleiben die Kolben so lange, bis sie durch eine gleichartige Stel lung des nachfolgenden Kolbens entlastet werden. Bei ihrer Belastung stützen sich die Kolben an ihren Enden gegen die Stützflächen der kreisringförmigen Nuten der Gehäusewände 49 und 50 sowie gegen den Gehäusering 51 ab. Anderseits werden die Kol ben, nachdem sie entlastet sind, durch die Führungs elemente in eine Stellung gedreht, wie sie die Kol ben 60 und 63 in Fig. 8 zeigen.
Durch Flüssigkeits- Ausgleichkanäle zu den Räumen in Teil 51, in wel che die Kolben eindringen, kann die Bewegung der Kolben begünstigt werden. In der Stellung, welche die Kolben 60 und 63 haben, überlaufen sie dichtend die Festkolben 56 und 57. Wenn die Drehkolben die Festkolben 56 und 57 überlaufen haben, werden sie durch die Führungselemente wieder in ihre frühere Stellung zurückgedreht, wobei sie den Arbeitsraum dichtend unterteilen und erneut belastet werden.
Es ist vorteilhaft, den absatzweisen Wechsel einer Ruhestellung der Drehkolben durch ihre Drehung um weniger als 120 , vorzugsweise um weniger als 90 , zu bewirken.
Bei der beschriebenen Bauweise ergibt sich der Vorteil, dass die kreisringförmigen Nuten in sich axial einander gegenüberliegender Wandungen des Arbeitsraumes zur Abstützung der Drehkolben bei ihrer Belastung ausgebildet werden können.
Die grossen Kraftwirkungen, welche durch den Druck der Treibflüssigkeit bewirkt werden, führen zu elastischen Formänderungen der Bauteile der Ma schine. Um den dadurch bedingten geometrischen Veränderungen technisch gerecht zu werden, ist es zweckmässig, die Schwenkung eines Drehkolbens durch ein Führungselement zu bewirken, welches gemäss der dargestellten Konstruktion keine feste Verbindung mit einem Drehkolben hat und nur Kräfte in der Schwenkrichtung des Kolbens auf die sen überträgt. Dadurch ist es möglich, unerwünschte Spannungen zwischen den Drehkolben und den Steuerelementen zu vermeiden.
Infolge der grossen hydraulischen Kräfte, welche auf die Drehkolben einwirken, werden die Stützflä chen für die Kolben bei Belastung sehr eng aufeinan- dergedrückt. Da die Drehkolben nach ihrer Ent lastung gegenüber den Stützflächen bewegt werden sollen, \so ist eine flächige Berührung der Stützflächen für die Bewegung unerwünscht, weil eine solche Be rührung leicht zu einem Anhaften führt.
Um nach dem Fortfall der Druckbelastung eines Drehkolbens ein Anhaften der Berührungsflächen zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenigstens eine der Berührungsflä chen gegen die andere Fläche derart gewölbt auszu führen, dass sie sich an letzterer bei Belastung des Drehkolbens kugeldruckartig abstützt.
Bei den in der Praxis auftretenden Druckkräften in Höhe von mehreren tausend Kilogramm und bei der Ausdehnung, welche für die Stützflächen in Frage kommt, ergeben sich bei kugeldruckartiger Abstüt zung nach den Hertzschen Gleichungen elastische Verformungen der Oberflächen, die bei Druckentla stung zu einem Abheben der Stützflächen in der Grössenordnung von Hundertstelmillimeter führen. Dadurch wird die Ausbildung einer entsprechenden Flüssigkeits-Laminarschicht zwischen den Stützflä chen bewirkt.
Bereits bei Vorhandensein einer Lami- narschichx in einer Dicke von wenigr als ein Hundert stehnillimeter treten unter den vorliegenden Verhält nissen keine wesentlichen Kräfte auf, die entgegen einer Gleitbewegung gerichtet sind. Die Berührung der Stützflächen schrumpft unter Bildung der Lami- narschicht theoretisch auf einen Punkt zusammen und ist nur schwach, sofern vorher reine Kugeldruck berührung vorlag. Eine punktförmige schwache Be rührung ergibt jedoch praktisch keinen Widerstand bei Relativbewegung auf einer unbelasteten Gleit fläche.
Somit zeigt sich, dass eine elastische Verfor mung durch Kugeldruckabstützung bei der Einwir kung des Druckes der Treibflüssigkeit einen Dreh kolben ohne Aufwendung grosser Kräfte in Bewegung zu setzen gestattet, sobald der Druck der Treibflüs- sigkeit verschwunden ist.
Praktisch ist es nicht in allen Fällen erforderlich, eine exakte Kugeldruckberührung vorzusehen, wenn diese auch die günstigste ist. Es kann in einigen Fällen auch eine Berührung genügen, die teilweise auf Walzendruck beruht und nach der Entlastung theoretisch in gewissem Masse eine Linienberührung ergibt. Somit genügt es in vielen Fällen, eine Berüh rung nach Art eines Kugeldruckes vorzusehen.
Zur Sicherung einer guten Führung der Drehkol ben in deren Gleitbahnen ist es vorteilhaft, zwei oder mehr gewölbte Flächenteile an einer Stützfläche anzu ordnen.- Bei dem Antrieb von Fahrzeugen durch Dreh kolbenmaschinen ist zu berücksichtigen, dass die Temperatur der Treibflüssigkeit in der Regel von der Temperatur der Atmosphäre erheblich abweicht. Nach einiger Betriebszeit wirken sich die unvermeid lichen Verluste der Energieübertragung in einer Er höhung der Temperatur der Treibflüssigkeit aus, so dass die Temperatur innerhalb der Maschine höher liegt als ausserhalb der Maschinenwandungen. Dar aus folgt zwangläufig eine unsymmetrische Verfor mung der Bauteile der Maschine.
Diese ist aber unerwünscht, weil durch sie die Führungen für die Drehkolben, die Abstützfläehen und die Steuerele mente in ihrer richtigen Lage zueinander geändert werden.
Um eine unvorteilhafte Änderung der Lage der Bauteile durch grosse Temperaturunterschiede inner halb der Wandungen zu vermeiden, ist es zweck mässig, die Wandungen des Arbeitsraumes an ihrer Aussenseite gegen Wärmedurchgang zu sperren.
Hierbei ist es zweckmässig, die Wandungen des Arbeitsraumes mit einem gesonderten Hüllkörper zu umschliessen, vorzugsweise derart, dass dieser die Treibflüssigkeit aufnimmt, welche durch die Dicht spalte der Maschine austritt. Dieser Hüllkörper ist in den Fig. 7 und 8 mit 73 bezeichnet. Die durch die Dichtspule der Maschine in den Hüllkörper austre tende Treibflüssigkeit kann aus dem Hüllkörper ab geleitet und einem Sammelraum zugeführt werden. Hierzu dient die in Fig. 7 angedeutete Bohrung 74 in dem Befestigungsflansch der Achse 48.
Zur Abstützung der Umfangskraft des den Ar beitsraum umschliessenden Hohlkörpers sind zweck mässig einige symmetrisch verteilte Abstützstellen vor zusehen, die in Fig. 8 mit 75 angegeben sind. Dabei ist es vorteilhaft, zwischen dem stützenden Bauele ment des Hohlkörpers und demjenigen des Hüllkör- pers eine etwas elastisch nachgiebige Masse anzu ordnen, zum Beispiel einen gummiartigen Stoff, so dass eine praktisch gleich grosse Stützkraft an jeder Stützstelle gewährleistet ist.
Ferner ist der Hüllkörper, welcher die Wandun gen des Arbeitsraumes umgibt, vorteilhaft mit den zur Lagerung des Fahrzeugrades gegen die Achse erforderlichen Lagerstellen zu versehen, die in Fig. 7 ersichtlich und mit 76 und 77 bezeichnet sind, so dass der den Arbeitsraum enthaltende Hohlkörper von diesen Radkräften entlastet ist und nur seine Um fangskraft gegen den Hüllkörper abstützt.
Bei einigen Anwendungen der Drehkolbenma- schine kann zweckentsprechend auch das Gehäuse ruhend und der andere Maschinenteil drehbar aus geführt werden.