CH338382A - Waffe zur Nahbekämpfung eines Angreifers - Google Patents

Waffe zur Nahbekämpfung eines Angreifers

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CH338382A
CH338382A CH338382DA CH338382A CH 338382 A CH338382 A CH 338382A CH 338382D A CH338382D A CH 338382DA CH 338382 A CH338382 A CH 338382A
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foam
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Inventor
Christen Fritz
Original Assignee
Christen Fritz
Aeberhard Fritz
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H9/00Equipment for attack or defence by spreading flame, gas or smoke or leurres; Chemical warfare equipment
    • F41H9/10Hand-held or body-worn self-defence devices using repellant gases or chemicals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Waffe   zur Nahbekämpfung eines Angreifers Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waffe zur Nahbekämpfung eines Angreifers mit einem Reservoir für einen flüssigen Wirkstoff und mit    Mitteln,   die den Wirkstoff in    flüssigem   Zustande in einem anhaltenden Strahl    auszutreiben   gestatten, welche gekennzeichnet ist durch mindestens ein druckfestes Reservoir, worin    mindestens   ein Wirkstoff und ein leicht flüchtiger Treibstoff zum Austreiben des Wirkstoffes enthalten sind. 



  Vorzugsweise treibt man den Wirkstoff in fein zerstäubtem Zustand aus, z. B. als Aerosol, wobei man den flüssigen Wirkstoff in dem leicht flüchtigen Treibmittel mit sich führen und unter dem eigenen Dampfdruck des Treibmittels mitsamt dem Treibmittel ausfliessen lassen kann. Dem    Wirkstoffstrahl   kann vorzugsweise ein gut haftender Schaum beigemischt werden, welcher die Haftung des Wirkstoffes am Angreifer unterstützt. 



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Waffe nach der Erfindung dargestellt. 



     Fig.   1 zeigt eine perspektivische Ansicht der Waffe, und    Fig.   2 ist ein Längsschnitt durch die Waffe. 



  Die dargestellte Waffe weist ein    länglichovales   Gehäuse 1 mit einem Haltegriff 2 auf. In dieses Gehäuse 1 sind drei Flaschen 3, 4 und 5 eingesetzt, die mittels ihrer Ventile 6, 7 bzw. 8 mit einem Gehäusedeckel 9 verbunden sind und mit diesem ein zusammenhängendes Aggregat bilden, das als Ganzes in das Gehäuse 1 eingesetzt und aus diesem entfernt werden kann. Im Gehäuse 1 sind Haltebleche 10 eingebaut, die die Flaschen 3 bis 5 gegen seitliche Verschiebung stützen. 



  Die Flasche 5 ist auch unten mit einem    Ventil   11 versehen, an welchem eine Verbindungsleitung 12 mit einem flexiblen    Teil   13 angeschlossen ist. Die Leitung 12 ist von unten in die Flasche 4 eingeführt und in Form einer rechteckigen Schlange durch dieselbe geführt. Längs des in der    Flasche   4    liegenden      Teils   der Leitung 12 sind    Austrittsöffnungen   14 vorgesehen.

   Die Ventile 6, 7, 8 und 11 sind so ausgebildet, dass sie durch seitlichen Druck gegen die aus den    Flaschen   herausragenden Ventilkörper ge- öffnet werden können. über dem Deckel 9 des Gerätes ist eine    Auslöseschiene   15 mit drei gleichartigen Löchern angebracht, durch welche Löcher die Körper der Ventile 6, 7 und 8    durchragen.   Diese Auslöseschiene ist am hintern Ende rechtwinklig abgebogen und durch eine Öffnung 16 und einen Halteschlitz 17 im Griff 2 durchgeführt.

   Ungefähr in der Mitte des    horizontalen   Teils der    Auslöseschiene   15 ist eine Stange 18 angebracht, die mit ziemlich Spiel durch den Deckel 9 durchgeführt ist, das Gehäuse 1 senkrecht    durchragt   und am untern Ende mit einem auf den Ventilkörper 11 wirkenden horizontalen Teil 19 versehen ist. Auf den Ventilkörper 6 ist eine nach vorn gerichtete Düse 20, auf den    Ventilkörper   7 ein nach vorn gerichtetes Rohr 21 und auf den Ventilkörper 8 eine Alarmvorrichtung 22, z. B. eine Pfeife, aufgesetzt. 



  Das    Ventil   6 ist mit einer Tauchleitung 23 verbunden, die in eine in der druckfesten Flasche 3 befindliche Flüssigkeit eintaucht. Diese Flüssigkeit besteht aus einem leicht flüchtigen Treibmittel, das bei einer Temperatur von 20  C z. B. ungefähr einen Dampfdruck von 2,8    At.   aufweist, in welchem Treibmittel ein    Wirkstoff,   z. B. Tränengas oder sonstiger anorganischer Wirkstoff oder ein organischer Wirkstoff, z. B. ein Zwiebelextrakt oder dergleichen, in flüssiger Form gelöst ist. über dieser Lösung befindet sich die gasförmige Phase des Treibmittels.

   Als    Treib-      und   Lösungsmittel eignen sich besonders    Chlor-      Fluor-Kohlenwasserstoffe,   die unter der Bezeichnung 

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     Freon    (eingetragene Marke) bekannt sind. Diese Stoffe weisen teils sehr tiefe Siedepunkte auf und erzeugen daher bei Normaltemperatur relativ hohe Dampfdrücke. Wird das Ventil 6 durch seitlichen    Druck   geöffnet, so wird die in der    Flasche   3 befindliche Flüssigkeit unter dem eigenen Dampfdruck des Treibmittels durch die Tauchleitung 23, das    Ventil   6 und die Düse 20 ausgetrieben, wobei das Treibmittel in der Flasche 3 bei abnehmendem Drucke stets sofort nachverdampft und den austreibenden Druck aufrechterhält.

   Es entsteht dadurch ein    kontinuierlicher   Strahl an der Düse 20. Nach dem Austritt der Flüssigkeit aus der Düse 20 verdampft das Treibmittel fast augenblicklich und der darin gelöste Wirkstoff fliegt in Form eines feinsten    Nebels   oder Aerosols weiter. 



  In der Flasche 4 befindet sich in analoger Weise ein Treibstoff der oben bezeichneten Art zusammen mit einem darin gelösten Schaumstoff, z. B. einem    seifenartigen   Stoff. Derartige Flaschen mit geeigneten Schaumstoffen befinden sich auf dem Markte und können grundsätzlich    in   dieser    handelsüblichen   Form verwendet werden. Es ist aber im allgemeinen erforderlich, diese Lösung von    schaumbildender   Masse und    Treibmittel   vor Gebrauch etwas zu schütteln, damit augenblicklich bereits Schaum austritt.

   Eine genügende    Durchwirbelung   der in der Flasche 4 befindlichen Substanz wird beim dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass man bei dem oder gegebenenfalls kurz vor dem Öffnen des Ventils 7 der Flasche 4 durch die Leitung 12 bzw. deren Austrittsöffnungen 14 ein Gas in die Flasche 4 einströmen lässt, das eine tüchtige    Durchwirbelung   der Substanz in der Flasche 4 zur Folge hat. Zu diesem Zwecke ist in der Flasche 5 ein Treibstoff vorzugsweise der oben erwähnten Art eingefüllt, welcher    einen   höheren Dampfdruck besitzt als der in der Flasche 4 befindliche Treibstoff für die schaumbildende Substanz. Der Dampfdruck des Treibmittels in der Flasche 4 kann bei 20  C z. B. 2,8    At.   betragen, während der Dampfdruck in der Flasche 5 bei derselben Temperatur z.

   B. 5    At.   betragen kann. 



  Handhabung und Arbeitsweise der dargestellten Waffe sind wie folgt: Der Angegriffene erfasst die Waffe am Griff 2, wobei er die Finger zwischen dem Gehäuse 1 und der    Auslöseschiene   15 durchschiebt. Unter dem erforderlichen Haltedruck soll die    Auslöseschiene   nicht so weit aus der dargestellten Ruhelage verschoben werden, dass sich die Ventile öffnen. Ist die Waffe auf den Angreifer gerichtet, so kann durch erhöhten Druck gegen den im    Griff   2    befindlichen   Teil der    Auslöseschiene   dieselbe so weit verformt werden, dass die Ventile 6, 7, 8 und 11 betätigt werden.

   Dabei kann die Anordnung so getroffen sein, dass das Ventil 11 etwas vor den    Ventilen   6, 7 und 8 geöffnet wird, so dass die Substanz    in   der Flasche 4 bereits    tüchtig      durchwirbelt   ist, wenn das    Auslassventil   7 dieser Flasche geöffnet wird. Werden die Ventile 6, 7 und 8 geöffnet, so tritt aus der Düse 20    in   der in    Fig.   2 angedeuteten Weise ein Strahl von Treibmittel und Wirkstoff aus, wobei sich jedoch das Treibmittel sehr rasch verflüchtigt und nur der Wirkstoff in Form eines Aerosols weiterfliegt. Gleichzeitig tritt aus dem Rohr 21 ein Schaumstrahl aus, welcher sich vor der Waffe mit dem    Wirkstoffstrahl   vermischt und mit diesem zusammen den Angreifer trifft.

   Dieser Schaum vermischt mit stark konzentriertem Wirkstoff, z. B. Tränengas in flüssiger Form, bleibt am Gesicht des Angreifers gut haften und macht denselben augenblicklich für einige Zeit aktionsunfähig. Gleichzeitig wird die Alarmvorrichtung 22 durch aus der Flasche 5 austretende    Treibmittelgase   betätigt und macht weitere Personen darauf aufmerksam, dass das Verteidigungsgerät gebraucht werden    musste,   so    dass   sie dem Angegriffenen erforderlichenfalls Hilfe leisten können. 



  Die zu verwendenden Wirkstoffe und insbesondere die verwendeten Treibstoffe sollen keinen dauernden schädigenden Einfluss auf die Haut und die Augen des Angreifers ausüben, so dass die Verwendung der Waffe ungefährlich ist. Es kann auch von    Vorteil   sein, der Waffe eine besondere Gestalt zu geben, die in    keiner   Weise an eine Waffe denken lässt, damit der Angreifer sich nicht bedroht fühlen muss und von seiner eigenen, nicht ungefährlichen Waffe Gebrauch macht. 



  Anstelle der dargestellten Waffe könnte natürlich für gewisse Zwecke auch ein einfacheres, billigeres Gerät genügen, bei welchem z. B. die Alarmvorrichtung weggelassen ist. Ferner könnte gegebenenfalls auch auf das Auswerfen eines Schaumstrahls verzichtet werden, in welchem Falle das Gerät nur mit einer Flasche 3 auszurüsten wäre. In einer andern Ausführungsform könnte auch die Düse 20 im Rohr 21 angeordnet werden, so dass der Schaumstrahl und der    Wirkstoffstrahl   konzentrisch austreten. Es ist auch denkbar, dass der Wirkstoff selbst ein Schaumstoff ist oder dass Wirkstoff und Schaumstoff im gleichen Gefäss in ein und demselben Treibmittel gelöst sind, in welchem Falle ein gemischter Wirkstoff- und    Schaumstoffstrahl   aus einer Düse ausgeworfen werden könnte. 



  Enthält die Waffe keinen Wirkstoff mehr, so kann das ganze Flaschenaggregat mit dem Deckel 9 und der    Auslöseschiene   15 ausgebaut und durch ein neues ersetzt werden, oder es können gegebenenfalls nur einzelne der Flaschen 3 bis 5 ersetzt werden. 



  Ein wesentlicher    Vorteil   der Waffe liegt darin, dass selbst wenn nur Wirkstoff ausgeworfen wird,    ein   gut sichtbarer Nebelstrahl entsteht, der sofort auf das Ziel gerichtet werden kann. 



  Das Gerät kann überall Verwendung finden, wo bösartige Angreifer mit ungefährlichen Mitteln unschädlich gemacht werden sollen, z. B. bei der Polizei, bei Bank- und Postschaltern oder auch im Umgang mit gefährlichen Tieren. 



  Gegebenenfalls könnte die Waffe mit unschädlichen oder giftigen Wirkstoffen zu militärischen Zwecken verwendet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Waffe zur Nahbekämpfung eines Angreifers, mit einem Reservoir für einen flüssigen Wirkstoff und mit Mitteln, die den Wirkstoff in flüssigem Zustande in einem anhaltenden Strahl auszutreiben gestatten, gekennzeichnet durch mindestens ein druckfestes Reservoir, worin mindestens ein Wirkstoff und ein leicht flüchtiger Treibstoff zum Austreiben des Wirkstoffes enthalten sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Waffe nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung eines Strahls von fein zerstäubtem Wirkstoff. 2. Waffe nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Ventil, durch welches Wirkstoff aus dem Reservoir nach einer Spritzdüse ausgelassen werden kann. 3. Waffe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff im Treibstoff gelöst ist. 4.
    Waffe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Treibmittel ein Chlor-Fluor-Kohlen- wasserstoff verwendet ist. 5. Waffe nach Patentanspruch, dadurch,gekennzeichnet, dass zusätzlich ein einen Schaumstoff enthaltendes Reservoir und ein Treibstoff zum Austreiben dieses Schaumstoffes vorgesehen sind. 6. Waffe nach Unteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff in einem Treibstoff gelöst ist und in Lösung unter dem Dampfdruck des Treibmittels durch ein Ventil ausgelassen werden kann, wobei Mittel vorgesehen sind, die das gleichzeitige Öffnen der Ventile zum Auslassen des Wirkstoffes und des Schaumstoffes gestatten. 7.
    Waffe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaumstoff und der Wirkstoff im gleichen Reservoir, gelöst in ein und demselben Treibstoff, untergebracht sind und durch ein und dieselbe Düse ausgelassen werden können.
CH338382D 1955-06-23 1955-06-23 Waffe zur Nahbekämpfung eines Angreifers CH338382A (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1199161B (de) * 1962-06-26 1965-08-19 Erich Belka Handgeraet zum Verspruehen von Traengengas
US3299960A (en) * 1964-10-30 1967-01-24 Gottfried F Stern Valve
US3635372A (en) * 1969-09-29 1972-01-18 Olin Corp Self-protective device
US3805732A (en) * 1972-10-04 1974-04-23 W Reed Intruder repeller and burglar alarm
DE3406920A1 (de) * 1984-02-25 1985-09-26 Hoernecke, Carl, 7141 Oberstenfeld Reizstoffspruehgeraet

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