CH338419A - Drehschlagbohrverfahren und Drehschlagbohrmaschine für Gestein und andere entsprechend harte Stoffe - Google Patents

Drehschlagbohrverfahren und Drehschlagbohrmaschine für Gestein und andere entsprechend harte Stoffe

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CH338419A
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    • E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B6/00—Drives for drilling with combined rotary and percussive action

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Description


      Drehschlagbohrverfahren    und Drehschlagbohrmaschine für Gestein  und andere entsprechend harte     Stoffe       Bei bergbaulichen Arbeiten, insbesondere bei der  Herstellung von Sprenglöchern, erfolgt das Bohren  entweder mittels eines Drehbohrers, der ständig um  läuft und durch einen, insbesondere bei hartem Ge  stein ausserordentlich erheblichen     Anpressungs-          druck    gegen die Bohrsohle gepresst wird, oder durch  das     Schlagbohrverfahren,    bei dem der Bohrer durch  in kurzen Abständen erfolgende Stösse gegen die Bohr  sohle geschlagen wird und nach jedem Schlag das  Umsetzen des Bohrers erfolgt.

   Es ist auch schon eine  Vereinigung dieser beiden Bohrverfahren bekannt,  wobei nach dem     Schlagbohrverfahren    ein Einkerben  der Bohrsohle erfolgt und nach dem Drehbor  verfahren das zwischen aufeinanderfolgend geschla  genen Einkerbungen vorhandene Gestein gleichzeitig  abgebohrt wird.  



  Das letzterwähnte Verfahren bietet zwar die  meisten Vorteile; es ist aber, trotzdem es seit langem  bekannt ist, praktisch kaum zur Anwendung gelangt.  Ein Grund dafür lag darin, dass bei den mit diesem  Verfahren angestellten Versuchen Schlagbohrhämmer  verwendet wurden, deren Schlagzahl die übliche  Grösse bis zu 1800, jedenfalls unter 2000     Schlägen,     in der Minute hatte. Es musste hier für die Dreh  bohrarbeit zusätzlich zu der Schlagarbeit ein sehr  erheblicher Andruck des Bohrers gegen das Gestein  vorgenommen werden, der vielfach so hoch war, dass  die Bohrstange sich durchbog und nicht imstande  war, den hohen Druck auf die Bohrsohle zu über  tragen.  



  Um diesem Nachteil abzuhelfen, ist ein Bohr  verfahren vorgeschlagen worden, bei dem die Schlag  zahl des Schlaghammers auf über 2000     Schläge/min     erhöht ist. Hierdurch wird zwar eine sehr erhebliche  Verbesserung des Verfahrens erzielt, und es lassen    sich erheblich grössere Bohrleistungen herausholen,  als bei den früher verwendeten niedrigeren Schlag  zahlen, trotzdem hat dieses Verfahren nicht zu einem  voll befriedigenden Ergebnis     geführt.     



  Neuere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiete  und insbesondere eine genaue Untersuchung der Art  der Abnutzung der Bohrer haben ergeben, dass  durch die Schlagarbeit an den     Schneidkanten    eine  unebene, kraterartige Oberfläche erzeugt wurde,  während die Dreharbeit eine die     Schneidkanten    ab  plattende, also stark abstumpfende Wirkung aus  übte.  



  Gemäss dem Verfahren nach der Erfindung wirf  bei     einer    Wucht des Hammers von 0,8 bis 1,8     mkg     pro cm     Bohrerschneidkante    das Verhältnis der Dreh  zahl des Bohrers zu seiner Schlagzahl so eingestellt,  dass eine der Materialhärte entsprechende Kerbfolge  erhalten wird, die bei weicherem Material etwa 6 bis  9 mm, bei     mittelhartem    Material etwa 3-6     mm    und  bei härterem Material etwa 1-3 mm, gemessen am  Umfang des Bohrloches, beträgt.  



  Die Drehschlagbohrmaschine nach der Erfindung  zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens  ist so eingerichtet, dass sie ein Übersetzungsgetriebe  zur Veränderung der Drehzahl des Bohrers aufweist.  



  Die Wucht eines mit einem Druckmittel be  triebenen Schlagmotors kann durch     Änderung    des  Druckes der Druckmittel entsprechend geändert  werden. Achtet man darauf, dass die Wucht des.  Bohrers das Mass von 0,8-1,8     mkg    pro cm Schneid  kantenlänge entsprechend der Härte des zu bear  beitenden Gesteins erreicht, so kann ein verhältnis  mässig geringer Andruck des Bohrers notwendig  sein, der nur einen Bruchteil des sonst üblichen      Bohrdruckes beträgt und     keinesfalls    mehr bis zu  0 kg und darüber. Bei Bohrern mit     grösseren,     Durchmessern, beispielsweise von 60 bis 80 mm,  kann der Andruck bei etwa 600 bis 700 kg liegen,  während bei     Kleinkaliberbohrern    von z.

   B. etwa  30 mm 0, die als Einfachmeissel eine     Schneidkanten-          länge    von     etwa    26 bis 28 mm besitzen können, der  erforderliche Andruck unter 100 kg liegen kann, so  dass es     möglich    ist, Bohrarbeiten mit solchen Bohrern  unmittelbar von Hand mit einem der gebräuch  lichen Bohrknechte auszuführen, ohne dass hierfür  verspannte Bohrsäulen oder Bohrungen notwendig  werden.  



  Die Zeichnung zeigt in     Fig.    1 und 2 zwei ver  schiedene Drehschlagbohrmaschinen zur     Ausführung     des Bohrverfahrens nach der Erfindung, und zwar  ist       Fig.    1 ein Schnitt durch eine Gesteinsbohr  maschine mit dem Drehantrieb für den Bohrer und  mit angebautem Schlagmotor, dessen Hammer un  mittelbar auf das Bohrgestänge arbeitet.  



       Fig.    2     zeigt        ein        Ausführungsbeispiel        der     nach der Erfindung, die ge  genüber     Fig.    1 eine andere Ausführung des Bohr  gestänges und des Drehantriebes     aufweist.     



       Fig.    3 ist eine graphische Darstellung der für  verschieden harte Gesteinsarten erforderlichen Um  drehungszahlen des Bohrers bei einer bestimmten  Schlagzahl und bei verschiedenen     Bohrerdurchmes-          sern.     



       Fig.    4 ist eine schematische Darstellung -der  Kerbdichte bei verschieden harten Gesteinsarten.  Bei beiden Ausführungen     Fig.    1 und 2 ist 1 das  Gehäuse     einer    Bohrmaschine mit gleichzeitig rotie  rendem und schlagendem Bohrer, in das in bekann  ter Weise der Rotor 2 eingebaut ist. Der Antrieb des  Rotors zum Drehen des Bohrers erfolgt durch Druck  luft oder Druckflüssigkeit. Der Rotor sitzt gemäss       Fig.    1 auf einer Welle 3, mit der er durch das Ge  winde 4 verbunden ist.

   Die Welle 3 läuft in Kugel  lagern 5, und zur Erzielung eines leichten Laufes  von Welle 3 und Rotor 2 im Gehäuse dient eine ver  stellbare Verschraubung 6, die in den Deckel am  vordern Ende des Gehäuses 1 eingeschraubt ist und  in der     jeweiligen    Einstellage durch eine Stellschraube  7 festgestellt werden kann. Die Welle 3 ist in der  Achsrichtung durchbohrt, und zwar ist die Bohrung  in dem vordern Teil 8 der Welle     zylindrisch,    dagegen  in dem hintern Teil 9 vierkantig. Sie dient zur Auf  nahme der Bohrstange 10 mit dem nicht gezeich  neten Bohrer, deren Einsteckende ebenfalls mit  einem zylindrischen und einem vierkantigen     Teil    ver  sehen ist.

   Das Einsteckende ist in axialer     Richtung,     in der Wellenbohrung leicht beweglich, sitzt aber  passend in dem Vierkant, so dass der Bohrer bei der  Drehung -des Rotors ohne Spiel mitgenommen wird.  



  Gemäss     Fig.    1 ist am hintern Ende des Bohr  maschinengehäuses 1 ein Schlagmotor 11 angebracht,  dessen als     Schlaghammer        wirkender    Kolben 12  unabhängig von dem Antrieb des Rotors durch    Druckflüssigkeit oder Pressluft bewegt wird. Ein in  die     Druckmittelzuleitung    eingefügtes Ventil 13  dient zur Vorwärts- und     Rückwärtssteuerung    des  Kolbens in sehr rascher Folge. Das Einsteckende  der Bohrstange ragt in den Hubraum des     Schla-          hammers    hinein.

   Der Hubraum ist vor und hinter  dem Kolben so bemessen, dass bei jeder Hubbewe  gung der Kolben auf das freie Ende der Bohrstange  eine starke Schlagwirkung ausübt und dadurch den  Bohrer gegen das Gestein drückt. Zur Dämpfung  der Schläge ist der Kolben mit einer Einlage     12a    aus  Gummi oder einem sonstigen federnden Werkstoff  versehen.  



  Die Zuführung der Druckluft oder der Druck  flüssigkeit zu dem Drehmotor 2     erfolgt    durch den  Stutzen 30, in den zur Regelung des Druckmittel  druckes- zur Einstellung der Drehzahl des Rotors ein  Drosselventil 31 eingebaut ist, während die Zu  führung der Druckflüssigkeit oder der Druckluft zu  dem Schlagmotor durch einen Stutzen 32 vorgenom  men wird, der ebenfalls mit einem Drosselventil 33  versehen ist, um durch Änderung des     Druckes    des  in den Schlagmotor gelangten Druckmittels die  Wucht des Hammers der jeweiligen Gesteinshärte  anpassen zu können.  



  Die Arbeitsweise ist demnach so, dass während  der Drehung des Bohrers durch den Rotor des  Drehantriebes der Bohrmaschine der Bohrer zu  sätzlich durch den mindestens 2000 bis etwa 6000,  am besten 3000 Schläge pro Minute ausführenden  Kolben des Schlaghammers ständig gegen die Bohr  lochsohle gedrückt wird.  



  Die Ausführung nach     Fig.    2 unterscheidet sich  von der in     Fig.    1 dadurch, dass der Kolben 12 des  Schlagmotors einen Schlagbolzen 14 aufweist, mit  dem er in die Bohrung der     Rotorwelle        einfasst.    Der  Kolben erhält dadurch bei seinen vibrierenden Be  wegungen eine bessere Führung und das Einsteck  ende der Bohrstange wird entsprechend kürzer.  



  Nach     Fig.    2 wirkt der Rotor 2 des Drehmotors  auf eine Hohlwelle 34, die an ihrem     obern    Ende  einen Zahnkranz 35 trägt. Letzterer kämmt mit  einem Zahnrad 36, auf dessen Welle 37 ein weiteres  Zahnrad 38 sitzt. Dieses ist wiederum mit einem  Zahnrad 39 in Eingriff. Das Zahnrad 39 sitzt auf  einer Hülse 40, die in der Welle 34 drehbar ist  und entsprechend der Welle 3 in     Fig.    1 mit der  Bohrstange 10 in Verbindung steht. Die Zahnräder  sind auswechselbar, so dass die Übersetzung von dem  Rotor 2 auf die Bohrstange verschieden eingerich  tet werden kann.  



  Die Folge der durch den Bohrer an der Boh  rungssohle erzeugten Kerben, das heisst die     Kerb-          dichte,    ergibt sich aus folgender Formel:  
EMI0002.0048     
    wobei       Kd    die Kerbfolge oder Kerbdichte am Umfang  des Bohrloches ist,      S die Schlagzahl des Hammers des Schlagmotors,  D der     Bohrerdurchmesser    und  n die Drehzahl des Rotors und Bohrers  oder  
EMI0003.0002     
    Bohrt man beispielsweise ein mittelhartes Gestein  mit einer     Härte    von 45 bis 95 nach     Shore,    so würde  die bei einer Schlagzahl von 3000 sich ergebende  Umdrehungszahl des Bohrers  
EMI0003.0005     
    unter der Annahme,

   dass der     Bohrerdurchmesser     L' = 40 mm und die für das erwähnte Gestein  zweckmässigste Kerbfolge     Kd    = 4 mm beträgt.  



  Bei weicherem Gestein mit     Shore-Härten    von 20  bis 45 wäre je nach der Härte in die obige Formel  für     Kd    anstatt 4 mm, 6 bis 9 mm einzusetzen, und  bei härterem Gestein mit     Shore-Härten    von 95 bis  120, 1 bis 3 mm.  



  Aus der     Fig.    3 kann man graphisch bei einer  bestimmten Schlagzahl, nämlich bei einer Schlag  zahl von     3000/min    für weichere, mittelharte und    härtere Gesteine<I>a, b</I> und c die erforderliche Um  drehungszahl des Bohrers ermitteln.

   Das     Diagramm     zeigt als Ordinate die Gesteinshärten nach     Shore     und die dementsprechenden nach den gemachten  Versuchen erforderlichen Kerbfolgen in mm und  auf einer ersten Abszisse die dazugehörigen Dreh  zahlen des Bohrers bei mit den verschiedenen  Kurven angegebenen     Bohrerdurchmessern.    Darunter  ist je auf einer weiteren Abszisse noch anstelle der  Drehzahl der Drehungswinkel des Bohrers von  Kerbschlag     zu    Kerbschlag angegeben, darunter die  Schlagzahl des Bohrers pro Umdrehung bei 3000  Schlägen/min und     schliesslich    die Drehzahl des  Bohrers bei 6000 Schlägen/min.  



  Ein zweiter zu berücksichtigender Punkt ist,  dass die Wucht des Hammers bzw. des Bohrers aus  reichend ist, um die erforderliche Einkerbung im  Gestein vorzunehmen. Versuche haben ergeben,  dass eine Wucht von etwa 0,8-1,8     mkg/cm          Schneidkantenlänge    je nach der Härte des Gesteins  notwendig ist, um das gewünschte Resultat zu er  zielen.  



       Durchgeführte    Versuche haben bei einer Schlag  zahl des Bohrers von     3000/min    folgende Ergeb  nisse gezeigt:  
EMI0003.0022     
  
    Bohrer <SEP> Drehzahl <SEP> des <SEP> Bohrers <SEP> Schlagzahl <SEP> Kerbabstand <SEP> Verschleissbreite <SEP> Bohrleistung
<tb>  o <SEP> mm <SEP> (an <SEP> der <SEP> Bohrstange <SEP> gemessen) <SEP> je <SEP> Umdrehung <SEP> am <SEP> Bohrlochumfang <SEP> am <SEP> Bohrerumfang <SEP> cm/min.
<tb>  40 <SEP> 560/min <SEP> 5,3 <SEP> 23,6 <SEP> mm <SEP> 5,3 <SEP> mm <SEP> 97,0
<tb>  40 <SEP> 420/min <SEP> 7,1 <SEP> 17,6 <SEP> mm <SEP> 4,0 <SEP> mm <SEP> 99,0
<tb>  40 <SEP> 245/min <SEP> 12,3 <SEP> 10,2 <SEP> mm <SEP> 2,3 <SEP> mm <SEP> 99,0
<tb>  40 <SEP> 210/min <SEP> 14,3 <SEP> 8,8 <SEP> mm <SEP> 2,0 <SEP> mm <SEP> 110,6
<tb>  40 <SEP> 150/min <SEP> 20,0 <SEP> 6,3 <SEP> mm <SEP> 1,

  3 <SEP> mm <SEP> 120,0       Die Tabelle zeigt, dass mit der Verringerung der  Drehzahl, das heisst mit der Annäherung der     Kerb-          folge    an die oben angegebenen Bestzahlen, die Ver  schleissbreite am Umfang des Bohrers     abnimmt    und  vor allen Dingen die Bohrleistung ganz erheblich  zunimmt.  



  Es ist also ersichtlich, dass trotz Verringerung  der Drehzahl des Bohrers sich die Bohrleistung  vergrössert. Das gilt natürlich nur bei einer Ver  minderung der Drehzahl bis zu einem gewissen  Grade, nämlich bis dahin, bei dem die oben ange  gebene günstige Kerbfolge erreicht ist. Würde man  die Umdrehungszahl noch weiter verringern, dann  würde die Leistung wieder entsprechend sinken.  



  Zur Durchführung dieses     geschilderten    Bohr  verfahrens verwendet man deshalb Bohrmaschinen,  bei denen bei der erforderlichen Wucht das Ver  hältnis von Drehzahl des Bohrers zu seiner Schlag  zahl einstellbar ist, so dass sich eine     regelmässige     Kerbfolge ergibt, deren Kerbdichte der Härte des  zu bearbeitenden Gesteins entspricht, das heisst bei  einer bestimmten Schlagzahl muss die Maschine dem  Bohrer eine solche Umdrehungszahl erteilen, dass die  durch die Versuche bestimmte günstigste, für das    betreffende Gestein kritische Kerbfolge oder     Kerb-          dichte    erzielt wird.  



  Natürlich braucht man sich nicht auf Einteilung  der Materialien in drei Härtegruppen, also auf  weichere,     mittelharte    und härtere Gesteine und  Stoffe zu beschränken, sondern man kann die     Mate-          rialhärten    auch in mehr oder in weniger als drei  Gruppen einteilen.  



  Die Einstellung der Bohrmaschine bezüglich der       Bohrerdrehzahl    kann bei beiden gezeichneten, mit  Druckmittel-, z. B.     Pressluftdrehantrieb    des Bohrers  versehenen Maschinen erfolgen, indem man den  Druck des zugeführten     Druckmittels    durch das  Drosselventil 31 entsprechend drosselt; die Ein  stellung bei der Maschine gemäss     Fig.    2 ist auch  durch das     Übersetzungsgetriebe    möglich. Es kann  auch umgekehrt, ausgehend von einer     bestimmten     Umdrehungszahl oder Umfangsgeschwindigkeit des  Bohrers, die Schlagzahl entsprechend eingestellt wer  den, z.

   B. durch     Änderung    des Druckes des Antriebs  mittels durch Einstellung des Drosselventils 33 in       Fig.    1 bzw. 2.  



  Auf alle Fälle soll die Schlagzahl des Schlag  motors 2000 bis 6000 Schläge betragen. Bei einer      Schlagzahl von z. B. 3000 soll die Drehzahl unter  220 liegen und bei einer Schlagzahl von etwa 6000  unter 440. Aus diesen Angaben lassen sich die  höchsten     Drehzahlen    bei     dazwischen-,    darunter- oder       darüberliegenden    Schlagzahlen leicht interpolieren.  



  Wenn eine     Änderung    der Drehzahl des Dreh  antriebmotors zwecks Anpassung an verschiedene  Gesteinshärten in sehr     erheblichem    Masse notwendig  ist, kann man auch mehrere     Drehantriebsmotoren     mit verschiedener Normaldrehzahl für wahlweise zur  Arbeit zu verwendende Bohrmaschinen vorsehen, um  nicht eine zu starke Drosselung der     Antriebsdruck-          luft    und damit eine zu erhebliche Verminderung des  jeweiligen Drehmomentes zu erhalten.  



       Fig.    4 zeigt noch die Anordnung der am Bohr  lochgrund zu erzeugenden Kerben bei den drei vor  erwähnten     Gesteinshärtegruppen.    Der Kreis stellt  die Bohrsohle dar. Die radialen Striche sind die  Stellen, an denen die Schneide des rotierenden  Bohrers beim Schlagen     auftrifft.    a ist der Abstand  dieser Kerben am Umfang bei weicherem Gestein,  b bei mittelhartem Gestein und c bei härterem  Gestein. Es ist ersichtlich, dass die Kerbdichte bei  den verschiedenen Gesteinsarten verschieden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Drehschlagbohrverfahren für Gestein und an dere entsprechend harte Stoffe mittels einer Bohr maschine, bei dem gleichzeitig drehend und schlagend gearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Wucht des Hammers von 0,8 bis 1,8 mkg/cm Bohrerschneidkante das Verhältnis der Drehzahl des Bohrers zu seiner Schlagzahl so eingestellt wird, dass eine der Materialhärte entsprechende Kerbfolge er- halten wird, die bei weicherem Material etwa 6 bis 9 mm, bei mittelhartem Material etwa 3 bis 6 mm und bei härterem Material etwa 1 bis 3 mm, ge messen am Umfang des Bohrloches, beträgt. UNTERANSPRUCH 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagkraft des mit einem Druckmittel betriebenen Schlagmotors durch Ände rung des Druckes des Druckmittels der Materialhärte angepasst wird. PATENTANSPRUCH II Drehschlagbohrmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bohrmaschine ein übersetzungs- getriebe zur Veränderung der Drehzahl des Bohrers aufweist. UNTERANSPRÜCHE 2. Drehschlagbohrmaschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagzahl des Schlagmotors 2000 bis 6000 Schläge pro Minute be trägt. 3.
    Drehschlagbohrmaschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagzahl des Schlagmotors 3000 Schläge pro Minute und die Drehzahl des Drehmotors auf unter 220 Umdrehun- gen/min einstellbar ist. 4. Drehschlagbohrmaschine nach Patentanspruch 1I und dem Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, d'ass das Verhältnis der Schlagzahl zur Dreh zahl so einstellbar ist, dass bei einer Schlagzahl von 6000 Schlägen pro Minute, die Drehzahl unter 440 Umdrehungen/min liegt.
CH338419D 1952-11-25 1953-01-27 Drehschlagbohrverfahren und Drehschlagbohrmaschine für Gestein und andere entsprechend harte Stoffe CH338419A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2007147979A1 (fr) * 2006-06-22 2007-12-27 Montabert Appareil rotopercutant hydraulique du type perforatrice

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US8413741B2 (en) 2006-06-22 2013-04-09 Montabert Hydraulic rotary percussive device of the drill type

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