CH338835A - Verfahren zur Herstellung von 5,6-Alkylen-2-keto-piperazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5,6-Alkylen-2-keto-piperazinen

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CH338835A
CH338835A CH338835DA CH338835A CH 338835 A CH338835 A CH 338835A CH 338835D A CH338835D A CH 338835DA CH 338835 A CH338835 A CH 338835A
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Jakob Dr Bindler
Schlaepfer Hans
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Geigy Ag J R
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D241/00Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings
    • C07D241/36Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D241/38Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atoms
    • C07D241/40Benzopyrazines
    • C07D241/44Benzopyrazines with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the hetero ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung von    5,6-Alkylen-2-keto-piperazinen   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von    5,6-Alkylen-2-keto-piperazinen   aus    cis-      1,2-Diamino-cycloalkanen.   



  Es ist bekannt, dass sich das nach Einhorn (Annalen der Chemie, 295, 211 [1897]) erhältliche    1,2-Diamino-cyclohexan,   welches heute als    trans-1,2-      Diamino-cyclohexan   bezeichnet werden muss, mit überschüssiger Chloressigsäure bzw. mit ihren Salzen, in    1,2-Diamino-cyclohexan-N,N'-tetraessigsäure   überführen lässt, welche sich durch hervorragendes    Komplexbildungsvermögen   mit Erdalkali- und    Schwermetallionen   auszeichnet. Beim Versuch, diese Reaktion auf das    cis-1,2-Diamino-cyclohexan   zu übertragen, ist festgestellt worden, dass neue Reaktionsprodukte von grundverschiedenen Eigenschaften erhalten werden.

   So erhält man bei Einwirkung von Chloressigsäure bzw. ihrer    Alkalisalze   im Überschuss auf    cis-1,2-Diamino-cyclohexan   in wässriger Lösung bei 40 bis 80  in Gegenwart von Puffersalzen und unter Neutralisation der freiwerdenden Säuren Lösungen, welche kein oder nur ein sehr geringes    Kom-      plexbildungsvermögen   gegenüber Erdalkali- und    Schwermetallionen   aufweisen. Aus diesen angesäuerten Lösungen kann man durch Fällung und unter Zerlegung der Blei- und Kupfersalze eine    Dicarbon-      säure   isolieren, welche keine komplexbildenden Eigenschaften besitzt.

   Eigenschaften und Analyse der Verbindung beweisen, dass eine    5,6-Tetramethy-      len-2-keto-piperazin-1,4-diessigsäure   entstanden ist.    Ketopiperazinverbindungen   werden auch gebildet, wenn kein Überschuss an Chloressigsäure verwendet wird, wenn man das    cis-1,2-Diamino-cyclohexan   durch seine am    Cyclohexanring   oder den    Amino-      gruppen   substituierten Derivate oder durch andere cis -1,2 -    Diamino   -    cycloalkane   ersetzt.

      Keto-      piperazinverbindungen   werden schliesslich auch unter Verwendung anderer reaktionsfähiger Ab-    kömmlinge   von    a-Oxy-carbonsäuren   erhalten, beispielsweise bei der Verwendung von    a-Oxy-carbon-      säure-nitrilen.   Der    Piperazinringschluss   tritt somit immer ein, bevor alle Wasserstoffatome der beiden    Aminogruppen   durch    a-Carboxy-   bzw.    a-Cyanalkyl-      reste   ersetzt sind.

   Bei Verwendung eines    a-Oxy-      carbonsäurenitrils   entsteht vermutlich beim Ringschluss in erster Stufe ein    5,6-Polymethylen-piperazin-      2-ketimid,   das meist schon bei den Reaktionsbedingungen unter    Ammoniakabspaltung   zum    5,6-Poly-      methylen-2-keto-piperazin   verseift wird bzw. gegebenenfalls leicht verseift werden kann. 



  Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur Herstellung von    5,6-Alkylen-2-keto-piperazinen,   die auch weitere    Substituenten   aufweisen können, und ist dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein    cis-1,2-      Diamino-cycloalkan,   welches an den Stickstoffatomen der beiden    Aminogruppen   je noch mindestens ein Wasserstoffatom enthält, eine    a-Oxy-carbonsäure   oder einen zur Bildung des    2-Keto-piperazin-   oder    2-      Ketimin-piperazinringes      befähigten   Abkömmling einer    a-Oxy-carbonsäure   einwirken lässt,

   wonach man eine gegebenenfalls gebildete    Ketimingruppe   zur    Keto-      gruppe      hydrolysiert.   



  Die erfindungsgemäss zur Verwendung gelangenden    cis-1,2-Diamino-cycloalkane   enthalten vorzugsweise 6, gegebenenfalls aber auch mehr oder weniger Ringglieder. Der hydroaromatische Ring kann weitersubstituiert sein, beispielsweise mit Kohlenwasserstoffresten, Halogen und    Alkoxygruppen.   Gegebenenfalls kann er auch    Endoringglieder   enthalten. Es können    diprimäre,   primärsekundäre oder    disekundäre      cis-1,2-Diamino-cycloalkane   verwendet werden.

   Diese erfindungsgemäss verwendeten    cis-1,2-Diamino-cyclo-      alkane   sind teilweise bekannt, teilweise können sie aus    cycloaliphatischen      a-Halogen-ketonen   leicht gewonnen werden, indem man diese    a-Halogenketone   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 mit einem gegebenenfalls organisch monosubstituierten Harnstoff unter Erhitzen kondensiert, wobei    Imidazolin-2-one   gebildet werden, welche in    4,5-      Stellung   einen gegebenenfalls weitersubstituierten    Polymethylenrest   enthalten.

   Diese    Imidazolin-2-one   werden zu den entsprechenden    1,2-Cycloalkylen-      harnstoffen   hydriert, diese gegebenenfalls an den Stickstoffatomen    alkyliert   und zu den    cis-1,2-Di-      amino-cycloalkanen   verseift. 



  Als    geeignete      Abkömmlinge   von    a-Oxy-carbon-      säuren   können die    a-Halogen-fettsäuren   bzw. ihre    Salze,   Ester,    Anhydride   oder    Halogenide   verwendet werden, beispielsweise    a-Chlor-   oder    a-Brom-essig-      säure,      -propionsäure,      -buttersäure,      -bemsteinsäure,   ihre Salze und andere Derivate.

   Es können aber auch    a-Oxy-carbonsäurenitrile   verwendet werden, nämlich die    Cyanhydrine      aliphatischer,      aralipha-      tischer   oder    cycloaliphatischer      Carbonylverbindungen,   wie    Formaldehydcyanhydrin,      Acetaldehydeyanhydrin,      Hydrozimtaldehydcyanhydriny      Acetoncyanhydrin,      Me-      thyläthylketoncyanhydrin,      Cyclohexanoncyanhydrin   bzw. Gemische solcher    aliphatischer,      araliphatischer   oder    cycloaliphatischer      Carbonylverbindungen   mit Blausäure oder ihren Salzen.

   Auch    cycloaliphatische      a-Oxy-carbonsäuren   und gegebenenfalls aromatisch substituierte    a-Oxy-carbonsäuren   kommen in Frage, wobei ein aromatischer    Substituent   aber mit Vorteil nicht die    a-Stellung   in bezug auf die    gegebenenfalls   abgewandelte    Carboxylgruppe   einnehmen soll. 



  Die Umsetzung wird zweckmässig in Lösung, oft mit    Vorteil   in wässriger Lösung durchgeführt, insbesondere wenn es nötig ist, abgewandelte    Carboxyl-      bzw.      Carbonylagruppen,   wie die    Carbonsäureester-,   die Cyan- oder die    Carbimidgruppe,   durch Hydrolyse in die    Carboxyl-   bzw. die    Carbonylgruppe   zu verwandeln. Der    Ringschluss   zu    Ketopiperazinen   kann z. B. durch    Erhitzen   der Reaktionsgemische herbeigeführt werden.

   Erhöhte Temperatur beschleunigt auch die    Verseifung   von    Nitrilo-   zu    Carboxylgruppen   bzw. von    Carbimid-      zu      Carbonylgruppen   unter Abspaltung von Ammoniak, wobei alkalische Reaktion des Mittels von Vorteil ist. Die Menge der zur Verwendung gelangenden    a-Oxy-carbonsäure   bzw. des Abkömmlings von    a-Oxy-carbonsäure   richtet sich nach der Zusammensetzung des erstrebten Endproduktes.

   Von    diprimären      cis-1,2-Diamino-cycloalkanen   können insgesamt 3 Moleküle zu    1,4-Bis-carboxy-alkyl-5,6-      alkylen-2-keto-piperazinen   oder nur 2 Moleküle zu 1- oder    4-Carboxyalkyl-5,6-alkylen-2-keto-piperazi-      nen   oder schliesslich nur 1 Molekül zu    5,6-Alkylen-      2-keto-piperazinen   gebunden werden. Oft    entstehen,   mehrere dieser Verbindungen nebeneinander.

   Entsprechend können primärsekundäre    cis-1,2-Diamino-      cycloalkane   2 oder 1 Moleküle und    disekundäre      cis-      1,2-Diamino-cycloalkane   nur 1 Molekül    a-Oxy-car-      bonsäure   binden. 



  Die neuen    5,6-Alkylen-2-keto-piperazine   sind im allgemeinen wohlkristallisierte Stoffe. Sie sind wertvoll als Zwischenprodukte für die Herstellung von Arzneimitteln, Pestiziden,    Textilhilfsstoffen,   soweit sie    Carboxylgruppen   enthalten, von hochsiedenden Estern und, soweit es sich um    Polycarbonsäuren   handelt, von Estern und insbesondere von Polyamiden. 



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Gewichtsteile stehen zu    Volumteilen   im gleichen Verhältnis wie Kilogramm zu Liter. 
 EMI2.90 
 150 Teile    Monochloressigsäure   werden in 300 Teilen Wasser gelöst und unter Eiskühlung bei höchstens 10  mit 212 Teilen 30    o/oiger   Natronlauge neutralisiert. Nach Zugabe von 57 Teilen    cis-1,2-Di-      amino-cyclohexan   erwärmt man unter Rühren auf 70-75  und tropft gleichzeitig 212 Teile    30o/oige   Natronlauge derart zu, dass die Reaktionslösung dauernd schwach    phenolphthaleinalkalisch   reagiert.

   Nach beendigter Zugabe wird die    mimosaalkalisch   reagierende    Lösung   5 Stunden auf 90-95  erwärmt, auf    45    abgekühlt und unter Rühren mit 192 Teilen 30    o/oiger   Salzsäure versetzt. Die schwach kongosaure Lösung wird alsdann    11/2-2   Stunden auf 90-95  erwärmt, auf 45  abgekühlt und mit wässerigem Ammoniak    lackmussauer   gestellt. Nach    Zufügen.   einer Lösung von etwa 60 Teilen Kupfersulfat    krist.   in 400 Teilen Wasser beginnt aus der    tiefblauen   Lösung nach kurzer Zeit das Kupfersalz der    5,6-Tetra-      methylen-2-keto-piperazin-1,4-diessigsäure   auszukristallisieren.

   Nach mehrstündigem Rühren wird das Kupfersalz abgetrennt, mit warmem Wasser ausgewaschen und an der Luft getrocknet. Man erhält 79 Teile Kupfersalz der Zusammensetzung    C12H1oN.,05Cu   + 3H    z0,      entsprechend      einer      Ausbeute      von      41%      der      Theorie.   Zur Überführung in die freie    5,6-Tetramethylen-      2-keto-piperazin-1,

  4-diessigSäure   werden 77 Teile des Kupfersalzes in 800-1000 Teilen Wasser unter Zugabe von 20 Teilen Schwefelsäure    conc.      angeschlämmt   und in der Wärme mit    H.S      entkupfert.   Nach Entfernung der Schwefelsäure mit der berechneten Menge    Bariumhydroxyd   wird die kongosauer reagierende Lösung eingeengt, wobei die    Diessigsäure   auskristallisiert. Man erhält in nahezu quantitativer Ausbeute die    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin-1,4-      diessigsäure,   die aus Wasser umkristallisiert einen Zersetzungspunkt von 198-200  aufweist. 



  Zur Analyse kristallisiert man zweimal aus Wasser um und trocknet sechs Stunden im Vakuum bei 70 . 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> C12H1805N2 <SEP> (270,16)
<tb> Ber. <SEP> 53,30% <SEP> C; <SEP> 6,72 /o <SEP> H; <SEP> 10,37 /o <SEP> N
<tb> Gef. <SEP> 53,33% <SEP> C; <SEP> 6,84% <SEP> H; <SEP> 10,32% <SEP> N 
 Die Säure kann mit Alkoholen verestert werden. Die hochsiedenden Ester, beispielsweise der    Dioctyl-      ester,   können als Weichmacher in der Kunststoffindustrie verwendet werden. 



  Verwendet man an Stelle von    cis-1,2-Diamino-      cyclohexan   die entsprechende Menge    cis-1,2-Di-      amino-cycloheptan,   so erhält man die    5,6-Penta-      methylen-2-keto-piperazin-1,4-diessigsäure.   
 EMI3.10 
 Eine Lösung von 189 Teilen    Monochloressig-      säure   in 470 Teilen Wasser wird unter Eiskühlung    mit      30      %iger      Natronlauge      vorsichtig      neutralisiert.   Nach Zugabe von 114 Teilen    cis-1,2-Diamino-cyclo-      hexan   erwärmt man unter Rühren auf 70-75  und tropft gleichzeitig konzentrierte Natronlauge derart zu,

   dass die Umsetzungslösung stets dauernd deutlich    phenolphthaleinalkalisch   reagiert. Zur Vervollständigung der Umsetzung rührt man anschliessend 4 Stunden bei 90-95 . Nach dieser Zeit lässt man    langsam      250      Teile      30      %ige      Salzsäure      zufliessen      und   rührt während einer weiteren Stunde bei gleicher Temperatur nach. Die Reaktionslösung wird alsdann mit 2500 Teilen Wasser verdünnt und in der Wärme mit    Pikrinsäure   im    überschuss   versetzt. Das    Pikrat   der    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin-l-essigsäure   fällt hierbei rasch als gelber Körper aus.

   Nach dem Abkühlen auf etwa    30    wird das Produkt    abgenutscht,   mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 304 Teile    Pikrat,   entsprechend 69 0/0 der Theorie. Durch Umkristallisation aus Wasser wird das    Pikrat      rein   erhalten. 



  Zur Überführung des    Pikrates   in die freie    Car-      bonsäure   werden 265 Teile umkristallisiertes    Pikrat   mit einer Mischung aus 500 Teilen Wasser und 700 Teilen 37,3    o/oiger   Salzsäure in der Wärme 1/2 Stunde verrührt, abgekühlt und die ausgeschiedene    Pikrinsäure   abgetrennt. Aus dem    salzsauren   Filtrat wird gelöste    Pikrinsäure   durch Ausschütteln mit Äther entfernt und hierauf die Lösung im Vakuum zur Trockne verdampft und vollständig von freier Salzsäure befreit. Der verbleibende Rückstand des    Hydrochlorides   der    Carbonsäure   wird in Wasser gelöst und mit    Silberhydroxyd   die Chlorionen gefällt.

   Nach Abtrennung des    Silberchlorides   wird ein geringer    überschuss   an Silber mit    HZS   gefällt, von Silbersulfid filtriert und das Filtrat eingeengt, wobei die    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin-1-essigsäure   in kristallwasserhaltigen Platten auskristallisiert. Durch Umkristallisation aus Wasser-Alkohol und Trocknen bei 100-110  wird letztere in reiner Form vom    Zersetzungspunkt      235-238       in      über      90%iger      Aus-      beute   erhalten. 



  Zur Analyse wurde nochmals aus Wasser-Alkohol umkristallisiert und    im   Vakuum bei 100-110  während 14 Stunden getrocknet. 
 EMI3.62 
 
<tb> CioH1603N2 <SEP> (212,15)
<tb> Ber. <SEP> 56,56'0/a <SEP> C; <SEP> 7,60 <SEP> 0/a <SEP> H; <SEP> 13,210/a <SEP> N
<tb> Gef. <SEP> 56,70 <SEP> % <SEP> C; <SEP> 7,65 <SEP> % <SEP> H;

   <SEP> 13,0 <SEP> o/a <SEP> N 
 Verwendet man an Stelle des    cis-1,2-Diamino-      cyclohexans   das    cis-l-Monomethylamino-2-amino-      cyclohexan,   so erhält man bei ähnlicher Arbeitsweise eine    Ketopiperazincarbonsäure   der vermutlichen Zusammensetzung 
 EMI3.68 
 
 EMI3.69 
 45 Teile    cis-1,2-Diamino-cyclohexan   werden in 160 Teilen Wasser gelöst und in diese Lösung 3 8 Teile    Monochloressigsäure   eingetragen.

   Nach achtstündigem Erwärmen auf dem Wasserbad versetzt man mit 400 Teilen 95    0/0igem   Alkohol und fügt 100 Teile    40      %ige      Schwefelsäure      hinzu.      Unverändertes      Diamin   scheidet sich dabei sofort als schwer lösliches Sulfat ab.

   Nach kurzem Stehen in der Kälte saugt man das    Sulfat      ab      und      wäscht      mit      50      %      igem      Alkohol      aus.   Die alkoholische Mutterlauge wird    mit   etwas Wasser verdünnt, mit    wässrigem   Ammoniak    lackmussauer   gestellt und bis zur    Salzabscheidung      konzentriert.   Der Rückstand wird mit Ammoniak bis zur alkalischen Reaktion versetzt und mit Chloroform erschöpfend extrahiert.

   Nach dem Trocknen des    Chloroformaus-      zuges   über    Magnesiumsulfat   und dem    Abdestillieren   des Lösungsmittels werden 22 Teile praktisch reines    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin   erhalten. 



  Durch Umkristallisation aus Aceton wird das    Ketopiperazin   in reiner Form vom F. 138-139  erhalten. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Zur Analyse wurde zweimal aus Aceton umkristallisiert und zwei Stunden im Vakuum bei 70  getrocknet. 
 EMI4.1 
 
<tb> C8H14N20 <SEP> (154,13)
<tb> Ber. <SEP> 62,28% <SEP> C; <SEP> 9,16% <SEP> H; <SEP> 18,18% <SEP> N
<tb> Gef. <SEP> 62,27% <SEP> C; <SEP> 9,40-% <SEP> H;

   <SEP> 18,04% <SEP> N 
    In   gleicher Weise kann    a-Brom-propionsäure   zum    3-Methyl-5,6-tetramethylen-2-keto-piperazin   umgesetzt werden. 
 EMI4.5 
 153 Teile    a-Brom-propionsäure   werden in 200    Teilen   Wasser gelöst und unter Eiskühlung mit    133      Teilen      30,2      %iger      Natronlauge      neutralisiert.   Nach Zugabe von 52 Teilen    cis-1,2-Diamino-cyclo-      hexan   erwärmt man auf 65-70  und tropft weitere    133      Teile      30,2-%ige      Natronlauge      derart      zu,

        dass      die   Reaktionslösung    dauernd   deutlich    phenolphthalein-      alkalisch   reagiert. Zur Vervollständigung der Umsetzung rührt man anschliessend 4 Stunden bei 90    bis      95 .      Nun      tropft      man      100      Teile      37,3      %ige      Salz-      säure   langsam zu und rührt eine Stunde bei gleicher Temperatur nach.

   Aus der erhaltenen Reaktionslösung    kann   nach der in Beispiel 2 angegebenen Weise die gebildete    Carbonsäure   als    Pikrat   abgeschieden und    in   die freie    3-Methyl-5,6-tetramethylen-      2-keto-piperazin-1-propionsäure   zerlegt werden. Durch zweimaliges    Umkristallisieren   aus    Wasser-      Alkohol   wird die Verbindung analysenrein erhalten.

   Sie    schmilzt   nach dem Trocknen bei 100-1l0  im Vakuum bei 213-215  unter Zersetzung. 
 EMI4.48 
 
<tb> C1A0O3N2 <SEP> (240,18)
<tb> Ber. <SEP> 59,95 <SEP> % <SEP> C; <SEP> 8,39 <SEP> % <SEP> H; <SEP> 11,66 <SEP> % <SEP> N
<tb> Gef. <SEP> 59,71 <SEP> % <SEP> C; <SEP> 8,08 <SEP> -% <SEP> H;

   <SEP> 11,70 <SEP> % <SEP> N 
 Beispiel 5 22,8 Teile    cis-1,2-Diamino-cyclohexan,   2 Teile    Ätznatron   und 80 Teile Wasser werden unter vermindertem Druck bei 70-75  am    Rückfluss   zum Sieden erhitzt und    jeweils   abwechslungsweise 3mal    eine      Lösung      von      10,5      Teilen      95,1      -%igem      Natrium-      cyanid   in 25 Teilen Wasser und 16    Teile      Form-      aldehyd      (37,5      %)

        zugetropft.      Zum      Schluss      werden      nochmals   3    Teile      Formaldehyd      (37,5      %)      zugegeben.      Anschliessend   wird 4 Stunden weiter    zum   Sieden erhitzt, bis praktisch kein Ammoniak mehr entweicht. Nun wird die Reaktionslösung mit Salzsäure    conc.   auf    pA   4 gestellt. 2 Stunden auf 90-95  erwärmt und darnach auf ein Volumen von etwa 600 Teilen gebracht.

   Die gebildete 5,6-Tetramethylen-2-lceto-    piperazin-l-essigsäure   kann hierauf nach der in Beispiel 2 erläuterten Arbeitsweise über das    Pikrat   isoliert werden und    schmilzt   bei 235-238  unter Zersetzung. 



  Verwendet man an Stelle des Gemisches von    Alkalicyanid   und Formaldehyd entsprechende Mengen    Glykolnitril   und    Alkalihydroxyd,   so gelangt man bei gleicher Arbeitsweise zu derselben    Carbonsäure.   Beispiel 6 Zu einer Lösung von 84 Teilen    cis-1,2-Diamino-      cyclohexan   in 360 Teilen Wasser tropft man innert 15 Minuten bei 20-30  die Lösung von 44 Teilen    Glykolnitril   in 55 Teilen Wasser. Nach 6stündigem Rühren bei etwa 30  erwärmt man die Reaktionslösung 14 Stunden auf 90-95 , wobei unter    Ammo-      niakabspaltung   Braunfärbung eintritt. Hierauf dampft man die Lösung im Vakuum zur Trockne ein.

   Der verbleibende kristallisierte Rückstand wird aus Aceton    umkristallisiert   und ergibt 93 Teile    5,6-Tetra-      methylen-2-keto-piperazin   vom F. 138-139 , welches mit dem nach Beispiel 3 erhältlichen identisch ist. 



  An Stelle von    Glykolnitril   kann mit gleichem Erfolg ein Gemisch von Blausäure und Formaldehyd verwendet werden. 



  Verwendet man an Stelle von    Glykolnitril      Acet-      aldehydcyanhydrin,   so erhält man bei ähnlicher Arbeitsweise    3-Methyl-5,6-tetramethylen-2-keto-      piperazin.   
 EMI4.102 
 Zu einer Lösung von 22,8 Teilen    cis-1,2-Di-      amino-cyclohexan   in 100 Teilen Wasser tropft man bei Zimmertemperatur 17 Teile    Acetoncyanhydrin.   Die anfangs klare Lösung trübt sich rasch unter Abscheidung eines Öls. Nach halbstündigem Rühren bei Zimmertemperatur erwärmt man die Dispersion auf 90-95  und rührt acht Stunden bei dieser Temperatur. Hierbei geht das abgeschiedene Öl bereits beim Aufwärmen rasch in Lösung, und es entwickelt sich reichlich Ammoniak.

   Die Reaktionslösung wird alsdann zur Trockne verdampft und der gelbe Rückstand aus Aceton umkristallisiert. Man erhält in guter Ausbeute 3,3 -    Dimethyl   - 5,6 -    tetramethylen-2-keto-      piperazin   vom F. 165-166 . 



  Zur Analyse wurde nochmals aus Aceton umkristallisiert und zwei Stunden im Vakuum bei 70  getrocknet. F. 165-166 . 
 EMI4.109 
 
<tb> C1aH180N2 <SEP> (182,16)
<tb> Ber. <SEP> 65,8819h, <SEP> C; <SEP> 9,960/ & <SEP> H; <SEP> 15,38% <SEP> N
<tb> Gef. <SEP> 66,0% <SEP> C; <SEP> 9,980/a <SEP> H; <SEP> 15,30-% <SEP> N 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Beispiel 8 Trennung von    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin-      1-essigsäure   von der    mitentstandenen      5,6-Tetra-      methylen-2-keto-piperazin-1,4-diessigsäure:

     57    Teile      cis-1,2-Diamino-cyclohexan   werden nach Beispiel 1 mit chloressigsaurem Natrium umgesetzt und die    5,6-Tetramethylen-2-keto-piperazin-1,4-di-      essigsäure      als   Kupfersalz abgetrennt. Ausbeute: 41    11/o.   



  Filtrat und Waschwasser werden vereinigt und das überschüssige Kupfer durch    H.S   in der Wärme ausgefällt. Die    entkupferte   und von gelöstem    H.S   befreite Lösung wird mit Natronlauge auf ein PH von 5 bis 6 gebracht und nach Beispiel 2 mit    Pikrin-      säure   versetzt, wobei sich das    Pikrat   der    5,6-Tetra-      methylen-2-keto-piperazin   - 1-    essigsäure   abscheidet. Durch Umkristallisation aus Wasser erhält man 80 Teile (36,4     /a).   Das Kupfersalz bzw. das    Pikrat   liefern bei der Zerlegung nach Beispiel 1 bzw. 2 die entsprechenden    Ketopiperazincarbonsäuren.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 5,6-Alkylen-2- keto-piperazinen, die auch weitere Substituenten aufweisen können, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein cis-1,2-Diamino-cycloalkan, welches an den Stickstoffatomen der beiden Aminogruppen je min- destens ein Wasserstoffatom enthält, eine a-Oxy- carbonsäure oder einen zur Bildung des 2-Keto- piperazin- oder 2-Ketimin-piperazinringes befähigten Abkömmling einer a-Oxy-carbonsäure einwirken lässt,
    wonach man eine gegebenenfalls gebildete Ketimin- gruppe zur Ketogruppe hydrolysiert. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein cis-1,2-Diamino- cyclohexan, welches an den Stickstoffatomen der beiden Aminogruppen je mindestens ein Wasserstoffatom enthält, eine a-Halogen-carbonsäure oder ein funktionelles Derivat derselben, z. B. ein Salz, im Überschuss einwirken lässt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlor- oder Bromessigsäure oder ein Salz einer dieser Säuren verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein cis-1,2-Diamino- cycloalkan, welches an den Stickstoffatomen der beiden Aminogruppen je mindestens ein Wasserstoffatom enthält, das Nitril einer aliphatischen oder araliphatischen a-Oxysäure einwirken lässt und die Ketimid- zur Carbonylgruppe verseift.
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