CH338912A - Elektrische Schaltungsanordnung zur Stabilisierung des von einer Elektronenquelle zu einer Auffangelektrode fliessenden Elektronenstromes - Google Patents
Elektrische Schaltungsanordnung zur Stabilisierung des von einer Elektronenquelle zu einer Auffangelektrode fliessenden ElektronenstromesInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Elektrische Schaltungsanordnung zur Stabilisierung des von einer Elektronenquelle zu einer Auffangelektrode fliessenden Elektronenstromes Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Stabilisierung des Elektronenstromes, der von einer Elektronenquelle, insbesondere von der Elektronenkanone zu einer Auffangelektrode einer Travellingwave-Röhre fliesst. Bisher wurde in den Fällen, wo eine Stabilisie- rung eines Elektronenstrahlstromes vorgenommen wurde, der totale Kathodenstrom und nicht der von der Auffangelektrode aufgefangene Strom stabilisiert. Abgesehen von sehr einfachen Elektrodensyste- men, gelangt gewöhnlich nicht der ganze Kathodenstrom in einer Elektronenentladungsvorrichtung zur Elektronen-Auffangelektrode, und in vielen Röhrentypen ist der Auffangelektrodenstrom das Kriterium für die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung oder der Röhre. So ist z. B. in einem Travellingwave- Verstärker, in welchem ein Elektronenstrahl von einer Elektronenkanone aus längs der Achse einer Wendel zu einer Elektronen-Auffangelektrode fliesst, die Verstärkung eine Funktion des Auffangelektro- denstromes. Ein Teil des Kathodenstromes wird von den Strahlerzeugungselektroden und der Wendel aufgefangen, wobei der von der Wendel aufgenommene Strom oft mit der Ausgangsleistung zunimmt, und zwar wegen der vergrösserten Raumladung infolge der Elektrodenverdichtung und der daraus folgenden Tendenz der Entfokussierung des Strahls. Um die Ausgangsleistung zu stabilisieren, ist es daher erwünscht, den Auffangelektrodenstrom und nicht den Kathodenstrom zu stabilisieren. Um beim Beispiel der Travellingwave-Röhre zu bleiben, ist es zur Steuerung des Auffangelektrodenstromes nötig, das Potential irgendeiner andern Elektrode, wie z. B. der ersten Anode der Elektronenkanone, automatisch einzustellen. Für einen Auffangelektrodenstrom von 14 0,5 mA bei einer typi- schen Travellingwave-Röhre ist das Potential der ersten Anode 800-2000 Volt negativ bezüglich der Auffangelektrode, welche sich üblicherweise auf Erd- potential befindet. Angesichts der grossen Potential- differenz zwischen dem Eingang und dem Ausgang ist ein direkt gekoppeltes Steuersystem sehr unzweckmässig und in vielen Fällen praktisch nicht ausführbar. Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist gekennzeichnet durch einen mit der Auffangelektrode in Reihe geschalteten Widerstand, weiter durch einen Oszillator, dessen gleichgerichtete Ausgangsspannung an einer die Elektronenquelle steuernden Elektrode liegt, und schliesslich durch Mittel, um die Ausgangsspannung des Oszillators in Abhängigkeit der am genannten Widerstand erzeugten Spannung zu ändern. Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, und zwar handelt es sich bei diesem Ausführungsbeispiel um die Stabilisierung des Auffangelektrodenstromes eines Travellingwave- Verstärkers. Die Zeichnung zeigt eine Travellingwave-Verstär- kerröhre 1 mit einer Elektronenkanone, die eine Kathode 2 und eine Beschleunigungsanode 3 aufweist. Die schematisch dargestellte Wendel ist mit 4 und die Auffangelektrode mit 5 bezeichnet. Das Hauptbeschleunigungspotential für den Strahl wird von einer Hochspannungsquelle geliefert, welche mit den Klemmen 6 und 7 verbunden ist, welche letztere mit E. H. T. - und E. H. T. + bezeichnet .sind. Das Potential für die erste Anode 3 wird durch die gleichgerichtete Ausgangsspannung eines Oszillators 8 geliefert. Die Klemme 7 ist mit der Auffangelektrode 5 über einen Widerstand R1 verbunden, welcher aus einem festen Widerstand in Reihe mit einem vorein- gestellten variablen Widerstand besteht. Die Klemme <Desc/Clms Page number 2> 7 wird auf einem Potential von 55 Volt bezüglich Erde durch einen Spannungsstabilisator gehalten, der im vorliegenden Beispiel aus einer Neonröhre 9 besteht, und der Widerstand R1 wird so eingestellt, dass sich die Auffangelektrode etwas unterhalb des Erd- potentials befindet. Die Auffangelektrode 5 ist weiter über einen Widerstand R3 mit dem Steuergitter einer Pentode verbunden, welche als Gleichstromverstärker verwendet wird, um die Änderungen des Potentials der Auffangelektrode an den Oszillator 8 zu übermitteln. Die Kathode und das Bremsgitter der Röhre 10 sind geerdet, und die Anode ist über einen Belastungswiderstand R4 mit der positiven Klemme 11 einer Spannungsquelle von 300 Volt verbunden, welche auch den Oszillator 8 speist. Die Klemme 11 ist über einen Widerstand R2 mit der Klemme 7 verbunden, um den Brennstrom für die Neonröhre zu liefern. Das Schirmgitter der Pentode 10 wird durch den Widerstand R, und die Neonröhre 12 auf einem konstanten Potential gehalten. Der Oszillator 8 weist eine Pentode 13 und einen Transformator 14 auf, welcher auf 500 kHz abgestimmt ist. Die abgestimmte Anodenwicklung dieses Transformators ist mit ATl, die Gitterwicklung mit CT1 und die Ausgangswicklung reit BT1 bezeichnet. Der Gitterkreis weist einen üblichen Gitterstrom- Vorspannwiderstand R, und einen Blockkondensator C., auf. Die Kathode und das Bremsgitter der Oszil- latorröhre sind geerdet, während das Schirmgitter mit der Anode des Gleichstromverstärkers 10 verbunden ist und über einen Kondensator Cl für die Oszillator- frequenz geerdet ist. In Reihe mit der Ausgangswicklung BTi des Transformators 14 liegt ein Gleichrichter 15, welcher einen Kondensator C, auflädt, der durch einen Widerstand R7 überbrückt ist. Die an den Klemmen des Kondensators C5 auftretende gleichgerichtete Spannungliefert das Speisepotential für die erste Anode 3 der Travellingwave-Röhre 1. Im Betrieb der oben beschriebenen Schaltungsanordnung befindet sich das Steuergitter der Gleichstrom-Verstärkerröhre 10 normalerweise etwas unterhalb ihres Kathodenpotentials, und das Schirmgitter der Oszillatorröhre 13 wird auf einem geeigneten positiven Potential gehalten. Wenn der zur Auffangelektrode 5 der Travellingwave-Röhre fliessende Strom zunimmt, so wird das Gitter der Röhre 10 negativer, so dass das Anodenpotential der Röhre 10 und damit das Schirmgitterpotential der Oszillator- röhre 13 ansteigt, wodurch die Oszillatorausgangs- spannung zunimmt und eine negativere Spannung an die erste Anode 3 gelangt. Das Potential der ersten Anode 3 wird dadurch näher an das Potential der Kathode 2 der Elektronenkanone der Travellingwave- Röhre gebracht, wodurch der Strahlstrom abnimmt. Ein Mass für die durch die Schaltung erzielte Stabilisierung des Auffangelektrodenstromes ist gegeben, durch das Verhältnis 8 Va, 1 ö 1, wo 8 V#, die Änderung der Spannung der ersten Anode und öl, die entsprechende Änderung des Auffangelektrodenstromes ist. Mit der oben beschriebenen Schaltungsanordnung und für einen nominellen Auffangelektro- denstrom von 14 mA hat das Verhältnis ö V,, / d 1, den Wert von 9600 Volt/mA. Die Zeitkonstante der Schaltung, welche weitgehend durch R7 und C5 bestimmt ist, ist von der Grössenordnung von 50 ms. Um den Grad der Wirksamkeit der Anordnung darzulegen, kann anstelle des vorerwähnten Verhältnisses gesagt werden, dass für eine Änderung der Speisespannung von 10% die Änderung des Auffangelek- trodenstromes der Travellingwave-Röhre ungefähr 0,08 mA beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrische Schaltungsanordnung zur Stabilisierung des von einer Elektronenquelle zu einer Auffangelektrode fliessenden Elektronenstromes, gekennzeichnet durch einen mit der Auffangelektrode in Reihe geschalteten Widerstand, weiter durch einen Oszillator, dessen gleichgerichtete Ausgangsspannung an einer die Elektronenquelle steuernden Elektrode liegt, und durch Mittel, um die Ausgangsspannung des Oszilla- tors in Abhängigkeit der am genannten Widerstand erzeugten Spannung zu ändern. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Oszillator eine Röhre mit einem Schirmgitter aufweist, wobei die am Schirmgitter liegende Spannung durch die Spannung am genannten Widerstand bestimmt ist. 2.Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Auffangelektrode abgekehrte Ende des genannten Widerstandes auf einem konstanten Potential gehalten wird. 3. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch für die Stabilisierung des von der Elektronenkanone einer Travellingwave-Röhre, zu deren Auffangelektrode fliessenden Elektronenstromes, gekennzeichnet durch eine mit dem genannten Widerstand und der Kathode der Elektronenkanone in Reihe geschaltete Hochspannungsquelle konstanter Sollspannung, weiter durch einen Spannungsstabilisator, :der das von der Auffangelektrode abgekehrte Ende des Widerstandes auf einem gegebenen Wert über dem Erdpotential hält, während sich die genannte Kathode auf einem unterhalb Erdpotential liegenden Potential befindet, weiter durch eine Gleichstrom-Verstärkerröhre mit geerdeter Kathode, ferner durch eine Verbindung von der Auffangelektrode zum Steuergitter der Verstär- kerröhre, ferner dadurch, dass der Oszillator eine Röhre enthält, deren Schirmgitter mit der Anode der Gleichstromverstärkerröhre verbunden ist,und ferner durch einen vom Ausgang des Oszillators gespeisten Gleichrichter mit Glättungskondensator und durch eine Verbindung von diesem Kondensator zu einer Beschleunigungselektrode der Elektronenkanone.
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1956
- 1956-01-10 CH CH338912D patent/CH338912A/de unknown
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