CH339276A - Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs-Zentralfernsteueranlage - Google Patents
Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs-ZentralfernsteueranlageInfo
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Description
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Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs-Zentralfernsteueranlage Zentralfernsteueranlagen, auch Rundsteueranlagen genannt, dienen bekanntlich dazu, von einer Kommandostelle aus über das elektrische Energieverteil- netz Schaltbefehle an alle Verbraucherstellen des Netzes senden zu können, sei es zur Tarifumsteue- rung von Zählern, sei es zur Ein- und Ausschaltung von Verbrauchern, z. B.
Boilern, Öfen, Strassenbeleuchtungen usw. oder zur Steuerung von Ölschal- tern. In bekannter Weise werden hierzu an der Kommandostelle von einem Sender tonfrequente Impulse auf das Netz gegeben, und die zu steuernden Stellen weisen Empfänger auf, welche auf vorbestimmte Kommandos ansprechen und die vorgesehenen Schaltfunktionen durchführen. Unter den verschiedenen bekannten Zentralfernsteuersystemen beruhen die gebräuchlichsten auf dem Zeitintervallver- fahren. Bei diesem werden einem Startimpuls auf der Zeitachse eine Folge von Befehlsimpulsen zugeordnet.
Diese werden im allgemeinen erzeugt durch einen Synchronwähler als Geber, welcher in bekannter Weise über eine Tonfrequenzsendeanlage auf das zu steuernde Energieübertragungsnetz arbeitet. Die Empfänger sind im allgemeinen mit der Netzfrequenz synchron laufende Wähler, deren Wahlkontakte kongruent den Kontakten des Synchrongebers zugeordnet sind.
Die Fig. 1 zeigt Bilder von Impulsdiagrammen des oben skizzierten Verfahrens.
Die Fig. 2 zeigt eine beispielsweise schematische Darstellung einer Empfangseinrichtung des oben skizzierten Verfahrens.
Eine Einrichtung gemäss Fig. 2 funktioniert bekanntlich wie folgt: Ein Eingangskreis R, der beispielsweise als Resonanzrelaiskreis ausgebildet ist, siebt die am Empfangsort des Netzes N eintreffenden tonfrequenten Impulse zur Weiterverarbeitung aus. Beim Eintreffen des Startimpulses wird der Relaiskontakt r geschlossen, so dass der Synchronwähler W, angetrieben durch den Synchronmotor S, zu laufen beginnt. Hierauf hält der Selbsthaltekontakt s mit Hilfe des Nok- kens n die Drehung des Synchronwählers für einen vollen Umlauf aufrecht.
Trifft zum Beispiel in der Stellung des Segmentes 8 ein Befehlsimpuls ein, so wird das entsprechende Relais erregt und der zugehörige Kontakt betätigt. Im allgemeinen leitet dieser Kontakt direkt die gewünschte Schaltoperation ein, z. B. die Ausschaltung der Strassenbeleuchtung. Man nennt solche Befehle Direktbefehle und die zugehörigen Befehlsimpulse Direktbefehlsimpulse. Bekanntlich kann man aber auch über den Umweg einer Gruppierung mehrerer Befehlsimpulse die gewünschte Steueroperation einleiten. Man nennt solche Befehle Gruppen- bzw. Kombinationsbefehle.
In der Fig. 1 sind beispielsweise die ersten Impulse a, b, c und d für solche Kombinationsbefehle vorgesehen. Da man die in solchen Gruppen möglichen Kombinationen, im Falle von vier Impulsen sind es deren 24 = 16, ausnützen will, fallen naturgemäss diese Impulse für Direktbefehlsgabe aus.
In der Fig. 1 sind die Direktbefehle (1, 2, 3, 4 ... n) schraffiert. Im allgemeinen lösen diese Direktimpulse in der oben beschriebenen Weise die Schaltoperationen direkt aus. Es können aber bekanntlich auch einzelne Befehle der Direktbefehlsfolge 1, 2, 3, 4 . . .,n oder die ganze Folge einer Kombination einer Gruppe a, b, c, d ... zugeordnet werden. Im letzteren Falle muss aber jede Empfangseinrichtung mit einer Gruppenauswahleinrichtung versehen sein.
In der Fig. 2 ist eine solche mit E schematisch angedeutet. Im Falle des Eintreffens der richtigen
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Gruppe schliesst beispielsweise über das Relais F der Freigabekontakt f, womit der Synchronempfänger für die Verarbeitung der Direktbefehlsimpulse freigegeben ist. Das wesentliche Merkmal der Direktimpulsfolge wird durch die Zuordnung zu einer Gruppe nicht verändert, ist doch die Zuordnung keiner Gruppe lediglich identisch mit der Zuordnung zu der Gruppenkombination 0, 0, 0 ... 0, das heisst der Durchgabe keines Gruppenimpulses. Die Zuordnung einer Gruppe bedingt, ohne im übrigen das Wesen der Direktbefehlsgabe zu berühren, lediglich eine apparative Komplikation der Empfangseinrichtung.
Da man hieran an der überwiegenden Mehrzahl der Fälle kein Interesse hat, ist man bestrebt, die Einfachheit der Direktbefehlsfolge bestmöglichst auszuschöpfen. Die Zahl der möglichen Befehle einer Direktbefehlsfolge ist anderseits natürlich begrenzt auf die Summe der Befehle dieser Folge. Man ist deshalb daran interessiert, aus einer Direktbefehlsfolge, gleich- gültig ob es sich um eine solche mit oder ohne zugeordnetem Gruppenmerkmal handelt, zusätzliche Möglichkeiten für Sonderbefehle im Rahmen der Direktbefehlsfolge zu gewinnen.
Dies ist bekanntlich möglich dadurch, dass man die Direktbefehlsfolge normalerweise auf den Istzustand wiederholt, in ausnahmsweisen Fällen aber gegenüber dieser Normalwiederholungsfolge (Normalbefehlsprogramm) bestimmte Abweichungen vornimmt.
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem solchen Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs- Zentralfernsteueranlage (auch Rundsteueranlage genannt), die nach dem Synchronwählerprinzip arbeitet, bei dem also einem Startimpuls zeitlich verschieden zugeordnete Befehlsimpulse gesendet werden und welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass durch Impulsunterdrückung im Direktbefehls-Normalwie- derholungsprogramm erzielbare Impulskombinationen mittels einer zusätzlichen Impulskombinationsemp- fangseinrichtung zu Sonderbefehlen verwertet werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sei mit Hilfe der Fig. 1 und 2 erläutert. Im Impulsdiagramm A der Fig. 1 seien die schraffierten Impulse 1, 3, 6, 7, 9, 10, 11, 13, 14 und 15 der Istzustand eines zu wiederholenden Programmes. Das Impulsdiagramm B der Fig. 1 zeigt das gleiche Direktbefehlsprogramm wie bei A, bei dem jedoch, wie gestrichelt angedeutet, die Impulse 7 und 11 unterdrückt, also nicht wiederholt werden.
Man kann nun, wie in der Fig. 2 aufgezeigt, beispielsweise zusätzlich zur nicht gezeichneten normalen Wählerbahn eine zweite Wählerbahn W vorsehen, die im Zuge der Segmente der Direktbefehlsfolge zu einer Kombi- nationsimpulsauswerteeinrichtung ausgestaltet ist. In der Fig. 2 geschieht das beispielsweise dadurch, dass in bekannter Weise den Wählersegmenten 6 ... 11 drei Kipprelais K3, K4 und K5 zugeordnet sind, deren Kontaktpaare k3, k4 und k5 in geeigneter Weise elektrisch verbunden werden.
Wird das Direktbefehlspro- gramm normal wiederholt, so sind nach Durchlaufen dieses Programrnes die Kontakte 7, 9 und 11 geschlossen. Der Stromkreis über die Schalterspule Sch ist also offen. Werden indessen beim Durchlaufen des Wiederholungsprogrammes die Direktbefehlsimpulse 7 und 11 unterdrückt, so sind nach Durchlaufen des Wiederholungsprogrammes die Kontakte 6, 9 und 10 der Kipprelaiskontaktpaare k3, k4 und k. geschlossen; das heisst der Schalter Sch schliesst und betätigt das Objekt A. Man hat also auf diese Weise einen Sonderbefehl im Zuge der Direktbefehls-Normalwieder- holungsfolge gewonnen.
Die Unterdrückung der Impulse 7 und 11 bleibt ohne Auswirkungen auf das Normalbefehlsprogramm, da die Wiederholungsdurchgabe lediglich eine Prüfung auf den Istzustand bewirkt. Es ist klar, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren, zusätzlich zu den Direktbefehlen, eine ausserordentlich grosse Zahl von Sonderbefehlen gewonnen werden kann, ohne dass hierdurch bei der grossen Masse der Direktempfänger irgendwelche Massnahmen vorgesehen werden müssen.
Die im Beispiel der Fig. 2 verwendete Impuls- kombinationsempfangseinrichtung kann durch beliebige, derartige bekannte Einrichtungen ersetzt werden.
Nach dem aufgezeigten Verfahren ist es ohne weiteres möglich, was gelegentlich von besonderem Interesse ist, während bereits begonnenem Normalprogrammablauf im noch zur Verfügung stehenden Restteil der Direktbefehlsfolge einen sofortigen Sonderbefehl auszulösen. Ebenso können im Zuge der Abwicklung des Direktbefehls-Normalwiederholungs- programmes bereits gegebene Befehle noch vor Programmablauf wieder gelöscht werden. Um die Durchführung von Sonderbefehlen nach dem erfindungsgemässen Verfahren zu bestimmten, gewünschten Zeitpunkten zu sperren, ist es gelegentlich zweckmässig, eine weitere Empfangseinrichtung E, welche erst über die Schliessung eines Freigabekontaktes f die Durchgabe des Sonderbefehls vorbereitet, zu verwenden.
Eine solche Empfangseinrichtung E kann z. B. ein bekannter Gruppenempfänger sein, der mit einer Kombination einer freien Gruppe n, b, c, d ... zusammenarbeitet. Daran ist man besonders dann interessiert, wenn es sich um Sonderbefehle handelt, deren Auslösung nur in bestimmten Gefahrzeiten in Frage kommt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs- Zentralfernsteueranlage, die nach dem Synchronwäh- lerprinzip arbeitet, bei dem also einem Startimpuls zeitlich verschieden zugeordnete Befehlsimpulse gesendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass durch Impulsunterdrückung im Direktbefehls-Normalwieder- holungsprogramm (B) erzielbare Impulskombinationen mittels einer zusätzlichen Impulskombinations- empfangseinrichtung (W, K3 . . . K.) zu Sonderbefehlen verwertet werden. <Desc/Clms Page number 3> UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur sofortigen Auslösung eines Sonderbefehls während bereits begonnenem Fernsteuerablauf nachträglich bestimmte Normalbefehls- wiederholungsimpulse des noch zur Verfügung stehenden Restes der Impulssendung unterdrückt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Normalbefehlsimpulsunter- drückung zusammenarbeitende Kombinationsemp- fangseinrichtung (W, K3 ... K.) erst dann zur Wirkung gelangen kann, wenn sie mittels eines Freigabekontaktes (f) einer weiteren Empfangseinrichtung (E) vorbereitet ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinrichtung mindestens einen weiteren Schaltbefehl ausführt, welcher noch während desselben Programmablaufes durch die mit Normalbefehlsimpuls- unterdrückung zusammenarbeitende Kombinationsempfangseinrichtung wieder gelöscht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH339276T | 1955-11-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH339276A true CH339276A (de) | 1959-06-30 |
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ID=4504941
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH339276D CH339276A (de) | 1955-11-26 | 1955-11-26 | Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels einer Netzüberlagerungs-Zentralfernsteueranlage |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH339276A (de) |
-
1955
- 1955-11-26 CH CH339276D patent/CH339276A/de unknown
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