CH339493A - Photographische Kamera - Google Patents

Photographische Kamera

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CH339493A
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/003Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly setting of both shutter and diaphragm

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Diaphragms For Cameras (AREA)

Description


      Photographische    Kamera    Die Entwicklung auf dem Gebiet der Photogra  phie hat gezeigt, dass der Bedienende einer photogra  phischen Kamera von jeder unnötigen Denkarbeit  entlastet werden soll. Dies kann erreicht werden ins  besondere dadurch, dass die sich aus den speziellen  Aufnahmebedingungen ergebenden, erforderlichen  Zusammenhänge zwischen Zeit-, Blenden- und Ent  fernungseinstellung so weit als     möglich    selbsttätig  eingehalten werden.  



  Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine  solche gegenseitige     Inbeziehungsetzung    der Einstell  glieder bei der Einstellung der Kamera zu erreichen.  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch ge  löst, dass das     Blendeneinstellglied    jeweils mit einem  der andern Einstellglieder wahlweise     kuppelbar    ist.  Vorteilhaft ist ein     Umkupplungsglied    vorgesehen,  welches erlaubt, wahlweise eine von diesen beiden  Kupplungen     einzuschalten.    Auf diese Weise ist es  sehr einfach und schnell möglich, die Kamera für  jeden     Aufnahmefall    einstellbereit zu machen.  



  In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 als erstes Ausführungsbeispiel eine Kamera  in Ansicht,       Fig.    2 bis 6 verschiedene Einzelheiten dieser  ersten Anordnung im vergrösserten Massstab,       Fig.    7 das Getriebeschema der     Leitzahl-Anzeige-          einrichtung,          Fig.    8 das     Prinzipschema    der     Tiefenschärfe-An-          zeigeeinrichtung    für das zweite Ausführungsbeispiel,

         Fig.    9 bis 11 die zweite     Ausführungsform    im  vergrösserten Schnitt und       Fig.    12 die Ansicht zu     Fig.    9.  



  An der Vorderwand 10 einer Kamera 11 be  kannter Form ist gemäss     Fig.    1 ein Flansch 12 vor  gesehen, der einige Gewindegänge 14     aufweist.    In    dieses Gewinde ist ein     Gewindestellring*    16 ein  schraubbar. Innerhalb des Stellringes 16 ist ein       Tubusrohr    18 drehbar gelagert, mit dem zwei Halte  ringe 20, 22 durch einige Schrauben 24 festge  schraubt sind. Ein innerer Bund 26 des Stellringes 16  greift in einen Ringraum 28 zwischen den Teilen 18  und 20 ein. An der     Kameravorderwand    10 ist noch  ein     Führungslappen    30 befestigt, der in einen axialen  Schlitz 32 des     Tubusrohres    18 eingreift.

   Infolge der  beschriebenen Anordnung wird bei einer Schraub  bewegung des Gewindestellringes 16 das     Tubusrohr     18 mit den Ringen 20, 22 in Richtung der optischen  Achse nach vorn oder hinten bewegt.  



  Am Ring 22 ist ein     Verschlussgehäuse    34 der  üblichen zylindrischen Rundform mit     Hilfe    einer       Überwurfmutter    36 befestigt, die auf das hintere       Objektivrohr    38 des     Verschlussgehäuses    34 auf  schraubbar ist. Im Innern des     Verschlussgehäuses    34  sind die     Verschlussmechanismen    bekannter Art und  Arbeitsweise zum Antrieb und Steuern der nicht  dargestellten     VerSChlusssektoren    untergebracht.

   Die  nicht dargestellten Betätigungsglieder des Verschlus  ses, das heisst sein Spann-     und,\oder        Auslöseorgan,     können dabei als achsparallele,     teleskopartige    Wellen  ausgebildet sein, die nach hinten herausgeführt sind  und mit kameraseitigen     Antriebsmitteln    in Eingriff  stehen. Im     Verschlussgehäuse    ist auch das nicht dar  gestellte Objektiv in bekannter Weise untergebracht.  



  Im     Verschlussgehäuse    34 ist ferner eine     Blen-          deneinrichtung,    z. B. eine     Irisblende    bekannter Art  und Arbeitsweise eingebaut. Ihre Betätigung erfolgt  mittels eines Stellringes 40, welcher an der Rück  seite des     Verschlussgehäuses    34 drehbar gelagert ist.  An der Frontseite des     Verschlussgehäuses    34 ist zu  gleich ein Zeitstellring 42 drehbar gelagert, welcher  mit einem Rohrstutzen 44 fest verbunden ist.

        Zwischen dem     Zeiteinstellglied    42 des Verschlus  ses und dem     Blendeneinstellglied    40 ist eine Kupp  lungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher diese  Glieder in verschiedenen Relativstellungen     kuppel-          bar    und dann miteinander verstellbar sind.  



  Diese Kupplungseinrichtung     (Fig.    2 bis 6) be  steht aus einem Kupplungsring 48, welcher zwischen  dem Rohrstutzen 44 und dem erhöhten Rand am  Umfang des Ringes 20 drehbar gelagert ist. Zwei  Sprengringe 50, 52 oder dergleichen sichern die  axiale Lage des Kupplungsringes 48. Dieser Kupp  lungsring trägt eine     Umkupplungsklaue    54, welche  gegenüber dem Kupplungsring 48 in axialer Rich  tung verschiebbar ist. Diese Verschiebemöglichkeit  ist gegeben durch zwei Führungszapfen 56, 58 der       Umkupplungsklaue,    welche in     axiale    Schlitze 60, 62  des Kupplungsringes 48 eingreifen. Der Führungs  zapfen 56 hat einen Betätigungsknopf 64 zur Hand  verstellung der     Umkupplungsklaue    54.  



  Der     Blendenstellring    40 weist auf der der Um  kupplungsklaue 44 abgekehrten Seite seines Um  fanges einen Arm 90 auf, der in einen     Mitnehmer-          schlitz    92 des Kupplungsringes 48 eingreift. Damit  ist das     Blendenstellglied    mit dein Kupplungsring in  bezug auf Drehbewegung verbunden. Wenn nun die       Umkupplungsklaue    54 derart eingestellt ist     (Fig.    3),  dass ihre stirnseitigen Klauen 126 in Kupplungsker  ben 46 am Rohrstutzen 44 eingreifen, dann ist das       Blendeneinstellglied    40 mit dem     Zeiteinstellglied    42  gekuppelt.  



  Es ist ferner ein     Mitnehmerring    94 vorgesehen,  der koaxial zu den Stellringen 40, 42 liegt und um  die optische Achse drehbar im Ring 20 gelagert ist.  Dieser     Mitnehmerring    wird in bezug auf seine Dreh  bewegung vom Gewindestellring 16 zur Entfernungs  einstellung angetrieben, und zwar über ein     Umwand-          l.ungsgetriebe,    welches die ungleichförmige Bewegung  des Stellringes 16 in eine gleichförmige Bewegung  des     Mitnehmerringes    94 umwandelt. Dieses Getriebe  wird später im einzelnen noch erläutert.

   Wesentlich  ist für die gegenwärtige Betrachtung, dass der mit  dem     Entfernungseinstellglied    16     mitbewegte    Ring 94  mit dem     Blendeneinstellglied    40 gekuppelt werden  kann, wozu er an seinem Umfang einige Kupplungs  kerben 124     aufweist,    welche mit den Kupplungsker  ben 46 am Rohrstutzen 44 des Zeitstellringes 42 am  gleichen Teilkreis liegen. Die     Umkupplungsklaue    54  hat an ihrer dem Ring 94 zugekehrten Stirnseite ent  sprechende Kupplungszähne 128, welche mit den  Kerben 124 zusammenarbeiten.

   Wenn also die Um  kupplungsklaue 54 derart eingestellt wird, dass sie  in den     Mitnehmerring    94 eingreift, dann ist das     Blen-          deneinstellglied    40 mit dem     Mitnehmerring    94     bzw.     mit dem     Entfernungseinstellglied    16 gekuppelt     (Fig.    2  und 5). Die Kupplung zwischen dem     Blendeneinstell-          glied    40 und dem     Zeiteinstellglied    42 ist dabei unter  brochen.  



  Zum     Umschalten,    das heisst zum axialen Ver  stellen der     Umkupplungsklaue    54 von dem einen  Kupplungsfall in den andern, dient eine Schaltein-         richtung        (Fig.    5 und 6). Diese besteht in der Haupt  sache aus einem Schaltschieber 66, der mit Hilfe von       Führungszapfen    68, 70 und Führungsnuten 72, 74  an der Innenseite des Kupplungsringes 48 gelagert  und in der Umfangsrichtung desselben verschiebbar  ist. Ein Betätigungsknopf 76 am Führungszapfen 70  dient zur Handbetätigung des Schaltschiebers 66.  Dieser Schaltschieber ist in seiner Mitte gebogen, um  an der     Umkupplungsklaue    54 vorbeigehen zu kön  nen.

   Zwischen dem Schaltschieber 66 und dem  Kupplungsring 48 ist noch eine Schaltfeder 78 am  Zapfen 80 des Kupplungsringes 48 schwenkbar ge  lagert. Ihr Ende 82 greift in eine     Ausnehmung    84  der     Umkupplungsklaue    54. Ein Steuerstift 86 der  Schaltfeder 78 gleitet in einer schrägen Steuernute  88 des Schaltschiebers 66. Beim Verschieben des  Schaltschiebers 66 in der Umfangsrichtung wird also  durch die Steuerkurve 88 die Schaltfeder 78, 82  um ihren Drehzapfen 80     verschwenkt    und die Um  kupplungsklaue 54 in Richtung der optischen Achse  nach vorn oder hinten verstellt.  



  Es sei noch erwähnt, dass die     Umkupplungsklaue     aus der jeweiligen Kupplungsstellung durch Betäti  gen ihres     Handknopfes    64 gelöst und der Kupp  lungsring 48 dann frei verdreht werden kann. An  schläge 130, 132 am Schaltschieber 66, welche mit       Ausnehmungen    134, 136 an den Längsseiten der       Umkupplungsklaue    54 zusammenarbeiten, begren  zen dabei den     Verstellbereich    derselben derart, dass  zwar die Kupplung mit dem einen Kupplungsglied  gelöst, aber nicht mit dem andern Kupplungsglied  hergestellt werden kann.

   Es kann beispielsweise ge  mäss     Fig.    2 die Kupplung zwischen den Teilen 94  und 54 gelöst, aber infolge der Sperre 130, 134 die  Kupplung zwischen den Teilen 54 und 44 nicht       eingeschaltet    werden.  



  Es sei nun das Getriebe zwischen dem     Mitneh-          merring    94 und dem     Entfernungseinstellglied    16 er  läutert. Gemäss     Fig.    7 besteht dieses Getriebe aus  einem Antriebsstift 96, der im Stellring 16 festsitzt,  durch eine bogenförmige     Freifräsung    98 des     unver-          drehbaren    Ringes 20 hindurchgeht und am andern  Ende den Lagerpunkt 100 für einen Schwenkhebel  102 bildet.

   Dieser Schwenkhebel trägt einen     Mitneh-          merzapfen    104, der in einen radialen     Schlitz    106  des     Mitnehmerringes    94 eingreift, und einen Steuer  stift 108, der in eine     Umwandlungskurve   <B>110</B> des  Ringes 20 eingreift. Beim Verdrehen des Gewinde  ringes 16 wird also eine entsprechend umgewandelte  Drehbewegung des     Mitnehmerringes    94 erzeugt.  



  Der     Mitnehmerring    94 hat einen radialen, abge  bogenen Arm 112     (Fig.    4), der durch einen Schlitz  114 des Ringes 20 hindurchgeht und in einen  Schlitz 116 eines Indexringes 118 eingreift, der am  Umfang des Ringes 20 drehbar gelagert ist. Dieser  Indexring trägt eine Marke 120, welche mit einer  Skala 122 am Umfang des Kupplungsringes 48 zu  sammenspielt. Diese Skala enthält mehrere Leitzah  len. Unter dem allgemein üblichen Ausdruck  Leit  zahl  ist ein Zahlenwert zu verstehen, welcher eine      bestimmte Relation der auf eine Blitzlichtaufnahme  einwirkenden Faktoren von     Blitzlampenlichtstrom,     Filmempfindlichkeit,     Reflektor-Verstärkungsfaktor     usw. angibt.

   Bei Blitzlichtaufnahme genügt es, diese  durch  Leitzahl  gegebene Relation in zwei Einzel  faktoren von Entfernung und     Blendenöffnung    zu  zerlegen bzw. zu berücksichtigen, denn die Leitzahl  stellt kameraseitig das Produkt aus Entfernung und       Blendenöffnung    dar.  



  Die Anordnung der Skalen ist am besten aus       Fig.    1 ersichtlich. Der     unverdrehbare    Ring 20 trägt  eine Hauptmarke 138, welche mit einer linear ge  teilten     Blendenskala    140 am Umfang des Kupplungs  ringes 48 und einer ebenfalls linear geteilten Zeit  skala 142 am Umfang des Rohrstutzens 44 zusam  menspielt. Die relative Kupplungsstellung des Kupp  lungsringes 48 zum Zeitstellglied 42 und Blenden  stellglied 40 ist einstellbar mittels einer Skala 144  mit Belichtungswerten am Rohrstutzen 44 und einer  Marke 146 am Kupplungsring 48. Die relative Kupp  lungsstellung des Kupplungsringes 48 zum Blenden  stellring 40 und dem Entfernungsstellring 16 ist ein  stellbar auf Grund der bereits erwähnten Leitzahl  skala 122 und der Marke 120.

   Die Entfernungsein  stellung geschieht entsprechend der Entfernungs  skala 148 am Umfang des Stellringes 16, die eben  falls mit der Hauptmarke 138 zusammenarbeitet.  Dem Betätigungsknopf 76 des Schaltschiebers 66 der  Schalteinrichtung sind zwei Symbole, nämlich das  Blitzsymbol<B>150</B> und das Sonnensymbol 152, zuge  ordnet. Im ersteren Falle ergibt sich die Einstellung  für Blitzlicht, während die zweite Stellung die Be  reitschaft für Tageslichtaufnahmen anzeigt.  



  Die beschriebenen Einrichtungen an der Kamera  werden folgendermassen gehandhabt:  Wenn eine Blitzlichtaufnahme ausgeführt wer  den soll, dann ist zunächst der Schaltknopf 76 auf  die mit dem Blitzsymbol 150 bezeichnete Stellung  zu stellen. Durch die Schalteinrichtung 66 bis 82  wird die     Umkupplungsklaue    54 in Eingriff mit dem       Mitnehmerring    94 gebracht.     Daraufhin    kann die  Einstellung der ermittelten Leitzahl erfolgen.

   Dies  geschieht dadurch, dass durch Handbetätigung des  Stellknopfes 64 der Eingriff der     Umkupplungsklaue     54 mit dem     Mitnehmerring    94 zeitweise entgegen  der Feder 78 unterbrochen und der Kupplungsring  48 mit Skala 122 so weit verdreht wird, bis die  Marke 120 auf die richtige Leitzahl hinweist, in vor  liegendem Falle die Leitzahl  28 . Beim Auslassen  des Knopfes 64 sorgt die Feder 78 für erneute Ein  schaltung der Kupplung zwischen den Teilen 54  und 94.  



  Bei dieser relativen, durch die Leitzahl  28   gegebenen Kupplungsstellung des     Blendenstellringes     40 und des Entfernungsstellringes 16 genügt es  nunmehr, die erforderliche Entfernungseinstellung  auf z. B. 5 m vorzunehmen, wobei sich die     gekup-          pelte        Blendeneinrichtung    automatisch auf eine ent  sprechende Öffnung, z. B. die     Blendenöffnung    5, 6,  einstellt. Selbstverständlich könnte in umgekehrter    Weise auch eine bestimmte Blende zunächst gewählt  werden, wodurch sich erst die entsprechende Ent  fernung einstellt.  



  Der Bedienende muss jetzt nur noch eine pas  sende Belichtungszeit, beispielsweise     1111,5    sec durch  Drehen des Zeitstellringes 42 wählen, womit die Ein  stellung der Aufnahmefaktoren beendet und die Auf  nahme selbst in üblicher Weise durchgeführt werden  kann.    Soll dagegen eine Aufnahme bei Tageslicht ge  tätigt werden, dann muss der Bedienende den Schalt  knopf 76 in Richtung auf Sonnensymbol 152 ein  stellen. Die Kupplung zwischen     Blendenstellring    40  und Entfernungsstellring 16 wird vollständig gelöst  und dafür die Kupplung zwischen     Blendenstellring     40 und Zeitstellring 42 hergestellt.

   In diesem Falle  wird mittels der Skala 144 der     Belichtungswerte    die  relative Kupplungseinstellung zwischen Kupplungs  ring 48 und Rohrstutzen 44 wahlweise bestimmt.  Nach Herstellung der erforderlichen Kupplungslage  können dann durch gemeinsames Verdrehen des  Zeitstellringes 42 und des     Blendenstellringes    40  gegenüber der Hauptmarke 138 beliebige Paarungen  von Zeit- und     Blendenwerten    eingestellt werden. Die  Entfernungseinstellung mit Hilfe des     Stellringes    16  geschieht jetzt unabhängig von der     Blendeneinstel-          lung.     



  Aus dem vorstehenden ergibt sich, dass die Be  dienung des     Zeiteinstellgliedes,    des     Blendeneinstell-          gliedes    und des     Entfernungseinstellgliedes    an der  Kamera durch die beschriebene Massnahme wesent  lich vereinfacht wird, indem das     Blendeneinstellglied     mit einem der andern Einstellglieder wahlweise     kup-          pelbar    ist. Die mit Symbolen versehene Schaltein  richtung ermöglicht dabei die Auswahl zwischen  Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen, das heisst die  Umkupplung der beiden Kupplungseinrichtungen  sehr schnell und leicht vorzunehmen.  



  Das zweite Ausführungsbeispiel     (Fig.    8 bis 12)  hat im Prinzip den gleichen Aufbau wie die erste  Anordnung nach     Fig.    1 bis 7, so dass die gleichen  Teile mit gleichen Bezugszeichen in beiden Fällen  versehen sind. Der Unterschied zwischen den beiden  Bauarten besteht allein darin, dass bei der zweiten  Ausführungsform zusätzlich noch eine Einrichtung  zum Anzeigen der Tiefenschärfe eingebaut ist.  



  Diese Einrichtung besteht - wie aus     Fig.    8 er  sichtlich ist - in der Hauptsache aus zwei Zeiger  armen 170, 172, die durch einen bogenförmigen  Schlitz 174 des Indexringes 118 nach aussen heraus  ragen und mit der Entfernungsskala 148 zusammen  arbeiten, indem sie auf ihr den jeweiligen Bereich  der Tiefenschärfe     begren2en.    Die Zeiger 170, 172  sind an Ringen 176, 178 vorgesehen, die koaxial zur  optischen Achse der Kamera dicht nebeneinander  liegen. Diese beiden Ringe sind miteinander derart  verkuppelt, dass     beim    Bewegen des einen Ringes in  einer Richtung, sich der andere Ring in entgegen  gesetzter Richtung bewegt.

   Dieses Ziel wird mit      Hilfe eines     Zahnrad-Umkehrgetriebes    erreicht, wel  ches an dem     unverdrehbaren    Ring 22 angeordnet  ist und zwei     Zahnritzel    182, 184     aufweist,    die  auf verschiedener Höhe liegend miteinander in     Ein-          griff    stehen. Das     Zahnritzel    182 greift ausserdem  in die Verzahnung 186 des Ringes 176,     während    das       Zahnritzel    184 mit der Verzahnung 188 des Ringes  178 in     Eingriff    steht.  



  Der Antrieb der Einrichtung geschieht von der       Blendeneinrichtung    aus. Zu diesem Zweck ist der       Blendenstellring    40 mit einem Stellring 190 der       Anzeigeeinrichtung    verbunden, und zwar derart, dass  ein abgebogener     Mitnehmerlappen    192 am Stellring  190 in den gleichen     Mitnehmerschlitz    92 des Kupp  lungsringes 48 eingreift wie der Arm 90 des Blenden  stellringes 40.

   Der     Blendenstellring    40 ist in     Fig.    8  der Einfachheit halber nicht gezeigt; es ist nur die  linear geteilte     Blendenskala    140 dem     Mitnehmer-          lappen    192 symbolisch zugeordnet.  



  In die Antriebskette zwischen dem Stellring<B>190</B>  und den Zeigern 170,<B>172</B> ist ein     Umwandlungsglied     eingeschaltet zu dem Zweck, die gleichförmige Be  wegung des     Blendenstellgliedes    in eine ungleichför  mige Bewegung der Zeiger nach den jeweils gege  benen Betriebsbedingungen umwandeln zu können.  Am Stellring 190 sitzt ein     Mitnehmerzapfen    196,  dessen Ende bei 198 abgesetzt ist, um einen     Anlenk-          und    Drehpunkt für eine Schwenkplatte 200 zu bil  den.

   Die     Schwenkplatte    200 liegt dabei zwischen  den Ringen<B>176,</B> 178 und trägt selbst einen     Mitneh-          merstift    202, der in einen radial liegenden Schlitz  204 des Zeigerringes 176 eingreift und die Mitnahme  desselben bei einer um die optische Achse gerichte  ten Drehbewegung des Stellringes 190 und somit  auch der Schwingplatte 200 bewerkstelligt. Ferner  trägt die Schwenkplatte 200 einen Steuerstift 206,  der mit einem als     Umwandlungskurve    fungierenden  Schlitz 208 des Ringes 22 zusammenarbeitet. Durch  diese Überlagerung wird eine Ungleichförmigkeit bei  der Bewegungsübertragung von der Schwenkplatte  200 auf den Zeigerring 176 und somit auch auf den  Zeigerring 178 erreicht.

   Die     Umwandlungskurve    208  und somit auch der Grad der Bewegungsumwand  lung zwischen     Blendeneinstellung    und     Tiefenschär-          fenanzeige    kann den gegebenen Verhältnissen ent  sprechend beliebig gewählt bzw. eingestellt werden.    Da die eingestellte     Blendenöffnung    bei dem  zweiten Ausführungsbeispiel bereits durch den ange  zeigten     Tiefenschärfenbereich    bei der Einstellung  berücksichtigt ist, und zwar gleichgültig, ob eine  Tageslicht- oder Blitzlichtaufnahme getätigt wird,  könnte die     Blendenskala    140 in diesem Falle auch  ohne weiteres weggelassen werden.  



  Es ist ohne weiteres möglich, den beschriebenen  und gezeigten Aufbau ganz oder teilweise in ein  Wechselteil, z. B. ein Wechselobjektiv der Kamera  einzubauen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Photographische Kamera mit einem Zeiteinstell- glied, einem Blendeneinstellglied und einem Entfer- nungseinstellglied, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendeneinstellglied jeweils mit einem der beiden andern Einstellglieder wahlweise kuppelbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Umkupplungsglied (54) vor gesehen ist, welches die wahlweise Einschaltung einer der beiden Kupplungen erlaubt. 2.
    Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Einstellung verschiedener Relativstellungen zwischen dem Blendeneinstellglied (40) und dem Entfernungseinstellglied (16) eine Skala (122) mit Leitzahlen der Kupplungseinrichtung dieser Glieder zugeordnet ist. 3. Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Einstellung verschiedener Relativstellungen zwischen dem Blendeneinstellglied (40) und dem Zeiteinstellglied (42) eine Skala (144) mit Belichtungswerten der Kupplungseinrichtung dieser Glieder zugeordnet ist. 4.
    Kamera nach Unteranspruch 1, gekennzeich net durch eine Schalteinrichtung (66), mittels der das Umkupplungsglied (54) betätigbar ist. 5. Kamera nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Umkupplungsglied (54) un mittelbar von Hand verstellbar ist. 6. Kamera nach Unteransprüchen 4 und 5, da durch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung (66) Anschlagmittel (130,<B>132)</B> steuert, welche die Hand verstellung des Umkupplungsgliedes (54, 134, 136) begrenzen.
CH339493D 1955-02-01 1956-01-05 Photographische Kamera CH339493A (de)

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