CH339841A - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunstschmiedegegenständen - Google Patents
Verfahren zur Oberflächenbehandlung von KunstschmiedegegenständenInfo
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Description
Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunstschmiedegegenständen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunstschmiedegegen- ständen. Bisher wurden fertige kunstgeschmiedete Be schläge in Öl schwarzgebrannt und anschliessend mit einem farblosen überzugslack versehen. Das Aus sehen dieser Beschläge war jedoch sehr ungleich mässig, wobei vor allem der Kunstschmiedecharakter dieser Beschläge stark beeinträchtigt ist. Um ein bes seres Aussehen zu erzielen bzw. den Kunstschmiede charakter, das heisst den Hammerschlag der Beschläge, besser zur Wirkung zu bringen, wurde versuchsweise die Oberflächenbehandlung derart durchgeführt, dass nach dem Schwarzbrennen mit Schmirgelpapier oder dergleichen von Hand die erhabenen Stellen der Be schläge blank gescheuert und nach dieser Bearbeitung die Beschläge mit einem farblosen Überzugslack ver sehen werden. Es zeigte sich jedoch, dass die so be handelten Beschläge schon nach ganz kurzer Zeit rosten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass gerade die Wetterbeständigkeit von farblosem, mattem über zugslack gering ist und selbst die besten Lacke dieser Art keinen ausreichenden Rostschutz bieten. Auch bei andern Versuchen, z. B. durch Auftra gen von Metallbroncelacken, konnte bei kunstge schmiedeten, eisernen Beschlägen das natürliche Aus sehen von blank gescheuertem Eisen nicht erreicht werden. Ausserdem haften derartig aufgetragene Metallbroncen nicht genügend fest auf dem Eisen, und es wird dabei auch keine geschlossene überzugs- schicht und demgemäss auch kein genügender Rost schutz erzielt. Bei dem Verfahren nach der Erfindung zur Ober flächenbehandlung von Kunstschmiedegegenständen werden diese nach einer Beizbehandlung mit einem in seinem Aussehen eisenähnlichen, galvanischen Metallüberzug und dann mit einem schwarzen über- zug versehen, worauf nach dem Trocknen der schwarze Überzug an den erhabenen Stellen durch Schmirgeln wieder entfernt wird. Um die bei der Schmirgelbehandlung entstehenden Kratzer sowie auch das stumpfgraue Aussehen des etwas vom Schmirgeln angegriffenen schwarzen Lacks zu be seitigen, werden die Kunstschmiedegegenstände nach dem Schmirgeln vorteilhaft noch mit einem matten, farblosen Lack überzogen. Die auf diese Weise behandelten Kunstschmiede gegenstände lassen den Schmiedecharakter bzw. den Hammerschlag sehr gut in Erscheinung treten, wobei die blank gescheuerten, erhabenen Stellen den Ein druck erwecken, als ob durch die natürliche Ab nützung das Eisen des Gegenstandes freigelegt sei. Tatsächlich ist jedoch an den so freigelegten, blan ken Stellen zum Beispiel eine Zinkschicht vorhanden, die kurze Zeit nach der Herstellung einen dunkleren Ton annimmt und demgemäss das Aussehen von Eisen hat. Die nach der Erfindung hergestellten Kunst schmiedegegenstände haben also den Vorzug, dass nicht nur der Kunstschmiedecharakter ausgezeichnet in Erscheinung tritt, sondern dass diese Gegenstände auch absolut rostsicher sind. Eingehende Versuche haben gezeigt, dass diese nach der Erfindung behan delten Kunstschmiedegegenstände, die über ein Jahr jeder Witterung ausgesetzt waren, praktisch unver ändert geblieben sind und keinerlei Rostspuren auf weisen. Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel zeigt, näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 die Ansicht einer kunstgeschmiedeten Tür- klinke, Fig. 2 einen Teilschnitt durch diese Türklinke in grösserem Massstab, Fig. 3 einen Teilschnitt durch diese Türklinke in anderer Ausführung in grösserem Massstab. In der Zeichnung ist mit 1 eine eiserne, kunst Qeschmiedete Türklinke bezeichnet. Nach beendeter Schmiedearbeit wird diese Klinke in bekannter Weise in Beiz- und Spülbädern behandelt, um den Zunder zu beseitigen und eine metallisch reine Oberfläche zu schaffen. Der Beschlag bzw. diese Klinke wird dann in einem galvanischen Bad mit einem eisenähnlichen Metallüberzug, zweckmässig mit einem gleichmässigen Zinküberzug 2, versehen. Danach wird die Klinke in Öl schwarzgebrannt, vorteilhaft jedoch mit einem schwarzen Lack gleichmässig überzogen. Nach dem Trocknen wird durch Schmirgeln, das zweckmässig von Hand mit Schmirgelpapier oder dergleichen aus geführt wird, der schwarze Überzug an den erhabenen, bei 3 angedeuteten Stellen entfernt, so dass der schwarze Lacküberzug nur in den durch den Ham merschlag vertieften Mulden verbleibt, wie bei 4 angedeutet. Durch dieses Schmirgeln tritt die Kunst schmiedearbeit bzw. der Hammerschlag sehr schön in Erscheinung. Die so behandelte Türklinke wird dann noch mit einer bei 5 angedeuteten Überzug schicht aus farblosem, wetterbeständigem, seidenmatt aussehendem überzugslack versehen, der den Kunst schmiedecharakter jedoch in keiner Weise verändert oder beeinträchtigt und lediglich unter Beseitigung der Kratzer dem Beschlag eine gleichmässige Ober fläche verleiht. Der so behandelte Kunstschmiedebeschlag hat also das gewünschte ideale Aussehen und ist ausser dem für eine lange Gebrauchsdauer wetter- und rost beständig. In Fig. 3 ist eine weitere besonders vorteilhafte Ausführung eines Kunstschmiedebeschlages, z. B. einer Türklinke, gezeigt. Darnach ist jeder Beschlag zunächst auf galvanischem Wege mit einem dünnen Zinküberzug 2 versehen. Dieser Beschlag wird dann noch nach einem bekannten Verfahren phosphatiert, das heisst beispielsweise nach entsprechender Vorbe- handlung in einem heissen Bad 15 Minuten bei einer Temperatur von etwa 90-95 behandelt. Es bildet sich die in Fig. 3 bei 6 angedeutete Phosphatschicht, die das blanke Zink in einen grauen, dem Aussehen des Eisens sehr nahe kommenden Überzug verwan- delt. Der phosphatierte Beschlag wird dann noch mit Wasser gespült und getrocknet und wird dann in der vorbeschriebenen Weise weiter behandelt, das heisst mit einem schwarzen Lacküberzug 4 versehen, der an den erhabenen Stellen 3 durch Schmirgeln beseitigt wird, worauf noch ein farbloser Lacküberzug 5 auf gebracht wird. Das Aufbringen einer Phosphatschicht 6 hat auch den Vorteil, dass diese eine verhältnismässig muhe Oberfläche darstellt, auf welcher der aufgebrachte Lacküberzug 4 ausgezeichnet haftet, so dass auch bei längerer Benutzung dieser Lacküberzug erhalten bleibt. Selbst nach jahrelanger Benutzung kann daher keine Rostbildung auftreten, da nur die erhabenen Stellen 3 praktisch der Abnutzung unterliegen und nach Abnützung der Lackschicht 4 zunächst die Phosphatschicht 6 freigelegt wird und auch nach Abnutzung dieser Phosphatschicht dann erst die Zinkschicht 2 freigelegt wird, die den Beschlag 1 auch dann noch gegen Korrosion schützt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunst schmiedegegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass diese nach einer Beizbehandlung mit einem in seinem Aussehen eisenähnlichen, galvanischen Metallüberzug und dann mit einem schwarzen Überzug versehen werden, worauf nach dem Trocknen der schwarze Überzug an den erhabenen Stellen durch Schmirgeln wieder entfernt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kunstschmiedegegenstände nach der Beizbehandlung auf galvanischem Wege mit einem Zinküberzug versehen werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kunstschmiedegegenstände nach dem Schmirgeln noch mit einem matten, farb losen Lack überzogen werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kunstschmiedegegenstände nach dem galvanischen Metallüberzug phosphatiert werden.
Applications Claiming Priority (1)
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