CH339854A - Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der ein durch Bindemittel verfestigtes Filtermaterial enthält, insbesondere für Zigarettenfilter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der ein durch Bindemittel verfestigtes Filtermaterial enthält, insbesondere für Zigarettenfilter

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CH339854A
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Adolf Mueller Paul
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Mueller Paul A
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    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES OF CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter tips or filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces of cigars or cigarettes
    • A24D3/02Manufacture of tobacco smoke filters
    • A24D3/0204Preliminary operations before the filter rod forming process, e.g. crimping, blooming
    • A24D3/0212Applying additives to filter materials

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  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der ein durch Bindemittel  verfestigtes Filtermaterial enthält, insbesondere     für    Zigarettenfilter    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der  ein durch Bindemittel verfestigtes Filtermaterial ent  hält. Ein solcher Filterstrang kann z. B. für die Her  stellung von Filterstöpseln verwendet werden.  



  Derartige Filterstränge sind bereits bekannt und  werden in grossem Umfang zu     Zigaretten-Filterstöp-          seln    verarbeitet, wobei die Filtermasse aus Kunst  fasern oder aus Papierschnitzeln und dergleichen  besteht. Bei solchen Filtermassen tritt die Schwierig  keit auf, dass ohne Verwendung von Bindemitteln die  zur Verarbeitung und beim Gebrauch erforderliche  Festigkeit eine Materialdichte bedingt, welche einen       unerwünscht    hohen Zugwiderstand für den Rauch  zur Folge hat.

   Anderseits tritt bei einer lockeren  Filterstruktur bereits bei der maschinellen Verarbei  tung des Filterstranges, vor allem aber beim Ge  brauch, durch Zusammendrücken der Filtermasse  eine solche Verminderung der Materialdichte ein,  dass Längskanäle entstehen und Filterteile heraus  ragen oder herausfallen, was höchst unerwünscht ist.  



  Diese Schwierigkeiten bei genügend locker zu  sammengefügten Filtermassen lassen sich durch Ver  wendung eines     flüssigen    Bindemittels zum Zusam  menkleben der einzelnen Materialteile an den Berüh  rungsstellen leicht beheben. Auf diese Weise verfe  stigte Filtermassen lockerer Materialstruktur sind be  reits bekannt und im Gebrauch. Gegen die Verwen  dung von solchen, durch Bindemittel verfestigte  Zigarettenstöpsel bestehen aber grosse Bedenken, da  die bekannten und gut verwendbaren     flüssigen    Binde  mittel stets leicht     flüchtige    Lösungsmittel enthalten,  die auch in geringen Spuren als Beimengungen zum  Rauch gesundheitsschädlich sind.

   Da aber erfahrungs  gemäss bei der Trocknung der Filterstöpsel niemals  Gewähr besteht, dass der gesamte Gehalt an schäd-         lichem    Lösungsmittel aus der Filtermasse entfernt  wird, und dieselbe beim Gebrauch erhöhte Tempe  ratur erhält und feucht wird, ist stets die Gefahr einer  spurenweisen, aber deshalb nicht     weniger    schädlichen  Beimengung von     Lösungsmitteldämpfen    zum Tabak  rauch vorhanden.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Besei  tigung dieser Nachteile. Kennzeichnend für das er  findungsgemässe Verfahren ist, dass dem Filtermate  rial als Bindemittel wenigstens in Teilen klebefähige  Fäden oder Streifen beigefügt werden, die mit an  liegenden Teilen des Filtermaterials verklebt werden,  wodurch eine Bewegung von Materialteilen relativ  zueinander wenigstens in     Stranglängsrichtung    er  schwert wird.  



  Ferner     betrifft    die Erfindung einen nach diesem  Verfahren hergestellten Filterstrang, gekennzeichnet  durch über den     Strangquerschnitt    verteilte klebe  fähige Fäden oder Streifen, die an benachbarten  Teilen des sonst lockeren Filtermaterials haften.  



  Die Erfindung ist nachstehend in einigen Aus  führungsbeispielen anhand der     Fig.    1 bis- 21 näher  erläutert. Von denselben zeigt:       Fig.    1 eine perspektivische Darstellung des Auf  baus eines Filterstranges für Filterstöpsel;       Fig.    2 eine perspektivische schematische Wieder  gabe eines mit Perforationen und seitlichen Einbuch  tungen versehenen klebefähigen Streifens;       Fig.    3 bis 9 je einen Grundriss weiterer Ausfüh  rungsbeispiele von klebefähigen Streifen;       Fig.    10 und 11 je einen Querschnitt durch klebe  fähige Streifen;       Fig.    12 eine perspektivische Darstellung eines  schräggewellten klebefähigen Streifens;

         Fig.    13 einen Grundriss eines mit sich kreuzenden       Wellungen    versehenen klebefähigen Streifens;           Fig.    14 einen Querschnitt eines nur aus     zusam-          mengepressten    Streifen in einer äussern Umhüllung  bestehenden Filterkörpers;       Fig.    15 einen Querschnitt durch einen Filter  körper ähnlich     Fig.    14 mit     mäanderförmig    gefalteter  klebefähiger Trägerbahn;       Fig.    16 einen Querschnitt durch einen Filter  körper ähnlich     Fig.    14 mit spiralig aufgerollter klebe  fähiger Trägerbahn;

         Fig.    17 einen Querschnitt durch einen aus zu  sammengepressten klebefähigen Streifen und Längs  fasern in einer äussern Umhüllung bestehenden Filter  körper;       Fig.    18 und 19 je eine perspektivische Darstellung  des Aufbaus von weiteren Ausführungsbeispielen des  Filterstranges;       Fig.    20 und 21 je eine schematisch wiedergegebene  Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Filtersträn  gen.  



  Bei den dargestellten Filtersträngen erfolgt die  Verfestigung des den Strang bildenden Filtermaterials  mittels einer, je nach der Struktur dieses Filtermate  rials sich richtenden Anzahl von Fäden oder Streifen,  die mit jeweils benachbarten Teilen des Materials       zusammenkleben.    Einen derart verfestigten Filter  strang zeigt die     Fig.    1. Perforierte, oder auf andere  Weise in ihrer     Oberfläche    vergrösserte Längsstreifen 2a  befinden sich in einer nur angedeuteten Umhüllung 1.  Zigarettenfilter dieser Art sind bekannt. Zwecks Ver  festigung werden einige klebefähige Streifen 2b dem  Bündel aus sogenannten Wirbel- und Kondensations  streifen 2a beigemengt, wie in     Fig.    1 angedeutet.  



  Es hat sich gezeigt, dass bereits eine relativ geringe,  über den Querschnitt der Filtermasse, also hier des  Streifenbündels, verteilte Anzahl klebefähiger Streifen  eine merkliche Verfestigung des Filters in Quer- und  Längsrichtung ergeben. Dies rührt vor allem von der  Erschwerung der Längsverschiebung der Streifen 2a  relativ zueinander her, die von den an einer Vielzahl  von Punkten an den jeweils benachbarten Streifen 2a  haftenden klebefähigen Streifen 2b verursacht wird.  Da bei einem derartigen Streifenbündel ein Zusam  mendrücken quer zur Achse stets von einer Längs  verschiebung der Streifen relativ zueinander begleitet  ist, erhöht die Erschwerung solcher Längsverschie  bungen auch die     Quersteifigkeit    des Filterstranges.  



  Die klebefähigen Streifen 2b bestehen in einem  bevorzugten     Ausführungsbeispiel    aus dünnen,     folien-          artigen    Bändern aus thermoplastischem Material, das  bei erhöhter Temperatur, z. B. bei über 100 C, er  weicht und klebrig wird, aber bei Normaltemperatur  und beim Gebrauch des Filters, selbst unter tropischen  Verhältnissen, elastisch und fest bleibt. Bei der Her  stellung des Filterstranges erfolgt dann eine entspre  chende thermische Behandlung desselben, beispiels  weise durch Erwärmung von aussen her durch die  Umhüllung 1 hindurch, oder von innen her durch       Hochfreduenzerhitzung    bzw. mittels eines durch den  Strang geleiteten Heissluftstromes.

      Zur Erhöhung des     Abscheidungswirkungsgrades     derartiger, aus Wirbel- und Kondensationsstreifen  bestehender Filterstränge ist es zweckmässig, bei Ver  wendung von klebefähigen Streifen 2b in grösserer  Anzahl, dieselben in gleicher Weise in ihrer Ober  fläche zu gestalten wie die Wirbel- und Konden  sationsstreifen 2a. Die     Fig.    2 zeigt ein Ausführungs  beispiel eines Abschnittes eines derart gestalteten  klebefähigen Streifens 2b, der hier mit dreieckigen  Perforationen 3 versehen ist. Die beim Perforieren  aus der Materialbahn verdrängten Lappen 4 hängen  mit einer Kante an den Ausschnitten 3 und stehen  von der Materialbahn ab. Vorzugsweise erfolgt die  Perforierung derart, dass die Ränder der Ausschnitte 3  und der Lappen 4 zerfasert und ausgerissen sind.

   Die  Seitenkanten 5 und 6 des Streifens 2b sind mit Ein  buchtungen 7 versehen, hier beispielsweise von Drei  eckgestalt, wobei die dabei verdrängten Material  stücke als Lappen 8 von der Streifenebene abstehen.  Durch derartige Perforationen und Randeinbuch  tungen - deren Anzahl pro Längeneinheit und deren  Dimensionen natürlich je nach dem Material und  der Streifenbreite gewählt werden kann - wird die       Oberfläche    des Streifens 2b bedeutend vergrössert und  wie bei den entsprechenden Streifen 2a eine Vielzahl  von Strömungshindernissen für den über die Streifen  fläche streichenden Rauch geschaffen, durch welche  das     Zustandekommen    von     Wirbelzentren    begünstigt  wird.

      Anstelle der in     Fig.    2 angegebenen     dreieckförmigen     Ausschnitte 3 und Kanteneinbuchtungen 7 können  auch andersartige Perforationen - mit und ohne am  Streifen hängenbleibenden Lappen des verdrängten  Materials - vorgesehen werden. Die     Fig.    3 und 4  zeigen beispielsweise kreisrunde bzw. längliche Aus  schnitte 9 bzw. 10 in einem solchen klebefähigen Strei  fen 2b.

   Die Kanteneinbuchtungen können auch ge  mäss     Fig.    5 und 6 abgerundete oder unregelmässig  zerfaserte Gestalt 11 bzw. 12 aufweisen, wobei ge  gebenenfalls die Ausführung gemäss     Fig.    5 bzw. 6 auch  mit derjenigen nach     Fig.    3 oder 4 kombiniert werden  kann, wie in     Fig.    7 dargestellt. Auch halbrunde Kan  teneinbuchtungen 13 nach     Fig.    8 sind vorteilhaft,  eventuell zusammen mit runden Ausschnitten 9 nach       Fig.    3, wie in     Fig.    9 angedeutet.  



  Andere brauchbare Streifenformen entstehen durch  Prägung des betreffenden thermoplastischen Mate  rials, beispielsweise in der in     Fig.    10 im Querschnitt  dargestellten Weise, wodurch ein mit regelmässig ver  teilten Höckern versehener klebefähiger Streifen 2b  entsteht. Auch hierbei ergibt sich eine vergrösserte       Oberfläche    mit Strömungshindernissen, die besonders  bei kantig geformten Höckern die Bildung von Wir  belzentren begünstigen. Je nach Material, Gestalt der  Prägewerkzeuge und Prägetiefe kann auch erreicht  werden, wie in     Fig.    11 angedeutet, dass die Höcker 15  den Streifen 2a durchstossen und zerfaserte Ränder  bilden, was für die Erhöhung der     Filtrierwirkung    be  sonders vorteilhaft ist.

        Die     Fig.    12 zeigt eine andere Form der Prägung  der klebefähigen Streifen 2b, bei der das thermopla  stische Flachmaterial gewellt oder gekreppt ist, wobei  die Rillen 16     schräg,    wie in     Fig.    12, oder auch parallel  zur Streifenlängsrichtung verlaufen können. Bei der  Herstellung dieser     Rillungen    können auch nicht zu  sammenhängende     Rillenwandungen    und ineinander  gehende Rillen geschaffen werden. Falls erwünscht,  kann auch eine doppelte, sich kreuzweise überschnei  dende     Schrägrillung    erfolgen, wie in     Fig.    13 ange  deutet.  



  Natürlich ist auch eine Kombination aus perfo  rierten und geprägten Streifen 2b möglich, etwa indem  ein gemäss     Fig.    12 schräggewellter Streifen zusätzlich  entsprechend     Fig.    11 perforiert wird. Ein gleichzeitig  gerillter und mit Öffnungen versehener klebefähiger  Streifen 2b kann auch dadurch geschaffen werden, dass  bei der     Wellung    oder     Rillung    nach     Fig.    12 das Flach  material so stark verformt wird, dass Risse und<B>Öff-</B>  nungen mit zerfaserten Rändern entstehen, vorzugs  weise in     Rillenlängsrichtung.     



  Die klebefähigen Streifen 2b, wie sie oben anhand  von     Fig.    1 bis 13 beschrieben wurden, können natür  lich auch aus einem nicht thermoplastischen Material  bestehen, welches einseitig oder beidseitig, oder auch  nur an einigen Teilen einen thermoplastischen Ober  flächenfilm aufweist. Diese Ausführung von klebe  fähigen Streifen 2b ist deshalb besonders zweck  mässig, weil dann die gleichen maschinellen Vor  richtungen, die zur Herstellung der Wirbel- und  Kondensationsstreifen 2a dienen, auch zur Produk  tion der klebefähigen Streifen 2b mitbenützt werden  können.

   Auch ist in den meisten Fällen das gleiche  Material wie bei den Wirbel- und Kondensations  streifen 2a verwendbar, und es ist     lediglich    die teil  weise oder ganze     Oberflächenbeschichtung    mit einem  thermoplastischen Film erforderlich, vorzugsweise  vor der Verformung der     Oberfläche.    Natürlich be  steht unter Verwendung von gleichartig geformten  Streifen<I>2a</I> und<I>2b</I> die Möglichkeit, den Anteil an  klebefähigen Streifen 2b gegenüber den nicht klebe  fähigen Streifen 2a zu erhöhen - jedoch ist dies im  allgemeinen nicht empfehlenswert, wenn als Material  für die Streifen ein solches faseriger Struktur ver  wendet wird, z. B.

   Papier, da der thermoplastische  Belag natürlich eine     Glättung    der     Oberfläche    bewirkt,  was für die     Abscheidungswirkung    nachteilig sein kann.  



  Ein Querschnitt durch einen aus Streifen bestehen  den Filterkörper zeigt schematisch die     Fig.    14, in  welcher     mit    16 die äussere Umhüllung,     mit    2a die  nach     Fig.    1 verlaufenden, zu einem Bündel     zusam-          mengepressten    Wirbel- und Kondensationsstreifen  und mit 2b die dem Bündel beigefügten klebefähigen  Streifen bezeichnet sind.  



  Die obengenannten klebefähigen Streifen, beste  hend aus einem nicht klebenden Flachmaterial und  einer thermoplastischen Schicht, können natürlich  auch anstelle dieser Schicht     mit    einem andern klebe  fähigen Belag versehen sein. Es muss aber gewähr-    leistet sein, dass dieser Belag beim Gebrauch kein  Lösungsmittel abgibt und wasserunlöslich ist:  Gelegentlich ist es erwünscht, derartige Filter  körper mit einem Trägerstreifen 17 zu versehen, der  gemäss     Fig.    15 bzw. 16     mäanderartig    oder spiral  förmig im Filterkörper angeordnet und allseits von  Wirbel- und Kondensationsstreifen 2a umgeben ist.

    Diese Trägerstreifen 17 sind klebefähig ausgebildet  und können, falls erwünscht, dieselbe Oberflächen  struktur aufweisen, wie oben anhand der     Fig.    2 bis 13  für die Wirbel- und Kondensationsstreifen 2a be  schrieben. Auch das Material der Trägerbahnen 17  kann nach den oben für die klebefähigen Streifen 2b  angegebenen Gesichtspunkten ausgewählt werden.  Ausser den obenerwähnten Wirbel- und     Konden-          sationsstreifenfiltern    existieren auch Filter aus Faser  stoffen. Ein derartiges Filter ist in     Fig.    17 im Quer  schnitt schematisch dargestellt, wobei in der äussern  Umhüllung 16 ein aus Längsfasern 18 und klebe  fähigen Streifen 19     zusammengepresstes    Bündel vor  handen ist.

   Bei einem derartigen Filterkörper werden  die jeweils den     klebefähigen    Streifen 19 benach  barten Fasern 18 an einer Längsverschiebung wirk  sam verhindert, so dass eine lockere Struktur des  Stranges trotz guter Festigkeit erzielbar ist. Die Faser  stränge 18 verlaufen, ebenso wie die klebefähigen  Streifen 19 im wesentlichen in Filterlängsrichtung,  besitzen aber ausserdem eine     unregelmässige        Torsion     um die Längsachse.  



  Anstelle der klebefähigen Streifen 2b in den Aus  führungsbeispielen nach     Fig.    1 bis 17, können auch  klebefähige Fäden aus thermoplastischem Material,  oder mit einem thermoplastischen     Oberflächenfilm,     bzw. mit einem geeigneten     lösungsmittelfreien    klebe  fähigen Belag, zur Verfestigung der Filtermasse die  nen. In     Fig.    18 ist der Aufbau eines Filterstranges  aus     langgestreckten    Fasern 18 und     klebefähigen     Fäden 20 wiedergegeben.

   Die vielfachen     Haftstellen     zwischen den Fasern 18 und den Fäden 20 bewirken  hier ebenfalls eine Erschwerung der Längsverschiebung  der Fasern 18 relativ zueinander und damit gleich  zeitig eine grössere Festigkeit in Querrichtung.  



  Auch zur Verfestigung von Filterkörpern, die  entsprechend der schematischen Darstellung nach       Fig.    19 aus einer Anhäufung von     Materialflocken    21  bestehen, können die genannten klebefähigen Fäden  20 dienen. Es ist hierbei keineswegs eine sehr grosse  Anzahl von klebefähigen Fäden 20 erforderlich, um  die Filtermasse aus     Materialflocken    21 genügend zu  verfestigen, denn jeder Faden 20 haftet jeweils an einer  grossen Zahl von Materialflocken 21 und erschwert  deren Verlagerung.  



  Für diese Art von Verfestigung eignen sich auch  Filter mit willkürlich verteilten Flocken aus Schwamm  oder schaumartigem Material, aus     Kunstharzschaum     mit wenigstens teilweise     kommunizierenden    Hohl  räumen, beispielsweise aus Harnstoff Formaldehyd  harzschaum. Auch schauen- oder schwammartige  Massen aus     Viskoselamellen,        Latexschaum,        Neopren-          schaum    usw. sind geeignet.      Die faserhaltigen und die     flockenhaltigen    Filter  körper können natürlich auch mit einer klebefähigen  Trägerbahn nach     Fig.    15 und 16 versehen werden.

    Auch die Verfestigung bei einer Kombination von  Wirbel- und Kondensationsstreifen mit Faserstoffen  und     Schaumflocken    durch klebefähige Fäden oder  Streifen ist möglich.  



  Die     erforderliche    Wärmebehandlung der     mit    ther  moplastischen faden- oder     streifenförmigen    Materia  lien versehenen Filterstränge kann auf verschiedene  Weise erfolgen.     Beispielsweise    zeigt die     Fig.    20 eine  düsenartige     Vorrichtung    22, die     mittels    der elektri  schen     Heizwicklung    23 auf eine     vorbestimmte    Tem  peratur erhitzt werden kann. Der durch die erhitzte  Düse 22 laufende Strang 24 wird dann von aussen nach  innen geheizt.

   Ist der Strang hierbei noch nicht mit  einer äussern     Umhüllung    versehen, so kann gleich  zeitig ein Heissluftstrom die Erwärmung beschleunigen.  Falls diese Art der Heizung dann Schwierigkeiten  bereitet, weil die äussern Schichten des Filterstranges 24  eine höhere Temperatur als die innengelegene an  nehmen, kann eine Vorrichtung nach     Fig.    21 ver  wendet werden. Der vorgeformte aber noch nicht mit  einer äussern Umhüllung versehene Filterstrang 25  durchläuft hier zuerst eine     Heissluft-Heizvorrichtung     26 und gelangt dabei unter die Wirkung eines über  die Leitung 27 in Pfeilrichtung 28 zugeleiteten Heiss  luftstromes.

   Dieser durchdringt den lockeren Filter  strang 25 in Querrichtung, erwärmt denselben auf die  erwünschte Temperatur und tritt über die Bohrungen  29 wieder aus. Der erwärmte Filterstrang 25, in wel  chem die thermoplastischen Fäden bzw. Streifen nun  mehr erweicht sind und ihre volle Klebefähigkeit  erreicht haben, läuft anschliessend durch eine in     Fig.    21  nur angedeutete     Umhülleinrichtung    30 bekannter  Bauart, in welcher er, unter gleichzeitigem Zusam  menpressen in radialer Richtung, mit dem Papier  streifen 31 umhüllt wird.

       Anschliessend    kann, falls  die Verfestigung der Filtermasse durch die thermische  Behandlung in der     Heissluft-Heizvorrichtung    26 noch       unzureichend    erfolgt ist, eine weitere Erwärmung des  nunmehr umhüllten Stranges 32 beim Durchlauf durch  ein     Hochfrequenzfeld    erfolgen. Hierzu dienen die  Elektroden 33 und 34, welche über das     Klemmpaar    35       mit    einem geeigneten     Hochfrequenzgenerator    ver  bunden sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der ein durch Bindemittel verfestigtes Filtermaterial enthält, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filtermate rial als Bindemittel wenigstens in Teilen klebefähige Fäden oder Streifen beigefügt werden, die mit an liegenden Teilen des Filtermaterials verklebt werden, wodurch eine Bewegung von Materialteilen relativ zueinander wenigstens in Stranglängsrichtung er schwert wird. <B>11.</B> Filterstrang, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch über den Strangquerschnitt verteilte, klebefähige Fäden oder Streifen, die an benachbarten Teilen des sonst lockeren Filtermaterials haften.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens Teile der Oberfläche einer Anzahl Fäden oder Streifen eines Filtermaterials mit klebefähiger Masse beschichtet werden, worauf diese Fäden oder Streifen mit nichtbeschichteten Fäden oder Streifen des gleichen Filtermaterials zu einem Strang vereinigt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Bindemittel ein thermoplasti scher Stoff verwendet wird, der bei Temperaturen unter 60 C fest ist, aber bei weitergehender Erwär mung klebrig wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die als Fäden oder Streifen die nenden Bindemittel dem Filtermaterial bei einer Temperatur beigefügt werden, bei welcher sie nicht klebrig sind und der vorgeformte Strang anschliessend einer die Fäden oder Streifen vorübergehend klebrig ; machenden Wärmebehandlung unterzogen wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Strang durch eine geheizte Düse gezogen wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der nur aus dem Filtermaterial und den Bindemitteln bestehende, vorgeformte Strang mit Heissluft behandelt und anschliessend durch eine geheizte Düse gezogen wird. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der nur aus dem Filtermaterial und den Bindemitteln bestehende, vorgeformte Strang mit Heissluft behandelt, dann mit einer Umhüllung versehen und durch ein elektrisches Hochfrequenzfeld hindurchgeführt wird. 7. Filterstrang nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch Fäden oder Streifen aus nicht klebe fähigem Material, die mit einer bei Erwärmung klebe fähig werdenden Schicht mindestens teilweise über zogen sind. B. Filterstrang nach Patentanspruch 11, gekenn zeichnet durch klebefähige Fäden oder Streifen aus einem thermoplastischen Material. 9.
    Filterstrang nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens stellenweise klebefähige, flexible Streifen, wobei mindestens deren eine Seite mit Unebenheiten zur Oberflächenvergrösserung ver sehen ist. 10. Filterstrang nach Patentanspruch II, insbeson dere für Zigarettenfilter, gekennzeichnet durch einige klebefähige Streifen in einem Filtermaterial in Form eines Bündels aus langgestreckten, flexiblen Wirbel- und Kondensationsstreifen, die mindestens auf einer Seite Unebenheiten zur Oberflächenvergrösserung auf weisen und von denen ein Teil an den klebefähigen Streifen haftet. 11.
    Filterstrang nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die klebefähigen Streifen ge- ureinsam mit den Filtermaterialstreifen ein zusam.- mengepresstes Bündel- innerhalb einer äussern Um hüllung bilden. 12. Filterstrang nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den klebefähigen Streifen ausser den Wirbel- und Kondensationsstreifen noch Fasern haften, die in gleicher Hauptrichtung wie die Streifen verlaufen. 13. Filterstrang nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den klebefähigen Streifen ausser den Wirbel- und Kondensationsstreifen noch unregelmässig verteilte Schwamm- und Schaumflocken haften. 14.
    Filterstrang nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den klebefähigen Streifen auch noch in gleicher Richtung wie sie verlaufende Fasern haften. 15. Filterstrang nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die klebefähigen Streifen im Bündel im Querschnitt mäanderartig gefaltet sind. 16. Filterstrang nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die klebefähigen Streifen im Bündel im Querschnitt eine Spirale bilden. 17. Filterstrang nach Patentanspruch II, insbeson dere für Zigarettenfilter, gekennzeichnet durch ein Bündel bildendes Filtermaterial, das Fasern enthält, die mindestens teilweise an den klebefähigen Fäden oder Streifen haften. 18.
    Filterstrang nach Patentanspruch II, insbeson dere für Zigarettenfilter, gekennzeichnet durch ein Filtermaterial, das Schwamm- und Schaumflocken enthält, die mindestens teilweise an den klebefähigen Fäden oder Streifen haften. 19. Filterstrang nach Unteranspruch 18, gekenn zeichnet durch Flocken aus Harnstoff-Formaldehyd- Harzschaum.
CH339854D 1956-01-27 1956-01-27 Verfahren zur Herstellung eines Filterstranges, der ein durch Bindemittel verfestigtes Filtermaterial enthält, insbesondere für Zigarettenfilter CH339854A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1296560B (de) * 1963-04-12 1969-05-29 Kurashiki Rayon Co Vorrichtung zum Verbinden der Faeden in Zigarettenfiltern od. dgl., wobei zwischen den durchgehenden Faeden pulvriger Klebstoff angeordnet ist
EP4099851B1 (de) 2020-03-18 2024-01-10 Körber Technologies GmbH Vorrichtung und verfahren zum herstellen eines strangs der tabak verarbeitenden industrie

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