CH339996A - Elektrischer Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem Reaktionsprozess - Google Patents
Elektrischer Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem ReaktionsprozessInfo
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Description
Elektrischer Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem Reaktionsprozess Die Herstellung von Silizium geschieht dadurch, dass man Kieselsäure mit Hilfe von Kohlenstoff ge wöhnlich in Form von Holzkohle reduziert. Diese Stoffe lässt man miteinander durch Erhitzung auf Reaktionstemperatur im Lichtbogen reagieren. Die hierzu verwendeten Lichtbogenöfen sind ziemlich seicht ausgeführt und haben grössere horizontale Ab messungen. Die Wärmeverluste an der Oberfläche und in der Umgebung der Elektroden sind daher beträchtlich.
Auch kann Siliziumabbrand dadurch ent stehen, dass bei den herrschenden Temperaturen das gebildete Silizium zu verdampfen beginnt. Dieser Abbrand wird durch die verhältnismässig geringe Chargenhöhe und durch die um die Lichtbögen sich bildenden Krater sowie die hohen Lichtbogentempe- raturen begünstigt. Ausserdem ist die Wärmestrahlung vom Ofen so stark, dass sehr ungünstige Arbeits bedingungen für das Personal auftreten, das ständig mit der Wartung des Ofens beschäftigt ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem Reak- tionsprozess. Die neue Konstruktion bezweckt, die oben erwähnten Ungelegenheiten zu vermeiden und gleichzeitig bedeutende Vorteile in wärmewirtschaft licher und betriebstechnischer Beziehung zu erzielen.
Erfindungsgemäss ist der Ofen ein Induktionsofen, der eine primäre Ofenwicklung besitzt, deren Wärme leistung regelbar und derart angeordnet ist, dass im Ofenraum eine Einfüll- und Kondensierungszone, eine heisseste Reaktionszone, eine kühlere Sammel- zone für den gebildeten Stoff und eine wieder wärmere Zapfzone entstehen, und welcher Ofen fer ner einen als Sekundärwicklung dienenden Graphit zylinder zur Wärmeerzeugung in der Charge sowie eine hitzebeständige, wärmeisolierende, entfernbare Zwischenschicht zwischen der primären Ofenwick lung und dem Graphitzylinder aufweist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Ein Graphithohlzylinder 1, der als Sekundär wicklung die Wärmeerzeugung in der Charge besorgt und als Rohr ausgeführt oder aus Ringen oder Zie geln aufgebaut sein kann, ist von einer Schicht 2 mit guter Wärmeisolierfähigkeit und Wärmebestän digkeit umgeben. Diese Schicht besteht vorzugsweise aus Pulver, zum Beispiel aus Aluminiumoxyd, das in den obern Teil des Ofens eingefüllt und am Boden abgeführt werden kann. Eine Spule 3 um gibt den mittleren Teil des Ofens und eine weitere Spule 4 seinen untern Teil. Die beiden Spulen 3 und 4 bilden die primäre Ofenwicklung.
Der Ofen wird hierdurch bezüglich seiner Arbeitsweise in vier Zonen aufgeteilt; eine ziemlich kühle Einfüll- und Kondensierungszone <I>A,</I> eine Reaktionszone<I>B,</I> eine verhältnismässig kühle Sammelzone C für das ge schmolzene Silizium und eine wärmere Zapfzone D. Durch diese konstruktive Ausführung und die Bil dung von vier Zonen erhält der Ofen besonders vor teilhafte Betriebseigenschaften. Die Einfüllzone kann verhältnismässig hoch ausgeführt werden, wodurch die Wärmeverluste in axialer Richtung auf einen vernachlässigbaren Betrag gebracht werden können.
Durch diese hohe Einfüllzone erreicht man auch, dass verdampftes Silizium aus der Reaktionszone zum Kondensieren in den obern Teil gebracht wird, und hierdurch kann der Siliziumabbrand praktisch ganz beseitigt werden. In der Zone B wird die Tempera tur auf 1600 bis 1800 C gehalten, um die gewünschte Reaktion herbeizuführen. Der Schmelzpunkt von Silizium liegt bei 1450 C. Hält man die Sammel- zonentemperatur etwas über dieser Temperatur, so wäre es wahrscheinlich, dass die Temperatur an. der Zapföffnung 5 niedriger ist.
Die Schmelze würde daher in der Zapföffnung erstarren. Um die Charge abzapfen und ihre Abrinngeschwindigkeit regeln zu können, wird auch die Umgebung der Zapföffnung durch eine Spule 4 induktiv geheizt oder durch einen mit der Spule 3 zusammengebauten Spulenteil, des sen Wärmeleistung getrennt oder zusammen mit der der Spule 3 geregelt werden kann. Auf der Zeich nung ist eine Alternative gezeigt, bei der angenom men ist, dass die Temperatur um die Zapföffnung so hoch gehalten wird, dass die Charge nicht Zeit hat, zu erstarren.
In diesem Fall wird die Zapf öffnung während des Schmelzprozesses in üblicher Weise durch einen Pfropfen 6 verschlossen, der beim Abstich entfernt wird. Die Spulen 3 und 4 können auch als einzige Induktionswicklung ausgeführt sein mit ungleicher Windungsverteilung in radialer Rich tung zur Veränderung der Stromdichte in dieser Richtung. Die Spulen sind von einem magnetischen Schirm 7 umgeben.
Die beschriebene Ausführung erlaubt, dass der Graphitzylinder 1, von dem ein Teil, insbesondere in .der Reaktionszone B, verbraucht wird, gegen den Abzapfteil D verschoben wird, so dass die ver brauchten Stücke erneuert werden können. Dadurch, dass die Isolierschicht pulverförmig ist, kann sie leicht durch eine Öffnung 8 im Ofenboden entfernt werden, wodurch das Verschieben des Graphit zylinders nach unten und das Einsetzen neuer Gra- phitteile oder der Austausch des ganzen Graphit zylinders erleichtert werden. 9 ist ein Gehäusemantel und 10 ein Träger für den Ofen.
Der beschriebene Ofen ist für die Herstellung von Silizium gedacht, was aber natürlich nicht aus schliesst, dass er auch für die Herstellung anderer Stoffe mit ähnlichem Reaktionsprozess verwendet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrischer Ofen für die kontinuierliche Her stellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem Reaktionsprozess, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen ein Induktionsofen ist, dass er eine primäre Ofenwicklung besitzt, deren Wärmeleistung regelbar ist und die derart angeordnet ist, dass im Ofenraum im Betrieb eine Einfüll- und Kondensierungszone, eine heisseste Reaktionszone, eine kühlere Sammelzone für den gebildeten Stoff und eine wieder wärmere Zapfzone entstehen,und dass der Ofen ferner einen als Sekundärwicklung dienenden Graphitzylinder zur Wärmeerzeugung in der Charge sowie eine hitze beständige, wärmeisolierende, entfernbare Zwischen schicht zwischen der primären Ofenwicklung und dem Graphitzylinder aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Primärwicklung aus einer Spule mit stellenweise sich ändernder Steigung der Win dungen besteht. 2. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Primärwicklung aus zwei getrennten Spulen besteht. 3. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Graphitzylinder aus Rohren oder Ringen aufgebaut ist. 4.Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Sekundärwicklung aus Graphit ziegeln besteht. 5. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die wärmeisolierende Schicht pulver förmig ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE339996X | 1954-09-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH339996A true CH339996A (de) | 1959-07-31 |
Family
ID=20308348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH339996D CH339996A (de) | 1954-09-27 | 1955-09-10 | Elektrischer Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Silizium oder von Stoffen mit ähnlichem Reaktionsprozess |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH339996A (de) |
-
1955
- 1955-09-10 CH CH339996D patent/CH339996A/de unknown
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