CH340016A - Verfahren und Modell zur Herstellung von nach oben verjüngten Teilen in Gussformen - Google Patents

Verfahren und Modell zur Herstellung von nach oben verjüngten Teilen in Gussformen

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CH340016A
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Magnus Tigerschiold Bo
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Degerfors Jarnverks Aktiebolag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/10Hot tops therefor
    • B22D7/108Devices for making or fixing hot tops

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Modell zur Herstellung von nach oben     verjüngten    Teilen in     Gussformen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von nach oben verjüngten  Teilen in     Gussformen,    z. B. von Hauben in Kokillen,  zum Giessen von Blöcken aus Stahl oder andern Me  tallen, oder von     Steigern    bei der Herstellung von       Formgussstücken    aus Gusseisen, Stahl- oder andern  Materialien.  



  Bei der Herstellung von beruhigten Stahlblöcken  wird die Entstehung von     Lunker    und     Steigerungen     innerhalb des Blockes durch die Anwendung der  Hauben vermieden. Diese Hauben bestehen im all  gemeinen aus Schamottesteinen, die im obern Teil  der Kokille ausgemauert sind. Die Hauben können  auch abnehmbar sein.  



  Statt Schamottesteinen ist es möglich, eine feuer  feste     Stampfmasse    zu verwenden, die zwischen einem  Modell und einer     Aussparung    im     obern    Teil der  Kokille eingestampft wird. Infolge einer gewissen       Konizität    des     Modelles    kann sie ohne Beschädigung  der eingestampften Masse entfernt werden. Diese Art  Hauben hat deswegen im allgemeinen den grossen  Querschnitt oben. Hierin besteht ein Nachteil hin  sichtlich der Ausbeute beim     Walzen    des Blockes.  Diese Schwierigkeiten wachsen mit der Grösse des  Blockes.  



  Im Vergleich zu andern Arten von Hauben hat  eine eingestampfte Haube den Vorteil, dass zwischen  der Haube und der     Kokillenwand    kein offener Spalt  entsteht, in die das flüssige Metall eintreten kann.  Geschieht dies, wird nämlich die freie Schrumpfung  der Blockhaut verhindert, und Querrisse können ent  stehen, welche beim Walzen zu Schrottanfall     führen.     



  Eine besondere Art von eingestampften Hauben  ist in Verbindung mit unten breiteren Kokillen be  kannt. In diesem Fall wird ein einstellbares Gestell in  die Kokille eingesetzt, das auf dem Boden bzw. auf  der     Unterlagsplatte    oder der     Gespannplatte        ruht.    Auf    diesem Gestell wird ein nach oben sich verjüngendes  Modell aufgesetzt, und zwar in der erforderlichen  Höhe     in    der Kokille. Eine feuerfeste Haubenmasse  wird     dann    zwischen das Modell und     die    Kokillen  wand, die normalerweise     keine    Aussparung besitzt,  eingestampft.

   Das Gestell und das Modell werden  durch das offene Bodenende der Kokille     entfernt,     indem die Kokille einfach von der Unterlage gehoben       wird.    Dieses Verfahren zur Herstellung von Hauben  ist indessen kompliziert und teuer, denn es erfordert  eine verhältnismässig lange Zeit, das Gestell und das  Modell in die Kokille einzustellen und sie nach dem  Einstampfen der Haube wieder zu entfernen. Ein  weiterer Nachteil liegt bei dieser Art von Hauben  darin, dass sie nur für unten breitere Kokillen an  gewendet werden kann.  



  Die vorliegende Erfindung ermöglicht, in ein  facher Weise nach oben verjüngte Teile, z. B. ge  stampfte Hauben, herzustellen. Es geschieht dies  durch Verwendung eines zusammenklappbaren Mo  delles. Ein solcher nach oben verjüngter Teil kann  sehr schnell     hergestellt    werden und besitzt gute       Wärmeisoliereigenschaften.     



  Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet, dass in die     Gussform    ein zusammen  klappbares Modell in die     Gussform        eingeführt    wird,  welches sich an die Innenwand der     Gussform    anlegt,  dass hierauf eine feuerfeste Masse zwischen     einer     Wand und dem Modell eingebracht wird und dass das  Modell     zusammengeklappt    und aus der     Gussform     herausgehoben wird. Dadurch, dass das Modell zu  sammenklappbar ist, ist es leicht, es aus der     Gussform     zu entfernen, nachdem die feuerfeste Masse einge  bracht worden ist.

   Es ist einerlei, ob     es    sich um oben  oder unten breitere     Gussformen    handelt. Es ist auch  gleichgültig, ob die     Gussform    am Boden offen oder  geschlossen ist. Das Zusammenklappen des     Modelles         kann zum Beispiel in der gleichen Weise erfolgen wie  das     Zusammenklappen    eines Regenschirmes.  



  Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht  darin, ein Modell zur     Ausführung    des erfindungs  gemässen Verfahrens zu schaffen. Dieses Modell ge  mäss der Erfindung besteht aus einer sich nach oben  verjüngenden, aus wenigstens drei separaten Platten  zusammengesetzten Kappe, wobei die Unterkante der  Kappe dazu bestimmt ist, mit dem Horizontalquer  schnitt der     Gussform,    in der das Modell benutzt wird,  übereinzustimmen, und dass jede Platte so angeord  net ist, dass sie in Richtung der Mittelachse der  Kappe geschwenkt werden kann, um das Wegnehmen  des     Modelles    aus der     Gussform    ohne Beschädigung  des verjüngten     Gussformteils    zu ermöglichen.  



  Die Erfindung wird nachstehend an Hand der  Zeichnungen näher     erläutert,    die Ausführungsbei  spiele darstellen. Es zeigen:       Fig.    1 teilweise im Schnitt den obern Teil einer  Kokille mit einem eingesetzten Modell und einge  stampfter Masse zwischen Modell und Kokille,       Fig.    2 die Vorrichtung nach     Fig.    1 von oben ge  sehen, indessen ohne     StampfmassP.     



       Fig.    3 entspricht der     Fig.    1 und zeigt das Modell  zusammengeklappt, bevor es     entfernt    wird.  



       Fig.    4 ist ein Schnitt nach Linie     IV-IV    der       Fig.    3.  



       Fig.    5 zeigt das Modell in Anwendung bei der  Herstellung von     Stahlformguss.     



  Das Modell nach den     Fig.    1 bis 4 besteht aus  vier Platten 1, die an einem Rohr oder dergleichen 2       angelenkt    sind. Die Platten sind so geformt, dass sie  genau in den Ecken der viereckigen Kokille 13 an  liegen. Die untere Kante der Platten 1 ist vorzugs  weise mit einem Flansch 12 versehen. Durch das  Rohr 2 geht eine Stange 5     mit    einem Handgriff 4  hindurch. Sie ist an     ihrem    untern Ende mit Armen 6  versehen, deren gegenüberliegende Enden mit den  Platten 1 verbunden sind. Diese     Arme    können ge  gebenenfalls federnd     ausgebildet    werden.

   In der dar  gestellten     Ausführungsform    der Figuren sind ledig  lich zwei der Platten mit Armen versehen, und     zwar     zwei gegenüberliegende Platten, indessen können  sämtliche Platten mit der mittleren Stange 5 durch  Arme 6 verbunden werden. Die Stange 5 kann an  dem Rohr 2 mittels einer Schraube 7 oder eines  Bajonettverschlusses befestigt werden. Auf dem Rohr  2 sind ausserdem zwei     Arme    8 mit Rohren 9 an den  äussern Enden vorgesehen. Diese Rohre tragen Stan  gen 10, die als Abstützung für das Modell dienen  und die in jeder beliebigen Lage mittels der Schrau  ben 11 festgelegt werden können.

   Es hat sich als  zweckmässig erwiesen, die verschiedenen     nebeneinan-          derliegenden    Platten des     Modelles    mittels dünner  Ketten oder dergleichen zu verbinden, um jegliches  Spiel zwischen den einzelnen Platten zu verhindern.  Eine solche Verbindung der Platten wird vorzugs  weise elastisch ausgebildet, und zwar durch Einbrin  gen einer kurzen     Spiralfeder    oder durch Gummi  schnüre.    Bei der Benutzung wird das Modell so weit in  die Kokille 13 versenkt, bis die Stützen 10 oben auf  der Form ruhen. Die     Versenkungstiefe    des     Modelles     in die Kokille ist von der Lage der Stützen 10 ab  hängig. Der Handgriff 4 an der Stange 5 wird nach  unten gedrückt.

   Dadurch werden die Arme 6 und die  Platten 1 nach aussen gedrückt, bis die untern Kan  ten der Platten sich an die Innenwand der Kokille  anlegen. Die beiden übrigen Platten, und zwar die  jenigen, die nicht mit dem Ende der Stange 5 ver  bunden     sind,    werden durch die beiden über die       Arme    6 bewegten Platten nach aussen gedrückt. Die  Stange 5 wird alsdann durch die Schraube 7 fest  gelegt.  



  Natürlich können alle Platten mittels Arme mit  dem untern Ende der Stange 5 verbunden werden.  Es kann dabei vorteilhaft sein, die Arme federnd zu  machen, mindestens die Arme, die mit den Platten  in Verbindung stehen, die in den Ecken des     Modelles     liegen. Damit wird     immer        eine    gute Dichtung zwi  schen Modell und     Kokillenwand    erreicht, auch wenn  der Querschnitt der Kokille nicht genau quadratisch,  sondern etwas     unregelmässig    ist.  



  Die Anzahl der Platten des     Modelles    kann belie  big gross sein und ist im allgemeinen von der Form  und Grösse der Kokille abhängig. Es sollen jedoch  immer mindestens drei sein.  



  Gegebenenfalls kann am Boden des Raumes zwi  schen der     Kokillenwand    und dem Modell ein Pack  material eingelegt werden. Das Packmaterial kann  zum Beispiel aus Asbest, Stroh, Glaswolle oder der  gleichen bestehen. Es ist auch möglich, einen geboge  nen Eisendraht o. ä. als Armierung am untern Ende  der Haube einzulegen, ehe die Haubenmasse ange  bracht wird.

   Der Flansch 12 an der     untern    Kante  der Platten 1 verleiht dem Modell     eine    grössere  Festigkeit, ausserdem der Haube am untern Ende  eine gewisse Stärke und dadurch bessere     Wärme-          isoliereigenschaften.    Alsdann wird die Haubenmasse  eingefüllt, die Schraube 7 gelöst und der     Handgriff    4  mit der Stange 5 nach oben gezogen. Dadurch wird  das Modell zusammengelegt, wie aus     Fig.    3 ersicht  lich. Alsdann wird das Modell aus der Kokille her  ausgezogen und entfernt.  



  Ein und dasselbe Modell, wie es aus der Zeich  nung ersichtlich ist, kann in verschiedenen Tiefen an  der Kokille angebracht werden. Dabei kann     ein        guter     Kontakt zwischen den Unterkanten der Platten 1 und  der Innenwand der Kokille erreicht werden. Selbst  wenn die Platten 1 sich mehr oder weniger übergrei  fen, so bildet die untere Kante des     Modelles    stets die  Form einer im wesentlichen gleichen geometrischen  Figur, also im vorliegenden Falle etwa eines Qua  drates.  



  Im Vergleich zu andern Herstellungsverfahren für  Hauben besitzt das beschriebene Verfahren folgende  Vorteile:  1. Die Haube ist in der Herstellung sehr billig,  denn das zusammenklappbare oder demontierbare  Modell kann beliebig oft benutzt werden. Ausserdem      kann als Haubenmaterial ein sehr billiges Material  verwendet werden, wie z. B.     Silicasand,    granulierte  Schlacke oder dergleichen in Verbindung mit irgend  einem Bindemittel oder vermischt mit geeigneten  chemischen Mitteln zum Härten, z. B. gemäss der  bekannten Kohlendioxydverfahren. Die Herstellung  der Hauben erfordert nur wenig Zeit und geringe  Lohnkosten.  



  2. Die Haube besitzt eine geeignete Form mit  Bezug auf die höchste Ergiebigkeit, das heisst, sie     ver-.     jungt sich nach oben. Hierdurch entstehen weniger       Überlappungen    beim     Walzen    und eine kleinere     uniso-          lierte    Oberfläche und ein geringerer Verbrauch an       Lunkermittel.     



  3. Da die     Haubenstampfmasse    in der Kokille  angebracht werden kann, ohne dass eine Aussparung  oder dergleichen am obern Ende der Kokille vorgese  hen zu werden braucht, wird es möglich, durch Ein  setzung der Haube verschieden hoch, Blöcke von  verschiedenen Gewichten     mit    Giessköpfen in ein und  derselben Kokille herzustellen. Es ist auch einfach,  die Grösse der Haube zu     verändern,    indem sie ver  schieden hoch gefüllt wird und dieselbe dadurch der  betreffenden Stahlqualität anzupassen.  



  4. Infolge der Form der Haube, die am untern  Ende verhältnismässig dünn und am obern Ende  dicker ist, bildet sich nur ein verhältnismässig schma  ler Rand zwischen dem Blockkörper und dem Giess  kopf. Bei andern Arten von Hauben, bei denen dieser  Rand grösser werden muss, entstehen     überlappungen     oder sonstige Schwierigkeiten beim Walzen der  Blöcke.  



  5. Es wird nicht erforderlich, die obere Fläche  der Kokille zu bearbeiten. Dieses ist notwendig, z. B.  wenn abnehmbare Hauben verwendet werden.  



  6. Im Vergleich zu andern Ausführungen von  Hauben hat die gestampfte den     Vorteil,    dass zwischen  der Haube und der Kokille kein offener Spalt gebildet  wird, in den das flüssige Metall eintreten kann. Ge  schieht dies, wird nämlich die freie Schrumpfung  der Blockhaut verhindert, und Querrisse können ent  stehen.  



  7. Das Modell wird vorzugsweise     kappenartig     ausgeführt. Es ist am obern Ende geschlossen, wo  durch verhindert wird, dass     Haubenstampfmasse    beim  Einfüllen in die Kokille hineinfällt.  



  B. Die Haube braucht nicht vollständig in die  Kokille versenkt zu werden. Das Modell kann gege  benenfalls in einer solchen Höhe in der Kokille an  geordnet werden, dass es zum Teil oder beinahe voll  ständig über die obere Kante der Kokille emporragt.  Die     Haubenstampfmasse    wird alsdann sowohl um  den Teil des     Modelles    herum, der in die Kokille ein  taucht, als auch um den Teil des     Modelles    herum,  der aus der Kokille emporragt, aufgebracht.  



  Der Teil des     Modelles,    der über die Kokille em  porragt, kann durch einen Kragen, z. B. aus Stahl  blech, der oben auf der Kokille ruht, umschlossen  werden. Dieser Teil kann nach oben konvergieren,  damit er leicht entfernt werden kann. Sofern die         Stampfmasse    ausreichend fest ist oder so behandelt  werden kann, dass sie ausreichend fest wird, kann  der Kragen vor dem Giessen des Blockes weggenom  men werden. Besitzt die     Haubenstampfmasse    nicht  genügend Festigkeit, so kann der Kragen während des  Giessens auch verbleiben. Insbesondere dann, wenn  nur ein kleiner Teil des     Modelles    über die Kokille  emporragt, erübrigt es sich, irgendeinen Kragen oder  dergleichen auf der Kokille zu benutzen.  



  Wenn die Haube über das obere Ende der Kokille  emporragt, so wird das     Kokillengewicht    pro Tonne  Block entsprechend vermindert. Ausserdem kann der  Block leicht herausgenommen werden, sofern sich  der Giesskopf     über    das obere Ende der     Kokille        em-          porstreckt.    Die wärmeisolierenden Eigenschaften der  Haube können dadurch     verbessert    werden, dass der  jenige Teil, der oberhalb     der    Kokille liegt, dicker  gehalten wird, als es möglich wäre, wenn die Haube  völlig in die Kokille eingesetzt würde.  



       Fig.    5 zeigt die Anwendung eines zusammenklapp  baren     Modelles    bei der Herstellung eines Steigers in  einer Form für ein     Stahlformgussstück.     



  Mittels eines ersten     Modelles    wird in bekannter  Weise ein Formhohlraum 1 und ein     Einlauf    2 im  Bodenteil eines untern Formkastens 3 vorgesehen.  Mittels eines zweiten     Modelles    wird ein weiterer  Formhohlraum 4 in dem obern Formkasten 6     mit     einem Einlauf 5     geformt,    und zwar ebenfalls in be  kannter Weise. Der obere Formkasten wird alsdann  mit dem untern Formkasten verbunden, wie es in       Fig.    5 dargestellt ist. Alsdann wird der     Steigerkasten     7 oben aufgesetzt, worauf ein Modell 8 im obern Teil  des Formhohlraumes 4 eingebracht wird. Dieses Mo  dell ragt aus dem obern Formkasten 6 empor.

   Sodann  kann um das Modell 8 herum ein Steiger 9 mit einem  nach oben sich verjüngenden     Hohlraum    um das Mo  dell 8 herum eingestampft werden. Die     Stampfmasse     wird zwischen dem Modell und dem     Steigerkasten    7  eingestampft. Das Modell wird alsdann zusammen  geklappt und aus dem geformten Steiger herausgeho  ben. Nach Formung des     Einlauftrichterteils    10 und  eventueller Austrocknung ist die Form gebrauchs  fertig.  



  Sofern der Steiger mit einem nach oben sich ver  jüngenden Hohlraum ohne Benutzung eines zusam  menklappbaren oder demontierbaren     Modelles    her  gestellt würde, wäre es notwendig, den     Steigerkasten     7 an dem obern Formkasten 6 festzulegen und den  Steiger rund um ein separates     Steigermodell    oben auf  dem Modell entsprechend dem Hohlraum 4     zix    for  men. Der obere Formkasten könnte dann abgehoben  werden und würde zwecks Entfernung der Modelle  gewendet.

   Da das Wenden des obern Formkastens  in diesem Falle nicht stattfinden kann, ehe der     Stei-          gerkasten    und das     Steigermodell    in ihrer Lage fest  gelegt sind und der Steiger geformt ist, würde das  Wenden sehr kompliziert, und es bestünde ein grosses  Risiko der Beschädigung der Innenwand des Form  hohlraumes. Die     Entfernung    des     Modelles    für den  Steiger in der gleichen Richtung     wie    des     Modelles         für das     Formgussstück    ergibt stets Komplikationen  und lässt sich deswegen nicht immer durchführen.  



  Zuweilen mag es zweckmässig sein, das Modell  für das     Formgussstück    während der Formung des  Steigers in der Form zu lassen. Hierbei bietet aber  trotzdem das zusammenklappbare oder demontier  bare Modell     wesentliche        Vorteile,    weil dieses Modell  völlig     unabhängig    von dem Modell für das     Formguss-          stück        entfernbar        ist.     



  In     Fig.    5 zeigen die gestrichelten Linien 11 die  Form eines Steigers, der nach den bekannten Ver  fahren hergestellt wurde. Bei Anwendung des be  schriebenen Verfahrens ergibt sich ein geringerer  Metallverlust, ausserdem ist das Risiko der Bildung  von Schrumpfrissen     vermindert.     



  Auf die beschriebene Weise kann ein Steiger mit  einem nach oben verjüngten Hohlraum in beträcht  lich einfacher und billigerer Weise als bisher her  gestellt werden. Bei der Herstellung eines Steigers  sollte das Modell vorzugsweise einen kreisförmigen  Querschnitt haben, so dass sie im wesentlichen die  Form eines gestumpften Kegels hat. Dadurch kann       ein    und dasselbe Modell für verschiedene Grössen von  Steigern verwendet werden.  



  Besonders mit Bezug auf die Herstellung von ver  hältnismässig grossen     Stahlgussstücken    ist die Verwen  dung eines Steigers mit einem nach oben verjüngten  Hohlraum von beträchtlichem     Vorteil.    Es wird weni  ger     geschmolzenes    Metall und weniger     Lunkermittel     verbraucht, und es besteht eine geringere Neigung  zur     Rissbildung    in dem     Gussstück.    Die Schwierigkei  ten, Steiger mit nach oben verjüngten Hohlräumen  nach den bekannten Methoden herzustellen, sind so  gross, dass man es in vielen Fällen für notwendig hält,  Steiger mit     abwärts    verjüngten Hohlräumen zu ver  wenden,

   obgleich diese in gewisser Hinsicht unwirt  schaftlicher sind.  



  Zweckmässig     wird    die     Formmasse    um das Modell  herum     mittels    einer Sandschleuder (Sandstampfers)  angebracht, die     vorzugsweise    an     einem    Kran aufge  hängt ist. Mittels der Sandschleuder ist es in zufrie  denstellender Weise möglich, die Formmasse in  einem     Bruchteil    der Zeit anzubringen, die das An  bringen und Stampfen manuell oder mit pneumati  schen Werkzeugen     erfordert.     



  Günstige Ergebnisse wurden durch Benutzung  des sogenannten  Kohlendioxydverfahrens  zur Her  stellung der Hauben erzielt. Das Haubenmaterial, das  absolut trocken sein muss, wird mit     einer    kleinen  Menge Wasserglas vermischt und alsdann einge  stampft. Sodann wird gasförmiges Kohlendioxyd in  die gestampfte Masse eingeblasen. Das Kohlendioxyd  reagiert mit dem Wasserglas, und es wird ein Gel  gebildet, welches die Masse     härtet    und ihr in kurzer  Zeit eine beträchtliche Festigkeit     verleiht.    Die Masse  kann vorzugsweise auch eine kleine Menge eines     Ka-          talysators    enthalten, um die Reaktionsgeschwindig  keit zwischen dem Wasserglas und dem Kohlendioxyd  zu beschleunigen.

      Es hat sich als geeignet erwiesen, Schlacke, z. B.  granulierte     Hochofenschlacke,    als feuerfestes Mate  rial in den Hauben zu benutzen. In Berührung mit  dem geschmolzenen Metall schmilzt eine dünne Lage  der Haubenmasse, da die Schlacke einen verhältnis  mässig geringen     Schmelzpunkt    besitzt. Schlacke ist  aber ein guter Wärmeisolator. Infolgedessen schmilzt  der übrigbleibende Teil der Haubenmasse nicht. Beim  Abkühlen des Blockes bzw. des     Formgussstückes    er  starrt die     geschmolzene    Schicht der Haubenmasse  und kann leicht von dem Giesskopf abgenommen wer  den. Eine geeignete Schlacke kann zu niedrigen  Kosten als     Abfallmaterial    von metallurgischen Ver  fahren leicht erhalten werden.

   Im Vergleich zu einer  Haubenmasse aus zum Beispiel     Silicasand,    ergibt eine  Masse aus Schlacke den Vorteil, dass die Wärmeiso  lierung der Haube     verbessert    wird, dass die Giessköpfe  sauberer und die Materialkosten geringer werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von nach oben ver jüngten Teilen in Gussformen, dadurch gekennzeich net, dass ein zusammenklappbares Modell in die Guss form eingeführt und an die innere Wand der Guss form angelegt wird, dass darauf eine feuerfeste Masse zwischen einer Wand und dem Modell angebracht und das Modell zusammengeklappt und aus der Guss form herausgehoben wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Masse zwischen das Modell und die Gussformwand eingestampft wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Modell und der Gussformwand vor dem Anbringen der Masse eine Armierung angebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Modell in einer solchen Höhe in der Grussform angebracht wird, das wenigstens ein Teil des Modelles über die Gussform emporragt und dass die Masse sowohl rings um den Teil des Modelles innerhalb der Gussform als auch rings um den Teil des Modelles, der aus der Gussform empor ragt,
    aufgebracht wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Kragen mit einer im wesent lichen vertikalen Wand um den aus der Gussform emporragenden Teil des Modelles herumgelegt und die Masse zwischen diesem Kragen und dem Modell angebracht wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kragen sich nach oben hin verjüngt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kragen nach Anbringung der Masse entfernt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Masse um das Modell herum mittels einer Sandschleuder angebracht wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine geringe Menge Wasserglas mit der Masse gemischt und diese Masse zwischen dem Modell und der Gussformwand angebracht, und dass gasförmiges Kohlendioxyd in die Masse so eingeführt wird, dass sie mit dem Wasserglas ein Gel bildet, das die Masse härtet. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass unter die Masse ein Katalysator eingemischt wird, um die Reaktion zwischen Wasser glas und Kohlendioxyd zu beschleunigen. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse hauptsächlich aus Schlacke besteht.
    PATENTANSPRUCH 1I Modell zur Ausführung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer sich nach oben verjüngenden, aus wenigstens drei separaten Platten (1) zusammengesetzten Kappe besteht, wobei die Unterkante (12) der Kappe dazu bestimmt ist, mit dem Horizontalqurschnitt der Guss form, in der das Modell benutzt wird, übereinzu stimmen, und dass jede Platte (1) so angeordnet ist, dass sie in Richtung der Mittelachse der Kappe ge schwenkt werden kann, um das Wegnehmen des Mo dellen aus der Gussform ohne Beschädigung des ver jüngten Gussformteils zu ermöglichen.
    UNTERANSPRÜCHE 11. Modell nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die das Modell bildenden Platten (1) so angeordnet sind, dass bei Veränderung der Ent fernung der Platten von der Mittelachse des Modelles deren Unterkante (12), die die innere Seite der Guss form berührt, stets die gleiche geometrische Form bildet, wobei ein und dasselbe Modell verschieden hoch in ein konische Gussform eingesetzt werden kann. 12.
    Modell nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass eine axial zum Modell bewegliche Stange (5) sowie Arme (6) vorgesehen sind, durch die die Stange (5) mit den Platten (1) verbunden wird, so dass die Entfernung zwischen den Platten (1) und der Mittelachse des Modelles bei Axialver- stellung der Stange (5) verändert wird. 13.
    Modell nach Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass verstellbare Stützstangen (10) an geordnet sind, die bestimmt sind, auf der Gussform zu ruhen, wenn das Modell in die Gussform einge bracht wird. 14. Modell nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die einzelnen Platten an der Innen seite miteinander derart verbunden sind, dass zwi schen den einzelnen Platten kein Spiel auftritt. 15. Modell nach Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die Arme (6) federnd sind.
CH340016D 1954-12-20 1955-12-03 Verfahren und Modell zur Herstellung von nach oben verjüngten Teilen in Gussformen CH340016A (de)

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