CH340086A - Pflanzenschutzmittel - Google Patents

Pflanzenschutzmittel

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CH340086A
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CH
Switzerland
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copper
zinc
sep
compounds
salts
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Inventor
Bernhard Dr Gaudian
Guenter Dr Goeze
Original Assignee
Fahlberg List Gmbh
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
    • A01N59/20Copper

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


      Pflanzenschutzmittel       Es ist bekannt, Krankheiten an Pflanzen, wie       Phytophtora,        Fusieladium,        Cercospora,        Peronospora,     durch Kupferverbindungen zu bekämpfen.

   Hierzu  bedarf es jedoch hoher     Aufwandmengen    an Kupfer  verbindungen, um zum Beispiel ein Kartoffelfeld frei  von     Phytophtora    zu     halten.    In der Praxis benötigt  man beispielsweise für ein 1 ha grosses Kartoffelfeld  bei einmaliger     Spritzung    2,5 bis 5,0 kg     Kupferoxy-          chlorid    oder 1,2 bis 2,4 kg     Kupferoxydul.     



  Es ist auch bekannt, dass Zinkverbindungen keine  nennenswerten     fungiziden    Eigenschaften besitzen. Im       DRP    Nr. 384568 wird     beansprucht,    die Kombination  von Zink oder     Zinksalzen    mit Kupfer oder Kupfer  salzen zur Bekämpfung von     Pfanzenschädlingen.    Ge  mäss Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1  werden nach     Patentanspruch    2 Kupfer- und Zinksalze  in     H,0    gelöst und durch alkalisch reagierende Sub  stanzen schwer lösliche Niederschläge erzeugt. Dieses  Pflanzenschutzmittel besteht also aus einer Kombi  nation von basischem Kupfer- und Zinksulfat..  



  In der Beschreibung des Patents wird mitgeteilt,  dass durch diese Kombination keine     Summierung    der  Wirkungen,     sondern    eine     synergistische    Wirkung er  zielt wird. Der Beweis hierfür sei an Hand von Ver  suchen mit Mischungen von Zink- und Kupfersulfat  lösungen erbracht. Durch diese Kombination werde  50 % Kupfer eingespart.  



  Die Patentliteratur zeigt nun, dass nicht allgemein  Kupfer- und Zinkverbindungen miteinander kombi  niert eine summierende oder sogar     synergistische     Wirkung zeitigen.  



  USA-Patent Nr. 2051910 schlägt die Verwen  dung von     Kupfer-Zinksilikat    als Fungizid vor, wobei  das Zink die physikalischen Eigenschaften des Kup  fersilikates verbessere.  



  USA-Patent Nr. 2376740 sagt aus, dass die mei  sten Zinksalze nicht geeignet sind für die Anwendung    in     fungiziden    Mischungen. Lösliche     Zinksalze    ver  ursachen starke Beschädigung des Laubes.  



  USA-Patent Nr. 1905532 betont ebenfalls, dass  lösliche Zinksalze pflanzenschädigend sind. Es schlägt  die Anwendung von basischem Kupfer- und Zink  sulfat als Fungizide vor. Auf diese Weise werde die  pflanzenschädigende Wirkung von Zinksulfat be  hoben.  



  USA-Patent Nr. 2225862 behauptet, dass die mei  sten     Zn-Salze    nicht geeignet in     fungiziden    Mischun  gen seien. Es behauptet weiter, dass     Zn0    mit     Cu0     oder     Cuz0        synergistische    Wirkungen auslöse als  Fungizid, nicht aber mit andern Kupferverbindungen.  Eine Kombination von     Zn0    mit basischem Kupfer  sulfat dagegen vermindere die Wirkung. Eine     syn-          ergistische    Wirkung werde nicht erhalten mit     andern     Zinkverbindungen einschliesslich Zinkkarbonat, Zink  silikat und     Zinkoxalat.     



  USA-Patent Nr. 2540209 behauptet, dass dagegen       Zinksulfit    mit Kupferfungiziden ausgezeichnet wirke.  Aus diesem Patentschrifttum geht einwandfrei her  vor, dass es  1. nicht eine feststehende Tatsache ist, dass all  gemein die Kombination von     Cu-    und     Zn-Verbin-          dungen        synergistische    oder summierende Wirkungen  auslöse, - und dass  2. eine grosse Anzahl von Zinkverbindungen in  Mischungen mit Kupferverbindungen nur dann ge  eignet sind, wenn sie     mittels    eines alkalisch reagie  renden Mediums in basische Salze übergeführt wer  den, da sie sonst starke Blattschäden hervorrufen.  



  Es wurde nun gefunden, dass     Zinkchromat    und  Zinksulfid in Mischung mit     fungizid    wirksamen  Kupferverbindungen äusserst hohe     fungizide    Wirkun  gen auslösen, die die Kombinationen von basischen  Zinksalzen mit Kupferverbindungen bei weitem an       fungizider        Kraft    übertreffen.

        Das     DRP    Nr. 384568 stellt     fest,    dass gegenüber       Kupfervitriolkalkbrühe    sich durch Kombination von       basischem        Cu-Zn-sulfat        50        %        Kupfer        einsparen     lassen.  



  Kombiniert man dagegen Kupferverbindungen  mit     Zinksulfit    oder     Zinkchromat,    so kommt man zu  einer unerwartet hohen Einsparung an Kupferver  bindung.  



  Wendet man die     im        DRP    Nr. 384568     erörterte          Brühe        mit        0,75        %        Kupfervitriol        an,        um    1     ha        Kar-          toffelacker        phytophtorafrei    zu halten, so sind erfah  rungsgemäss 600 Liter     Brühe    notwendig, um das  Kartoffelkraut gleichmässig zu behandeln. Man be  nötigt also je ha 4,5 kg     CuS04    = 1,8 kg metallisches  Kupfer.  



  Wendet man gemäss der vorliegenden Erfindung  eine Kombination von zum Beispiel     Kupferoxychlorid     und     Zinksulfid    an, so benötigt man, wie Feldversuche  bewiesen, pro ha nur 600g     Kupferoxychlorid    =    350 g metallisches Kupfer. Das ist eine Wirksamkeit,  die nicht vorausgesehen werden konnte. Es wird also  über die vierfache Menge metallisches Kupfer gegen  über der Kupfermenge gemäss     DRP    Nr. 384568 ein  gespart. Ein     modernes    und amtlich anerkanntes     Kup-          ferspritzmittel    benötigt pro ha 2,5 kg     Kupferoxy-          chlorid    = 1,45 kg metallisches Kupfer.

   Auch gegen  über einem heutigen modernen     Kupferspritzmittel     werden damit noch über die     dreifache    Menge Kupfer  eingespart.  



  Es entfällt hierbei weiterhin die umständliche Ar  beit des     überführens    der Kupfer- und Zinkverbin  dungen mittels alkalisch reagierender Substanzen in  die basischen Salze.  



  Ein weiterer Vorteil dieser Kombination ist, dass  auch bei Überdosierung keinerlei Blattschäden auf  treten.  



  Gleiche Versuche zum Beispiel mit     Zinkkorbonat     ergeben diese Wirkungssteigerung nicht.  
EMI0002.0041     
  
    <I>Ausf <SEP> ührungsbeispiele:</I>
<tb>  1. <SEP> 25 <SEP> % <SEP> Kupferoxychlorid
<tb>  5 <SEP> % <SEP> Zinkchromat
<tb>  5 <SEP> % <SEP> Netz- <SEP> und <SEP> Emulgiermittel
<tb>  10 <SEP> % <SEP> Haftstoffe
<tb>  <U>55</U> <SEP> % <SEP> Inertstoffe
<tb>  100 <SEP> 0/a
<tb>  2. <SEP> 20 <SEP> % <SEP> Kupferoxychlorid
<tb>  5 <SEP> % <SEP> Zinksulfid
<tb>  25 <SEP> % <SEP> Polyvinylacetatpaste
<tb>  0,5 <SEP> % <SEP> Stabilisatoren
<tb>  <U>49,5</U> <SEP> "/o <SEP> H20
<tb>  100 <SEP> 0/0       Feldversuche ergaben, dass 3 kg der Paste bzw.

         3-kg    des     Spritzpulvers    in 600 Liter Wasser suspen  diert und auf 1 ha     Kartoffelplanzen    aufgespritzt ge  nügten, um die Kartoffelstauden     phytophtorafrei    zu  halten.  



  Es ist bekannt, dass bei Anwendung von grossen  Mengen     fungizid    wirksamer     Kupferverbindungen    die  Pflanzen leicht in ihrem Wachstum gestört bzw. Ver  brennungen an den     Blättern    auftreten können. Ge  mäss der Erfindung wird nur     ?i    der in den     modernen     und anerkannten     Kupferspritzmitteln,    zum Beispiel  auf Basis     Kupferoxychlorid,    befindlichen Kupfer  menge angewandt, so dass eine wachstumshemmende  oder blattverbrennende Wirkung auch bei über  dosierung nicht eintreten kann.  



  Es können auch andere     Fungizide    sowie Insekti  zide den     Mitteln.    beigefügt werden.  



  Die Mittel sind als Staub, Spritzpulver und Pa  sten anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Pflanzenschutzmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es eine fungizid wirksame Kupferverbindung und Zinksulfid oder Zinkchromat enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Pflanzenschutzmittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich Insektizide enthält. 2. Pflanzenschutzmittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es noch andere Fun- gizide enthält. 3. Pflanzenschutzmittel gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es noch andere Fun- gizide sowie Insektizide enthält.
CH340086D 1954-11-24 1955-10-25 Pflanzenschutzmittel CH340086A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE340086X 1954-11-24

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CH340086A true CH340086A (de) 1959-07-31

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ID=6224789

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CH340086D CH340086A (de) 1954-11-24 1955-10-25 Pflanzenschutzmittel

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