CH340129A - Verfahren und Mittel zur Verhütung von Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild - Google Patents

Verfahren und Mittel zur Verhütung von Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild

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Publication number
CH340129A
CH340129A CH340129DA CH340129A CH 340129 A CH340129 A CH 340129A CH 340129D A CH340129D A CH 340129DA CH 340129 A CH340129 A CH 340129A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
deer
peeling
game
oil
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Application number
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English (en)
Inventor
Buelow Dietrich Graf
Lindner Alwin
Original Assignee
Boehringer Sohn Ingelheim
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/20Inorganic substances, e.g. oligoelements
    • A23K20/30Oligoelements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Fodder In General (AREA)

Description


  Verfahren und     Mittel    zur Verhütung von Schäl- und     Verbissschäden    durch Rot- und Rehwild    Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein     Verfahren     und ein Mittel, um die durch Rot- und Rehwild  verursachten Schäl- und     Verbissschäden        in    Forst  pflanzungen zu verhüten.  



  In der Forstwirtschaft ist es. bekannt, Bäume       einzugattern,    um zu verhindern, dass das Wild an  den Stamm gelangt. Ein solcher Schutz lässt sich  aber nur in     beschränktem    Umfang, beispielsweise bei  der Aufzucht einer Schonung, durchführen.  



  Ausserdem hat man die     zu    schützenden Bäume  auch mit     Abschreckmitteln,    die durch ihren Geruch  bzw. Geschmack das Wild daran hindern sollen,  die Rinde abzuschälen oder     Knospen    und     Triebe     abzuäsen,     bestrichen.    Der Nachteil dieses Verfah  rens liegt darin, dass die Schäl- und     Verbissschäden     nicht absolut verhindert werden, denn das Wild  meidet     zwar    die mit dem Abwehrmittel behandelten  Bäume, wechselt jedoch in Reviere über, wo solche  Abwehrmittel nicht verwendet werden.  



  Die Ursache des     Schälens    und     Verbeissens    bei  Rot- und Rehwild scheint darin zu liegen, dass sich  das     Wild    Stoffe, die     ihm    besonders in den Winter  monaten fehlen, zu verschaffen versucht. Zweck des  erfindungsgemässen Verfahrens ist daher, dem Wild  die betreffenden Mangelstoffe in genügender Menge       zu    verabreichen, so dass für dieses kein Anlass mehr  besteht, sich diese durch Schälen von Rinde     zu     verschaffen.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich Schäl- und       Verbissschäden    durch Wild weitgehend ausschalten  lassen, wenn man dem Wild Futter verabreicht, wel  ches Zusätze von     Koniferenöl    und Spurenelementen  enthält. Zweckmässig werden diese Stoffe üblichen  Grundstoffen, wie     Calciumcarbonat    und     Calcium-          phosphat    einverleibt, die     gleichzeitig    noch stark    konditionsfördernde Wirkung haben. Auch kann man  den Mischungen noch     Anisol    oder     ähnliche        Lock-          stoffe    beifügen.

   Bei dem     Koniferenöl    und den  Spurenelementen, zu denen u. a. Kupfer, Mangan,  Eisen, Kobalt, Nickel,     Strontium,    Zink, Arsen, Jod  und Fluor zu zählen sind, handelt es sich um Stoffe,  die dem Wild besonders im Winter fehlen.    Das     Koniferenöl    wird zweckmässig als tech  nisches Produkt, zum Beispiel als     Kiefernlatschenöl,     in einer Menge von etwa 1     %,    bezogen auf die  Gesamtsubstanz, angewandt. Die Verabreichung des  Mittels     erfolgt    zweckmässig an den im     jeweiligen     Revier vorhandenen Fütterungsplätzen.

   Dabei kann  das neue Mittel, zum     Beispiel    in     gepulverter    oder       granulierter    Form. sowohl auf das     Rauhfutter    auf  gestreut oder auch in     Lecksteine        eingearbeitet    wer  den. Wie Versuche gezeigt haben, nimmt das     Wild     das neue Mittel auch ohne Mischung mit     Rauhfutter     an. Es konnte sogar beobachtet werden, dass Futter,  das mit den erfindungsgemässen Zusätzen versehen  ist, im Vergleich mit unbehandeltem Futter von  dem     Wild    bevorzugt genommen wird.

      Bei Verwendung des     erfindungsgemässen    Mittels  hört das Schälen und Verbeissen vollständig auf.  Das Mittel ist für andere Lebewesen     unschädlich.     Auch schadet eine     überdosierung    des Mittels dem  Wild nicht.    Durch das     erfindungsgemässe    Verfahren     in    Ver  bindung mit dem neuen Mittel gelingt es in einfacher  und wirtschaftlicher Weise, die jährlichen Schäl  und     Verbissschäden    in Wildrevieren, die in wirt  schaftlicher Hinsicht sehr bedeutend sind, zu ver  hüten.  



  Das     erfindungsgemässe    Mittel kann beispiels  weise folgende     Zusammensetzung    haben:    
EMI0002.0001     
  
    tert. <SEP> Calciumphosphat <SEP> 40 <SEP> g
<tb>  Kupfer <SEP> 80-100 <SEP> mg
<tb>  Kobalt <SEP> 180-200 <SEP> mg
<tb>  Arsen <SEP> 35- <SEP> 45 <SEP> mg
<tb>  Nickel <SEP> Spuren
<tb>  Eisen <SEP> 15- <SEP> 20 <SEP> mg
<tb>  Strontium <SEP> Spuren
<tb>  Zink <SEP> "Spuren
<tb>  Koniferenöl <SEP> etwa <SEP> 1 <SEP> g
<tb>  Anisöl <SEP> 200 <SEP> mg
<tb>  Calciumcarbonat <SEP> ad <SEP> <B>100</B>       Von der vorstehend angegebenen Mischung ge  langen täglich     mindestens    10 g und höchstens 50 g  je Stück Rot- und     Rehwild    zum Einsatz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Verhütung von Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Wild Futter verab reicht, welches Zusätze von Koniferenöl und Spuren elementen enthält. II. Mittel zur Durchführung des Verfahrens ge mäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es Koniferenöl, Spurenelemente und weitere Mineral stoffe enthält.
    UNTERANSPRUCH Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass es in 100 g EMI0002.0013 tert. <SEP> Calciumphosphat <SEP> 40 <tb> Kupfer <SEP> 80-100 <SEP> mg <tb> Kobalt <SEP> 180-200 <SEP> mg <tb> Arsen <SEP> 35- <SEP> 45 <SEP> mg <tb> Nickel <SEP> Spuren <tb> Eisen <SEP> 15- <SEP> 20 <tb> Strontium <SEP> Spuren <tb> Zink <SEP> Spuren <tb> Koniferenöl <SEP> 1 <SEP> g <tb> Anisöl <SEP> 200 <SEP> mg <tb> Calciumcarbonat <SEP> Rest enthält.
CH340129D 1955-10-14 1955-12-07 Verfahren und Mittel zur Verhütung von Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild CH340129A (de)

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CH340129D CH340129A (de) 1955-10-14 1955-12-07 Verfahren und Mittel zur Verhütung von Schäl- und Verbissschäden durch Rot- und Rehwild

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0355173A1 (de) * 1988-08-16 1990-02-28 F. Hoffmann-La Roche Ag Verfahren zur Verminderung von Schäden in der Forstwirtschaft

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0355173A1 (de) * 1988-08-16 1990-02-28 F. Hoffmann-La Roche Ag Verfahren zur Verminderung von Schäden in der Forstwirtschaft

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