CH340403A - Verfahren zur Herstellung eines die Bildung einer Bifidusflora beim Säugling fördernden Nährpräparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines die Bildung einer Bifidusflora beim Säugling fördernden Nährpräparates

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CH340403A
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines die Bildung einer     Bifidusflora    beim Säugling  fördernden Nährpräparates    Es ist bekannt, dass die     Faeces    des Brustkindes  eine nahezu reine Kultur des     Lactobacillus        bifidus,     der auch als     Bacillus        bifidus    oder     Bacteriurn        bifidum          Tissier,    kurz     Bifidusfiora    bezeichnet wird, darstellen.

    Wenn das Brustkind eine nahezu reine     Bifidusflora     hat, befindet es sich nach herrschender Lehrmeinung  im Zustande der     Eutrophie.    Wenn das Brustkind er  krankt, wird in der Regel festgestellt, dass die nahezu  reine     Bifidusflora    von einer sogenannten     Mischflora,     welche der Flora des nicht an der Brust ernährten  Kindes ähnelt, verdrängt wird. Man betrachtet manch  mal das Vorhandensein einer nahezu reinen     Bifidus-          flora    bei Säuglingen als eine Anzeige davon, dass der  Säugling sich im Zustand der     Eutrophie    befindet.  



  Mehrere Forscher haben versucht, ein Nährprä  parat zu schaffen, das bei der Ernährung von Säug  lingen in ihrem Darm eine nahezu reine     Bifidusflora     ergibt. Solche Präparate enthalten unter anderem ein  Kohlenhydrat, wie z.     B.        Lactose    oder     Dextrine,    oder  ein Gemisch von beiden als Nährstoff für die     Bifidus-          bacterien,    das nicht bereits im Magen oder im Dünn  darm von den Verdauungssäften abgebaut bzw.

       resor-          biert    wird - eine     Bifidusflora    gelangt im wesentlichen  im Dickdarm zur Entwicklung - und weiter mindestens  einen Stoff, von dem angenommen wurde, dass er eine  spezifische Wirkung in bezug auf das Entstehen einer       Bifidusflora    hat.

   In diesem Zusammenhang sei er  wähnt, dass Adam in der Monatsschrift für Kinder  heilkunde, 97, S. 500 bis 507 (1950), darauf hinweist,  dass der Zusatz von     Cystin,        Lactose    und     Maltose    zu  Nährpräparaten für die Entwicklung einer     Bifidusflora     von ausschlaggebender Bedeutung ist.     Petuely    hat  aber in der österreichischen Zeitschrift für Kinder  heilkunde und Kinderfürsorge, 6, S.173 bis 190 (1951),  mitgeteilt, dass die Hinzufügung von     Lactose    allein    nicht hinreichend sei, um eine     Bifidusflora    zu ent  wickeln;

   dies sei ebensowenig der Fall bei der Zugabe  eines Gemisches von     Lactose    und     Cystin    oder     Lactose     und     Cystein    zu Nährpräparaten. Im allgemeinen kann  gesagt werden, dass das Problem, im Darm des nicht  an der Brust ernährten Kindes eine nahezu reine       Bifidusflora    zur Entwicklung zu bringen, durch Er  nährung mit einem Präparat besonderer Zusammen  setzung bisher nicht gelöst worden ist.  



  Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Her  stellung eines die Bildung einer     Bifidusflora    beim  Säugling fördernden Nährpräparates und ist dadurch  gekennzeichnet, dass man eine     Lactoselösung    auf einen       pH-Wert    von über 5 einstellt, diese Lösung einige Zeit  bei einer Temperatur zwischen Zimmertemperatur und  <B>150'</B> C hält, danach unveränderte     Lactose    vom Reak  tionsprodukt abtrennt und das erhaltene Produkt  einem Nährmittel zusetzt. Ein solches Präparat wird  z. B. auf der Basis von Milch bereitet, z.

   B. eingedickter  oder getrockneter Milch, durch Hinzufügung einer  solchen Menge an     Lactose,    dass der     Lactose-Eiweiss-          quotient    grösser ist als 2,6; während der Herstellung  werden gegebenenfalls andere verdauliche Kohlen  hydrate hinzugefügt.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren er  haltenen Nährpräparate eignen sich zur Ernährung  sowohl von Säuglingen als auch von älteren     Kindern     und Erwachsenen. Der     Erfindung    liegt die Erkenntnis  zugrunde, dass bei der Behandlung von     Lactose    bei  einem     pH    über 5 mindestens ein Stoff gebildet wird,  im folgenden als     Bifidusfaktor    bezeichnet, der in kon  zentrierter Form oder einem Nährpräparat zugesetzt,  die Bildung einer     Bifidusflora    beim Säugling zu fördern  vermag. Diese Eigenschaft wird nachfolgend als      bi-          fidusaktiv     bezeichnet.

   Durch Versuche an Säuglingen      kann festgestellt werden, ob ein Nährpräparat oder  Konzentrat     bifidusaktiv    ist. Um     zuverlässige    Schluss  folgerungen aus Versuchen zur Bestimmung der Wirk  samkeit von Nährprodukten zu ziehen, ist es zweck  mässig, dass mehrere, z. B. 10, Säuglinge, die gesund  sind, keine nahezu reine     Bifidusflora    im Darm haben  und weiter im Alter bis zu etwa sechs Monaten sind,  diesen Versuchen unterworfen werden. Die Säuglinge  sollen nicht mit andern Nährpräparaten als die zu  prüfenden gespeist werden.

   Wenn nach der ersten  Verabreichung an die Säuglinge mit dem Nährpräparat,  das einen     Lactose-Eiweissquotienten    grösser als 2,6 hat,  bei der Mehrzahl der geprüften Säuglinge im Darm  innerhalb von 48 Stunden und auf jeden Fall innerhalb  von 96 Stunden eine nahezu reine     Bifidusflora    ent  standen ist, enthält das geprüfte Nährpräparat eine  hinreichende Menge an     Bifidusfaktor.    Hierbei wird  angenommen, dass die     Bakterienflora    des Darmes sich  im Bakterienbild der     Faeces    widerspiegelt.  



  Der     Lactose-Eiweissquotient    eines Nährpräparates  wird dadurch berechnet, dass das Gesamtgewicht der       Lactose    durch dasjenige des Eiweisses dividiert wird.  In diesbezüglichen Präparaten kann die     Lactose    teil  weise durch     Dextrine    ersetzt sein. In diesem Fall soll  der     Lactose-Dextrine-Eiweissquotient    grösser als 3 sein.  Den erfindungsgemäss erhaltenen Präparaten können  auch in der     Pädiatrie    übliche Stoffe, wie z. B. Vitamine,  Milchsäure,     Salze    oder Fette, zugesetzt werden.  



  Im Zusammenhang mit dem vorgenannten Ver  fahren zur Herstellung eines     Lactose-Umwandlungs-          produktes    sei auf eine Veröffentlichung von     Edna          Montgomery    und     Hudson    in Journal of Am.     Chem.          Soc.        Vol.    52, S. 2101 bis 2106 (1930), hingewiesen, in  der eine Behandlung einer     wässrigen        Lactoselösung     mit einer 0,04 n.

       Calciumhydroxydlösung    mit an  schliessender     Abscheidung    der bei diesem Verfahren  gebildeten     Lactulose    beschrieben worden ist. Dabei  wird aber das Reaktionsprodukt isoliert, während ge  mäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung die  Reinigung des     Umwandlungsproduktes    in solcher  Weise durchgeführt wird, dass nicht veränderte     Lactose     abgetrennt wird, da das Reaktionsprodukt vermutlich  aus einer Mischung von mehreren Substanzen besteht,  wovon die Zusammensetzung nicht exakt bekannt ist.

    In dieser Veröffentlichung ist nicht erwähnt, dass die  gemäss dem dort erwähnten Verfahren erhaltenen  Stoffe oder Konzentrate     Bifidusaktivität    besitzen oder  zur Herstellung eines     bifidusaktiven    Nährpräparates  im oben geschilderten Sinne verwendet werden können.  



  Es wurde festgestellt, dass die Reaktionsgeschwin  digkeit der Bildung des     Bifidusfaktors    bei einem  höheren     pH-Wert    grösser ist als bei einem niedrigeren       p,1-Wert    unter übrigens gleichen Umständen.  



  Der     pH-Wert    der Lösungen kann auf eine dazu in  Betracht kommende Weise eingestellt werden, z. B. für  einen pH-Wert zwischen 5 und 9 durch die Wahl eines  geeigneten     Puffergemisches.     



       Zweckmässigerweise    wird die alkalische Behandlung  der     Lactose,    bei welcher Behandlung der     px-Wert    über  7 beträgt, in einem     wässrigen    Milieu durchgeführt.    Zur Bereitung eines     bifidusaktiven    Konzentrats kom  men verschiedene     lactosehaltige    Flüssigkeiten in Be  tracht, wie z. B.     enteiweisste    Molken oder konzen  trierte     wässrige        Lactoselösungen,    die keine oder nahezu  keine andern Stoffe enthalten.  



  Es hat sich gezeigt, dass eine gute Ausbeute an       bifidusaktivem    Konzentrat erhalten werden kann,  wenn eine     wässrige        Lactoselösung    1 bis 5 Tage bei  einem     pH    von 10 bis 13 und einer Temperatur zwischen  20  C und 40  C aufbewahrt wird und anschliessend  die so erhaltene Lösung an     Bifidusfaktor    angereichert  wird.  



  Es ist ebenfalls möglich, eine     wässrige        Lactose-          lösung    maximal 5 Stunden bei einem     pH    von 6 bis 9  und einer Temperatur zwischen<B>11<I>0'</I></B> C und 120' C  aufzubewahren und danach zu konzentrieren.  



  Wird die Behandlung bei einem     pH    von etwa 12  ausgeführt, so wird dieses     pH    vorteilhaft mit so viel       Calciumhydroxyd    eingestellt, dass hiervon während  der Behandlung ein Niederschlag in der Lösung vor  handen ist.  



  Wenn die     wässrige        Lactoselösung    geringe Salz  mengen enthält, ist es vorteilhaft, diese Lösung über  einen alkalischen     Ionenaustauscher    zu schicken.  



  Die Abtrennung der unveränderten     Lactose    vom  Reaktionsprodukt kann z. B. dadurch erfolgen, dass  die Lösung eingedampft und der gebildete     Lactose-          niederschlag        abfiltriert    wird. Eine Anreicherung des       Bifidusfaktors    kann dadurch erreicht werden, dass die  Flüssigkeit, aus der bereits beträchtliche Mengen un  veränderter     Lactose    entfernt worden sind, mit einer  in der Lösung löslichen Flüssigkeit behandelt werden,  in der     Lactose    schlecht löslich ist, z. B. mit niedrigeren       aliphatischen    Alkoholen, insbesondere mit     96 öigem     Äthylalkohol.  



  Nach Entfernung der unveränderten     Lactose    aus  der Lösung kann der     Bifidusfaktor    noch weiter ange  reichert werden, indem die Lösung mit einer Flüssig  keit perforiert wird, wie z. B. Äther     (Diäthyläther,        Di-          isopropyläther)    oder Ester, z. B.     Äthylacetat    oder  Petroleumäther, in der der     Bifidusfaktor    wenig, da  gegen manche den Faktor begleitende Stoffe gut  löslich sind. Um den     Bifidusfaktor    noch weiter anzu  reichern, kann die Lösung anschliessend mit Flüssig  keiten perforiert werden, wie z.

   B. niedrigen     aliphati-          schen    Alkoholen, z. B.     Methyl-,    Äthyl- oder     Propyl-          alkohol,    in denen der     Bifidusfaktor    besser als diesen  Faktor begleitende Stoffe in Lösung geht.  



  Ferner erhält man gute Ergebnisse, wenn man eine  Lösung, aus der bereits beträchtliche Mengen     Lactose     entfernt worden sind, auf ein körniges, chemisch       inertes    Material aufbringt, z. B. Fluss- oder Seesand,  dieses im Vakuum trocknet und die so erhaltene Masse  mit Lösungsmitteln für den     Bifidusfaktor    extrahiert.  Insbesondere kommt zu diesem Zweck absoluter  Äthylalkohol in Betracht.  



  <I>Ausführungsbeispiel I</I>  Einer     wässrigen,    ungefähr     70 öigen        Lactoselösung     wurde pro kg 4 g     Calciumhydroxyd    zugefügt. Diese      Lösung wurde während einer Stunde gekocht. Die  nicht umgesetzte     Lactose    wurde nach Abkühlung der  Lösung auskristallisiert und     abfiltriert.    Das Filtrat  wurde durch Überführung über einen     Ionenaustauscher          deionisiert.    Die so hergestellte Lösung wurde zur Her  stellung eines trockenen Pulvers der     Zerstäubungs-          trocknung    unterworfen.  



  143 Liter Magermilch wurde zu einem Gewicht  von ungefähr 84 kg eingeengt. In dieser Flüssigkeit  wurden 6 kg eines     Pflanzenöls        emulgiert    und die Emul  sion homogenisiert. Dieser Emulsion wurden 3,3 kg  einer aus Mehl und Hefe bestehenden Mischung zu  gefügt, worauf das Ganze auf<B>90'</B> erhitzt     wurde    und  dann wieder abgekühlt. Dieses Präparat wurde mit  4,9 kg wasserfreiem Produkt des in dem vorigen Ab  satz erwähnten Trockenpulvers vermischt, wonach  dieser Mischung 1,6 kg einer 15%igen     wässrigen    Milch  säurelösung, 4,3 kg     Lactose    und weiter Vitamine A,  D und C zugefügt wurde. Die Flüssigkeit wurde durch  Zerstäuben in heisser Luft getrocknet.

   Das     Lactose-          Eiweissverhältnis    in dem Trockenpräparat war 2 zu 7.  



  100 g Milchpulver wurde mit 21 g des trockenen  Pulvers, wie beschrieben in dem ersten Absatz dieses  Beispiels, gemischt und weiter mit 19 g     Lactose    und  den Vitaminen A, C und D. Eine 14- bis 15%ige  Lösung dieser Mischung in Wasser bildete ein geeig  netes     bifidusaktives    Nährpräparat. Das     Lactose-Ei-          weissverhältnis    derselben war 2,63.  



  <I>Ausführungsbeispiel 2</I>  Es wurde eine Lösung von 11,2 kg     Lactose    in  56 Liter Wasser hergestellt. Der kalten Lösung wurden  224 g     Natriumhydroxyd,    in wenig Wasser gelöst, zu  gesetzt und die so erhaltene Lösung drei Tage bei  Zimmertemperatur stehengelassen. Die Lösung wurde  anschliessend entsalzt, indem sie über     Ionenaustauscher     geschickt wurde. Die von Salzen befreite Flüssigkeit  wurde im Vakuum auf 10 Liter eingeengt. Der     Lactose-          niederschlag    wurde nach zwei Tagen     abfiltriert,    wonach  das Filtrat im Vakuum bis zu einem     dickflüssigen     Sirup eingeengt wurde.

   Zu je zwei Liter dieses Sirups  wurden 6 Liter 96     %iger    Äthylalkohol zugesetzt,  wobei wieder ein     Lactoseniederschlag    entstand, der       abfiltriert    wurde. Das in dieser Weise erhaltene Kon  zentrat wurde durch     Zerstäubung    in einem heissen Gas  zu einem Pulver getrocknet und dieses in einem Ge  wichtsverhältnis von ungefähr 1 zu 3 einem Nähr  mittel zugefügt, das in dem zweiten und dritten Absatz  von Ausführungsbeispiel 1 beschrieben ist. Eine     14-          bis    15%ige Lösung dieser Mischung in Wasser bildete  ein     bifidusaktives    Nährpräparat.  



  <I>Ausführungsbeispiel 3</I>  Es wurde eine Lösung von 11,2 kg     Lactose    in  einer solchen Menge an siedendem Leitungswasser  hergestellt, dass ein Endvolumen von 18,7 Liter resul  tierte. Dieser Lösung wurden 120 g frisch gelöschter  Kalk unter energischem Umrühren zugesetzt, wonach  man das Gemisch abkühlen liess. Anschliessend wurde  der     pH-Wert    mit     Oxalsäure    bis zu einem Wert .von    etwa 7 gebracht, der     Calciumoxalatniederschlag    ab  filtriert und die so behandelte Flüssigkeit einige Tage  bei Zimmertemperatur stehengelassen.

   Danach wurde  der erhaltene     Lactoseniederschlag        abgenutscht    und das  Filtrat im Vakuum bis zu einem     dickflüssigen    Sirup  eingeengt. Die so erhaltene Flüssigkeit     wurde    mit       Lactose        angeimpft    und einige Tage bei Zimmertempe  ratur stehengelassen, wonach der     Lactoseniederschlag          abfiltriert    wurde. Das Filtrat wurde bis zu einem     bi-          fidusaktiven    Konzentrat, wie in den vorangehenden  Ausführungsbeispielen beschrieben, aufgearbeitet.

   Das  in dieser Weise erhaltene Konzentrat wurde durch       Zerstäubung    in einem heissen Gas zu einem Pulver ge  trocknet und dieses in einem Gewichtsverhältnis von  ungefähr 1 zu 3 einem Nährmittel zugefügt, das in  dem zweiten und dritten Absatz von Ausführungs  beispiel 1 beschrieben ist. Eine 14- bis 15%ige Lösung  dieser Mischung in Wasser bildete ein     bifidusaktives     Nährpräparat.  



  <I>Ausführungsbeispiel 4</I>  11,2 kg     Lactose    wurden in 56 Liter siedendem  Leitungswasser gelöst, und nach Abkühlung wurden  560 g gelöschter Kalk zugesetzt. Diese Lösung liess  man zwei Tage bei Zimmertemperatur stehen. An  schliessend wurde das nicht gelöste     Calciumhydroxyd          abfiltriert,    wonach das in Lösung gebliebene     Hydroxyd     mit Kohlendioxyd niedergeschlagen und der Nieder  schlag     abfiltriert    wurde.

   Die so neutralisierte Lösung  wurde auf ein Volumen von 12 Liter eingedampft, mit       Lactose        angeimpft,    der nach 14 Stunden gebildete       Lactoseniederschlag        abfiltriert    und das Filtrat im  Vakuum zu einem     dickflüssigen    Sirup eingeengt. Je  2 Liter dieses Sirups wurden mit 6 Liter     96 /oigem     Äthylalkohol gemischt. Der nach 24     Stunden    gebildete  Niederschlag wurde abgeschieden und das Filtrat im  Vakuum auf 2 Liter eingeengt.

   Das in dieser Weise  erhaltene Konzentrat wurde durch     Zerstäubung    in  einem heissen Gas zu einem Pulver getrocknet und  dieses in einem Gewichtsverhältnis von ungefähr 1 zu 3  einem Nährmittel zugefügt, das in dem zweiten und  dritten Absatz von Ausführungsbeispiel 1 beschrieben  ist. Eine 14- bis 15%ige Lösung dieser Mischung in  Wasser bildete ein     bifidusaktives    Nährpräparat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines die Bildung einer Bifidusflora beim Säugling fördernden Nährpräparates, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lactoselösung auf einen pH-Wert von über 5 einstellt, diese Lösung einige Zeit bei einer Temperatur zwischen Zimmer temperatur und<B>150'</B> C hält, danach unveränderte Lactose vom Reaktionsprodukt abtrennt und das er haltene Produkt einem Nährmittel zusetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das nach Abtrennung der unver änderten Lactose erhaltene bifidusaktive Konzentrat einem Nährmittel mit einem Lactose-Eiweissquotienten grösser als 2,6 zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das nach Abtrennung der unver änderten Lactose erhaltene Produkt Milch oder einem Milchprodukt zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das nach Abtrennung der unver änderten Lactose erhaltene Produkt eingeengter Milch zugesetzt wird. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das nach Abtrennung der unver änderten Lactose erhaltene Produkt getrockneter Milch zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Ausgangsstoff eine wässrige lactosehaltige Flüssigkeit verwendet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass enteiweisste Molken als Ausgangs stoff verwendet wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass eine wässrige Lactoselösung mit einem pH zwischen 10 und 13 während 1 bis 5 Tagen einer Temperatur von 20' C bis 40' C ausgesetzt wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass eine wässrige Lactoselösung mit einem pg zwischen 6 und 9 maximal 5 Stunden einer Temperatur von<B>110'</B> C bis 120' C ausgesetzt wird. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass während der Reaktion in der Lac- toselösung ein Calciumhydroxydniederschlag vorhan den ist. 10.
    Verfahren nach den Unteransprüchen 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Behandlung bei einem pH-Wert der Lösung über 9, dieser auf einen Wert von etwa 7 zurückgebracht wird. 11. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine wässrige Lactoselösung über einen alkalisch reagierenden Ionenaustauscher schickt. 12.
    Verfahren nach den Unteransprüchen 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die unveränderte Lactose dadurch vom Reaktionsprodukt abgetrennt wird, dass die Lösung des Reaktionsgemisches mit einer in der Lösung löslichen Flüssigkeit behandelt wird, in der die Lactose wenig löslich ist. 13. Verfahren nach den Unteransprüchen 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die unveränderte Lactose dadurch vom Reaktionsprodukt abgetrennt wird, dass die Lösung des Reaktionsgemisches mit niedrigen ali- phatischen Alkoholen behandelt wird. 14.
    Verfahren nach den Unteransprüchen 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach Behandlung der Lösung mit einer Flüssigkeit, in der die Lactose wenig löslich ist, die Lösung mit einer Flüssigkeit perforiert wird, in der der Bifidusfaktor weniger löslich ist als die Begleitstoffe dieses Faktors. 15. Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforierung mit niedrigen aliphatischen Äthern durchgeführt wird. 16.
    Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforierung mit Estern von niedrigen aliphatischen Alkoholen und niedrigen ali- phatischen Carbonsäuren stattfindet. 17. Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach Behandlung der Lösung mit einer Flüssigkeit, in der der Bifidusfaktor wenig löslich ist, die Lösung mit einer Flüssigkeit perforiert wird, in der der Bifidusfaktor besser löslich ist als die Begleitstoffe dieses Faktors. 18.
    Verfahren nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung, in der der Bifidus- faktor besser löslich ist als die Begleitstoffe, einen niedrigen aliphatischen Alkohol enthält.
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