CH340615A - Strangpresse für thermoplastische Materialien - Google Patents

Strangpresse für thermoplastische Materialien

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CH340615A
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CH
Switzerland
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valve
outlet head
extrusion press
thermoplastic materials
screw
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English (en)
Inventor
Wilfried Dipl Phys Voigt
Original Assignee
Lonza Werke Elektrochemische
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Description


  
 



  Strangpresse für thermoplastische Materialien
Bei bekannten Strangpressen mit einer Pressschnecke, welche das Pressgut dem Austrittskopf zuführt, wird das Pressgut auf dem Wege zum Austrittskopf gleichzeitig einer   Misch-    und Knetwirkung unterworfen, deren Intensität hauptsächlich vom Umfang der sog.  Leckströmung  abhängt, welche an den Wänden des Schneckengehäuses entlang nach rückwärts verläuft. Diese Leckströmung wächst natürlich, wenn der Staudruck vor der Strangdüse steigt; man hat deshalb bereits Engpässe vorgesehen, welche vor der Strangdüse lagen und von Hand einstellbar waren, um den erwähnten Staudruck unabhängig vom Querschnitt der Strangdüse nach Belieben wählen zu können.



   Eine besonders kräftige und ununterbrochene Leckströmung bzw. Rückströmung benötigt man bei Strangpressen für thermoplastische Stoffe, welche der Schnecke als Granulat zugeführt und erst in der Pressschnecke plastifiziert werden; denn plastifizierte Granulate enthalten zunächst zahlreiche Lufteinschlüsse, welche den Strang porös und ungleichmässig machen, wenn sie bis zur Strangdüse vordringen.



  Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Luftblasen von der Leckströmung bzw. Rückströmung aus der fortschreitend plastifizierten Pressmasse nach rückwärts herausgeführt werden, wenn man dafür sorgt, dass ein ausreichend hoher, der Viskosität des jeweils zu verarbeitenden Materials angepasster Staudruck vor der Strangdüse entsteht. Dabei ist es wichtig, dass auch beim Anfahren keine Luftblasen bis in den Austrittskopf gelangen; denn diese könnten sich zunächst an der Wand festsetzen und dann später gelegentlich in den Strang hineingerissen werden.



   Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Verwendung eines federbelasteten Ventils, welches vor der Strangdüse unmittelbar in den Austrittskopf, und wenn derselbe beheizt ist, in die erwärmte Zone desselben eingebaut ist und sich nur dann öffnet, wenn in der Kammer vor dem Ventil ein gewisser Mindestdruck herrscht. Dieses Ventil stellt dann einen automatisch geregelten Engpass dar, der einen bestimmten Staudruck hinter der Schnecke aufrechterhält.



  Letzterer übersteigt dabei den normalen Staudruck, welcher sich von selbst vor der Strangdüse ausbildet, und erzwingt auch bei schwankender Materialzufuhr einen praktisch konstanten Füllungsgrad der Schnecke. Die Anbringung des Ventils in den Aus  trittskopf bietet    dabei die Sicherheit, dass das Ventil innerhalb der voll plastifizierten Masse arbeitet und dass sich die vor dem Ventil entstehenden Staudrucke hydrodynamisch bis in die Schnecke fortpflanzen.



  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man einen erfindungsgemäss gestalteten Austrittskopf auch an vorhandene Strangpressen leicht anbauen kann.



   Die Zeichnungen geben zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch im Vertikalschnitt wieder, und zwar zeigt Fig. 1 eine Strangpresse zur Herstellung von Stangen, während Fig. 2 eine Strangpresse zur Herstellung von aufblasbaren Rohren darstellt.



   Gemäss Fig. 1 ist der Austrittskopf 1 unmittelbar an das Gehäuse 2 einer Schneckenpresse angebaut, deren Pressschnecke 3 das über den Trichter 2a zugeführte Pressgut, welches aus thermoplastischem Material besteht, in Richtung des Pfeils A fördert.



  Im Austrittskopf 1 liegen zwei Kamern 4 und 5 vor der Strangdüse 6; zwischen diesen Kammern liegt der konische Sitz und der bewegliche Kegel 7 eines Ventils, dessen Ventilstengel 8 unter dem Druck eines Satzes von Tellerfedern 9 steht. In der Praxis liegt der Druck dieser Tellerfedern in der Grössenordnung von mehreren Tonnen; er lässt sich mit Hilfe der Mutter 10 nach Wunsch einstellen. Die Schnecke 3 muss daher in der Kammer 4 erst einen bestimmten   Mindeststaudruck erzeugen, bevor sich das Ventil 7-10 öffnet und das Pressgut zur Strangdüse 6 durchlässt. Infolge dieses hohen Staudruckes entsteht innerhalb des Schneckengehäuses 2 eine Leckströmung bzw. Rückströmung, welche in der dem Pfeil A entgegengesetzten Richtung längs der Wand nach rückwärts verläuft und die Luftblasen aus dem Pressgut mitnimmt.

   Zur Beheizung der Schnecke dient eine elektrische Heizwicklung 11, zur Beheizung des Austrittskopfes 1 ein Heizkörper 12; der Ventilkörper 7 liegt innerhalb der vom Heizkörper 12 erwärmten Zone optimaler Plastizität.



   In Fig. 2 sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet und äquivalente Teile durch den Index a gegenüber Fig. 1 unterschieden. Da der Austrittskopf la zur Herstellung von Schläuchen dienen soll, wird die ringförmige Strangdüse 20 von dem Mantelstück 21 und dem Kernstück 22 gebildet; letzteres wird von dem Schaft 23 getragen, der unten durch einen kolbenartigen Bund 24 im Austrittskopf la geführt ist. Er steht unter dem Druck eines Tellerfedersatzes 9, dessen Vorspannung sich mit Hilfe der Mutter 10 auf die Viskosität des jeweils verarbeiteten Pressgutes abstimmen lässt. Als  Ventil  dient der radiale Spalt 25 zwischen dem Kernstück 22 und der Masse des Austrittskopfes   1a;    man erkennt, dass der Federsatz 10 diesen Spalt verschlossen hält, bis der Druck des Pressmaterials in der Kammer 4a das Kernstück 22 in Richtung des Pfeils C anhebt.

   Die Breite des Ringspaltes 20 ändert sich offenbar nicht, wenn sich das Kernstück 22 in Richtung des Pfeils C bewegt, so dass ein Schlauch 26 von konstanter Wandstärke entsteht. Dieser Schlauch kann dann noch aufgeblasen werden, wenn man über den hohlen Stiel 23 Druckluft in Richtung des Pfeils C einbläst.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Strangpresse für thermoplastische Materialien mit Pressschnecke und Austrittskopf, dadurch gekennzeichnet, dass ein federbelastetes Ventil (7-10) vor der Strangdüse unmittelbar in den Austrittskopf (1) eingebaut ist und sich nur dann öffnet, wenn in der Kammer (4) vor diesem Ventil ein gewisser Mindestdruck herrscht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Strangpresse nach Patentanspruch mit Ringdüse für die Herstellung von Schläuchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernstück (22) der Ringdüse (20) gegen ihr Mantelstück (21) in axialer Richtung (C) verschiebbar ist und mit letzterem vor der Ringdüse (20) beim Erreichen des genannten Mindestdruckes einen Durchtrittsspalt (25) bildet, dessen Öffnungsquerschnitt sich durch die erwähnte Axialverschiebung ändert.
    2. Strangpresse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Verschlusskörper (7, 22) des Ventils unter dem Druck eines Satzes von Tellerfedern (9) steht.
CH340615D 1955-06-08 1955-06-08 Strangpresse für thermoplastische Materialien CH340615A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH340615T 1955-06-08

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ID=4505471

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