CH340737A - Glockenläutmaschine - Google Patents

Glockenläutmaschine

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CH340737A
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Muri Jakob
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Muri Jakob
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/34Operating mechanisms
    • G10K1/344Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle
    • G10K1/345Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle electrically operated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


      Glockenläutmaschine       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine       Glockenläutmaschine,    umfassend einen umsteuer  baren Antriebsmotor zum Antreiben der Glocke  sowie ein in Abhängigkeit von der Glockenbewe  gung betätigtes Schaltmittel zum Umsteuern des  Motors und ein Schaltorgan zum     Inbetrieb-    und       Ausserbetriebsetzen    der Maschine.  



  Damit gegenüber andersartigen, bekannten     Glok-          kenläutmaschinen    erreicht wird, dass beim Ein  schalten die Glocke angetrieben und beim Aus  schalten die Glocke durch den Motor gebremst  wird, ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass ein das  Schaltmittel darstellender     Polwendeschalter    im Speise  stromkreis des Motors angeordnet ist, welcher Wende  schalter über eine Rutschkupplung mit der Glocken  welle derart gekuppelt ist, dass er     zwangweise    bei  Glockenbewegungen in der einen Richtung in die  eine Schaltstellung gelangt, in der er den Motor  für Antriebswirkung in der einen Richtung steuert  und bei Glockenbewegungen in der entgegengesetz  ten Richtung in die andere Schaltstellung gelangt,

    in der er den Motor für Antriebswirkung in der  entgegengesetzten Richtung steuert,     dass    ausserdem  in einem Speisegerät ein zweites     Polwendeschaltorgan     angeordnet ist, welches die     Polung    der Zuleitungen  zum erstgenannten     Polwendeschalter    umpolt, falls  bei schwingender Glocke das genannte Schaltorgan  ausgeschaltet wird, wobei über einen     Schwingschalt-          kontakt,    der geschlossen ist, solange die Glocke  schwingt, beim Ausschalten des Schaltorgans auto  matisch das zweite     Polwendeschaltorgan    umgesteuert  wird, das Ganze     derart,

      dass beim     Einschalten    der  Maschine die Glocke angetrieben und beim Ausschal  ten der Maschine die Glocke durch den Motor ge  bremst wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen       Glockenläutmaschine    ist in der Zeichnung dargestellt.    Es zeigen:       Fig.    1 eine Seitenansicht auf die Glocke, ihre  Tragorgane, ihre Antriebsorgane und den Steuer  kasten C,       Fig.    2 eine Draufsicht auf den Steuerkasten C,       Fig.    3 einen Querschnitt nach der Linie     111-III     von     Fig.2.        Fig..4    einen Schnitt nach der Linie     IV-IV    von       Fig.    2,       Fig.    5 einen Schnitt nach der Linie     V-V    von       Fig.    2,

         Fig.    6 einen Schnitt nach der Linie     VI-VI    von       Fig.    2,       Fig.    7 ein Schaltschema für die ganze Maschine  und       Fig.8    ein     Zeitdiagramm    für die Funktion der       Glockentragwelle,    der drei den Motor steuernden  Schaltorgane und den Betrieb des Motors.  



  Die     Fig.    3 bis 6 sind in grösserem Massstab ge  zeichnet.  



  Gemäss     Fig.l    ist mit G eine Kirchenglocke  bezeichnet, die an der Tragwelle G1     aufgehängt    ist,  welche mit den Rädern G2 und G3 starr ver  bunden ist. Der Motor M bzw. dessen Abtriebs  welle ist über die Antriebskette bzw. Bremskette G4  mit dem Rad G2 verbunden, während das Ketten  rad G3 über die Kette G5 mit dem auf der Welle  C1 festsitzenden Zahnrad C2 des Steuergerätes C  verbunden ist. Das Speisegerät S ist mit den Klem  men s,<I>t, u</I> eines     Drehstromleitungssystems    und     mit     dem Steuergerät C verbunden. Die Steuerleitungen  sowie der     Nulleiter    sind in     Fig.    1 nicht dargestellt.  



  In den     Fig.    2, 3, 4, 5 und 6 sind das Steuer  gerät C und Einzelteile desselben dargestellt. In die  sen Figuren ist     mit    C1 die Hauptwelle des Gerätes C  bezeichnet, die über das Kettenrad C2, die Kette  G5 und das Rad G3 mit der     Glockentragwelle    G1      verbunden ist. Mit der Welle C1 ist durch eine  Rutschkupplung<B>01</B>     (Fig.    3), die unter Wirkung der  Druckfeder 02 steht, der Tragarm 03 für die be  weglichen Schaltkontakte 51 und 52 eines Pol  wendeschalters gekuppelt, die je mit zwei von vier  feststehenden Kontakten 031 und 032 zusammen  arbeiten.

   Der mit der Welle<B>Cl</B> durch die Rutsch  kupplung 03 gekuppelte Tragarm 03 der Kontakte  51     bzw.    52 eines     Polwendeschalters    bewirkt, dass  die beweglichen Kontakte 51 bzw. 52 an den abge  federten Kontakten 031     anliegen,    wenn sich die  Welle C1 in der einen Richtung dreht und dass die  beweglichen Kontakte 51 bzw. 52 an den Kon  takten 032 anliegen, wenn sich die Welle C1 in der  andern Richtung dreht. Auf dem Kontaktarm 03 sitzt  ein     Verriegelungsarm    033, der mit einem Doppel  hebel 034 zusammenwirkt, der auf dem festen Trab  zapfen 035 gelagert ist, und am andern Ende über  eine Zwischenstange 036 gelenkig mit dem Anker 80  eines Elektromagneten 8 verbunden ist (s.     Fig.4     und 5).

   Solange der Magnet 8 nicht unter Strom  steht, verhindert der Hebel 034 im Zusammenwir  ken mit dem     Verriegelungsarm    033 ein Umkippen  der beweglichen     Polwendekontakte    51-52 vom  Kontaktpaar<B>031</B> auf das Kontaktpaar 032. Ein  auf der Welle Cl sitzendes Zahnrad 040 kämmt  mit dem Zahnrad 041, das auf der Welle 042 sitzt.  Mit Hilfe einer Rutschkupplung 043 ist mit der  Welle 042 eine Scheibe 0431 gekuppelt, auf wel  cher die sich diametral gegenüberliegenden Zapfen  044 und 045 festsitzen. Auf dem feststehenden Trag  zapfen 046 ist der Winkelhebel 047 gelagert, der  durch die Feder 048 in die gezeichnete Ruhestel  lung gezogen ist. Sofern die Welle C1 im     Takte    der  Glocke hin und her schwingt, schwingen auch die  Zapfen 044 und 045 auf der Scheibe 0431 mit.

    Diese Zapfen 044 und 045 drehen bei genügenden  Schwingungsamplituden den Kontakthebel 047 gegen  die Kraft der Feder 048, bis sie am feststehenden  Bolzen 049 anzustehen kommen. Die Kontakte 61  und 62, die auf dem Winkelhebel 047 befestigt  sind und in der in     Fig.    4 und     Fig.7    dargestellten  Lage an den Gegenkontakten 051 anliegen, werden  also von den Gegenkontakten 051 abgehoben, wenn  aus der Ruhestellung die Scheibe 043 um einen  bestimmten Winkel nach der einen oder andern  Seite ausgeschlagen hat und liegen wieder an den  genannten Gegenkontakten 051 an, wenn die  Glocke G bzw. die Scheibe 0431 ihre Bewegungs  richtung umgekehrt und diesen Winkel wieder er  reicht hat.  



  Auf der Welle Cl sitzt gemäss     Fig.    6 weiterhin  ein     Zahnritzel    052, das mit dem Zahnrad 053  kämmt. In diesem Zahnrad 053 ist eine Reihe von  Schrauben 054 lösbar eingesetzt, die bei Drehun  gen des Zahnrades 053 in der einen oder     andern     Richtung nach einem vorbestimmten Winkelhub den       Tragarm    055 der Kontakte 71, 72 gegen die Kraft  einer     Rückstellfeder    056 von den Gegenkontakten  057 abheben, während in der Ruhestellung innerhalb    eines vorbestimmten Winkelbereiches beidseitig die  ser Ruhestellung die Kontakte 71 und 72 an den  Gegenkontakten 057 anliegen.

   Mit dem     Zahnritzel     052 kämmt auch ein Zahnrad 060, auf welchem mit  Hilfe einer Schraube 061 ein Tragorgan 062 be  festigt ist. Auf einem Arm eines Winkelhebels 063  sitzt der bewegliche Kontakt 92 und auf dem an  dern Arm dieses Winkelhebels 063 sitzt der feder  belastete Schwingarm 0621. Sofern die Welle Cl  in der Ruhestellung ist oder nur ganz geringe Schwing  bewegungen     ausführt,    bleibt der Winkelhebel 063 in  der in     Fig.    6 gezeichneten Stellung.

   Sobald aber die  Welle Cl und mit ihr das Zahnrad 060 mit einer  Mindestamplitude     schwingt,    wird der Klinkenhebel  064 gegen die Kraft der Feder 065 ausgeschwenkt,  so dass der Winkelhebel 063 unter Wirkung der  Feder 055 im     Gegenuhrzeigersinn        verschwenkt    wird,  so dass der bewegliche Kontakt 92 auf dem Winkel  hebel 063 an seinen feststehenden Gegenkontakt  066 anzuliegen kommt.  



  Die Wirkungsweise und die Schaltungsanordnung  der gesamten     Läutmaschine    ergibt sich aus dem  Schaltschema nach     Fig.7    und dem Zeitdiagramm  nach     Fig.    B.  



  In     Fig.7    ist mit S ein Speisegerät, mit C ein  Steuergerät und mit M der Antriebsmotor bezeichnet.  Im Speisegerät S sind das Steuerrelais 1 (Schalt  schütz) mit den Arbeitskontakten 11, 12, 13, 14  und dem Ruhekontakt 15, das Steuerrelais 2 mit  den Arbeitskontakten 21, 22, 23, die Signallampe 3  und der Handschalter 4 angeordnet.  



  Im Steuergerät C sind die     Polwendekontakte    51,  52, der     Verriegelungsmagnet    8, die Kontaktpaare  61, 62 und 71, 72, der Schwingkontakt 92 und ein  Signalkontakt 91 eingezeichnet, welch letzterer in  den vorhergehenden Figuren nicht dargestellt, aber  so ausgebildet und mit der Glockenwelle C1 gekup  pelt ist, dass er in der einen Schwingrichtung der  Glocke geschlossen und in der andern Schwing  richtung der Glocke geöffnet ist.  



  Der mit drei Wicklungen versehene Antriebs  motor 7 mit den drei Klemmen M1, M2 und M3 ist  so an die feststehenden Kontakte des Polwende  schalters angeschlossen, dass er in der einen, ge  zeichneten Ruhestellung des     Polwendeschalters    51,  52 für die eine Antriebsrichtung an die Speiselei  tungen angeschlossen ist, während er in der andern  Stellung des     Polwendeschalters    51, 52 für die       Gegenantriebsrichtung    an die Speiseleitungen ange  schlossen ist. Die Kontaktpaare 61, 62 und 71, 72  sind in Serie in den Speiseleitungen des     Polum-          wendeschalters    51, 52 angeordnet.  



  In der in     Fig.    7 dargestellten Ruhestellung  fliesst kein Strom. Durch Einlegen des Schalters 4  wird der folgende Steuerstromkreis für das Relais 1  geschlossen:  (1) Phasenleiter     ri    - Handschalter 4 - Relais 1  - Nulleiter 0.      Das Relais 1 wird also erregt, so dass seine Ar  beitskontakte 11, 12, 13, 14 geschlossen werden  und sein Ruhekontakt 15 geöffnet wird. Durch  Schliessen des Kontaktes 14 wird folgender Erreger  stromkreis für den     Entriegelungsmagneten    P - ge  schlossen:  (2) Phasenleiter u - Kontakt 14 -     Entriege-          lungsmagnet    8 - Nulleiter 0.  



  Dadurch wird die Verriegelung 034-033 gelöst.  Ausserdem wird der folgende     Signallampenstrom-          kreis    vorbereitet bzw. geschlossen:  (3) Phasenleiter u - Kontakt 14 - Signalkon  takt 91 - Signallampe 3 - Nulleiter 0.  



  Es wird     ferner    über die folgenden Stromkreise der  Motor M     gespiesen:          (4n)    Phasenleiter s - Kontakt 11 - Kontakt 71  - Kontakt 61 -     Polwendekontakt    51     -          Motoranschlussklemme    Ml  (4b) Phasenleiter t - Kontakt 12 -     Motoran-          schlussklemme    M2  (4c) Phasenleiter u - Kontakt 13 - Kontakt 72  - Kontakt 62 - Kontakt 52 -     Motoran-          schlussklemme    M3.  



  Der Motor zieht also die Glocke in der     einen     Richtung, bis das     Rückstelldrehmoment    der Glocke  das Antriebsdrehmoment des Motors überwiegt.  Sobald die Glocke nach einem Zusatzweg zur Auf  zehrung der Bewegungsenergie ihre Bewegungsrich  tung umkehrt, wird der     Polwendeschalter    51, 52  umgeschaltet, so dass an Stelle der Klemme Ml  die Klemme M3 an den Phasenleiter s und dafür  an Stelle der Klemme M3 die Klemme Ml an den  Phasenleiter u angeschaltet wird, und der Motor die  Glocke in der Gegenrichtung antreibt. Dabei bleiben  vorläufig die Kontakte 61-62 und 71-72 ge  schlossen. Der     Signallampen-Steuerkontakt    91 ist  in der einen Bewegungsrichtung der Glocke ge  schlossen und in der andern Bewegungsrichtung der  Glocke offen.

   Deshalb leuchtet die Lampe 3 in der  einen Antriebsrichtung auf und erlischt in der an  dern Antriebsrichtung. Sobald die Glocke zu schwin  gen begonnen hat, wird der Kontakt 92 geschlossen,  so dass für die Stromkreise (2) und (3) folgende  Ersatzstromkreise vorbereitet werden:    (2a) Phasenleiter     zc    - Kontakt 92 - Magnet 8  - Nulleiter 0  (3a) Phasenleiter u - Kontakt 92 - Kontakt 91  - Signallampe 3 - Nulleiter 0.    Solange also die Glocke schwingt, bleibt der  Stromkreis 2a geschlossen, so dass der     Entriegelungs-          magnet    8 unter Strom bleibt. Das Kontaktpaar  51-52 wird, wie erwähnt, jeweils umgestellt, wenn  die Glocke ihre Bewegungsrichtung umkehrt.

   Das  Kontaktpaar 61, 62 wird ab einer Minimalamplitude  geöffnet und jeweils geschlossen, wenn die Glocke    ihre Bewegungsrichtung umkehrt und bleibt ge  schlossen, bis die Glocke aus ihrer Umkehrlage  einen vorbestimmten Schwingwinkel zurückgelegt  hat. Das Kontaktpaar<B>71,</B> 72 wird jeweils geöffnet,  sobald die Glocke eine     vorbestimmte        Auslenkung     aus der Ruhelage erfahren hat und wird wieder ge  schlossen, wenn diese     Auslenkung    aus der Ruhelage  geringer ist als dieser vorbestimmte Winkel. Die  Glocke wird also jeweils, wie genauer     anhand    von       Fig.    8 beschrieben werden wird, im     Abwärtsgang    an  getrieben, bis sie ihre volle Schwingungsamplitude  erreicht.  



  Wird nun der Handschalter 4 geöffnet, so wird  der     Stromkreis    (1) unterbrochen, so dass das Relais 1  abfällt, die Kontaktstellen 11, 12, 13 und 14 ge  öffnet und die Kontaktstelle 15 geschlossen werden.  Ebenfalls werden die Stromkreise (2) und (3) un  terbrochen, für welche aber, wie erwähnt, die Ersatz  stromkreise (2a) und (3a) aufgebaut bleiben, so  lange der Schwingkontakt 92 geschlossen bleibt.  



  Es wird das Relais 2" über folgenden Strom  kreis erregt:    (5) Phasenleiter u - Kontakt 92 - Kontakt 15  - Relaiswicklung 2 -     Nulleiter    0.    Dadurch werden die Kontaktstellen 21, 22 und 23  geschlossen, so     dass    die     Speisestromkreise    der Kon  taktanordnungen 71, 61 51 bzw. 72, 62, 52 um  gepolt werden.

   An Stelle der Stromkreise<I>(4a), (4b)</I>  und (4c) werden also, sofern alle diese Kontakt  paare 71, 72; 61, 62; 51, 52     in    Ruhelage     gemäss          Fig.7    stehen, die Stromkreise:  (6a) Phasenleiter s - Kontakt 21 - Kontakt 72  -Kontakt 62 - Kontakt 52 - Motor  klemme M3 und    (6c) Phasenleiter u - Kontakt 23 - Kontakt 71  - Kontakt 61 - Kontakt 51 - Motor  klemme Ml  aufgebaut bzw. je nach Umschalten der Polwende  kontakte 51, 52 umgepolt. Die Motorklemme M2  erhält unabhängig von den Stellungen der Kontakte  71, 72, 61, 51, 52 Strom über den Weg    (6b) Phasenleiter t - Kontakt 72 - Motorklemme  M2.  



  Im     Winkel-Zeit-Diagramm    nach     Fig.    8a sind  eine Antriebsphase einer Glockenschwingung bis zur  Erreichung der vollen Schwingungsweite und im  zweiten Teil eine Bremsphase der Glockenschwin  gung bis zum Stillstand zeitabhängig dargestellt,  wobei auf der     Abszissenachse    die     in    gleichen Ab  ständen voneinander angeordneten Zeitwerte     dl-d9     eingetragen sind, die je den Ablauf einer vollen  Schwingungsperiode markieren.

   Als Ordinate sind  in     Fig.    8a die positiven und negativen Ausschlag  winkelwerte der Glocke aus der Nullage eingetra  gen und die Werte       a1,    nach deren überschrei-           tung    die Kontakte 71 und 72 geöffnet werden und  <I> </I>     ae,    welche die     Maximalamplituden    der Glocke  anzeigen, sind eingetragen. In     Fig.    8b ist das Zuge  hörige     Arbeitszeitdiagramm    der Kontaktstellen 71  und 72 eingetragen, und es ergibt sich daraus, dass  diese Kontakte nur geschlossen sind, wenn die  Glocke innerhalb der Winkelwerte +     a1    und     -a1     steht.

   In     Fig.8c    ist das Arbeitszeitdiagramm der  Kontakte 61 und 62 eingetragen, die jeweils beim  Umkehren der Glocke geschlossen werden und von  da an über     einen    bestimmten Hub geschlossen blei  ben und nachher geöffnet werden. Gemäss     Fig.    8d  werden die     Polwendeschalter    51, 52 bei jeder Um  kehr der Glockenbewegungsrichtung umgeschaltet.  Es ergibt sich aus diesen     Schaltkontakt-Funktionen     das     Stromzeitdiagramm    nach     Fig.    8e, worin die  positiven Amplituden die Antriebsphasen und die  negativen Amplituden die Bremsphasen zeigen.  



  Es ist noch zu bemerken, dass nach dem Zeit  wert J5 in     Fig.    8a der Handschalter 4 geöffnet  wird, um die Bremsung     einzuleiten.     



  Aus     Fig.8d    und den in     Fig.8a    mit dicken  Pfeilen eingezeichneten Antriebs- bzw. Brems  strecken zeigt sich, dass die Glocke grundsätzlich  im     Abwärtsgang    angetrieben bzw. gebremst wird.  Es zeigt sich aus     Fig.8    anschliessend an die Um  schaltung auf Bremsung im Moment     Q15,    dass genau  gleich, wie beim Antreiben der Glocke der Motor M,  jeweils in bestimmten Phasen zum Weitertreiben der  Glocke angetrieben wird, sie nun in den entsprechen  den Phasen der Motor M gebremst wird, indem  der Motor     jeweils    mit Gegenphase gespeist wird.  Damit wird die Glocke rasch zum Stillstand ge  bremst.

   Sobald die Schwingungsamplitude klein ge  nug wird, wird in folgender Weise die Kontakt  stelle 92 geöffnet. Wenn die     Schwingungsamplitude     der Scheibe 060 klein genug wird, fängt sich der  Schwingarm 0621 (s.     Fig:6)    in der Fangrille des  Tragorgans 062. Damit     wird    der Winkelhebel 063  in die in     Fig.    6 dargestellte Ruhelage zurückgestellt  und die Kontaktstelle 92 geöffnet, wobei der Klin  kenhebel 064 den Winkelhebel 063 in dieser Lage  wieder verriegelt.

   Dadurch werden die Stromkreise  <I>(2a)</I> und<I>(2b)</I> unterbrochen, und das Relais 2 wird       entregt,    so dass der im Schema nach     Fig.7    ge  zeichnete Ruhezustand wieder erreicht     wird.    Es ist  also nie notwendig, den Glockenklöppel zu fangen  bzw. nach Erreichung der vollen Schwingungshöhe  zu lösen, was stets zu starken Schlägen und einem  unnatürlichen Läuten     führt.     



  Mit Hilfe der dargestellten und beschriebenen  Maschine wird vielmehr gleich wie bei Handseil  antrieb ein natürliches angenehmes An- und Aus  läuten der Glocke erzielt. Die Schaltorgane arbeiten  praktisch geräuschlos und     betriebsicher.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Glockenläutmaschine, umfassend einen umsteuer baren Antriebsmotor (M) zum Antreiben der Glocke sowie ein in Abhängigkeit von der Glockenbewegung betätigtes Schaltmittel (51, 52) zum Umsteuern des Motors und ein Schaltorgan (4) zum Inbetrieb- und Ausserbetriebsetzen der Maschine, dadurch gekenn zeichnet, dass ein das Schaltmittel darstellender Pol wendeschalter (51, 52) im Speisestromkreis des Motors (M) angeordnet ist, welcher Wendeschalter über eine Rutschkupplung mit der Glockenwelle derart gekuppelt ist, dass er zwangweise bei Glocken bewegungen in der einen Richtung in die eine Schalt stellung gelangt,
    in der er den Motor für Antriebs wirkung in der einen Richtung steuert und bei Glockenbewegungen in der entgegengesetzten Rich tung in die andere Schaltstellung gelangt, in der er den Motor (M) für Antriebswirkung in der entge gengesetzten Richtung steuert, dass ausserdem in einem Speisegerät (S) ein zweites Polwendeschalt- organ (2) angeordnet ist, welches die Polung der Zuleitungen zum erstgenannten Polwendeschalter (51, 52) umpolt, falls bei schwingender Glocke das genannte Schaltorgan (4) ausgeschaltet wird, wobei über einen Schwingschaltkontakt (92), der geschlos sen ist, solange die Glocke schwingt, beim Aus schalten des Schaltorgans (4)
    automatisch das zweite Polwendeschaltorgan (2) umgesteuert wird, das Ganze derart, dass beim Einschalten (4) der Ma schine die Glocke angetrieben und beim Ausschalten (4) der Maschine die Glocke durch den Motor ge bremst wird. UNTERANSPRACHE 1. Glockenläutmaschine nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Verriegelungsorgane (033, 034, 8), welche im Stillstand der Glocke den ersten Polwendeschalter (51, 52) in einer Ausgangsstel lung fangen und verriegeln.
    2. Glockenläutmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zuleitungen des ersten Polwendeschalters (51, 52) Kontakte (61, 62) angeordnet sind, die beim Umkehren der Glocken bewegungsrichtung geschlossen werden und von dem Moment an über einen vorbestimmten Winkelweg der Glocke geschlossen bleiben und nachher ge öffnet werden.
    3. Glockenläutmaschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zuleitungen des ersten Polwendeschalters (51, 52) ausserdem Kon takte (71, 72) angeordnet sind, die nach dem über schreiten einer vorbestimmten Schwingungsampli tude der Glocke geöffnet werden und nach dem Unterschreiten dieser Schwingungsamplitude wieder geschlossen werden, wobei die Grösse dieser Ampli- tudenwerte einstellbar ist.
CH340737D 1956-06-01 1956-06-01 Glockenläutmaschine CH340737A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1190364B (de) * 1961-06-28 1965-04-01 Wilhelmshuette G M B H Vorrichtung zum selbsttaetigen Steuern von elektromotorisch angetriebenen Glockenlaeutewerken
DE2756661A1 (de) * 1977-12-19 1979-06-21 Herforder Elektricitaets Werke Glockenlaeutemaschine

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