CH340871A - Kristallelement zur Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie und umgekehrt sowie Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Kristallelement zur Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie und umgekehrt sowie Verfahren zur Herstellung desselben

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CH340871A
CH340871A CH340871DA CH340871A CH 340871 A CH340871 A CH 340871A CH 340871D A CH340871D A CH 340871DA CH 340871 A CH340871 A CH 340871A
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Struchen Alfred
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Struchen Alfred
Heizler Werner
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R17/00Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers

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Description


      Kristallelement        zur    Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie und     umgekeGW"     sowie Verfahren zur Herstellung desselben    In der Elektroakustik werden in zunehmendem  Masse     piezoelektrische    Kristallelemente aus verschie  denen Materialien, wie z. B.     Alkaliphosphaten,        Tar-          traten,    insbesondere     Seignettesalz    usw., verwendet,  um mechanische in elektrische Kräfte umzuwandeln  und umgekehrt. So werden z.

   B.     piezoelektrische     Kristallelemente aus     Seignettesalz    in Mikrophonen,       Tonabnehmergeräten,    Prüfgeräten usw., verwendet.  



  In der gegenwärtig gebräuchlichsten Ausführung  weisen die in der Elektroakustik verwendeten     piezo-          elektrischen    Kristallelemente zwei Kristallplatten  oder     -lamellen    auf, die mit Ausnahme der Kanten  auf allen Flächen mit Graphit- oder     Metallfilmen     überzogen und Fläche auf Fläche miteinander ver  bunden sind.

   Die beiden Aussenflächen der vereinig  ten Kristallplatten sind durch einen     Anschlussleiter     elektrisch leitend miteinander verbunden und     bilden     den einen Pol des Elementes, während zwischen den  innern,     aneinandergrenzenden    Flächen der Kristall  platten, die den andern Pol des Kristallelementes  darstellen, ein     Gegenelektroden-Anschlussleiter    einge  baut ist.  



  Die Herstellung solcher Kristallelemente ist ziem  lich umständlich und verlangt besondere Sorgfalt.  Insbesondere das     Graphitieren    oder Metallisieren  der     Oberfläche    der Kristallplatten stellt eine     heikle     Operation dar, da die Plattenkanten zwecks Vermei  dung jeglicher Nebenschlüsse im fertigen Element  absolut frei von Graphit oder Metall gehalten werden  müssen. Auch das Einbauen der     Zwischenelektroden-          Anschlussleiter    zwischen den Platten ist umständlich  und kompliziert das Herstellungsverfahren ganz  wesentlich. überdies müssen die zusammengebauten  Kristallelemente einer Trocknung von langer Dauer  (z. B. 3 Wochen) unterworfen werden, bevor sie ge  brauchsfertig sind.

   Bei der beschriebenen Herstel-         lungsart    werden oft Kristallelemente erhalten, deren  Arbeitseigenschaften stark schwanken. So können  z. B. die von den einzelnen Elementen eines gleichen  Fabrikationsganges bei mechanischer Beanspruchung  abgegebenen     Spannungen    sehr grosse Unterschiede  aufweisen.  



  Mit der vorliegenden Erfindung wird nun be  zweckt, einerseits Kristallelemente     mit    wesentlich  verbesserten Arbeitseigenschaften und anderseits ein  einfaches Verfahren zu deren Herstellung zu schaf  fen, welches gegenüber den bisher üblichen Herstel  lungsverfahren einen wesentlich geringeren     Arbeits-,     Zeit- und Kostenaufwand erfordert.  



  Es wurde gefunden, dass     piezoelektrische        Kristall-          elemente    erhalten werden können, die sehr gleich  mässige Arbeitseigenschaften aufweisen und den  weiteren Vorteil besitzen, dass sie sich gegenüber den  bisher üblichen Kristallelementen einfacher und  schneller herstellen lassen,

   indem man     Kristallplatten     oder     -lamellen    aus     Seignettesalz    ohne     Aufbringen     eines elektrisch leitenden Films auf die zu vereini  genden Flächen der Platten und ohne Einbauen eines       Zwischenelektroden-Anschlussleiters    mittels einer ein  komplexes     Aluminium-alkalimetalltartrat    enthalten  den Klebemasse     zusammenklebt    und die Aussenflä  chen des auf diese Weise     erhaltenen    Gebildes mit  elektrisch leitenden Filmen und mit je einem An  schlussleiter versieht.  



  Das neue Kristallelement gemäss der vorliegenden  Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es min  destens eine Kristallplatte mit     piezoelektrischen     Eigenschaften aus     Seignettesalz,    die mindestens ein  seitig mit einer Schicht einer ein komplexes     Alumi-          nium-alkalimetall-tartrat    enthaltenden     Klebemasse     überzogen ist, aufweist und an     seinen    beiden Aussen-           flächen    mit elektrisch leitenden Filmen und mit je  einem     Anschlussleiter    versehen ist.  



  Das Kristallelement kann nur eine Kristallplatte  oder     -lamelle    aufweisen, die einseitig oder beidseitig  mit einer Schicht der genannten Klebemasse über  zogen sein kann. Die elektrisch leitenden     Filme    kön  nen z. B. Metallfolien, wie Aluminiumfolien, sein,  die mit den     Anschlussleitern,    z. B. Streifen aus Sil  berfolie, elektrisch leitend verbunden sind. Sofern  nur eine Fläche der Kristallplatte mit der genannten  Klebemasse überzogen ist, berührt der eine leitende  Film direkt die Kristallplatte.  



  Gemäss einer für die Praxis besonders geeigneten  Ausführungsvariante der Erfindung weist das Kri  stallelement     zwei    Kristallplatten auf, die mittels der  ein komplexes     Aluminium-alkalimetall-tartrat    ent  haltenden Klebemasse     miteinander    verklebt sind. Die  äussern Flächen der zusammengeklebten Platten kön  nen mit einer dünnen Schicht der Klebemasse über  zogen sein, auf welche der elektrisch leitende Film  und die     Anschlussleiter    aufgebracht sind. Die Aussen  flächen der     zusammengeklebten    Platten können je  doch auch direkt     mit    den elektrisch leitenden Filmen  und den     Anschlussleitern    versehen sein.  



  Das Kristallelement gemäss der vorliegenden Er  findung kann auch mehr als zwei Kristallplatten oder       -lamellen,    z. B. drei Platten,     aufweisen,    die mittels  der ein komplexes     Aluminium-alkalimetall-tartrat     enthaltenden Klebemasse zusammengeklebt sind. Bei  einem dreifachen Kristallelement werden somit zwei  Verbundstellen vorhanden sein, die jedoch, wie beim  zweifachen Kristallelement, keine     Zwischenelektro-          den-Anschlussleiter    aufweisen. Die     Elektroden-An-          schlussleiter    sind auch in diesem Falle an die beiden       Aussenflächen    des dreifachen Kristallelementes ange  schlossen.

   Im folgenden werden die Ausdrücke        Monolame ,         Bilame ,         Trilame     usw., verwendet,  um Kristallelemente mit 1, 2 bzw. 3 Kristallplatten  zu bezeichnen.  



  Die Kristallelemente gemäss der vorliegenden  Erfindung können     ferner    in bekannter     Weise    mit  einem äussern Schutzüberzug, z. B. aus einem Kunst  stofflack, versehen sein.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch  ein Verfahren zur Herstellung der neuen Kristall  elemente, und zwar der     Bilame-Elemente.    Dieses  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man aus  einem     Seignettesalzkristall    in irgendeiner Ebene, in  welcher die Z-Achse des     Seignettesalzkristalles    ent  halten ist, zwei in     kristallographischer    und     piezo-          elektrischer    Hinsicht identische Kristallplatten aus  schneidet, die eine dieser Platten gegenüber der       andern    in der Ebene um 90  dreht, so dass die  Z-Achse der beiden Platten senkrecht zueinander zu  stehen kommen,

   und die um 90  gedrehte Platte  mit ihrer Unterseite auf die Oberseite der andern  Platte mittels einer ein komplexes     Aluminium-alkali-          metall-tartrat    enthaltenden Klebemasse aufklebt.  



  Auf die Aussenflächen des auf diese Weise er  haltenen Kristallelementes können dann noch die    elektrisch leitenden Filme, die     Anschlussleiter    und  gegebenenfalls Schutzüberzüge aufgebracht werden.  



  Zur Herstellung der neuen Kristallelemente wird       zweckmässigerweise    eine     Klebemasse    verwendet, die  aus einem wasserhaltigen, zähflüssigen, streichbaren  Material besteht, das ein komplexes     Aluminium-al-          kalimetall-tartrat    enthält, dessen Gehalt an Wein  säure, berechnet als Anion, mindestens 1     Mol,    vor  zugsweise 2,5-5,5     Mol,    pro     Mol    Aluminium be  trägt, und ein     pH    von 4,5-9,6, vorzugsweise von  5,5-6,6, aufweist.  



  Diese Klebemasse kann dadurch hergestellt wer  den, dass man ein wasserlösliches     Alkalimetalltartrat     mit einer Aluminiumverbindung, die komplexe     Tar-          trate    zu     bilden    vermag, in einem     wässrigen    Medium  miteinander zur Reaktion bringt und das erhaltene  Reaktionsgemisch zwecks Erzielung einer zähflüssi  gen, streichfähigen Masse konzentriert.  



  Als Aluminiumverbindung verwendet man zweck  mässigerweise ein     frisch    gefälltes     Aluminiumhydroxyd-          gel.    Als     Alkalimetalltartrat    kann man zum     Beispiel_          Kalium-natrium-tartrat,        Monokaliumtartrat,        Mono-          natriumtartrat,        Dinatriumtartrat,        Dikaliumtartrat,          Trinatriumtartrat    sowie     Tartrate    anderer     Alkalimetalle     und     Alkalimetall-ammonium-tartrat    verwenden.

   Die  Herstellung des komplexen     Aluminium-alkalimetall-          tartrates    kann z. B. durch Auflösen des frisch gefäll  ten, mit Wasser gründlich gewaschenen Aluminium  hydroxydgels in einer     wässrigen    Lösung des     Alkali-          metalltartrates    unter Erhitzen erfolgen. Zur Erzielung  einer streichbaren Klebemasse wird dann das Reak  tionsgemisch eingeengt, bis so viel Wasser entfernt  ist, dass das Konzentrat die zum Streichen erforder  liche Viskosität und die gewünschte     Klebrigkeit    er  langt hat.  



  Die vorliegende Erfindung wird anhand einiger  Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die beilie  gende Zeichnung im einzelnen erläutert, in welcher       Fig.    1 einen schematischen Schnitt durch ein       piezoelektrisches    Kristallelement in der bisher ge  bräuchlichsten Ausführungsform darstellt,       Fig.    2 einen schematischen Schnitt durch ein       piezoelektrisches    Kristallelement gemäss einem Aus  führungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar  stellt,       Fig.    3 eine schematische Darstellung ist, die eine  Art des     Ausschneidens    der Kristallplatten aus einem       Seignettesalzkristall    veranschaulicht,

         Fig.    4 eine schematische Darstellung ist, die eine  Art der gegenseitigen Anordnung der Kristallplatten  beim Zusammenkleben veranschaulicht und       Fig.    5 eine perspektivische Ansicht eines aus den  in     Fig.    4 gezeigten Platten zusammengesetzten Kri  stallelementes ist.  



  Das in     Fig.    1 dargestellte Kristallelement, das  zu Vergleichszwecken und zur Veranschaulichung  des Bauprinzips der bisher allgemein in der Technik  verwendeten     piezoelektrischen    Kristallelemente kurz  beschrieben sei, weist zwei Kristallplatten 1 und 2  aus     Seignettesalz    auf, die auf ihren einander zuge-      kehrten Flächen mit elektrisch leitenden     überzügen     3 und 4 versehen sind. Die     überzüge    3 und 4 sind  mit einem     Anschlussleiter    7a elektrisch leitend ver  bunden.

   Die     Aussenflächen    der Kristallplatten sind  mit elektrisch leitenden     überzügen    5 und 6 versehen,  an welche je ein Zweig eines     Gegenelektroden-An-          schlussleiters    7b angeschlossen sind.  



  Das in     Fig.    2 dargestellte Kristallelement weist  zwei Kristallplatten 8 und 9 auf, die mittels einer  ein Aluminium -     alkalimetall    -     tartrat    enthaltenden  Klebemasse 10     aneinandergekittet    sind. Die beiden  Aussenflächen des Elementes sind mit elektrisch lei  tenden Filmen 11 und 12 überzogen, an welche die       Anschlussleiter    13 und 14 elektrisch leitend ange  schlossen sind. Im Gegensatz zu dem in     Fig.    1 dar  gestellten Kristallelement weist das in     Fig.    2 darge  stellte Element keine Zwischenelektrode auf.  



  Die     Fig.    3 und 4 veranschaulichen zwei Phasen  der Herstellung eines Kristallelementes mit quadra  tischen Kristallplatten. Aus einem in bekannter  Weise durch Auskristallisieren aus einer gesättigten       Seignettesalzlösung    hergestellten     Seignettesalzkristall     werden zwei     kristallographisch    und hinsichtlich der       piezoelektrischen    Eigenschaften identische quadra  tische Kristallplatten 11 und 12 ausgeschnitten. Das  Ausschneiden der Platten kann in irgendeiner Ebene  des     Kristalles,    in welcher die Z-Achse des     Kristalles     enthalten ist, erfolgen.

   Der Winkel, den eine gege  bene Seite der Platten mit der Z-Achse     bildet,    kann  beliebig gewählt werden, muss jedoch für beide Plat  ten gleich sein. Die Platten können z. B., wie dies  in     Fig.    3 gezeigt ist, derart ausgeschnitten werden,  dass eine ihrer Seiten parallel zur Z-Achse ist. Die  ausgeschnittenen Platten werden     zweckmässigerweise     mit einer Markierung versehen, wie dies in den     Fig.    3  und 4 gezeigt ist, um zu gewährleisten, dass die Plat  ten beim Zusammenbauen gegenseitig in der richti  gen Lage vereinigt werden. Eine der Platten wird  dann bezüglich der andern in der Ebene um 90  ge  dreht, so dass die Markierung in die linke untere  Ecke der Platte zu liegen kommt.

   Die um 90  ge  drehte Platte wird dann mit ihrer Unterseite auf die  Oberseite der andern Platte aufgeklebt. Die äussern  Flächen des dabei erhaltenen Elementes werden  dann mit elektrisch leitenden     überzügen,    z. B. Alu  miniummetallfolien, versehen. Schliesslich werden die  elektrisch leitenden     überzüge    mit     Elektrodenan-          schlüssen    13, 14 elektrisch leitend verbunden.  



       Fig.    5 zeigt ein in der oben beschriebenen Weise  hergestelltes Kristallelement. Die beiden Platten 11  und 12 sind mittels der Klebemasse 10     verklebt.    Eine  bevorzugte Anordnung der     Anschlussleiter    ist eben  falls in     Fig.    5 gezeigt. Der     Anschlussleiter    13 ist an  der untern Hälfte der hintern Platte 12 befestigt,  während der     Anschlussleiter    14 an der obern Hälfte  der vordern Platte 1 befestigt ist.  



  Die Kristallplatten können auch andere Formen  aufweisen. So kann man z. B. rechteckige Kristall  platten verwenden.    Die in der oben beschriebenen Weise hergestell  ten     piezoelektrischen    Kristallelemente sind sofort ge  brauchsfertig. Entgegen den bisher bekannten Kri  stallelementen brauchen sie nicht mehr     lange    ge  trocknet zu werden, wodurch die Herstellungszeit  ganz wesentlich verkürzt wird.  



  Im folgenden Beispiel wird beschrieben, wie die  zur Herstellung der erfindungsgemässen Kristallele  mente verwendete Klebemasse hergestellt werden  kann. Es ist jedoch zu betonen, dass die     beispielshaft     beschriebene Arbeitsweise weitgehend abgewandelt  werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu einer Lösung von 33,3     -g        Aluminiumsulfat,          A12(S04)3        #        18H20,    in 100     cms    Wasser wird bei  60  C unter     intensivem    Rühren eine Lösung von  12,0 g     Natriumhydroxyd    in Wasser langsam zu  getropft. Das gebildete     Aluminiumhydroxyd    fällt  als wasserunlösliches Gel aus. Es wird auf einer       Büchner-Nutsche        abfiltriert    und erschöpfend mit  Wasser ausgewaschen, bis eine Probe des Filtrates  mit     Bariumchloridlösung    keine Trübung mehr gibt.

    Das wasserhaltige, neutrale und von     Sulfationen     freie     Aluminiumhydroxydgel    wird hierauf bei  Raumtemperatur in 168,6 g     Kaliumnatriumtartrat,          Iü\JaC4H406    '<B>51120,</B> eingetragen. Unter Rühren wird  das Gemisch auf 100  C erwärmt, wobei sich das  Aluminiumgel unter     Bildung        eines    neutralen, gut  wasserlöslichen, komplexen     Aluminuim-kalium-na-          trium-tartrates    löst.

   Die     wässrige    Lösung wird ab  schliessend bei Normaldruck unter     Abdestillieren     von Wasser bei 100-114  so weit eingeengt, bis  ein gut streichbarer, zähflüssiger Kitt erhalten wird.  



  Auf eine aus einem     Seignettesalzkristall        in    einer  die Z-Achse enthaltenden Ebene ausgeschnittene  rechteckige Kristallplatte von 0,4 mm Dicke wird  auf der einen Seite mittels des oben beschriebenen  Kittes ein     Silber-Anschlussleiter    und darüber eine  quadratische Aluminiumfolie aufgeklebt. Nach einer       Trocknungszeit    von etwa 1 Stunde wird auf die  Rückseite der Kristallplatte mit einem elektrisch iso  lierenden Lack, z. B.     Kopallack,    in     Xylol    1 : 4 ver  dünnt, ebenfalls ein     Silber-Anschlussleiter    sowie eine  quadratische Aluminiumfolie aufgeklebt.

   Nach einer       Trocknungszeit    von mindestens 3 Stunden bei maxi  mal 40  C wird das     Monolam-Element    durch einen  homogenen     überzug    aus einem Nitrolack imprä  gniert. Das Kristallelement ist dann sofort brauchbar.  



  Im folgenden Beispiel wird die Herstellung eines       Bilame-Kristallelementes    unter Verwendung des ge  mäss Beispiel 1 erhaltenen Kittes beschrieben.  



  <I>Beispiel 2</I>  Zwei quadratische aus einem     Seignettesalzkristall     ausgeschnittene Kristallplatten von je 0,20 mm Dicke  werden mit dem Kitt gemäss Beispiel 1 so zusammen  geklebt, dass die Z-Achsen der Kristallplatten senk  recht zueinander zu liegen kommen. Nach kurzer  Trocknung während etwa 1 Stunde bei Raumtempe-           ratur    werden auf die beiden Aussenseiten der Platten  je ein     Silber-Anschlussleiter    und darüber je     eine    qua  dratische     Aluminiumfolie    mit einem elektrisch iso  lierenden Lack, z. B.     Kopallack        in        Xylol    1 : 4 ver  dünnt, aufgeklebt.

   Das so zubereitete     Bilame-Element     wird anschliessend während etwa 3 Stunden einer  Trocknung bei     maximal    40  C     unterworfen.    Das ge  trocknete     Bilame-Element    wird zum Schluss mit  einem Nitrolack homogen     imprägniert.    Das ge  brauchsfertige Element ist gegen Luftfeuchtigkeit be  ständig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Kristallelement zur Umwandlung mechanischer in elektrische Energie und umgekehrt, dadurch ge kennzeichnet, dass es mindestens eine Kristallplatte mit piezoelektrischen Eigenschaften aus Seignette- salz, die mindestens einseitig mit einer Schicht einer ein komplexes Aluminium-alkalimetall-tartrat enthal tenden Klebemasse überzogen ist, aufweist und an seinen beiden Aussenflächen mit elektrisch leitenden Filmen und mit je einem Anschlussleiter versehen ist.
    II. Verfahren zur Herstellung eines Kristallele mentes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass man aus einem Seignettesalzkristall in irgendeiner Ebene, in welcher die Z-Achse des Seignettesalzkristalles liegt, zwei in kristallographi- scher und piezoelektrischer Hinsicht identische Plat ten ausschneidet, die eine dieser Platten gegenüber der andern in der Ebene um 90 dreht, derart, dass die Z-Achsen der beiden Platten senkrecht zueinander zu liegen kommen,
    und die um 90 gedrehte Platte mit ihrer Unterseite auf die Oberseite der andern Platte mittels einer ein komplexes Aluminium-alkali- metall-tartrat enthaltenden Klebemasse aufklebt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Kristallelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass es zwei oder mehrere Kristallplatten mit piezoelektrischen Eigenschaften aus Seignettesalz aufweist, die mittels einer Schicht einer ein komplexes Aluminium-alkalimetall-tartrat enthaltenden Masse Fläche auf Fläche zusammenge klebt sind, und dass es an seinen beiden Aussenflä chen mit je einem Anschlussleiter versehen ist, wobei die Kristallplatten derart angeordnet sind, dass die bei einer mechanischen Beanspruchung des Kristall elementes auf dessen beiden Aussenflächen auftre tenden elektrischen Ladungen entgegengesetzte Vor zeichen aufweisen. 2.
    Kristallelement nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei Kristallplatten aufweist, die kristallographisch und piezoelektrisch identisch sind und derart aus einem Seignettesalzkristall ausgeschnitten sind, dass die Ebene der einzelnen Platten mit irgendeiner Ebene des Seignettesalzkristalles, in welcher die Z-Achse des Seignettesalzkristalles enthalten ist, zu sammenfällt. 3. Kristallelement nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der Kristallplatten gegenüber der andern in der Ebene um 90 verdreht ist. 4.
    Kristallelement nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kristallplatten rechtwinklige viereckige Flächen aufweisen und dass je eine Kante der Kristallplatten zur Z-Achse des Seignettesalzkristalles parallel ist. S. Kristallelement nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kristallplatten quadratisch sind.
CH340871D 1955-09-23 1955-09-23 Kristallelement zur Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie und umgekehrt sowie Verfahren zur Herstellung desselben CH340871A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285575B (de) * 1962-09-12 1968-12-19 Hans Dipl Ing Dr Techn Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Piezoelements

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1285575B (de) * 1962-09-12 1968-12-19 Hans Dipl Ing Dr Techn Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Piezoelements

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