CH340986A - Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung - Google Patents

Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung

Info

Publication number
CH340986A
CH340986A CH340986DA CH340986A CH 340986 A CH340986 A CH 340986A CH 340986D A CH340986D A CH 340986DA CH 340986 A CH340986 A CH 340986A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
channels
components
cassettes
heated
plastic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Feller Fritz
Original Assignee
Feller Fritz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Feller Fritz filed Critical Feller Fritz
Publication of CH340986A publication Critical patent/CH340986A/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B13/00Steam boilers of fire-box type, i.e. boilers where both combustion chambers and subsequent flues or fire tubes are arranged within the boiler body
    • F22B13/005Steam boilers of fire-box type, i.e. boilers where both combustion chambers and subsequent flues or fire tubes are arranged within the boiler body with flues, other than fire tubes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D3/00Hot-water central heating systems
    • F24D3/12Tube and panel arrangements for ceiling, wall, or underfloor heating
    • F24D3/14Tube and panel arrangements for ceiling, wall, or underfloor heating incorporated in a ceiling, wall or floor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02BCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO BUILDINGS, e.g. HOUSING, HOUSE APPLIANCES OR RELATED END-USER APPLICATIONS
    • Y02B30/00Energy efficient heating, ventilation or air conditioning [HVAC]

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Central Heating Systems (AREA)

Description


  Einrichtung zur     Temperaturbeeinflussung       Bekannte Decken-, Seitenwand- oder Boden  heizungen mit ein Wärme tragendes Medium, wie  zum Beispiel Wasser oder Dampf, führenden Ka  nälen haben beispielsweise in die Rohdecke, die       Rohseitenwand    oder den Rohboden einbetonierte  Rohre (Rohrschlangen). Diese Heizungen sind sehr  träge, d. h. es braucht lange, bis sie aufgeheizt sind,  da zuerst die ganze Betonschicht von den Rohren  aufgeheizt werden muss, welche Schicht dann erst  die Wärme an den zu beheizenden Raum abgibt. Es  ist bei diesen Heizungen auch wichtig, als Baustoff,  in welchen die Rohre in verhältnismässig grossem  Abstand voneinander eingebettet sind, einen solchen  mit guter Wärmeleitfähigkeit zu verwenden.  



  Um eine möglichst     trägheitslose    Heizungsanlage  zu schaffen, wurde auch bereits vorgeschlagen,  Decken-, Seitenwand- oder Bodenheizungsanlagen  mit für die Führung des Wärmeträgers, vorzugs  weise Wasser, dienenden, sich über die ganze zu be  heizende Fläche an der Innenseite der Rohdecke,  der Rohwand oder des Rohbodens ausdehnenden  Kanälen rechteckigen oder ähnlichen flachen Quer  schnittes, dessen längere Seiten parallel     zu    der zu  beheizenden Raumfläche verlaufen, vorzusehen. Da  mit wird eine möglichst grosse Fläche des zu behei  zenden     Wandungsteils    direkt vom Wärmeträger     be-          spült    und somit die Trägheit der Heizungsanlage  herabgesetzt.

   Die dem zu beheizenden Raum zu  gekehrten     Wandungsteile    bekannter Heizungsanlagen  dieser Art bestehen aus Beton, keramischem Mate  rial oder Metall, und die Wärmeübertragung vom  Wärmeträger in den zu     heizenden    Raum erfolgt  durch Wärmeleitung durch die Kanalwand und durch  Wärmestrahlung und Wärmekonvektion von der  Aussenfläche des Kanals. Bei dieser klassischen Art  der Decken-, Seitenwand- oder Bodenheizung ist  darauf zu achten, dass mindestens die dem Raum zu-    gekehrte Wand der Kanäle aus einem gut leitenden  Material besteht, das auch     einen    hohen     Wärmeüber-          tragungskoeffizienten    an die Luft des zu heizenden  Raumes aufweist.

   Ausserdem sollen natürlich die  Kanäle absolut dicht und druckfest sein. Keine die  ser Bedingungen kann nun mit den oben erwähnten,       üblicherweise    verwendeten .Materialien in idealer  Weise erfüllt werden, und es sind daher bei den  schlecht strahlenden Metallen verhältnismässig hohe       Oberflächentemperaturen    an den Heizflächen sowie  grosse Heizflächen und bei andern Materialien     ver-          hältnismässig    hohe Betriebstemperaturen des Wärme  trägers, zum Beispiel des in den Kanälen fliessenden  Warmwassers, erforderlich. Metallische Heizelemente  haben ausserdem den Nachteil, dass sie Geräusche  sehr gut übertragen.

   Anderseits ist es bei den bisher  üblichen nichtmetallischen Kanälen sehr schwierig,  eine genügende Dichtheit zu erzielen.  



  Die vorliegende Einrichtung ist nun dadurch ge  kennzeichnet, dass die Bauteile, durch welche die  Kanäle zur Führung des die gewünschte Temperatur  beeinflussung herbeiführenden Mediums gebildet  werden, als     flache,    mindestens teilweise aus Kunst  stoff bestehende Hohlelemente mit je     mindestens     einem     Durchflusskanal    für das Medium ausgebildet  sind, wobei die in Strömungsrichtung aufeinander  folgenden     Durchflusskanäle    aller Hohlelemente vor  zugsweise durch Verschweissen oder Verkleben der  Hohlelemente dicht untereinander verbunden sind.  Es kann damit ein in sich geschlossenes Heizungs  system geschaffen werden, welches jede praktisch  wünschbare     Druckfestigkeit    aufweisen kann.

   Die  flachen Hohlelemente, zum Beispiel in Form von  Kassetten, können zum Beispiel vor dem Einbau für  jeden Raum zu einer flachen     Heizeinheit    verklebt  oder verschweisst und als Ganzes eingebaut werden,  worauf nur noch die Vorlauf- und     Rücklaufrohre         anzuschliessen sind. Diese flachen Einheiten können  stark genug sein, um zum Beispiel als Schalung für  den Guss der Betondecke verwendet zu werden, so  dass sie nicht, wie alle bekannten Heizungsarten,  eine Erschwerung, sondern eine Erleichterung des  Baues mit sich bringen können.

   Die Kanäle der  Kassetten können rechteckig oder     rechteckähnlichen     oder dergleichen Querschnitt haben, wobei die län  geren     Rechteckseiten    in Richtung der zu beheizen  den     Fläche    verlaufen, und die Kassetten können je  mehrere Kanäle aufweisen, die durch Zwischen  wände voneinander getrennt sind, deren Dicke nur  einen kleinen     Bruchteil    der     Rechtecklängsseiten    be  trägt. Diese die Kanäle bildenden Bauteile können  zum Beispiel auch Platten einer Hängedecke bilden,  wobei man für die übrigen nicht zu heizenden Teile  der Hängedecke Gipsplatten oder dergleichen von  gleicher     Grundrissform    wie die Heizplatten verwen  den kann.

   Bei Seitenwänden können die     Heizkasset-          ten    entweder teilweise oder ganz die Verkleidung  und bei Fussböden den Bodenbelag bilden.  



  Es ist allerdings bereits eine Fussbodenheizung  bekannt, bei welcher ein Heizmedium, vorzugsweise  Luft, durch einen unter Fussbodenplatten aus Kunst  stoff gebildeten Hohlraum durchgeleitet wird. Der  das Heizmedium leitende Hohlraum weist jedoch  keine Druckfestigkeit auf und kann somit nicht mit  Heizwasser beschickt werden. Ausserdem ist es be  kannt,. dass Fussbodenheizungen vorschriftsgemäss  eine Temperatur von 24  C nicht überschreiten sol  len, wobei allerdings an Fussbodenheizungen auch  nicht die Anforderung gestellt wird, dass sie allein  den Raum vollständig zu heizen vermögen.

   Es sind  auch keine Schwierigkeiten beim Betrieb von aus       Kunststoff    bestehenden Heizelementen mit einer  Temperatur von 24  C vorauszusehen, und es war  vor allem ohne weiteres möglich, die niedrige Ober  flächentemperatur von 24 C trotz der schlechten  Wärmeleitfähigkeit des Kunststoffes zu erreichen,  ohne übermässig hohe Betriebstemperaturen des  Wärmeträgers zu benötigen.

   Es war dagegen keines  wegs selbstverständlich, dass sich mittels     Heizelemen-          ten    aus Kunststoff zum Beispiel bei einer Decken  heizung ein zur genügenden Heizung des Raumes  ausreichender Wärmeaustausch erzielen lässt, ohne  infolge der schlechten Leitfähigkeit des Kunststoffes  hohe Betriebstemperaturen zu benötigen, bei wel  chen der Kunststoff die erforderliche Festigkeit ein  büsst und bei welchen ausserdem die Heizungsanlage  unwirtschaftlich wird. Die Versuche zeigen jedoch,  dass brauchbare Heizelemente sich dank der guten  Verarbeitungseigenschaften der Kunststoffe bereits  bei geringen Wandstärken verwirklichen lassen.

   Da  durch     ergibt    sich ein guter Wärmedurchgang durch  die Wandungen, so dass, wie erwähnt, mit niedrigen  Temperaturen von rund 50 C des Wärmeträgers  gearbeitet werden kann, bei welchen der     Kunststoff     noch nicht bedeutend an Festigkeit einbüsst und wo  bei die Heizelemente Oberflächentemperaturen von  nur 40 bis 45  C erreichen. Die     erwähnte    niedrige    Betriebstemperatur bringt auch den wesentlichen  Vorteil mit sich, dass die Vorlauf- und Rücklauf  leitungen der Heizungsanlage ohne Isolation verlegt  werden können, ohne zu übermässigen Wärmeverlu  sten Anlass zu geben.  



  Beiliegende Zeichnung zeigt einige Ausführungs  beispiele der erfindungsgemässen Einrichtung. Dar  in ist       Fig.    1 ein Vertikalschnitt durch eine Hängedecke,       Fig.    2 ein Vertikalschnitt durch eine Decke, bei  welcher die Heizkassetten in einer Mulde der Roh  decke liegen und mittels in der Rohdecke einbeto  nierter Haken befestigt sind.  



       Fig.    3 ist ein Horizontalschnitt gemäss der Linie       111-11I    der     Fig.    1.  



       Fig.    4 zeigt im Horizontalschnitt eine durchbro  chene Kassette, und       Fig.5    veranschaulicht die gegenseitige Verbin  dung zweier benachbarter Kassetten mittels thermo  plastischer Bänder.  



  Die in     Fig.    1, 2 und 3 gezeigten Heizkassetten 1  (la bis 1 f in     Fig.    3) bestehen vorzugsweise aus mit       Glasfasermatten    verstärkten Formteilen auf Poly  esterbasis. Als Formgemisch hat sich zum Beispiel  das Folgende vorzüglich bewährt:

    
EMI0002.0025     
  
     Polylite <SEP> 8000  <SEP> (1) <SEP> <B>80-90</B> <SEP> Gewichtsteile
<tb>   Polylite <SEP> 8150  <SEP> (1) <SEP> 20-10 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Polystyrol <SEP> 10 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Calcium-Carbonat
<tb>  feinst <SEP> pulverisiert <SEP> 25 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Härter <SEP> (AP <SEP> 60) <SEP> (1) <SEP> 2 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Farbpaste <SEP> 2 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Aktivator <SEP> (C) <SEP> (1) <SEP> 0,6 <SEP> Volumenteile       Die mit (1) bezeichneten Mischungskomponenten  sind Produkte, die bei der Firma     0e1-    und Chemie  werk AG, Hausen bei Brugg, Schweiz, bezogen wer  den können.

   Das     Calcium-Carbonat    ist     feinst    pulve  risiert mit einer Teilchengrösse von 1     Mikron.    Ge  eignete     Farbpasten    können bei     Ferro        Enamels    B. V.,  Rotterdam, oder bei     Geigy    AG, Basel, bezogen wer  den. Der Aktivator wird kurz vor Verwendung des  Gemisches zugegeben. Die     Gelierungszeit    beträgt  dann bei einer Temperatur von 19  C ungefähr  15 Minuten. Die Mischung wird anschliessend in  eine Form gegossen, in welche vorher eine Glas  fasermatte zur Verstärkung eingelegt worden ist.

    Die Kassette wird vorzugsweise aus zwei formglei  chen Schalen aufgebaut, die beide Rippen aufweisen,  welche beim Zusammenbau überlappt und zusam  mengeklebt werden. Dadurch ist für die Herstellung  nur eine     Pressform    erforderlich, und der Zusammen  bau der Kassetten ist äusserst einfach. Die Kasset  ten 1 könnten auch aus einem andern geeigneten  Kunststoff, wie Polyäthylen oder     Polyvinylchlorid,     oder  Plexiglas  (eingetragene Marke) oder je zum  Teil aus Metall oder einem andern, nicht einen  Kunststoff darstellenden Werkstoff bestehen. Sie  haben kleine Wandstärken von zum Beispiel 21,  bis 3 mm. Der     Kassetteninnenraum    von zum Bei-      spiel 8 mm Höhe ist durch Rippen 2 in mehrere  Kanäle unterteilt.

   Diese Rippen 2 könnten auch mit  dem Boden und dem Deckel der Kassette verschweisst  oder thermoplastisch verklebt sein, anstatt in der  erwähnten Art mit Boden und Deckel aus einem  Stück zu bestehen. Zur Erhöhung der Druckfestig  keit der Kassetten können mehr als zwei Rippen 2  verwendet werden. Bei der Wahl der Wandstärke  der Rippen 2 ist darauf zu achten, dass die Gesamt  heit ihrer Wandstärken einen unbedeutenden Teil  der Längsseite des rechteckigen     Kassettenquerschnit-          tes    beansprucht.

   Zur Herstellung der Kassetten 1  kann man auch zuerst Boden- und Seitenteile und  Rippen der Kassetten, zum Beispiel durch Giessen  oder Spritzen, herstellen und hernach den Deckel  auf die Seitenteile und auf die Oberkante der Rippen  aufschweissen oder thermoplastisch aufkleben, was  bei Kunststoffen sehr leicht möglich ist. Die Kasset  ten können also billig hergestellt werden. Alle Kas  setten sind mittels Haken 3 festgemacht. Diese Ha  ken bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Mate  rial wie die Kassetten, also zum Beispiel vorzugs  weise aus einem Kunststoff, da sie dann leicht an  letzterem festgeschweisst oder festgeklebt werden  können. Solche Kunststoffhaken können heute mit  grosser Zerreissfestigkeit hergestellt werden.

   Im Bei  spiel der     Fig.    1 werden an den Haken 3 Aufhänge  glieder 4, zum Beispiel Drähte, befestigt und an  einem in die Rohdecke 5 einbetonierten Aufhänge  band 6 angehängt. Die     Kassettenteile    könnten auch  bei deren Herstellung mit Lappen versehen werden,  mittels welcher die Kassetten aufgehängt oder in der  Decke oder Wand verankert werden können.

   Im  Beispiel der     Fig.    2 werden die Kassetten 1 auf eine  Verschalung 7 aufgelegt, miteinander zu einer Platte       (Kassettenplatte)    verklebt oder verschweisst, worauf  nach     Anbringung    einer Wärmeisolationsschicht 8  über der     Kassettenplatte    und seitlich derselben die  Rohdecke 5     aufbetoniert    wird. Dabei werden die  Haken 3 in die Rohdecke 5 einbetoniert. Nach der  Betonierung wird die Verschalung 7 entfernt. Die  Isolation 8 kann auch vor dem Aufbringen der be  reits miteinander verbundenen Kassetten auf die Ver  schalung auf die     Kassettenplatte    aufgespritzt oder  aufgeklebt werden.

   Vorzugsweise kann aber die       Heizeinheit    für einen Raum vor dem Einbau aus  einzelnen, miteinander verschweissten oder verklebten  Kassetten aufgebaut werden, wobei diese     flache    Ein  heit selbst als Teil der Schalung verwendet werden  kann.  



  Auch im Beispiel der     Fig.    1 ist über und seitlich  der     Kassettenplatte    eine Wärmeisolationsschicht 8  angebracht. Diese kann in beiden Beispielen zum  Beispiel aus Glaswolle, aus Kork, aus Schwamm  kunststoff oder dergleichen bestehen. Zwischen die  Isolationsschicht 8 der     Fig.    1 und 2 und die     Kasset-          tenplatte    1 kann man eine nach dem zu beheizenden  Raume hin     wärmezurückstrahlende    Schicht, wie zum  Beispiel eine Aluminiumfolie bringen. Diese Folie  ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Gegebenen-    falls kann man auch die Isolationsschicht 8 auf die       wärmerückstrahlende    Schicht (Aluminiumfolie) auf  spritzen.

   Die Aluminiumfolie hat auch den Vorteil, dass  man mit einer dünneren Isolationsschicht 8 auskom  men kann, also ohne Folie. Dadurch gelingt es,  Kassetten 1 und Isolationsschicht 8 in der Mulde 9  der Rohdecke 5, also ausserhalb der armierten  Schicht der Rohdecke, unterzubringen. Die Tiefe der  Mulde kann zum Beispiel sogar nur 25 mm oder  weniger betragen.  



  Die die von den Rippen 2 begrenzten Kanäle 10  bildenden Kassetten 1     können    genormte und min  destens zum Teil austauschbare Bauelemente sein.  So zeigt der Grundriss der     Fig.    1 zum Beispiel sechs  verschiedene Normkassetten la,     1b,   <I>1c,</I>     1d,        1e,   <I>1 f</I>  und     Fig.    4 einen siebenten Normteil     1-.    Die Kasset  ten la haben     geradlinige    Rippen 2 und bilden somit  geradlinige Kanäle.

   Die Kassette     lb    dient dem Ein  tritt des Vorlaufwassers durch die Öffnung 11 hin  durch und     zweigt    das Wasser in drei     zueinander     parallele Kanäle 10 ab. Die Kassette     lc        sammelt    das       Rücklaufwasser,    das durch eine Öffnung 12 der  Kassette     1c    austreten kann. Die Öffnung 12 liegt  höher als die Öffnung 11, damit Lufteinschlüsse aus  der Öffnung 12 entweichen können. Die Kassetten     1d     haben gebogene Rippen 2, so dass je zwei Kasset  ten     1d    zusammen die Kanäle der Kassetten la und 1     f     miteinander verbinden.

   Die Kassetten     ld    könnte  man aber auch ohne Rippen 2 herstellen oder nur  mit Rippen versehen, die sich nicht über die ganze  Höhe der Kassette erstrecken und lediglich der Ver  stärkung dienen. Anstelle der Kassetten     1d    können  Kassetten mit geraden, nicht über die ganze     Kasset-          tenlänge    laufenden Kanälen, die in     Fig.    3 horizontal  liegen würden, treten.

   Die Kassetten 1     f    sind an einer  Ecke ausgeschnitten, so dass die Ausschnitte von vier       aneinanderstossenden    Kassetten 1     f    eine     Durchbre-          chung    13, zum Beispiel für eine elektrische Leitung  oder dergleichen, bilden. Solche     Durchbrechungen    13  können aber auch, wie     Fig.    4 zeigt, ganz     innerhalb     einer Kassette     1g    liegen.  



       Fig.    5 zeigt, wie zwei benachbarte Kassetten 1  miteinander thermoplastisch verklebt oder ver  schweisst werden können. Zwei Bänder 14, die aus  dem gleichen Material bestehen wie die Kassetten 1,  werden in eine     Vertiefung    15 derselben gelegt, so  dass ein kurzer Steg 16 der Bänder 14 zwischen die  benachbarten Kassetten 1 tritt. Je nach Art des  gewählten Kunststoffes werden diese Bänder 14 dann  entweder     mit    den Kassetten 1 verschweisst oder dank  ihrer thermoplastischen Eigenschaft verklebt.  



  Um auf     Wärmedehnungen    Rücksicht zu nehmen,  kann es sich empfehlen, zwischen den Kassetten 1       Dilatationsmittel,    wie zum Beispiel plastische Binde  mittel, vorzusehen. Dies wird sich insbesondere an  den Stellen der Kassetten empfehlen, die nicht vom       wärmetragenden    Medium bestrichen werden, also  zum Beispiel an den ausserhalb der äussersten Rip  pen 2 der Kassetten 1d liegenden dreieckigen Stellen.      Die dem zu beheizenden Raume zugekehrte  Wand der Kassetten 1 kann man     zum    Beispiel zur  Erhöhung der     Wärmeübertragungsfläche    wellen  artig, gerippt oder     sonstwie    ausbilden.

   Zur Erhö  hung der Festigkeit der Kassetten 1 kann man even  tuell ihren der Isolation 8 benachbarten Deckel wöl  ben, immerhin nur so, dass die Kassetten noch als  Flachelemente angesprochen werden können.  



  Bei einer nach     Art    der     Fig.    1 und 2 hergestell  ten Decke oder Seitenwand oder Boden, kann man  den einzelnen Kassetten verschiedene Farbe geben,  was zum Beispiel bei Kunststoffen sehr leicht mög  lich ist. So kann man eine beliebige mosaikartige  Wirkung der Decke, der Wand oder des Bodens  erzielen. Man     könnte    die dem zu beheizenden Raume       zugekehrte    Fläche der Kassetten auch ornamentieren.  



  Wenn die Wärmeleistung der erfindungsgemässen  Heizung pro Flächeneinheit sehr gross ist, genügt es  eventuell schon, wenn sich die Heizung über einen       kleinen    Teil der Fläche der Decke, Seitenwand oder  des Bodens des zu beheizenden Raumes erstreckt.  Der übrige Teil kann dann zum Beispiel im Falle  der Hängedecke der     Fig.    1 durch Gipsplatten, vor  zugsweise gleicher     Grundrissform    wie die Kassetten,  ergänzt werden, wobei natürlich Kassetten und Gips  platten auf der dem Raume zugekehrten Seite mit  einander bündig verlaufen. Die Kassetten bilden  also dann nur einen Teil der Deckenfläche. Entspre  chende Anordnungen sind auch möglich im Falle  einer Seitenwand oder eines Bodens.  



  Als Zahlenbeispiel diene zum Beispiel folgende  Angabe: Bei einer Vorlauftemperatur von 50  C,  einer     Rücklauftemperatur    von 40  C, einer Raum  temperatur von 18  C und einer Aussentemperatur  von - 20  C kann die erfindungsgemässe Heizung  eine Wärmeleistung pro     M2    von mindestens 236     kcal/h     haben.  



  Die dem zu beheizenden Raum zugekehrte Flä  che der Kassetten könnte auch verputzt werden. Zu  diesem Zweck wird man sie, wenn nötig, an ihrer  Aussenfläche mit Erhöhungen und Vertiefungen ver  sehen.  



  Die über den Kassetten oder Hohlplatten an  geordnete Isolation 8 hat noch den weiteren Vorteil,  dass man auf die bisher sonst über der Rohdecke  angeordnete ,Wärmeisolationsschicht verzichten kann.  Die Isolation 8 dämpft     gleichzeitig    den Trittschall.  



  Da das wärmetragende Medium fast die ganze  zu beheizende Wand der Kassetten bestreicht, ist es  nicht notwendig, dass die Heizplatten oder Kassetten  aus gutleitendem Material bestehen.  



  Der Querschnitt der Kassetten oder Platten  braucht nicht unbedingt rechteckig zu sein. Wesent  lich ist nur, dass er so geformt ist, dass das Medium  fast die ganze zu beheizende     Kassettenwand    bestrei  chen     kann.     



  Dank der niedrigen Wassertemperatur von un  gefähr 50  C können die Vorlauf- und Rücklauf  leitungen der Heizung     unisoliert    einbetoniert wer  den, ohne dass hohe Wärmeverluste auftreten. Da-    durch wird eine weitere Vereinfachung und wesent  liche Verbilligung der Installation der Heizung er  reicht.  



  Die dem Raume zugekehrte Oberfläche der  Kassetten kann in an sich bekannter Weise     mit    kleinen  schallschluckenden     Vertiefungen    versehen werden.  



       Hinter    den Kassetten der Heizung könnten in  geeigneten Hohlräumen elektrische Heizelemente,  vorzugsweise Infrarotstrahler, angeordnet sein, mit  tels welcher der Raum     geheizt    werden könnte, wenn  es sich in der     L7bergangszeit    noch nicht lohnt, die  ganze Heizung in Betrieb zu nehmen oder wenn die  Heizung durch einen unerwarteten Defekt ausser Be  trieb gesetzt wird.  



  Dank der     unisolierten    Verlegung der Vor- und       Rücklaufleitungen    der Heizung können alle Vorlauf  leitungen von einer zentral in einer Wohnung an  geordneten Stelle ausgehen, wo die Regulierhähne  für die     einzelnen    Räumlichkeiten der Wohnung an  geordnet sein können.  



  Anstatt durch Rippen 2 könnten die Deck- und  Bodenteile der Kassetten auch durch eingeklebte  oder eingeschweisste Zäpfchen oder Säulen verbun  den sein, welche zum Beispiel     schachbrettartig    über  die ganze Fläche der Kassette verteilt angeordnet  sein könnten.  



  Anstelle der Kassetten mit rechteckigem Quer  schnitt könnten zum Beispiel auch vorzugsweise  parallel     nebeneinanderliegende    Rohre aus Kunststoff  mit flachovalem Querschnitt treten, die vorzugsweise  aus runden Rohren aus thermoplastischem Material  durch Flachpressen derselben im plastischen Zustand  gewonnen werden können. Diese Rohre können in  beliebiger Länge äusserst einfach hergestellt und auf  die gewünschte Länge zugeschnitten werden, wodurch  sich die Herstellungskosten ganz erheblich verringern.  Zum Anschliessen der Vor- und     Rücklaufleitungen     werden die Rohre an den entsprechenden Enden  nicht flachgedrückt und mit den Vorlauf- und Rück  laufrohren verschraubt, verklebt oder verschweisst.

    An den Enden sind     nebeneinanderliegende    Rohre  mittels kleiner, beispielsweise in einem     Pressverfahren     hergestellter Krümmer aus Kunststoff durch Schwei  ssen oder Kleben verbunden.  



  Die     nebeneinanderliegenden    Rohre können auch  mittels Haken oder Lappen in der Rohdecke, Roh  seitenwand oder dem Rohboden     verankert    sein, und  auf der dem zu heizenden Raume zugekehrten Seite  können die Rohre vorzugsweise mit einer     Abdeck-          platte    oder mehreren, zum Beispiel schachbrettartig  angeordneten Platten aus Kunststoff oder gegebenen  falls aus Gips verklebt oder verschweisst bzw. ver  klebt sein, so dass die Rohre in einer festen     Heiz-          einheit    zusammengehalten sind, die zum Beispiel  auch eine genügende Festigkeit aufweist, um in zu  sammengebautem Zustande transportiert und als  Schalung für die Betonierung der Decke verwendet  zu werden.

   Die Platte oder Platten gestatten eine  ästhetische Gestaltung der sichtbaren     Oberfläche    der  Heizeinheit.      Es ist allgemein üblich, bestehende Heizanlagen  auch zu     Kühlzwecken    zu verwenden, und es ist daher  selbstverständlich, dass die Einrichtung gemäss vor  liegender Erfindung auch zu Kühlzwecken verwen  det werden kann. Es braucht sich bei dem zu behei  zenden oder zu kühlenden Mittel auch nicht un  bedingt um die Luft in einem Wohnraum zu han  deln. Die Einrichtung kann zum Beispiel mit grossem       Vorteil    auch zur Heizung oder Kühlung von Gütern,  insbesondere Flüssigkeiten, in offenen oder geschlos  senen Räumen oder Behältern dienen.

   Sie kann hier  bei zum Beispiel an den Boden einer Kunsteisbahn  verlegt werden, wobei die sehr grosse Oberfläche der  wärmeübertragenden Fläche und die gleichmässige       Bestreichung    derselben durch den Wärme- oder  Kälteträger ein sehr rasches Tauen des Eises bzw.  Gefrieren des Wassers gestatten kann. In diesem  Falle dient die Anlage aufeinanderfolgend als Hei  zung zum Tauen des Eises und als Kühlung zum  Gefrieren des Wassers. Da eine sehr gleichmässige  Heizung und Kühlung über die ganze Oberfläche  erfolgt, können die Elemente nur mit einer verhält  nismässig dünnen Wasser- bzw. Eisschicht bedeckt  sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung, mit Kanälen, durch welche ein die gewünschte Tempera turbeeinflussung herbeiführendes Medium strömt, bei welcher Einrichtung die von Bauteilen gebildeten Kanäle so ausgebildet sind, dass das Medium fast die ganze in der Temperatur zu beeinflussende Wand der Bauteile bestreicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile als flache, mindestens teilweise aus Kunststoff bestehende Hohlelemente mit je minde stens einem Durchflusskanal für das Medium aus gebildet sind, wobei die in Strömungsrichtung auf einanderfolgenden Durchflusskanäle aller Hohl elemente dicht untereinander verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kanäle rechteckigen Quer schnitt haben, wobei die längeren Rechteckseiten in Richtung der zu beheizenden Fläche verlaufen, und die einzelnen Hohlelemente mehrere Kanäle aufwei sen, die durch Zwischenwände voneinander getrennt sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Kanäle bildenden Bauteile mindestens teilweise die dem zu beheizenden Raume zugekehrte Fläche der Raumwand bilden. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Kanäle bildenden Bauteile mindestens zum Teil austauschbare Bauelemente sind, unter welchen sich solche mit Durchbrechungen für den Durchgang von elektrischen Leitungen und solche mit Anschlüssen für Vorlauf und Rücklauf befinden. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen benachbarten, Kanäle bildenden Bauteilen Dilatationsmittel zum Ausgleich der Wärmedehnung vorgesehen sind. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Dilatationsmittel plastische Bindemittel vorgesehen sind. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, wobei sich im Zwischenraum zwischen der Rohraumwand und den die Kanäle bildenden Bauteilen eine Wärme isolation befindet, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Isolation und den genannten Bauteilen eine nach dem zu beheizenden Raume hin Wärme rückstrahlende Schicht befindet. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Kanäle bildenden Bauteile aus je zwei formidentischen, zusanunengeklebten Schalen bestehen. 8. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen je einen Boden bzw. eine Decke des Bauteils darstellen und senkrecht vorstehende Rippen aufweisen, die bei der Vereini gung der Schalen zum Bauteil verklebt werden. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass hinter den Bauteilen elektrische Heizelemente angeordnet sind. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass hinter den Bauteilen Infrarot strahler angeordnet sind. 11. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Deck- und Bodenfläche der Kassetten durch Zäpfchen oder Säulen verbunden sind, welche über die ganze Fläche der Kassette ver teilt angeordnet sind. 12. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle durch flachovale, durch Flachpressen runder Rohre gewonnene Rohre aus Kunststoff gebildet sind, welche an den Enden mittels Krümmern verbunden sind.
CH340986D 1954-01-09 1954-12-15 Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung CH340986A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE340986X 1954-01-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH340986A true CH340986A (de) 1959-09-15

Family

ID=6230816

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH340986D CH340986A (de) 1954-01-09 1954-12-15 Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH340986A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69806390T2 (de) Selbsttragendes modulares vorgefertigtes Strahlungspanel, Verfahren zur Herstellung und dadurch hergestellte Strahlungsoberfläche
DE2916799B1 (de) Bauteil zum Heizen oder Kuehlen der Raumluft
EP2210992B1 (de) Thermoaktive Fertigteilplatte mit Akustikabsorber
DE2456836A1 (de) Verfahren zur verlegung einer heizrohr-anordnung auf flaechen
DE2361137A1 (de) Vorgefertigtes bauelement
DE3710388A1 (de) Konstruktionselement
CH340986A (de) Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung
EP0097653A1 (de) Anlage zum temperieren eines raumes.
DE19920081A1 (de) Wandelement für ein Gebäude sowie Verfahren zur Herstellung eines derartigen Wandelementes
AT15679U1 (de) Wandsystem
DE10043355A1 (de) Brandgeschützter Kabelkanal und Verfahren zur Herstellung desselben
DE1074247B (de) Decken Wand oder Bodenheizungsanlage mit Kanälen rechteckigen od a Querschnitts
DE962931C (de) Strahlungsheizungsanlage mit schallschluckender Wirkung
DE9314110U1 (de) Plattenförmiger Wärmetauscher
DE2719361A1 (de) Plattenfoermiger mehrschichtiger baukoerper
CH247647A (de) Wand-, Decken- oder Boden-Heiz- bezw. -Kühleinrichtung.
DE19507512A1 (de) Wärmeisoliertes Gebäude
DE3109419C2 (de) Heizungsanordnung
DE19712744C1 (de) Raumtemperierungssystem
EP0770827B1 (de) Temperierbare Wand und Verfahren zur Herstellung der Wand
DE2926685A1 (de) Vorgefertigtes bodenelement fuer fussbodenheizungen
DE3834472C3 (de) Flächenheizung für eine große Betonplatte
EP4095451A1 (de) Verfahren zur herstellung einer vorrichtung zum temperieren eines raumes
DE4442786A1 (de) Niedertemperaturheizfläche in Form einer Verbundplatte
DE1534738A1 (de) Isolier-Platte