CH341368A - Dichtung aus elastischem Werkstoff - Google Patents
Dichtung aus elastischem WerkstoffInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16J15/00—Sealings
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- F16J15/32—Sealings between relatively-moving surfaces with elastic sealings, e.g. O-rings
- F16J15/3204—Sealings between relatively-moving surfaces with elastic sealings, e.g. O-rings with at least one lip
- F16J15/3208—Sealings between relatively-moving surfaces with elastic sealings, e.g. O-rings with at least one lip provided with tension elements, e.g. elastic rings
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Description
Dichtung aus elastischem Werkstoff Die Erfindung betrifft eine Dichtung aus elasti schem Werkstoff mit einem radial gerichteten Rücken und axial daran angefügter Dichtlippe, die durch eine in einer Ringnut liegende Ringfeder in Dicht richtung belastet ist.
Bei den bekannten Lippendichtungen ist der von der Ringfeder belastete Teil stärker ausgebildet als der Teil, der zwischen der Feder und dem Rücken der Dichtung liegt. Die Ringfeder hat einen ver hältnismässig kleinen Durchmesser und liegt in einer entsprechend schmalen Nut; sie drückt die Lippe radial nach aussen. Die Anpresskraft der Feder wird deshalb durch die Dehnungselastizität der Lippe be grenzt, die mit der Zeit nachlässt, besonders wenn die Lippe am Umfang abgenützt ist. Die Dichtung ge nügt deshalb nach einer gewissen Benützungsdauer nicht mehr. Anderseits wird das dünne Teil der Lip pendichtung von dem zugeführten Druckmittel auf gebläht, so dass es in Gefahr ist, zu brechen oder gegen die zu dichtende Fläche gedrückt und übermässig stark abgenützt wird.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung da durch vermieden, dass sich die Ringfeder gegen ihre Auflage an der äussern Flanke der Ringnut presst und dadurch, bezogen auf den seitlich des Dichtungs rückens liegenden Nutgrund, ein das freie Ende der Dichtlippe gegen die abzudichtende Fläche hin drückendes Moment bewirkt, dessen Wirkung im nicht eingebauten Zustand der Dichtung erkennbar ist an einer in der Gegend des Nutgrundes beginnenden Ablenkung des zur Dichtung bestimmten Mantels der Dichtlippe.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Sie zeigt in den Fig. 1 bis 3 eine erste Ausführungsform in ver schiedenen Belastungszuständen, in den Fig. 4 bis 6 drei weitere Ausführungsformen. Die Lippendichtung nach der ersten Ausführungs form besteht aus einem radial gerichteten Rücken 1, an den sich die Dichtlippe 2 axial anschliesst. Die Dichtung soll auf ihrer Aussenseite wirken; sie ist des halb in ihrem äussern Umfang 3 kegelig ausgeführt. In ihrer Mitte besitzt sie eine Öffnung 4, deren Wan dung mit einem Stahlring 5 bewehrt ist und dazu dient, die Dichtung auf einer nicht dargestellten Welle oder Stange zu befestigen.
Die Lippe 2 bildet auf ihrer Innenseite eine Ring nut 6 mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt, die sich unmittelbar an dem Rücken 1 anschliesst.
Die Lippendichtung ist aus elastischem und abriebfestem Werkstoff, z. B. synthetisch hergestell tem Gummi, hergestellt. Im unbelasteten Zustand, das heisst ohne Federbelastung, hat sie die Form nach Fig. 1. Die Aussenfläche 3 bildet einen Kegel gleich bleibender Steigung.
In die Nut 6 ist eine Ringfeder 7 eingelegt. Sie ist aus Runddraht in Schraubenform gewickelt. Die Krümmungshalbmesser des Wickels ist etwas grösser als der Halbmesser des Querschnittes der Nut 6. Die Ringfeder liegt daher an zwei gegenüberliegenden Stellen 8 und 9 der Nut 6 an, die beide etwa auf einem Kreisbogen um die Achse der Lippendich tung liegen.
Sie belastet die Ringnut in Dichtrichtung, das heisst in Richtung der Dichtungsaxe, und drückt diese Ringnut an den genannten Stellen auseinander, wodurch sie, bezogen auf den seitlich des Dichtungs rückens 1 liegenden Nutgrund 11, ein das freie Ende 10 der Lippe gegen die abzudichtende Fläche hin drückendes Moment bewirkt, das heisst, dass das freie Ende 10 der Lippe um den Grund 11 der Ringnut nach aussen gedrückt wird. In nicht eingebautem Zustand der Dichtung ist die Wirkung der Feder bzw. des erwähnten Momentes an einer in der Gegend des Nutgründes 11 beginnenden Ablenkung des zur Dichtung bestimmten Mantels 3 der Lippe 10 zu er kennen, wobei die Aussenfläche 3 die Form eines Kegels mit zwei verschieden schrägen Zonen annimmt.
Dieser Zustand ist in Fig. 2 dargestellt.
Wird die Lippendichtung in eine Bohrung ein geschoben, gegen deren Wand 12 sie abdichten soll (Fig. 3), so wird das freie Ende 10 der Lippe wieder nach innen gedrückt. Die Ringfeder 7 gibt dabei in Richtung der Dichtungsaxe etwas nach und verschiebt sich gegen die Mittelachse der Dichtung hin. Sie versucht weiterhin, das freie Ende 10 der Lippe um den Nutgrund 11 nach aussen zu schwenken und übt ein solches Moment auch dann noch aus, wenn das Ende 10 der Lippe auf seiner Aussenseite schon weitgehend abgenützt ist, da sie in der Nut 6 ent sprechend nachrückt.
Voraussetzung für diese Wir kung ist, dass der links vom Nutgrund 11 liegende, in den Rücken 1 übergehende Teil der Dichtung und das Ende 10 der Lippe im Verhältnis zu der am Nut grund 11 liegenden Stelle der Lippe verhältnismässig kräftig ausgebildet sind. Das ist aus den gezeich neten Massverhältnissen zu sehen; die dünnste Stelle der Lippe liegt an dem Nutgrund 11. Diese Wirkung kann aber auch durch andere Massnahmen erreicht werden, z. B. dadurch, dass die Dichtlippe in der Nähe des Nutgrundes 11 weicher ausgeführt wird als an den andern Stellen.
Der Aussendurchmesser der Dichtung ist so be messen, dass er an dem Umfang, der dem Nutgrund 11 gegenüberliegt, gleich dem Durchmesser der ab zudichtenden Bohrung ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist in der sonst gleichen Dichtung eine Ringnut 13 angebracht, deren Querschnitt etwa V-förmig ist. Die Ringfeder 7 legt sich gegen die kegeligen Seitenflanken der Ring nut und dreht wiederum das freie Ende 14 der Dich tung um den Nutgrund 15 nach aussen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist eine Ringnut 16 von etwa halbkreisförmigem Querschnitt vorgesehen, die sich nicht unmittelbar an den Rücken 17 der Dichtung anschliesst, sondern gegen das freie Ende 18 der Lippe 2 verlegt ist. Das Dichtungs stück 19 zwischen dem Rücken 17 und der Ringnut 16 ist so kräftig ausgebildet, dass es weder unter dem betriebsmässig auftretenden Druck von z. B.5-7 atü des abzudichtenden Druckmittels, noch unter der Kraft einer eingelegten Ringfeder 20 merklich zusam mengedrückt wird oder nach aussen nachgibt.
Die Ringfeder 20 legt sich in der schon vor stehend beschriebenen Weise gegen die Seiten der Ringnut 16 und spreizt das freie Ende 18 der Lippe um den Nutgrund 21 nach aussen gegen die zu dichtende Fläche hin.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist als In nendichtung gedacht. An den Rücken 22 der Dich tung schliesst sich ein aussenliegender Befestigungs ring 23. Ein Stahlring 24 mit winkelförmigem Quer schnitt ist als Verstärkung eingefügt. An den Rücken 22 schliesst sich die innenliegende Lippe 25, in deren Aussenseite unmittelbar anschliessend an den Rücken 22 eine Ringnut 26 mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt liegt. Eine Ringfeder 27 ist in diese Ringnut eingelegt und spreizt das freie Ende 28 der Lippe 25 um den Grund 29 der Ringnut 26 nach innen. Die innenliegende Dichtfläche 30 hat daher vor dem Aufschieben auf das abzudichtende Teil etwa eine Stange - die Form zweier aneinander grenzender Kegel mit verschiedener Steigung.
Durch die Spreizwirkung der Ringfeder 27, die in diesem Fall nach innen wirkt, wird auch hier wie in den andern Beispielen eine Anpresskraft auf das freie Ende 28 der Lippe ausgeübt, auch wenn es nach einer gewissen Betriebsdauer schon abgenützt sein sollte.
Bei den geschilderten Beispielen bildet die Dich tung einen Teil einer Topfmanschette. Sie kann jedoch auch an andern Teilen verwendet werden, z. B. als Rand einer Membran.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dichtung aus elastischem Werkstoff mit einem radial gerichteten Rücken und axial daran ange fügter Dichtlippe, die durch eine in einer Ringnut liegende Ringfeder in Dichtrichtung belastet ist, da durch gekennzeichnet, dass sich die Ringfeder gegen ihre Auflage an der äussern Flanke der Ringnut presst und dadurch bezogen auf den seitlich des Dichtungs rückens liegenden Nutgrund, ein das freie Ende der Dichtlippe gegen die abzudichtende Fläche hin drük- kendes Moment bewirkt, dessen Wirkung im nicht eingebauten Zustand der Dichtung erkennbar ist an einer in der Gegend des Nutgrundes beginnenden Ablenkung des zur Dichtung bestimmten Mantels der Dichtlippe. UNTERANSPRGCHE 1.Dichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dichtlippe auf der mit der abzu dichtenden Fläche in Berührung kommenden Seite an ihrer dünnsten Stelle mindestens nahezu den glei chen Durchmesser wie die abzudichtende Fläche hat. 2. Dichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lippe zwischen dem Rücken und ihrer dünnsten Stelle mindestens so stark aus gebildet ist, dass sie dort bis zu einem bestimmten betriebsmässig auftretenden Innendruck nicht bis zum Anliegen an die gegenüberliegende, feste Dichtfläche verformt wird. 3. Dichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ringnut unmittelbar an den Rücken der Dichtung anschliesst und sich bis zum freien Ende der Lippe erstreckt. 4.Dichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ringfeder schraubenförmig ge wickelt ist und einen kreisförmigen Querschnitt hat. 5. Dichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie als Teil einer Topfmanschette ausgebildet ist, in die metallische Bewehrungen ein gelegt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE341368X | 1955-01-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH341368A true CH341368A (de) | 1959-09-30 |
Family
ID=6233304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH341368D CH341368A (de) | 1955-01-21 | 1955-12-15 | Dichtung aus elastischem Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH341368A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3570540A (en) * | 1969-12-11 | 1971-03-16 | Mine Safety Appliances Co | Piston operated slide valve |
| DE4139919A1 (de) * | 1991-12-04 | 1993-06-09 | Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim, De | Dichtung fuer einen hin- und hergehenden koerper |
| US20150267816A1 (en) * | 2014-03-21 | 2015-09-24 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Rotary shaft seal |
| US10393268B2 (en) | 2014-03-27 | 2019-08-27 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Rotary shaft housing and seal |
-
1955
- 1955-12-15 CH CH341368D patent/CH341368A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3570540A (en) * | 1969-12-11 | 1971-03-16 | Mine Safety Appliances Co | Piston operated slide valve |
| DE4139919A1 (de) * | 1991-12-04 | 1993-06-09 | Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim, De | Dichtung fuer einen hin- und hergehenden koerper |
| US20150267816A1 (en) * | 2014-03-21 | 2015-09-24 | Saint-Gobain Performance Plastics Corporation | Rotary shaft seal |
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