CH341485A - Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphorsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphorsäureestern

Info

Publication number
CH341485A
CH341485A CH341485DA CH341485A CH 341485 A CH341485 A CH 341485A CH 341485D A CH341485D A CH 341485DA CH 341485 A CH341485 A CH 341485A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
phosphoric acid
lactose
acid esters
pyridine
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gallo Antonello
Original Assignee
Farmaceutici Italia
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farmaceutici Italia filed Critical Farmaceutici Italia
Publication of CH341485A publication Critical patent/CH341485A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H11/00Compounds containing saccharide radicals esterified by inorganic acids; Metal salts thereof
    • C07H11/04Phosphates; Phosphites; Polyphosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zur   Herstellung von    Laktose-phosphorsäureestern   Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von    Laktose-phosphorsäure-      estern,   dadurch gekennzeichnet, dass man    Laktose      in   Anwesenheit von    Pyridin   bei Temperaturen unter 0  C mit    Phosphoroxychlorid   zum    Phosphorsäure-      dichloridester   umgeht und diesen zum Phosphorsäureester    hydrolysiert.   



  Es sind Verfahren bekannt zur Herstellung der    Phosphorsäureester   von Kohlenhydraten und mehrwertigen Alkoholen, nach welchen man z. B. die    Monophosphorsäureester   von Glukose und    Saccha-      rose   herstellen kann, indem man    Phosphoroxychlorid   bei niederer Temperatur und in    Anwesenheit   von    Calziumcarbonat   oder    -hydrat   auf eine    wässrige   Lösung des Zuckers einwirken lässt. Auf diese Weise erhält man das in Alkohol unlösliche    Caleiumsalz   des    Phosphorsäureesters,   welches aus der konzentrierten Reaktionslösung durch Alkoholzusatz ausgefällt werden kann.

   Das auf diese Weise gewonnene    Calciumsalz   ist jedoch durch einen erheblichen Prozentsatz an    Calciumchlorid   verunreinigt, das nur durch Ausfällen des    Calciumsalzes   des    Phos-      phorsäureesters   und wiederholtes Auswaschen mit Alkohol beseitigt werden kann. Wenn man mit    Lävu-      lose,      Laktose   und    Maltose   arbeitet, so wird diese Abtrennung des    Calciumchlorids   zufolge    Bildung   von beständigen Verbindungen des    Phosphorsäureesters   mit dem    Calciumchlorid   praktisch überhaupt unmöglich. 



  Es wurde nun gefunden, dass man Phosphorsäureester der    Laktose      erhält,   indem man    Laktose   bei Temperaturen unter   C und in Anwesenheit von    Pyridin   mit    Phosphoroxychlorid   zum    Phosphorsäure-      dichloridester   umgeht und dieser zum Phosphorsäureester    hydrolysiert.   Die Temperatur wird in der Folge vorzugsweise auf ungefähr 0  C erhöht und einige Zeit auf diesem Wert gehalten. Hierauf wird zweckmässig während mehreren Stunden unter Rühren erwärmt und anschliessend das    Pyridin   durch    Destillation   unter Vakuum entfernt.

   Zur Hydrolyse zum    Phosphorsäureester   wird der trockene    Rückstand   zweckmässig mit Eiswasser aufgenommen, mit Natronlauge versetzt und filtriert. Das    Natriumsalz   des    Esters   kann    mit   Alkohol ausgefällt und in fliessendem Wasser dialysiert, nochmals ausgefällt und unter Vakuum getrocknet werden. 



  Beispiel 1 kg    Laktose,   Schmelzpunkt 211  C,    wird   12 Stunden lang unter Vakuum bei 80  C    getrocknet,   dann    in   einen mit    Rührer   versehenen Apparat eingefüllt, dabei sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt und mit 10 Liter wasserfreiem    Pyridin   versetzt. Die Suspension wird auf eine Temperatur von - 30  C gebracht, worauf man 0,5 Liter    Phosphoroxychlorid   langsam    zutropfen   lässt. Die Temperatur wird auf 0  C ansteigen gelassen und während 90 Minuten bei 0  C gehalten. Dann wird    während   12 Stunden unter Rühren auf 40  C erhitzt.

   Das    Pyridin   wird unter Vakuum bei 60  C    vollständig      abdestilliert.   Der    Rück-      stand      wird      mit      Eiswasser      aufgenommen,      mit      40%igem      Natriumhydroxyd   neutralisiert, filtriert, und das Natriumsalz des Esters mit Alkohol ausgefällt. Man dialysiert während 48 Stunden in fliessendem Wasser, fällt nochmals aus und trocknet    iin   Vakuum bei    60    C. 



  Man gewinnt so das    Natriumsalz   des    Laktose-      triphosphorsäureesters   mit    einem   Phosphorgehalt von    13,1      %,      welches      der      Bruttoformel      C12H19011'      (Na2PO3)3   entspricht und das    Molekulargewicht   714,31 aufweist in Form eines braunen,    geruch-   und geschmacklosen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Pulvers. Das vorerwähnte Produkt weist, bei einem    lipämischen   Tier eingespritzt, eine bedeutende    anti-      lipämische   Wirkung auf.

   Diese    antilipämische   Wirkung zeigt sich auch anhand des    Transmissionspro-      zentzuwachses   am    Spektrophotometer   nach der Technik    Seifters,   welche darin besteht, dass man ein    lipä-      misches   Hundeplasma mit Mäuseplasma, das mit der Substanz behandelt wurde, bei 22  C hält und den    Transmissionsprozentsatz   im Augenblick der Vereinigung der beiden Plasmen und einige Stunden später abliest. Das Produkt, das keine antikoagulierende Wirkung ausübt, ist das erste Syntheseprodukt, das wegen seiner    antilipämischen   Wirkung zu Heilzwecken verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphor- säureestern, dadurch gekennzeichnet, dass man Lak- tose in Anwesenheit von Pyridin bei Temperaturen unter 0 C mit Phosphoroxychlorid zum Phosphor- säuredichloridester umsetzt und diesen zum Phos- phorsäureester hydrolysiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion bei einer Temperatur von - 30 C vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Temperatur anschliessend auf 0 C ansteigen lässt und einige Zeit auf diesem Wert hält. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man anschliessend unter Rühren mit der Erwärmung fortfährt und hierauf das Pyridin vollständig abdestilliert. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man den nach dem Abdestillie- ren des Pyridins erhaltenen Rückstand mit Natronlauge versetzt und dialysiert.
CH341485D 1955-02-03 1956-01-25 Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphorsäureestern CH341485A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT341485X 1955-02-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH341485A true CH341485A (de) 1959-10-15

Family

ID=11239280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH341485D CH341485A (de) 1955-02-03 1956-01-25 Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphorsäureestern

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH341485A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19654485A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von lagerstabiler 2-Hydroxy-4-methylthiobuttersäure (MHA)
DE2058518A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Ditrimethylolpropan
DD283326A5 (de) Verfahren zur herstellung von gelatine aus knochenmehl
EP0417604B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Riboflavin-5&#39;-phosphat bzw. dessen Natriumsalz
DE69617261T2 (de) Verfahren zur herstellung von magnesium pyridoxal-5&#39;-phosphorsäureester-glutaminat und dabei hergestellte zwischenprodukte
CH341485A (de) Verfahren zur Herstellung von Laktose-phosphorsäureestern
DE2937680C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Lactulose aus Lactose
DE1088063B (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Dicarbonsaeuren und Diaminen aus Polyamiden
DE591926C (de) Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsaeure
DE60002530T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsäure-2-phosphatsalzen
DE945926C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Acetyl-lysin
DE1277833B (de) Verfahren zur Reinigung von Zuckerestern
DE1011870B (de) Verfahren zur Herstellung des Natriumsalzes des Lactosetriphosphorsaeureesters
DE948504C (de) Verfahren zur Herstellung von oxymethylphosphinigsaurem Calcium
DE966852C (de) Verfahren zum Reinigen und Fraktionieren von Dextranen
DE918147C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE1643507C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus DL-Methionin und Calciumsalzen der Phosphorsäure und deren Verwendung als
DE619348C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Diacetyl aus Holzessig oder anderen Diacetyl enthaltenden Gemischen
AT234728B (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Saccharoseestern
DE1151794B (de) Verfahren zur Herstellung des Mononatriumsalzes der Phospho-enolbrenztraubensaeure
AT166929B (de) Verfahren zur Reinigung von Penicillinsalzen
DE961886C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkyldiphosphonsaeuretetrachloriden
AT52933B (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Eiweißpräparate.
DE810686C (de) Verfahren zur Verwertung von Molke
CH283418A (de) Verfahren zur Herstellung von 9-Rheinanthron.