CH341594A - Verfahren zur Herstellung einer dehnbaren Wirkware, nach dem Verfahren hergestellte Wirkware, und Garnwickel zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer dehnbaren Wirkware, nach dem Verfahren hergestellte Wirkware, und Garnwickel zur Ausführung des Verfahrens

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CH341594A
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Burleson Aaron
Nicholas Holmes Mark
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Patentex Inc
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/14Other fabrics or articles characterised primarily by the use of particular thread materials
    • D04B1/16Other fabrics or articles characterised primarily by the use of particular thread materials synthetic threads

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer dehnbaren Wirkware,  nach dem Verfahren hergestellte Wirkware, und Garnwickel zur     Ausführung    des Verfahrens    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung einer dehnbaren Wirkware, insbesondere  eines Damenstrumpfes, aus Garnen aus vollsynthe  tischem Material, insbesondere Polyamiden.  



  Die Elastizität von Wirkwaren ist von verschie  denen Eigenschaften der Fasern, welche das Er  zeugnis bilden, und von diesem selbst abhängig,  nämlich von der Festigkeit, der Längsdehnbarkeit  und der Biegeelastizität der Fasern und des aus  ihnen gebildeten Garnes sowie der Anzahl, Form  und Lage der Maschen in der Wirkware. Gewöhn  lich besitzen gewirkte Strumpf- und Trikotwaren       gleichmässig    runde Maschen, die in der Ware flach  liegen, und infolge dieser Maschenausbildung ist die  Dehnfähigkeit der Wirkware beschränkt.

   Beispiels  weise     beträgt    die Dehnung eines voll geminderten       Nylonstrumpfes        ungefähr        70%        in        jeder        Richtung.     Diese Dehnung, die als Dehnbarkeit der Ware be  kannt und durch die Art der Herstellung der Wirk  ware gegeben ist, erfolgt unter Verformung der Ma  schen, wenn Zug angewendet wird. Bei     Verwendung     von Nylon und     andern    Garnen mit guten elasti  schen Eigenschaften gehen die Maschen in ihre nor  male oder Ausgangslage zurück, sobald der zum  Dehnen der Ware ausgeübte Zug aufgehoben wird.  



  Bei Nylonerzeugnissen kann, wenn ein genügen  der Zug angewendet wird, auch die Dehnung über       70%        erzielt        werden.        Unter        diesen        Bedingungen        wird     jedoch das Garn in der Wirkware selbst übermässig  gedehnt; auch ist der hierfür erforderliche Zug  unter den tatsächlichen Benutzungsbedingungen der  Ware unbequem. Ausserdem     führt    das wiederholte  Dehnen unter derartigen Bedingungen, wie es nor  malerweise beispielsweise im Falle von Damen  strümpfen auftritt,     zwangläufig    zu einem Verlust  der Form der Ware.

      Es sind bereits Verfahren vorgeschlagen worden,  nach welchen Wirkwaren, wie Strümpfe und derglei  chen, mit einem grösseren Streckvermögen hergestellt  werden können. Diese Verfahren bestehen darin, dass  man das     Nylongarn    zunächst fixiert, dann einen  Teil des     Garnes    in einer Richtung drillt, um ihm ein       Rechtsdrall-Drehmoment        zu        erteilen,    und einen an  dern Teil des Garnes in der entgegengesetzten Rich  tung     drillt,    um ihm ein     Linksdrall-Drehmoment    zu  erteilen.

   Das gedrillte Garn wird dann geleimt, da  mit in ihm zeitweilig während des Wirkvorganges  das     Torsionsmoment    nicht zur Wirkung kommt,  worauf aus den gedrillten Garnen abwechselnd  wenigstens eine Maschenreihe aus dem im Drehsinn  gedrillten Garn, wenigstens eine Maschenreihe aus  dem im andern Drehsinn gedrillten Garn gebildet  wird, um die gewünschte Wirkware herzustellen,  und dann der Leim von der genannten Wirkware  entfernt wird, um in den gedrillten Garnen die Tor  sionsmomente auszulösen.  



  Demgegenüber ist das den Gegenstand der vor  liegenden     Erfindung    bildende Verfahren zur Her  stellung einer dehnbaren Wirkware dadurch gekenn  zeichnet, dass bei der Herstellung wenigstens eines  Teils derselben abwechselnd wenigstens eine Ma  schenreihe aus im einen     Drehsinn    gedrillten  Garnen, wenigstens     eine    Maschenreihe aus im ent  gegengesetzten Drehsinn gedrillten Garnen und  wenigstens eine     Maschenreihe    aus     ungedrillten     Garnen gebildet wird.  



  Die Erfindung betrifft ferner eine nach .diesem  Verfahren hergestellte dehnbare Wirkware, insbe  sondere einen Damenstrumpf, aus Garnen aus voll  synthetischem Material, insbesondere Polyamiden,  welche Wirkware dadurch gekennzeichnet ist, dass  sie wenigstens teilweise aus     abwechselnden    Maschen-      reihen aus in einem Drehsinn gedrillten Garnen, aus  im entgegengesetzten Drehsinn gedrillten Garnen  und aus     ungedrillten    Garnen besteht.  



  Es könnte angenommen werden, dass die Neigung  von ein- oder     mehrfädigem    Garn, sich zu     krängeln     und Schleifen zu bilden, beseitigt werden kann, wenn  auf das Garn zwischen dem Zuführungswickel und  der Wirkmaschine ein genügender Zug ausgeübt  wird. Unglücklicherweise kann jedoch auf das     Garn,     während es der Maschine zugeführt wird, nur ein  sehr geringer Zug ausgeübt werden, da die Spannung  wesentlich vergrössert wird, sobald es sich in der  Maschine befindet, so dass das Garn zerreisst.  



  Nach der üblichen Praxis wird daher das Garn  von der Spule oder dem Wickel dem Kopf der Wirk  maschine frei und ungespannt zugeführt. Wenn das       Garn    aber     ein        Torsionsmoment    aufweist, wie es bei  der Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens mit gedrilltem Garn aus vollsynthetischem  Material der Fall ist, so     kann    es gleichzeitig um  mehrere Wickelgänge vom Wickel springen, so dass  das Garn an dieser besonderen Stelle praktisch ohne  Spannung bleibt, und das durch die     Verdrillung    er  zeugte     Torsionsmoment    verursacht dann, dass das  Garn sich verknotet oder in Schleifen legt, so dass  eine mangelhafte Ware erhalten wird.  



  Die vorliegende Erfindung umfasst daher weiter  einen Garnwickel zur Ausführung des Verfahrens,  bei dessen Verwendung dieser Nachteil nicht auf  tritt. Dieser Garnwickel ist gekennzeichnet durch  eine Spule, auf der gedrilltes,     einfädiges    Garn aus  vollsynthetischem Material, insbesondere Poly  amiden, in einer Richtung aufgewickelt ist, die der  Richtung des Dralles entgegengesetzt ist, wobei die  Spule an ihrem Abzugsende eine garnfreie Zone auf  weist, auf die das Garn beim Abziehen von der  Spule     aufschlupfen    kann.  



  Wenn     Strumpfbahnen    oder Strümpfe hergestellt  werden, werden in deren Schaftteil vorzugsweise  nicht mehr als vier     Reihen    hintereinander mit jedem       Garn    gestrickt.  



  Ein Strumpf oder eine Strumpfbahn, bei welcher  die Beinpartie (Schaft) und/oder die Saumpartie  nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt  worden ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die so  gestrickte Partie dehnbar ist und im entspannten Zu  stand     ein    Fischgräten- oder     Waschbrettmuster    besitzt,  welches davon herrührt, dass sich die Maschen durch  das Freiwerden des in ihnen vorhandenen Dralles  auf ihre Kanten drehen.  



  Bei dem vorliegenden Verfahren wird das Garn  nicht mit Klebstoff behandelt, da diese Arbeitsweise,  wie oben bereits angegeben, keinen Vorteil darstellt.  Statt dessen kann zweckmässig nach dem Drillen und  vor dem Verstricken das Garn in besonderer Weise  aufgespult werden, wodurch     verhindert    wird, dass  sich das Garn auf seinem Wege nach der     Strick-          oder    Wirkmaschine     krängelt    und Schleifen bildet.

    Insbesondere kann jedes der gedrillten Garne auf  eine Spule in einem Drehsinn aufgewickelt werden,    der seinem Drall entgegengesetzt ist, das heisst, das  Garn mit dem Z-Drall wird auf die Spule im Uhr  zeigersinn, und das Garn mit dem     S-Drall    wird ent  gegen dem     Uhrzeigersinne    aufgewickelt. Ausserdem  ist es von Vorteil, wenn das Garn nur über einen  Teil der Spule aufgewickelt wird, so dass ein Teil  der Spule, beispielsweise ein Viertel ihrer Länge,  garnfrei bleibt. Bei dieser Anordnung wird, wenn  das Garn vom freien Ende der Spule zur Strick  maschine abgezogen wird, durch den im Garn vor  handenen Drall verursacht, dass sich dieses nach dem  Kern der Spule zu dreht und das freie Ende der  Spule umfasst.

   Infolgedessen wird der Drall, durch  den normalerweise ein     Krängeln    oder eine Schleifen  bildung des Garnes an dieser Stelle verursacht wer  den würde, dazu benutzt, diesen Nachteil zu be  seitigen.  



  Die Spule, auf die das Garn aufgewickelt wird  und von der es der Strickmaschine zugeführt wird,  kann aus irgendeinem üblicherweise benutzten Ma  terial bestehen. Vorzugsweise wird jedoch für die  Spule     Synthan,        Holz    oder ein anderes Material be  nutzt, das ermöglicht, dass sich ein elektrostatisches  Feld zwischen der Spule und dem von ihr abgezo  genen Garn ausbildet. Auf diese Weise wird ein  Anhaften des Garnes an der Spule erleichtert.  



  Wie bereits angegeben, eignet sich das erfin  dungsgemässe Verfahren insbesondere zur Herstel  lung von durchsichtigen voll geminderten Strumpf  waren. Es wurde gefunden, dass besonders schöne  Resultate erhalten werden, wenn für eines der ge  drillten     Garne    vor dem Drillen fixiertes und für das  andere gedrillte     Garn    sowie für das     ungedrillte    Garn       unfixiertes    Garn verwendet wird. Es kann jedoch  auch für beide gedrillten Garne fixiertes Garn ver  wendet werden, wobei ebenfalls gute Produkte erhal  ten werden.

   Wenn also beispielsweise     Strumpfwaren,     hergestellt werden und hierbei für das eine gedrillte  Garn ein Garn benutzt wird, das vor dem     Drillen     fixiert worden ist, während das andere gedrillte  Garn einfach ohne Fixierung gedrillt worden ist, so  besitzt das hergestellte Erzeugnis eine sehr hohe  Elastizität (eine Dehnung in der Grössenordnung von  150-250 /o.) und eine genau bestimmte Musterung.  Wenn nur     unfixierte    Garne benutzt werden, ist die  Dehnbarkeit des erhaltenen Erzeugnisses etwas ge  ringer, aber die Musterung ist praktisch die gleiche,  wie sie unter Verwendung nur eines einzigen fixier  ten Garnes erhalten wird.

   Werden dagegen für beide  gedrillten Garne solche verwendet, welche vor dem  Drillen fixiert wurden, so besitzt das erhaltene Er  zeugnis elastische Eigenschaften, die denen des Er  zeugnisses etwa gleichwertig sind, bei dem von nur  einem fixierten Garn ausgegangen wurde, obgleich  die Ware sich etwas wirft, das heisst ein kreppartiges  Aussehen besitzt.  



  Für das erwähnte Fixieren der zu drillenden  Garne, das keinen Teil des     erfindungsgemässen    Ver  fahrens bildet, können die üblichen Verfahren an  gewendet werden; vorzugsweise soll hierbei kein      Schrumpfen des Garnes eintreten, da sonst das  fixierte Garn eine andere     Denierzahl    als das     un-          fixierte    besitzt und ein Erzeugnis mit weniger er  wünschtem Aussehen erhalten wird. Zweckmässig wird  Garn verwendet, das auf feste Zylinder gewickelt  etwa 15 bis 30 Minuten Dampf bei<B>110</B> bis 130  C  oder heissem Wasser ausgesetzt worden ist.  



  An sich können Garne von beliebiger     Denierzahl     benutzt werden, obgleich einer der wesentlichen Vor  teile des Verfahrens gerade darin besteht, dass nach  ihm zum erstenmal dehnfähige Strumpfwaren von  grösster Feinheit hergestellt werden können. Ge  eignete Garngrössen sind solche von 10, 12 und 15       Denier,    die auch am meisten zur Verfügung stehen.  



  Das Ausmass des dem gedrillten Garn erteilten  Dralles kann verschieden sein, doch soll der Drall  im Bereich von 2 bis 16 Drehungen je cm liegen.  Vorzugsweise wird das Garn so stark gedrillt, dass es  je cm 4 bis 8 Drehungen besitzt, und jedes Garn  soll im gleichen Ausmasse gedrillt werden. Für dieses  Drillen können die üblichen Drillvorrichtungen be  nutzt werden.  



  Nachdem die Garne gedrillt und in der oben be  schriebenen Weise aufgespult worden sind, kann die  gewünschte Wirkware unter Verwendung einer  Strick- oder Wirkmaschine oder einer ähnlichen  Vorrichtung, mit der abwechselnd eine oder  mehrere Maschenreihen zunächst mit dem einen und  dann mit dem andern gedrillten und hierauf mit dem       ungedrillten    Garn gestrickt werden können, herge  stellt werden. Bei der Herstellung von voll gemin  derten Strumpfwaren sollen mindestens in der Bein  partie nicht mehr als vier aufeinanderfolgende Ma  schenreihen aus dem gleichen Garn hergestellt wer  den; mehr als vier     derartige    Reihen bilden im  Strumpf Streifen, das heisst     Flächen    von verschie  denen Tönungen.  



  Der Saum des Strumpfes kann beliebige Form  haben. Es kann ein üblicher Saum, für welchen bei  spielsweise ein Garn von 40     Denier    benutzt wird,  verwendet werden. Es könnten auch Maschenreihen  aus nicht gedrilltem     einfädigem    Nylongarn vom glei  chen oder verschiedenen     Denier,    oder aus     mehr-          fädigem    Garn mit solchen aus entgegengesetzt ge  drillten     mehrfädigen    oder     einfädigen    Garnen abwech  seln.

       Ebenso    können     in    der     Beinpartie    ein     ungedrill-          tes    und zwei entgegengesetzt gedrillte Garne vom  gleichen oder verschiedenen     Denier    miteinander ab  wechseln.

   So kann beispielsweise ein Strumpf her  gestellt werden, indem abwechselnd je zwei Ma  schenreihen mit rechts gedrilltem     einfädigem        Nylon-          garn    von 15     Denier    und acht Drehungen je cm, mit  links gedrilltem     einfädigem    Nylongarn von 15     Denier     und acht Drehungen je cm und mit     ungedrilltem        ein-          fädigem    Nylongarn von 15     Denier    gestrickt werden.  



  Nachdem der Strumpf gestrickt worden ist, wird'  er vorteilhaft dadurch entspannt, dass er spannungsfrei  bei     Zimmertemperatur    wenigstens 2-6 Stunden und  vorzugsweise 24 Stunden stehengelassen wird. Hier  durch wird ermöglicht, dass durch den Drall die Ma-    sehen über ihre Kanten in eine entspannte Stellung  gedreht werden, durch die der Wirkware ein     fisch-          grät-    oder     waschbrettartiges    Muster     erteilt    wird.  



  Nach dem Entspannen wird die Wirkware zweck  mässig in dem entspannten Zustand teilweise     fixiert,     um die Maschenbildung in dem entspannten Zu  stand festzulegen. Diese Massnahme gehört     nicht     mehr zur Erfindung und kann in irgendeiner ge  eigneten Weise durchgeführt werden, beispielsweise  indem die Wirkware in lockerer Form in eine Be  handlungskammer gebracht und 15-60 Minuten  Wärme (Wasserdampf) einer Temperatur von etwa  75 bis 100  C und einer relativen Feuchtigkeit zwi  schen 70 und     10011/a    ausgesetzt wird.

   Vorzugsweise  wird die Ware der Wärme 50 Minuten bei einer  relativen Feuchtigkeit von     7011/o        ausgesetzt,    wie sie  durch 86  C am feuchten Kolben und 96  C am  trockenen Kolben eines     Psychrometers    angezeigt  wird. Darauf kann die Ware, was ebenfalls nicht  mehr zur Erfindung     gehört,    gereinigt, gefärbt und  in üblicher Weise geprüft und zugerichtet werden.  Da sie stark zusammengezogen ist, muss sie auf einer       kleineren        Zurichtform    als üblich zugerichtet werden,       d'11    sonst ihre Elastizität beim Fixieren zum grossen  Teil verlorenginge.

   So hat beispielsweise ein Damen  strumpf der Grösse 91/2 normalerweise eine Länge  von     etwa    78 cm und wird auf einer Form derselben  Länge zugerichtet. Ein erfindungsgemäss hergestellter  Strumpf der Grösse 91/2 hat jedoch im entspannten  Zustand nur eine Länge von etwa 45-60 cm und  soll daher auf einer Form dieser Länge und ent  sprechend     kleinerer    Breite     fertiggestellt    werden.  



  Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel  näher erläutert:  Es werden drei auf je eine Spule gewickelte       Garne    verwendet.  



  Für das erste wird von einem     einfädigen        Nylon-          garn    von 15     Denier    ausgegangen, das     vorgängig     fixiert wurde, indem es auf eine Metallspule oder  einen Zylinder, der hohe Dampftemperaturen aus  hält, aufgewickelt und der Wickel aus dem     Nylon-          garn    dann in einen Behälter     eingesetzt    und in diesem  wenigstens 15 Minuten einem Dampfdruck von etwa  1,75     kg/cm2    ausgesetzt wurde.

   Durch diese vor  gängige Fixierung, die keinen Bestandteil des erfin  dungsgemässen Verfahrens darstellt, wird gewähr  leistet, dass die herzustellende     elastische        Verdrillung     durch keine spätere Dampfbehandlung des Garnes  oder der Maschenware mehr fixiert wird, sondern     in     dem Garn das notwendige     Torsionsmoment    aufrecht  erhält, um die Dehnbarkeit der Maschenware her  vorzurufen. Obgleich das Fixieren des Garnes auf  einem festen Zylinder bevorzugt wird, so können  doch auch gute Resultate erzielt werden, indem das  Garn mit Dampf oder heissem Wasser in Form von  Strängen oder Kuchen behandelt wird, was ein  Schrumpfen des Garnes     ermöglicht.     



  Dem so fixierten Garn wird ein Drall von vier  Umdrehungen je cm im Z-Sinne erteilt, um das zur  Erzeugung der dehnbaren Ware notwendige Tor-           sionsmoment    zu schaffen. Die erforderliche Anzahl  der Windungen hängt vor allem von der Stärke oder  dem     Denier    des     Garnes    und dem gewünschten Aus  mass der Dehnbarkeit der Wirkware ab. Dem     15-          Denier-Garn    dieses Beispiels sollten jedoch zwei bis  vier Windungen gegeben werden.  



  Nach dem Drillen wird das Garn in der weiter  unten näher erläuterten Weise auf eine Holzspule  aufgewickelt, von der es in der oben beschriebenen  Weise einer     Strumpfwaren-Strickmaschine    zugeführt  werden kann. Die Spule hat z. B. eine Länge von  etwa 25 cm und einen Durchmesser von etwa  3,5 cm. Das Garn wird auf die Spule vom Boden  her aufgespult, wofür eine     Spulvorrichtung    mit einem  Hub von etwa 5 cm benutzt wird. Am obern Ende  der Spule werden etwa 5 cm freigelassen, die als        Abschlupfzone     dienen.  



  Für das zweite zu verarbeitende Garn wird eben  falls von einem     einfädigen    Nylongarn von 15     Denier     ausgegangen; dieses wird jedoch im     unfixierten    Zu  stande verarbeitet. In gleicher Weise wie dem ersten  Garn wird     ihm    ein Drall von vier Umdrehungen je  cm, diesmal jedoch im     S-Sinne        erteilt.    Auch dieses       Garn    wird nach dem Drillen auf eine     Holzspule    auf  gewickelt.  



  Als drittes Garn wird ein     unfixiertes    und     unge-          drilltes        einfädiges    Nylongarn von ebenfalls 15     Denier     verwendet. Die Strumpfware wird unter Verwen  dung von drei Trägersystemen, je eines für jedes  Garn, unter Vermeidung von     Krängelung    gestrickt,  wobei für die Herstellung der     Beinpartie    eines ferti  gen vollgeminderten Strumpfes abwechselnd zwei  Maschenreihen aus dem fixierten     Z-gedrillten        Garn,

       zwei     Maschenreihen    aus dem     unfixierten        S-gedrillten     Garn und     zwei    Maschenreihen aus dem     unfixierten,          ungedrillten        Garn    gebildet werden. Der Saum wird  aus 40     Denier        mehrfädigem    Garn (mit sechs Um  drehungen/cm) hergestellt.  



  Nachdem das Erzeugnis aus der Maschine ge  nommen worden ist, wird es unter den in der  Strickerei herrschenden Bedingungen (28  C und       5211/o    relative Feuchtigkeit) 24 Stunden sich entspan  nen gelassen. Das     Torsionsmoment    in dem Garn be  wirkt dabei     eine    Verdrehung der Maschen, so dass  eine Wirkware mit einem durch die Maschenreihen  aus dem     ungedrillten        Garn    unterbrochenen Fisch  grätenmuster erzielt wird. Nach dem Verfestigen,  Säumen, Reinigen, Färben und Zurichten oder For  mieren wird ein Strumpf     mit    etwa kreppartigem Aus  sehen erhalten, der aber eine ausgezeichnete Elasti  zität besitzt.  



  Die Grösse des auf der Spule garnfrei gelassenen  Raumes, das     heisst    die Grösse der  Schlupf- -oder Ab  gleitzone  am Abzugsende, die     erforderlich    ist, um  ein     Krängeln    oder eine     Schleifenbildung    des gedrill  ten     Garnes    zu vermeiden, kann sehr verschieden  sein und hängt von den verschiedenen andern Ar  beitsfaktoren ab, wie der Grösse des Dralles oder des       Torsionsmomentes    im     Garn,    dem Durchmesser, der  Länge und der Glätte der Spule, der Länge und der    Dicke des auf ihr aufgespulten Garnes, der Länge  des     Aufspul-    oder Wicklungshubes, dem Material,  aus welchem die Spule hergestellt ist,

   dem Abstand,  den das Garn durchlaufen muss, um die erste  Führung der Wirkmaschine zu erreichen, der Er  schütterung der Maschine, den statischen Felddiffe  rentialen und der Dichte des Wickels. Die Grösse  dieser Zone kann jedoch für irgendeine gegebene  Reihe von Arbeitsbedingungen leicht ermittelt wer  den. Ganz allgemein wurde jedoch gefunden, dass,  da das Drehmoment in einem vor dem Drillen fixier  ten     Garn    für den gleichen Drall grösser ist als bei  einem nichtfixierten Garn, das vor dem Drillen  fixierte Garn eine grössere  Schlupf- oder     Abgleit-          zone     erfordert. Auch ist mit Erhöhung des Dralles  in dem     Garn    eine grössere      Abgleitzone     erforder  lich.  



  Es wurde ferner gefunden, dass das Garn bei  seinem Abzug einen Oberflächenkontakt zur Basis  des Wickels in einer diagonalen Richtung von  wenigstens     1/,1    des Umfanges des Wickels haben muss,  um ein     Krängeln    zu verhindern, aber nicht mehr  als     3/.4    des Umfanges, da sonst entweder die Maschen  zu straff gestrickt werden oder das Garn wegen  übermässigen Zuges zerreisst. Der beste Oberflächen  kontakt beträgt daher 1/3 des Durchmessers des  Wickels.  



  Was     ferner    den Durchmesser der Spule anbe  trifft, so wird vorzugsweise die Spule benutzt, auf  der das rohe Nylon geliefert wird. Diese Spule be  steht aus     Ahornholz    und hat einen Durchmesser von  etwa 3,5 cm und eine Länge von 25,4 cm. Um mit  dieser Spule die besten Resultate zu erhalten, soll  das Garn auf diese so aufgewickelt werden, dass  etwa 3,8 cm vom Boden oder Fuss ausgegangen und  das Garn dann auf die Spule durch eine     Spulvorrich-          tung    bis auf etwa 5 cm vom Kopf der Spule aufge  wickelt und hierbei ein konischer Hub von 5 cm  benutzt wird.

   Der Abstand von 5 cm vom Kopf ist  die erforderliche      Abgleitzone>    beim Beginn des  Abzuges von der Spule, um ein     Krängeln    oder eine       Schleifenbildung    zu     verhindern.    Wenn das Garn von  der Spule abgezogen wird und sich nach dem Fusse  bewegt, dann besteht natürlich ein grösserer Ober  flächenkontakt mit der Basis der Spule, aber  dieser reicht nicht aus, eine übermässige Verknap  pung des Garnes in der Masche oder ein Zerreissen  des Garnes im Kopf der Wirkmaschine herbeizu  führen. Bei Spulen mit einem Durchmesser unter  2,5 cm tritt diese Schwierigkeit jedoch zuweilen auf,  und sie sollte daher vermieden werden.  



  Es wurde auch gefunden, dass eine     Spulenbasis     von etwa 2,0 cm einen Abstand vom Kopf zum Garn  von nur etwa 1,6 cm als      Abgleitzone         erfordert,     doch muss dann höher als 3,8 cm vom Fuss aus  gegangen werden, da das Garn während des Ab  zuges von einem derartig kleinen Durchmesser eine  zu grosse Oberflächenfriktion erfährt. Basisdurch  messer im Bereich von etwa 2,5 bis etwa 4,5 cm      sind die besten, jedoch können auch grössere oder  kleinere Durchmesser mit Erfolg benutzt werden.  



  Die zweckmässige Dicke oder Höhe des Garn  wickels auf der Spule beträgt im allgemeinen etwa  0,65 bis 1,25 cm, aber es kann auch von einem  Wickel gestrickt werden, der ausserhalb dieses Be  reiches liegt. Eine Hublänge von etwa 3,8 bis 5 cm  hat sich als zweckmässig erwiesen, und der Abstand  vom Kopf der Spule bis zur ersten Führung an den  Wirkmaschinen kann etwa 5 bis 20 cm betragen,  obgleich der Abstand nicht entscheidend ist. Die  Dichte der Wicklung hängt von der Grösse des  Zuges ab, der bei der Überführung des Garnes auf  die Spule angewendet wird.     Normalerweise    ist eine  ziemlich dichte Wicklung der Spule erwünscht, und  eine Wicklung mit einer Dichte von 80 hat sich     als     brauchbar erwiesen (wobei mit Dichte eine Härte  messung in     kg/cm2    bezeichnet wird).

    



  An der Erfindung können natürlich auch ver  schiedene     Änderungen    getroffen werden. So kann  beispielsweise in weiterer Ausbildung der     Abgleit-          zone    ein lose passender Reifen, Ring oder derglei  chen auf den Kopf der Wicklung aufgesetzt werden.  Durch diese Hilfsmittel wird das Verhindern der       Schleifenbildung    oder des     Krängelns    des Garnes  unterstützt, wenn es zwischen diesen Hilfsmitteln  und der Spule abgezogen und der     Strickmaschine     zugeführt wird.  



  Obgleich die Erfindung insbesondere bei der  Herstellung von voll geminderten Strumpfwaren von  Vorteil ist, so kann sie doch ganz allgemein auch  zur Herstellung von irgendwelchen     andern    Wirk  waren aus Nylon benutzt werden, für die eine hohe  Elastizität oder Dehnfähigkeit erwünscht ist. Unter   Nylon  sollen hier ganz allgemein die bekannten  synthetischen linearen Polyamide verstanden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung einer dehnbaren Wirkware aus Garnen aus vollsynthetischem Mate rial, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstel lung wenigstens eines Teils derselben abwechselnd wenigstens eine Maschenreihe aus im einen Dreh sinn gedrillten Garnen, wenigstens eine Maschen reihe aus im entgegengesetzten Drehsinn gedrillten Garnen und wenigstens eine Maschenreihe aus un- gedrillten Garnen gebildet wird. 11. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 hergestellte dehnbare Wirkware, dadurch gekenn zeichnet, dass sie wenigstens teilweise aus abwech selnden Maschenreihen aus in einem Drehsinn ge drillten Garnen, aus im entgegengesetzten Drehsinn gedrillten Garnen und aus ungedrillten Garnen be steht.
    <B>111.</B> Garnwickel zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Spule, auf der gedrilltes, einfälliges Garn aus voll synthetischem Material in einer Richtung aufge wickelt ist, die der Richtung des Dralles entgegen gesetzt ist, wobei die Spule an ihrem Abzugsende eine garnfreie Zone aufweist, auf die das Garn beim Abziehen von der Spule aufschlupfen kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass hintereinander höchstens vier Reihen mit jedem Garn gewirkt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als gedrillte Garne einfällige Garne und als ungedrillte mehrfällige Garne ver wendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass für die gedrillten Garne von vor der Drillung durch Hitze fixierten Polyamid- garnen ausgegangen wird und als ungedrillte Garne unfixierte Polyamidgarne verwendet werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass für die im einen Drehsinn ge drillten Garne von vor der Drillung durch Hitze fixierten und für die im entgegengesetzten Drehsinn gedrillten Garne von unfixierten Polyamidgarnen ausgegangen wird und als ungedrillte Garne un- fixierte Polyamidgarne verwendet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes der gedrillten Garne von einfälligem Garn ausgegangen, dieses gedrillt, in einer dem Drall entgegengesetzten Richtung auf eine Spule aufgewickelt und zum Bilden der Ma schenreihen von dieser Spule abgezogen wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Garn ein Drall von min destens 2 und höchstens 16 Drehungen pro cm er teilt wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass von durch Hitze fixiertem Polyamidgarn ausgegangen wird. 8..
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn so auf die Spule auf gewickelt wird, dass diese an ihrem Abzugsende eine garnfreie Zone aufweist, auf die das Garn beim Abziehen von der Spule aufschlupfen kann. 9. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spule aus einem Material verwendet wird, das durch die Reibung mit dem abgezogenen Garn eine elektrostatische Aufladung erfährt. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spule aus Holz verwendet wird. 11. Wirkware nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die gedrillten Garne einfällig sind. 12.
    Wirkware nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das ungedrillte Garn mehrfällig ist. 13. Wirkware nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Garne einfällig sind. 14. Wirkware nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die im einen Drehsinn gedrillten- Garne vor der Drillung durch Hitze fixierte Polyamidgarne sind. 15.
    Wirkware nach Patentanspruch Il und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die im einen wie die im entgegengesetzten Drehsinn gedrillten Garne vor der Drillung durch Hitze fixierte Polyamidgarne sind. 16. Garnwickel nach Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass das aufgewickelte Garn ein so grosses Torsionsmoment aufweist, dass es nach dem Abziehen von der Spule bei Entspannung Schleifen zu bilden vermag, um zu bewirken, dass die mit ihm hergestellte Wirkware hohe Dehnbar keit aufweist.
    17. Garnwickel nach Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass das aufgewickelte Garn einen Drall von mindestens 2 und höchstens 16 Drehungen pro cm aufweist. 18. Garnwickel nach Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass die Spule aus einem Ma terial besteht, das sich beim Abziehen des aufge wickelten Garnes infolge der Reibung mit diesem elektrostatisch auflädt. 19. Garnwickel nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass die Spule aus Holz be steht. 20. Garnwickel nach Patentanspruch 11I, da durch gekennzeichnet, dass auf dem Abzugsende der Spule Mittel zur Verhinderung der Schleifenbildung des Garnes angeordnet sind.
CH341594D 1954-09-03 1955-03-14 Verfahren zur Herstellung einer dehnbaren Wirkware, nach dem Verfahren hergestellte Wirkware, und Garnwickel zur Ausführung des Verfahrens CH341594A (de)

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