CH341606A - Vorrichtung zum Abzapfen sterilisierter Flüssigkeit aus einem Gefäss - Google Patents

Vorrichtung zum Abzapfen sterilisierter Flüssigkeit aus einem Gefäss

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CH341606A
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CH
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line
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liquid
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rising
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Inventor
Jacob Van Wilgen
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Philips Nv
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/26Accessories

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description


  Vorrichtung zum Abzapfen sterilisierter Flüssigkeit aus einem Gefäss    Zur Verwendung in Krankenanstalten, wo man  bakterienfreies Wasser oder sogenannte physiolo  gische -Salzlösungen braucht, sind Vorrichtungen  zum Sterilisieren solcher Flüssigkeiten entworfen  worden. Das Sterilisieren erfolgt z. B. durch Be  strahlung mit ultraviolettem Licht.  



  Sei es, dass diese Vorrichtungen zur Behandlung  einer     abgepassten    Flüssigkeitsmenge bestimmt, oder  dazu eingerichtet sind, in einem beliebigen Augen  blick die Flüssigkeit zu liefern und in einem un  unterbrochenen Strom bleibend zu liefern, immer  ist ein Gefäss vorhanden, aus dem durch das Öffnen  einer     Abflussleitung    die Flüssigkeit     zur    Verbrauchs  stelle     fiesst.     



  Die Erfindung zielt auf eine Verbesserung einer  Vorrichtung ab, um eine sterile Flüssigkeit aus einem  Gefäss abzuzapfen, entweder aus einem Behälter, dem  die Flüssigkeit aus einem     Sterilisator    zugeführt wird,  oder aus einem die     Sterilisiervorrichtung    selbst um  schliessenden Gefäss.  



  Man hat die Gefahr erkannt, dass unter Umstän  den die zuerst abgezapfte Flüssigkeit nicht bakterien  frei ist, z. B. infolge in der     Abflussleitung    befindlicher  Verunreinigungen. Aber auch wenn diese Leitung  vorher steril gemacht wird, kann die abgezapfte  Flüssigkeit Bakterien enthalten, wenn beim Füllen  des Gefässes, in dem sterilisiert wird, die Flüssigkeit,  welche die     Ausflussöffnung    zuerst erreicht, der bak  terientötenden Wirkung nicht hinreichend lange aus  gesetzt gewesen ist. Auch besteht die Möglichkeit,  dass die im     Sterilisator    befindliche Flüssigkeit von ihr  angesteckt wird, sobald diese Flüssigkeit der bakte  rientötenden Wirkung nicht weiter ausgesetzt ist,  z.

   B. weil die Erhitzung oder     Ultraviolettbestrahlung     unterbrochen wird.  



  Dieser     Sterilisierkesseln    anhaftende Nachteil  kann in manchen Fällen dadurch vermieden werden,    dass das Gefäss langsam gefüllt wird. Eine bekannte  Vorrichtung ist derart gebaut, dass dieses Mittel als  zuverlässig zu erachten ist.  



  Die durch die Erfindung bezweckte Verbesserung  ermöglicht es, den     Sterilisierkessel    schnell zu     füllen,     ohne dass dabei die Möglichkeit besteht, dass die  zuerst abgezapfte Flüssigkeit unzulänglich sterili  siert ist.  



  Nach der Erfindung wird im Gefäss eine zur       Ausflussöffnung    führende Leitung mit einem anstei  genden Teil untergebracht. In dieser Steigleitung  wird beim Füllen des Gefässes die Luft hydrostatisch  zusammengepresst und sie hat eine solche Länge,  dass beim Füllen des Gefässes der Flüssigkeitsspiegel  im ansteigenden Leitungsteil unterhalb der über  laufstelle in den zur     Ausflussöffnung    führenden Lei  tungsteil bleibt, wenn die     Ausflussöffnung    geschlos  sen ist.  



  Je grösser das Volumen zwischen der Steigleitung  und dem Hahn ist, desto grösser muss das Volumen  der. Steigleitung selbst sein. Wenn das erstgenannte  Volumen hinreichend klein ist, kann mit einer     L-för-          migen    Leitung ausgekommen werden, deren einer  Arm nach unten gerichtet, während der andere an  der Gefässwand befestigt ist.  



  Wenn bei Verwendung einer     L-förmigen    Lei  tung die     Ausflussöffnung    in der Gefässwand zu hoch  oberhalb des Bodens     zu    liegen käme, kann eine Lei  tung verwendet werden, die zwischen dem ansteigen  den Teil und der     Ausflussöffnung    einen absteigenden  Teil hat, so dass der Flüssigkeitspegel bis oberhalb  der     Ausflussöffnung    steigen kann.  



  Die letztgenannte Form eignet sich auch zur  Verwendung bei einem ausschliesslich als Behälter  dienenden Gefäss. Hierdurch entsteht     nämlich    die       Möglichkeit,    von aussen her durch den Hahn eine  desinfizierende Substanz in die     Abzapfleitung    einzu-      führen, so dass die     Abflussleitung    bakterienfrei ge  macht werden kann, ohne dass das     Desinfiziermittel     in den gegebenenfalls bereits gefüllten     Behälter    ge  langt. Wenn dieses Mittel eine     Flüssigkeit    ist, ist es  vorteilhaft, den ansteigenden Leitungsteil ganz oder  teilweise aus durchsichtigem Material herzustellen.

    Es kann dann durch ein     Schauglas    in der Gefäss  wand beobachtet werden, ob eine hinreichende  Menge     Desinfiziermittel    eingeführt worden ist und  dafür     gesorgt    werden, dass diese Flüssigkeit nicht in  das Gefäss selbst überläuft.  



  Wenn es sich um ein Gefäss handelt, das selbst  die     Sterilisiervorrichtung    umschliesst, empfiehlt es  sich, den ansteigenden Leitungsteil, insoweit er sich  beim Füllen des Gefässes bei geschlossener     Abfluss-          leitung    mit Flüssigkeit füllt, aus einem Material her  zustellen, das für die sterilisierende Strahlung hin  reichend durchlässig ist, um diese Flüssigkeit bak  terienfrei zu machen.  



  Bei einem geeigneten Ausführungsbeispiel besitzt  die verwendete Leitung einen waagrechten Teil, der  am einen Ende zur     Ausflussöffnung    führt und am  andern Ende in einen an der Unterseite     offenen     U-förmigen Teil übergeht.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und  zwar     zeigt:          Fig.    1 einen Längsschnitt einer ersten Ausfüh  rungsform,       Fig.    2 ein Ausführungsbeispiel, insbesondere für  eine     Abzapfleitung    aus glasähnlichem Stoff bei einer  verhältnismässig langen     Abflussleitung    geeignet und       Fig.    3 ebenfalls eine im wesentlichen aus glas  ähnlichem Material bestehende     Ausführungsform.     In     Fig.    1 ist ein Teil der senkrechten Wand des  Gefässes mit 1, ein Teil seines Bodens mit 2 be  zeichnet, die beiden Teile im Schnitt in einer Ebene  senkrecht zur Wand.

   In einer Öffnung 3 ist ein  Hilfsteil 4 in der Wand angeordnet, in den ein  Hahn eingeschraubt werden kann. Auf diesem Hilfs  teil sitzt eine Leitung 5 aus Quarz oder aus für ultra  violettes Licht durchlässigem Glas. Wie aus der Zeich  nung ersichtlich ist, besteht diese Leitung aus einem  ansteigenden Teil 6, einem abfallenden Teil 7 und  einem waagrechten Teil.  



  In der Leitung 5 und gegebenenfalls im Lei  tungsteil, der sich noch zwischen dem Hilfsteil 4  und dem Hahn befinden sollte, wird beim Füllen  des Gefässes die Luft durch die im Ende 6 der Lei  tung 5 aufsteigende Flüssigkeit zusammengepresst.  Der Teil 6 muss eine solche Länge haben, dass, wenn  das Gefäss ganz gefüllt ist (wonach ein Überlauf  wirksam oder die Zufuhr selbsttätig unterbrochen  wird), die Flüssigkeit noch nicht bis zu dem durch  die gestrichelte Linie 8 angedeuteten Pegel (über  ]aufstelle) gestiegen ist, so dass keine Flüssigkeit in  den waagrechten Teil der Leitung überläuft. Der  Hahn darf nach einer Zeitspanne, die hinreicht, um  auch die in den ansteigenden Teil 6 eingedrungene  Flüssigkeit zu sterilisieren,     geöffnet    werden.

      Wenn das Gefäss leer und wenigstens die Leitung  5 noch nicht gefüllt ist, kann die     Abflussleitung    da  durch desinfiziert werden, dass von aussen her eine  zu diesem Zweck geeignete Flüssigkeit bis in die  Leitung 5 eindringt. Dabei wird die Zufuhr derart  geregelt, unter Beobachtung durch ein in der Wand 1  angeordnetes     Schauglas,    dass die Flüssigkeit im Teil 7  unterhalb des durch die gestrichelte Linie 8 ange  deuteten Pegels     (Überlaufstelle)    bleibt und deshalb  nicht in das Gefäss strömt. Anschliessend kann das       Abzapfsystem    mit andern Flüssigkeiten gespült wer  den, wozu keine grossen Mengen nötig sind. Anstelle  von Flüssigkeiten können zum Sterilisieren der Ab  fuhrleitung Gase oder Dämpfe, z. B.

   Wasserdampf,  verwendet werden.  



  Es leuchtet ein, dass die vorliegende Vorrichtung  ausschliesslich für Gefässe bestimmt ist, aus denen  die Luft oberhalb der Flüssigkeit beim Füllen ent  weichen kann. Je grösser das Volumen der     Abfluss-          leitung    ist bis zur Stelle, wo die Leitung geschlossen  ist, und je kleiner die     Querschnittsfläche    des anstei  genden Teils 6 ist, desto höher     steigt    beim Füllen  des Gefässes die Flüssigkeit in diesem Teil. Um die  Steighöhe zu beschränken, kann der Teil 6 beträcht  lich weiter als der Rest der Leitung gemacht werden.  Handelt es sich um eine Leitung aus glasähnlichem  Material (Glas .oder Quarz), so entsteht diese Erwei  terung am leichtesten dadurch, dass der Teil 6 kugel  förmig ausgestaltet wird.  



  Diese Form ist in     Fig.    2 dargestellt. Im Glas  kolben 9, der den ansteigenden Teil bildet, ist bei 10  eine     Einlassöffnung    vorgesehen. Von oben her ist  eine     Abflussleitung    11 mit dem Kolben verschmolzen.  



  Bei der in     Fig.    3 dargestellten Form ist ein im  Schnitt dargestelltes Glasgefäss 12 an der Unterseite  mittels eines durchbohrten Stopfens 13, z. B. aus  Gummi, geschlossen. In diesem Stopfen stecken zwei  Leitungsteile 14 für die Zufuhr bzw. 15 für die  Abfuhr der Flüssigkeit. Der letztgenannte Leitungs  teil, der bis oben in das Gefäss 12 hineinreicht, erfüllt  die gleiche Aufgabe wie der Teil 7 nach     Fig.    1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Abzapfen von sterilisierter Flüssigkeit aus einem Gefäss, dadurch gekennzeich net, dass im Gefäss eine zur Ausflussöffnung führende Leitung vorgesehen ist, die einen ansteigenden Teil solcher Länge besitzt, dass beim Füllen des Gefässes die Flüssigkeit im ansteigenden Leitungsteil unter halb der überlaufstelle in den zur Ausflussöffnung führenden Leitungsteil bleibt, wenn die Ausfluss- öffnung geschlossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung zwischen dem an steigenden Teil und der Ausflussöffnung einen ab fallenden Teil hat. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung einen waagrechten Teil hat, der am einen Ende zur Ausflussöffnung führt und am andern Ende in einen unten offenen U-förmigen Teil übergeht. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der abfallende Teil der Leitung mindestens teilweise aus durchsichtigem Material besteht. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ansteigende Teil, wenigstens soweit er sich beim Füllen des Gefässes bei geschlos- sener Ausflussöffnung mit Flüssigkeit füllt, aus einem für ultraviolettes Licht durchlässigen Material be steht. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ansteigende Teil grösseren Querschnitt als der Rest der Leitung aufweist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, mit einer Leitung aus glasähnlichem Stoff, dadurch gekenn zeichnet, dass der ansteigende Teil kugelförmig aus gebildet ist.
CH341606D 1954-12-16 1955-12-14 Vorrichtung zum Abzapfen sterilisierter Flüssigkeit aus einem Gefäss CH341606A (de)

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