CH342073A - Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine

Info

Publication number
CH342073A
CH342073A CH342073DA CH342073A CH 342073 A CH342073 A CH 342073A CH 342073D A CH342073D A CH 342073DA CH 342073 A CH342073 A CH 342073A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fat
mass
cooling tube
cooling
emulsion
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Henricus Te Riele Johannes
Original Assignee
Rootry Exploitatie Mij N V
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rootry Exploitatie Mij N V filed Critical Rootry Exploitatie Mij N V
Publication of CH342073A publication Critical patent/CH342073A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23DEDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
    • A23D7/00Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
    • A23D7/02Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up
    • A23D7/04Working-up
    • A23D7/05Working-up characterised by essential cooling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)

Description


  Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten,     insbesondere    Margarine    Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine  Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten,  insbesondere Margarine. Im nachstehenden wird die  Vorrichtung in ihrer Anwendung zur Herstellung  von Margarine beschrieben.  



  Bei der. Herstellung von Margarine wird eine  Emulsion aus Wasser bzw. Milch und Öl oder ge  schmolzenem Fett in verschiedener Weise abge  kühlt.  



  So kann man eine heisse Emulsion mit kaltem  Wasser besprühen. Mit diesem sogenannten Du  schensystem bilden sich infolge der     geringen    Bewe  gung während des     Kühlens    und der langsamen Ab  kühlung zu grobe Fettkristalle. Durch Behandlung  mit Knetwalzen kann man ein homogeneres Produkt  erhalten, doch kann man die durch dieses Kühl  system bedingte Kristallisation nicht mehr beein  flussen.  



  Beim Kühlen mit den bekannten Kühltrommeln  erreicht man eine rasche Abkühlung ohne Anwen  dung von Druck und praktisch ohne Bewegung.  Durch eine anschliessende Nachkristallisation kann  man im fertigen Produkt eine gute, ziemlich feine  Kristallstruktur erreichen.  



  Eine weitere bekanntgewordene Kühlmethode be  steht darin, einen sogenannten     Votator    zu verwenden.  Bei diesem System verwendet man geschlossene tief  gekühlte Röhren. In diesen Röhren wird die Emul  sion durch ein Rühr- und Kratzsystem in Bewegung  gehalten, wobei feine Kristalle entstehen, die     in    der  Praxis oft zu fein werden, so dass man eine     salben-          förmige,    fettig schmeckende Margarine erhält.  



  Es wurde bereits versucht, diesen Nachteil des  an sich guten     Votatorsystems    zu beheben, indem  man in der Emulsion Kristalle vorbildete, die eine  gröbere Kristallisation bewirken sollten. Durch  Erhöhung der Temperatur der erhaltenen kristalli-         sierten    Masse schmelzen die feinsten Kristalle wie  derum, wonach nochmals kristallisiert wird und  man ein Endprodukt mit besserer Kristallstruktur  erhält.  



  Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung können  diese Nachteile beseitigt werden. Es wurde gefunden,  dass man Margarine oder Fettmischungen von hoher  Qualität in sehr     einfacher    Weise in einer     verhältnis.     mässig sehr einfachen Apparatur herstellen kann.  



  Es hat sich gezeigt, dass die gewünschten Di  mensionen der Kristalle in der festen. oder     pasten-          förmigen    Emulsion oder Fettmasse erzielt werden  kann, wenn man eine noch flüssige Emulsion oder  Fettmasse, die unter Druck gehalten wird, unter  kräftiger Bewegung rasch kühlt. Dies kann mit Hilfe  der erfindungsgemässen Einrichtung erzielt werden,  welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ein Kühl  rohr sowie eine Druckvorrichtung aufweist und letz  tere geeignet ist, eine flüssige Fettmasse unter so  hohem Druck durch das     Kühlrohr    zu pressen, dass  die im Kühler sich verfestigende Fettmasse ohne  Rühr- und/oder     Schabevorrichtung        kontinuierlich     das Rohr durchfliesst.  



  Es sind ziemlich hohe Drücke erforderlich, da  keine andern Mittel vorgesehen sind, um die Emul  sion oder Fettmasse im Rohr zu bewegen, wobei  diese Drücke beträchtlich grösser sind als in einem       Votator.    Der verwendete Anfangsdruck ist     vorteil-          hafterweise    mindestens 40 Atmosphären     überdruck.     Während im     Votator    die Energie durch die     Rühr-          und        Schabeeinrichtung    zugeführt wird, führt     man     hier diese Energie in Form von sehr hohem Druck  zu. Dieser Druck fördert die     Kristallisation.     



       Vorteilhaft    ist eine Pumpe vorgesehen, welche  geeignet ist, die flüssige     Fett-Öl-Wasser-Emulsion     oder die flüssige Fettmasse in das Rohr, das vorzugs  weise im Gegenstrom gekühlt wird, einzupressen.      Versuche haben ergeben, dass Wasserkühlung mei  stens genügt. Als Wasser kann man Grundwasser,  das     gewünschtenfalls    mit Eis gekühlt wird, verwen  den. Beim Durchfliessen des gekühlten Rohres wird  die Emulsion oder Fettmasse immer viskoser und       verlässt    den Apparat in mehr oder weniger unter  kühltem Zustand, worauf die Kristallisation statt  findet.  



  Am Ausgangsende des Rohres     können-Verteiler-          einrichtungen    wie Platten, weitmaschige Siebe und  dergleichen vorgesehen sein, welche die immer noch  unter Druck stehende Masse zerteilen und homo  genisieren und ihr     mindestens    eine Nachbehandlung  erteilen. Mit Hilfe eines     Hahnens    kann der Druck,  unter welchem die unterkühlte Emulsion oder Fett  masse den Apparat verlässt, das sogenannte  Pres  sen>>, geregelt werden.     Ferner    können Mittel vorhan  den sein, um in die Emulsion oder Fettmasse Luft  oder ein anderes Gas in feiner Verteilung einzu  pressen, bevor sie das     Kühlrohr    verlässt. Am Ende  des Rohrsystems kann der Druck immer noch etwa  20 Atmosphären betragen.

    



  Die Vorrichtung kann mit Vorteil Mittel auf  weisen, um das gekühlte Rohr, insbesondere an der  Stelle, wo sich die Margarine oder das Fett darin       verfestigen,    zur Vibration zu bringen. Dadurch er  fährt die gekühlte Masse eine zusätzliche Bewe  gung, so dass das Entstehen zu grober Kristalle ver  hindert wird.  



  Versuche in der Praxis haben ergeben, dass schon  mit einem     einfachwandigen        Spiralrohr    in einem  Wasserbehälter, der gegebenenfalls eisgekühltes  Wasser enthält, besonders gute Ergebnisse erzielbar  sind. In diesem Falle erfolgt die Kälteübertragung  von der Rohrwand zu dessen Mitte. Vorzugsweise  weist die Vorrichtung jedoch ein doppelwandiges  Rohr auf, wobei das Kühlwasser auch durch das  innere Rohr fliesst und die Emulsion oder Fettmasse  sich in     verhältnismässig    dünner Schicht zwischen der  äussern Wand     des    Innenrohres und der     innern    Wand  des Aussenrohres bewegt.

   Es bewegt sich dann zwi  schen beiden Wänden eine Schicht der Emulsion  oder     Fettmasse.    Die     Kühlung    erfolgt dann sehr  rasch, so dass die Emulsion rasch durch die Appara  tur fliessen kann. Die Fliessgeschwindigkeit liegt bei  spielsweise im Bereich von etwa 0,5 m/sec.  



  Die Einrichtung hat verschiedene Vorteile. Kühl  trommeln oder andere teure Installationen sind nicht  mehr notwendig. Die Emulsion oder Fettmasse steht  mit der Atmosphäre nicht in Kontakt, so dass die  Infektionsgefahr sehr gering ist und die Vorrich  tung deshalb sehr hygienisch arbeitet. In diesem ge  schlossenen Rohrsystem werden Verluste vermieden.  



  Da keine     Rührer,    Schaber oder dergleichen ver  wendet werden, gibt es keine beweglichen Teile und  daher geringere Unterhaltskosten und ausserdem  geringere Gefahr der     Verunreinigung    der behandel  ten Masse durch     Metallteilchen.     



  Die neue Einrichtung     ermöglicht    ferner eine  billige Herstellung des     Fettproduktes.    Es lassen sich    mit dieser Einrichtung durch Veränderung des  Druckes, des Temperaturgefälles und der Durch  flussgeschwindigkeit auch die Art und Geschwin  digkeit der Kristallisation je nach Art und Zusam  mensetzung des Ausgangsmaterials regeln.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung kann nicht  nur zur     Herstellung    von Margarine und     dergleichen     Öl und/oder Fett enthaltenden Emulsionen, sondern  auch von Fett oder     Fettmischungen    verwendet wer  den, wobei die gewünschte Kristallisation des Fettes  in den Rohren mittels sehr hohem Druck der bis zu  <B>100</B> Atmosphären und mehr betragen kann, erzielt  wird. Das derart     gewonnene    Fett kann beim Ver  lassen des Rohres geknetet oder durch     Zerteilungs-          einrichtungen    geführt werden.  



  Mit der erfindungsgemässen Einrichtung kann  beispielsweise wie folgt gearbeitet werden:       Eine        Emulsion        bestehend        aus        82        Gew.%        Fett-          Öl-Komponente,        16        Gew        %        Wasser        und        als        Rest     übrige Zusätze wie     geschmackgebende    Stoffe, Farb  stoffe, Konservierungsmittel, falls erforderlich, oder  dergleichen,

   wobei die     Fett-Öl-Komponente    aus       20        Gew        o/o        Kokosfett,        30        Gew.%        Palmöl,        20        Gew        II/o     Rapsöl und Rest Fischöl besteht, wird bei 32  C in  ein     Spiralrohr    eingeführt.  



  Das     Spiralrohr    hat eine lichte Weite von 10 mm  und eine Länge von 50 m und wird von aussen mit  Wasser gekühlt. Das Kühlwasser hat eine Anfangs  temperatur von     10     C, die auf etwa 14  C ansteigt.  Der am Anfang auf die Emulsion ausgeübte     Druck     ist 150 Atmosphären, während der Druck, bei dem  die sich verfestigende Emulsion am Ende der Ein  richtung vor der     Zerteileinrichtung    und bevor die  sich verfestigende Emulsion die Einrichtung verlässt,  noch 80 Atmosphären beträgt. Die Emulsion ver  lässt den Apparat mit einer Temperatur von 17  C.  



  Der Ausstoss ist 165     kg/h,    was einer     Durchfluss-          geschwindigkeit    von 0,5 m/sec entspricht.  



  Wenn das     Spiralrohr    doppelwandig ist und die  gleiche Kühlfläche aufweist, so genügt eine     Rohr-          länge        von        20        m,        und        die        Durchflusszeit        ist        nur        40%     der oben genannten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Kühlrohr sowie eine Druckvorrichtung aufweist und letztere geeignet ist, eine flüssige Fett masse unter so hohem Druck durch das Kühlrohr zu pressen, dass die im Kühler sich verfestigende Fettmasse ohne Rühr- und/oder Schabevorrichtung kontinuierlich das Rohr durchfliesst. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlrohr ein Spiralrohr ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Mittel zum Zerteilen der Fettmasse nach dem Verlassen des Kühlrohres. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie Trennplatten oder Siebe aufweist. 4. Einrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um diejenigen Teile des Kühlrohres, in denen die Masse sich verfestigt, zur Vibration zu bringen. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch ein doppelwandiges Kühlrohr, in welchem die Masse zwischen den beiden Wänden hindurchfliessen kann. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Mittel zum Einpressen eines Gases in die Masse, bevor diese das Kühlrohr verlässt.
CH342073D 1953-12-17 1954-12-17 Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine CH342073A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL342073X 1953-12-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH342073A true CH342073A (de) 1959-10-31

Family

ID=19784737

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH342073D CH342073A (de) 1953-12-17 1954-12-17 Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH342073A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL2008923C2 (nl) * 2011-06-01 2012-12-04 Patentstar B V Plantpotsamenstel.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL2008923C2 (nl) * 2011-06-01 2012-12-04 Patentstar B V Plantpotsamenstel.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE900209C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Konzentraten aus Loesungn
CH632420A5 (de) Verfahren zur herstellung eines zellfoermigen erzeugnisses, und anwendung desselben zur herstellung eines erzeugnisses aus schokolade.
EP0535475A2 (de) Stoffgemischfraktionierung
DE2155176A1 (de) Verfahren zum Rühren flüssiger Dispersionen und Vorrichtung hierfür
DE2055338C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Globularpulver
DE2461543A1 (de) Verfahren zur entkristallisierung von zuckermaterial
DE2108580A1 (de) Verfahren zum Gefrieren von Flüssigkeitströpfchen
CH342073A (de) Vorrichtung zur Herstellung von Fettprodukten, insbesondere Margarine
DE2111380B2 (de) Vorrichtung zum pilieren von seifen oder aehnlichen, pastenartigen massen
DE539500C (de) Zufuehrung von Schmiermitteln an Stranggussvorrichtungen
DE69623031T2 (de) Verfahren und anlage zum kristallisieren von fettstoffen
DE1938749A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bildung eines ringfoermigen Fluessigkeitsstromes,der entlang der Innenflaeche einer Rohrwand laeuft
DE1030161B (de) Verfahren zur Herstellung von Margarine und aehnlichen Emulsionen
DE69019189T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer karbonisierten Paste, bestimmt für die Formgebung im Ausgang eines Mischers.
DE102014107573B3 (de) Hydraulische Waschsäule für Kristallisat und Anlage zur Gefrierkonzentration
DE966921C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Naphthalin in Warmpressgutqualitaet
DE1050164B (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Margarine
DE895814C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Verseifung unter Anwendung hohen Druckes und hoher Temperaturen
DE249680C (de)
DE876879C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinem Paraffin durch Schwitzen
DE833588C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Margarine
DE579273C (de) Verfahren zur Herstellung von koernigen, homogen erstarrten Fettmassen
DE911253C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trennung von Mischungen in hoeher und niedriger schmelzende Fraktionen
DE1918685C3 (de) Vorrichtung zur Herstellung von perlförmlgem Granulat
CH623247A5 (de)