CH342089A - Markierungseinrichtung für der Verschüttungsgefahr ausgesetzte Personen - Google Patents
Markierungseinrichtung für der Verschüttungsgefahr ausgesetzte PersonenInfo
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Description
Markierungseinrichtung für der Verschüttungsgefahr ausgesetzte Personen Die Erfindung bezieht sich auf eine Markierungs einrichtung für der Verschüttungsgefahr ausgesetzte Personen, die ein Hilfsmittel für den Katastrophen dienst darstellt und als am Körper zu tragendes Fern wirkgerät ausgebildet ist.
Es ist bereits bekannt, das Auffinden von ver schütteten Personen oder Gegenständen dadurch zu unterstützen, dass man die Person oder den Gegen stand, die bzw. der der Gefahr der Vcrschüttung aus gesetzt ist, mit einer radioaktiven Strahlenquelle oder einem Hochfrequenzsender ausrüstet, deren Strahlung und damit auch die Lage des Verschütteten mit Hilfe bekannter Einrichtungen aufgenommen und fest gestellt werden kann.
Die Erfindung bezweckt dagegen hauptsächlich, eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, zu nächst die örtliche Lage lebender Körper festzustellen, um nach einer Katastrophe die Räumungsarbeiten so einrichten zu können, dass die Bergung Lebender besonders rasch und schonend erfolgen kann.
Die Markierungseinrichtung nach der Erfindung zeichnet sich aus durch einen strahlenden Sender und diesen beeinflussende Bauelemente, die so aus gebildet sind, dass sie durch nicht willkürliche Lebens äusserungen des Körpers steuerbar sind.
Solche Lebensäusserungen sind insbesondere die Körpertemperatur und der Herz- oder Pulsschlag. Wird also entsprechend dem Vorschlage der Erfin dung das am Körper zu tragende Fernwirkgerät von einer oder mehreren solchen Lebensäusserungen ge steuert, so tritt im Falle des Todes eine Veränderung der Wirksamkeit des Gerätes ein, insbesondere in der Weise, dass das von dem Fernwirkgerät gesendete Signal aufhört.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die elektromagnetische Ausstrahlung eines Senders durch ein temperaturabhängiges Steuer- element so gesteuert wird, dass sie am grössten ist, wenn das temperaturabhängige Steuerelement die Körpertemperatur des lebenden Geräteträgers an genommen hat. Anstelle einer elektromagnetischen Ausstrahlung kann auch eine akustische Ausstrah lung zur Übermittlung von Signalen verwendet wer den.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass vom lebenden Körper hervorgebrachte akustische Erscheinungen, insbesondere Herztöne oder Puls- oder Lungengeräusche, akustisch oder auf einen NF- oder HF-Sender moduliert elektromagnetisch abgestrahlt werden.
Für die Verstärkerelemente und für das tempe raturabhängige Steuerelement können bevorzugte Halbleiter verwendet werden, um den Umfang des Gerätes und den Aufwand für seine Herstellung möglichst klein zu halten.
Das Gerät kann beispielsweise als Armbandgerät ausgebildet werden. Ein solches Armbandgerät kann z. B. einen tonfrequenten oder hochfrequenten elektro magnetischen oder akustischen Sender enthalten. Ein temperaturabhängiges Bauelement des Senders, z. B. ein Halbleiter, kann dabei z. B. von der Körper temperatur des Benutzers beeinflusst werden. Bei normaler Körpertemperatur arbeitet das Gerät mit seiner höchsten Strahlungsintensität. Sinkt nach etwaigem Eintritt des Todes die Körpertemperatur, so reissen die Schwingungen des Senders ab. Um eine einwandfreie, unterscheidbare Anzeige in Fällen zu erhalten, in denen der Sender auch durch sonstige Wärmequellen angeregt wird, kann man andere Lebensäusserungen, z. B. den Pulsschlag, auf eine Trägerfrequenz modulieren.
Für die Ausführung der Markierungseinrichtung eignen sich als Verstärkerelemente besonders solche auf Halbleiterbasis, da diese nicht nur einen ver- hältnismässig geringen Energieaufwand für ihren Be trieb benötigen, sondern auch mechanisch eine so hohe Stabilität aufweisen können, dass die Gefahr einer Zerstörung dieser Elemente durch Katastrophen einwirkung im Vergleich zu den bekannten Elek tronenröhren sehr gering ist.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeich nung beispielsweise näher erläutert: Fig. 1 und 2 zeigen Schaltbilder von zwei Aus führungsbeispielen der Erfindung, Fig. 3 zeigt eine als Armbandgerät ausgebildete Einrichtung.
Für die Ausführung des Senders können an sich bekannte Schaltungen Verwendung finden. Bei dem Schaltungsbeispiel gemäss Fig. 1 ist ein in seiner Frequenz modulierbarer HF-Sender vorgesehen. Als Verstärker dient ein Transistor Tr, in dessen Kollek- torkreis sich der abgestimmte Schwingkreis LC be findet. Die temperaturabhängige Leistungssteuerung des Senders erfolgt über das temperaturabhängige Glied<I>T,</I> das in die Basisleitung des Transistors Tr geschaltet ist. Der Sender wird gespeist durch eine Batterie<I>B.</I> R1, R2, R3 sind Widerstände;<I>Cl, C2</I> Kondensatoren.
Bei M ist die Schaltung an Masse des Gerätegehäuses gelegt. Mit A ist eine Antenne be zeichnet.
Das temperaturabhängige Glied T ist ein Halb leiter von solcher Zusammensetzung, dass sein Wider stand bei normaler Körpertemperatur verhältnis mässig klein und bei niedrigerer Temperatur ver hältnismässig gross ist. Daraus ergibt sich, dass bei normaler Körpertemperatur zwischen 35 und 40'C der Sender arbeitet und die Antenne A Schwingungen ausstrahlt, die, wenn die Temperatur erheblich sinkt und der Widerstand des Gliedes T entsprechend an steigt, aufhören.
Um zu erreichen, dass eine Verfälschung der Signale auf Grund einer hohen Temperatur, die nicht von der Körperwärme herrührt, vermieden wird, kann zu sätzlich noch ein Schallempfänger U., d. h. ein Mikro phon oder dergleichen, vorgesehen werden, dessen tonfrequente Schwingungen in an sich bekannter Weise auf die Trägerfrequenz des Senders aufmo- duliert werden.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, dass das temperaturabhängige Glied T ersetzt ist durch einen zusätzlichen Widerstand R. Bei dieser Aus führungsform sind die von dem Schallempfänger UE aufgenommenen Körpergeräusche, z. B. Pulsschläge, Herzschläge oder Lungengeräusche, die auf die Trägerfrequenz des Senders aufmoduliert werden, die einzige Lebensäusserung, die das Gerät steuert.
Naturgemäss müssen der wärmeabhängige Wider stand T (bei der Ausführung nach Fig. 1) und der Schallempfänger UE (bei der Ausführungsform ge mäss Fig. 2 oder Fig. 1) praktisch in gutem Kontakt mit dem Körper des Geräteträgers stehen. Ausser dem soll der Geräteträger durch das Gerät möglichst wenig behindert werden.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel einer zweckmässigen Aus führungsform. Sämtliche Teile der Schaltung ein schliesslich der Batterie, die eine an sich bekannte Trockenbatterie von langer Lebensdauer sein kann, sind in einem Gehäuse G eines Armbandgerätes untergebracht, durch dessen Wandung die Antenne A in Form eines biegsamen Drahtes hindurchgeführt ist, welcher auf dem Armband befestigt ist. Das Gehäuse G schmiegt sich der Körperoberfläche gut an, so dass durch geeignete Anordnung des temperaturempfind lichen Gliedes bzw. des Schallempfängers ein guter Kontakt dieses Teils gewährleistet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Markierungseinrichtung für der Verschüttungs- gefahr ausgesetzte Personen, die als am Körper zu tragendes Fernwirkgerät ausgebildet ist, gekennzeich net durch einen strahlenden Sender und diesen be einflussende Bauelemente, die so ausgebildet sind, dass sie durch nicht willkürliche Lebensäusserungen des Körpers steuerbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Markierungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsintensität des Senders durch ein temperaturabhängiges Element so gesteuert wird, dass sie am grössten ist, wenn dieses die Körpertemperatur des lebenden Geräteträgers aufweist. 2.Markierungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, durch welche vom lebenden Körper hervorgebrachte Geräusche aufgenommen und auf den Sender moduliert werden. 3. Markierungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für darin enthaltene Verstärkerelemente und für das temperaturabhängige Steuerelement Halbleiter verwendet sind. 4. Markierungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Armbandgerät ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE342089X | 1955-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH342089A true CH342089A (de) | 1959-10-31 |
Family
ID=6237661
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH342089D CH342089A (de) | 1955-02-16 | 1956-02-13 | Markierungseinrichtung für der Verschüttungsgefahr ausgesetzte Personen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH342089A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19607157A1 (de) * | 1995-07-27 | 1997-02-06 | Holger Carlitz | Verfahren und Vorrichtung zur Ortung und Markierung von Verschütteten |
-
1956
- 1956-02-13 CH CH342089D patent/CH342089A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19607157A1 (de) * | 1995-07-27 | 1997-02-06 | Holger Carlitz | Verfahren und Vorrichtung zur Ortung und Markierung von Verschütteten |
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