CH342539A - Verfahren zur Herstellung von Reissverschlussstreifen aus einem Tragband und angewebter, die Kupplungsglieder bildender Schraubenfeder und Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Reissverschlussstreifen aus einem Tragband und angewebter, die Kupplungsglieder bildender Schraubenfeder und Webstuhl zur Ausführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Reissverschlussstreifen aus einem Tragband und angewehter, die Kupplungsglieder bildender Schraubenfeder und Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Reissverschlussstreifen, bei denen eine elastische biegsame Schraubenfeder, deren Win dungen Kupplungsglieder bilden, an der :einen Kante eines Tragbandes angeweht ist, und auf einen Band webstuhl zur Ausübung des Verfahrens. Die Schrau benfedern der vorerwähnten Reissverschlussstreifen können aus Kunststoff oder Metall bestehen, wobei die beiden Schraubenfedern zweier Verschlussstreifen durch einen Schieber in reibenden oder formschlüssi gen Eingriff gebracht und durch den Schieber ge trennt werden können. Zur Verbindung von Schraubenfedern mit Trag bändern sind verschiedene Wege bekannt, z. B. ist man so vorgegangen, dass man an die Schrauben federn eine Kordel anwickelte, die dann mit der Kante des Tragbandes vernäht wurde. Es ist weiterhin schon vorgeschlagen worden, Schraubendrähte an die Kante von Tragbändern an zuwehen, jedoch wurde für dieses Anwehen bisher keine brauchbare Lösung gefunden, so dass man in der Praxis bisher auf die vorerwähnte Verbindungs möglichkeit des Schraubendrahtes mit einem Trag band zurückgegriffen hat. Erfindungsgemäss soll unmittelbar beim Weben des Tragbandes auch die Schraubenfeder an die eine Kante des Tragbandes angeweht werden, um dadurch eine Herstellung der Reissverschlussstreifen in einem Arbeitsgang zu erreichen und somit die Herstellung dieser Streifen wesentlich zu verein fachen und zu verbilligen. Zur Lösung dieser Auf gabe besteht das Verfahren nach der Erfindung darin, dass bei dem eingangs erwähnten Verfahren die Schraubenfeder parallel neben dem einen Kan tenfaden der einen Hälfte der Kettfäden, die mit der andern Hälfte der Kettfäden jeweils das Webfach bilden, geführt wird und dass jeweils der von der freien Bandkante kommende Schussfaden nach Durchschuss durch das Fach um ein Führungsorgan geschlungen wird, von dem die Fadenschleife beim Zurückschiessen des Schussfadens durch das nächste Fach zwischen zwei Schraubenwindungen der Schrau benfeder abgleitet und die entgegen der Bandvor- schubrichtung folgende Schraubenfederwindung an die Bandkante anbindet. Zur Durchführung dieses neuen Verfahrens ist ein Bandwebstuhl geeignet, welcher erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass im Bereich des je weils letzten, von der freien Bandkante zur Schrau- benfederkante durch das Fach geschossenen Schuss- fadens ein Führungsorgan entgegen der Wirkung einer Feder verstellbar gelagert ist, um das sich der Schussfaden jeweils schlingt und welcher jeweils durch die Schussfadenspannung zum Abgleiten der Faden schlinge in den auf die letzte angebundene Schrau benwindung folgenden Windungszwischenraum ent gegen der Wirkung der genannten Feder verstellt wird. Das Führungsorgan kann vorteilhafterweise als Finger ausgebildet sein, welcher auf der Schrauben federseite in einer Ebene senkrecht zur Bandebene und Bandrichtung schwenkbar gelagert und vorteil haft zum freien Ende sich verjüngend geformt ist. Um diesen Finger schlingt sich der Schussfaden herum. Das Verfahren nach der Erfindung und der zur Ausübung desselben dienende erfindungsgemässe Bandwebstuhl werden an Hand der anliegenden Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig. 1 das Schema eines Bandwebstuhls und die Abbindung einer Schraubenfeder an ein Tragband, Fig. 2 einen vergrösserten Schnitt durch das Weblitzenauge, durch das die Schraubenfeder ver läuft, Fig. 3 einen teilweisen, waagrechten, vergrösserten Schnitt durch den Webkamm, Fig. 4 eine Aufsicht auf die Lagerung des Füh rungsorgans für den Schussfaden, Fig. 5 bis 7 drei Bewegungsstufen des Füh rungsorgans beim Anwehen der Schraubenfeder an das Tragband. Der dargestellte Bandwebstuhl ist im Prinzip von üblicher bekannter Ausführung, wobei die von einer oder mehreren Rollen ablaufenden Kettfäden <I>a</I> und<I>b</I> durch die Weblitzen la und 1b die beiden Fachhälften bilden und anschliessend durch die Riet spalte des Webkammes 2 geführt sind. Das fertige gewebte Band 3 läuft in üblicher Weise über einen Baum ab. Neben den Kettfäden a der einen Fach hälfte ist nun eine Schraubenfeder 4 aus Kunststoff oder Metall parallel zum betreffenden Kantenfaden geführt, die von einer Vorratsrolle 5 unter bestimm ter Spannung neben den Kettfäden a abläuft und durch das Auge 6 einer Weblitze geführt ist, welches in Fig. 2 vergrössert dargestellt ist und dem Profil der Schraubenfeder angepasst ist. Der Webkamm 2 ist weiter mit einem vergrösserten Rietspalt 7 (Fig. 3) für den Schraubenfederdurchlauf versehen, der abge rundet profiliert ist, so dass die Schraubenfeder ein wandfrei ohne Verklemmen hindurchlaufen kann. Zur Durchführung des Verfahrens ist weiter ent sprechend Fig. 4 bis 7 im Bereich des jeweils von der freien Bandkante zur Schraubenfederseite einge schlagenen Schussfadens 8 neben der Schraubenfeder ein Führungsorgan in Form eines Fingers 9 in einer Ebene senkrecht zur Bandebene und senkrecht zur Längsrichtung um eine Achse 10 verschwenkbar. Diese etwas oberhalb der Bandebene liegende Achse 10 mit dem Finger 9 wird durch eine Feder 11 in einer Ruhelage gehalten, in der der sich vorteilhaft zum freien Ende verjüngende Finger 9 senkrecht zur Bandebene gestellt ist. Die Achse 10 ist in einem Lager 12 eines Haltewinkels 13 gelagert. Wird nun davon ausgegangen, dass die Kettfäden a mit der Schraubenfeder 4 die untere Fachhälfte und die Kettfäden b die obere Fachhälfte bilden und ist ein Ende der Schraubenfeder an die eine Bandkante angeweht oder befestigt, so kann der Schussfaden ohne Behinderung von der freien Band kante aus durch das Fach gelegt werden, so dass er, bezogen auf die Vorwärtsbewegung des Bandes vor dem Finger 9 liegt, wie in Fig. 5 angedeutet ist. Nach dem Fachwechsel legt sich der Schussfaden 8 entsprechend Fig. 1 und 6 als Schleife um den Finger herum und wird in das Fach gelegt, wobei der Finger 9 entsprechend Fig. 6 und 7 durch die Faden spannung um die Achse 10 in Richtung gegen die Schraubenfeder 4 schwenkt. Es muss also die Span nung der Feder 11 kleiner sein als die Fadenspan nung, um die Verschwenkung des Fingers 9 zu er reichen. Das freie verjüngte Fingerende legt sich schliesslich entsprechend Fig. 7 lose gegen die Aussen seite der durch den vorhergehenden Schuss bereits angebundenen Schraubenwindung 4a und die Schlinge gleitet in dieser Stellung vom Finger 9 herab in die auf die Windung 4a folgende Windungs- lücke, so dass die nächste Windung der Schrauben feder hier an das Band angeweht wird. Das Hinein gleiten der Schussfadenschlinge in die Windungslücke wird dabei durch die Steigung der Seitenkante der Windung 4a begünstigt, so dass durch die beschrie bene Ausbildung in jedem Fall ein einwandfreies Einfassen bzw. Eingleiten der Schussfadenschlinge in die Windungslücke mit gleichmässiger Fadenspan nung erfolgt. Die vorerwähnten Vorgänge wieder holen sich dann für jede weitere Schraubenfederwin- dung. Bei der Herstellung des Reissverschlussstreifens muss naturgemäss der Abstand der Schussfäden auf die Windungsganghöhe abgestimmt sein. Anstelle des beschriebenen Fingers kann auch ein Dorn oder dergleichen verwendet werden, der gleitend und ab gefedert derart gelagert ist, dass sich der Schussfaden um ihn herumschlingen kann, und der jeweils durch die Fadenspannung so verschoben wird, dass er sich gegen die Aussenseite einer Schraubenfederwindung legt, so dass dann die Schlinge abgleitet und in den folgenden Windungszwischenraum rutschen muss. Das beschriebene Verfahren lässt es auch zu, an der Schraubenfederkante des Bandes eine beliebig profilierte Kantenverstärkung durch Einweben von zusätzlichen Kettfäden aus Textilfasern, Kunststoffen oder Metalldrähten zu erreichen, um dadurch für den Lauf des Verschlussschiebers genau definierte und glatte Führungskanten an der Schraubenfeder herzustellen. Die Kett- und,"oder Schussfäden des Bandes können ganz oder teilweise Textil- oder Kunststoffäden sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Reissverschluss streifen, bei denen eine elastisch biegsame Schrau benfeder, deren Windungen Kupplungsglieder bilden, an der einen Kante eines Tragbandes angeweht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenfeder parallel neben dem einen Kantenfaden der einen Hälfte der Kettfäden, die mit der andern Hälfte der Kettfäden jeweils das Webfach bilden, geführt wird und dass jeweils der von der freien Bandkante kom mende Schussfaden nach Durchschuss durch das Fach um ein Führungsorgan (9) geschlungen wird,von dem die Fadenschleife beim Zurückschiessen des Schussfadens durch das nächste Fach zwischen zwei Schraubenwindungen der Schraubenfeder abgleitet und die entgegen der Bandvorschubrichtung folgende Schraubenfederwindung an die Bandkante anbindet.II. Bandwebstuhl zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass im Bereich des jeweils letzten, von der freien Bandkante zur Schraubenfederkante durch das Fach geschossenen Schussfadens (8) ein Führungsorgan (9) entgegen der Wirkung einer Feder (11) verstellbar gelagert ist, um das sich der Schussfaden jeweils schlingt und welcher jeweils durch die Schussfaden- spannung zum Abgleiten der Fadenschlinge in den auf die letzte angebundene Schraubenwindung (4a) folgenden Windungszwischenraum entgegen der Wir kung der genannten Feder verstellt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Bandwebstuhl nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass auf der Schraubenfeder seite des Bandes in einer Ebene senkrecht zur Band ebene als Führungsorgan ein Finger (9) schwenkbar gelagert ist, der um eine parallel zur Bandrichtung oberhalb der Ebene des fertigen Bandes (3) liegende Achse (10) entgegen der Wirkung einer Feder (11) durch die Schussfadenspannung derart verschwenkbar ist, dass sich das freie Ende des Fingers (9) so gegen den äussern Umfangsteil einer Schraubenfederwin- dung (4a) legt, dass die Schussfadenschlinge genau in den auf die letzte angebundene Schraubenwindung (4a) folgenden Windungszwischenraum gleitet.z. Bandwebstuhl nach Patentanspruch 11 und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenfeder (4), die mit der Hälfte der Kett- fäden (a) eine Fachhälfte bildet, durch ein dem Pro fil der Schraubenfeder angepasstes Auge (6) einer Weblitze sowie durch einen abgerundet profilierten, angepassten Rietspalt des Webkammes (2) geführt ist. 3. Bandwebstuhl nach Patentanspruch 11 und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Finger (9) gegen das freie Ende hin sich verjüngend ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH342539T | 1955-02-25 |
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| CH342539D CH342539A (de) | 1955-02-25 | 1955-02-25 | Verfahren zur Herstellung von Reissverschlussstreifen aus einem Tragband und angewebter, die Kupplungsglieder bildender Schraubenfeder und Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH342539A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122464B (de) * | 1960-06-02 | 1962-01-25 | Novi Patentverwertungs G M B H | Reissverschluss mit durch Weben hergestellten Gliederreihen aus einem fortlaufenden Profilstrang aus Kunststoff |
| DE1244677B (de) * | 1960-01-22 | 1967-07-13 | Leonhard Herrmann & Co K G | Verfahren zum Anweben einer Gliederkette, insbesondere einer Reissverschlussspirale an ein Band und Vorrichtungen zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE1535679B1 (de) * | 1960-03-31 | 1970-01-02 | Talon Inc | Bandwebmaschine zum Anweben einer Verschlussgliederreihe an ein Reissverschlusstragband |
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-
1955
- 1955-02-25 CH CH342539D patent/CH342539A/de unknown
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