Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses Die Erfindung betrifft einen Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters, insbesondere für Druckkochtöpfe, und ein Verfahren für die Her stellung dieses Verschlusses.
Es sind mehrere Typen von Druckkochtöpfen auf dem Markt. Eine dieser Typen stellt einen nach den Angaben der USA-Patentschrift Nr. 2282011 konstruierten Kochtopf dar, der sich ausgezeichnet bewährt hat. Gemäss der genannten Patentschrift ist das nachstehend als Deckel bezeichnete Verschluss- organ als ein Innendeckel ausgebildet, dessen Durch messer grösser ist als der Innendurchmesser der von dem Deckel zu verschliessenden Gefässöffnung. Um den Deckel leicht in das Gefäss hinein- und aus ihm herausführen zu können, ist er aus einem biegsamen, elastischen Material, z. B. aus nichtrostendem Stahl, hergestellt und wird derart verzogen, dass er durch die Öffnung in das Gefäss eingeführt werden kann.
Im verzogenen Zustand hat der Deckel vorzugsweise eine solche Form, dass er in Richtung der Achse der Gefässöffnung, für die er bestimmt ist, gesehen, eine elliptische Projektion mit einer Haupt- und einer Nebenachse besitzt, wobei die Nebenachse kleiner ist als der Durchmesser der Gefässöffnung. Der Dek- kel kann durch Erzeugung von innern Spannungen in diese verzogene Form gebracht werden, wie dies zum Beispiel in der amerikanischen Patentschrift Nr. 2454578 beschrieben ist. Der in das Gefäss ein geführte Deckel wird dann in eine nicht verzogene oder Wirkstellung gebracht, in der er eine kreisför mige Projektion hat, so dass sein Aussenrand dicht an dem mit einer Sitzfläche ausgebildeten Rand des Ge fässes anliegt.
Diese Formveränderung wird durch die Einwirkung einer aufwärts- oder auswärtsgerichteten Kraft auf den Deckel bewirkt, die den Deckel in seine nicht verzogene oder Wirkform springen lässt, in der er dicht an dem Randsitz des Gefässes anliegt.
Druckkochtöpfe und andere Geräte mit bieg samen verzogenen Deckeln der vorstehend beschrie benen Art werden in weitem Umfang verwendet. Bei manchen von ihnen ist zu beanstanden, dass eine zu starke Kraft erforderlich ist, um den Deckel aus der verzogenen in die nicht verzogene oder Wirkform zu bringen. Dies war tatsächlich ein Nachteil, insbeson dere wenn der Deckel durch Frauen betätigt wurde, von denen viele nur schwer jene Kraft aufbringen können, die erforderlich ist, um den an einem Haus halt-Druckkochtopf angebrachten Deckel zu schlie ssen. Diesem Nachteil wurde dadurch begegnet, dass die Deckel aus Material von geringer Stärke herge stellt wurden, wodurch jedoch der in dem Gefäss zulässige Druck herabgesetzt wird.
Wenn der Deckel dagegen aus stärkerem Material hergestellt wird, um höheren Drücken gewachsen zu sein, wird der Dek- kel weniger biegsam und kann weniger leicht aus sei ner verzogenen in die nicht verzogene oder Wirkform gebracht werden.
Bisher wurden biegsame Deckel der hier bespro chenen Art dadurch hergestellt, dass aus einem Blech ein kreisförmiges Stück ausgestanzt und dieses in einer Presse derart geformt oder gezogen wurde, dass es im wesentlichen eine auf der für die Gefässinnen- seite bestimmten Seite konkave, an der Aussenseite konvexe Form annahm, worauf das so geformte Blechstück durch eine Reckbehandlung allmählich in eine verzogene Form gebracht wurde.
Die Reck behandlung wurde zum Beispiel nach der amerikani schen Patentschrift Nr. 2454758 derart durchgeführt, dass das geformte Blechstück auf einem feststehen den Zapfen zentriert und dann an diametral gegen überliegenden Punkten seines Umfanges reibungs- schlüssig von den Rollen eines Rollenpaares erfasst wird, die sich auf der Aussenfläche in entgegengesetz ten Richtungen abwälzen, während die Rollen eines zweiten, von dem ersten Rollenpaar um 90 Grad versetzten Rollenpaares an dem Blechstück in der Nähe seines Umfanges angreifen und langsam ab wärts und einwärts bewegt werden, so dass das sich drehende Blechstück an im Kreis aufeinanderfolgen den Durchmessern gebogen wird.
Das so gebogene Blechstück nimmt in Abwesenheit von auf dasselbe einwirkenden äussern Kräften etwa die Form eines Zylindermantelstückes an, das in Richtung der Achse der Gefässöffnung, für die es bestimmt ist, gesehen, eine im allgemeinen elliptische Projektion besitzt. Es kann daher in ein Gefäss eingeführt und dann durch Einwirkung einer äussern Kraft in eine nicht ver zogene Form gebracht werden, wobei sein Umfang eine Kreisform annimmt und sich gegen die kreisför mige Sitzfläche des Kochgefässes anlegt.
Es wurde nun festgestellt, dass zur Verformung des wie vorstehend beschrieben hergestellten Dek- kels, um seinen vom Blechstück gebildeten Deckel körper aus der verzogenen in die nicht verzogene oder Wirkform zu bringen, eine relativ starke Kraft anscheinend deshalb erforderlich ist, weil die bei der Reckbehandlung in dem Blechstück erzeugten innern Spannungen auf der ganzen Fläche des Deckelkör pers vorhanden sind. Diese Spannungen werden wäh rend des Verziehens in das Material durch einen Vorgang eingeführt, durch den das Material in klei nen Beträgen gestreckt wird, wobei eine molekulare Dehnung des Materials erfolgt.
Zur Aufhebung der Verziehung des durch diese Reckbehandlung verzoge nen Deckelkörpers müssen alle innern Spannungen auf der ganzen Blechstückfläche überwunden werden, wozu eine relativ starke Kraft erforderlich ist. Diese Kraft ist um so stärker, je stärker das Material des Deckelkörpers ist.
Beim Verschluss nach der Erfindung für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters besteht der Deckelkörper aus einem elastisch biegsamen, schei benförmigen Stück aus durch mechanisches Bearbei ten härtbarem Metall, das beim Fehlen äusserer Kräfte unter der Wirkung innerer Spannungen in eine un- runde, verzogene Form gekrümmt ist, um sein Ein führen in die Behälteröffnung zu ermöglichen, und das unter der Einwirkung äusserer Kräfte, die die innern Spannungen überwinden, federnd in eine kreis runde Form gebracht und darin gehalten werden kann, um die kreisförmige Öffnung des Behälters wirksam zu verschliessen.
Der Verschluss nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die innern Spannungen im Me tallstück des Verschlusses nur in einem Teil des Me tallstückes vorhanden sind.
Das Verfahren zur Herstellung dieses Verschlus ses nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass nur auf einen ausgewählten Flächenteil des zur Bildung des Verschlussdeckelkörpers verwendeten Blechstückes zur Erzeugung der innern Spannungen äussere Kräfte zur Einwirkung gebracht werden, um die zur Biegung des Blechstückes aus seiner durch die innern Spannungen bewirkten verzogenen Form in die Schliessform erforderlichen Kräfte zu verrin gern.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verschlusses ist in der beigefügten Zeichnung veran schaulicht, anhand von dem nachfolgend auch eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung beschrieben ist. Es zeigen: Fig. 1 ein Schaubild eines Druckkochtopfes mit einem Verschlussdeckel, wobei der Deckel in der Stel lung gezeigt ist, in der er den Druckkochtopf wirk sam abdichtet, Fig. 2 in grösserem Massstab den Druckkochtopf nach Fig. 1, teilweise im Schnitt, Fig.3 in kleinerem Massstab ein Schaubild des von dem Druckkochtopf entfernten Deckels,
mit dem Deckelblechstück in seinem verzogenen Zustand, in dem es ohne weiteres in das Innere des Druckkoch topfes eingeführt oder daraus entnommen werden kann, Fig. 4 das in seinem verzogenen Zustand befind liche Deckelblechstück, im Schnitt längs der ellipti schen Nebenachse, Fig. 5 das Deckelblechstück in einer Darstellung wie Fig. 4, wobei der Schnitt jedoch längs der ellipti schen Hauptachse des verzogenen Blechstückes ge führt ist,
Fig. 6 einen schematisch gehaltenen Querschnitt durch das in einem Zwischenstadium seiner Herstel lung befindliche Deckelblechstück, nach der Aus bildung eines gegengewölbten mittleren Teils, jedoch vor dem Verziehen, Fig. 7 eine schematische Darstellung der zur Her stellung der in Fig.6 gezeigten Zwischenform aus einem kreisförmigen Metallstück verwendeten Vor richtung, Fig. 8 und 9 schematisch im Querschnitt bzw.
in der Draufsicht das Blechstück eines Deckels bekann ter Art in einem Zwischenstadium seiner Herstel lung, wobei in Fig. 9 die Verteilung der innern Span nungen in dem Blechstück angedeutet ist, und Fig. 10 eine der Fig. 9 ähnliche, schematisch ge haltene Draufsicht auf das Deckelblechstück gemäss Fig. 1 bis 7.
In Fig. 1 ist der Druckkochtopf als Ganzes mit 10 bezeichnet. Es besteht aus einem Topf 12, der aus einem geeigneten Metall wie Aluminium oder nichtrostendem Stähl hergestellt werden kann. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist er zum Beispiel aus nichtrostendem Stahl gestanzt und tiefgezogen. Der Topf hat eine etwa zylindrische Form mit einem obern Teil 14, der einen kleineren Durchmesser auf weist und mit einem einwärts- und abwärtsgerichteten Wulst oder Bördelrand 16 von etwa kreisförmigem Querschnitt abgeschlossen ist, der die Öffnung 17 des Topfes begrenzt.
An dem Wulst ist ein elastischer Dichtungsring 18 befestigt, der aus einem geeigneten, gegen Flüssigkeiten, Öl und Hitze beständigen Mate- rial besteht. Die Unterseite des Ringes liegt frei und bildet eine im wesentlichen ebene, kreisringförmige Sitzfläche 20, an welcher der vom Blechstück gebil dete Deckelkörper 22 in der nicht verzogenen Schliess form anliegt. Dies wird nachstehend ausführlicher beschrieben, nachdem zum besseren Verständnis wei tere Konstruktionsmerkmale erläutert wurden. Es sei darauf hingewiesen, dass das Deckelblechstück einen an der Dichtung angreifenden Bördel- oder Wulst rand 23 hat, der den Deckel verstärkt.
An dem Topf ist in geeigneter Weise ein Hand griff 24 befestigt, der einen aus Holz oder Kunststoff bestehenden Teil 26 aufweist, der von einer Befesti gungsstange 28 durchsetzt wird, die den Teil 26 an einer Griffassung 30 aus Metall befestigt, die ihrer seits zum Beispiel durch Punktschweissung an dem Topf angebracht ist.
Zur Überführung des Deckelblechstückes 22 aus seiner durch innere Spannungen bewirkten verzogenen in seine ebenfalls gekrümmte, nicht verzogene oder Schliessform und umgekehrt dient ein am Blechstück befestigter Deckelgriffstab 32, an dessen äusserem Ende ein Griff 34 befestigt ist, der bei in den Topf eingesetztem Deckelkörper über dem Griffteil 26 angeordnet ist und etwas kleiner ist als dieser, um die Handhabung des Deckels zu erleichtern. Der Deckelkörper ist an dem Stab 32 mit Hilfe eines rohrförmigen Befestigungselementes 36 befestigt, das eine Mittelöffnung 38 des Deckelblechstückes durch setzt und in ein Formstück 40 eingeschraubt ist, das zum Beispiel durch Angiessen an dem Deckelstab 32 befestigt ist.
Im Formstück 44 ist mittels eines Ele mentes 36 eine Kammer 42 gebildet, die mit einem nach oben gehenden Rohr 44 in Verbindung steht, auf dem ein Druckregelgewicht 46 abnehmbar an geordnet ist. An dem Formstück kann ein Mano meter 48 angebracht sein. Der Deckel kann mit einer Sicherheitseinrichtung gegen Überdruck im verschlos senen Kochtopf, z. ss. mit dem elastischen Stöpsel 49 (Fig. 1), versehen sein. Diese Elemente können in verschiedener Weise ausgeführt sein.
Der Stab 32 mit Griff 34 dienen zum Verschlie ssen der kreisförmigen Öffnung des Topfes, das heisst zum dichten Anpressen des Deckelkörpers gegen die vorstehend beschriebene Sitzfläche 20 des Ringes 18 und zum Lösen des Deckelkörpers und Öffnen des Topfes. Wie nachstehend beschrieben wird, kann der Deckelkörper in seinem verzogenen Zustand in den Topf hineingeführt und aus ihm herausgenommen werden. In diesem verzogenen Zustand besitzt die axiale Projektion des Deckels eine elliptische Form mit Haupt- und Nebenachse. Die Nebenachse ist klei ner als der Durchmesser der Öffnung 17 in dem Topf, so dass der der Nebenachse entsprechende Teil des Deckelkörpers und mit ihm Stab 32 und Griff 34 zum Einsetzen des Deckels waagrecht bleiben kön nen.
Im übrigen muss der Deckelkörper mit der Hauptachse um die Nebenachse schräg gestellt, mit dem nach unten weisenden Teil X in die Öffnung ein geführt und Teil X gegen die Topfwand hin bewegt werden, bis er die Topfwand dort, wo sie den gröss ten Durchmesser besitzt, berührt oder berühren kann, worauf das dem Teil X gegenüberliegende Ende des Deckelkörpers so gesenkt wird, dass es unter den Bör- delrand 16 und Dichtungsring 18 gelangt. Der Deckel kann nun gegen die Sitzfläche 20 in Anlage gebracht und so verformt werden, dass sein Aussenrand an dem die Sitzfläche bildenden Ring anliegt.
Zu diesem Zweck wird auf den Deckel eine äussere Aufwärts kraft zur Einwirkung gebracht, und zwar durch Ver- schwenkung des Deckelgriffes und des Deckelgriff stabes. Diese Verschwenkung erfolgt hier in der Ge lenkpfanne 50, in der ein nach unten ragender An satz 54 mit Zapfen 52 gelagert ist. Der den Zapfen 52 tragende Ansatz 54 ist mit Hilfe des angegossenen Teils 56 an dem Deckelgriffstab befestigt. Die Ge lenkpfanne 50 ist in einem Pfannenformstück 50 aus gebildet, das an der Oberseite der Handgriffassung 30 befestigt ist.
Die Anordnung ist daher derart getrof fen, dass nach Einführung des Deckelkörpers in den Topf der Gelenkzapfen 52 mit dem Ansatz 54 in die Gelenkpfanne eingesetzt und der Deckelgriff 34 auf den Handgriff 26 zu bewegt werden kann, wobei der Deckelkörper die Öffnung des Topfes verschliesst und von seiner Verziehung frei wird. Der Deckel kann durch geeignete Mittel in seiner Lage gesichert wer den, z. B. durch eine drehbar auf der Stange 32 ge lagerte Klinke 60, die bei gegeneinanderbewegten Handgriffen 34 und 26 so verschwenkt wird, dass sie mit ihrem hakenförmigen äussern Teil 62 den Hand griff 24 untergreift.
Die Form des Deckelblechstückes im verzogenen Zustand ist am besten aus der perspektivisch gezeich neten Fig. 3 ersichtlich. Es hat eine im wesentlichen rechtwinklig zu dem Handgriff verlaufende Neben achse 68 und eine im wesentlichen mit dem Hand griff 26 parallelgerichtete Hauptachse 66. Die Haupt achse ist länger, und die Nebenachse ist kürzer als der Durchmesser der Topföffnung 17. Daher muss, wie oben beschrieben, der Deckelkörper in der Rich tung seiner Hauptachse in die Öffnung eingeführt werden, bis sein vorderer Rand, oben X genannt, an der Innenwand des Topfes anschlägt.
Dann wird, wie gesagt, der Deckel so gekippt, dass der Rand des Deckelkörpers völlig in den Topf hinein und unter die Dichtfläche 20 gelangt und dieser mit diametral gegenüberliegenden Teilen anliegt. Wenn man jetzt die Mitte des Deckelkörpers durch Anwendung von äusserem Zug anhebt, wird er unter Überwindung seiner innern, seinen Verzug bewirkenden Spannun gen von dem verjüngten obern Teil 14 des Topfes in die in Fig. 2 gezeigte Stellung geführt, in der er federnd in die kreisrunde gewölbte Form gebracht ist und der Wulstrand 23 des Deckelkörpers an der Sitzfläche 20 anliegt.
Um den Deckel in diese Stel lung anheben zu können, wird der Zapfen 52 in das Lager 50 eingesetzt; dann werden die Griffe 26 und 34, wie vorstehend beschrieben, zusammengedrückt, so dass auf die Mitte des Deckelkörpers eine Auf wärtskraft zur Einwirkung gebracht wird. Schliesslich wird der Deckel- gesichert, indem man die Klinke 60 in die Sicherungsstellung verschwenkt.
Im nicht verzogenen Deckelkörper (Fig. 4 und 5) bei in Schliesslage befindlichem Deckel befindet er sich bezüglich innerer Spannungen im Gleichgewicht. Während des Anziehens des Deckelkörpers gegen die Dichtung nimmt die zum Anlegen des Randes des Körpers gegen die Sitzfläche erforderliche Kraft bis zu einem gewissen Punkte zu, nach dessen über schreiten der Deckelkörper in seine nicht verzogene symmetrische Form und in die Dichtstellung springt.
Die zur Überführung des Deckelkörpers in die in Fig. 2 gezeigte Schliessstellung erforderliche Kraft ist nun durch besondere Massnahmen herabgesetzt, so dass der Deckelkörper aus dem gewünschten starken Blech hergestellt und trotzdem mit einer Kraft be tätigt werden kann, die auch von Frauen ohne wei teres ausgeübt werden kann. Zu diesem Zweck wird der Deckelkörper derart gebildet, dass die seinen Ver zug bewirkenden innern Spannungen nur in einem Teil, z.
B. ringförmigen äussern Teil, des Deckelble- ches vorhanden sind und bei seiner Überführung aus dem verzogenen Zustand in die Wirkstellung über wunden werden müssen. Das Verfahren zur Herstel lung eines Deckelkörpers dieser Art wird nun an Hand der Fig. 6 bis 10 beschrieben.
Fig.7 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Herstellung des Deckelkörpers aus einem kreisförmi gen, elastisch biegsamen Blechstück 70 aus durch mechanisches Bearbeiten härtbarem Material, z. B. nichtrostendem Stahl. Der Zuschnitt wird an seinem Umfangsrand zwischen ringförmigen Einspannorga- nen 72 und 74 eingespannt. Eines dieser Einspann organe, z. B. das Organ 72, ist beweglich, während das andere Einspannorgan an einer Grundplatte 76 befestigt sein kann.
In dem Einspannorgan 74 ist ein kreisförmiges Stützorgan 78 aus elastischem Ma terial, z. B. Gummi, angeordnet, das oben eine ebene Fläche 80 aufweist, die die Unterseite des Blech stückes 70 abstützt.
Die Vorrichtung weist einen beweglichen Zieh stempel 82 auf. Die Arbeitsfläche 84 des Ziehstem pels ist, wie Fig.7 zeigt, so ausgebildet, dass das Blechstück 70 in der Mitte gar nicht und über etwa einen Fünftel seines Radius um die Mitte verhältnis mässig wenig verformt bzw. von der Deckelaussenseite gesehen konkav gekrümmt wird. Die Verformung bzw. konkav-konvexe Krümmung wird am stärksten in einem ringförmigen Streifen, dessen Aussendurch messer A etwa dem halben Körperdurchmesser A -f- 2 B entspricht.
Wie die Fig. 7 zeigt, ist die Arbeitsfläche 84 des Stempels 12 dabei so ausgebil det, dass der mittlere Teil des Stempels mit einem entsprechenden Durchmesser nach unten konvex und der ringförmige äussere Teil entgegengesetzt gekrümmt, also konkav ausgebildet ist.
Beim Ziehen des Blechstückes 70 für den Dek- kelkörper wird der Ziehstempel abwärts gedrückt. Dabei kommt der Ziehstempel 82 zuerst mit - der Mitte und dem Rand gegen das Blechstück 70 zum Anliegen. Die elastischen Gummimassen fliessen beim weiteren Vorrücken des Stempels unter diesen An lageflächen langsam weg und drücken dadurch das Blech an den Stellen, an denen der Stempel noch nicht anliegt, langsam nach oben, bis das Blech über die ganze Stempelfläche an dem Stempel an liegt.
Bei solchem Ziehen bleibt der mittlere Teil des Blechstückes weitgehend von Spannungen frei, und nur der äussere Rand oder Umfangsteil zeigt innere Spannungen.
Das mit Hilfe des Stempels 82 verformte Blech stück hat die in Fig. 6 dargestellte Querschnittsform. Die Fig. d zeigt den Deckelkörper 88 in einem Zwischenstadium seiner Herstellung, das heisst nach der ursprünglichen Verformung, jedoch vor der sein Verziehen bewirkenden Bearbeitung. Der in Fig.6 gezeigte Deckelkörper weist jedoch am Umfang bereits den Bördelrand 23 auf.
Die Form des Deckel körpers entspricht der Arbeitsfläche 84; er hat den nach unten konkaven mittleren Teil 90 und den nach oben gewölbten ringförmigen äussern Teil 92; er ist noch nicht verzogen, befindet sich aber in einem Zustand mit innern Spannungen. Man könnte seine Form als die einer Drehfläche ansehen, wobei der Bördelrand sich in einer einzigen zur Deckelachse senkrechten Ebene befindet.
Zur Fertigstellung des Deckelkörpers wird er durch mechanische Bearbeitung mittels äusserer Kräfte gereckt, so dass er die verzogene Form (Fig.3) einnimmt. In der USA-Patentschrift Num mer 2454758 ist der Reckvorgang beschrieben.
Bei dieser Bearbeitung wird, wie eingangs erwähnt, der Deckelkörper auf seiner ganzen Fläche in Teilbeträ gen gestreckt, so dass eine molekulare Dehnung des Materials derart erfolgt, dass der mittlere Teil von der in Fig. 6 im Querschnitt gezeigten konkaven in eine dauernd konvexe Form gemäss Fig.3 bis 5 übergeht und dabei, soweit er innere Spannungen besitzt, entspannt wird, während in dem ringförmi gen äussern Teil des Deckelkörpers innere Span nungen verbleiben, die den Deckelkörper in die elliptische Grundrissform gemäss Fig.3 verziehen.
Fig. 10 zeigt schematisch, wie in dem derart verzogenen Deckelkörper innere Spannungen nur in dem ringförmigen äussern Teil vorhanden sind. Nach dem Verziehen sind in dem mittleren Teil praktisch keine innern Spannungen vorhanden und zur überführung des Deckelkörpers aus seinem ver zogenen Zustand in seine nicht verzogene oder Schliessform zu überwinden.
Bei der genannten überführung müssen nur die in dem ringförmigen äussern Teil 92 vorhandenen innern Spannungen überwunden werden, die in einem kleinen Sektor 94 schematisch angedeutet sind, so dass die zum wirksamen Schliessen des Kopftopf verschlusses erforderlichen Kräfte kleiner sind als bei den bekannten, eingangs beschriebenen Ver schlüssen. Der gezeichnete und beschriebene. Verschlussdek- kel unterscheidet sich deutlich von dem bekannten, in Fig. 8 und 9 dargestellten, mit nicht verzogenem Deckelkörper 96.
Der Deckelkörper 96 ist axialsym- metrisch napfförmig ausgebildet. Wenn er zum Zweck seines Verziehens gereckt wird, werden in dem Dek- kelkörper über seine ganze Fläche innere Spannun gen erzeugt, die in dem Sektor 98 schematisch an gedeutet sind. Beim zum Zweck seines Verziehens gereckten Deckelkörper müssen bei seiner überfüh- rung aus der verzogenen in seine nicht verzogene oder Schliesslage die innern Spannungen in dem gan zen Deckelkörper überwunden werden.
Dazu ist eine wesentlich grössere Kraft erforderlich als bei dem oben beschriebenen Verschlussdeckel, bei dem der mittlere Teil des Deckelkörpers frei von Spannun gen ist.
Der dauernd spannungsfreie mittlere Teil kann einen beträchtlichen Teil des Deckelkörpers bilden. Bei einem Deckel mit einem Durchmesser des Deckel körpers von etwa 18 cm kann dieser mittlere Teil einen Durchmesser von etwa 11 cm haben. Die Bau höhe des Deckelkörpers in dem in Fig. 6 gezeigten Zwischenstadium kann etwa 8 mm und die Tiefe des konkaven mittleren Teils etwa 3 mm betragen. Diese Verhältnisse können jedoch abgeändert und bei Deckeln anderer Grösse anders gewählt werden.
Der beschriebene Deckel kann selbst von schwa chen Personen sehr leicht betätigt werden, ohne dass die Sicherheit des mit dem Deckel verschlossenen Druckkochtopfes gefährdet ist. Zur Erhöhung der Sicherheit beim Druckkochen können auch schwerere Deckel hergestellt werden, die trotzdem leicht be tätigt werden können.