CH342720A - Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses - Google Patents

Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses

Info

Publication number
CH342720A
CH342720A CH342720DA CH342720A CH 342720 A CH342720 A CH 342720A CH 342720D A CH342720D A CH 342720DA CH 342720 A CH342720 A CH 342720A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sheet metal
closure
metal piece
shape
internal stresses
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Vischer Jr C O Company
Original Assignee
Alfred Vischer Jr C O Vischer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Vischer Jr C O Vischer filed Critical Alfred Vischer Jr C O Vischer
Publication of CH342720A publication Critical patent/CH342720A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J27/00Cooking-vessels
    • A47J27/08Pressure-cookers; Lids or locking devices specially adapted therefor
    • A47J27/0804Locking devices
    • A47J27/0815Locking devices where vessel and lid have adapted shapes to provide for the locking action

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description


  Verschluss für eine     kreisförmige    Öffnung eines Behälters       und    Verfahren für die Herstellung des     Verschlusses       Die Erfindung betrifft einen Verschluss für eine  kreisförmige Öffnung eines Behälters, insbesondere  für Druckkochtöpfe, und ein Verfahren für die Her  stellung dieses Verschlusses.  



  Es sind mehrere Typen von Druckkochtöpfen  auf dem Markt. Eine dieser Typen stellt einen nach  den Angaben der     USA-Patentschrift    Nr. 2282011  konstruierten Kochtopf dar, der sich ausgezeichnet  bewährt hat. Gemäss der genannten Patentschrift ist  das nachstehend als Deckel bezeichnete     Verschluss-          organ    als ein Innendeckel ausgebildet, dessen Durch  messer grösser ist als der Innendurchmesser der von  dem Deckel zu verschliessenden Gefässöffnung. Um  den Deckel leicht in das Gefäss hinein- und aus ihm  herausführen zu     können,    ist er aus einem biegsamen,  elastischen Material, z. B. aus nichtrostendem Stahl,  hergestellt und wird derart verzogen, dass er durch  die Öffnung in das Gefäss eingeführt werden kann.

    Im verzogenen Zustand hat der Deckel vorzugsweise  eine solche Form, dass er in Richtung der Achse der  Gefässöffnung, für die er bestimmt ist, gesehen, eine  elliptische Projektion mit einer Haupt- und einer  Nebenachse besitzt, wobei die Nebenachse     kleiner     ist als der Durchmesser der Gefässöffnung. Der     Dek-          kel    kann durch Erzeugung von innern Spannungen  in diese verzogene Form gebracht werden, wie dies  zum Beispiel in der amerikanischen Patentschrift  Nr. 2454578 beschrieben ist. Der in das Gefäss ein  geführte Deckel wird dann in eine nicht verzogene  oder Wirkstellung gebracht, in der er eine kreisför  mige Projektion hat, so dass sein Aussenrand dicht an  dem mit einer Sitzfläche ausgebildeten Rand des Ge  fässes anliegt.

   Diese Formveränderung wird durch die  Einwirkung einer aufwärts- oder auswärtsgerichteten  Kraft auf den Deckel bewirkt,     die    den Deckel in seine    nicht verzogene oder Wirkform springen lässt,     in    der  er dicht an dem Randsitz des Gefässes anliegt.  



  Druckkochtöpfe und andere Geräte     mit    bieg  samen verzogenen     Deckeln    der vorstehend beschrie  benen Art werden in weitem Umfang verwendet. Bei  manchen von ihnen ist zu beanstanden, dass eine zu  starke Kraft erforderlich ist, um den Deckel aus der  verzogenen in die nicht verzogene oder Wirkform zu  bringen. Dies war tatsächlich ein Nachteil, insbeson  dere wenn der Deckel durch Frauen betätigt wurde,  von denen viele nur schwer jene Kraft aufbringen  können, die erforderlich ist, um den an einem Haus  halt-Druckkochtopf angebrachten Deckel zu schlie  ssen. Diesem Nachteil wurde dadurch begegnet, dass  die Deckel aus Material von geringer Stärke herge  stellt wurden, wodurch jedoch der in dem Gefäss  zulässige Druck herabgesetzt wird.

   Wenn der Deckel  dagegen aus stärkerem Material hergestellt wird, um  höheren Drücken gewachsen zu sein, wird der     Dek-          kel    weniger biegsam und kann weniger leicht aus sei  ner verzogenen in die nicht verzogene oder Wirkform  gebracht werden.  



  Bisher wurden biegsame Deckel der hier bespro  chenen Art dadurch hergestellt, dass aus     einem    Blech  ein     kreisförmiges    Stück ausgestanzt und     dieses    in  einer Presse derart geformt oder gezogen wurde, dass  es im     wesentlichen    eine auf der für die     Gefässinnen-          seite    bestimmten Seite konkave, an der Aussenseite  konvexe Form annahm, worauf das so     geformte     Blechstück durch eine Reckbehandlung     allmählich    in  eine verzogene Form gebracht wurde.

   Die Reck  behandlung wurde zum Beispiel nach der amerikani  schen Patentschrift Nr. 2454758 derart durchgeführt,  dass das geformte Blechstück auf einem feststehen  den Zapfen zentriert und dann an diametral gegen  überliegenden Punkten seines     Umfanges    reibungs-      schlüssig von den Rollen eines Rollenpaares erfasst  wird, die sich auf der Aussenfläche in entgegengesetz  ten Richtungen abwälzen,     während    die Rollen eines  zweiten, von dem ersten Rollenpaar um 90 Grad  versetzten Rollenpaares an dem Blechstück in der  Nähe seines Umfanges angreifen und langsam ab  wärts und einwärts bewegt werden, so dass das sich  drehende Blechstück an     im    Kreis aufeinanderfolgen  den Durchmessern gebogen wird.

   Das so gebogene  Blechstück nimmt in Abwesenheit von auf dasselbe  einwirkenden     äussern    Kräften etwa die Form eines       Zylindermantelstückes    an, das in Richtung der Achse  der Gefässöffnung, für die es bestimmt ist, gesehen,  eine im allgemeinen elliptische Projektion besitzt. Es  kann daher in ein Gefäss eingeführt und dann durch  Einwirkung einer     äussern    Kraft in eine nicht ver  zogene Form gebracht werden, wobei sein Umfang  eine     Kreisform        annimmt    und sich gegen die kreisför  mige Sitzfläche des Kochgefässes anlegt.  



  Es wurde nun festgestellt,     dass    zur Verformung  des wie vorstehend beschrieben hergestellten     Dek-          kels,    um seinen vom Blechstück gebildeten Deckel  körper aus der verzogenen in die nicht verzogene  oder Wirkform zu     bringen,    eine relativ starke Kraft  anscheinend deshalb erforderlich ist, weil die bei der  Reckbehandlung in dem Blechstück erzeugten     innern     Spannungen auf der ganzen Fläche des Deckelkör  pers vorhanden sind. Diese Spannungen werden wäh  rend des     Verziehens    in das Material durch einen  Vorgang     eingeführt,    durch den das Material in klei  nen Beträgen gestreckt wird, wobei eine molekulare  Dehnung des Materials erfolgt.

   Zur Aufhebung der  Verziehung des durch diese Reckbehandlung verzoge  nen Deckelkörpers müssen alle innern Spannungen  auf der     ganzen        Blechstückfläche    überwunden werden,  wozu eine relativ starke Kraft erforderlich ist. Diese  Kraft ist um so stärker, je stärker das Material des  Deckelkörpers ist.  



  Beim Verschluss nach der Erfindung für eine  kreisförmige Öffnung eines Behälters besteht der  Deckelkörper aus einem elastisch biegsamen, schei  benförmigen Stück aus durch mechanisches Bearbei  ten     härtbarem    Metall, das beim Fehlen äusserer Kräfte  unter der Wirkung     innerer    Spannungen in eine     un-          runde,    verzogene Form gekrümmt ist, um sein Ein  führen in die Behälteröffnung zu ermöglichen, und  das unter der Einwirkung äusserer Kräfte, die die  innern Spannungen überwinden, federnd in eine kreis  runde Form gebracht und darin gehalten werden  kann, um die     kreisförmige        Öffnung    des Behälters  wirksam zu verschliessen.  



  Der Verschluss nach der Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    die innern Spannungen im Me  tallstück des Verschlusses nur in einem Teil des Me  tallstückes vorhanden sind.  



  Das Verfahren zur Herstellung dieses Verschlus  ses nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,  dass nur auf einen ausgewählten Flächenteil des zur  Bildung des     Verschlussdeckelkörpers    verwendeten  Blechstückes zur Erzeugung der innern Spannungen    äussere Kräfte     zur    Einwirkung gebracht werden, um  die zur Biegung des Blechstückes aus seiner durch  die innern Spannungen bewirkten verzogenen Form  in die Schliessform erforderlichen Kräfte zu verrin  gern.  



  Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen  Verschlusses ist in der beigefügten Zeichnung veran  schaulicht, anhand von dem nachfolgend auch eine  beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens nach  der Erfindung beschrieben ist. Es zeigen:       Fig.    1 ein Schaubild eines Druckkochtopfes mit  einem     Verschlussdeckel,    wobei der Deckel in der Stel  lung gezeigt ist, in der er den Druckkochtopf wirk  sam abdichtet,       Fig.    2 in grösserem Massstab den Druckkochtopf  nach     Fig.    1, teilweise im Schnitt,       Fig.3    in kleinerem Massstab ein Schaubild des  von dem Druckkochtopf     entfernten    Deckels,

   mit dem       Deckelblechstück    in seinem verzogenen Zustand, in  dem es ohne weiteres in das Innere des Druckkoch  topfes eingeführt oder daraus     entnommen    werden  kann,       Fig.    4 das in seinem verzogenen Zustand befind  liche     Deckelblechstück,    im Schnitt längs der ellipti  schen Nebenachse,       Fig.    5 das     Deckelblechstück    in einer Darstellung  wie     Fig.    4, wobei der Schnitt jedoch längs der ellipti  schen Hauptachse des verzogenen Blechstückes ge  führt ist,

         Fig.    6 einen schematisch gehaltenen Querschnitt  durch das in einem Zwischenstadium seiner Herstel  lung befindliche     Deckelblechstück,    nach der Aus  bildung eines gegengewölbten mittleren Teils, jedoch  vor dem Verziehen,       Fig.    7 eine schematische Darstellung der zur Her  stellung der in     Fig.6    gezeigten Zwischenform aus  einem kreisförmigen Metallstück verwendeten Vor  richtung,       Fig.    8 und 9 schematisch im Querschnitt bzw.

   in  der Draufsicht das Blechstück eines Deckels bekann  ter Art in einem Zwischenstadium seiner Herstel  lung, wobei in     Fig.    9 die Verteilung der innern Span  nungen in dem Blechstück angedeutet ist, und       Fig.    10 eine der     Fig.    9 ähnliche, schematisch ge  haltene Draufsicht auf das     Deckelblechstück    gemäss       Fig.    1 bis 7.  



  In     Fig.    1 ist der     Druckkochtopf    als Ganzes mit  10 bezeichnet. Es besteht aus einem Topf 12, der  aus einem geeigneten Metall wie Aluminium oder  nichtrostendem Stähl hergestellt werden kann. Beim  dargestellten Ausführungsbeispiel ist er zum Beispiel  aus nichtrostendem Stahl gestanzt und tiefgezogen.  Der Topf hat eine etwa zylindrische Form mit einem  obern Teil 14, der einen kleineren Durchmesser auf  weist und mit einem einwärts- und     abwärtsgerichteten     Wulst oder     Bördelrand    16 von etwa     kreisförmigem     Querschnitt abgeschlossen ist, der die Öffnung 17 des  Topfes begrenzt.

   An dem Wulst ist ein elastischer  Dichtungsring 18 befestigt, der aus einem geeigneten,  gegen Flüssigkeiten, Öl und Hitze beständigen Mate-           rial    besteht. Die Unterseite des Ringes liegt frei und  bildet eine im wesentlichen ebene, kreisringförmige  Sitzfläche 20, an welcher der vom Blechstück gebil  dete Deckelkörper 22 in der nicht verzogenen Schliess  form anliegt. Dies wird nachstehend ausführlicher  beschrieben, nachdem zum besseren Verständnis wei  tere Konstruktionsmerkmale erläutert wurden. Es sei  darauf hingewiesen, dass das     Deckelblechstück    einen  an der Dichtung angreifenden     Bördel-    oder Wulst  rand 23 hat, der den Deckel verstärkt.  



  An dem Topf ist in geeigneter Weise ein Hand  griff 24 befestigt, der einen aus Holz oder Kunststoff  bestehenden Teil 26 aufweist, der von einer Befesti  gungsstange 28 durchsetzt wird, die den Teil 26 an  einer Griffassung 30 aus Metall befestigt, die ihrer  seits zum Beispiel durch     Punktschweissung    an dem  Topf angebracht ist.  



  Zur Überführung des     Deckelblechstückes    22 aus  seiner durch innere Spannungen bewirkten verzogenen  in seine ebenfalls gekrümmte, nicht verzogene oder  Schliessform und umgekehrt dient ein am Blechstück  befestigter     Deckelgriffstab    32, an dessen äusserem  Ende ein Griff 34 befestigt ist, der bei in den Topf  eingesetztem Deckelkörper über dem Griffteil 26  angeordnet ist und etwas kleiner ist als dieser, um  die Handhabung des Deckels zu erleichtern. Der  Deckelkörper ist an dem Stab 32 mit Hilfe eines  rohrförmigen Befestigungselementes 36 befestigt, das  eine Mittelöffnung 38 des     Deckelblechstückes    durch  setzt und in ein Formstück 40 eingeschraubt ist, das  zum Beispiel durch Angiessen an dem Deckelstab 32  befestigt ist.

   Im Formstück 44     ist    mittels eines Ele  mentes 36 eine Kammer 42 gebildet, die mit einem  nach oben gehenden Rohr 44 in Verbindung steht,  auf dem ein     Druckregelgewicht    46 abnehmbar an  geordnet ist. An dem Formstück kann ein Mano  meter 48 angebracht sein. Der Deckel kann mit einer  Sicherheitseinrichtung gegen Überdruck im verschlos  senen Kochtopf, z. ss. mit dem elastischen Stöpsel 49       (Fig.    1), versehen sein. Diese Elemente können in  verschiedener Weise     ausgeführt    sein.  



  Der Stab 32 mit Griff 34 dienen zum Verschlie  ssen der kreisförmigen Öffnung des Topfes, das heisst  zum dichten Anpressen des Deckelkörpers gegen die  vorstehend beschriebene Sitzfläche 20 des Ringes 18  und zum Lösen des Deckelkörpers und Öffnen des  Topfes. Wie nachstehend beschrieben wird, kann der  Deckelkörper in seinem verzogenen Zustand in den  Topf hineingeführt und aus ihm herausgenommen  werden. In diesem verzogenen Zustand besitzt die  axiale Projektion des Deckels eine elliptische Form  mit Haupt- und Nebenachse. Die Nebenachse ist klei  ner als der Durchmesser der Öffnung 17 in dem  Topf, so dass der der Nebenachse entsprechende Teil  des Deckelkörpers und mit ihm Stab 32 und Griff 34  zum Einsetzen des Deckels waagrecht bleiben kön  nen.

   Im übrigen muss der Deckelkörper mit der  Hauptachse um die Nebenachse schräg gestellt, mit  dem nach unten weisenden Teil X in die Öffnung ein  geführt und Teil X gegen die Topfwand hin bewegt    werden, bis er die Topfwand dort, wo sie den gröss  ten Durchmesser besitzt, berührt oder berühren kann,  worauf das dem Teil X gegenüberliegende Ende des  Deckelkörpers so gesenkt wird, dass es unter den     Bör-          delrand    16 und Dichtungsring 18 gelangt. Der Deckel  kann nun gegen die Sitzfläche 20 in Anlage gebracht  und so verformt werden, dass sein Aussenrand an dem  die Sitzfläche bildenden     Ring    anliegt.

   Zu diesem  Zweck wird auf den Deckel eine äussere Aufwärts  kraft zur Einwirkung gebracht, und zwar durch     Ver-          schwenkung    des     Deckelgriffes    und des Deckelgriff  stabes. Diese     Verschwenkung    erfolgt hier in der Ge  lenkpfanne 50, in der ein nach unten ragender An  satz 54 mit Zapfen 52 gelagert ist. Der den Zapfen  52 tragende Ansatz 54 ist mit     Hilfe    des angegossenen  Teils 56 an dem     Deckelgriffstab    befestigt. Die Ge  lenkpfanne 50 ist in einem     Pfannenformstück    50 aus  gebildet, das an der Oberseite der     Handgriffassung    30  befestigt ist.

   Die Anordnung ist daher derart getrof  fen, dass nach Einführung des Deckelkörpers in den  Topf der Gelenkzapfen 52 mit dem Ansatz 54 in die  Gelenkpfanne     eingesetzt    und der Deckelgriff 34 auf  den Handgriff 26 zu bewegt werden kann, wobei der  Deckelkörper die Öffnung des Topfes verschliesst und  von seiner Verziehung frei wird. Der Deckel kann  durch geeignete Mittel in seiner Lage gesichert wer  den, z. B. durch eine drehbar auf der Stange 32 ge  lagerte Klinke 60, die bei     gegeneinanderbewegten          Handgriffen    34 und 26 so     verschwenkt    wird, dass sie  mit ihrem hakenförmigen     äussern    Teil 62 den Hand  griff 24     untergreift.     



  Die Form des     Deckelblechstückes    im verzogenen  Zustand ist am besten aus der perspektivisch gezeich  neten     Fig.    3 ersichtlich. Es hat eine im wesentlichen  rechtwinklig zu dem     Handgriff    verlaufende Neben  achse 68 und eine im wesentlichen mit dem Hand  griff 26 parallelgerichtete Hauptachse 66. Die Haupt  achse ist länger, und die Nebenachse ist kürzer als  der Durchmesser der Topföffnung 17. Daher muss,  wie oben beschrieben, der Deckelkörper in der Rich  tung seiner Hauptachse in die     Öffnung    eingeführt  werden, bis sein vorderer Rand, oben X genannt, an  der Innenwand des Topfes anschlägt.

   Dann wird, wie  gesagt, der Deckel so gekippt, dass der Rand des  Deckelkörpers     völlig    in den Topf hinein und unter  die Dichtfläche 20 gelangt und dieser mit diametral  gegenüberliegenden     Teilen    anliegt. Wenn man jetzt  die Mitte des Deckelkörpers durch Anwendung von  äusserem Zug anhebt, wird er unter Überwindung  seiner innern, seinen Verzug bewirkenden Spannun  gen von dem verjüngten obern Teil 14 des Topfes  in die in     Fig.    2 gezeigte Stellung geführt, in der er  federnd in die kreisrunde gewölbte Form gebracht  ist und der     Wulstrand    23 des Deckelkörpers an der  Sitzfläche 20 anliegt.

   Um den Deckel in     diese    Stel  lung anheben zu können, wird der Zapfen 52 in das  Lager 50     eingesetzt;    dann werden die Griffe 26 und  34, wie vorstehend beschrieben, zusammengedrückt,  so dass auf die Mitte des     Deckelkörpers    eine Auf  wärtskraft zur Einwirkung gebracht wird. Schliesslich      wird der Deckel- gesichert, indem man die Klinke 60  in die Sicherungsstellung     verschwenkt.     



  Im nicht verzogenen     Deckelkörper        (Fig.    4 und 5)  bei in Schliesslage befindlichem Deckel befindet er  sich     bezüglich    innerer Spannungen im Gleichgewicht.  Während des Anziehens des     Deckelkörpers    gegen die  Dichtung nimmt die zum Anlegen des Randes des  Körpers gegen die Sitzfläche erforderliche Kraft bis  zu einem gewissen Punkte zu, nach dessen über  schreiten der Deckelkörper in seine nicht verzogene  symmetrische     Form    und in die Dichtstellung springt.  



  Die zur     Überführung    des Deckelkörpers in die in       Fig.    2     gezeigte    Schliessstellung erforderliche Kraft ist  nun durch besondere Massnahmen herabgesetzt, so  dass der Deckelkörper aus dem gewünschten starken  Blech hergestellt und trotzdem mit einer Kraft be  tätigt werden kann, die auch von Frauen ohne wei  teres ausgeübt werden kann. Zu diesem Zweck wird  der Deckelkörper     derart    gebildet, dass die seinen Ver  zug bewirkenden innern Spannungen nur in einem  Teil, z.

   B. ringförmigen     äussern    Teil, des     Deckelble-          ches    vorhanden sind und bei seiner     Überführung    aus  dem verzogenen Zustand in die Wirkstellung über  wunden werden müssen. Das Verfahren zur Herstel  lung eines Deckelkörpers dieser Art wird nun an  Hand der     Fig.    6 bis 10 beschrieben.  



       Fig.7    zeigt schematisch eine Vorrichtung zur  Herstellung des     Deckelkörpers    aus einem kreisförmi  gen, elastisch biegsamen Blechstück 70 aus durch  mechanisches Bearbeiten     härtbarem    Material, z. B.  nichtrostendem Stahl. Der Zuschnitt wird an seinem       Umfangsrand    zwischen ringförmigen     Einspannorga-          nen    72 und 74 eingespannt.     Eines    dieser Einspann  organe, z. B. das Organ 72, ist     beweglich,    während  das andere     Einspannorgan    an     einer        Grundplatte    76  befestigt sein kann.

   In dem     Einspannorgan    74 ist  ein kreisförmiges Stützorgan 78 aus elastischem Ma  terial, z. B. Gummi,     angeordnet,    das oben eine ebene  Fläche 80 aufweist, die die Unterseite des Blech  stückes 70 abstützt.  



  Die Vorrichtung weist einen beweglichen Zieh  stempel 82 auf. Die Arbeitsfläche 84 des Ziehstem  pels ist, wie     Fig.7    zeigt, so ausgebildet, dass das  Blechstück 70 in der Mitte gar nicht und über etwa  einen Fünftel seines Radius um die Mitte verhältnis  mässig wenig verformt bzw. von der Deckelaussenseite  gesehen konkav gekrümmt wird. Die Verformung  bzw. konkav-konvexe Krümmung wird am stärksten  in einem     ringförmigen    Streifen, dessen Aussendurch  messer A etwa dem halben Körperdurchmesser  A     -f-    2 B entspricht.

   Wie die     Fig.    7 zeigt, ist die  Arbeitsfläche 84 des Stempels 12 dabei so ausgebil  det, dass der mittlere Teil des Stempels mit einem  entsprechenden Durchmesser nach unten konvex  und der     ringförmige    äussere Teil entgegengesetzt  gekrümmt, also konkav ausgebildet ist.  



  Beim Ziehen des Blechstückes 70 für den     Dek-          kelkörper    wird der Ziehstempel abwärts gedrückt.  Dabei kommt der Ziehstempel 82 zuerst mit - der  Mitte und dem Rand gegen das Blechstück 70 zum    Anliegen. Die elastischen Gummimassen fliessen beim  weiteren Vorrücken des Stempels unter diesen An  lageflächen langsam weg und drücken dadurch das  Blech an den Stellen, an denen der Stempel noch  nicht anliegt, langsam nach oben, bis das Blech  über die ganze Stempelfläche an dem Stempel an  liegt.  



  Bei solchem Ziehen bleibt der mittlere Teil des  Blechstückes weitgehend von Spannungen frei, und  nur der äussere Rand oder     Umfangsteil    zeigt innere  Spannungen.  



  Das mit Hilfe des Stempels 82 verformte Blech  stück hat die in     Fig.    6 dargestellte     Querschnittsform.     Die     Fig.    d zeigt den Deckelkörper 88 in     einem     Zwischenstadium seiner Herstellung, das heisst nach  der ursprünglichen Verformung, jedoch vor der sein  Verziehen bewirkenden Bearbeitung. Der in     Fig.6     gezeigte Deckelkörper weist jedoch am Umfang  bereits den     Bördelrand    23 auf.

   Die Form des Deckel  körpers entspricht der Arbeitsfläche 84; er hat den  nach unten konkaven mittleren Teil 90 und den nach  oben gewölbten     ringförmigen    äussern Teil 92; er ist  noch nicht verzogen, befindet sich aber in einem  Zustand mit innern Spannungen. Man könnte seine  Form als die einer     Drehfläche    ansehen, wobei der       Bördelrand    sich in einer einzigen zur Deckelachse  senkrechten Ebene befindet.  



  Zur Fertigstellung des Deckelkörpers wird er  durch mechanische Bearbeitung mittels äusserer  Kräfte gereckt, so dass er die verzogene Form       (Fig.3)        einnimmt.    In der     USA-Patentschrift    Num  mer 2454758 ist der Reckvorgang beschrieben.

   Bei  dieser Bearbeitung wird, wie eingangs erwähnt, der  Deckelkörper auf seiner ganzen Fläche in Teilbeträ  gen gestreckt, so dass eine molekulare Dehnung des  Materials derart erfolgt, dass der mittlere Teil von  der in     Fig.    6     im    Querschnitt gezeigten konkaven in  eine     dauernd    konvexe Form gemäss     Fig.3    bis 5  übergeht und dabei, soweit er innere Spannungen  besitzt, entspannt wird, während in dem ringförmi  gen äussern Teil des     Deckelkörpers    innere Span  nungen verbleiben, die den Deckelkörper in die  elliptische     Grundrissform    gemäss     Fig.3    verziehen.  



       Fig.    10 zeigt schematisch, wie in dem derart  verzogenen Deckelkörper innere Spannungen nur  in dem ringförmigen äussern Teil vorhanden sind.  Nach dem Verziehen sind in dem mittleren Teil  praktisch keine innern Spannungen vorhanden und  zur     überführung    des Deckelkörpers aus seinem ver  zogenen Zustand in seine nicht verzogene oder  Schliessform zu überwinden.  



  Bei der genannten     überführung    müssen nur die  in dem     ringförmigen        äussern    Teil 92 vorhandenen  innern     Spannungen    überwunden werden, die in  einem kleinen Sektor 94 schematisch angedeutet sind,  so dass die zum wirksamen Schliessen des Kopftopf  verschlusses erforderlichen Kräfte kleiner sind als  bei den bekannten, eingangs beschriebenen Ver  schlüssen.      Der gezeichnete und     beschriebene.        Verschlussdek-          kel    unterscheidet sich deutlich von dem bekannten,  in     Fig.    8 und 9 dargestellten, mit nicht verzogenem  Deckelkörper 96.

   Der Deckelkörper 96 ist     axialsym-          metrisch        napfförmig    ausgebildet. Wenn er zum Zweck  seines     Verziehens    gereckt wird, werden in dem     Dek-          kelkörper    über seine ganze Fläche innere Spannun  gen erzeugt, die in dem Sektor 98 schematisch an  gedeutet sind. Beim zum Zweck seines     Verziehens     gereckten Deckelkörper müssen bei seiner     überfüh-          rung    aus der verzogenen in seine nicht verzogene  oder Schliesslage die innern Spannungen in dem gan  zen Deckelkörper überwunden werden.

   Dazu ist eine  wesentlich grössere Kraft erforderlich als bei dem  oben beschriebenen     Verschlussdeckel,    bei dem der  mittlere Teil des Deckelkörpers frei von Spannun  gen ist.  



  Der dauernd spannungsfreie mittlere Teil kann  einen beträchtlichen Teil des Deckelkörpers bilden.  Bei einem Deckel mit einem Durchmesser des Deckel  körpers von etwa 18 cm kann dieser mittlere Teil  einen Durchmesser von etwa 11 cm haben. Die Bau  höhe des Deckelkörpers in dem in     Fig.    6 gezeigten       Zwischenstadium    kann etwa 8 mm und die Tiefe  des konkaven mittleren Teils etwa 3 mm betragen.  Diese Verhältnisse können jedoch abgeändert und  bei Deckeln anderer Grösse anders gewählt werden.  



  Der beschriebene Deckel kann selbst von schwa  chen Personen sehr leicht betätigt werden, ohne dass  die Sicherheit des mit dem Deckel verschlossenen  Druckkochtopfes gefährdet ist. Zur Erhöhung der  Sicherheit beim     Druckkochen    können auch schwerere  Deckel hergestellt werden, die trotzdem leicht be  tätigt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters, bei dem der Deckelkörper aus einem ela stisch biegsamen, scheibenförmigen Stück aus durch mechanisches Bearbeiten härtbarem Metall besteht, das beim Fehlen äusserer Kräfte unter der Wirkung innerer Spannungen in eine unrunde, verzogene Form gekrümmt ist, um sein Einführen in die Behälteröff nung zu ermöglichen, und das unter der Einwirkung äusserer Kräfte, die die innern Spannungen überwin den, federnd in eine kreisrunde Form gebracht und darin gehalten werden kann, um die kreisförmige Öffnung des Behälters wirksam zu verschliessen, da durch gekennzeichnet,
    dass die innern Spannungen nur in einem Teil des Metallstückes des Verschlusses vor handen sind. 1I. Verfahren zur Herstellung des Verschlusses nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nur auf einen ausgewählten Flächenteil des zur Bil dung des Verschlussdeckelkörpers verwendeten Blech stückes zur Erzeugung der innern Spannungen äussere Kräfte zur Einwirkung gebracht werden, um die zur Biegung des Blechstückes aus seiner durch die innern Spannungen bewirkten verzogenen Form in die Schliessform erforderlichen Kräfte zu verringern. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verschluss nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die innern Spannungen nur in einem ringförmigen äussern Teil des Blechstückes vor handen sind. 2. Verschluss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Herabsetzung der zum Ver bringen des in die Behälteröffnung eingesetzten Ver- schlussdeckelkörpers in seine Schliessstellung in der Behälteröffnung erforderlichen äussern Kräfte ein in nerer Teil des Deckelkörpers dauernd von innern Spannungen befreit ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blechstück aus elastisch biegsamem und reckbarem Material vorerst in eine im allgemeinen kreisförmige, derart gewölbte Form gebogen wird, dass es in der Deckeldraufsicht einen konkaven mittleren Teil und einen entgegengesetzt gewölbten ringförmigen äussern Teil besitzt, und dass in dem derart geformten Blechstück derartige innere Spannungen erzeugt werden, dass es die verzogene Form annimmt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech stück in seiner verzogenen Form in der Richtung der Achse des in die Schliessstellung gebrachten Ver schlusses gesehen eine allgemein elliptische Projek tion besitzt, deren Nebenachse kleiner und deren Hauptachse länger ist als der Durchmesser der zu verschliessenden Behälteröffnung. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Blechstück vorerst in eine ge wölbte Form gebracht wird, bei der die Tiefe des konkaven mittleren Teils kleiner ist als die Bauhöhe des gewölbten Blechstückes und der Durchmesser des konkaven mittleren Teils etwa die Hälfte des Aussen durchmessers des gewölbten Blechstückes beträgt.
CH342720D 1955-01-03 1955-07-12 Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses CH342720A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US342720XA 1955-01-03 1955-01-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH342720A true CH342720A (de) 1959-11-30

Family

ID=21875352

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH342720D CH342720A (de) 1955-01-03 1955-07-12 Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH342720A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3241953A1 (de) Behaelter und verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
DE2813940A1 (de) Flaschenverschluss
DE2843519A1 (de) Verfahren zur bildung eines druckwiderstandsfaehigen, schalenartigen deckels fuer einen behaelter
DE916268C (de) Verschluss- oder Kupplungskoerper
DE1752424A1 (de) Verfahren zum hydromechanischen Ziehen
CH657353A5 (de) Vorrichtung zum dichten verschliessen einer behaelteroeffnung eines insbesondere aus glas bestehenden behaelters mit einem beheizbaren siegelkopf.
CH401721A (de) Verschluss einer Dose mittels eines Deckels und eines elastischen Dichtungsringes
DE2834397C2 (de) Überdruckventil eines Dampfdruckkochtopfes
CH342720A (de) Verschluss für eine kreisförmige Öffnung eines Behälters und Verfahren für die Herstellung des Verschlusses
DE1120358B (de) In Behaeltern fuer Tabletten, Pillen od. dgl. ueber diesen herausnehmbar einzubringende Einlage
DE2525708A1 (de) Anordnung fuer ventilstangenstoessel
DE1532411C3 (de) Kappenförmiger Deckel zur Herstellung eines Vakuumverschlusses an einem becherförmigen Glasbehälter
AT203649B (de) Verschlußdeckel für eine kreisförmige Behälteröffnung und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1076923B (de) Verfahren zur Herstellung eines aus federndem Metallblech bestehenden, konvex gewoelbten Deckels fuer Behaelter, insbesondere Druckkocher
DE623734C (de)
DE908328C (de) Vorrichtung zum zeitweiligen Verschluss von Rohrenden
DE475661C (de) Verfahren zur Herstellung ringfoermiger Membrankegelfedern fuer Verschluesse von Gefaessen, insbesondere Tuben
DE572420C (de) Verfahren zum Bekappen von Flaschen oder anderen Gefaessen
AT205418B (de) Verfahren zum Vershcließen insbesondere zylindrischer Behälter und danach hergestellter Behälter
DE1049648B (de)
DE2222811C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum dichten Verschließen von Sprühdosen
DE19702938C1 (de) Stopfen für Getränkeflaschen
AT272123B (de) Metallische Verschlußkapsel für Behälter und Verfahren zur Herstellung einer solchen
AT228669B (de) Flaschenkapsel aus Kunststoff sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1116488B (de) Sicherheitsventil