CH342798A - Verfahren zum Betrieb einer Atomkraftanlage - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer AtomkraftanlageInfo
- Publication number
- CH342798A CH342798A CH342798DA CH342798A CH 342798 A CH342798 A CH 342798A CH 342798D A CH342798D A CH 342798DA CH 342798 A CH342798 A CH 342798A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- circuit
- power plant
- reactor
- carrier medium
- steam
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 16
- 239000002918 waste heat Substances 0.000 claims description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 20
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 6
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000001307 helium Substances 0.000 description 3
- 229910052734 helium Inorganic materials 0.000 description 3
- SWQJXJOGLNCZEY-UHFFFAOYSA-N helium atom Chemical compound [He] SWQJXJOGLNCZEY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 2
- 230000009977 dual effect Effects 0.000 description 2
- 239000003380 propellant Substances 0.000 description 2
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000011089 carbon dioxide Nutrition 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000498 cooling water Substances 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000010079 rubber tapping Methods 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21D—NUCLEAR POWER PLANT
- G21D5/00—Arrangements of reactor and engine in which reactor-produced heat is converted into mechanical energy
- G21D5/04—Reactor and engine not structurally combined
- G21D5/06—Reactor and engine not structurally combined with engine working medium circulating through reactor core
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E30/00—Energy generation of nuclear origin
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- High Energy & Nuclear Physics (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Betrieb einer Atomkraftanlage Der heutige Stand der Technik lässt erkennen, dass die durch den Zerfall der Atome freiwerdende Energie in Form von Wärme anfällt, die durch ein Trägermittel aus dem Reaktor nach aussen gefördert wird, um entweder direkt oder durch einen weiterem Wärmeaustausch in mechanische Energie umgesetzt zu werden.
Bei bestimmten Zwecken dienenden Reaktoren wird eine möglichst tiefe Eintrittstemperatur des Trägermittels, das als Reaktorkühlmittel dient, in den Reaktor gewünscht. Dabei kann das die Reaktorwärme aufnehmende Trägermittel entweder ein Gas oder eine Flüssigkeit sein, oder es kann flüssiges Metall verwendet werden. Auch das Bremsmittel (Moderator) kann Trägermittel sein, wobei es für die folgenden I7berlegungen gleichgültig ist, ob es sich um einen Reaktor der homogenen oder heterogenen Bauart handelt. Jn jedem Fall ist das Trägermittel Kühlmittel und durchläuft ausserhalb des Reaktors einen thermodynamischen Kreisprozess, der die mechanische Energie liefert.
Die Ausnützung kann in verschiedenartigsten Kraftmaschinen (Gas- oder Dampfturbinen) erfolgen, je nachdem diese Kreisprozesse Gas- oder Dampfprozesse sind.
Der heutige Stand der Technik dieser Prozesse sieht zur Erlangung eines möglichst hohen thermodynamischen Effektes eine möglichst hohe Rückführung der Abwärmeenergie, die die Kraftmaschine ver- lässt, vor. Dies geschieht bekanntlich beim Wasserdampfprozess durch möglichst hohe Vorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf aus der Turbine, oder beim Gasturbinenprozess durch einen möglichst hohen Wärmeaustausch der Abgase.
Das Speisewasser bzw. die zur Erzeugung des Treibmittels der Gasturbine notwendige Luft wird mit möglichst hoher Temperatur in den Kessel bzw. in die Brennkammer oder in den Lufterhitzer eingeführt. Beim Atomkraft- werk tritt an Stelle der letzteren der Reaktor. Die Folge davon ist, dass das Trägermittel in den Reaktor mit möglichst hoher Temperatur eintreten muss, um einen hohen thermodynamischen Wirkungsgrad zu erhalten. Dadurch wird die mittlere Temperatur des Spaltmaterials bei gegebener zulässiger Endtem- peratur des Trägermittels im Reaktor hoch.
Aus atomphysikalischen Gründen ist aber bei bestimmten Anlagen, die neben der Energieerzeugung auch noch Spaltmaterial erzeugen sollen, diesen Endtemperatu- ren eine gewisse Grenze gesetzt. Anderseits wird durch eine hohe Eintrittstemperatur des Trägermittels die Temperaturdifferenz bei gegebener Austrittstemperatur gering, und die Folge sind grosse Heiz- bzw. Kühlflächen.
Die heutige Praxis hat daher auf eine weitgehende Vorwärinung des Trägermittels vor Eintritt in derartige Reaktoren verzichtet und erreicht daher nur geringe thermodynamische Effekte.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Eintrittstemperatur des Trägermittels in den Reaktor bis auf das untere zur Verfügung stehende Temperaturniveau (z. B. vorhandene Kühlwassertemperatur) gesenkt wird, und dadurch, dass die dann nicht in den Kreisprozess zurückgeführte Abwärme in einem nachgeschalteten thermodynamischen Prozess ausgenützt wird. Diese Ausnützung kann zum Beispiel darin bestehen, dass ein nachgeschalteter Dampfkessel die Abwärme aus dem ersten Prozess aufnimmt und der erzeugte Dampf in an sich bekannter Weise in einer Dampfkraftanlage ausgenützt, oder, falls nur Wärme benötigt wird, diese in Form von Dampf dem Fabrikationsvorgang zugeführt wird.
Auch eine Kombination von Erzeugung mechanischer (elektrischer) Energie und Wärmelieferung ist möglich.
<Desc/Clms Page number 2>
Durch Nachschaltung einer zweiten Kraftanlage wird der Gesamteffekt bekanntlich höher. Bei entsprechender Wahl der Betriebsverhältnisse einer primären Gasturbinenanlage kann er auch über ein mit der normalen Dampfkraftanlage oder Gasturbinenanlage erreichbares Mass gehoben werden.
Das erfindungsgemäss vorgeschlagene Dualverfahren, das zum Beispiel mit einem normalen Gaskreisprozess und einer nachgeschalteten Dampfkraftanlage mit Vor- wärmung des Speisewassers verwirklicht werden kann, ist daher geeignet, die oben erwähnten Nachteile des einfachen Atomkraftwerkes zu vermeiden, wenn auf eine niedrige Eintrittstemperatur des Trägermittels Wert gelegt wird.
Dualverfahren sind bekannt; doch arbeiten diese zur Erlangung eines hohen thermodynamischen Wirkungsgrades stets so, dass die nachgeschaltete Dampfanlage ohne Speisewasservorwärmung vorgesehen ist, während die primäre Gasturbinenanlage ungekühlte Verdichter aufweist, also die zur Erzielung des Treibmittels für die Gasturbine notwendige Luft mit möglichst hoher Temperatur dem. Kreislauf zugeführt wird. Dementsprechend wird daher der Gesamteffekt sich aus zwei nicht maximalen Effekten zusammensetzen. Demgegenüber kann mit zwei hochwertigen Kreisläufen gearbeitet werden, also mit gekühltem Luftverdichter und Speisewasseranzapfvorwärmung, wobei das in den Reaktor eintretende Trägermittel, z. B.
Heliumgas, aus dem Verdichter des Gasturbi- nenkreislaufes mit in Kühlstufen niedrig gehaltenen Temperaturen austritt. An Hand der Zeichnung wird das Verfahren beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schaltschema einer Atomkraftanlage mit einer Gasturbinenanlage, die zum Beispiel Helium als Wärmeträger direkt verarbeitet und der eine Dampfkraftanlage nachgeschaltet ist. Es bezeichnet 1 den Reaktor, von dem lediglich nur der Wärmeaustauscher dargestellt ist, 2 die Gasturbine, 3 ihren Kompressor, der im Kreislauf aus dem Vorkühler 7 das abgekühlte Gas (Helium, Kohlensäuregas oder dergleichen) bei höherem Druck als die Atmosphäre ansaugt und welcher mit Kühlstufen versehen ist, und auf einen Betriebsdruck, der zum Ansaugedruck in einem bestimmten Verhältnis steht, das Gas drückt, worauf das Gas in den Reaktor eingeleitet wird.
Durch Wärmeaufnahme bei konstantem Druck wird das Reaktormaterial abgekühlt, und nach Expansion in der Turbine 2 strömt das Gas (= Trägermittel) in einen Abhitzedampfkessel 4, der Dampf für eine Dampfturbine 5 erzeugt. Im Kondensator 6 wird der Dampf niedergeschlagen und gelangt als durch Anzapfung vorgewärmtes Speisewasser in der üblichen Weise in den Kessel über einen Vorwärmer 11a. 8 und 9 sind Stromerzeuger, 10 bezeichnet den Anlassmotor. Die Dampfturbine kann auch als Gegendruck- oder Entnahmeturbine ausgeführt werden, je nachdem Abwärme benötigt wird. Auch direkte Wärmelieferung ohne Krafterzeugung ist denkbar.
In Fig. 2 ist die gleiche Schaltung dargestellt, nur mit dem Unterschied, dass zur weiteren Verbesserung der Anlage der Vorwärmer parallel geschaltet ist. Hierdurch gelingt eine weitere Abkühlung der Abgase und damit eine Erhöhung des thermischen Effektes. Die Bezeichnungen sind in der gleichen Reihenfolge aufgeführt wie in Fig. 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH -Verfahren zum Betrieb einer Atomkraftanlage mit einer möglichst niedrigen Spaltmaterialtemperatur, bei welcher der Wärmeentzug durch ein einen thermodynamischen Kreislauf beschreibendes Trägermittel erfolgt, das zur Arbeitsabgabe in einer Kraftmaschine entspannt wird und dessen Abwärme in einem zweiten Kreislauf ausgenützt wird, mit Ausnützung der Abwärme des zweiten Kreislaufes zur Aufwärmung des in diesem Kreislauf benützten Arbeitsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermittel des ersten Kreislaufes auf das vorhandene untere Temperaturniveau des zweiten Kreislaufes vor Eintritt in den Reaktor abgekühlt wird.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, mit kondensier- barem Arbeitsmittel im zweiten Kreislauf, dadurch gekennzeichnet, dass das Kondensat zur Kühlung des im ersten Kreislauf verwendeten Trägermittels verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT342798X | 1955-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH342798A true CH342798A (de) | 1959-11-30 |
Family
ID=3672186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH342798D CH342798A (de) | 1955-07-27 | 1956-07-27 | Verfahren zum Betrieb einer Atomkraftanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH342798A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4257846A (en) * | 1978-01-19 | 1981-03-24 | Westinghouse Electric Corp. | Bi-brayton power generation with a gas-cooled nuclear reactor |
-
1956
- 1956-07-27 CH CH342798D patent/CH342798A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4257846A (en) * | 1978-01-19 | 1981-03-24 | Westinghouse Electric Corp. | Bi-brayton power generation with a gas-cooled nuclear reactor |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0405235B1 (de) | Kombinierte Gas- und Dampfturbinen-Anlage mit Kohlevergasung | |
| CH702103A2 (de) | Gasturbinensystem mit externer Zwischenüberhitzung. | |
| DE4416359C2 (de) | Mehrstufige Hochtemperatur-Gas-Expansionsanlage in einem Gasleitungssystem mit nutzbarem Druckgefälle | |
| CH630702A5 (de) | Anlage zum erzeugen von druckgas. | |
| DE2826315A1 (de) | Kernreaktoranlage zum erzeugen von prozesswaerme | |
| EP0519304B1 (de) | Verfahren und Anlage zum Betreiben einer Gasturbine | |
| EP1038094B1 (de) | Mehrstufiger dampfkraft-/arbeitsprozess für die elektroenergiegewinnung im kreisprozess sowie anordnung zu seiner durchführung | |
| DE3139785A1 (de) | "gasturbinenanlage zur erzeugung von hochtemperatur-prozesswaerme" | |
| EP0010254B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von elektrischer Energie in einem Gegendruckdampfsystem | |
| DE755525C (de) | Dampfkraftanlage mit Abgabe von Dampf zu Heiz- und Kochzwecken | |
| DE19943782C5 (de) | Gas- und Dampfturbinenanlage | |
| DE1067140B (de) | Dampferzeugungsanlage mit einem gasgekuhlten Kernreaktor | |
| EP0381826A1 (de) | Verfahren zur Erzeugung von mechanischer Energie bei der NH3-Oxidation im HNO3-Prozess | |
| DE890011C (de) | Verfahren zum Betrieb einer Dampf-Luft-Waermekraftanlage | |
| DE975151C (de) | Gasturbinenanlage mit Druckgaserzeuger | |
| DE947465C (de) | Verfahren zum Betrieb von Konvertierungsanlagen | |
| DE1239890B (de) | Kombinierte Gas-Dampf-Kraftanlage | |
| DE728117C (de) | Vereinigte Dampfkrfat- und Gasturbinenanlage mit Druckfeuerung | |
| DE854217C (de) | Dampfturbinenkraftanlage | |
| DE2913528A1 (de) | Waermepumpen-system | |
| DE973749C (de) | Verfahren zum Betrieb einer Konvertierungsanlage | |
| DE2527662C3 (de) | Gasturbinenanlage mit zwei Kreisläufen und dazwischengeschaltetem Brennstoff-Umwandlungsprozess | |
| DE3415768A1 (de) | Kombinierte gas-dampfkraftanlage | |
| AT28909B (de) | Verfahren zur Ausnutzung der Nachüberhitzungswärme des Dampfes in Dampfmotoren aller Art. | |
| CH249943A (de) | Wärmekraftanlage mit druckgefeuertem Dampferzeuger mit gasturbinengetriebenem Verdichter, sowie mit Nutzleistungs-Dampf- und -Gasturbinen. |