CH343177A - Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents

Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als Schädlingsbekämpfungsmittel

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CH343177A
CH343177A CH343177DA CH343177A CH 343177 A CH343177 A CH 343177A CH 343177D A CH343177D A CH 343177DA CH 343177 A CH343177 A CH 343177A
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Ernst Dr Beriger
Richard Dr Sallmann
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
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    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als    Schddlingsbekdmpfungsmiit\W   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel von organischen Phosphorverbindungen der Formel 
 EMI1.2 
 bzw. der    tautomeren   Formel 
 EMI1.4 
 worin R,    R1,      R3   und    R4      substituierte   oder    unsubsti-      tuierte      Alkyl-,      Cycloalkyl-,      Aralkyl-,      Aryl-   oder    heterocyclische   Reste bedeuten, wobei einerseits R und    R1   und anderseits    R3   und R4 auch Glieder eines Ringsystems sein können,

      R3   und    R4   ferner auch Wasserstoff bedeuten können, und worin R2 für Wasserstoff oder ein Halogenatom und X und Y 
 EMI1.20 
 und Z für Sauerstoff oder Schwefel stehen. 



  Welche der Formeln (I) oder    (1I)   den erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen zuzuerteilen ist, konnte bisher nicht mit Sicherheit abgeklärt werden. Möglicherweise entsteht je nach der Herstellungsweise nur die eine oder nur die andere Form oder entsteht die eine Form bevorzugt. Es ist bekannt, dass bei der    Michaelis-Arbuzow-Reaktion   von    Trialkyl-      phosphiten   mit gewissen Halogenverbindungen Umlagerungen auftreten, so dass anstelle der erwarteten    Phosphonsäurederivate      isomere      Phosphorsäureester   entstehen.

   Im Falle der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise das Kondensationsprodukt aus    a,a-Di-      chloracetessigsäure-N-diäthylamid   und    Trimethyl-      phosphit   auf die folgenden beiden Arten formuliert werden: 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Bei der Ausführung des Verfahrens gemäss vorliegender Erfindung können ausser Verbindungen der Formeln (I) und    (II)   auch ihre allfälligen Gemische verwendet werden. Die    Isomerie   der Verbindungen (I) und    (1I)   kann als    Keto-Enol-Tautomerie   aufge-    fasst   werden. Wenn im folgenden nur die eine Form angegeben wird, so ist immer auch die andere Form mit in Betracht zu ziehen, sofern sie existenzfähig erscheint.

   Vorzugsweise werden Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI2.7 
 worin R,    R1      niedrigmolekulare      Alkylreste   mit 1 bis 4    Kohlenstoffatomen   und    R3   und R4 Wasserstoff oder ebenfalls    niedrigmolekulare      Alkylreste   mit 1 bis 4    Kohlenstoffatomen   bedeuten, benützt. 



  Es können die verschiedensten Körper gegenüber Schädlingen geschützt werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Körper als Träger der wirksamen Substanz verwendet werden können. Als    derartige   zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Körper kommen in Frage z. B. Luft, insbesondere in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten, wie z. B. Wasser in Teichen, und schliesslich jegliche tote und lebende feste Unterlage, wie z. B. beliebige Gegenstände in bewohnten Zimmern, in Kellern, in Estrichen, in Stallungen, ferner Pelze, Federn sowie Lebewesen des Pflanzen- und Tierreiches in ihren verschiedensten    Entwicklungszuständen,   sofern sie gegenüber den Schädlingsbekämpfungsmitteln unempfindlich sind. 



  Die Bekämpfung der Schädlinge kann nach üblichen Verfahren vorgenommen werden, z. B. durch Behandlung der    zu   schützenden Körper mit den Verbindungen in Dampfform, z. B. als    Räucher-      mittel   oder in Form von Stäube- oder Spritzmitteln, z. B. als Lösungen bzw. Suspensionen, die mit Wasser oder geeigneten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, Petroleum, Teerdestillaten u. a., zubereitet worden sind; auch können    wässrige   Lösungen bzw.    wässrige   Emulsionen von organischen Lösungsmitteln, die die wirksamen Stoffe enthalten, zum Bestreichen, Bespritzen oder Tauchen der zu schützenden Gegenstände dienen. 



  Die Spritz- und    Stäubemittel   können die üblichen    inerten   Füllstoffe oder Zeichnungsmittel, wie z. B. Kaolin, Gips oder    Bentonit,   oder weitere Zusätze, wie    Sulfitcelluloseablauge,      Cellulosederivate   und dergleichen, ferner zur Verbesserung der Netzfähigkeit und Haftfestigkeit die üblichen Netz- und Haftmittel beigemischt enthalten. Die    Schädlingsbekämpfungs-      präparate   können in Pulverform, in    Form   von    wäss-      rigen   Dispersionen    resp.   Pasten oder als    selbstdisper-      gierende   Öle hergestellt werden. 



  Die Verbindungen können als einzige Wirkstoffe in einem Schädlingsbekämpfungsmittel vorhanden sein, oder auch in Kombination mit andern Insektiziden    undloder   Fungiziden. Die Verwendung solcher Präparate im Pflanzenschutz kann nach den üblichen Spritz-, Giess-, Stäube- und Räucherverfahren erfolgen. 



  In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile. Das Verhältnis von Gewichtsteil zu    Vo-      lumteil   ist das gleiche wie dasjenige zwischen dem Kilogramm und dem Liter. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Beispiel 1 Man vermischt 2 Teile des Kondensationsproduktes aus    Dichloracetessigsäurediäthylamid   und    Triäthylphosphit   der wahrscheinlichen Formel 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 oder 2 Teile des Kondensationsproduktes aus    Di-      chloracetessigsäurediäthylamid   und    Trimethylphos-      phit   (Produkt B) mit 1 Teil des Kondensationsproduktes aus 1    Mol      tert.      Octylphenol   und 8    Mol      Äthylenoxyd   und 7 Teilen    Isopropanol.   Man erhält eine klare Lösung, die als    Spritzmittelkonzentrat   verwendet werden kann und sich durch Eingiessen in Wasser    emulgieren   lässt. A.

   Zur Feststellung der    innertherapeutischen,   sog.    systemischen   Wirkung wurde folgender Versuch    durchgeführt,      wobei      Spritzbrühen      mit      0,08%,      0,040/0   und    0,020/a      Wirkstoffgehalt   verwendet wurden. 



  Bei Puff-Bohnen    (Vicia      fabae),   die stark mit Blattläusen    (Doralis      fabae)   befallen waren, wurden die untern Blätter entfernt und am Stengel auf halber Höhe eine Farbmarke angebracht. Dann wurden bei je 2 Pflanzen die untern Hälften der Stengel mit den Spritzbrühen der angegebenen Konzentrationen gespritzt. Nach 48 Stunden wurde die Kontrolle auf die    Blattlauswirkung   im obern nicht gespritzten Teil der Pflanzen vorgenommen.

   Die erhaltenen Resultate sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. 
 EMI3.29 
 Spritzbrühenkonzentration @lattlauswirkung nach 48 Stunden Produkt A I Produkt B 0,08% +_+.. _+_.._+_ 0,04% ._+_ + _+ . .+. 0,02% Für jede    Pflanze   wird ein Zeichen verwendet, + bedeutet, dass keine lebenden Läuse vorhanden sind, 1 bedeutet gute Wirkung, nur vereinzelte lebende Läuse, - bedeutet ungenügende oder keine Wirkung. 



  B. Zur Feststellung der Kontaktwirkung auf Blattläuse wurde folgender Versuch durchgeführt,    wobei      Spritzbrühen      mit      0,080/0,      0,04%      und      0,02%      Wirkstoffgehalt   verwendet wurden. Puff-Bohnen, die stark mit Blattläusen befallen waren, wurden allseitig gespritzt und nach 48    Stun-      den      die      Wirkung      festgestellt.      Wenn      100      %ige      Wirkung   vorhanden war, wurden die Pflanzen mit frischen Läusen infiziert und die Wirkung nach weiteren 48 Stunden kontrolliert.

   Die erhaltenen Resultate sind in der folgenden Tabelle    zusammengestellt:   
 EMI3.49 
 
<tb> Blattlauswirkung
<tb> Spritzbrühenkonzentration <SEP> nach <SEP> 48 <SEP> Stunden <SEP> 48 <SEP> Stunden <SEP> nach
<tb> Neuinfektion
<tb> ProduktA <SEP> I <SEP> Produkt <SEP> B <SEP> Produkt <SEP> A <SEP> I <SEP> Produkt <SEP> B
<tb> 0,08 <SEP> % <SEP> ++ <SEP> +_+_ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,04'/. <SEP> ++ <SEP> ._+_
<tb> 0,02% 
 C.

   Zur Feststellung der    Blattlauswirkung   durch Diffusion durch die Blätter wurde folgender Versuch    durchgeführt,      wobei      Spritzbrühen      mit      0,08      0/a,      0,04      %      und      0,02%      Wirkstoffgehalt      verwendet      wurden.   



  Bei Puffbohnen, die nur auf der    untern   Seite der Blätter mit Blattläusen befallen waren, wurden nur die obern Blattseiten mit den oben angegebenen Spritzbrühen gespritzt und nach 48 Stunden die Kontrolle der Wirkung auf der Blattunterseite durchgeführt. Die erhaltenen Resultate sind in der nachfolgenden Tabelle    zusammengestellt.   
 EMI3.66 
 
<tb> Spritzbrühenkonzentration <SEP> Blattlauswirkung
<tb> Produkt <SEP> A <SEP> I <SEP> Produkt <SEP> B
<tb> 0,08% <SEP> _+_.+ <SEP> ._+_ <SEP> _+_
<tb> 0,04% <SEP> ...+_ <SEP> _+.. <SEP> ._+_ <SEP> _+_
<tb> 0,02% <SEP> -+- <SEP> -+-. <SEP> -+- <SEP> -+- 
 D.

   Zur Feststellung der    Frassgiftwirkung   der Verbindungen A und B wurden    Pappelblätter   in    Spritz-      brühen      eingetaucht,      die      0,04      %      Wirkstoff      enthielten.   Nach dem Trocknen der Blätter wurden sie Raupen im 4.    Larvenstadium   des    Pappelspinners      (Stilpnotia      calicis)   verfüttert. Nach 36 Stunden wurde die Frass- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

    Criftwirkung   bestimmt. Beim Präparat A waren sämtliche Raupen tot, beim Präparat B waren von 10 Raupen 9 tot. 



  Zur Herstellung von    Spritzmittelkonzentraten   können auch andere als das oben erwähnte Netz- und    Emulgiermittel   verwendet werden. Es kommen    nicht-      ionogene   Produkte in Betracht, z. B. Kondensationsprodukte von    aliphatischen   Alkoholen, Aminen oder    Carbonsäuren   mit einem    langkettigen   Kohlenwasserstoffrest von etwa 10-30    Kohlenstoffatomen   mit    Äthylenoxyd,   wie das Kondensationsprodukt von    Octadecylalkohol   und 25-30    Mol      Äthylenoxyd,

     oder dasjenige von Sojafettsäure und 30    Mol      Äthylenoxyd   oder dasjenige von technischem    Oleylamin   und 15    Mol      Äthylenoxyd   oder dasjenige von    Dodecyl-      mercaptan   und 12    Mol      Äthylenoxyd.   Unter den    anionaktiven      Emulgiermitteln,   die herangezogen werden können, seien erwähnt das    Natriumsalz   des    Do-      decylalkoholsulfonsäureesters,   das    Natriumsalz   der    Dodecylbenzolsulfonsäure,

     das Kalium- oder    Tri-      methanolaminsalz   der Ölsäure oder der    Abietinsäure   oder von Mischungen dieser Säuren, oder das Natriumsalz einer    Petroleumsulfonsäure.   



  Anstelle von    Isopropanol   können auch andere Lösungsmittel zur Herstellung von    Spritzmittelkon-      zentraten   verwendet werden, z. B. Äthylalkohol, Methanol,    Butanol,   Aceton,    Methyläthylketon,      Methyl-      cyclohexanol,   Benzol,    Toluol,      Xylol,      Kerosene,      Petrolfraktionen.   Selbstverständlich können auch Mischungen von verschiedenen Lösungsmitteln herangezogen werden. 



  Beispiel 2 Man vermischt 20 Teile des Kondensationsproduktes aus    Dichloracetessigsäurediäthylamid   und    Triäthylphosphit   mit 9 Teilen Kreide und 1 Teil Netzmittel. Man erhält ein Spritzpulver, mit welchem durch Suspendierung in Wasser Spritzbrühen hergestellt werden können. Behandelt man Pflaumenbäume    mit      einer      solchen      Brühe,      die      0,04%      Wirkstoff      enthält,   so können gute Erfolge gegen die    Pflaumensägewesen      (Hopoclampa      flava   et    minuta)   erzielt werden. 



  Beispiel 3 1 Teil des Kondensationsproduktes aus    Dichlor-      acetessigsäurediäthylamid   und    Trimethylphosphit   wird mit 99 Teilen Talkum vermischt. Man erhält ein    insektizides      Stäubemittel,   das zum Bestäuben von Reben zur Bekämpfung von Heu- und Sauerwurm geeignet ist. Das Talkum kann auch ganz oder teilweise durch Schwefel ersetzt werden, wodurch das Präparat auch gegen    Oidium   wirksam wird. Anstelle von Talkum kann auch ein anderes pulverförmiges Trägermaterial, wie Kreide,    Bentonit,   Kaolin oder Mischungen davon, herangezogen werden.

   Beispiel 4 Verwendet man eine Spritzbrühe, die pro Liter 1 g    Zinkdimethyldithiocarbamat,   0,04 g des Kondensationsproduktes aus    Dichloracetessigsäuremono-      methylamid   und    Trimethylphosphit   und 0,08 g des Kondensationsproduktes aus    Dichloracetessigsäure-      diisopropylamid   und    Trimethylphosphit   enthält, zum Spritzen von Obstbäumen im Sommer, so erzielt man gute Bekämpfungserfolge gegen Blattläuse und Schorf    (Fusicladium).   



  Beispiel S Man giesst Hopfenpflanzen mit einer Brühe, die    0,04%      des      Kondensationsproduktes      aus      Dichloracet-      essigsäurediäthylamid   und    Trimethylphosphit   enthält. Die ganzen    Hopfenflanzen   werden nach kurzer Zeit von Blattläusen und roten Spinnen    (Tetranychidae)   frei. 



  Beispiel 6 Mit der im Beispiel 5 genannten Verbindung können gute Bekämpfungserfolge erzielt werden, wenn    die      Pflanzen      mit      Spritzbrühen,      die      0,02-0,004%   Wirkstoff enthalten, gespritzt werden gegen folgende Schädlinge, die in den vorhergehenden Beispielen noch nicht erwähnt wurden:

      Birnblattsauger      (Psylla      pyricola),      Thrips      (Heliothrips      haemorrhoidalis),      Leca-      nien      (Eulecanium      corni),      Pfirsichtriebbohrer      (Cydia      molesta),   Blattwurm der Baumwolle    (Prodenia      litura),      Gespinstmotten      (Hyponomeuta      malinella   et    padella),      Kirschblütenmotte      (Argyresthia      ephippella).   



  Beispiel 7 Bei der Prüfung auf Wirkung gegen Blattläuse nach der im Beispiel 1 unter B beschriebenen Methode zeigten alle in der folgenden Tabelle angeführten Umsetzungsprodukte aus    halogenierten      f-Keto-      säureamiden   und tertiären    Phosphiten   gute bis ausgezeichnete Wirkung. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 Beispiel 8 Bei der    Frassgiftprüfung   (Versuchsanordnung D von Beispiel 1) erweisen sich die nachstehend angeführten Verbindungen a), b) und c) sowie die Nummern 3, 11, 12 und 13 der Tabelle von Beispiel 7 als wirksam bis sehr wirksam. 



  Die    obgenannten   Verbindungen    a)-c)   werden wie folgt hergestellt: a) 9,6 Teile    Monochloracetessigsäurediäthylamid      (Kpo,15   83-85 ) werden auf 120  erwärmt. Dazu tropft man 8,3 Teile    Triäthylphosphit.   Die Temperatur des Reaktionsgemisches steigt auf 155 , und es entweicht    Äthylchlorid.   Nach beendigtem    Zutropfen   wird die Mischung noch so lange auf 150  erhitzt, bis die Gasentwicklung aufhört, was in 15 Minuten der Fall ist. Anschliessend werden im    Wasserstrahlvakuum   letzte Reste leichtflüchtiger Teile entfernt. Als Rückstand bleiben 14,0 Teile eines hellorange gefärbten Öls zurück, welches in Äther, Aceton und Alkohol leicht löslich ist. 



  Das hier verwendete    Monochloracetessigsäure-      diäthylamid   kann durch Einwirkung von 1    Mol      Sulfurylchlorid   auf    Acetessigsäurediäthylarnid   hergestellt werden. 



  b) Zu 9,6 Teilen    Monochloracetessigsäure-diäthyl-      amid,   die auf 140  erhitzt werden, lässt man 6,2 Teile    Trimethylphosphit   tropfen, wobei eine lebhafte Gasentwicklung eintritt und die Temperatur sich auf 140 bis l50  erhöht. Die Reaktion wird durch Wärmezufuhr von aussen bei 150  zu Ende geführt. Nach kurzem Evakuieren bei 95  bleiben 12,45 Teile dunkelrotes Öl zurück, das durch    Hochvakuumdestilla-      tion   gereinigt werden kann.    Kpo,35   143 . 
 EMI7.21 
 
<tb> C1oH2005NP <SEP> ber.: <SEP> N <SEP> 5,28 <SEP> % <SEP> P <SEP> 11,681/o
<tb> gef.: <SEP> N <SEP> 5,141/o <SEP> P <SEP> 11,53 <SEP> 0/0 
 Das Produkt ist in Aceton und Alkohol gut, in Äther weniger gut löslich. 



  c) Zu einer Mischung von 8,5 Teilen    Dichloracet-      essigsäureamid   und 20    Volumteilen      Xylol,   die auf 90 bis 100  erwärmt wurde, gibt man langsam 6,2 Teile    Trimethylphosphit   so zu, dass sich die Temperatur ohne Aussenheizung bei 110 bis 120  hält. Nach dem Aufhören der Gasentwicklung wird das    Xylol   im    Wasserstrahlvakuum   bei 95     Badtemperatur   entfernt. Das Reaktionsprodukt stellt ein rötliches, grün schillerndes Öl dar (11,5 Teile) und ist gut löslich in Aceton und Alkohol. 



  Beispiel 9 Die nachstehend angeführten Verbindungen sind    systemisch   wirksam (Versuchsanordnung A von Beispiel 1): 11,3 Teile    Dichloracetessigsäurediäthylamid   werden in 15    Volumteilen      Xylol   zum Sieden erhitzt und die Mischung innerhalb 5 Minuten mit 12,2 Teilen    Diäthyltetrahydrofurfurylphosphit   
 EMI7.35 
 versetzt. Zur Beendigung der Reaktion wird die Mischung noch 1 Stunde bei Siedetemperatur gehalten. Es destillieren 2,5 Teile    Äthylchlorid   ab. Man entfernt das    Xylol   im Vakuum und wenig vorhandenes Ausgangsmaterial im Hochvakuum bei 180-190     Badtemperatur.   Als Rückstand bleiben 14,9 Teile helles Öl, welches sich in Aceton und Alkohol sehr gut, in Wasser weniger gut löst. 



  In analoger Weise werden folgende    Phosphite   mit    Dichloracetessigsäurediäthylamid   umgesetzt: 
 EMI7.41 
 Phosphit Umsetzungsprodukt des Phosphits mit Dichloracetessigsäurediäthylamid (C,H50)2P-OCH2CH = CH2 helles Öl, löslich in Alkohol und Aceton Kp12 64-66  (C2H50)2P-OC2H4SC2H5 dickflüssiges Öl, löslich in Alkohol und Aceton Kpo.i 59-61  (C2H50),P-OCH2 Öl, löslich in Alkohol, Aceton Kpo.3 84  (C2H50)2P-O- leicht bewegliches Öl, löslich in Alkohol, Aceton Kpo.s 50  (C.H50)2P-O- #,-Cl dickflüssiges Öl, löslich in Alkohol, Aceton Kpo.i 70-75  

 <Desc/Clms Page number 8> 



Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel von organischen Phosphorverbindungen der Formel EMI8.2 bzw. der tautomeren Formel EMI8.5 worin R, R1, R3 und R4 substituierte oder unsubsti- tuierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder hetero- cyclische Reste bedeuten, wobei einerseits R und R1 und anderseits R3 und R4 auch Glieder eines Ringsystems sein können, R3 und R4 ferner auch Wasserstoff bedeuten können,
    und worin R2 für Wasserstoff oder ein Halogenatom und X und Y für -O- -S-, NH oder EMI8.24 und Z für Sauerstoff oder Schwefel stehen. UNTERANSPRUCH Verwendung nach Patentanspruch einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI8.26 worin R, R1 niedrigmolekulare Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R3 und R4 Wasserstoff oder ebenfalls niedrigmolekulare Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
CH343177D 1955-11-03 1955-11-03 Verwendung von organischen Phosphorverbindungen als Schädlingsbekämpfungsmittel CH343177A (de)

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