CH343580A - Axialkompressor - Google Patents
AxialkompressorInfo
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Description
Axialkompressor Die vorliegende Erfindung betrifft einen Axial kompressor mit mindestens einem Kranz von Schau feln, die an ihrem einen Ende am Stator oder am Rotor befestigt und an ihrem andern Ende durch einen Abschlussring miteinander verbunden sind.
Wenn bei einem Leit- oder Laufschaufelkranz die Strömungsgeschwindigkeit des Arbeitsmediums örtlich herabgesetzt wird, können Ablösungen entstehen, wodurch der Wirkungsgrad des Kompressors ver ringert wird. Die Erfindung hat den Zweck, dem entgegenzuwirken. Dies soll erfindungsgemäss dadurch erreicht werden, dass in der Nähe der durch den Abschlussring verbundenen Enden Öffnungen vor handen sind, durch die das Arbeitsmedium von einer Seite einer Schaufel auf deren andere Seite strömen kann.
Die Erfindung geht von der Voraussetzung aus, dass ein Nutzeffekt bei der Ausführung der Schaufeln, die an einem Ende einen kleinen Zwischenraum von den benachbarten Teilen aufweisen, der Tatsache zu zuschreiben ist, dass durch eine Mischströmung zwi schen den benachbarten Schaufelkanälen über die Schaufelspitzen eine Turbulenz im Arbeitsmedium in der Nähe der Schaufelenden erzeugt wird. Dieser Effekt wird vermindert, wenn der Zwischenraum an der Spitze verringert wird. Die Erfindung ist nun darauf gerichtet, eine Turbulenz im Gebiete der die Schaufeln verbindenden Teile zu erzielen, wo sie bei bisherigen Ausführungen üblicherweise stark gehemmt ist.
Im folgenden werden anhand des in der Zeichnung dargestellten mehrstufigen Axialkompressors Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung beschrieben. In der Zeichnung ist die Fig. 1 ein Teil eines Längsschnittes durch die Axe, aus welchem die Schaufeln der einzelnen Schau felkränze ersichtlich sind; die Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. 1 und die Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1, wobei die Projektionsebene um 180 in die Zeichnungsebene umgeklappt ist.
Der in der Zeichnung dargestellte Kompressor besitzt ein Statorgehäuse 1 und einen Rotor 2, die an und für sich jede bekannte Form aufweisen kön nen. Das Statorgehäuse besitzt einen Kranz von Ein- lassleitschaufeln 3 und aufeinanderfolgende Kränze von Statorschaufeln 5, 7, 9 und 11, während der Rotor aufeinanderfolgende Kränze mit Schaufeln 4, 6, 8, 10 und 12 trägt. Die Schaufeln jedes Kranzes bilden eine Mehrzahl von Durchlasskanälen für das Arbeitsmedium.
Jede Rotorschaufel 4 besitzt einen Schaufelfuss 13 mit Vorsprüngen 14, die in einer Rille 15 des Rotors eingesetzt sind. Am radial äussern Ende der Schau feln 4 liegt ein Abschlussring 16. Dieser Ring kann endlos alle Schaufeln 4 umgeben, oder er kann an einer oder mehreren Stellen unterbrochen sein, wobei nur nötig ist, dass jeder Teil an mehreren Schaufeln befestigt ist. Die Endfläche jeder Schaufel 4 hat einen radial verlaufenden Fortsatz 17, der durch den Ab schlussring hindurchgeht und deformiert ist und so den letzteren an der Schaufelstirnfläche festhält.
Der Abschlussring liegt in einem Ringkanal 18 des Stator- gehäuses und begrenzt den Weg des Druckmediums durch den Kompressor. Entsprechend der Erfindung weist die Endfläche der Schaufel 4 Aussparungen 19 auf, so dass das Ende der Schaufel mehrere recht eckige Endlappen besitzt, da die Aussparungen durch die ganze Schaufeldicke hindurchreichen. So kann das Arbeitsmedium frei von einer Schaufelseite zur andern strömen.
Jede Statorschaufel 5 hat am Schaufelfuss einen Zapfen 20, der in: einer entsprechenden Ausnehmung 21 des Statorgehäuses steckt, wo er mit Hilfe des Gewindebolzens 22 und der Mutter 23 befestigt ist. Neben dem Zapfen 20 besitzt die Schaufel einen ge wissen Abstand vom Statorgehäuse. Durch den so ge bildeten Spalt 24 kann das Arbeitsmedium von der einen Schaufelseite zur andern strömen.
Die radial innen liegenden Enden der Statorschaufeln haben einen Abschlussring 25, der dem Abschlussring 16 der Rotorschaufeln 4 entspricht. Der Abschlussring 25 liegt ähnlich in einem Kanal 26 des Rotors, und er ist an jeder Schaufel 5 durch einen vorstehenden Teil 17 befestigt. Gerade neben dem Abschlussring 25 weist die Schaufel 5 Ausnehmungen auf, die so beidseits des Vorsprunges 17 je einen Spalt bilden.
Die Rotorschaufeln 6 haben Schaufelfüsse und einen Abschlussring 16 wie die Rotorschaufeln 4. Auch dieser liegt in einem Kanal 18. In der Nähe des Abschlussringes 16 sind Öffnungen in jeder Schaufel 6, die rund sein können wie das Loch 28 oder rechteckig wie das Loch 29 oder die von der Schaufelkante her in die Schaufel hineinragen, wie die Kerbe 30. Ähnliche Öffnungen 31 und 32 befinden sich in der Nähe des Schaufelfusses 13.
Jede Statorschaufel 7 hat einen Schaufelfuss 23 mit Vorsprüngen 34, die in einer entsprechen den Ausnehmung 35 am Umfang des Stator- gehäuses eingebettet sind. Die Schaufeln haben einen Abschlussring 25 wie die Schaufeln 5, der in einem Kanal 26 des Rotors liegt. In diesem Fall weist der Abschlussring voneinander distanzierte Vertiefungen auf, die in der Umfangsrichtung etwas länger sind als die Schaufeldicke. Die Vertiefungen sind so an gebracht, dass sie unter jeder Schaufel hindurch reichen, damit das Arbeitsmedium frei unter dem Schaufelende hindurchströmen kann.
Die Rotorschaufeln 8 haben ebenfalls Schaufel füsse 13 und einen Abschlussring 16 wie die Schau feln 4 und 6. Der Abschlussring 16 weist jedoch eine Mehrzahl von Ausprägungen 37 auf, die axial distan ziert sind und in Richtung des Umfanges mindestens über das Gebiet jeder Schaufel reichen. Die End- fläche jeder Schaufel 8 steht so auf einigen Aus prägungen, dass das Arbeitsmedium unter dem Schau felende hindurchströmen kann. Jeder Schaufelfuss 13 hat ein blindes Loch 38, das von seiner einen Seiten fläche schräg zum Schaufelprofil verläuft und Ab zweiglöcher 39 und 40 auf beiden Seiten des Schaufel profils.
So kann das Arbeitsmedium durch diese Löcher von einer Schaufelseite zur andern strömen. Wenn der Schaufelfuss in seiner Rille sitzt, ist das offene Ende des blinden Loches 38 an der Seite ge schlossen.
Jede Statorschaufel 9 hat einen Schaufelfuss 33 wie die Schaufeln 7, und diese Statorschaufeln 9 be sitzen einen Abschlussring 25 wie die Schaufeln 5, der in einem Kanal 26 des Rotors Platz hat. Hier sind runde Löcher 41 und 42 radial in den Abschlussring 25 gebohrt, die beidseits der Stirnfläche der Schaufel verteilt angeordnet sind. Auch hier kann daher das Arbeitsmedium frei durch die Löcher hindurch und damit von einer Schaufelseite auf die andere strömen.
Bei den Rotorschaufeln 10 entsprechen die Schau felfüsse 13 und der Abschlussring 16 den Schaufel füssen und dem Abschlussring bei den Schaufeln 4. Rechteckige Öffnungen 43 und 44 sind radial in dem Abschlussring so angeordnet, dass sie eine gleiche Funktion ausfüllen wie die Löcher 40 und 41 der Schaufeln 9.
Bei den Statorschaufeln 11 entsprechen die Schau felfüsse 33 und der Abschlussring 25 den Schaufel füssen und dem Abschlussring bei den Schaufeln 9. Längliche Schlitze 45 und 46 sind in der Nähe der Schaufelvorder- und -hinterkante im Abschlussring 25 angeordnet. Sie erfüllen denselben Zweck wie die Löcher 41 und 42 bei den Schaufeln 9.
Jede der Rotorschaufeln 12 besitzt einen Schau felfuss 13 wie die Schaufeln 4, aber diese Schaufel füsse stossen längs zur Rotorachse geneigten Flächen 47 aneinander. Jede Fläche 47 hat radial verlaufende Ausschnitte 48 und 49, die in axialer Richtung einen Abstand voneinander haben. Diese Ausschnitte an benachbarten Schaufelfüssen bilden zusammen Löcher, die radial in einen Hohlraum 50 am Grund der Schau felfussrinne reichen. Die Schaufeln 12 haben einen sie verbindenden Abschlussring 51 mit längs zur Rotorachse geneigten Flächen 52 aneinanderstossen- den Teilstücken.
Die Flächen 52 haben axial von einander distanzierte Ausschnitte 53 und 54, die mit dem Kanal 18 verbunden sind, in welchen der Ab schlussring liegt. Die Flächen 47 und 52 sind so ge neigt, und die Ausschnitte sind in ihr so angeordnet, dass in jedem Fall ein Effekt erreicht wird, der dem jenigen der Löcher 41 und 42 der Schaufeln 9 gleicht.
Die bei den Abschlussringen 16 und 25 der Schaufeln 4, 5, 6, 7 und 8 angewandten Konstruk tionen müssen nicht die Dichtungsfunktion des Ab schlussringes beeinträchtigen, da seine Kanten mit den Seiten der verschiedenen Kanäle zusammenwirken, um eine rotierende Dichtung zu bilden. Ausserdem wird keine dieser beschriebenen Konstruktionen, aus genommen vielleicht diejenige des Abschlussringes 25 der Schaufeln 11, den Versteifungseffekt des Ab schlussringes an den Schaufeln bedeutend verringern.
Obwohl die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Zweckmässigkeit halber abwechselnd auf Rotor- und Statorschaufeln angewendet wurden, können sie natürlich auch umgekehrt verwendet werden. So kön nen z. B. die in Zusammenhang mit einer Rotor schaufel und einem dazugehörigen Abschlussring 16 beschriebenen Ausführungsbeispiele auch an einer Statorschaufel und dem entsprechenden Abschluss- ring 25 angewendet werden und umgekehrt.
Die Aus führungsbeispiele, die am Ende der Rotorschaufeln 6, 8 und 12 in der Nähe der Schaufelfüsse vorhan den sind, können natürlich an den entsprechenden Enden der andern Rotorschaufeln oder an den Enden der Statorschaufeln 7, 9 und 11 verwendet werden.
Es ist klar, dass sich auch mehrere der beschrie benen Ausführungsbeispiele gemeinsam bei einer ein- zigen Schaufel verwenden lassen. Im besonderen kann jedes Ausführungsbeispiel, das anhand der Schaufeln 4, 5, 6 und 7 beschrieben ist, in Kom bination mit einem Ausführungsbeispiel verwendet werden, wie es anhand der Schaufeln 9, 10 und 11 beschrieben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Axialkompressor mit mindestens einem Kranz von Schaufeln, die an ihrem einen Ende am Stator oder am Rotor befestigt und an ihrem andern Ende durch einen Abschlussring miteinander verbunden sind, da durch gekennzeichnet, dass in der Nähe der durch den Abschlussring verbundenen Enden Öffnungen vorhan den sind, durch die das Arbeitsmedium von einer Seite einer Schaufel auf deren andere Seite strömen kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Axialkompressor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnungen in den Schaufelrand eingefräste Schlitze sind.2. Axialkompressor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass diese Öffnungen Löcher sind, die durch die Schaufeln hindurchgehen. 3. Axialkompressor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass diese Öffnungen Ausneh- mungen in der den Schaufeln zugewendeten Fläche des Abschlussringes sind.4. Axialkompressor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnungen Löcher sind, die im Abschlussring auf beiden Seiten jedes an ihm befestigten Schaufelendes vorhanden und durch einen durch den Abschlussring begrenzten Ringraum mitein ander verbunden sind.5. Axialkompressor nach Patentanspruch, bei welchem auch die am Stator bzw. am Rotor befestig ten Schaufelenden durch einen Abschlussring mitein ander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass auch in der Nähe der durch diesen Abschlussring ver bundenen Enden Öffnungen vorhanden sind, durch die das Arbeitsmedium von einer Seite einer Schau fel auf deren andere Seite strömen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB343580X | 1955-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=10364639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH343580D CH343580A (de) | 1955-07-18 | 1956-07-18 | Axialkompressor |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH343580A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994012765A1 (en) * | 1992-11-24 | 1994-06-09 | United Technologies Corporation | Rotor blade with cooled integral platform |
| WO2010015241A3 (de) * | 2008-08-04 | 2010-04-01 | Mtu Aero Engines Gmbh | Axialverdichter mit verdichtergitter |
-
1956
- 1956-07-18 CH CH343580D patent/CH343580A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994012765A1 (en) * | 1992-11-24 | 1994-06-09 | United Technologies Corporation | Rotor blade with cooled integral platform |
| WO2010015241A3 (de) * | 2008-08-04 | 2010-04-01 | Mtu Aero Engines Gmbh | Axialverdichter mit verdichtergitter |
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