CH343652A - Streckenmessgerät - Google Patents
StreckenmessgerätInfo
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Description
Streckenmessgerät Gegenstand der Erfindung ist ein Streckenmessgerät mit einem Längenmassstab und einem darauf längsverschiebbaren Schieber mit Ablesemarkierung, wie beispielsweise eine Schublehre. Zum Beispiel bei Rohrflanschen und Deckeln, welche zwecks Dreipunktbefestigung mit drei gleichen, gleichmässig voneinander entfernten Bohrungen versehen sind, ist es häufig erforderlich, den Radius des Teilungskreises zu ermitteln, auf welchem die Zentren der drei Bohrungen liegen. Unmittelbar lässt sich nur der Bohrungsdurchmesser und der Abstand zwischen zwei Bohrungen messen, woraus zunächst durch Berücksichtigung des Bohrungsdurchmessers der Abstand zwischen den beiden Bohrungszentren und alsdann trigonometrisch der Radius des Tei iungskreises ermittelt werden kann, der 1/3maul kleiner als der genannte Abstand ist. Gemäss der Erfindung weist der Längenmassstab des Streckenmessgerätes nebst einer zur unmittelbaren Messung von Strecken dienenden ersten Längeneinteilung eine mit der letzteren gleichlaufende zweite Längeneinteilung auf, deren Teilungseinheit 83mal grösser ist als die entsprechende Teilungseinheit der ersten Längeneinteilung, wobei am Schieber nebst der der ersten Längeneinteilung zugeordneten Ablesemarkierung eine der zweiten Längeneinteilung zugeordnete Ablesemarkierung vorgesehen ist. An der ersten Längeneinteilung kann mittels der dieser zugeordneten Schieber-Ablesemarkierung der Abstand zwischen zwei von drei gleichmässig voneinander entfernten Punkten eingestellt werden, während an der zweiten Längeneinteilung mittels der dieser zugeordneten Schiebermarkierung der Radius des durch die drei Punkte gehenden Kreises ablesbar ist. Umgekehrt kann ein gegebener Teilkreisradius an der zweiten Längeneinteilung mittels der dieser zugeordneten Schieber-Ablesemarkierung eingestellt und die Teilungsstrecke an der ersten Längeneinteilung abgelesen werden. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Fig. 1 zeigt die Vorderseite einer Schublehre, Fig. 2 ein Werkstück in Draufsicht und Fig. 3 die Rückseite einer Variante der Schublehre. Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Schublehre ist der Längenmassstab 10 nicht nur mit der üblichen, zur unmittelbaren Messung von Strecken dienenden Millimeter-Längeneinteilung 11 versehen, sondern weist eine zu dieser gleichlaufende zweite Längeneinteilung 12 auf, deren Teilungseinheit 13 gegenüber der Teilungseinheit 14 der Längeneinteilung 11 von 1 mm 7/3mal grösser ist, also etwa 1,732 mm beträgt. Der auf dem Längenmassstab 10 längsverschiebbare Schieber 15 ist in bekannter Weise mit einer der Millimeter-Längeneinteilung 11 zugeordneten, als Nonius ausgebildeten Ablesemarkierung 16 und mit einer der Längeneinteilung 12 zugeordneten Ablesemarkierung 17 versehen, die als Millimeter-Längeneinteilung ausgebildet ist. Die Längeneinteilungen 11 und 12 und die Ablesemarkierungen 16 und 17 sind derart zueinander angeordnet, dass in der Nullstellung des Schiebers 15 die Nullstriche der Längeneinteilung 11 und des Nonius 16 miteinander und die Nullstriche der Längeneinteilung 12-und der Ablesemarkierung 17 miteinander übereinstimmen. Die Handhabung der beschriebenen Schublehre wird anhand der Fig. 2 erläutert, wo an einem kreisrunden Deckel 18 drei Bohrungen 19 mit gleichem Durchmesser d in gleichem Abstand D voneinander entfernt angeordnet sind, somit mit ihren Zentren Z auf einem Teilkreis K liegen, dessen Relais R zu ermitteln ist. Mit den Schneiden 20 der Aussentastschenkel 21 der Schublehre wird der Abstand D zwischen zwei der Bohrungen 19 abgegriffen und betragen zum Beispiel 33 mm. Bei der hiemit erreichten Schieberstellung ist an der Ablesemarkierung 17 noch der Durchmesser d der Bohrung 19 von zum Beispiel 12 mm zu berücksichtigen, indem die Ablesung für den gesuchten Teilkreisradius an der Längeneinteilung 12 beim + 1 2-mm-Teilstrich der Ablesemarkierung 17 zu erfolgen hat und einen Ablesewert von 26 mm ergibt. Der Länge D + d der die beiden Bohrungszentren Z miteinander verbindenden Sehne von 45 mm entspricht also ein Teil kreisradius von 45 mm: 1/3 = 26 mm. Umgekehrt kann mittels der Schublehre von einem gegebenen Teilkreisradius die Sehnenlänge D ermittelt werden. Würde mit den Innentastschenkeln 22 der Schublehre die Strecke D + 2d abgegriffen, so ist an der Ablesemarkierung 17 der Teilstrich -12 mm für die Ablesung an der Längeneinteilung 12 massgebend. Da bei Schublehren häufig auf die Englischzoll Längeneinteilung nebst der Millimeter-Längeneinteilung 11 auf der Vorderseite des Massstabes 10 nicht verzichtet werden kann, zeigt Fig. 3 eine Variante, bei welcher die Längeneinteilung 12 auf der Rückseite des Massstabes 10 angebracht ist. Der Schieber 15' ist auf der Rückseite mit einem Fenster 23 versehen und trägt einen an diesem Fenster sichtbaren Sekundärschieber 24, der am Schieber 15' in Längsrichtung des Massstabes 10 geführt ist. Der Längeneinteilung 12 ist als direkte Ablesemarkierung auf dem Sekundärschieber 24 ein Nonius 25 und als indirekte Ablesemarkierung am Schieber 15' eine längs seines Fensters 23 in Längsrichtung des Massstabes 10 verlaufende Millimeter-Längeneinteilung 26 zugeordnet, zu welcher am Sekundärschieber 24 ein Nonius 27 vorgesehen ist. In der Nullstellung der Schieber 15' und 24 stimmen die Nullstriche der Millimeter-Längeneinteilung 26 und des Nonius 27 miteinander und die Nullstriche der Längeneinteilung 12 und des Nonius 25 miteinander überein. Wird am Werkstück nach Fig. 2 die Strecke D + 2d mittels der Innentastflächen 28 der Schenkel 29 abgegriffen, so ist die abgegriffene Strecke um die Schnabelbreite s der Schublehre zu vergrössern und um den Bohrungsdurchmesser d zu verkleinern. Dies geschieht mittels des Sekundärschiebers 24 an der Millimeter-Längeneinteilung 26. Der Sekundärschieber 24 weist zu diesem Zweck eine als Griff dienende Randrierung 30 auf. Nach erfolgter Berücksichtigung der Korrekturen s und d kann mittels des Nonius 25 der gesuchte Radiuswert an der Längeneinteilung 12 abgelesen werden. Es können auch Geräte zum Anreissen von Werkstücken in der beschriebenen Weise mit den Längeneinteilungen versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Streckenmessgerät mit einem Längenmassstab und einem darauf längsverschiebbaren Schieber mit Ablesemarkierung, dadurch gekennzeichnet, dass der Längenmassstab (10) nebst einer zur unmittelbaren Messung von Strecken dienenden ersten Längeneinteilung (11) eine mit der letzteren gleichlaufende zweite Längeneinteilung (12) aufweist, deren Teilungseinheit (13) 1/3maul grösser ist als die entsprechende Teilungseinheit (14) der ersten Längeneinteilung (11), wobei am Schieber (15) nebst der der ersten Längeneinteilung zugeordneten Ablesemarkierung (16) eine der zweiten Längeneinteilung (12) zugeordnete Ablesemarkierung (17) vorgesehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Streckenmessgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Ablesemarkierungen (16 und 17) je durch einen der zugehörigen Längeneinteilung (11 bzw. 12) entsprechenden Nonius gebildet sind.2. Streckenmessgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der zweiten Längeneinteilung (12) zugeordnete Ablesemarkierung (17) eine Längeneinteilung mit gleicher Einteilungseinheit aufweist wie die erste Längeneinteilung (11).3. Streckenmessgerät nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längeneinteilung der der zweiten Längeneinteilung (12) zugeordneten Ablesemarkierung (17) von einem Nullstrich aus nach entgegengesetzten Richtungen vorgesehen ist.4. Streckenmessgerät nach Patentanspruch, bei welchem die Vorderseite des Längenmassstabes (10) die erste Längeneinteilung (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Längeneinteilung (12) auf der Massstabrückseite angeordnet ist und die dieser Längeneinteilung zugeordnete Ablesemarkierung (25-27) in einem auf der Rückseite des Schiebers (15') vorhandenen Fenster (23) ablesbar ist.5. Streckenmessgerät nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Schieber (15') ein im Fenster (23) sichtbarer Sekundärschieber (24) in Längsrichtung des Massstabes (10) geführt ist, auf welchem Sekundärschieber ein der zweiten Längeneinteilung (12) direkt zugeordneter Nonius (25) und ein anderer Nonius (27) vorgesehen sind, wobei der letztere einer am Schieber (15') angebrachten, der Längeneinteilung (12) indirekt zugeordneten Längeneinteilung (26) mit gleicher Einteilungseinheit wie die erste Längeneinteilung (11) zugeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH343652T | 1956-03-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH343652A true CH343652A (de) | 1959-12-31 |
Family
ID=4506584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH343652D CH343652A (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Streckenmessgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH343652A (de) |
-
1956
- 1956-03-05 CH CH343652D patent/CH343652A/de unknown
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