CH344213A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch Plastizieren von zerkleinerten, lignozellulosehaltigen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch Plastizieren von zerkleinerten, lignozellulosehaltigen Stoffen

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CH344213A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/24Moulding or pressing characterised by using continuously acting presses having endless belts or chains moved within the compression zone

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch     Plastizieren    von zerkleinert,\       lignozellulosehaltigen    Stoffen    Das Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung  von Formkörpern, wie Platten oder dergleichen, durch       Plastizieren    von zerkleinerten,     lignozellulosehaltigen     Stoffen mittels     Druckwärmebehandlung    sowie eine  Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

    Bekanntlich können Massen, die im     wesentlichen     aus zerkleinerten Pflanzenstoffen bestehen, welche  ausser Zellulose     Lignine,    Wachse, Harze und anderes  enthalten, durch geeignete     Druckwärmebehandlung     unter     Luftabschluss    in ihrem Aufbau derart umge  wandelt werden, dass sie in plastischen Zustand über  gehen und unmittelbar anschliessend zu festen Kör  pern erhärten. Diese Vorgangsweise zeigt eine ge  wisse Ähnlichkeit mit der Herstellung von Gegen  ständen aus Kunstharz und die erhaltenen Produkte  sind in ihrer Beschaffenheit auch Kunstharzen ähn  lich.

   Durch die genannte     Plastizierung    werden die  dem Holz oder dergleichen eigenen Bindemittel der  art weitgehend aktiviert, dass der Zusatz von kost  spieligen     Kunstharzbindemitteln    erheblich verringert  oder überhaupt entbehrt werden kann.  



  In der Erkenntnis, dass für die erreichte Abbinde  fähigkeit in erster Linie der     Ligningehalt    massgeb  lich ist, hat man bereits vorgeschlagen, bei zu gerin  ger Plastizität oder nicht zufriedenstellender Wasser  festigkeit zusätzliches     Lignin,    entweder in trockener  Form oder in Form von     Zelluloseablauge,        mitzuver-          arbeiten.    Nach bekannten Vorschlägen wurde z. B.

    das zerkleinerte     lignozellulosehaltige    Material mit  Schwarzlauge unter Druck gekocht, das     plastizierte     Gemisch sodann gewaschen, getrocknet, gemahlen  und schliesslich     verpresst.    Auf diese Weise wurde  zwar der     Ligningehalt    erhöht und die     Abbindefähig-          keit    verbessert, aber solche Verfahren erfordern  infolge der Mehrstufigkeit einen grossen Aufwand  und sind ziemlich kompliziert.

           Erfindungsgemäss    werden diese     Nachteile    da  durch vermieden, dass ein Gemisch aus     lignozellulose-          haltigen    Stoffen und     Zelluloseablauge    in einem ein  zigen Arbeitsgang in einer     Pressform    durch Heisspres  sung     plastiziert    und zum Enderzeugnis geformt wird.  Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht nur ein  facher und billiger durchzuführen als die bekann  ten     Aufschliessungsprozesse    mit nachfolgender Pres  sung, sondern es ergibt auch bessere Endprodukte  im     Hinblick    auf Wasserbeständigkeit und Festigkeit.  



  Als Ausgangsstoffe kommen vor allem     Holzab-          fälle,    wie Sägespäne und Sägemehl, dann aber auch  andere, entsprechend zerkleinerte, pflanzliche Stoffe,  wie Torf,     Schilf,    Stroh,     Kokosschalen    und derglei  chen, in Betracht.  



  Die     Formkörper    können der     Pressform        ohne    be  sondere Abkühlung entnommen werden, was wärme  wirtschaftlich von Vorteil ist. Die erzeugten Produkte  haben befriedigende Festigkeit, Härte,     Isolierfähig-          keit    und Wetterfestigkeit und können z. B. als gross  flächige Tafeln für das Bauwesen, zum Verkleiden  von Fussböden, Wänden und Dächern dienen. Dem       Pressgut    können Farbstoffe oder sonstige Zusätze ein  verleibt werden.

   Auch können verstärkende Ein  lagen, wie Drähte, Netze oder dergleichen Verwen  dung finden, wie dies an sich bei der Herstellung  von     Kunststoffplatten    bekannt     ist.    Es kann ferner  zweckmässig sein, das     Pressgut    bei der Druckwärme  behandlung auf Materialschichten anderer Art, z. B.       Holzfurniere,        aufzupressen,    wodurch den erhaltenen  Platten oder dergleichen auf der einen Seite ein ge  wünschtes Aussehen     verliehen    wird. Die Verwendung  von Deckschichten ist     in    der     Kunstplattenindustrie     gleichfalls an sich bekannt.  



  Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des  Verfahrens erfolgt die Herstellung der Formkörper      kontinuierlich, indem das Gemisch aus     lignozellu-          losehaltigen    Stoffen und     Zelluloseablauge    durch einen  Kanal hindurchgeführt wird, in dem die Druck  wärmebehandlung stattfindet. Eine     hiezu    geeignete  Einrichtung besteht erfindungsgemäss aus einem zwi  schen zwei wandernden     Pressflächen    liegenden, seit  lich begrenzten     Pressraum,    in welchem das Gut kon  tinuierlich vorgeschoben und zu laufenden Platten  bahnen verdichtet wird.

   Zur gleichzeitigen Anwen  dung von Hitze und Druck ist der     Pressraum    durch  zwischen den     Pressflächen    angeordnete Dichtungen,  z. B. Dichtungsleisten, über seine ganze Ausdehnung  seitlich abgedichtet.  



  <I>Beispiel</I>  2 Gewichtsteile auf etwa gleiche Grösse     abge-          siebte,    lufttrockene Sägespäne werden mit 1 Ge  wichtsteil     Sulfitablauge    mit     einem    Trockengehalt von       2011/a        vermischt,    und die Mischung wird in einer  aus einer Hohlform samt Stempel bestehenden Presse  bei 200  C unter 50     kg/cm2    gepresst. Nach 10 Minu  ten     ist    die     Plastizierung    und Härtung vollendet, so  dass der fertige Körper der Form entnommen wer  den kann.  



  Durch eine Reihe von Vergleichsversuchen wurde  erwiesen, dass bei sonst gleichen     Verhältnissen,    je  doch ohne Verwendung von     Zelluloseablauge,    die  Behandlungsdauer bzw. der Druck um durchschnitt  lich etwa     50111a    erhöht werden musste, um Produkte  von     angenähert    derselben Festigkeit zu erhalten. Bei  gleicher Behandlungsdauer, Temperatur und glei  chem Druck sank bei     Nichtverwendung    der Ablauge  die Festigkeit des Produktes auf etwa     5011/o.     



  In der Zeichnung ist eine zur Durchführung des  Verfahrens besonders geeignete Presse schematisch       beispielsweise    dargestellt.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht,       Fig.    2 ein lotrechter Querschnitt.  



  Zwei endlose Bänder 1, 2, die aus einem un  durchlässigen Material, z. B. genügend biegsamem  Blech, bestehen, laufen über Führungsrollen 3, 4, 5  bzw. 6, 7 und stehen unter der Wirkung einer An  zahl von Walzen 8, 9, die auf die Bänder 1, 2 einen  hohen Druck ausüben. Wie aus     Fig.    1 ersichtlich ist,  verringert sich in der     Fliessrichtung    des eingebrachten  Materials 10 der     Abstand    zwischen beiden Bändern  1, 2, so dass das Material beim Durchgang durch  dieselben einer zunehmenden Pressung unterworfen  wird.

   In     Fig.    2 sind seitliche Dichtungsleisten 11 an  gedeutet, welche den Raum zwischen den     Bändern     1, 2 an den Seiten derart abdichten, dass ein mit  Ausnahme seines     Ein-    und Austrittes völlig geschlos  sener Durchgangskanal für das     Pressgut    gebildet ist.  



  Die Presse ist in einer nicht dargestellten     Heiz-          kammer    angeordnet. Die Geschwindigkeit der Bän  der 1, 2 und die Länge des genannten Kanals sind  derart gewählt, dass beim Durchgang durch denselben    die beschriebene Reaktion vollständig vor sich geht,  so dass zwischen den Rollen 5, 7 eine bereits     harte,     fertige Platte 12 austritt. Die Aufgabe des Materials  erfolgt kontinuierlich, so dass eine kontinuierliche  Plattenbahn erhalten wird, die in passende Längen  zerschnitten wird. Selbstverständlich sind die Ober  walzen 8 samt den Rollen 4, 5 gegenüber den Unter  walzen 9 und den Rollen 6, 7 verstellbar, so dass  Platten der gewünschten Dicke erhalten werden kön  nen.  



  Es ist möglich, eine beispielsweise auf dem untern  Band 2 aufliegende Materialschicht, Folie, ein Holz  furnier oder dergleichen, zwischen beide Bänder  einlaufen zu lassen. Das     Pressgut    verbindet sich dann  innig     mit    einer solchen Schicht, so dass eine Platte       mit    einer besonderen Deckschicht erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch Plastizieren von zerkleinerten, lignozellulose- haltigen Stoffen unter Zusatz von Zelluloseablauge mittels Druckwärmebehandlung, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gemisch aus lignozellulosehaltigen Stoffen und Zelluloseablauge in einem einzigen Ar beitsgang in einer Pressform durch Heisspressung plastiziert und zum Enderzeugnis geformt wird.
    1I. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I mit einem zwischen zwei wan dernden Pressflächen liegenden, seitlich begrenzten Pressraum, dadurch gekennzeichnet, dass zur gleich zeitigen Anwendung von Hitze und Druck der Press- raum durch zwischen den Pressflächen angeordnete Dichtungen über seine ganze Ausdehnung seitlich abgedichtet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressgut bei der Druck wärmebehandlung auf eine Deckschicht aufgepresst wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Deckschicht ein Holzfurnier ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Druckwärmebehand- lung dem Pressgut Verstärkungseinlagen einverleibt werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verstärkungseinlagen Drähte sind. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungen als Dichtungs leisten ausgebildet sind.
CH344213D 1956-06-13 1956-06-13 Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch Plastizieren von zerkleinerten, lignozellulosehaltigen Stoffen CH344213A (de)

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