CH344330A - Fenster oder Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Drehachse oder um eine waagrechte Kippachse schwenkbaren Flügel - Google Patents

Fenster oder Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Drehachse oder um eine waagrechte Kippachse schwenkbaren Flügel

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CH344330A
CH344330A CH344330DA CH344330A CH 344330 A CH344330 A CH 344330A CH 344330D A CH344330D A CH 344330DA CH 344330 A CH344330 A CH 344330A
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sash
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rotation
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Voester Reinhold
Walter Dipl Ing Voester
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Ver Baubeschlag Gretsch Co
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    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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    • E05D15/48Suspension arrangements for wings allowing alternative movements
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    • E05D15/5205Suspension arrangements for wings allowing alternative movements for opening about a vertical as well as a horizontal axis with horizontally-extending checks
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01D15/28Holding means for recording surfaces; Guiding means for recording surfaces; Exchanging means for recording surfaces
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Description


  Fenster oder Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Drehachse oder um eine  waagrechte     Kippachse    schwenkbaren Flügel    Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster oder  eine Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Dreh  achse oder um eine waagrechte Kippachse schwenk  baren Flügel und bezweckt vor allem eine sichere und  gleichmässige Abstützung des Flügels in der Kipplage,  indem gleichzeitig in einfachster Weise ein Drehen  des Flügels um die lotrechte Drehachse ermöglicht  wird.  



  Die Erfindung besteht demgemäss darin, dass der  Flügel an der der Kippachse gegenüberliegenden  Flügelkante durch zwei am Blendrahmen     angelenkte     Lenker gehalten wird, derart, dass beim Kippen des  Flügels um die waagrechte Kippachse beide Lenker  Kreuzstellung zueinander einnehmen, während beim  Drehen um die lotrechte Drehachse der eine der beiden  Lenker mindestens im wesentlichen am Blendrahmen  verbleibt und der andere Lenker sich mit dem Flügel       mitverschwenkt.    Vorzugsweise ist zu diesem Zweck  die Anordnung derart getroffen, dass sich die Lenker  an der Kreuzungsstelle frei bewegen, also insbesondere  ohne     zwangläufige,    gelenkige Verbindung mitein  ander kreuzen.  



  Vorteilhaft ist jeder der beiden Lenker an seinem  einen, insbesondere dem in oder in der Nähe der lot  rechten Drehachse liegenden Ende an dem einen  Rahmen in seiner Längsrichtung     unverschiebbar    und  an seinem andern Ende am andern Rahmen ver  schiebbar     angelenkt.     



  Derartig ausgebildete Fenster oder Türen erlauben  es, den Flügel sowohl um seine waagrechte Kippachse  als auch um seine lotrechte Drehachse zu schwenken,  ohne dass es notwendig ist, einen der beiden Lenker  von dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen zu  entkuppeln.    In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbei  spiele der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar  zeigen       Fig.    1 die Ansicht eines Fensters,       Fig.    2 eine Draufsicht auf das Fenster in geschlos  senem Zustande,       Fig.    3 eine Seitenansicht des Fensters in geschlos  senem Zustande,       Fig.4    eine Draufsicht auf das Fenster bei aus  gekipptem Flügel,       Fig.    5 eine Seitenansicht des Fensters bei ausge  kipptem Flügel,

         Fig.    6 eine Draufsicht auf das Fenster bei um die  lotrechte Achse ausgeschwenktem Flügel,       Fig.    7 eine entsprechende Seitenansicht des Fen  sters,       Fig.    8 eine andere Anordnung des Gestänges in  Vorderansicht nach Linie 8-8 der     Fig.    9, jedoch bei  geschlossenem Flügel,       Fig.9    dasselbe in Draufsicht im Schnitt nach  Linie 9-9 der     Fig.    8 bei ausgekipptem Flügel,       Fig.    10 eine entsprechende Draufsicht auf die  gleiche Ausführung bei um die lotrechte Drehachse  ausgeschwenktem Flügel, wobei die voll geöffnete  Stellung durch voll ausgezogene Linien und eine  Zwischenstellung durch strichpunktierte Linien an  gedeutet ist,

         Fig.    11 die Schlitzführung des einen Lenkers bei  geschlossenem Flügel,       Fig.    12 die gleiche Schlitzführung des Lenkers bei  ausgekipptem Flügel,       Fig.    13 die gleiche Schlitzführung bei um die lot  rechte Drehachse gedrehtem Flügel,           Fig.    14 eine der     Fig.    9 entsprechende Draufsicht  auf eine weitere Ausführungsform eines Fensters bei  ausgekipptem Flügel,       Fig.    15 die gleiche Ausführungsform in Draufsicht  bei um die lotrechte Drehachse ausgeschwenktem  Flügel,       Fig.    16 eine weitere Ausführungsform in einer der       Fig.    15 entsprechenden Stellung und Draufsicht,

         Fig.    17 eine schematische Draufsicht einer weiteren  Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgebilde  ten Fensters bei um die untere waagrechte Kippachse  ausgestelltem Flügel im Schnitt unterhalb des obern  Querholmes des Blendrahmens etwa entsprechend       Fig.    20,       Fig.    18 eine Vorderansicht der linken     Anlenkstelle     der beiden Lenker im Schnitt nach Linie 2-2 der       Fig.    19 in grösserem     Massstabe,          Fig.    19 eine Draufsicht auf die     Anlenkstelle    des  obern Lenkers am Blendrahmen bei geschlossenem  Flügel im Schnitt nach Linie 3-3 der     Fig.    18,

         Fig.20    die gleiche Ansicht bei in     Kippstellung     befindlichem Flügel und       Fig.21    die gleiche Ansicht bei in Drehstellung  befindlichem Flügel.  



  Der am feststehenden Blendrahmen 20     angelenkte     Flügelrahmen 21 ist mit Bezug auf den Blendrahmen  einerseits um die lotrechte Drehachse<I>A -A</I> und ander  seits um die waagrechte Kippachse     B-B    schwenkbar.  



  In der Darstellung nach     Fig.    1-7     wird    die     lotrechte     Drehachse     A-A    durch das obere Scharniergelenk 22  und das untere Scharniergelenk 23, die waagrechte       Kippachse    einerseits durch das     Kippgelenk    24 und  anderseits durch das Eckgelenk 25 bestimmt, welches  mit dem untern Scharniergelenk 23 zu einer Einheit  zusammengefasst ist.  



  Das obere Scharniergelenk besteht aus einem am  Blendrahmen befestigten Teil 22a und einem am  Flügelrahmen befestigten Teil 22b, der mit dem Teil  22a durch einen Zapfen 22c     kuppelbar    ist. Der Zapfen  22c kann durch eine Riegelstange 26, die durch einen  Handgriff 27 betätigt werden kann, in     lotrechter     Richtung verstellt werden und ist über einen Winkel  hebel 28 mit einer waagrechten     Riegelstange    29 ge  kuppelt. Letztere ist     mit    dem Zapfen 24c verbunden,  der den am Flügelrahmen angeordneten Gelenkteil  24b mit dem am Blendrahmen angeordneten Gelenk  teil 24a kuppeln kann, derart, dass bei Kupplung der  Gelenkteile<I>22b</I> und<I>22a</I> miteinander die Gelenkteile  24b und 24a voneinander entkuppelt werden und um  gekehrt.  



  Das untere Scharniergelenk 23 besteht aus einem  am Flügelrahmen befestigten Gelenkteil 23b und  einem Gelenkteil 23a, welcher zusammen mit dem  mit ihm aus einem Stück bestehenden Gelenkteil 25b  des Eckgelenkes in den am Blendrahmen angeord  neten Lageraugen 25a des Eckgelenkes um die Achse       B=B    schwenkbar gelagert ist.  



  Der Flügelrahmen 21 ist an seiner obern Kante  mit dem Blendrahmen durch zwei Lenker 30 und 31  verbunden, wobei der Lenker 30 an seinem einen Ende    mittels eines     unverschiebbaren    Gelenkes 32 am Blend  rahmen in der lotrechten Drehachse     A-A        angelenkt     ist und an seinem andern Ende mittels eines Zapfens  33 in einem Schlitz 34 am Flügelrahmen 21 geführt  wird. Der zweite Lenker 31 ist an seinem einen Ende  mittels eines Gelenkes 35 am Flügelrahmen 21     unver-          schiebbar        angelenkt    und wird an seinem andern Ende  mittels eines Zapfens 36 in einem Schlitz 37 am Blend  rahmen 20 geführt.

   Das Gelenk 35 ist hierbei bei der  Ausführungsform nach     Fig.    1-7 derart angeordnet,  dass es bei geschlossenem Flügel ebenso wie das  Gelenk 32 in der Achse     A-A    liegt.  



  In der Stellung des Bedienungsgestänges nach       Fig.    1 ist der Flügel in geschlossenem Zustande auf  Kippen eingestellt. Das obere Scharniergelenk 22 ist  durch Herausziehen des Zapfens 22e aus dem Gelenk  teil 22a entkuppelt, das Kippgelenk 24 gekuppelt,  indem der Zapfen 24c mit dem Gelenkteil 24a in Ein  griff gebracht ist. Der Flügel kann infolgedessen aus  der geschlossenen Lage nach     Fig.    1-3 in die Kipplage  nach     Fig.    4 und 5 gebracht werden.

   Die Lenker 30  und 31 stellen sich hierbei, wie insbesondere aus       Fig.4    hervorgeht, in Kreuzstellung ein, indem der  Zapfen 33 des Lenkers 30 im Schlitz 34 und der  Zapfen 36 des Lenkers 31 im Schlitz 37 sich von  links nach rechts verschieben, bis sie am rechten  Ende der Schlitze 34 bzw. 37 anliegen und dadurch  den Kipphub des Flügels begrenzen.  



  Um den Flügel um die lotrechte Achse     A-A     drehen zu können, ist zunächst die Riegelstange 26  mittels des Handgriffes 27 in Pfeilrichtung y zu ver  stellen. Hierdurch wird das Kippgelenk 24 entkuppelt  und gleichzeitig das obere Scharniergelenk 22 ge  kuppelt. Wird daraufhin der Flügel um die lotrechte  Drehachse gedreht, beispielsweise in die Lage nach       Fig.    6 und 7, so verbleibt der Lenker 30 am Flügel  rahmen und der Lenker 31 am Blendrahmen, indem  sich der Lenker 30 zusammen mit dem Flügel um die  lotrechte Drehachse     A-A    ohne relative Verschiebung       verschwenkt.     



  Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.    8-10 unter  scheidet sich von dem vorherigen Ausführungsbeispiel  dadurch, dass anstelle von in der lotrechten Drehachse       A-A        angelenkten    Lenkern zwei ausserhalb dieser  Drehachse     angelenkte    Lenker 130 bzw. 131 verwendet  werden. Der Lenker 130 ist hierbei an seinem einen  Ende ausserhalb der Achse des     Scharniergelenkteils     22a in einem     unverschiebbaren    Gelenk 132 am Blend  rahmen 20     angelenkt    und an seinem andern Ende  mittels zweier Zapfen 133a und 133b in einer Schlitz  führung 134 am Flügelrahmen geführt.

   In ähnlicher  Weise ist der Lenker 131 an seinem einen Ende ausser  halb der Achse des     Scharniergelenkteils    22b mittels  eines     unverschiebbaren    Gelenkes 135 am Flügelrah  men     angelenkt    und an seinem andern Ende mittels  zweier Zapfen 136a und 136b in einer Schlitzführung  137 am Blendrahmen geführt.  



       Fig.    9 zeigt den     Fensterflügel    21 in ausgekippter  Stellung,     Fig.    10 den     Fensterflügel    21 in einer um die  lotrechte Achse     A-A    teilweise ausgeschwenkten Lage      (gestrichelte Lage 21', wobei die Bezugszeichen der  einzelnen Teile mit einem Strich versehen sind) bzw.  in voll ausgeschwenkter Lage (ausgezogene Stellung  21).  



  Wie ersichtlich, stellt sich hierbei der Lenker 130  mit Bezug auf den Flügel 21 im Grundriss gesehen  schräg, wobei die Schräge zunächst aus der geschlos  senen, im wesentlichen parallelen Lage bis zu einem  maximalen Wert (etwa in der Lage 21' des Flügels)  zunimmt und hierauf wieder abnimmt. Die maximale  Schräge ist hierbei aber in jedem Falle geringer als in  Kippstellung des Flügels     (Fig.    9). Entsprechendes gilt  auch für den Lenker 131, dessen Schräge kurz vor der  gezeichneten Endstellung ihr Maximum erreicht.  



  Gleichzeitig verschieben sich die Enden der Lenker,  d. h. die Führungszapfen 133a, 133b bzw. 136a, 136b  in den Schlitzen 134 bzw. 137, wobei die Verschiebung  bei Verstellung des Flügels in die Kipplage     (Fig.    9)  geringer als bei voller     Öffnung    des Flügels um die  lotrechte Drehachse     (Fig.    10) ist. Die Schlitzführungen  134 und 137 sind deshalb mit Anschlägen versehen,  welche die Lenker 130 und 131 an einer weiteren  Verschiebung hindern, wenn die Endlage des Flügels  beim Kippen erreicht ist.  



  In     Fig.    11-13 ist die Schlitzkurve 137 für den  Lenker 131 bei geschlossenem Flügel     (Fig.    11), bei in  Kipplage befindlichem Flügel     (Fig.    12) und bei in  äusserster Drehlage befindlichem Flügel     (Fig.    13) in  vergrössertem     Massstabe    dargestellt.  



  Der Schlitz 137 besteht aus einem leicht bogen  förmigen erweiterten Endteil 137a, welcher über eine  Verengung mit einem andern bogenförmig verlaufen  den Endteil 137b verbunden ist. Eine Abzweigung  oder Aussparung     137e    wird durch einen Anschlag 138  begrenzt. Die Kurve kann durch einen besonderen       Beschlagteil    139 gebildet werden, welcher am Blend  rahmen mittels Schrauben 140 angeschraubt ist. In  der geschlossenen Lage des Flügels     (Fig.    11) befinden  sich bei zur Fensterebene paralleler Lage des Lenkers  131 die Zapfen<I>136a</I> und 136b im Endteil 137a des  Schlitzes 137.

   Wird der Flügel in die Lage nach     Fig.    9  ausgekippt, so dass der Lenker 131 einen verhältnis  mässig grossen Winkel zur Fensterebene bildet, so  werden die Zapfen 136a und 136b im Endteil 137a  geführt, wobei die Erweiterung der Kurve eine all  mähliche Winkelstellung des Lenkers 131 zulässt. In  der Endstellung legt sich der Zapfen 136a an den  Anschlag 138 an, wobei die Schräglage des Lenkers  mittels des Zapfens<I>136b</I> verhindert, dass die Zapfen  in den Endteil 137b der Führungskurve gelangen  können.  



  Anderseits ist jedoch der Führungsschlitz 137 so  ausgebildet, dass beim Drehen des Flügels um die  lotrechte Achse     A-A    die Zapfen 136a und 136b aus  dem Endteil 137a in den Endteil 137b des Schlitzes  gelangen können, bis der Zapfen 136a am rechten  Ende des Schlitzes 137b anliegt und damit den Drehhub  des Flügels um die lotrechte Achse begrenzt.  



  In sinngemäss entsprechender Weise wie die Schlitz  kurve 137 ist auch die Schlitzkurve 134 ausgebildet.    Gegebenenfalls können die beiden Zapfen 136a, 136b  bzw. 133a, 133b auch zu einem einzigen länglichen  Zapfenelement vereinigt werden, welches sich in  ähnlicher Weise in eine Schlitzkurve 137 bzw. 134  einfügen kann.  



  Im Ausführungsbeispiel nach     Fig.    14 und 15 ist  der Lenker 230     mittels    eines in der lotrechten Dreh  achse liegenden Gelenkes 232 und an seinem andern  Ende mittels eines Zapfens 233 in einem Schlitz 234  am Flügelrahmen 21     angelenkt.    Der Lenker 231 ist  entsprechend. dem vorherigen Ausführungsbeispiel in  einem Gelenk 235 ausserhalb der lotrechten Drehachse  am Flügelrahmen und an seinem andern Ende mittels  eines oder zweier Zapfen 236 in einer     Schlitzführung     237 am Blendrahmen     angelenkt.     



  Da der Lenker 230 unmittelbar in der lotrechten  Drehachse     A-A    am Blendrahmen     angelenkt    ist,  braucht der Schlitz 234 - ähnlich dem Ausführungs  beispiel nach     Fig.    1-7 - nur eine solche Länge zu  haben, als es für die Verschiebung des Zapfens 233  bis zur Erreichung der Kipplage des Flügels erforder  lich ist. Dagegen ist für die Führung des Zapfens bzw.  Doppelzapfens 236 eine Schlitzführung 237 erforder  lich, welche dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1l-13  entspricht.  



  Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.    14 und 15  zeigt des weiteren einen Hilfslenker 241, welcher bei  235 am Flügelrahmen 21 und bei 242 am Lenker 230  jeweils     unverschiebbar        angelenkt    ist. Wird hierbei an  genommen, dass ein besonderes     kuppelbares    Scharnier  gelenk 22     (Fig.    1) nicht vorhanden ist, so würde beim  Drehen des Flügels 21 um die lotrechte Drehachse       A-A    der bei 232 am Blendrahmen     angelenkte    Lenker  230 den Flügel 21 in Längsrichtung des Lenkers nicht  halten können, da sich der Zapfen 233 im Schlitz 234  verschieben kann.

   Der Flügel hätte also die Möglich  keit, in seiner eigenen Ebene um die Länge des Schlitzes  234 um das untere Eckgelenk 25 zu kippen.  



  Durch den     Hilfslenker    241 wird jedoch diese uner  wünschte Kippbewegung des Flügels     verhindert,    da  er sowohl bei 235 am Flügelrahmen als auch bei 242  am Lenker 230     unverschiebbar    angreift.  



  Eine andere Möglichkeit der Sicherung des Flügels  21 gegen Kippen um das untere Eckgelenk beim  Drehen des Fensters um die lotrechte Drehachse zeigt       Fig.    16. Der Lenker 230 weist in diesem Falle einen  Zapfen 243 auf, welcher in einen Schlitz 244 am Flügel  rahmen 21 eingreift, wenn sich der Flügel in Schliess  stellung befindet. Da der Lenker 230 bei 232 in der  Drehachse     A-A    des Flügels am Blendrahmen     ange-          lenkt    ist, tritt beim Drehen des Flügels um die lot  rechte Drehachse keine Verschiebung des Zapfens 243  relativ zum Flügel 21 ein, so dass der Zapfen im Siche  rungsschlitz 244 verbleibt.

   Beim Auskippen des Flü  gels um die waagrechte     Kippachse        B-B        (Fig.    1) stellt  sich jedoch der Lenker 230 schräg zum Flügelrahmen  21 (entsprechend     Fig.    14) ein. Der Schlitz 244 ist zu  diesem Zweck so gestaltet, dass der Zapfen 243 un  behindert aus dem Schlitz austreten kann.  



  Bei in der Drehachse     A-A    liegendem Gelenk des      sich mit dem Flügel schwenkenden Lenkers (z. B. 30,  230) kann statt des     kuppelbaren    Gelenkes 22 auch  eine Kupplung von Lenker und Flügel beim Drehen  um die Achse     A-A    durch eine Riegelstange, z. B. die  verlängerte Riegelstange 26, erfolgen.  



  Eine gleiche Sicherung wie im Falle der     Fig.    14,  15 bzw. 16 kann gegebenenfalls auch in Verbindung  mit einem     kuppelbaren    Gelenk 22 oder einer andern  Kupplungsvorrichtung zu deren Entlastung vom Ge  wicht des Flügels vorgesehen sein.  



  Ferner könnten z. B. bei einer     Ausführung    der  Lenker entsprechend     Fig.    14-16     kuppelbare    Scharnier  gelenke im Sinne des ersten     Ausführungsbeispieles     oder     ähnliche        Kuppelvorrichtungen    vorgesehen sein.  Umgekehrt können im Falle des     Ausführungsbeispieles     nach     Fig.    1-7 Sicherungsvorrichtungen entsprechend  den     Fig.    14-16, d. h. z. B. ein Hilfslenker 241 oder eine  Rast 244, vorgesehen sein.  



  Die in Kreuzform scherenartig angeordneten Len  ker 30, 31 können auch dazu verwendet werden, eine  Abstützung des Flügels bei doppelter lotrechter Dreh  achse zu vermitteln, was für gewisse Zwecke, insbe  sondere aus räumlichen Gründen; von Vorteil sein  kann. Einer lotrechten Drehachse     A-A    auf der einen  Seite des Flügels kann eine entsprechende lotrechte  Drehachse auf der andern Seite des Flügels gegenüber  liegen. Die Lenker 30, 31 oder entsprechende Lenker  können hierbei derart am Blendrahmen bzw. Flügel  rahmen     angelenkt    sein,     dass    ihre Gelenke auf der  einen Seite des Flügels mit der einen lotrechten Dreh  achse und auf der andern Seite des Flügels mit der  andern lotrechten Drehachse zusammenfallen.  



  Das Kuppeln und Entkuppeln der einzelnen Ge  lenke kann gemeinsam durch eine zentrale Bedienungs  vorrichtung vorgenommen werden. Zweckmässig er  folgt die Verstellung derart, dass die Kupplung je des  einen Eckgelenkes bereits eingesetzt hat, wenn das  andere Eckgelenk entkuppelt wird. Ein besonderes       Kippgelenk    kann infolge der beiderseitigen Eckgelenke  in Fortfall kommen.  



  Statt durch Eckgelenke kann die Abstützung des  Flügels in der waagrechten Kippachse auch durch die  Riegelstangen selbst erfolgen.  



       Beim    wechselweisen Drehen des Flügels um die  beiden Drehachsen vertauschen die Lenker gegen  seitig ihre Funktionen. Derjenige Lenker, welcher beim  Drehen um die eine Drehachse sich zusammen mit  dem Flügel     verschwenkt,    verbleibt beim Drehen des  Flügels um die andere Drehachse am Blendrahmen  und     umgekehrt.     



  Statt in den lötrechten Drehachsen können die  Lenker auch entsprechend den Ausführungsbeispielen  nach     Fig.    8-16 ausserhalb der Drehachsen am Blend  rahmen bzw. Flügelrahmen     angelenkt    sein.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.    17-21 entspricht  in der Hauptsache der Ausführungsform nach     Fig.    14  bis 16, jedoch ist statt des mit Aussparungen oder der  gleichen versehenen Schlitzes 237 ein     geradliniger    mit  gleicher Breite durchlaufender Schlitz 337 vorgesehen,  welcher     durch    einen Beschlag 339 gebildet wird und    am einen Ende in eine grössere     Bohrung    337a aus  mündet, durch welche der Kopf 336a des Zapfens 336  zur Abnahme des Lenkers 231 aus der Führung her  austreten kann, wenn der Lenker 231 beim Aushängen  des Flügels 21 mit diesem zusammen nach links bewegt  wird.  



  Der den Führungsschlitz 337 enthaltende     BeschIag-          teil    339 weist einen nach unten gerichteten Flansch  339a auf, der mit einem Schlitz 345 versehen ist. Mit  dem     Schlitz    345 wirkt ein hakenförmiger Ansatz 346  am Ende des Lenkers 231 zusammen, derart, dass nach       Überschreiten    einer gewissen Schrägstellung des Len  kers 231 der Ansatz 346 in den Schlitz 345 eingreift  und dadurch die Kippbewegung des Flügels um die  untere waagrechte Kippachse     B-B    begrenzt, indem  sich die     Anschlagsfläche    346a des Ansatzes gegen  die     Endflächen    345a des Schlitzes 345 legt,

   wie in       Fig.    20 für die Kippstellung des Flügels dargestellt ist.  



  Beim Drehen des Flügels um die lotrechte Dreh  achse A wird der Lenker 231 infolge des ausserhalb  dieser lotrechten Drehachse A liegenden Gelenkes 235  ebenfalls schräg gestellt, wobei beim vollen Öffnen  des Flügels der Lenker einen solchen Hub     ausführt,     dass der Gelenkzapfen 336 bis in die rechte     End-          stellung    des Schlitzes 337 gelangt     (Fig.    21).

   Die Schräg  stellung des Lenkers 231 mit Bezug auf den Blend  rahmen bzw. auf die Führung 337 ist jedoch während  der Drehbewegung des Flügels geringer als diejenige       beim        Kippen,    so dass der hakenförmige Ansatz 346  nicht in den Schlitz 345 des Führungsstückes 339  eingreift und ohne Behinderung durch den Ansatz  bzw. die     Anschlagsfläche    345a des Schlitzes 345 bis  zum rechten Ende des Schlitzes 337 gelangen kann.  



  Der andere Lenker 230 ist im Ausführungsbeispiel  nach     Fig.    17-21 in der lotrechten Drehachse A am  Blendrahmen 20     angelenkt    und am äussern Ende in  einem einfachen Schlitz 234 geführt, der durch einen       Beschlagteil    234a gebildet wird. Selbstverständlich  kann aber auch der andere Lenker 230 entsprechend  ausgebildet sein, wenn derselbe ausserhalb der lot  rechten Achse A am Blendrahmen     angelenkt    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Fenster oder Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Drehachse oder um eine waagrechte Kipp- achse schwenkbaren Flügel, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (21) an der der Kippachse (B-B) gegenüberliegenden Flügelkante durch zwei am Blend rahmen angelenkte Lenker (30, 31; 130, 131; 230, 231) gehalten wird, derart, dass beim Kippen des Flügels um die waagrechte Kippachse beide Lenker Kreuz stellung zueinander einnehmen, während beim Drehen um die lotrechte Drehachse der eine der beiden Lenker (31; 131; 231) mindestens im wesentlichen am Blend rahmen (20) verbleibt und der andere Lenker (30; 130;
    230) sich mit dem Flügel (21) mitverschwenkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Fenster oder Tür nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker sich an der Kreuzungs stelle frei bewegbar kreuzen. 2. Fenster oder Tür nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Lenker (30, 31; 130, 131; 230, 231) an seinem einen Ende (32, 35; 132, 135; 232, 235) am einen der beiden Rahmen (20, 21) in seiner Längsrichtung unverschiebbar und an seinem andern Ende (33, 36; 133, 136; 233, 236; 336) am andern der beiden Rahmen (21, 20) verschieb bar angelenkt ist. 3.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (130, 131; 231) an ihrem einen Ende in der Nähe der lotrechten Drehachse (A-A) an je einem der beiden Rahmen (20, 21) und an ihrem andern Ende in der Nähe der der Drehachse (A-A) gegenüber liegenden Kante je am andern Rahmen (21, 22) an gelenkt sind. 4. Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass min destens einer der beiden Lenker (230; 30, 31) am einen Ende in der lotrechten Drehachse (A-A) des Flügels an dem einen der beiden Rahmen (20, 21) angelenkt ist. 5.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der beiden Lenker (231, 130, 131) ausserhalb der lotrechten Drehachse<I>(A -A)</I> des Flügels, jedoch in deren Nähe angelenkt ist. 6. Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, wobei mindestens einer der Lenker ausserhalb der lotrechten Drehachse derart angelenkt ist, dass die Längsverschiebung des verschiebbaren Lenkerendes beim Drehen des Flügels grösser als beim Kippen desselben ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Lenker (130, 131; 231) mit einem Anschlag (138; 346) an seiner Führung (137, 134; 237, 337) zusammenwirkt, welcher seine Bewegung zwar beim Kippen, nicht aber beim Drehen begrenzt. 7.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenker mittels zweier Zapfen (136a, 136b; 133a, 133b; 236) in einem Schlitz (137, 134; 237) ge führt wird, welcher in einem mittleren Teil mit einer Aussparung (137c) versehen ist, in die die Zapfen bei Schrägstellung des Lenkers in der Kipplage des Flügels eintreten und die als Begrenzungsanschlag für diese Kipplage dient, während bei Drehung des Flügels um die lotrechte Drehachse die Zapfen an der Aussparung bis zum Ende des Schlitzes vorbeigeführt werden. B. Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zapfen (136a, 136b; 133a, 133b; 236) zu einem unrunden Zapfenelement vereinigt sind. 9.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Drehen des Flügels um die lotrechte Achse (A-A) der in der lotrechten Drehachse des Flügels am Blendrahmen unverschiebbar und am Flügelrahmen verschiebbar angelenkte Lenker (230) mit dem Flügel rahmen durch einen Hilfslenker (241) verbunden ist, der an seinem einen Ende an einem mittleren Punkt (242) des genannten Lenkers (230) und an seinem an dern Ende (235) gegenüber der verschiebbaren An lenkung (233) des Lenkers (230) am Flügelrahmen (21) an letzterem je unverschiebbar angelenkt ist. 10.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in der lotrechten Drehachse des Flügels am Blendrahmen unverschiebbar und am Flügelrahmen verschiebbar angelenkte Lenker (230) in Schliessstellung des Flügels mit diesem durch einen etwa quer zum Lenker verlaufenden Schlitz und einen mit diesem zusammenwirkenden Zapfen derart ge kuppelt wird, dass der Flügel beim Drehen um seine lotrechte Achse gegen ein Kippen innerhalb der Längsführung des Lenkers gesichert ist, beim Kippen um die waagrechte Achse sich jedoch vom Lenker entkuppelt. 11. Fenster oder Tür nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel sowohl um eine linke als auch um eine rechte Drehachse gedreht werden kann. 12.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch einen An schlag (346), der durch einen Ansatz am Lenker (231) gebildet wird, welcher mit einem von der Schlitz führung (337) unabhängigen Anschlag (345a) am Rahmen zusammenwirkt, derart, dass die Anschläge in Drehstellung des Flügels (Fig. 21) bei geringerer Schrägstellung des Lenkers und bei der Bewegung desselben im Schlitz aneinander vorbeigleiten, in Kipp- stellung bei stärkerer Schrägstellung des Lenkers da gegen in Kippstellung des Flügels (Fig. 20) jedoch ineinandergreifen. 13.
    Fenster oder Tür nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der am Rahmen angeordnete Anschlag (345a) durch einen Schütz (345) in einer Seitenwandung (339a) des Füh rungsstückes (339) gebildet wird, in welchen ein haken förmiger Ansatz<I>(346a)</I> am Lenker (231) eingreifen kann.
CH344330D 1955-01-14 1955-12-30 Fenster oder Tür mit einem wahlweise um eine lotrechte Drehachse oder um eine waagrechte Kippachse schwenkbaren Flügel CH344330A (de)

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