CH344355A - Aluminiumhaltiges Sprengstoffgemisch und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Aluminiumhaltiges Sprengstoffgemisch und Verfahren zur Herstellung desselben

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CH344355A
CH344355A CH344355DA CH344355A CH 344355 A CH344355 A CH 344355A CH 344355D A CH344355D A CH 344355DA CH 344355 A CH344355 A CH 344355A
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aluminum
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Inventor
Friedrich Dr Hansen
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Magnasca Limited
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C06—EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0083—Treatment of solid structures, e.g. for coating or impregnating with a modifier

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Glanulating (AREA)

Description


  Aluminiumhaltiges     Sprengstoffgemisch    und Verfahren zur Herstellung desselben    Die Steigerung der Spreng- und Brandwirkung  von Sprengstoffen durch Zusatz von Aluminiumgriess  entfaltet sich bei den bekannten     Sprengstoff-Alumi-          nium-Gemischen    nur unvollständig, und insbesondere  fällt die Brisanz solcher Gemische mit steigendem  Aluminiumanteil stark ab. Um diese unerwünschten  Eigenschaften zu unterdrücken, hat man dem ur  sprünglichen     Sprengstoff-Aluminium-Gemisch    noch  Sprengstoffe höherer Brisanz und auch Sauerstoff  träger zugesetzt. Die erwarteten Wirkungen wurden  jedoch nicht erreicht.  



  Die Erfindung     betrifft    ein solches     aluminium-          haltiges    Sprengstoffgemisch, das einen Hauptspreng  stoff, Aluminiumgriess und einen Zusatzsprengstoff,  der in kleinerer Menge als der Hauptsprengstoff im  Gemisch vorliegt und eine höhere Brisanz als die  letztere aufweist, und erreicht eine wesentliche Stei  gerung der     Zerstörungs-    und Brandwirkung solcher  Sprengstoffgemische dadurch, dass der höher brisante  Zusatzsprengstoff an der Oberfläche seiner Teilchen  (z. B. Körner) einen haftenden     überzug    aus Alumi  nium aufweist.

   Dieser Aluminiumüberzug wird vor  zugsweise dadurch hergestellt, dass der mit dem  Aluminium zu überziehende Sprengstoff durch ein ge  eignetes     Quellmittel    oder Lösungsmittel an den Ober  flächen seiner Teilchen zum Erweichen gebracht, in  diesem Zustand mit fein verteiltem Aluminium be  handelt und     anschliesslich    getrocknet wird. Diese  Massnahmen bewirken eine nicht vorauszusehende, in  langen Versuchsreihen bestätigte Wirkungssteigerung  des     Sprengstoff-Aluminium-Gemisches    bei gering  stem Zusatz von hochbrisantem Sprengstoff und er  möglichen gleichzeitig eine erhebliche Vergrösserung  des bisher üblichen Zusatzes von Aluminiumgriess.  



  Die Wirkung beruht vermutlich darauf, dass der  Aluminiumüberzug an den Oberflächen der Teilchen  des hochbrisanten Sprengstoffes als idealer Moderator    wirkt, indem er bei der Detonation sofort zur Ver  brennung kommt, wobei Sauerstoff dem hochbrisan  ten Sprengstoff entzogen und dessen Brisanz vermin  dert wird, gleichzeitig aber ein     Energiezuwachs    durch  die Verbrennung des Aluminiumüberzuges entsteht.  Diese Verbrennung des     Aluminiumüberzuges    bildet  fein verteilte, sehr intensive Wärmeherde, die die  Reaktionsfähigkeit des gesamten     Sprengstoff-Alumi-          nium-Gemisches    erhöhen und damit die Explosions  gewalt und die     Zerstörungs-    und Brandwirkungen  wesentlich steigern.  



  <I>Beispiel</I>  Eine beispielsweise Ausführungsform des erfin  dungsgemässen Gemisches wird hergestellt durch Zu  satz einer Mischung der Gruppe I, welche ein     alu-          miniumhaltiges    Gemisch mit     Trinitrotoluol    als Haupt  sprengstoff darstellt, zu dem     die    Gruppe     1I    bilden  den höher brisanten     Hexogen    als Zusatzsprengstoff,  der an der Oberfläche seiner Teilchen (Körner) einen  haftenden     überzug    aus Aluminium aufweist.  



  <I>Gruppe 1</I>  
EMI0001.0025     
  
    500 <SEP> g <SEP> Trinitrotoluol <SEP> in <SEP> Kristallpulverform,
<tb>  125 <SEP> g <SEP> Aluminiumgriess, <SEP> Korngrösse <SEP> 0,1-0,15 <SEP> mm,
<tb>  12 <SEP> g <SEP> Collodium, <SEP> trocken, <SEP> gelöst <SEP> in <SEP> der <SEP> erforder  lichen <SEP> Menge <SEP> Lösungsmittel, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Aceton,
<tb>  3 <SEP> g <SEP> Centralit.       Die Bestandteile werden mit dem zu Sirupdicke  gelösten     Collodium    in einer     Mischvorrichtung    gut  gemischt.  



  <I>Gruppe 11</I>  
EMI0001.0028     
  
    12,6 <SEP> g <SEP> Hexogen, <SEP> überzogen <SEP> mit
<tb>  2,4g <SEP> Aluminium.       Zunächst wird der höher brisante Zusatzspreng  stoff     Hexogen    der Gruppe     II    mit dem Aluminium  überzogen. Dazu bringt man z. B. in einen Erlen-           meyer-Kolben    84 g     Hexogenkristalle    und übergiesst  dieselben mit Aceton, bis die Flüssigkeit etwa 10 mm  hoch über dem     Hexogen    steht.

   Da     Hexogen    nur in  geringem Masse in Aceton löslich ist, wird die Sätti  gung des Acetons mit     Hexogen    bald erreicht, und die  nahezu gesättigte     Aceton-Hexogen-Lösung    weicht nur  noch die     Oberflächen    der     Hexogenkristalle    auf. Es  ist deshalb zweckmässig so zu verfahren, dass man  zunächst eine nahezu gesättigte     Aceton-Hexogen-Lö-          sung    herstellt und mit dieser als Weichmacher oder       Quellmittel    die abgewogenen     Hexogenkristalle    über  giesst. Man füllt alsdann in den Kolben 16 g feinste  Aluminiumschuppen ein und schüttet etwa 10 Minuten  lang.

   Die überstehende Flüssigkeit, welche nun noch       Hexogen    in Lösung und Teile der Aluminiumschup  pen     suspendiert    enthält, wird     abdekantiert.    Die Alu  miniumschuppen haben sich jetzt zum grossen Teil auf  den weichen Oberflächen der     Hexogenkristalle    abge  setzt und bilden nach dem nun erfolgenden Trocknen  den Aluminiumüberzug auf den     Hexogenteilchen.     



  Das so behandelte, nunmehr aluminiumüber  zogene     Hexogen    wird dem in der Mischvorrichtung  befindlichen Sprengstoffgemisch Gruppe I zugesetzt  und mit diesem     fertig    vermischt. Nach Absaugen des  überschüssigen Lösungsmittels und angemessenem  Vortrocknen der gesamten Mischung kann diese me  chanisch granuliert werden und wird danach im     Va-          cuum    bei etwa 50  C getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Aluminiumhaltiges Sprengstoffgemisch, enthal tend einen Hauptsprengstoff, Aluminiumgriess und einen Zusatzsprengstoff, der in kleinerer Menge als der Hauptsprengstoff im Gemisch vorliegt und eine höhere Brisanz als der letztere aufweist, dadurch ge kennzeichnet, dass der höher brisante Zusatzspreng stoff an der Oberfläche seiner Teilchen einen haften den Überzug aus Aluminium aufweist. UNTERANSPRUCH 1. Aluminiumhaltiges Sprengstoffgemisch nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptsprengstoff kristallisiertes Trinitrotoluol und der höher brisante Zusatzsprengstoff mit einem haftenden Aluminiumüberzug versehenes Hexogen ist.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung des Sprengstoffgemi sches nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass zwecks Herstellung des Überzuges der Zu satzsprengstoff durch ein Quellmittel oder Lösungs mittel an der Oberfläche seiner Teilchen zum Erwei chen gebracht und in diesem Zustand mit fein verteil tem Aluminium behandelt und anschliessend getrock net wird. UNTERANSPRUCH 2. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass als Quellmittel zum Weich machen der Oberfläche der mit Aluminium zu über ziehenden Sprengstoffteilchen eine nahezu gesättigte Lösung des Zusatzsprengstoffes dient.
CH344355D 1956-02-09 1956-02-09 Aluminiumhaltiges Sprengstoffgemisch und Verfahren zur Herstellung desselben CH344355A (de)

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