<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Einrichtung zur Sicherung einer Brennervorrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Sicherung einer Brennervorrichtung mittels mindestens eines Thermofühlers.
Bisher war es üblich, bei der Sicherung von Brennern in deren Zündbereich eine Wachflamme vorzusehen und im Bereich der Wachflamme einen Thermofühler anzuordnen, welcher ein dem Regulierorgan des Brenners vorgeschaltetes Hauptventil der Anlage überwacht, derart, dass dieses Hauptventil aus seiner Offenstellung in die Schliessstellung übergeht, wenn die Wachflamme erlöscht und der Thermofühler demzufolge erkaltet. Wenn zum Beispiel bei einem Gasherd oder irgendeinem andern Apparat mehrere Brenner gesichert werden müssen, so waren diese über individuelle Flackerrohre oder Kletterflammen von einer gemeinsamen Wachflamme gesichert, so dass für alle Brenner gemeinsam nur eine thermische Sicherung erforderlich war.
Dieses Zündsystem hat verschiedene wesentliche Nachteile. Es hat sich erwiesen, dass weder Flackerrohr noch Kletterflamme ein zuverlässiges Bindeglied zwischen Brenner und Wachflamme bilden. Beide sind in bezug auf Betriebssicherheit den Schwankungen des Gasdruckes und der Gaszusammensetzung stark unterworfen. Steigt zum Beispiel der Stickstoffgehalt des Gases über einen bestimmten, maximal zulässigen Betrag, .so entsteht im Flackerrohr nicht mehr ein genügend leicht zündbares Gemisch oder die Kletterflammen zünden nicht durch und die Sicherung versagt oder es kann beim Brenner zum mindesten so viel Brennstoff unver- brannt ausströmen, bis die Zündung schliesslich erfolgt, dass Explosionsgefahr entsteht.
Erlöscht die mehreren Brennern zum Beispiel eines Herdes zugeordnete Wachflamme und wird demzufolge das Hauptventil geschlossen, so wird die Gaszufuhr zu allen vorhandenen Brennern abgestellt. Versagt die gemeinsame Sicherung aus irgendeinem Grund, zum Beispiel infolge Verklemmung des Hauptventils in der Offenstellung, so sind alle Brenner nicht mehr gesichert.
Alle bekannten, mittels Thermofühler überwachten Brennersicherungen der erwähnten Art weisen ein Abschlussorgan oder Hauptventil auf, welches zur Einleitung der Gaszufuhr zur Wachflamme und zu dem bzw. den Hauptbrennern von Hand in eine Offenstellung gebracht werden muss und nach einer bestimmten Zeit, zum Beispiel von einem durch einen Thermostrom erregten Magneten, in derselben gehalten wird, solange die Wachflamme richtig brennt und das in ihrem Bereich befindliche Thermo- element erhitzt.
Es wird als ganz besonderer Nachteil dieser bekannten Sicherungssysteme empfunden, dass das durch den Thermofühler überwachte Abschlussorgan willkürlich beliebig lang unabhängig vom Zustand des Thermofühlers offen gehalten werden kann. Dabei kann selbst das aus der Wachflammendüse unverbrannt ausströmende Gas zum Beispiel eines Kochherdes. mit der Zeit genügen, um im Verbrennungsraum ein explosives oder vergiftend wirkendes Gemisch entstehen zu lassen. Das zum Öffnen des Hauptventils vorgesehene Betätigungsorgan kann in seiner Arbeitsstellung absichtlich verklemmt oder verklebt werden, wenn böser Wille oder Ungehaltenheit über irgendein Versagen des Sicherungssystems vorliegt.
Beim Verfahren gemäss vorliegender Erfindung zur Sicherung einer Brennervorrichtung können nun diese Nachteile dadurch vermieden werden, dass die Einleitung der Brennstoffzufuhr zu jeder Brennstelle der Vorrichtung ausschliesslich bei erhitztem Thermo- fühler ermöglicht wird.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung wird ein Abschlussorgan in der Brenn- stoffleitung zur Brennstelle wenigstens eines Brenners
<Desc/Clms Page number 2>
derart vom Thermofühler überwacht, dass es nur nach vorheriger Erhitzung des Thermofühlers aus seiner Schliesslage entfernt werden kann, wobei diese Erhitzung des Thermofühlers ausschliesslich durch eine von der Brennstoffzufuhr der Brennstelle unabhän- gige Wärmequelle erfolgen kann.
Abgesehen von den oben erwähnten Gefahren wird nun bei den bekannten Sicherungen die Tatsache als störend empfunden, dass das Abschluss- organ oder Hauptventil offen gehalten werden muss, bis die thermische Sicherung anspricht, was immerhin mehrere Sekunden dauert. Es wurde daher nach Mitteln gesucht, die das überwachte Abschlussorgan automatisch für die Zeit in der Offenlage verklinken, welche die thermische Sicherung zum Ansprechen benötigt, und es dann ausklinken. Es ist bisher nicht gelungen, einfache, billige und betriebssichere derartige Mittel zu finden.
Bei Anwendung des erfindungsgemässen Sicherungsverfahrens kann nun auch diese Schwierigkeit überwunden werden, indem man die Brennstoffzufuhr zur Brennstelle des Brenners so lange durch ein Absperrorgan gesperrt hält, als nicht der Thermofühler durch eine von der Brennstellen-Wärmequelle unabhängige und vorzugsweise zeitlich begrenzt wirkende Wärmequelle, zum Beispiel ein Zündholz, erhitzt worden ist. Nach einer bestimmten Zeit, die aber mit einiger Erfahrung am Abbrennen des Zündholzes leicht abschätzbar ist, kann also das Abschlussorgan erst geöffnet werden, worauf der nun zugeleitete Brennstoff am Brenner durch die Zündholzflamme augenblicklich gezündet werden kann.
Die Brenndauer des Zündholzes liefert also hier zugleich die erwünschte Sicherheitszeit, d. h. ist der Brenner beim Erlöschen des Zündholzes noch nicht in Betrieb, so kann der Brennstoffzufluss überhaupt nicht mehr eingeleitet werden. Der Thermo- fühler wird dabei vorzugsweise im Zündbereich des Brenners, also im Bereich der Brennstelle, angeordnet, derart, dass beim Öffnen des Abschlussorgans der beim Brenner ausströmende Brennstoff durch die Zündholzflamme sofort entzündet wird. Es ist also bei dieser Anordnung unmöglich, dass Brennstoff unverbrannt aus dem Brenner austreten könnte.
Mit andern Worten wird also im Bereich des Thermo- fühlers eine Zündstelle für die Brennerflamme gebildet, wobei dann der Brennstofffluss zur Brennstelle des Brenners gesperrt gehalten wird, solange nicht für eine Zündung an jener Stelle gesorgt ist. Das Abschlussorgan kann vorzugsweise als Regulierorgan des Brenners, zum Beispiel als Reiberhahn, oder als mit einem Tellerventil verbundene Reguliernadel ausgebildet sein. Das Öffnen des Abschlussorgans kann über eine Kupplung erfolgen, wobei die Kupplung nur bei geschlossener Stellung des Abschlussorgans und bei erhitztem Thermofühler einrückbar ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt, bei welchen als Abschlussorgan das Regulierorgan des Brenners verwendet wird. Fig.l zeigt einen Gasbrenner mit einem mit Tellerventil und Regulierdüse ausgerüsteten Regulierorgan.
Fig.2 und 3 zeigen Gasbrenner mit einem Regulierhahn.
Fig.4 zeigt einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig.3, und Fig.5 zeigt einen Schnitt nach Linie V-V in Fig. 3.
Der in Fig. 1 dargestellte Gasbrenner, zum Beispiel für einen Kochherd, weist ein Reguliergehäuse 1, einen Brennkopfträger 2 und einen Träger 3 für einen Thermofühler 4 auf, wobei die Teile 1 bis 3 aus einem Stück bestehen. Es ist damit Gewähr geboten, dass die richtige gegenseitige Läge des Mischrohres 5 des Brenners und der Brennerdüse 6 am Reguliergehäuse sowie des Thermofühlers 4 und der Brenneröffnungen 7 bzw. der Brennerflammen & stets beibehalten wird. Das Reguliergehäuse 1 ist mittels einer Membran 9 und eines Deckels 10 abgeschlossen.
Im Deckel 10 ist eine Betätigungsschraube 11 vorgesehen, die durch die ihr erteilte Regulierdrehung in axialer Richtung verstellt wird, und mittels einer federbelasteten Kugel 12 gegen eine im Zentrum der Membran 9 angebrachte Steuerplatte 13 wirkt. An der Innenseite der Membran 9 lieb ein zweiarmiger, auf einer Achse 14 drehbar gelagerter Hebel 15 an, welcher am andern Ende mittels eines Stiftes 16 mit einem Ventilbolzen 17 gelenkig verbunden ist. Der obere, teilweise konische Endteil 18 des Ventilbolzens 17 dient als Regulierteil in der Düsenöffnung 6 und dient der Betriebsregulierung, wie später noch eingehender erläutert werden wird. Der Regulierteil 18 weist eine zentrale Bohrung auf, durch welche in der dargestellten Regulierstellung das zum Unterhalt des Kleinfeuers erforderliche Gas ausströmen kann.
Mittels eines Halters 19 sind am untern Ende des Ventilbolzens 17 ein Stützteller 20 und ein Hufeisenmagnet 21 aus remanenzfreiem magnetisierbarem Material befestigt. Der Hufeisenmagnet 21 ist mit einer Wicklung 22 versehen, die mit dem als Thermo- element ausgebildeten Thermofühler 4 über einen Leiter 23 bzw. über Masse verbunden ist. Im Halter 19 ist ein tellerartiger, ebenfalls aus remanenz- freiem magnetisierbarem Material bestehender Ventilteller 24 mittels eines Zapfens 25 axial verschiebbar gelagert.
Der Ventilteller 24 ist mit einer Dichtungsscheibe 26 versehen, die den Gaseinlassstutzen 27 durch Aufsitzen auf dessen obern Rand 28 dicht abschliessen kann. Zwischen dem Gaseinlassstutzen 27 und dem Ventilteller 24 ist eine Druckfeder 29 und zwischen dem Stützteller 20 und dem Ventilteller 24 eine Druckfeder 30 angeordnet.
Die Druckfeder 29 ist schwächer als die Druckfeder 30, so dass die letztere den Ventilteller 24 bei jeder beliebigen Stellung des Regulierbolzens 17 entgegen der Wirkung der Feder 29 mit genügendem Druck auf den Sitz 28 aufzupressen vermag, so dass kein Gas mehr in das Reguliergehäuse einströmen kann.
<Desc/Clms Page number 3>
Der in Fig.1 dargestellte Gasbrenner bzw. seine Sicherung arbeitet wie folgt:
Wird bei der dargestellten Kleinfeuerstellung die Brennerflamme aus irgendeinem Grund, zum Beispiel durch überkochendes Gut, gelöscht, so erkaltet das Thermoelement 4, der durch die Erregerwicklung 22 des Magneten 21 fliessende Strom wird schwächer, womit auch die Tragkraft des Magneten 21 abnimmt, bis sie geringer wird als die Differenz zwischen den Druckkräften der Feder 30 und der Feder 29. In diesem Augenblick löst sich der als Magnetanker wirkende Ventilteller 24 vom Magneten 21 und wird durch die Druckfeder 30 nach unten auf seinen Sitz 28 gepresst. DerGas- fluss nach dem gelöschten Brenner wird damit unterbunden.
Soll nun der Brenner wieder in Betrieb genommen werden, so muss durch Hineindrehen der Regulierschraube 11 der Hebel 15 im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 14 verschwenkt und damit der Ventilbolzen 17 entgegen dem Druck der Feder 30 gesenkt werden, bis der Magnet 21 wieder auf dem Ventilteller 24 aufliegt. Dabei wird der Regulierteil 18 ebenfalls nach unten verschoben, so dass die Düse 6 auf maximale Öffnung gebracht wird. Da jedoch der Ventilteller 24 immer noch auf seinem Sitz aufliegt, kann trotz dieser maximalen Düsenöffnung kein Gas ausströmen.
Betätigt man in diesem Zustand die Regulierschraube 11 wieder im öffnenden Sinn bezüglich des Tellers 24, so wird der Ventilbolzen 17 mit dem Stützteller 20 und dem Magneten 21 wieder angehoben, ohne jedoch den Ventilteller 24 mitzunehmen, welcher unter dem Druck der Feder 30 für jede mögliche Regulierstellung des Ventilbolzens 17 geschlossen bleibt. Es ist also erforderlich, zum Öffnen des Ventiltellers 24 zuerst am Thermofühler den Zustand zu schaffen, der dem normalen Brennerbetrieb entspricht, also das Thermoelement 4 zu erhitzen. Dies kann mittels eines Zündholzes geschehen, dessen Flamme in den Bereich des Thermo- elementes 4 gebracht wird.
Es beginnt damit ein Thermostrom zu fliessen, welcher den mit dem Ventilteller 24 in Berührung stehenden Magneten 21 innert kurzer Zeit so stark erregt, dass seine Haftkraft den Druck der Feder 30 überwiegt. Wird nun die Regulierschraube 11 im öffnenden Sinne bezüglich des Tellers 24 betätigt, so gibt die Kugel 12 die Steuerplatte 13 frei, der Hebel 15 kann sich im Uhrzeigersinn verdrehen und der Ventilbolzen 17 mit dem Magneten 21, welcher durch sein Haften am Ventilteller 24 die Wirkung der Druckfeder 30 aufgehoben hat und diesen mitnimmt, gehen unter der Wirkung der Feder 29 nach oben.
Damit kann das Gas in das Reguliergehäuse 1 einströmen, und da die Düse gemäss vorstehendem anfänglich voll offen ist, wird der Brenner immer übzr die Grossfeuerstellung in Betrieb gesetzt. Der dadurch bedingte starke Gasstro:.i wird durch die immer noch im Bereich des Thermoelementes gehaltene Zündholzflamme sofort entzündet. Es ist also wesentlich, dass das Thermo- element 4 sich im Zündbereich des Brenners befinde, damit die soeben erwähnte Zündung sicher erfolgen kann. Im folgenden wird nun das Thermoelement 4 durch die Brennerflamme 8 selbst auf der erforderlichen Temperatur gehalten, um den Magneten 21 in genügendem Masse zu erregen.
Erlöscht die Flamme in irgendeiner Regulierstellung des Brenners, so fällt der als Magnetanker ausgebildete Ventilteller 24 in der oben beschriebenen Weise ab und sperrt die Gaszufuhr zum Brenner augenblicklich.
Der Magnet 21 bildet also ein zwischen dem Betätigungselement (Schraube 11) und dem Regulierelement 24 des Regulierorgans des Brenners angeordnetes Element einer mit diesem Regulierorgan beweglichen und in Abhängigkeit vom Zustand des Thermo- fühlers ein- und ausrückbaren Kupplung, wobei die zwischen den Kupplungshälften 20 und 24 angeordnete Feder 30 beim Ausrücken der Kupplung das Regulierelement unabhängig von der Regulierstellung in die Schliesslage bringt. Der gemeinsame Halter 2, 3 für den Brenner und das Thermoelement 4 leistet Gewähr dafür, dass sich das Thermoelement stets im Heizbereich und im Zündbereich des Brenners befindet.
Das Regulierorgan kann stets nur aus seiner geschlossenen Stellung geöffnet werden, muss also auch nach dem Ansprechen der Sicherung, zum Beispiel beim Erlöschen der Flamme, zuerst in die Schliessstellung gebracht werden, bevor der Brenner wieder in Betrieb genommen werden kann. Ein Öffnen des Brenners ist dabei überhaupt nicht möglich, ohne dass auch für die Zündung desselben gesorgt ist.
Die in Fig.l dargestellte Anordnung könnte natürlich auch in dem Sinne abgeändert sein, dass der Tragteller 20 und der Magnet 21 direkt mit dem Hebel 15 verbunden wären, wobei der Ventilteller 24 und der Ventilbolzen 17 mit dem Regulierteil 18 als gemeinsames Regulierelement ausgebildet wären, welches in der beschriebenen Weise mit den Betätigungselementen gekuppelt werden kann. Ferner wäre es natürlich denkbar, bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 überhaupt keinen Regulierteil 18 vorzusehen und den Ventilteller 24 als Absperr- und Reb ilier- organ zu verwenden.
Ein wesentlicher Vorteil der Sicherungsanordnung gemäss Fig. 1 liegt auch darin, dass das Betätigungselement, d. h. die Schraube 11, in jeder Stellung selbsthemmend ist. Dadurch werden die Gegendrücke der Federn 29 und 30, insbesondere diejenigen der starken Sicherungsfeder 30 am eigentlichen Regulier- bzw. Betätigungsknopf gar nicht fühlbar. Dank der federbelasteten, kraftschlüssigen Bewegungsübertragung vom Betätigungselement 11 auf das Regulierelement kann der Magnet 21 bei geschlossener Stellung des Regulierorgans stets mit einer bestimmten, angemessenen Kraft auf den als Magnetanker ausgebildeten Ventilteller 24 aufliegen.
Es ist daher nicht erforderlich, dass das Betätigungselement des Reguliersystems immer eine ganz bestimmte Nullage einnehme, damit der Magnet 21 an den Ventilteller 24 anliege, sondern diese Nullstellung kann innerhalb gewisser Grenzen liegen. Dieser Umstand ist von ganz besonderer Bedeutung, da ohnehin das
<Desc/Clms Page number 4>
richtige Anliegen des Magneten in der betriebsbereiten Ausgangsstellung immer etwas in Frage gestellt wäre. Jeder kleinste Luftspalt zwischen dem Magneten 21 und dem Teller 24 könnte nämlich bereits zur Folge haben, dass der Magnet den Ventilteller 24 nicht mitzunehmen vermöchte.
In Fig.2 ist eine Brennersicherung gemäss der Erfindung für einen Brenner mit Regulierhahn dargestellt. Der strichpunktiert angedeutete Brenner 31 ist direkt über dem Hahngehäuse 32 angeordnet, in welchem die Brennerdüse 33 vorgesehen ist. Am schematisch dargestellten Hahnküken 34 ist ein Ankerstab 35 aus dem erwähnten remanenzfreien magnetisierbaren Material befestigt. Auf einem halbkreisförmigen Stab 38 ist ein Hufeisenmagnet 36 der oben beschriebenen Art mit einer Erregerwicklung 37 verschiebbar angeordnet.
Die Erregerwicklung 37 ist an den Thermofühler 4 angeschlossen, welcher sich im Heiz- und Zündbereich des Brenners 31 befindet. Zwischen dem Magnet 36 und dem Ankerstab 35 ist eine starke, auf dem Stab 38 verschiebbar gehaltene Druckfeder 39 vorgesehen. Der Magnet 36 ist mit einem mit dem Betätigungsorgan des Reiberhahns verbundenen Teil 42 verbunden und wird also mit dem Betätigungsorgan des Hahns zwangläufig bewegt. Der Teil 42 mit dem Magnet 36 und der Ankerstab 35 sind zwischen zwei Anschlägen 40 und 41 beweglich. Die ausgezogen dargestellte Stellung der Teile entspricht voll offener Regulierstellung, wie durch die Gaszufuhrkanäle zur Brennerdüse 33 angedeutet ist.
Wird die Flamme gelöscht, so nimmt der Thermostrom ab, bis die Haftkraft des Magneten 36 unter die Druckkraft der Schliessfeder 39 sinkt, worauf der Ankerstab in die punktiert dargestellte Lage am Anschlag 41 geworfen und damit der Hahn geschlossen wird. Der Magnet 36 verbleibt in der ausgezogen dargestellten Lage und somit verbleibt auch das Betätigungsorgan des Reiberhahns in der Offenstellung. Soll jedoch der Brenner in normaler Weise ausser Betrieb gesetzt werden, so werden die Teile 35 und 36 in gekuppeltem Zustand in die in Fig.2 punktiert dargestellte Lage verbracht.
Das Betätigungsorgan des Reiberhahns rastet dabei in der Schliessstellung zum Beispiel unter Federdruck in an sich bekannter Weise hinter einem Anschlag, so dass alle Teile nach Erlöschen der Flamme in der dargestellten Schliesslage verbleiben, trotzdem die Haftkraft des Magneten 36 nun aufhört. Wird zum Öffnen des Hahns aus dieser normalen Schliessstellung einfach das Betätigungsorgan aus der Rast gehoben und aufgedreht, so wird der Hahn nicht geöffnet, weil der entregte Magnet 36 den Ankerstab 35 mit dem Hahnreiber nicht mitnehmen kann.
Wird dagegen vor der Betätigung des Hahns zum Beispiel mit einem Zündholz für Erhitzung des Thermofühlers 4 gesorgt und damit der Magnet 36 erregt, so haftet dieser am Ankerstab 35 und wird denselben mitnehmen, wenn das Betätigungsorgan des Reiberhahns aufgedreht wird. Die durch den Magneten 36 gekuppelten Teile können nun in irgendwelche Regulierstellungen ge- bracht werden, aus welchen bei einem ungewollten Erlöschen des Brenners stets eine Rückführung des Hahnreibers in die Schliessstellung erfolgt.
Die Fig.3, 4 und 5 zeigen ein praktisches Ausführungsbeispiel des in Fig.2 schematisch dargestellten Reiberhahns. Entsprechende Teile sind gleich bezeichnet wie in der schematischen Fig.2. Der Thermofühler 4 ist in ähnlicher Weise wie gemäss Fig. 1 auf einem Träger montiert, welcher mit dem Träger des Brenners 31 verbunden ist. Das Hahnküken 34 ist in einem Hahngehäuse 43 untergebracht, welches vorn durch einen Deckel 44 abgeschlossen ist. Die Betätigungswelle 45 ist mit einer Mitnehmergabel 46 verbunden, in welche ein Mitnehmerstab 47 greift.
Die Betätigungswelle 45 wird durch eine Feder 48 stets nach innen gepresst, wobei ein mit derselben verbundener Raststab 49 in der Schliesslage des Regulierhahns in einen Rastschlitz 50 des Hahngehäuses 43 ragt und die Betätigungswelle 45 in dieser Lage sichert.
Der Mitnehmerstab 47 greift in eine Hülse 51, in welcher der Magnet 36 befestigt ist. Der Ankerstab 35 liegt in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise seitlich an die beiden Pole des Magneten 36 an und sitzt fest auf der Welle 52 des Hahnkükens 34, auf welcher ebenfalls eine Torsionsfeder 53 angebracht ist, die das Halmküken stets im Uhrzeigersinn der Fig. 4 und 5 zu verdrehen trachtet, bis es in seiner Schliessstellung mit einer Schulter 54 gegen einen im Halmgehäuse 43 eingelassenen Stift 55 anschlägt. Die Torsionsfeder 53 sorgt zugleich für den erforderlichen Axialdruck auf das Hahnküken 34.
Soll der Brenner aus der dargestellten Ruhelage in Betrieb genommen werden und wird hierzu lediglich die Betätigungswelle 45 im Gegenuhrzeigersinn der Fig.4 und 5 gedreht, so verlassen die Pole des unerregten Magneten 36 den Ankerstab 35, ohne denselben und damit das Hahnkücken 34 mitzunehmen. Wird dagegen vor der Betätigung des Hahns der Thermofühler 4 zum Beispiel mit einer Zündflamme geheizt, so wird der Magnet 36 erregt und haftet am Ankerstab 35, womit eine starre Kupplung zwischen dem Betätigungselement und dem Regulierelement des Hahns geschaffen ist.
Wird nun die Betätigungswelle 45 nach rechts in Fig.3 herausgezogen, um den Raststab 49 aus dem Rastschlitz 50 auszuheben und im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 4 und 5) verdreht, so wird der Magnet 36 über die Mitnehmer- gabel 46, den Mitnehmerstab 47 und die Hülse 51 im gleichen Sinne verdreht und nimmt den Ankerstab und das Hahnküken sm gleichen Drehsinn mit, wobei jede beliebige Regulierstellung erreicht werden kann.
Die Torsionsfeder dreht dabei mit den durch den erregten Magneten 36 starr gekuppelten Teilen 34 und 51 mit. Fällt die Erregung des Magneten 36 jedoch infolge Erlöschens des Brenners dahin, so genügt die Vorspannung der Torsionsfeder 53, unabhängig von der momentanen Regulierstellung, um das Hahnküken 34 in die Schliessstellung zurückzuver- drehen, während die nun entkuppelten Teile 36, 51,
<Desc/Clms Page number 5>
47, 46 und 56 je nach den herrschenden Reibungsverhältnissen in der eingenommenen Regulierstellung verbleiben oder in die Offenstellung übergehen, wie anhand der schematischen Fig. 2 dargelegt wurde.
Um den Brenner wieder in Betrieb zu nehmen, muss, wie anhand der Fig.2 erläutert, das Betätigungsorgan ebenfalls in die Schliesslage verbracht werden, um eine erneute Kupplung des Magneten 36 mit dem Ankerstab 35 zu ermöglichen.
In allen Ausführungsformen ist eine Sicherung mittels Thermofühler und Kupplungsmagnet angedeutet, weil diese Lösung mit den heute verfÜg- baren Mitteln am einfachsten erscheint. Es ist aber durchaus möglich, eine analoge Sicherung auch durch rein mechanische, hydraulische oder pneumatische Mittel vorzunehmen, wobei als Thermofühler ein Bimetallelement bzw. ein fester, flüssiger oder gasförmiger Ausdehnungskörper verwendet würde und wobei zwischen Regulier- und Betätigungselement des Regulierorgans eine mechanische Kupplung vorgesehen wäre.
Ferner ist in allen dargestellten Ausführungsformen auf Herdbrenner Bezug genommen. Selbstverständlich lässt sich jedoch . die erfindungsgemässe Brennersicherung auf irgendwelche Brenner, zum Beispiel Grossbrenner für die Industrie und dergleichen, sowie auf Brenner für jede Art von flüssigem oder gasförmigem Brennstoff anwenden. Dabei kann bei mit flüssigem Brennstoff betriebenen Brennern nach Belieben auf ein den flüssigen oder bereits dampfförmigen Brennstoff regelndes Organ eingewirkt werden.
Bei Grossbrennern kann das Abschlussorgan auch von einem Servomotor über eine elektromagnetische, vom Thermofühler überwachte Kupplung gegen die Wirkung einer Schliessfeder geöffnet werden, in welchem Fall die Einwirkung der Fremdwärmequelle genügte, um den Brenner vollautomatisch in Betrieb zu setzen.
Es könnte auch ein mit dem Abschlussorgan direkt gekuppelter elektrischer oder hydraulischer Servomotor vorgesehen sein, der von einem vom Thermofühler überwachten Kontakt- und Relaissatz bzw. von einem Steuerventil gesteuert würde.
Schliesslich sei erwähnt, dass die nach dem erfindungsgemässen Verfahren zu sichernde Vorrichtung ausser einem Brenner der beschriebenen Art auch noch einen Zündbrenner aufweisen könnte, dessen Brennstoffzufuhr ebenfalls nur bei erhitztem Thermo- fühler möglich ist.